Signaleinrichtung. Es ist eine bekannte Tatsache, dass Be sucher von Gaststätten, insbesondere bei regem Betriebe in denselben, oft :Mühe haben, das Servierpersonal. für die Bedienung oder zum Zahlen heran zu rufen. Läutwerke sind in den meisten Fällen entweder unwirksam oder machen sieh durch den schrillen Ton auf die Allgemeinheit. störend bemerkbar.
Die Signalanlage zur Abgabe von Signalen gem'ä'ss der vorliegenden Erfindung kann der art ausgebildet werden, dass dieser Übelstand behoben ist. Die akiistisehe .Signalanlage kann auch noch mit einer optischen Signalanlage verbunden sein.
Die Erfindung betrifft eine Signaleinrich tung zur Abgabe von Signalen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie Mittel. aufweist, um Pfeifensignale, bestehend aus mindestens einem Pfeifenton, abzugeben, wobei die Fre quenz des Pfeifentons höchstens 10 000 pIz be trägt.
Der Erfindungsgegenstand kann als trans portables Gerät, wie z. B. als Aschenbecher oder als an einem Tisch oder an einer Wand befestigbares dekoratives Stück ausgebildet. sein.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine als Aschenbecher mit Zündliolzbehälter ausgebil dete transportable Signaleinrichtung als Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Ansieht und Fig. ? eine seheinatiselie Darstellung des Betriebsineclianismus. Das vorliegende Ausführungsbeispiel be zieht sieh auf eine Ausführungsform mit einer akustischen und einer optischen Signaleinrich tung.
Als akustisches Zeichen wählt man z. B. den Zweiklang eines Vogelrufes, wie dies in bekannter Weise bei den Kuckucksuhren geschieht. Als Symbol wird man eine Vogel gestalt., beispielsweise einen Uhu oder einen Kuckuck, auf dem Gerät, aufstellen. Damit kann noch ein optisches Zeichen verbunden werden, indem man, den Kopf des Vogels oder diesen ganz als Leuchtkörper ausbildet.
In Fig. 1. ist ein Aschenbecher 1 mit einem daran angebrachten Zündholzbehälter ? dar gestellt. Auf dem Aschenbecher 1. ist ein Arm wegnehmbar befestigt, welcher als Tragwerk für das die Signalanlage aufnehmende Ge häuse -1 dient. Auf dem. Gehäuse 4 ist eine dekorativ wirkende Vogelgestalt 5 aufgesetzt.
In Fig. ? ist eine Signaleinrichtung, die eine akustische und eine optische Signalanlage aufweist, schematisch dargestellt.
Die akustische Signalanlage besitzt einen Blasebalg 6, welcher durch eine Feder 7 in Cchliessriehtung beeinflusst wird. Zum öffnen des Blasebalges 6 dient ein um einen Dreh zapfen 8' vef-schwenkbarer zweiarmiger Hebel 9, dessen eines Ende ein umklappbares Glied 10 besitzt. lind dazu bestimmt ist, an einem Nocken 11 der beweglichen Klappe 12 des Blasebalges 6 anzugreifen. und diesen zu öffnen. Wenn der Blasebalg 6 ganz geöffnet ist, so schnappt der Nocken 11 der Klappe 12 vom Glied 10 ab und der Balg 6 schliesst sich unter dem Ein fluss der Feder 7.
Die Betätigung des Hebels 9 geschieht durch einen Schwenkhebel 13, an dessen freiem Ende ein Gewicht 14 angeordnet ist. Auf der Drehachse 15 des Schwenkhebels 13 ist ein Zahnrad 16 angeordnet, welches im Eingriff mit einer Zahnstange 17 ist, deren eines Ende als Betätigungsgriff 18 für die Signalanlage ausgebildet ist.
