CH276943A - Verfahren zum Beizen von Saatgut. - Google Patents

Verfahren zum Beizen von Saatgut.

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CH276943A
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Bayer Farbenfabriken
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Bayer Ag
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  Verfahren zum Beizen von Saatgut.    Es ist bekannt., dass     phenolische    1-1y     -          droxylgruppen    enthaltende     Diazoverbindun-          gen        fungizide    Wirkung besitzen und beson  ders zum Beizen von Saatgut geeignet sind.  



  Bei der weiteren Bearbeitung dieses Ge  bietes wurde nun gefunden, dass     Azoverbin-          dungen,    die den     all--emeinen        tautomeren          Formeln   
EMI0001.0012  
   bzw.  
EMI0001.0013  
   entsprechen, den  vorgenannten bekannten Saatgutbeizmitteln  in verschiedener Beziehung überlegen sind.  Sie besitzen erhöhte Wirksamkeit, bessere  Haltbarkeit und sind durch geringere Giftig  keit ausgezeichnet.  



  In den obigen Formeln steht R für einen       aromatisehen    Rest und     R1    für Wasserstoff  oder einen organischen Rest, der ebenso wie  R     unsubstituiert    oder substituiert sein kann,  und n steht für eine ganze Zahl.  



  Als besonders wirksam haben sich aus der  grossen Reihe der geprüften Verbindungen  diejenigen     eiwiesen,    die durch     Umsetzung     von     Carbonsäurehydraziden    mit     Benzoehinon     erhalten werden und die auch durch leichte  Zugänglichkeit der Ausgangsmaterialien für  den vorgeschlagenen     Zweek    besonders ge  eignet sind.  



  Als Saatbeize können die genannten Ver  bindungen für sich oder in der üblichen       Weise    verdünnt. nach den bekannten Beiz-    verfahren gebraucht werden. Sie können auch  mit andern Fungiziden, wie z. B. Arsen- und  Quecksilberverbindungen, gemischt werden  oder     Zusätze    von Vogelfrass hindernden Ver  bindungen oder solchen Produkten erhalten,  die ihre Löslichkeit oder     Verteilbarkeit    er  höhen.

           Beispiel   <I>1:</I>         Eine        Trockenbeize,        die        30        %        p-Chlor-          benzoy        lazophenol        und        70        %        Talkum        enthält,     hat in der     Aufwandmenge    von 2:

  1000 bei       Streifenkrankheit        der        Gerste    0     %        Befall        ge-          zeigt,        während        bei         Unbehandelt         noch        4,5        %     Befall auftraten.  



       Beispiel        ?:          Ein        Präparat,        enthaltend        20        %        p-Chlor-          benzoylazophenol        und        80        %        Talkum,        hat        auf          fusariöses        RoggensaatgLtt    2:

  1000 aufgestäubt       69        %        gesunde        Pflanzen        und        0,3        0/0        kranke          Pflanzen    gehabt, während  Unbehandelt  nur       15,5%        gesunde        Pflanzen        und        9,6%        Fusarium-          pflanzen    hatte.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Dieselbe     Mischung    wie in Beispiel 2 hat  in der     Aufwandmenge    von 1 :1000 das Aus  keimen von     Steinbrandsporen    am Korn voll  ständig verhindert.    <I>Beispiel</I>    Wird     flugbrandkrankes    Hafersaatgut mit.  derselben Beize wie in Beispiel 2 1:1000 ge  beizt, so wird der Brandbefall vernichtet,       während        das        unbehandelte        Saatgut        9,7%          flugbrandkranke    Pflanzen aufweist.

        <I>Beispiel, 5:</I>  Eine Trockenbeize, die hergestellt ist mit       10        %        p-Chlorbenzoylazophenol        und        0,75        %        Hg     als     Phenyl-Hg-Aeetat,    Rest Talkum, brachte  bei     haferflugbrandkrankem    Saatgut in der       Aufwandmenge     
EMI0002.0011     
  
    1 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> % <SEP> Befall
<tb>  2 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> % <SEP> "
<tb>  3 <SEP> :

   <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> % <SEP> "
<tb>  Kontrolle <SEP> = <SEP> 11,7 <SEP> 0/a <SEP> "       <I>Beispiel 6:</I>  Behandelt man     fusariösen    Roggen mit       einem        Präparat,        das        30        %        Acetylazophenol     und     70(1/o        Inertmaterial    enthält, in der     Do-          sierung        von        1,5        :

  1000,        so        ergeben        sich        81,3        %          gesunde        und    5     %        kranke        Pflanzen,        während     bei der Kontrolle nur 60 0/0 gesunde und       18        %        kranke        Pflanzen        auftreten.     



  <I>Beispiel 7:</I>  Dieselbe Beize wie in Beispiel 6 hat bei  einer Dosierung von     1:1000    das Auskeimen  der     Weizensteinbrandsporen    am Korn ver  hindert.  



  <I>Beispiel 8:</I>  Dieselbe     Misehimg    wie in Beispiel 6 hat  in der     Aufwandmenge    von<B>1:</B> 1000 bei     hafer-          flugbrandkrankem        Saatgut    0     %        Befall        ge-          bracht,        während         Unbehandelt     8     %        Hafer-          flugbr        and    hatte.  



  <I>Beispiel 9:</I>  Eine Beize, bestehend aus     3011/o        Benzoyl-          azokresol        und        70        %        Talkum,        hat        in        der.        Auf-          wandmenge    von<B>3:

  </B> 1000 den     Haferflugbrand     vollständig vernichtet, während bei      Unbe-          handelt         7,9        %        Brand        aufgetreten        ist.     



  <I>Beispiel 10:</I>  Beizt man     haferflugbrandkrankes    Saatgut       mit        einer        Mischung,        bestehend        aus        30%            Chlorkresyloxyacetylazophenol        und        70        %        Tal-          kum,    so tritt in der     Aufwandmenge    von  
EMI0002.0093     
  
    1 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> % <SEP> Befall
<tb>  1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> 0/0 <SEP> "
<tb>  3 <SEP> :

   <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> 0/0 <SEP> "
<tb>  Unbehandelt <SEP> = <SEP> 6,3 <SEP> 0/0 <SEP> "       auf.  <I>Beispiel 11:</I>       Eine        Beize,        enthaltend        30%        Oxalylazo-          phenol    und     701/o    Talkum, hat in der Auf  wandmenge von 2:1000 den     Haferflugbrand          vollständig    vernichtet. Die Kontrolle zeigt  einen Befall von 11,7 0/0.  



  <I>Beispiel</I>     1.?:          Eine        Trockenbeize,        die        30%        Benzoylazo-          phenol,    Rest Talkum, enthält, hatte bei     flug-          brandkrankem    Hafersaatgut die     iiaehstehen-          den    Ergebnisse  
EMI0002.0114     
  
    1 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> % <SEP> Befall
<tb>  2 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> 0/0 <SEP> <B>11</B>
<tb>  3 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> = <SEP> 0 <SEP> 0/0 <SEP> "
<tb>  Unbehandelt <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> % <SEP> ,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Beizen von Saatgut, da durch gekennzeichnet, dass man als wirksame Substanzen Azoverbindungen, die den tauto- meren Formeln EMI0002.0119 bzw. EMI0002.0120 entsprechen, worin R für einen aromatischen Rest und R, für Wasserstoff oder einen organischen Rest. steht und n eine ganze Zahl bedeutet, ver wendet.
CH276943D 1949-07-02 1949-07-02 Verfahren zum Beizen von Saatgut. CH276943A (de)

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