CH277736A - Verfahren zur Herstellung von Formen und Kernen für Giessereizwecke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formen und Kernen für Giessereizwecke.

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CH277736A
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Beilhack Martin Ing Dr
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Beilhack Martin Ing Dr
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    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/20Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of organic agents
    • B22C1/26Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of organic agents of carbohydrates; of distillation residues therefrom

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Formen und Kernen für     Giessereizwecke.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von Formen und  Kernen für     Cliessereizwecke    aus Formmassen,  die neben Quarzsand ein hydraulisches Binde  mittel, z. B. Zement, enthalten. Solche Zusätze  sind an sieh bekannt. Sie werden angewendet,  um durch das hydraulische Bindemittel höhere  Festigkeitswerte zu erzielen und um die Här  tung der Formen und Kerne an der Luft bei  normaler Temperatur, also ohne Benutzung  von Öfen     durehführen    zu können. Jedoch  müssen dabei gewisse Nachteile in Kauf ge  nommen werden.

   Die unter Zusatz     hydrau-          liseher    Bindemittel hergestellten Formen und  Kerne führen infolge ihrer geringen Nach  giebigkeit leicht zur Bildung von     Sehwin-          dungsrissen    in dem erstarrenden     Gussstüek.          Aueh    sind die unter Zusatz von Zement oder  dergleichen hergestellten Kerne schwer aus  dem     Gussstüek    zu entfernen.  



  Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile  der unter Zusatz hydraulischer Bindemittel  hergestellten Formen und Kerne zu beheben,  so     dass    deren Vorteile uneingeschränkt zur       praktisehen    Auswirkung gelangen können.  Dies wird erfindungsgemäss     dadureh    erreicht.,       dass    der     Fornimasse,    die neben Quarzsand ein  hydraulisches Bindemittel enthält, ein     organi-          sehes    Abfallprodukt der     Zellstoffgewinnung     aus Holz     beigemiseht    wird, z.

   B.     eingediekte          Sulfitablauge,    vorzugsweise in Form von     ge-          troeknetem        Zellpechpulver.     



  Die Beimischung solcher Stoffe zu     hydrau-          lisehe    Bindemittel enthaltenden Formmassen    bietet den Vorteil,     dass    diese Massen hohe  Grünstandfestigkeit und     Abbindefähigkeit     unter Lufttrocknung in sich vereinen.

   Ein  weiterer für die     Giessereipraxis    wichtiger Vor  teil besteht darin,     dass    die zementhaltige     Form-          bzw.    Kernmasse infolge ihrer organischen Be  standteile durch die Hitzeeinwirkung des er  starrenden Metallgusses zermürbt wird, so     dass     dem Schwinden der     Gussstücke    kein     sehäd-          licher    Widerstand entgegengesetzt wird.

   Die       Zermürbung    der Formen und Kerne bietet  weiterhin den Vorteil,     dass    selbst komplizierte       Gussstüeke    leicht aus der Formgrube gehoben  werden können und     dass    Kerne mühelos durch       Ausrütteln    entfernt werden können, weil die  Masse zerbröselt und aus den Hohlräumen     her-          ausrieselt.    Die     naeh    der Erfindung hergestell  ten Kerne und Formen können ohne künst  liche Trocknung monatelang gelagert werden.

    Die Kerne können auch unbedenklich in nasse  Formen eingesetzt werden, und zwar schon 24  Stunden vor dem     Abguss.    Eine weitere Ver  besserung kann dadurch erzielt werden,     dass     die Formmasse neben den vorgenannten Be  standteilen auch Ton, z. B. Tonsand, enthält.  Insbesondere wird die Oberfläche der Kerne  und Formen durch diesen Zusatz glatter.  



  Die nach der Erfindung hergestellte Form  masse eignet sich besonders auch für die Her  stellung von Kernen nach dem     Blasverfahren,     dem     Pressluftkernformverfahren    und dem  maschinellen     Kernformverfahren.     



  Bei einer bevorzugten     Ausführungsform     der Erfindung wird der Formmasse noch Koh-           lenstaub        beigen-iiseht.    Der Zusatz von Kohlen  staub zu Formmassen ist bekannt und hat die       Wirli#-Lin-.-,        dass    durch Gasbildung das Ein  brennen des flüssigen Metalls in den     Fornisand     verhindert wird. Bei hydraulische Bindemittel  und     Zellpeehpulver    enthaltenden     Forminassen     kann durch den Zusatz von Kohlenstaub  ausserdem eine     erwünsehte    Beschleunigung der       Abbindung    und Erhöhung der Festigkeits  werte erzielt werden.

   Auch kann bei der Her  stellung dünnwandiger     Gussstüeke    das bei     ze-          menthaltigen    Formen und Kernen bisher not  wendige     Sehwärzen    erspart werden, so     dass     das hiermit verbundene, unerwünschte Auf  bringen von Wasser auf die Oberfläche der  Kerne und Formen entfällt und diese in     unter-          hYdratisiertem    Zustande verbleiben können.  



  Versuche haben ergeben,     dass    die Form  masse zweckmässig so zusammengesetzt wird,       dass    auf<B>100</B> Teile reinen Quarzsand<B>6</B> bis 1.4  Teile Zement, 2 bis<B>6</B> Teile Kohlenstaub,<B>1</B> bis  <B>7</B> Teile Ton und<B>1</B> bis 2 Teile     Zellpechpulver     kommen, wobei die Anteile aller genannten  Stoffe     auf        Troekensabstanz    bezogen sind.

