CH276130A - Verfahren zur Herstellung von nicht hauptsächlich zur Ernährung bestimmtem, hochreinem Kristalldextrosehydrat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht hauptsächlich zur Ernährung bestimmtem, hochreinem Kristalldextrosehydrat.

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CH276130A
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Corn Prod Refining Co
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    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/10Crystallisation

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Description


  Verfahren zur Herstellung von nicht hauptsächlich zur Ernährung bestimmtem,  hochreinem Kristalldextrosehydrat.    In der amerikanischen Patentschrift  Nr. 1521830 ist ein Verfahren zur Herstel  lung von hochreinem Dextrosehydrat be  schrieben. Dieses Verfahren umfasst einen  zweimaligen Kristallisationsprozess, wobei die  konvertierte Stärkelösung kristallisiert, die  Kristallmasse durch Zentrifugieren und  Waschen mit Wasser gereinigt wird, um den  fertigen Zucker herzustellen, wonaclh man die  Mutterlauge der ersten Kristallisation raffi  niert, konzentriert und nochmals kristallisiert,  das Produkt, den zweiten Zucker, verflüssigt  und mit konvertierter Lösung vermischt, die  wiederum der ersten Kristallisation unter  worfen wird. Die Mutterlauge aus dem zwei  ten Kristallisationsprozess, das Hydrol, wird  aus demn Arbeitsgang herausgenommen.

   Ge  gebenenfalls wird die Mutterlauge aus der  ersten Kristallisation nochmals konvertiert.  umn ihren gehalt an kristallisierbarer Dex  trose zu erhöhen, bevor sie der     zweiten     Kristallisation unterworfen wird. Dies kann  zum Beispiel nach dem Verfahren des     US-          Patentes    Nr. 2109585 geschehen.  



  Es ist auclh bekannt, dass man eine reinere  und     weissere    Kristalldextrose als nach dem  soeben erwähnten Verfahren mit zweifacher  Kristallisation erhalten kann, wenn man die  von der ersten Kristallisation herrührende  Dextrose verflüssigt und die Dextrose wieder  auskristallisieren lässt. Dieses Vorgehen be  nötigt jedoch zusätzliche Ausrüstungen, wel-    ehe die Produktionskosten beträchtlich er  höhen.  



  Vorliegende Erfindung hat nun zum Ziel,  ein Kristalldextrosehydrat mit verbesserter  Reinheit., Weisse und erhöhtem Glanz prak  tisch ohne zusätzliche     Ausrüstung        -und    mit  nicht wesentlich höheren Kosten     als    beim Ver  fahren der zweifachen Kristallisation herzu  stellen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von nicht  hauptsächlich zur Ernährung bestimmtem,  hochreinem     Kristalldextrosehy        drat    aus Stärke,  wobei die bei der Säurekonvertierung der  Stärke entstehende Lösung unter     Bewegring     und Abkühlung einer Rohkristallisation  unterworfen, der Zucker aus der Rohkristal  lisation in einer Weisskristallisation umkristal  lisiert und die     Kristallisate    zur Entfernung  des grössten     Teils    der Mutterlaugen zentri  fugiert werden, das dadurch gekennzeichnet  ist, dass man den     zentrifugierten    Zucker aus  der Rohkristallisation mit.

   der ihm anhaften  den Mutterlauge, ohne ihn auszuwaschen, der       @Veisshristallisation        unterwirft.    und hierauf  den zentrifugierten Zucker aus der     -#Veiss-          kristallisation    auswäscht, um die ihm noch  anhaftende Mutterlauge zu entfernen.  



  Zur Erläuterung der in den vorliegenden  Unterlagen verwendeten, in der einschlägigen       Technik    üblichen Fachausdrücke sei folgendes       ausgeführt.    Den aus der     Kristallisation    der       Konvertierflüssigkeit        stammenden    Zucker      nennt man  Rohkristallisat ; dieses wird  verflüssigt und in einem weiteren Prozess  wieder kristallisiert. Diese beiden Operationen  nennt man  Weisskristallisation . Letztere  liefert die fertige hochreine Dextrose.

