CH276410A - Verfahren zur Wiedergewinnung der bei der Harnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd nicht umgesetzten Ausgangsstoffe aus den Abgasen. - Google Patents
Verfahren zur Wiedergewinnung der bei der Harnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd nicht umgesetzten Ausgangsstoffe aus den Abgasen.Info
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Verfahren zur Wiedergewinnung der bei der Harnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd nicht umgesetzten Ausgangsstoffe aus den Abgasen. Es ist bekannt, dass sieh bei der Harn stoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd unter liohem Druck mir ein Teil der Ausgangsstoffe in Harnstoff verwandelt. Die Wiedergewinnung oder sonstige Verwertung der unverwandelt gebliebenen Gase hat zu verschiedenen Verfahren Anlass gegeben. In einigen Werken sind der Harnstoffanlage Anlagen für Herstellung von Ammonium-Bikarbonat angeschlossen. In andern WN'erken wiederum werden die Abgase mit Schwefelsinre gewaschen, um Ammonsulfat zu erhalten, während das lECohlendioxyd in den Kreislauf zurückkehrt. Es wurde auch erwogen, sowohl das in den Abgasen enthaltene CO als auch das NH, dem Prozess wieder zuzuführen, und es gibt zwei Verfahren, die sieh dies zur Aufgabe stellen. Das eine Verfahren sieht vor, das (; asgemiseh bei hoher Temperatur direkt im Reaktions-Autoklaven zu komprimieren. Diese Lösung stösst aber auf erhebliche Schwierig- keiten, da die bei der Kompression eines CO2-NH:-Gemisches immer entstehenden festen Stoffe, wie Ammoniumbikarbonat und Ammoniumkarbaminat, zur Verstopfung von Ventilen und Röhren führen können. Das andere Verfahren besteht darin, dass mit Ilfife eines selektiven Lösungsmittels, z. B. der Lösung eines Ammoniumsalzes einer starken Säure, eine der Komponenten aus dem Abgasgemisch herausgewaschen wird. So kann man z. B. mit einer 60 Obigen Am moninmnitratlösung bei 900 C Lösungen erhalten, die 40 g Ammoniak und 2,5 g Kohlendioxyd pro Liter Lösung enthalten. Aus der Absorptionssäule entweicht dabei ein aus CO bestehendes Gas, in dem der Prozentgehalt an Ammoniak minimal sein kann. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Wiedergewinnung der bei der Ilarnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd nicht umgesetzten Ausgangsstoffe aus dem Abgas durch Herauswaschen einer der Komponenten mit Hilfe einer als selektives Absorptionsmittel wirkenden Lö Lösung eines Ammoniumsalzes einer starken Säure z. B. einer Ammoninmuftratlösung, welches dadurch gekennzeiehnet ist, dass die Absorption unter erhöhtem Druck, z. B. bei 2 bis 5 Atm., durchgeführt wird. Es hat sich gezeigt, dass wenn bei höherem als atmosphärischem Druck gearbeitet wird, es bei gleichbleibender Absorptionsflüssigkeit bzw. bei gleicher Apparatur gelingt, eine grö ssere Gasmenge zu behandeln, wobei man Ammonialilösungen mit hohem Ammoniakgehalt erhält und mithin weniger Wärme für die Wiedergeivinnung des absorbierten Gases verbraucht. Als Beispiel sei angeführt, dass wenn man beim Waschen eines Abgasgemisches etwa folgender Znsammensetznng: Ammoniak 67 Vol. /o Kohlendioxyd 15,5 Wasserdampf 17,5 gemäss dem bekannten Verfahren bei atmosphärischem Druck und bei 900 C Temperatur arbeitet, ein Gas erhalten wird, welches aus Kohlendioxyd mit sehr geringem Prozentgehalt an Ammoniak besteht, sowie eine 2 bis 3 g Kohlendioxyd und 40 g Ammoniak pro Liter enthaltende Lösung. Arbeitet man hingegen erfindungsgemäss bei 3,5 atü und bei 1000 C, erhält man Kohlendioxyd derselben Reinheit wie beim vorangehenden Beispiel und Lösungen, die bis zu 110 g Ammoniak und 7 bis 8 g Kohlendioxyd pro Liter enthalten. Eine weitere Vervollkommnrmg wurde gemäss vorliegender Erfindung dadurch erzielt, dass in der Absorptionssäule selbst eine Rek tifizierkolonne für die Ammoniaklösungen