CH277661A - Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln.

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CH277661A
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    • C08G63/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02—Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12—Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Anstrichmitteln.       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von     Anstriehmit-          teln,    wobei modifizierte     Alky        dharze    aus lang  kettigen,     aliphatischen        Poly        carbonsäuren,    wie       Glutar-,        Adipin-,        Methyladipin-,        Pimelin-,          Sebaeinsäure,    verwendet werden;

   in diesen  Säuren sind zwei     Carboxzlbl#uppen        dureh    eine       lsohlenstoffkette    von mindestens drei     C-Ato-          men    miteinander verbunden.

   Die     erfindungs-          gemäl3    zur     Anwendung        belangenden        Alkyd-          harze    sind     Ester    aus einem     mehrwertigen    Al  kohol, der mindestens drei     Hydrotyl"ruppen     besitzt, wie     CFlyzerin,        hry        thrit,        Sorbit    oder       vorzugsweise        Pentaerythrit,        Di-    und     Poly-          pentaerithrit,

      und einer     langkettigen        aliphati-          sehen        Polyearbonsäure,    und zwar in einer       \lellge    von mindestens     101/o    des     Esters,    und  wesentlich     grösseren        Mengen    sowohl     einer          Naturharzsäure,    wie z. B. Kolophonium, als  auch einer trocknenden oder halbtrocknenden  Fettsäure.

   Im allgemeinen ist der Anteil, der       Naturharnsäure    gleich oder etwas grösser als  jener der Fettsäure.     Zweekmässig    sind im Al  kydharz die sauren Anteile in     folgenden        Men-          geil    vorhanden:

       Naturliarzsäure    etwa 35 bis       -15        %,        Fettsäure        etwa        30        bis        40        %        und        alipha-          tisc        he        Poly        ear        bonsäure        etwa        10        bis        20        %.     



  Die     ä-eeignetste    relative     Menge    der     Poly-          earbonsäure    hängt nicht nur von ihrer Natur       (Molekulargewicht,        Valenz),    sondern auch von  der Natur     (Valenz)    des mehrwertigen Alko  hols ab. Ihr Anteil darf gewisse Grenzen nicht       übersehreiten,    da sonst das     Reaktionsgemiseh,       wenn der Ester sich der Neutralität nähert,  gelatiniert. Verwendet.     inan    z. B.

   Glyzerin,  so soll die     Molsumme    der Harzsäure und Fett  säure,     vorausgesetzt,    dass diese einwertig sind,  mindestens 0,5 pro     Carboxylgruppe    der mehr  wertigen Verbindung betragen. Diese Mindest  menge verdoppelt sich     jedoeh,    wenn     Penta-          erythrit    oder insbesondere     teehnischer        Penta-          erythrit    zur Anwendung     kommt.    Im allge  meinen wird ein     LTberschuss    über diese Min  destmenge bis etwa zum     Eineinhalbfachen    der  selben     bevorzugt;

      doch können natürlich auch  grössere     Mengen        angewendet    werden.     Penta-          erythrit    wird wegen seiner hohen     Wertigkeit     vorzugsweise verwendet.

       Hexite,    wie     Mannit,          Sorbit    und dergleichen verhalten sieh, obwohl  sie     seehs        Hydroxylgruppen    besitzen, ähnlich  wie     Pentaerythrit.    Unter Umständen hängt  die relative     Menge    der     aliphatischen        Polyear-          bonsäure    auch von der Natur der Harzsäuren  oder Fettsäuren ab, die teilweise aus     nlehr-          wertigen    Säuren bestellen können, sei es,

   dass  solche von     Anfang    all vorliegen oder erst im  Zuge der     Herstelhlng    des     Alkylharzes    gebil  det werden, was z. B. bei     Mitv        erwendung    voll       llolyinerisiertem    Kolophonium, Manila- oder       Kongokopal,        Linolen-,        Lleostearin-    oder     Rizi-          nensäure    der Fall ist.  