   Die bei  der Rohkristallisation anfallende Mutter  lauge kann nochmals kristallisiert werden,  welcher Vorgang  Mutterlaugenkristallisa  tion  genannt wird, wobei die wiederum an  fallende Mutterlauge, das Hydrol, in der  Regel aus dem Prozess entfernt wird, da sie  gewöhnlich wenig oder keine verfügbare Dex  trose mehr enthält. Wenn ihr Gehalt an kri  stallisierbarer Dextrose aber die Kosten der       Aufarbeitung    lohnt, kann sie nochmals aus  kristallisiert werden.  



  Der Gehalt der Lösungen und     Kristalli-          sate    an reduzierendem Zucker, auf Trocken  substanz bezogen und als Dextrose berechnet,  wird als  Reinheit  bezeichnet.  



  Neu bei dem erfindungsgemässen Verfah  ren ist somit die Massnahme, dass man nur  das Kristallisat der Weisskristallisation, nicht  aber dasjenige der     Rohkristallisation    nach  dem Zentrifugieren wäscht (vergleiche US  Patent Nr. 1661298). Es gelingt so, gegen  über     denn    erwähnten Verfahren, bei welchem  nur eine Roh- und     Mutterlaugenkristallisa-          tion    vorgenommen wird, ohne zusätzliche An  lagen ein reineres Produkt herzustellen. Ausser  der genannten können zur Vereinfachung und  zur Verbesserung der Zuckerqualität noch  folgende Massnahmen getroffen werden:  1.

   Wenn auch die Hutterlauge der Roh  kristallisation kristallisiert wird, ist es     zweek-          mässig,    auch dieses Kristallisat nach dem  Zentrifugieren nicht zu waschen. Die einzige  Waschung von zentrifugierter Kristallmasse  findet in diesem Falle also erst nach der  Weisskristallisation statt.

   Da bekanntlich die  Reinheit der Mutterlauge der Weisskristallisa  tion gewöhnlich hoch ist und da die Art der  Verunreinigungen im Kristallbrei in dieser  Stufe des Verfahrens derart ist, dass die  Kristallmasse der Weisskristallisation sieh  leicht reinigen lässt, ist zum Auswaschen des  zentrifugierten Zuckers der Weisskristallisa  tion, wie Versuche ergaben, nur eine geringe    Wassermenge erforderlich, unm praktisch alle  zurückbleibenden Verunreinigungen zu ent  fernen, und zwar jedenfalls eine geringere  Wassermenge, als wenn man die Zucker aus  der Rohkristallisation oder aus der Mutter  lau genkristallisation waschen würde, und fer  ner enthält das Waschwasser des Zuckers aus  der Weisskristallisation weniger Verunreini  gungen als die V asehwässer von Kristallisa  tionen in einer früheren Stufe des Verfah  rens.

   Als Ergebnis der Verminderung der in  den Prozess zurückzuführenden     Wasehwasser-          menge    wird die Kapazität der Roh- und  Mutterlaugenkristallisatoren, bezogen auf die  Menge der verarbeitbaren     Konvertorflüssig-          keit,    erhöht. Es ist so leicht möglich, die für die  erste und zweite Kristallisation im bekannten  Verfahren benötigten Kristallisatoren auch  für die dritte oder Weisskristallisation ztu ver  wenden.  



  2. Um die Kristallisationskapazität der  Rohkristallisatoren und     Mutterlaugenkristal-          lisatoren    noch weiter zu erhöhen, ist es ferner  zweckmässig, die gesamte Kristallmasse     des          Rohkristallisators    zu     zentrifugieren    (statt, wie       üblieb,    etwa. 3001o     als    Rückstand zur Impfung  des nächsten Ansatzes     ztr    reservieren).

   Diese  Kristallmasse     f"ibt    bei der Verflüssigung eine  verhältnismässig     srosse    Menge einer ziemlich  reinen Lösung, wodurch die Kapazität der  für die ersten zwei Stufen des Verfahrens be  nützten Anlage erhöht wird. Für die Impfung  im     Rohkristallisator    kann     zentrifugierter,     aber ungewaschener Zucker aus der     Mutter-          laugenkristallisation    verwendet werden (ver  gleiche     US-Patent.    Nr. 2065669).  



  3. Die -Reinheit der in den verschiedenen       Kristallisierungsvorgängen    verwendeten Lö  sungen wird     zweckmässig    so eingestellt, dass  alle oder praktisch alle der in der konvertier  ten Lösung enthaltenen     kristallisierbaren     Dextrose in den drei genannten     Kristallisa-          t.ionsvorgängen    gewonnen wird.