Über der Luftaustrittsöffntmg 19 des Blasebalges 6 ist ein Drehschieberventil 20 aufgebaut, welches die austretende Luft zuerst in eine erste Pfeife 21 und dann in eine zweite ''2 steuert. Die Pfeifen sind so abgestimmt, dass 21 einen höheren Ton und 22 einen tiefe ren Ton abgibt. Das Intervall zwischen diesen Tönen ist z. B. eine Terz, Quarte usw. Die Fre quenz der Pfeifen beträgt höchstens 10 000 Hz. Das Ventil 20 wird so gesteuert, dass nach aufgezogenem Blasebalg 6 zuerst die Luft von diesem durch die Pfeife 21 geht und un gefähr nach der Hälfte des Zusammenklap- pens des Blasebalges 6 durch die Pfeife 22 geleitet wird.
Das Drehschieberventil 20 wird vom zweiarmigen Hebel 9 aus über ein einen Winkelhebel 23 aufweisendes Gestänge ge steuert, das eine am Hebel. 9 bei 8 zwischen dessen Drehzapfen 8' und dem Glied 10 ange- lenkte Stange 24 und eine zweite Stange 25 aufweist, die bei 26 am Drehschieberventil. 20 angreift.
Die Hebel 9, 13, das den ersteren mit dem Ventil 20 verbindende Gestänge 23, 24 und 25, die bewegliche Klappe 12 des Blasebalges 6 sowie der Drehschieber sind in der Stellung des aufgezogenen Blasebalges, also zu Beginn der Tonabgabe, in vollen Linien und in der Stellung des von der Luft entleerten Balges 6 gestrichelt dargestellt.
Mit der akustischen ist auch eine optische Signalanlage zwangläufig gekuppelt, wobei bei der einmaligen Auslösung des akustischen Signals das optische beliebig lang dauern kann, das heisst so lange, als der Bet:ätigungs- s griff niedergedrückt bleibt.
Der Betätigungsgriff 18 am untern Ende der Zahnstange 1.7 ist als Schalter zum Schlie- ssen des Stromkreises der optischen Signal anlage ausgebildet.
Von der Stromquelle 2 7 wird der Strom einerseits über die vom Griff 18 zu schliessen den Kontakte 28 und anderseits zum Beleuch tungskörper, welcher im vorliegenden Fall als Vogelgestalt 5 ausgebildet ist, geleitet.
Das vorgeschriebene Beispiel kann im Rahmen dieser Erfindung auf praktisch be liebig viele Arten abgeändert werden.
An Stelle eines auf den Tisch hingestellten Aschenbechers kann auch eine Vorrichtung an der Wand befestigt werden, wobei dann das optische Signal von einer zentralen Schwachstromanlage gespeist werden kann.
Um Raum zu sparen, kann der Schwenk hebel 13 mit dem Gewicht 14 durch eine Kette, Saite oder dergleichen und ein Gegen gewicht ersetzt werden, wobei das Gegenge wicht mittels der Kette oder Saite an der Stange 17 angreift, die mit. dem Kontakt für die optische Signalanlage versehen ist.
Ferner können an Stelle von Vogelgestal ten 5 andere Figuren vorgesehen werden. An Stelle eines Zweiklanges für das akustische Signal kann auch durch entsprechende Aus bildung des Ventils und mehrerer Pfeifen eine andere Tonzusammenstellung oder auch nur ein einziger Ton erzeugt werden.
Die optische Signalanlage kann neben der elektrischen Beleuchtung noch einen beweg lich angeordneten reflektierenden Körper nach Art eines Katzenauges oder eines andern Rück strahlers aufweisen, welcher in den Schein einer .fremden Lichtquelle, beispielsweise eines benachbarten Beleuchtungskörpers oder eines Fensters gerichtet werden kann und auf diese Meise sieh durch Rückstrahlung bemerkbar macht.
Die vorbesehriebenen Ausführungsformen für eine Sigmalvorriehtung weisen auf eine grosse Anzahl weiterer Möglichkeiten zur Aus bildung einer solchen erfindungsgemässen Signalanlage hin.