CH278574A - Kocheinrichtung mit einem eine Bodenentleerung aufweisenden und ein Rührwerk enthaltenden Kessel. - Google Patents
Kocheinrichtung mit einem eine Bodenentleerung aufweisenden und ein Rührwerk enthaltenden Kessel.Info
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Description
Kocheinrichtung mit einem eine Bodenentleerung aufweisenden und ein Rührwerk enthaltenden Kessel.
Es sind Kochkessel bekannt, bei denen ein Rührwerk in der senkreehten Achse des Kessels angeordnet ist. Das Rührwerk greift dabei entweder von oben oder von unten in den Kessel ein. Die von oben angetriebenen R hrwerke müssen dabei vor der Entleerung des Kessels, die dureh Kippen erfolgt, ausgefah- ren werden. Das ist umständlich und zeitrau- hend. Bei den bekannten Kochkesseln, deren Rührwerk von unten angetrieben wird, erfolgt die Entleerung ebenfalls dureh Kippen. Dazu sind wiederum besondere Einrichtungen erforderlich.
Beide Kesselarten haben den Nachteil, dass der AVirkungsgrad beim Mi schen und Emulgieren sehr schlecht ist, da bei der Drehung des R hrwerkes um eine senk- recht stehende Achse die flüssige Masse mitgedreht wird, so da¯ praktisch keine Relativgeschwindigkeit zwischen den Rührwerksarmen und den Masseteilchen vorhanden ist.
Die Masseteilchen werden durch Fliehkraft nach aussen geschleudert, wobei sich die Oberfläche der Masse nach einer Parabel einstellt.
I) abei können sogar Masseteilchen aus dem Kessel herausspritzen und Emulsionen entmischt werden. Da die Rührwerksteile bei einer senkrecht angeordneten Welle den tiefsten Punkt des Kesselbodens abdecken, so ist eine Entleerung des Kessels durch die Anord nung eines Auslasses in der Mittelachse nieht m¯glich, obwohl eine solche Bauart in der Bedienung sehr viel einfaeher wäre, als ein Itippbar gelagerter Kessel.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Kocheinrichtung mit einem eine Bodenentleerung aufweisenden und ein Rührwerk ent- haltenden Kessel, bei der die Welle des der Form der Kesselwandung angepassten R hr werkes zur Lotrechten geneigt ist. Der Kochkessel kann dabei auf einem Fusse ruhen, in dessen sehräg zur Lotrechten liegendem StÏnder die Rührwerkswelle gelagert ist, wobei der StÏnder zweekmässig den vorzugs- weise ans einem Schneckengetriebe oder einem stufenlosen ¯bersetzungsgetriebe bestehenden Antrieb f r die Rührwerkswelle enthält. Bei einer solchen Bauart trägt zweckmϯig der den Kessel lagernde Fuss an einem Ausleger einen Elektromotor.
In den erwähnten StÏnder ragt zweckmässig eine unmittelbar an die Eesselwandung anschliessende Stopfbüchse, die das Kesselinnere gegenüber dem Au¯enraum abdiehtet. Der Kessel ist ferner zweekmässig mit einer luftdicht verschlie¯baren Beschickungsluke und einem Wrasenableitstutzen ausgerüstet, um unter höherem Druck koehen zu können.
Statt durch den Kesselboden hindurchgeführt zu werden, kann die Rührwerkswelle auch durch den obern Teil der Kesselwandung hindurchgeführt und in einem neben dem Kessel nach oben ragenden StÏnder gelagert sein, der gegebenenfalls zusammen mit einem auf der gegenüberlie- genden Kesselseite angeordneten Ständer den Kessel mittels eines festen oder schwenk- baren Rahmens trägt.
Dureh die zur Lot rechten sehragenAnordnungderRühr- werkswelle kann das Mitdrehen der in dem Kessel eingefiillten Masse mit den Rührwerksarmen weitgehend verhindert werden, weil die Masseteilchen unter dem Einfl Lif-) des Schwergewichtes so verlagert, werden, dass sie immer wieder in den Weg der Rühr werksarme hineingeraten. Die Bildung eines sich mit den Rührwerksarmen mitdrehenden Massestrudels kann somit unterbunden und durch die Arme eine ständige Durchwirbelung der Masse bewirkt werden. Dadurch kommen immer neue Masseteilchen mit den heissen Kesselwandungen in Berührung. Das Eindampfen der Masse wird auf diese Weise beschleunigt.
Da der Kessel eine Bodenentleerung aufweist, braueht er nicht kippbar zu sein und auch ein Ausfahren des Rühr- werkes'ist nicht mehr erforderlich. Auch lässt. sich ein daimpfdichter Abschluss des s Kochkesseloberteils und der Beschickungs- Íffnung erreichen, so dass ¯ die beim Kochen entstehenden DÏmpfe für Heizxweeke ab- geleitet werden können.
Eine Ausfühlamgsform der Koeheinrichtung na ch der Erfindung ist. beispielsweise auf der Zeichnung veransehaulieht, und zwar in einem senkrechten Mittelsehnitt dureh den Kessel mit dem Rührwerk.
Ein oben eine luftdicht verschliessbare Beschiekungsluke I und einen Wrasenablei- tungsstutzen 2 aufweisender Kessel 3 ist mit einem Heizmantel 4 mit Dampfzuleitungs- stutzen 5 versehen. In dem Kessel lÏuft. ein Rührwerk 6 um, dessen zur Lotrechten geneigte Welle 7 mit einer Stopfbüchse 8 dureh den Heizmantel hindurehgeführt ist. Auf die Stopfbiiehse 8 kann gegebenenfalls verzichtet werden, wenn in den Kessel ein mit der Kesselwandung verbundenes Rohr 8a (in der Figer als Variante angedeutet) hinreichen- der Länge hineinragt, dureh welehes tlie Welle 7 hindurchführt, wobei die Oberkante des Rohres über der zu kochenden Masse liegen muss.