   Es ist ferner  sehr     zweckmässig,    die     Kristallisation    zu unter  brechen, wenn eine gewisse Dichte des Kri  stallbreis erreicht ist, da sonst die Kristalle  durch das Rührwerk zerrieben werden oder  sich unter dessen Wirkung gegenseitig zer-           reiben.    Es     zeigte    sich, dass von einer gewissen  Konzentration an die Ausbeute an fester  Dextrosekristallen nicht mehr zunimmt. Wenn  die Reinheit zu hoch ist, verliert man mit dem  Endhydrol wiedergewinnbare Dextrose oder  mnan muss eine zusätzliche Kristallisation in  Kauf nehmen.

   Würde man den von der Roh  kristallisation stammenden Zucker waschen,  so wäre seine Reinheit so hoch, dass entweder  eine zweite Weisskristallisation erforderlich  würde, oder es würde bei der Weisskristallisa  tion eine Mutterlauge anfallen, die infolge  ihrer hohen Reinheit bei deren Rüekführung  in den Prozess einen Verlust an Dextrose im  Hydrol zur Folge hätte.  



  Die Reinheit der Flüssigkeit, die der Weiss  kristallisation unterworfen wird, ist viel  höher als diejenige der Konvertorflüssigkeit,  die in der Regel etwa 89-90% beträgt. Da  gegen ist die Dichte der Lösung meist ge  ringer, und die Mutterlauge der Weisskristal  lisation ist infolgedessen reiner und weniger  viskos als die Mutterlauge der Rohkristallisa  tion, so dass der Kristallbrei der Weisskristal  lisation leichter zu reinigen ist als die andern  Kristallbreie des Verfahrens und der von der  Mutterlauge abgetrennte Zucker mit wenig  Wasser gewaschen werden kann. Infolge der  geringen Dichte der in den Weisskristallisator  gelangenden Lösung können die jeweils zum  Animpfen der nächsten Charge zurückgelas  senen Rückstände vermindert werden, so dass  die tatsächliche Kristallisationskapazität des  Weisskristallisators erhöht wird.  



  4l. Zweckmässig wird so gearbeitet, dass die  Mutterlauge aus der Weisskristallisation eine  Reinheit aufweist, die ungefähr gleich oder  eine Spur geringer ist als diejenige der     Kon-          vertorflüssigkeit.    Wenn man diese Mutter  lange mit der Konvertorlösung vermischt, so  wird die Reinheit der letzteren nicht erhöht,  sondern eher um ein geringes herabgesetzt.  Wenn man die Reinheit der dem     Rohkristal-          lisator    zugeführten Lösung durch Zufügung  einer Mutterlauge höherer Reinheit erhöhen  würde, wäre es schwierig, mittels der     Roh-          und    Mutterlaugenkristallisation alle vorhan  dene Dextrose abzuscheiden.

      Als weitere fakultative Massnahme kann  eine nochmalige Konvertierung der     ersten     Mutterlaugen vor deren Kristallisation vor  gesehen werden, um den     Dextrosegehalt    zu  erhöhen. Wenn die Mutterlaugen der Weiss  kristallisation eine zu hohe Reinheit auf  weisen würden, was eine erhöhte Reinheit der  ersten Mutterlaugen zur Folge hätte, würde  der Gehalt an bei der     Wiederkonvertierung     entstehenden nicht kristallisierbaren     Dextrose-          polvmeren    erhöht, da die Wiederkonvertie  rung nicht nur Polysaccharide in Dextrose  umwandelt, sondern auch, besonders bei Ge  genwart von überschüssiger Dextrose, die  Polymerisation der Dextrose zu hochmoleku  laren Zuckern zur Folge hat.

   Bei der Konver  tierung finden also zwei Reaktionen neben  einander statt: Entpolymerisierung der Poly  saccharide zum gewünschten Monosaccharid  und Polymerisierung des Monosaccharids, der  Dextrose, zu     unerwünschten    Zuckern von  höherem     Molekulargewieht.    Welche dieser  Reaktionen vorherrscht, hängt von dem       gegenseitigen    Mengenverhältnis der Zucker  in der Lösung ab. Eine nochmalige Konvertie  rung ist     deshalb    vom wirtschaftlichen Stand  punkt aus betrachtet dann am wirksamsten,       wenn    der     Dextrosegehalt    der Mutterlauge ge  ring     ist..     