vorgesehen wurde, indem die Absorptionssäule unterhalb der Einlassstelle für das Gasgemisch als Rektifiziersäule verlängert wurde und indem man die am Boden sich ansammelnde Löstmg erwärmte: der Ammoniakgehalt der genannten Lösungen wird dadurch weiter gesteigert. Die beigefügte Zeichnung dient zur Er läuterung einer Ausführungsform des Verfahrens. Die vom Synthese-Autoklaven kommende Harnstofflösung kommt durch das Ventil 1 im Behälter 2 zur Expansion bis zu einem Druck von 3,5 atü. Das so freigesetzte Gasgemisch kommt zur Säule 3, welche in zwei Zonen unterteilt ist, und zwar in eine obere Zone mit Ringpakkung und in eine untere Zone mit Rektifizierböden. Die gepackte Zone wird mittels Wassermantels bei einer Temperatur von etwa 1000 C gehalten, wobei das Wasser vom Abfluss der Säule 9 geliefert wird. Der im Heizmantel entwickelte Nassdampf sammelt sich in 4 an und wird durch ein Ventil abgeblasen. Das Gasgemisch tritt in die Säule 3 zwi- sehen der gepackten Zone und der Rektifi zierzone ein. In den Turm 3 fliesst von oben eine Ammo niumnitratlösung, die sich an Ammoniak anreiehert, während der grösste Teil des Kohlendioxyds nach oben entweicht, in 5 gekühlt wird und durch das Ventil 6 mm Gasbehälter kommt. Die an Ammoniak angereieherte Lösung fliesst auf die Rektifizierböden im untern Teil der Säule in Gegenstrom mit dem Ammoniak, welches aus der am Boden der Säule ange sammelte und mittels Schlange 7 geheizten Ammoniaklösung stammt, so dass diese einen Teil des absorbierten Kohlendioxyds abgibt und sich weiterhin an Ammoniak anreichert. Die Ammoniaklösung durehfliesst zum Wär meanstausch die Heizschlange der Destillierblase von Kolonne 9 und gelangt dann in den obern Teil der Abdampfkolonne 8. Das in Kolonne 8 abgetriebene, wasserdampfhaltige Ammoniak wird zur weiteren Rektifizierung der Kolonne 9 zugeleitet, durch den Kühler von Wasser befreit und zum Gasbehälter ah- gelassen. Die unten in der Kolonne 8 sich ansammelnde, praktisch ammoniakfreie Salzlösung wird durch die Pumpe 10 im Kreislauf von neuem der Kolonne 3 zugeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Wiedergewinnung der bei der Harnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd nicht umgesetzten Ausgangsstoffe aus dem Abgas durch Herauswaschen einer der Komponenten mit Hilfe einer als selektives Absorptionsmittel wirkenden Lösung eines Ammoniumsalzes einer starken Säure, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorption bei höherem als Atmosphärendruck erfolgt.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, dass die Absorption des Am moniaks in einer Kolonne erfolgt und in der selben Kolonne eine Rektifizierung der anfallenden Ammoniaklösungen stattfindet, der obere Teil der Kolonne mit einer Ringpak knur für die Absorption und der untere Teil mit Rektifizierböden versehen ist lmd das Abgas in Trennhöhe der beiden genannten Teile der Kolonne zugeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT276410X | 1947-12-01 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH276410A true CH276410A (de) | 1951-07-15 |
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ID=11222022
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|---|---|---|---|
| CH276410D CH276410A (de) | 1947-12-01 | 1948-10-18 | Verfahren zur Wiedergewinnung der bei der Harnstoffsynthese aus Ammoniak und Kohlendioxyd nicht umgesetzten Ausgangsstoffe aus den Abgasen. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1042570B (de) * | 1953-10-23 | 1958-11-06 | Toyo Koatsu Ind Inc | Verfahren zur Wiedergewinnung und Wiederverwendung von nicht umgesetztem Ammoniak und Kohlendioxyd bei der mit ueber-schuessigem Ammoniak ausgefuehrten Harnstoffsynthese |
-
1948
- 1948-10-18 CH CH276410D patent/CH276410A/de unknown
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