CH277888A - Anordnung zur Warnung vor übernormaler radioaktiver Strahlung. - Google Patents
Anordnung zur Warnung vor übernormaler radioaktiver Strahlung.Info
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Description
Anordnung zur Warnung vor übernormaler radioaktiver Strahlung.
In der Beschreibnng des Iauptpatentes Nr. 268313 wird zum Nachweis der radioaktiven Strahlung die Verwendung eines Zählrohres oder einer Ionisationskammer vorgeschlagen. Da die Ionisationsströme ausserordentlieh klein sind, ist eine hervorragende Isolation der Ionisationskammer und der angeschlossenen Anzeigeinstrumente notwendig. Soll an die Tonisationskammer eine Verstärkerrohre angesehlossen werden, so muss die Citter-Kathoden-Streeke der Verstärker- robre einen sehr hohen äussern und innern Widerstand besit% en. Xlan verwendet daher f r diesen Zweck in der Regel sogenannte E lektrometerröhren.
Die Ansprüehe an die Isolation dieser R¯hren lassen sieh aber um mehrere Grossenord- nungen herabsetzen, wenn sie nicht während der ganzen Zeit mit der Ionisationskammer verbunden sind, sondern diese Verbindung nur während eines kleinen Bruchteils der Meus- periode hergestellt wird. Wird das Gitter der Verstärkerröhre z. B. nur alle 10 Sekunden (Alessperiode) selbsttätig für die Dauer von etwa 1/10 Sekunden mit der Ionisationskammer verbunden, so können die Ansprüehe an die Isolation uni den Faktor 100 reduziert werden.
Beträgt die Messperiode aber 100 Sekunden, die Dauer der Ansehaltung der Verstärkerröhre nur 1/100 Seknnde, so kann die Isolation der Verstärkerröhre um einen Faktor 104 geringer sein als bei dauerndem liontakt.
Die kurzzeitige Verbindung der Warn- apparatur (gegebenenfalls also das Gitter der Eingangsrohre) mit der Ionisationskammer kann beispielsweise mittels eines mechanisch gesteuerten Relais, z. B. eines Uhrwerkes oder auch mit Hilfe einer elektronischen Blink sehaltung erfolgen.
Betrachtet man die Gitterstromkennlinie einer Verstärkerröhre, so erkennt man, dass diese in der Nähe des Floating Point , das ist die Spannung, die das freie Gitter annimmt, eine ziemlich seharfe Krümmung macht. Gleiche, dem Gitter eingeprägte Strume bewirken eine erheblieh grössere Git terspannungsänderung, wenn diese in Richtung negativer Gitterspannung erfolgt. Man wird also unter sonst gleichen UmstÏnden eine bessere Wirkungsweise der Anordnung erzielen, wenn die Schaltung so erfolgt, dass das Gitter ein gegen den Floating Point negatives Potential annimmt. Soll mit der Anordnung jedoeh eine gasgefüllte Verstärkerrohre (ein Thyratron) unmittelbar gezündet werden, so muss nat rlich die Polung einer positiven.
Gitterspannungsänderung entsprechen, falls nieht eine besondere Phasenwendröhre vor das Thyratron geschaltet wird.
Die erfindungsgemässe Anordnung ist in beispielsweiser Form in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben. Fig. l bezieht sich auf den Fall, dass als Verstärkerrohre eine Hochvakuumelektronenröhre verwendet wird, Fig. 2 auf den Fall der Verwendung einer Gasent ladungsrohre. In beiden Fällen bedeutet 1 die Spannungsquelle f r die Ionisationskammer 2, 3 den selbsttätig periodiseh arbeitenden Sehalter, der kurzzeitig die Verbindung zwischen der Ionisationskammer und der ersten Verstärkerrohre herstellt, 4 die Verstarkerröhre, 5 die Anodenspannungsquelle derselben und 6 ein elektromagnetisches Relais, das einen Alarmstromkreis ber die Leitung 7 einschal- tet.
Die Teile 4, 5, 6, 7 bilden die der Ioni- sationskammer nachgeschaltete Warnapparatur. In Fig. 2 ist ferner noch ein hoehohmiger Gitterableitwiderstand 8 vorgesehen, der mit Hilfe der Gitterbatterie 9 während den Off- nungszeiten des Sehalters 3 das Gitterpotential definiert. Erforderlichenfalls können zwi schen das Relais 6 und die Rohre 4 noeh weitere Verstärkerstufen geschaltet werden.
Auch ist im Falle einer Gasentladungsröhre der Anodenstromkreis nach erfolgter Zündung zu unterbreehen, wozu das Relais 6 ebenfalls Verwendung finden kann.
Soll mit der Anordnung das Absinken radioaktiven Staubes oder radioaktiver Nie derschläge (Regen) nachgewiesen werden, so ist es notwendig, die Ionisationskammer mit einer etwa horizontalen Begrenzungsfläehe auszugestalten, die die Ansammlung flüssiger oder staubförmiger Niedersehläge begünstigt.
Das Material, das die Ionisationskammer umgibt, ist dabei ganz oder zum Teil so d nn zu maehen dass es f r a-Strahlen, die ein sehr grosses lonisationsvermogen besitzen, noell durehlässig ist. In Frage kommen z. B. sehr d nne Zellulosefolien, die gegebenenfalls auch durch ein Stützgerüst (Drahtgefleeht) ver- stärkt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Anordnung zur Warnung vor übernor- maler radioaktiver Strahlung naeh dem Pa tentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeiehnet, dass als Indikator eine Ioni sationskammer dient und diese wÏhrend des grössten Teils jeder Messperiode von der Warnapparatur getrennt. bleibt und nur wÏhrend eines kleinen Brueliteils jeder Messperiode selbsttätig an diese angeschaltet wird.L'NTERANSPRÜCHE : 1. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die periodische Verbindung'zwischen Ionisationskammer und Warnapparaturdurch ein elektronisch ge steuertes Relais erfolgt.2. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die periodische Verbindung zwischen Ionisationskammer und Warnapparatur durch ein mechanisch gesteuertes Relais erfolgt.3. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hochvakuumelektronenrohre als Eingangsröhre der Warnapparatur, welche periodisch an die Ionisationskammer angeschlossen wird, vorgesehen ist und da¯ die Hochvakuumelektro- nenröhre mit der positiven Elektrode der Ionisationskammer verbunden wird.4 Anordnung nach dem Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass eine Gasent ladungsröhre als Eingangsröhre der Warnapparatur, welche periodisch an die Ioni sationskammer an geschlossen wird, vorgesehen ist und dass die Gasentladungsröhre mit der negativen Elektrode der Ionisationskammer verbunden wird.5. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die äussere Form der Ionisationskammer so gestaltet ist, dass sie die Ansammlung sieh absetzenden radioaktiven Staubes und radioaktiven Nieder sehlages beg nstigt.6. Anordnung nagez dem Patentansprueh, dadureh gekennzeichnet, dass wenigstens diejenigen Umhüllungsflächen der Ionisationskammer, anS der sieh radioaktiver Staub oder radioaktive Niederschläge ansammeln könnten, ganz oder zum Teil für a-Strahlen durch- lässig ist.
Applications Claiming Priority (3)
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