  Es wäre überdies auch wertlos, die Rein  heit der ersten     Mutterlaugen    ,durch     Rekonver-          tierung    zu erhöhen und die Kosten hierfür in  Kauf     zu    nehmen, wenn dies zur Folge hätte,  dass im     tIydrol    noch     kristallisierbare    Dex  trose, aber in einer für eine vierte Kristalli  sation ungenügenden     -Menge,    vorhanden wäre.  



  Wie schon gesagt, ist es zweckmässig, die  Reinheit der Lösungen auf einen solchen Wert  einzustellen, dass mindestens unter normalen  Bedingungen alle     kristallisierbare        Dextrose     einschliesslich     der    allenfalls durch     Rekonver-          tierung    der ersten -Mutterlaugen erhaltenen,  in drei     Kristallisiervorgängen    gewonnen wer  den kann, von denen einer in der Wieder  kristallisierung von     verflüssigtem    Zucker be  steht. Dieses Ergebnis kann erreicht werden,  ohne die Produktionskosten gegenüber einem  zweistufigen     Kristallisationsverfahren    zu er-      höhen.

   Allerdings kann bei den letzteren Ver  fahren aus der gleichen Stärkemenge die  gleiche Dextrosemenge erzielt werden, wobei  jedoch die Dextrose von schlechterer Qualität  ist als die nach dem vorliegenden Verfahren  erhältliche.  



  5. Die in verschiedenen Stufen des     Kristal-          lisierverfahrens    in den durch Stärkeumwand  lung erhaltenen Dextroselösungen enthalte  nen Verunreinigungen sind nicht nur quanti  tativ, sondern auch qualitativ verschieden. Die  absorbierbaren Verunreinigungen sind solcher  Natur, dass sie aus dem Zucker durch Läu  tern und Waschen nur schwer entfernt wer  den können, woraus sich die Notwendigkeit  der Behandlung mit Adsorptionsmitteln er  gibt; denn es sind gerade diese Verunreini  gungen, die selbst in geringen Mengen die  Farbe des Zuckers sehr stark verschlechtern.

    Man kann hierzu aktivierte Pflanzenkohle       verwenden,    vorzugsweise aber Knochenkohle,  und zwar     zweckmässig    in der Weise, dass das  Süsswasser, das heisst das Wasser, das beim  periodischen Auswaschen zum Regenerieren  der Kohle entsteht, der ersten Mutterlauge  zugefügt wird (die Rückführung der Süss  wasser ist aus wirtschaftlichen Gründen not  wendig, um in der Knochenkohle festgehal  tene Zucker lösung zurückzugewinnen), so dass  die von der Kohle beim  Entsüssungsvorgang   ausgewaschenen     Verunreinigungen    weder  direkt noch indirekt (durch ihre Anwesenheit  im Rohkristallisiersystemn) das Weisskristalli  sationssystem verunreinigen. Frische Knochen  kohle sollte nur im Weisskristallisiersystemn  verwendet werden.

   Die teilweise verbrauchte  Knochenkohle     aus    dem     Weisskristallisiersy    stein  kann für die Behandlung der zu Rohkristal  lisierung gehenden Lösung und anschliessend  zur Behandlung der ersten Mutterlaugen ver  wendet werden. In der letzteren Stufe wird  die Knochenkohle vorzugsweise zum erstenmal  entsüsst.  



  6. Wenn die Lösung, welche der Weiss  kristallisation unterworfen wird, verhältnis  mässig hohe Reinheit, jedoch eine niedrige  Dichte aufweist, kann der Kristallbrei leicht  vom grössten Teil seiner Mutterlauge getrennt    werden, so dass mur eine geringe Menge  Mutterlauge zurückbleibt, die eine verhältnis  mässig hohe Reinheit aufweist und deshalb zum  Auswaschen nur wenig Wasser erfordert.  Dies ergibt nicht nur einen weisseren und  reineren Zucker, sondern auch einen Zucker  mit höherem Glanz, da das Auswaschen eine  gewisse Erosion der Kristalle bewirkt. Das  Waschwasser wird infolge seiner grossen Rein  heit vorzugsweise im Weisskristallisiersystem  wieder verwendet und nicht dem Roh- und  Mutterlaugensystem zugeführt.

