CH277235A - Gerät zum Reinigen von Gefässen. - Google Patents
Gerät zum Reinigen von Gefässen.Info
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Description
Gerät zum Reinigen von Gefässen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Reinigen von Gefässen, z. B. Flaschen. Zu diesem Zwecke hat man bisher haupt sächlich Bürsten verwendet, bei welchen die Borstenbüschel mittels Draht an einem Holz stiel befestigt waren. Wenn solche Bürsten bei guter Qualität der Borsten auch den ge stellten Anforderungen genügten, so waren jedoch die Anschaffungskosten hoch und zeigte sich eine rasche Abnützung der Bür sten, besonders der an der Stirnseite abste henden Borsten, die beim Andrücken an den Gefässboden bald abbrechen. Zudem sind gute Borsten nur schwer erhältlich, und die als Ersatz vielfach verwendeten pflanzlichen Fa serstoffe erweisen sich infolge ihrer grossen Brüchigkeit für längeren Gebrauch der Bür sten als ungeeignet.
Ein bekanntes, hauptsächlich für die Grobreinigung geeignetes Gerät enthält einen aus Stahlwolle bestehenden Reinigungskörper von bei der Herstellung besonders gestalteter Gebrauchsform, der mittels zweier gegenein.- andergedrückter Blechklauen am Stiel festge halten wird. Auch ein solches Gerät kann die bisher angewandten Bürsten nicht erset zen, weil ein durch diese Klemmeinrichtung gehaltener weicherer Reinigungskörper wäh rend des Gebrauches an der Klemmstelle bald einreissen würde und demnach nur kurz zeitig verwendbar wäre.
Das den Gegenstand der Erfindung bil dende Reinigungsgerät, welches mit einer aus Metallbügeln bestehenden, an einem Stiel be- festigten Haltevorrichtung zum Einspannen eines weichelastischen Reinigungsorganes aus gestattet ist, gewährleistet einen. brauchbaren Ersatz der Flaschenbürsten dadurch, dass als Reinigungsorgan ein Schwamm dient und dass dieser in zwei zueinander senkrechten Ebenen durch je zwei einander gegenüber liegende Teile der Metallbügel festgeklemmt ist.
Infolge seiner porigen Oberfläche ist der Schwamm zur Reinigung von Gefässen ebenso gut wie die Borsten einer Bürste geeignet. Hierbei ist es gleichgültig, ob ein Naturschwamm, ein Gummi- oder ein Vis koseschwamm verwendet wird, von denen ins besondere letztere in beliebigen Mengen zu geringem Preis erhältlich sind. Der jeweils verwendete Schwamm kann nach entspre chender Abnützung an einem unbegrenzte Zeit verwendbaren Halter gegen einen neuen Schwamm ausgewechselt werden. Besonders vorteilhaft erweist sich der Viskoseschwamm für Gläser, die bereits einen Belag zeigen.
Zur Säuberung solcher Gläser mussten bisher mit Sodalösung durchtränkte Sägespäne als Hilfsmittel herangezogen werden. Da nun der Viskoseschwamm selbst ein aus Holzzellulose entstandenes Produkt .darstellt, sind Säge späne auch bei schwer zu reinigenden Gefä ssen nicht mehr erforderlich. Die besondere Art der Einspannung verhindert eine Ver letzung des Schwammes und gibt ihm jene Gebrauchsform, die die Reinigungswirkung wesentlich verstärkt. Es sind daher mit die- ser Haltevorrichtung Schwämme Handels üblicher Form verwendbar.
Auf der Zeichnung ist das erfindungs gemässe Reinigungsgerät in einem Ausfüh rungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigen die Fig. 1 und 2 den Halter ohne Schwamm und die Fig. 3 und 4 denselben mit aufgeklemm- tem Schwamm in je zwei Seitenansichten. In Fig. ä ist ein Querschnitt nach der Linie 1-I der Fig. 4 dargestellt.
An dem einen Ende eines Holzstiels 1 (Fig. 1 und 2) ist eine Metallhülse 2 sowie ein aus steifem Runddraht U-förmig gebogener Metallbügel 3 starr befestigt, dessen fester Sitz am Stiel ende durch die Hülse 2 noch unterstützt wird. Ein weiterer, gleichfalls U-förmig gebo gener Metallbügel 4 ist um<B>900</B> verdreht am Stielende in der Weise abnehmbar befestigt, dass die nach aussen abgebogenen Schenkel enden 5 in seitliche Löcher 6 der Hülse 2 federnd eingesetzt sind. Die Schenkellängen der beiden Drahtbügel 3 und 4 entsprechen der Länge des verwendeten Schwammes und sind etwas kürzer als dieser bemessen, wobei sich .die kurzen Stege 7 und 8 der beiden Bügel mit geringem gegenseitigen Abstand kreuzen.
Um das Abnehmen des Bügels 4 zu ermöglichen, liegt sein Steg 7 ausserhalb des Bügels 3. Vordem Abnehmen bzw. Einsetzen des Bügels 4 in den Halter werden die bei den Schenkel unter Überwindung ihrer Eigenfedeiting gegeneinaudergedrückt, wo durch die abgebogenen Schenkelenden 5 aus dem Bereich der Hülsenlöcher 6 gelangen.
