Mehrwalzenmaschine mit an den Stirnflächen anliegenden, von den Seitenwänden des Aufgabetrichters gehaltenen Abdichtbacken. Während man bisher bei Mehrwalzen maschinen, mit einem über dem Spalt zweier benachbarter \Walzen sitzenden Aufgabetrich- ter, wie sie zum Bereiten von Farben, Pasten, Cremen oder dergleichen Mischstoffen ver wendet werden, die an den Seitenwänden des Trichters befestigten und bis in den Ein zugsspalt zwischen den Walzen reichenden Abdichtbacken mit dem Trichter auf den Mantelflächen der Walzen aufsitzen liess,
ist man jetzt auch bei diesen Maschinen dazu übergegangen, die Abdichtbacken entweder auf abgesetzte Bunde an den Stirnflächen aufzusetzen und dabei gegen diese und die Stirnflächen der Walzen zu pressen oder die Abdichtbaeken einfach gegen die glatten Stirnflächen zu drücken. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass die bei den auf der 1ctantelfläehe der 'Walzen sitzenden Abdicht- backen erforderliche, scharf ausgezogene Spitze der Dichtbacken entfällt und ausser dem die ganze Walzenlänge als Arbeitsfläche zur Verfügung steht.
Um bei diesen an den Stirnflächen der Walzen angreifenden Abdichtbacken eine gute Abdichtung zu erzielen, müssen die Backen gut dichtend an die Stirnflächen angepresst werden. Die Backen unterliegen dabei im Gebrauch einer Reibungsabnutzung.
Sofern die Abdichtbacken dabei fest an den Trichter seitenwänden befestigt sind, was zudem eine genaue Anpassung des Trichters an die Wal- zenlänge erfordert, ergibt sich mit der Nach stellung der Abdichtbacken durch Anziehen der im Bereich des Walzenspaltes angreifen den Andrückschrauben eine Verwindung der Backen, wobei ferner eine ebene Anlage der Backen an den Stirnflächen der Walzen nicht mehr gewährleistet ist.
Die Zuordnung der Abdichtbacken zu den Stirnflächen der Walzen führt zufolge der Reibung zwischen diesen Teilen zu einer er höhten Erwärmung der Stirnflächen der Wal zen. Da die Stirnwände, insbesondere der mit Bünden versehenen Walzen, an sich eine grössere Wandstärke als der Walzenmantel haben, ergibt sich in den Stirnwänden eine erhöhte Wärmestauung, die zu unerwünschten Ausdehnungen an diesen Stellen führen kann und dabei zu einer Verengung des Walzen spaltes nahe den beiden Stirnseiten bzw. zu einer ungleichmässigen Ausdehnung der Reib flächen führt.
Die Erfindung betrifft eine spezielle Aus bildung der Befestigung der Abdichtbacken an den Trichterseitenwänden, die eine satte Anlage der Backen an den Stirnflächen der Walzen gestattet, wobei auch dafür Sorge getragen ist, dass. die Stirnflächen der Walzen gekühlt werden.
Erfindungsgemäss sind bei Mehrwalzenmaschinen mit an den Stirnflä chen der Walzen anliegenden, von den Seiten wänden des auf die'Valzen aufgesetzten Auf gabetrichters gehaltenen Abdichtbacken, die im Bereich des von ihnen abgedeckten Wal zenspaltes durch Stellschrauben an den Stirn flächen der Walzen gehalten sind, und einer Innenkühlung für die Walzen, die Abdieht- baeken axial und radial zu den Walzen nach stellbar an den Trichterseitenwänden ange ordnet und die Stirnwände der Walzen mit in den Kühlmittelstroin einbezogenen Hohlräu men versehen.
Die Hohlräume in den Stirnwänden der Walzen können als in radialer Richtung von den Sitzflächen der Stirnwände und hier an den Kühlmittelzu- bzw. -ablauf in der Wal zenachse angeschlossene, nach dem Ansatz der Innenseite des Walzenmantels geführte Ka näle ausgebildet sein, die entweder ausgebohrt oder durch eingegossene Rohrstücke gebildet werden. Auch können die Walzen ausserhalb des Anlagebereiches der Abdichtbaeken mit einer Eindrehung versehen sein, die durch einen vorgesetzten Plansehring abgedichtet ist.
Die erfindungsgemässe Ausbildung ist nachstehend an Hand .der Zeichnung bei spielsweise näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt. durch eine Walze, Fig.2 eine Stirnansicht hierzu ohne die Abdichtbacken, Fig. 3 und 4 Schnitte von Teilen von zwei weiteren Ausführungsformen, Fig. 5 eine Ansicht einer Abdichtbacke und Fig.6 eine Stirnansicht hierzu.
Der aus dem Mantel 1 und den beiden Stirnflächen 2 bestehende Walzenkörper ist in bekannter Weise auf eine Walzentragaehse 3 aufgezogen. Die Stirnflächen 2 sind von mehreren radial verlaufenden Kanälen 4 durchsetzt, die von an der Mantelinnenseite la ausmündenden Querbohrungen 5 ausgehen und zu dem Nabensitz 6 der Walze führen. Die Querbohrungen 5 sind an den Stirn flächen 2a durch Sehraubstopfen 7 verschlos sen.