   Es ist     näm-          lieh    ohne weiteres nmöglielh, dieses sehr reine  Wasser in der Weisskristallisation zu verwen  den, wenn der Rest der absorbierbaren Ver  unreinigungen vor der Kristallisation durch  Kontakt, fmnit frischer Knochenkohle, die nicht  zur Erschöpfung benützt wurde, sehr gründ  lich aus der Lösung entfernt worden ist.  



  Im folgenden sei eine bevorzugte Aus  führungsform der Erfindung an Hand des in  der Zeichnung dargestellten Schemas er  läutert  Im Konvertor 10 wird Stärke nach der  üblichen Methode zu einer Dextroselösung von  89-92%, vorzugsweise 90% Reinheit, um  gewandelt. Diese     Lösung    wird neutralisiert  und bei 11 filtriert, dann durch ein Bett aus  Knochenkohle 12 passiert, in der Vakuum  pfanne 13 auf<B>30'B6</B> konzentriert, durch das       Knoelienkohlefilter    14 filtriert und in der  Pfanne 15 auf     39--10         Be,        vorzugsweise          39,50B6,    konzentriert.

   Die Flüssigkeit wird  hernach im Kühler 16 so abgekühlt, dass sie  beim Vermischen mit d er festen Phase aus der  Kristallisation der ersten     Mutterlauge    und  aus Weisslaugen eine Temperatur von etwa       .100    C aufweist. Die gekühlte     Flüssigkeit.        ge-          langt    in den     Kristallisator    17, der wie alle     ini     Verfahren benutzten     Kristallisatoren    einen       Sehraubenrührer    üblicher     Bauart    sowie einen  Wassermantel zur Regulierung der Temperatur  aufweist.

   Im Verlaufe der Kristallisation, die  etwa     155-l.80    Stunden, vorzugsweise 160  Stunden, dauert, wird die Temperatur auf  20-22 C, vorzugsweise     21. C,    herabgesetzt.  Die     Kristallmasse    wird dann in Zentrifugen  18 getrennt und die     Mutterlauge,    die eine      Reinheit von etwa 80% (76-80%) aufweist,  belangt in den Rekonvertor 19, wo sie noch  mals konvertiert wird, vorzugsweise nach dem  Verfahren des US-Patentes Nr. 2109585, bis  ihre Reinheit 85-86% beträgt. Die so erhal  tene Lösung wird bei 20 neutralisiert und  filtriert, dann bei 21 durch Knochenkohle pas  siert, im Vakuumgefäss 22 auf 30  Be konzen  triert, durch das Knochenkohlefilter 23 pas  siert und im Vakuumgefäss 24 auf 40  Bé  konzentriert.

   Die Flüssigkeit wird im Kühler  25 so weit abgekühlt, dass bei ihrer Ver  mischung mit Rückständen im Kristallisator  26 für die erste Mutterlauge die Misehung  etwa. 38  C warm ist. Im Kristallisator 26 lässt  man von jeder Charge etwa 26-30% der  Kristallmasse zurück, die zur Impfung der  nächsten Charge dienen. Die Rückstände ent  halten etwa 55% feste Phase, und die Kristal  lisation dauert, unter Herabsetzung der Tem  peratur auf 17-19  C, v orzugsweise 18  C,  etwa acht Tage. Die Kristallmasse 26 wird  unter Zurüekbelhaltung der Rückstände für  die     nächste    Kristallisation in den Zentrifugen  27 getrennt, wobei ein Hydrol anfällt, das aus  demn Prozess entfernt wird und eine Reinheit  von etwa 70%o aufweist.

   Der zweite Zucker  aus den Zentrifugen 27, der eine Reinheit von  ungefähr 95% aufweist, gelangt in den  Mischer 28, in den auch die Mutterlaugen der       Weisskristallisation    eingeführt werden, die  eine Reinheit von etwa 88-90 % besitzen. Die  MRutterlaugen der Weisskristallisation und der  zweite Zucker werden im Mischer 28     ver-          mniseht,    und die Mischung gelangt in den  Rohkristallisator 17. Nimmt man eine nor  male Charge von 47,7 Tonnen für einen  Kristallisator an, so setzt sich die Charge im  Rohkristallisator 17 aus 24,4 Tonnen fester  Phase und 23,3 Tonnen Lösung zusammen,  wobei letztere aus der Konv ertorflüssigkeit  und erster Mutterlauge besteht.  