  Der mehrwertige Alkohol wird     zweekinäl3i#;#     in geringem     Überschuss    (etwa 10 bis 20 0/0  über die     bereehnete        Menge    zur Anwendung  gebracht. Um das Entstehen gelatinöser,     un-          löslieher    Anteile im     Reaktionsgemisch    zu ver-      meiden, ist es in gewissen Fällen erforderlich,  die     Veresterung-    des mehrwertigen Alkohols  zunächst in Abwesenheit der     Poly        earbonsäure     oder in Anwesenheit einer nur     ger        ing,

  en        Menge     derselben durchzuführen und die     Polycarbon-          säure        bzw.    deren Rest erst später     zuzugeben.     Bei     rielitiger    Wahl der     3lengenverhältnisse     erhält man ein fast neutrales Harz, das hoch  viskos oder bei gewöhnlicher Temperatur nur  leicht klebrig ist.

   Um ein besonders rasches  Anziehen     und    Staubfreiheit der Lacke     ztt    er  zielen, soll sieh das     Alkydharz        zweckmässig     einem     Grenzzustand    nähern, bei     dein    eine ge  wisse     kautschukartige    Elastizität auftritt.  



  Die bisher bekannten bzw. in der Literatur  beschriebenen     Alkydharze        aus        langkettigen          Polyearbonsäuren    werden meistens nur zur  Kombination mit     Nitrozellulose    empfohlen.  Sie haben entweder keine     lufttrocknenden          Eiaensehaften,    oder, wenn sie solche haben,  sind sie nur in     Toluol,    Aceton, Alkohol oder       esterartigen    Lösungsmitteln löslich. Die aus  letzteren erhältlichen Filme bleiben überdies  weich oder klebrig bzw. müssen im Ofen ge  trocknet werden.

           Ini        Gegensatz    dazu sind die     erfindunf,-s-          gemäss    zu verwendenden     Alkvdharze    sehr  leicht in     aliphatischen        Kohlenwasserstoffen     löslich, und es ist. besonders     bemerkenswert,          class    die ausgezeichnete Löslichkeit keine Ein  busse erleidet, selbst wenn die     Alkydliarze     schon     gummiartige    Beschaffenheit angenom  men haben;

   weiters trocknen ihre     Auftragun-          g'en    nach     geeigneter    Zugabe von Trocknern  sowohl sehr elastisch als auch ausserordent  lich hart und geben     völlig    glatte und glän  zende Filme.  



  Dass die neuen     Alky        dharze    diese     ausgezeieli-          neten        Ei-ensehaften    besitzen, die ihnen ein  sehr breites     Anwendungsgebiet    eröffnen, ist  angesichts der Natur und     Mengen    der an  gewandten modifizierenden Ausgangsstoffe  höchst überraschend.

   Denn handelsübliche,       benzinlöslielie,    lufttrocknende     Alkydharze     haben in der Regel einen Anteil von     minde-          stens        etwa        55        %        Öl,        und        in        Fachkreisen        wird     ein so hoher Ölanteil als unerlässliche Bedin-         gung        zur        hrzielttn,.;

  ,    wetterfester     Anstriche     betrachtet.     Erfahrungsgemäss    wird ferner  durch die     Mitveresterung        von    N     aturharzsäuren     bei der     IIerstellun-    von     Alkvdharzen,    bzw.  schon     durch    die     lIitveiivenclun;-    einer     @,-anz     geringfügigen     Menge    (z.

   B.     109/o)    eines       Naturhamesters    oder eines     sogenannten        natur-          harzmodifizierten        Phenolharzes    die Haltbar  keit und     Wetterfestigkeit    in ausserordent  lichem Masse     beeinträchtigt.    Hingegen zeich  nen sich die mit den     ei-finclungsgeniässen        An-          stiÜhmitteln    erhaltenen     Cberzüge        durch    einen  erstaunlich     gleichniähi\,en    Verlauf und hohen       und    dauerhaften Glanz,

   selbst bei ungewöhn  lich hohem     Pigmentanteil,    aus. Hinsichtlich       Anziehungsvermögen    und     sehliessliehe    Film  härte sind sie mindestens den besten     Qnali-          tätslaeken        aus    andern,     ausschliesslich    mit Ölen  modifizierten     Alkydharzen        ebenbürtig.    Von  besonderer     Bedeutung    ist ferner, auch ein       (xegwensatz    zu vielen     handelsüblichen        Alkyd-          harzen,

      die absolut     zuverlässliehe    Ver  träglichkeit der neuen     Alkvdharze    mit basi  schen Pigmenten, wie insbesondere Zinkweiss.  



