CH276529A - Mehrpolige elektrische Steckdose mit Berührungsschutz. - Google Patents
Mehrpolige elektrische Steckdose mit Berührungsschutz.Info
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Description
Mehrpolige elektrische Steckdose mit Berührungsschutz. Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine elektrische Steckdose mit Schutz vorrichtung, die das Einführen eines einzel nen Stiftes verhindert. Für Kinder bilden leicht zugängliche Steckdosen ohne Schutz vorrichtung eine ständige Gefahrenquelle, da durch das Einführen von Metallgegenständen in die Kontakthülsen leicht Unfälle entstehen können. Es fehlte daher bis heute nicht an Vorschlägen, die den Kindern die Berührung mit den spanntungsführenden Teilen der Steckdose verunmöglichen sollen. Bekannte Steckdosen mit Schutzvorrichtung besitzen leicht entfernbare Kapseln oder Deckel.
Bei andern besteht die Schutzvorrichtung aus einem im Innern der Steckdose angeordneten Schieber aus Isoliermaterial, der unter Feder wirkung steht und geneigte Flächen aufweist, wodurch er unter dem Einfluss der mitein ander eingeführten Steckerstifte zurück weicht Lind die öffnung freigibt.
Diese angeführten und weitere Nachteile (Flächen mit sich ändernden Reibverhältnis sen, grosse Abnützung usw.) werden bei der nachfolgend beschriebenen Steckdose vermie den. Erfindungsgemäss können mindestens zwei die Kontakthülsen abdeckende, isolie rende Teile mittels der durch öffnungen einer um ihre Mittelnormale drehbare Abdeckplatte hindurchgeführten und mit den genannten Teilen in Eingriff tretenden Steckerstifte aus ihrer Sperrstellung gebracht werden, worauf die Kontakthülsen für die Herstel lung des Kontaktschlusses mit den Kon- taktstiften frei werden und wobei Mittel.
vorgesehen sind, welche die Drehbewe gung eines Teils nur bei gleichzeitiger Dre- liüng aller übrigen ermöglichen.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus führungsbeispiele der Erfindung, und zwar zeigen: Fig. 1 einen Schnitt (Schnitt A-A nach Fig. 2) durch eine Unterputzsteckdose, wobei jedoch der Sockel der Steckdose im Aufriss dargestellt ist, Fig. 2 eine Ansicht der Steckdose gemäss Fig. 1; weggelassen wurde der übersichtlich keit halber die in Fig. 1 mit 10 bezeichnete Abdeckplatte, Fig. 3 einen Schnitt durch eine Aufputz steckdose mit Schutzvorrichtung.
Die Unterputzsteekdose des ersten Aus führungsbeispiels besteht aus dem Sockel 1 mit den Kontakthülsen 2, der später ausführ lich beschriebenen Schutzvorrichtung und der Deckplatte 12. Der Aufbau der Schutzvor richtung ist folgender: Der aus Isoliermaterial bestehende Befestigungskörper 8 ist mit einer hohlgebohrten Büchse 9 versehen, durch wel che eine Schraube 3 ragt, so dass er mecha nisch mit dem Sockel 1 verbunden ist und am Rande auf der Deckplatte 12 aufliegt. Inner halb des Befestigungskörpers 8 sind zwecks Abdeckung der Kontakthülsen 2 zwei sichel förmige Deckscheiben 4, die nveckmässiger- weise aus Isolier pressmaterial bestehen, mit tels Drehzapfen 5 drehbar gelagert.
Die bei den Deckscheiben 4 weisen an den Enden eine geringere Dicke auf, wodurch in der gezeieli- neten Sperrstellung je ein Ende einer Deck scheibe unter das andere Ende der andern Deckscheibe ragt. Die Federn 6 halten die Deckscheiben 4 im uzibeniitzten Zustand der Steckdose in der Sperrstellung. Die in den Deckscheiben 4 angebrachten Löcher 7 sind in dieser Stellung verdeckt. Die Organe der Schutzvorrichtung sind durch eine frei dreh bare Abdeckplatte 10 abgedeckt.
Für die Herstellung einer Verbindung ist es nötig, die Steckerstifte durch die Öffnung 11 der Abdeckplatte 10 hindurchzuführen. Darauf muss der Stecker gedreht werden, bis die Steckerstifte in die Vertiefungen gleiten, die von den Partien der die Kontakthülsen abdeckenden, verdünnten Deckscheibenenden gebildet werden, die nicht. vom Ende der an dern Deckscheibe überdeckt sind.
Bei einer weiteren Verdrehung des Steckers im Ulirzei- gersinn werden die Deckscheiben 4 unter dem Einfluss der an ihnen angreifenden Stecker stifte verdreht, und zwar bis die beiden Öff nungen 7 über den Bohrungen der Kontakt hülsen 2 stehen. Der Kontaktschluss kann nun durch Einschieben des Steckers leicht herge stellt werden. Die beschriebene Ausbildung der Deckscheiben 4 verhindert das Verdrehen einzelner Deckscheiben infolge der Klemm wirkung der in der Sperrstellung Lintereinan- dergeschobenen Enden.