Es erweist sich als zweckmässig, einen Schwamm von quadratischem Querschnitt zu verwenden, der durch einen Längseinschnitt 12 in zwei Längsteile 9 und 10 gespalten ist (Fig. 5). Dieser Einschnitt 12 durchtrennt den Schwamm jedoch nicht vollständig, son dern lässt den dem Halter abgewandten Kopf 11 des Schwammes ungeteilt. In Fig. 4 ist das Ende des Einschnittes 12 durch .die ge strichelte Linie 13 angedeutet.
Zur Befesti gung des Schwammes an dem Halter dient ausser dem Einschnitt 12 noch ein im Kopf 11 quer zur Ebene des Einschnittes 12 ver- laufendes .Joch 14, durch das der Steg 7 des abnehmbaren Bügels 4 hindurchragt. Letz terer wird zunächst am Schwamm befestigt. Da aber der Schenkelabstand des Bü gels 4 wesentlich kleiner ist als die Breite des Schwammes, bilden sieh entlang der Bügelschenkel an zwei gegenüberlie- genden Sehwanim.-Seitenfläehen Einschnü- rungen, die in Fig. 5 im Querschnitt erkenn bar sind.
Der mit dem Bügel 4 verbundene Schwamm wird sodann derart. auf den Halter auffesteekt, dass der Bügel 3 in den Ein schnitt 12 des Schwammes eindringt. So dann werden die abgebogenen Schenkel enden 5 in die Löcher 6 der Hälse 2 zum Einschnappen gebracht.
Hierbei wird der Sehwanim zwischen den Schenkeln des Bügels 4 noch weiter eingeschnürt und ausserdem am Kopf 17. zwischen den beiden Stegen 7 und 8 festgeklemmt. Um ein unerwünschtes seitliches Ausknicken des Schwammes samt dein Bügel 4 zu vermeiden, ist der Steg 8 des festen Bügels 3 bogenförmig um den geraden Stege 7 herumgeführt,
so dass die zwischen den beiden Stehen eingeklemmten Schwammteile eine feste Kupplung der bei den Bügel 3 und 4 bewirken. Durch vorher gehendes Aufweichen des Schwannnes in Wasser kann das Befestigen desselben am Halter erleichtert erden. In gleicher reise könnte der Schwamm auch aus mehreren ge trennten Teilen bestehen.
So könnte der Kopf 11 durch eine Schnittebene längs der Linie 13 (Fig. 4) abgetrennt sein, wobei die beiden Längsteile 9 und 10 vollständig getrennte Schwammteile darstellen. Ist der Kopf gleich falls mit einem Querloch 14 ausgestattet, dann könnnen alle drei Schwammteile durch den Bügel 4 zu einer Einheit zusammen- geklemmt werden.
Durch den. Einselinitt 12 sowie die beiden Einsehnürungen bilden sich am Schwamm in seiner Gebrauchslage vier prismatische Längs rippen aus, die wie die zusammengefassten Borstenreihen einer Bürste wirken und die Scheuerwirkung des Gerätes erhöhen. Die erläuterte Befestigung des Schwammes ergibt auch eine leichte Wölbung der Stirnfläche des Kopfes 11, wodurch eine gute Reini gung des Gefässbodens ermöglicht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gerät zum Reinigen von Gefässen, mit einer aus Metallbügeln bestehenden, an einem Stiel befestigten Haltevorrichtung zum Einspannen eines wciehelastischen Reini- gungsorganes, dadurch gekennzeichnet, dass als Reinigungsorgan ein Schwamm dient und daL') dieser in zwei zueinander senkrechten Ebenen durch je zwei einander gegenüberlie gende Teile der Metallbügel festgeklemmt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Gerät nach Patentanspruch, gekenn- 7eiehnet < huch zwei U-förmig gebogene, aus Draht hergestellte Metallbügel (3, 4), die in sich kreuzenden Ebenen angeordnet und mit ihren Schenkelenden an einem Ende des Stiels (1) befestigt sind. 2. Gerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Metallbügel (3) am Stielende starr und der andere (4) ab nehmbar befestigt ist, wobei sich die Bügel- Stege (7, 8) mit Abstand voneinander kreuzen. 3. Gerät nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch eine am Stielende befestigte Hülse (2), in deren seitliche Öffnungen (6) der abnehmbare Metallbügel (4) von innen her mit nach aussen abgebogenen Schenkel enden (5) eingesetzt ist. 4.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwamm mit einem nicht bis zur freien Stirnfläche durch gehenden Längseinschnitt (12) versehen und in letzteren der am Stielende starr befestigte Metallbügel (3) eingeschoben ist, wogegen der abnehmbare Metallbügel (4) den unge teilten Kopf (11) des Schwammes mit sei nem Quersteg (7) durchsetzt und den Schwamm mit seinen Schenkeln unter Bil dung von Einschnürungen festklemmt. 5. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwamm aus zwei getrennten Längsteilen (9, 10) und einem Kopf (11) zusammengesetzt ist und alle diese Teile mittels des abnehmbaren Metallbügels (4) zusammengehalten sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH277235D CH277235A (de) | 1949-11-09 | 1949-11-09 | Gerät zum Reinigen von Gefässen. |
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