  Das     ei-finclttngs-eniässe        Verfahren    besitzt  höchste wirtschaftliche     Bedeutung,    da man  hiernach das billige     Tallöl    als den Hauptan  teil für die     Herstellung        hochwertiger        Laek-          ,#1rundla-en    verwenden kann.

   Durch     geeignete          Massnahmen,    vornehmlich durch fraktionierte  Destillation des     Tallöls    im Hochvakuum, wer  den bekanntlich sehr helle Sorten     gewonnen.          (Ierade    die billigeren, an     Abietinsäure    reichen  (etwa 50 bis 60 0l0) Fraktionen sind für das       vorliegende        Verfahren        ani    besten     geeignet.     



  -Man hat     zwar    schon     vorgeschlagen,        Tallöl     vor     dein        Iaekteelmisehen        Gebrauch    mit Glyze  rin und     dergleichen    zu     verestern;    man hat       Tallöl    auch in     I'litalsäurealkydhai-ze    einge  baut. Die grossen     -Mängel    aller handelsüblichen       Tallölharze    sind jedoch in Fachkreisen allge  mein bekannt. Ihre enorme V     ersprödung     schliesst sie z.

   B. von der Verwendung für  Aussenlacke     völlig    aus.     Deni;,egenüber    zeich  nen     siele        Alkydharze,    wie sie nach dein     vor-          lieenden    Verfahren aus     Tallöl    bzw. dessen  an     Abietinsäure    reichen Fraktionen hergestellt      werden, durch     hervorragencle    lacktechnische       Eigenschaften    aus.  



  Statt Kolophonium (Baumharz,     Wurzel-          liarz        usw.)    bzw. der     Abietinsä        ure    des     Tallöls     können     auch,    wenigstens anteilweise, andere  lösliche oder löslich gemachte, saure Natur  ljarze, wie     illanilakopal,    geschmolzener, pul  verisierter oder     inastizierter        Kongokopal,    ver  wendet werden.

   Die     Fettsäuren    trocknender  oder     halbtrocknender    öle bzw. des     Tallöls     können, nötigenfalls unter Beobachtung be  sonderer     hlassiiahmen,    wie vorhergehende     LTm-          esterung    mit Polyalkoholen, durch die Öle  selbst ersetzt werden. Die     Mitverwendung     energisch     trocknender    Öle, wie chinesisches       llolzöl,    empfiehlt sich, namentlich wenn     Tallöl     (bzw. dessen an     Abietinsäure    reiche Frak  tionen) den Hauptanteil bilden.

   An Stelle der  genannten, chemisch wohldefinierten,     lang-          kettigen        Dicarbonsäuren    können auch die Ad  ditionsverbindungen des     Maleinsäureanhydrids     oder analoger Stoffe an höhere Fettsäuren mit  konjugierten Doppelbindungen, wie     Rizinen-          oder        Eleostearinsäure,    bzw. an die entsprechen  den Öle verwendet werden.

   Bei der Wahl der  Mengenverhältnisse der zur Herstellung der       Alkydliärze    dienenden     Ausgangsstoffe    ist. -der       Ölfettsäureanteil,    der an das     llaleinsäurean-          bydrid    gebunden wurde, zu berücksichtigen  und in Abzug zu bringen.  



  Die neuen     Alky        dharze    können auch durch  einfaches     -Mischen    mit andern     Laekgrund-          stoffen,    wie     Alkydharze,    insbesondere wenn  diese in     Petroleumkohlenwasserstoffen    löslich  sind, rohe oder polymerisierte trocknende öle,  vereinigt werden. Hervorzuheben ist schliess  lieb auch das hohe Klebevermögen der neuen  Harze.

   Alle ihre Eigenschaften, besonders ihre       1"lastizität,    auch wenn sie längere Zeit. erhöh  ter Temperatur ausgesetzt waren, machen sie  nicht nur für die Herstellung lufttrocknender  Lacke und Emaillen usw. sehr geeignet, son  dern auch für     stanzfähige,    industrielle, ofen  trocknende Lacke (Emaillen),     Elektroisolier-          laeke        usw.,    als Binde- und Klebemittel und       für    andere Zwecke, z. B. auch zur Herstellung  wasserfester Schleifpapiere und dergleichen.