Die Welle 3 ist mit einer Achsbohrung 8 versehen, in der ein Rohr 9 geführt. ist, und die Bohrung 8 der Welle steht durch Löcher 10 mit den Kanälen 4 in Verbindung. Die Führung des Rohres 9 in der Achsbohrung 8 erfolgt durch Dichtungsringe 11, die derart angeordnet sind, dass das aus dem Ende des Rohres 9 austretende Kühlmittel in eine mit den Kanälen 4. der einen Stirnseite 2 in Ver bindung stehende Wellenkammer 12 gelangt, während die Kanäle 4 der andern Stirnseite 2 an den durch die Wellenbohrung 8 erfolgen den Rücklauf des Kühlmittels angeschlossen sind.
Das Kühlmittel wird also auf seinem Weg durch den Walzenhohlraum 13 durch die Kanäle 4 der beiden Walzenstirnseiten 2 geführt und bewirkt somit eine durchgreifende Kühlung an diesen Stellen.
Das Zufuhrrohr 9 kann auch mit einem Krümmer 14 in einer Radialbohrung der Welle 3 ausmünden, die etwa in der Mitte der Walze liegt. Das Rohr 9 ist dann mit der Welle 3 drehbar, und die Rückführung des in den Walzenhohlraum 13 eingeführten Kühlmittels erfolgt durch die Kanäle 4, in beiden Stirnflächen 2.' In diesem Falle fehlen die Dichtungsringe 11. Auch kann in diesem Falle das Kühlmittel bei Anordnung einer entsprechenden Stopfbüchse an dem einen Walzenende bei Anwendung eines entspre chenden Druckes unmittelbar in den Wal zenhohlraum 13 eingeführt. werden.
Bei der Abwandlung nach Fig. 3 sind die Kanäle in den Walzenstirnflächen 2 von in diesen eingegossenen Rohrstücken 14 gebildet.
Die Fig. 4 zeigt. einen Walzenkörper, des sen Stirnflächen 2 finit einer abgesetzten Aus- drehung 15 versehen sind. In diese Ausdre- liungen 15 greifen Flansehenscheiben 16 ein, die mit einem I\Tabenteil 17 auf ein Gewinde stück 18 der Welle 3 aufgeschraubt sind und die Walze auf der Welle 3 sichern. Die Flansehenselieiben 16 sind mit den üblichen Eindrehungen 19 und mit Stellöchern 20 für den Angriff eines Anziehwerkzeuges ver sehen.
Die Scheiben 16 haben einen der Ausdre- hung 15 entsprechenden Bund 21, mit dem sie sich gegen eine Bundringfläche 22 der Stirnfläche ,2 legen. Dabei ist aber die Tiefe des sieh in die Ausdrehung 15 legenden Vor- spi-iings 23 so bemessen, dass ein Hohlraum 24 entsteht. Der Durchmesser der Ausdre- hung 15 entspricht dem Innendurchmesser des Walzenmantels 1, und von deren Rand führen mehrere achsparallele Bohrungen 25 zu dem Walzenhohlraum 13. Die Querbohrun gen<B>1.0</B> der Walzenachse 3 münden in die Ilolilräume 21 aus.
Die Stirnflächen 2 des Walzenkörpers sind somit auf beiden Seiten von dem Kühlmittel umspült, das durch die Bohrungen 25 dann in den Walzenhohlraum 13 übertritt. (oder umgekehrt). Es ist auch möglich, dass die Kühlflüssigkeit durch ein die Wand der Achse 3 durchsetzendes Winkelstück an einem sieh mit der Achse 3 drehenden Zuleitungs rohr direkt ins Innere der Walze 1 geleitet wird und in beiden Stirnwänden zurückfliesst. Da die Bohrungen 25 unmittelbar an der Innenseite des Walzenmantels 1 ausmünden, wird dieser auf seiner ganzen Länge und ins besondere im Bereich der Stirnflächen 2 aus reichend gekühlt.
Um eine gute Abdichtung und gleich mässige Anpressung der bei diesen Walzen maschinen von den Seitenflächen 26 des Auf gabetrichters getragenen Abdichtbacken 27 zu erreichen, ist für die Aufnahme der Ab- dichtbaeken 27 an der Triehterseitenwand 26 ein Winkelstück 28 befestigt. Dessen Befesti gung erfolgt durch senkrechte Schlitze 29 in dem einen Schenkel des Winkelstückes 28 durchsetzenden Sehraubbolzen 30 in der Trich- terseitenwand 26, so dass also das Winkel stück in Höhenrichtung verstellbar ist.
Der abstehende Schenkel 31 des Winkel stückes 28 hat zwei mit Schlitzen 32 versehene Augen 33, und die Abdichtbacke 27 ist von unten an diesem Schenkel 31 durch die Sehlitze 32 durchsetzende, in Augen der Ab dichtplatte geschraubte Schraubbolzen 31 ge halten. Somit können die Abdiehtbaeken 27 sowohl in Höhenrichtung mit den Winkel stücken 28 oder an diesen in waagrechter Richtung verstellt und damit bei flacher An lage an die Stirnflächen der Walze einwand frei abdichtend angepresst werden.
Die Stirnflächen 35 der Backen 27 sind mit- je einer gegen die Walzenstirnfläehe gerichteten Auflauffläche 36 versehen, um etwa auf die Walzenstirnflächen übergetre tenes Gut auf die Walzenmantelfläche zurück zubringen.