  Der Rohzueker aus den Zentrifugen 18,  mit einer Reinheit von etwa. 96%, gelangt in  den Verflüssiger 29, wo er mit so viel W     asch-          wasser    verflüssigt wird, dass eine Lösung von  30  Bé erhalten wird. Diese Lösung geht durch  das Knochenkohlefilter 30 in den Vakuum-    verdampfer 31, wo sie auf 38  Bé konzentriert  wird. Die konzentrierte Lösung wird bei 32  gekühlt und in den Weisskristallisator 33 ein  gebracht, der bereits 25 % des letzten Ansat  zes als Rückstand enthält, der sieh     aus    etwa  60% fester Phase und 40% flüssiger Phase  zusammensetzt. Die Kühlung der Lösung er  folgt bis zu einer solchen Temperatur, dass die  Mischung etwa 40  C aufweist.

   Diese Tempe  ratur wird dann im Verlaufe der 84,5-96  Stunden dauernden Kristallisation auf  24-30  C, vorzugsweise 27  C, herabgesetzt.  Das Kristallisat aus dem Weisskristallisator  33 wird unter Zurückhaltung von Impfmasse  für die nächste Charge in die Zentrifugen 34  gebracht. Die Mutterlauge aus diesen Zentri  fugen (Weisslauge), die eine Reinheit von  88-90%o aufweist, gelangt in den Mischer 28  und von da in den Rohkristallisator 17, wie  oben beschrieben. Der Zucker in den Zentri  fugen wird mit einer Wassermenge gewaschen,  die etwa der Hälfte derjenigen entspricht, die  sonst zum Waschen des ersten Zuckers ver  wendet wird. Der von den Zentrifugen kom  mende     gewaschene    Zucker wird, wie üblich,  getrocknet.

   Das     Waschwasser    aus den Zentri  fugen 34 mit einer Reinheit von etwa 900/0       oder        95        %        gelangt        in        den        Verflüssiger        29        des          ZVeisskristallisationssystems.     



  Die Knochenkohle im Filter 30 ist.     frisch     aktivierte Knochenkohle.     Wein    sie teilweise  verbraucht     ist,    verwendet man sie im Filter       7.-l    der Rohkristallisation.

   Dann verwendet  man sie im ersten Kohlefilter 12 des     Roh-          kristaIlisationssystems,    hierauf im zweiten  Kohlefilter 23 des     Kristallisationssystems    der  ersten     Mutterlaugen    und schliesslich im ersten  Kohlefilter 21 des letztgenannten     Systems.     Hier wird die Knochenkohle periodisch mit  Wasser     entsüsst    und das     Süsswasser    in den       Vakuumdampfer    22     eingeführt.    Bei dieser  Anordnung wird das Süsswasser mit seinen       Verunreinigungen    im     Kristallisationssystem     für die ersten Mutterlaugen zurückgehalten.