           Beispiel   <I>1:</I>  100 Teile destillierte, breiförmige     Abietin-          säure        (Tallölnaehlauf)    mit einem Gehalt von       10        %        Fettsäure        werden        mit        24        Teilen        Penta-          erythri.t    und 20 Teilen     Adipinsäure    unter leb  haftem Rühren verestert, bis das gebildete       Alkydharz    eine Säurezahl von etwa 10 auf  ,veist.

   Es ist von     klebrig-gummiartiger    Be  schaffenheit und wird in einem Lösungsmittel,  z. B. Benzin, gelöst, wobei es relativ dünne,  und daher tadellose streich- und     verlauffähige     Lösungen gibt. Dank der leicht erreichbaren,  niedrigen Säurezahl und Helligkeit des Pro  duktes bildet es unter anderem eine sehr       geeignete    Grundlage für     zinkweisshaltige          Emaillen.     



  Bei der Herstellung des     Alkydharzes    ist  zweckmässig, das     Tallöl    zunächst mit dem       Pentaerythrit    allein zu erhitzen und erst an  schliessend der gebildete     Partialester    mit der       Adipinsäure    zu verestern.    <I>Beispiel</I>     ?:     100 Teile chinesisches Holzöl werden mit       \?0    Teilen     Maleinsäureanhy        drid    bei 150 bis  ?00  umgesetzt.

   Hierauf fügt man 120 Teile  Kolophonium, 60 Teile Leinöl, ?0 Teile     Penta-          erythrit    und 10 Teile Glyzerin hinzu und  erhitzt auf     2-10    bis 260  so lange, bis die Säure  zahl des Reaktionsproduktes auf etwa 15 ge  sunken ist.    Das Harz hat, ähnliche Eigenschaften wie  das nach Beispiel 1 gewonnene und wird       --leiehartiger    Verwendung zugeführt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Anstrich mit.teln, dadurch gekennzeichnet, dass Alkyd- harze verwendet werden, welche durch Ver- esterung eines Polyalkohols, der mindestens drei Hydroxylgruppen besitzt, mit einer lang- kettigen, aliphatischen Polycarbonsäure,
    und zwar in einer Menge von mindestens 10 % des Esters, und wesentlich grösseren Mengen so wohl einer --,'NTaturharzsäure als auch einer trocknenden oder halbtrocknenden Fettsäure gewonnen wurden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in dem zu verwen denden Alkydharz die Menge der Naturharz säure gleich oder etwas grösser als jene der Fettsäure ist. ?.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., da.ss im Alky dharz die sauren Anteile in folgenden Mengen vorlie- gen:
    35 bis 45 % Naturharzsäure, 30 bis 40 % Fettsäure und 10 bis ''0 % aliphatisehe Poly- earbonsäure. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Alkydharz unter Verwendung von Tallöl hergestellt wurde. 4.
    Verfahren gemäss Patentansprneh, da durch gekennzeichnet, dass das Alky dharz unter Verwendung einer aliphatischen Polv- earhonsäure, welche eine Additionsverbindung von 31aleinsäureanhydrid an eine höhere Fett säure mit konjugierten Doppelbindungen dar- stellt, hergestellt wurde. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Alky dharz v er- wendet wird, bei dessen Herstellung die Pol-, - carbonsäure, wenigstens teilweise, dem Reak tionsgemisch erst in einem späteren Stadium des Veresterungsprozesses zugesetzt wurde. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet dass das Alkydharz unter Anwendunu eines geringen übersehus- ses an Polvalhohol hergestellt wurde und eine Säurezahl unterhalb<B>15</B> hat. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Alkydharz unter Verwendung- von destilliertem Tallöl hergestellt wurde.
    B. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass (las Alkydharz unter llitverwendung, trocknender Öle leerge stellt wurde. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch --ekennzeiehnet, dass (las Alkvdharz unter Mitverwendung energisch trocknender Öle hergestellt wurde. 10.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch #@el,:ennzeielinet, dass das Alkvdharz unter Verwendung von Tauöl und Holzöl her- '-,estellt wurde.
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