Der Kessel 3 wird von einem Fuss 9 getragen, in dessen StÏnder zugleich die Rührwerkswelle 8 gelagert ist. Auf der VTelle 7 sitzt ein Schneckenrad 10, das von einer SchneekenweHe 11 angetrieben wird.
Diese ist mit der Welle eines nicht gezeich- neten Rotors gekuppelt, der auf einem Aus leger des Kesseltragfusses 0 befestigt ist.
Statt, in festem Übersetzungsverhältnis über das Schneckengetriebe könnte die Rührwerkswelle auch unter Zwischenschaltung eines stufenlos regelbaren Getriebes, z. B. eines stufenlos regelbaren Kettengetriebes, von der Motorwelle aus angetrieben werden.
Am tiefsten Punkte des Kessels 3 ist ein Abflu¯schieber 12 angeordnet, der eine vollstÏndige Entleerung des Kessels nach Beendigung des Kochprozesses ohne eine Verschiebung des Rührwerkes ermöglicht. Der Boden des Kessels ist als Kugelsehale ausgebildet. Die Rührwerksflügel streichen an den WÏnden des Kessels entlang, ohne diese irgendwo zn ber hren.
Statt die Rührwerkswelle von unten her durci den Kesselboden hindurchzuführen und den Kessel auf einem sehräg nach oben ragenden Fuss zu lagern, konnte man die R hrwerkswelle von oben her durch den obern Teil der Kesselwandung hindurch- ragen lassen und sie sowie den Kochkessel in bzw. an einem neben dem Kessel aufwärts ragenden Ständer lagern, in dem dann auch der Antrieb für das Rührwerk untergebracht, wÏre. Auch hei einer solchen Aus führungsform lässt sieh ein dampfdichter Abschlu¯ des Kessels erreichen und eine Bo denentleerung anbringen.
Die Rührwerks- welle ragt dann bis auf den kugelsehalenfor- migen Kesselboden herab und trÏgt in der gleichen Lage. wie bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel gezeigt ist, einen oder mehrere Rührwerksflügel, die der Bodenwand. entlang streichen und die zu kochende Masse um eine schräg zur Lotrechten liegende Achse in Umlauf versetzen. Die Einwirkung der Schwerkraft lässt die unter der Fliehkraft den Wänden entlang nach oben steigenden Alasseteilchen nach unten fallen, so dass sie wieder der Wirkung der Riihrarme ausgesetzt werden, wodurch ein hoher Grad der Durchmisehung sowie eine weit gehende Homogenisierung und Durchlüf- tung der gesamten Masse erreicht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Kocheinrichtung mit einem eine Bodenentleerung aufweisenden und ein Rührwerk enthaltenden Kessel, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (7) des der Form der Kesselwandung angepassten Rührwerkes (6) zur Lotrechten geneigt ist.UNTERANSPR¯CHE : 1. Kocheinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kessel auf einem Fuss (9) ruht, in dessen schräg zur liotrechten liegendem Ständer die Rührwerkswelle (7) gelagert ist.2. Kocheinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ständer der ein Schneekengetriebe (10, 11) aufweisende Antrieb für die R hrwerkswelle (7) angeordnet ist.3. Kocheinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Rührwerkswelle ein stufenloses ¯bersetzungsgetriebe aufweist.4. Kocheinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ständer des Fusses (9) eine unmittelbar an die Kesselwandung anschliessende Stopfbüchse (8) ragt, die das Kesselinnere gegenüber dem Aussen- raum abdichtet.5. Kocheinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kessel (3) mit einer luftdicht verschlie¯baren Beschik- kungsluke (1) und einem Wrasenableit- stutzen (2) versehen ist.6. Socheinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass die Rührwerkswelle (7) durch den obern Teil der Kesselwandung hindurchgeführt und in einem neben dem Kessel aufwärts ragenden Ständer gelagert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH278574T | 1949-11-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH278574A true CH278574A (de) | 1951-10-31 |
Family
ID=4481782
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH278574D CH278574A (de) | 1949-11-15 | 1949-11-15 | Kocheinrichtung mit einem eine Bodenentleerung aufweisenden und ein Rührwerk enthaltenden Kessel. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH278574A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4525072A (en) * | 1983-05-19 | 1985-06-25 | T. Giusti & Son Ltd. | Rotary mixing apparatus |
| US4941750A (en) * | 1987-12-30 | 1990-07-17 | Societe Anonyme: Moritz | Moving agitator member for apparatus for mixing substances in powder, paste, or granular form |
| EP2823738A1 (de) * | 2013-07-11 | 2015-01-14 | Berthold Schwarte | Kessel zum Kochen und/oder Braten von Speisen |
-
1949
- 1949-11-15 CH CH278574D patent/CH278574A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4525072A (en) * | 1983-05-19 | 1985-06-25 | T. Giusti & Son Ltd. | Rotary mixing apparatus |
| US4941750A (en) * | 1987-12-30 | 1990-07-17 | Societe Anonyme: Moritz | Moving agitator member for apparatus for mixing substances in powder, paste, or granular form |
| EP2823738A1 (de) * | 2013-07-11 | 2015-01-14 | Berthold Schwarte | Kessel zum Kochen und/oder Braten von Speisen |
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