    Diese     Verunreinigungen    werden mit dem       Hydrol        aus    den     Zentrifugen    27 aus dem       System        entfernt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von nicht hauptsächlich zur Ernährung bestimmtem, hochreinem Kristalldextrosehy Brat aus Stärke, wobei die bei der Säurekonvertierung der Stärke entstehende Lösung unter Bewegung und Abkühlung einer Rohkristallisation unter worfen, der Zucker aus der Rohkristallisation in einer Weisskristallisation umkristallisiert. und die Kristallisate mir Entfernung des gröss ten Teils der Mutterlaugen zentrifugiert wer den, dadurch gekennzeichnet, dass man den zentrifugierten Zucker aus der Rohkristalli sation mit der ihm anhaftenden Mutterlauge, ohne ihn auszuwaschen, direkt der Weiss kristallisation unterwirft und hierauf den zentrifugierten Zucker aus der Weisskristalli sation auswäscht, um die ihm noch anhaftende Mutterlauge zu entfernen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die zur Roh kristallisation gelangende Konvertorflüssig- keit mit der Mutterlauge der Weisskristallisa tion vermischt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Wasch wasser aus der Weisskristallisation für die Wiederverflüssigung des Zuckers aus der Rollkristallisation einer nächsten Charge ver wendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auch die Mutterlauge der Rohkristallisation kristalli siert. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der verflüssigte Zucker aus der Rohkristallisation einer Reini gung durch Adsorption unterworfen wird. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dlass man den wieder verflüssigten Zucker aus der Rohkristallisa tion durch frische Knochenkohle passiert, dann die nur teilweise verbrauchte Knochen kohle für die Behandlung der Lösungen ver wendet, welche der Rohkristallisation und der Kristallisation der ersten Mutterlauge unter worfen werden. 6. Verfahren nach Unteranspruceh 3, da durch gekennzeielnet, dass man zur Impfung bei der Rohkristallisation zentrifugierten Zucker aus der ersten Mutterlaugenkristalli sation verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Mutter laugen der Weisskristallisation in die Roh kristallisation zurückführt. B.
    Verfahren nach den L nteransprüehen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Rohkristallisation sowie die Kristallisa tion der ersten Mutterlauge bei 40 B6 vor nimmt und dass man das gesamte Kristallisat der Rohkristallisation zentrifugiert und die sen Zucker mit den ihm anhaftenden Verun reinigungen ohne Waschung verflüssigt, wo bei man so arbeitet, dass die Lösung für die Weisskristallisation eine geringere Dichte aufweist, als diejenigen, die für die Roh- und erste Mutterlaugenkristallisation verwendet werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruech, da durch gekennzeichnet, dass man im Verlaufe des Verfahrens auftretende Lösungen ver schiedenen Reinheitsgrades nacheinander mit derselben Knochenkohle reinigt, dass man die Knochenkohle erst nach der Behandlung mit der unreinsten Lösung auswäscht, dann er neut für die Behandlung,- einer Lösung des höchsten Reinheitsgrades verwendet und dass man das Waschwasser einer Lösung in einer vorhergehenden Stufe des Verfahrens zufügt.. 10.
    Verfahren nach den Unteransprüellen 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass man die Knochenkohle nachdem sie für die Reini gung der ersten Mutterlauge verwendet wurde, erneut für die Reinigung des wieder verflüssigten Zuckers aus der Rolihrista.llisa- tion v etnvendet, dass man sie nur vor letzterer Verwendung auswäselit und dass man das 'Waschwasser in die Kristallisation der ersten Mutterlauge zurückführt. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet., dass man einen Teil des Kristallisa.tes der ersten -Mutterlauge zur Impfung der ersten Mutterlauge eines näch sten Ansatzes verwendet, dass man den Rest des Mutterlaugenkristallisates zentrifugiert und zur Impfung bei der Rohkristallisation eines nächsten Ansatzes verwendet, dass man einen Teil des Kristallisats der Weisskristalli sation für die Impfung einer nächsten Charge zurückbehält, dass man das Waschwasser der Weisskristallisation in eine anschliessende Weisskristallisation zurückführt und dass man die Mutterlauge der Weisskristallisation mit der in die Rohkristallisation kommenden Flüs sigkeit vermischt. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass man die der Roh kristallisation zu unterwerfende Lösung auf eine Reinheit, das heisst auf einen Gehalt an reduzierendem Gucker, auf die Trockensub stanz bezogen und als Dextrose berechnet, von 89-92 % und auf eine Dichte von 39-40 Be einstellt, das gesamte Kristallisat zentrifu giert, so dass ein Rohzwicker von etwa 96% Reinheit und eine erste Mutterlauge von 76-80% Reinheit entsteht, die erste Mutter- lauge bei einer Dichte von etwa 40 Be kristal lisiert, die Lösung für die Weisskristallisation auf eine Dichte von etwa 38o Bé einstellt, das Weisskristallisat so wäscht, dass ein Wasch wasser mit einer Reinheit von etwa 95% ent steht, und ferner so arbeitet.,
    dass die Mutter lauge der Weisskristallisation eine Reinheit von 88-90% besitzt. 13. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass man die erste Mutterlauge vor der Kristallisation nochmals konvertiert. 14.
    Verfahren nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass man so arbeitet, dass bei der Konvertierung der ersten Mutter lauge eine Lösung mit einer Reinheit von 45-86 % entsteht. 15. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass man die Mutter lauge der Rohkristallisation vor der Kristal lisation konzentriert und die Mutterlauge der Weisskristallisation mit frischer Konvertor- lösung vor der Rohkristallisation vermischt.
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