    Zweckmässig wird zunächst aus Ton und     Zell-          peehpulver    oder gegebenenfalls aus Ton,     Zell-          pechpulver    und Kohlenstaub eine     Vormi-          sehung    hergestellt, die für sieh am Lager ge  halten oder an Giessereien geliefert werden  kann. Diese     Vormischung    wird dann mit dem  Quarzsand und dem Zement trocken innig     ver-          miseht    und schliesslich die erforderliche Menge  Wasser zugegeben. Das hydraulische Binde  mittel kann ebenfalls. schon der     Vormisehung     beigegeben werden.  



  Weitere beachtliche Vorteile können da  durch erzielt werden,     dass    die nach der Erfin  dung hergestellten Formen in an sieh bekann  ter Weise mit Graphit, vorzugsweise Graphit       mit        einem        Reinheitsgrad        von        über        90%        einge-          stäubt    und poliert werden.

   Es ist bei     Nassguss-          formen    bekannt, die Formflächen zu     graphi-          tieren;    jedoch konnte die     Graphitierung    bei  Zementformen bisher nicht angewendet wer  den, weil der Graphit nicht oder -ungenügend  haftet. Bei den nach der Erfindung herge  stellten Formen ist dagegen eine ausreichende  Haftung des Graphits gewährleistet.

   Darüber    hinaus wird bei diesen Formen durch     Graphi-          tierung    der besondere Vorteil erreicht,     dass     die Form im Gegensatz     züi    den bisher be  kannten     Zeinentformen    bereits nach     24stündi-          ger    Lagerung an der Luft abgegossen werden  kann, ohne     dass    ein Abflammen oder eine       Nachtroeknun--    im Ofen erforderlich wäre.

    Die     raselle        Abgiessbarkeit    ist voll grosser Be  deutung für die     Wirtsellaftliehkeit,    weil     eilt-          sprechend    der Abkürzung der zwischen der  Fertigstellung und dein     Abguss    der Formen  liegenden Zeitspanne auf etwa die Hälfte     iin     Vergleich zu andern     Zenlentforinen    auch der  Raumbedarf für die Formen in der Giesserei  auf die Hälfte verringert werden kann.

   In  dieser Hinsieht sind also die     naeh    der Erfin  dung erhaltenen Formen den     übliehen        Nass-          gussformen    gleichwertig, weisen aber gleich  zeitig diesen gegenüber alle Vorteile der     Ze-          C,          mentformen    auf.  



  Bei einer bevorzugten Ausführungsform       Oleht    der     Graphitierung    eine<B>1</B>     eiehte    Bestäubung  mit Zement voraus.     Daduireh    wird die     Form-          oberfläehe    stärker gehärtet und ausserdem das  Eindringen von freiem Wasser aus der     Forni     in die     Grraphitsehieht    verhindert.

Claims (1)

  1. PATENTAXTSPRUCH: Verfahren zür Herstellung von Formen und Kernen rür Oriessereinveeke aus Form- inassen, die neben Quarzsand ein hydrau- lisehes Bindemittel enthalten, dadureb ge kennzeichnet, dass der Formniasse ein organi- sehes Abfallprodukt der Zellstoffgewinnung aus Holz beigemisellt wird.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass der Formmasse ein gedickte Sulfitablauge beigemiseht wird. 2. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeiehnet, dass der Formmasse Zellpeehpulver beigemiseht wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruell, dadurch gekennzeichnet, dass der Formmasse ausser Zellpeehpulver auch Ton beigemischt wird. 4.
    Verfahren nach Patentansprueh und Unteranspruell. <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ans Ton und Zellpechpulver eine Vorinisehun- her-estellt und diese mit den übri-en Bestandteilen der Formmasse ver- iniseht wird.
    <B>5.</B> Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprueli <B>3,</B> dadureb. gekennzeichnet, dass zunächst aus Ton, Zellpeehpulver und dem hvdraulisehen Bindemittel eine Vor- iniseliui;#,- hergestellt und diese mit den Vibri- gen Bestandteilen der Forminasse vermischt wird.
    <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Formmasse ausser Zellpeehpulver auch Ton und Kohlen staub beigemischt wird. <B>7.</B> Verfahren nach Patentaiispriieh und Unteranspriieh <B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass aus Zellpeehpulver, Ton und Kohlenstaub eine Vormisehung hergestellt und diese mit den übrigen Bestandteilen der Formmasse vermischt wird.
    <B>8.</B> Verfahren nach Patentansprueh und Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, c dass aus Zellpechpulver, Ton, Kohlenstaub und dem hydraulischen Bindemittel eine Vor- mischung hergestellt und diese mit den übri- --en Bestandteilen der Formmasse vermischt wird. <B>9.</B> Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Formen mit Graphit eingestäubt und poliert werden.
    <B>10.</B> Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprueh <B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Formen vor dem Graphitieren mit Zement leicht eingestäubt werden. <B>11.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspriieh <B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass Graphit mit einem Reinheitsgrad von Über 901/o angewendet wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspr-Lieh, da durch gekennzeichnet, dass die Formmasse auf <B>100</B> Teile reinen Quarzsand<B>6</B> bis 14 Teile Zement, 2 bis<B>6</B> Teile Kohlenstaub,<B>1</B> bis<B>7</B> Teile Ton und<B>1</B> bis 2 Teile Zellpeehpulver enthält.
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