Es ist möglich, die aus dem Befestigungs körper 8 der Schutzvorrichtung und der Ab- deekplatte 10 gebildete Einheit derart zu di rnensionieren, da.ss sie bei bereits vorhandenen, gewöhnlichen Steckdosen auch von Laien ge gen die Abdeclzplatte ausgetauscht werden kann. Beim vorliegenden Ausführungsbei spiel muss zii diesem Zwecke nur die Zentral befestigungsschraube 3 gelöst werden.
Bei der in Fig. 3 ersichtlichen Steckdose tritt an Stelle des Befestioi ingsl,:örpers 8 der Steckdosendeckel 13. Die übrigen Teile der Steckdose sind gleich wie im Falle der Fig. 1 und 2 und sind daher auch mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Falls eine frei drehbare Abdeckplatte nicht erwünscht ist, besteht die Möglichkeit, diese in i verriegelten Zustand der Steckdose mit tels einer Feder und eines Anschages in der Lage zu halten, in welcher die Öffnungen 11_ über den er%vähnten, durch die Deekseheiben 4 gebildeten Vertiefungen liegen. Zinn Auf suchen der letzteren ist daher keine Drehung des Steckers nötig.
Die Erfindung, ist natürlieb nicht auf die Anwendung bei zweipoligen Steckdosen be schränkt. Es ist leicht möglich, die Steckdose durch Ver-rösserung der Anzahl der Deck scheiben 4 und durch sinngemässe Ausbildung derselben unfallsielier zu gestalten.
Schutzvorrichtungen, die nachträglich an Steckdosen mit Erdstift angebracht werden sollen, sind zweekmässigerweise mit einem hoh len Drehzapfen 5 versehen, durch welchen der Erdstift beim Zusammenbau gesteckt wird. Die Abdeckplatte 10 erhält. in diesem Falle einen kreisbogenförniig@en Schlitz als Durch- führungsöffnung des Erdstiftes, damit ihre Verdrehung nicht behindert ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mehrpolige elektrische Steckdose mit einer Vorrichtung, die das Einführen eines einzel nen Stiftes verhindert, dadurch gekennzeich net, dass mindestens zwei die Kontakthülsen abdeckende, isolierende Teile mittels der durch Öffnungen einer uni ihre.'2%littelnorinale drehbare Abdeckplatte hindurchgeführten und mit den genannten Teilen. in Eingriff tretenden. Stecker;stifte aus ihrer Sperrstel lung gedreht werden können, worauf die ntakthülsen für die Herstellung des Kon taktschlusses mit. den Kontaktstiften frei werden, und dass Mittel vorgesehen sind, wel che die Drehbewegung einer Deckscheibe nur bei gleiclizeiti-er Drehung aller übrigen ermöglichen. U NTER ANSPRL CHE 1.Steckdose nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die die Kontakt- hülsen abdeckenden Teile als sichelförmige Deckscheiben ausgebildet sind, die mindestens am Ende, welches in der Sperrstellung unter das andere Ende der näelistliegenden Deck scheibe ragt., eine geringere Dicke aufweisen und die mittels Drehzapfen derart drehbar gelagert sind, dass jede durch einen Stecker stift aus der Sperrstellung gebrachte Deck scheibe die Kontakthülse eines andern Stek- kerst.iftes freigibt.2. Steckdose nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass an jeder Deck scheibe eine Feder wirksam ist, die die Deck- sclleibe im unbenutzten Zustand der Steck dose in der Sperrstellung festhält. 3. Steckdose nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch eine derartige Ausbil dung der Deckscheiben, dass einzelne Deck- Scheiben infolge der Klemmwirkung der in der Sperrstellung untereinandergeschobenen Enden nicht verdreht werden können. 4.Steckdose nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Deckscheiben mit der Abdeckplatte und einem Befesti gungskörper zusammengebaut sind, so dass sie als Ganzes von der Steckdose abgenommen werden können. 5. Steckdose nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Befestigungs- körper mittels einer Zentralbefestigungs- schraube an der Steckdose aufmontiert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH276529T | 1949-10-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH276529A true CH276529A (de) | 1951-07-15 |
Family
ID=4480786
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH276529D CH276529A (de) | 1949-10-13 | 1949-10-13 | Mehrpolige elektrische Steckdose mit Berührungsschutz. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH276529A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1118298B (de) * | 1959-02-24 | 1961-11-30 | Busch Jaeger Duerener Metall | Mehrpolige Steckdose mit Sicherungsvorrichtung gegen einpoliges Einfuehren eines Gegenstandes |
| DE1121682B (de) * | 1957-08-01 | 1962-01-11 | Sven Erik Gustaf Englund | Schutzvorrichtung fuer elektrische Steck- oder Verzweigungsdosen |
-
1949
- 1949-10-13 CH CH276529D patent/CH276529A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1121682B (de) * | 1957-08-01 | 1962-01-11 | Sven Erik Gustaf Englund | Schutzvorrichtung fuer elektrische Steck- oder Verzweigungsdosen |
| DE1118298B (de) * | 1959-02-24 | 1961-11-30 | Busch Jaeger Duerener Metall | Mehrpolige Steckdose mit Sicherungsvorrichtung gegen einpoliges Einfuehren eines Gegenstandes |
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