CH278823A - Verfahren zum Herstellen eines gleitsicheren Fahrzeugluftreifens und nach diesem Verfahren hergestellter Reifen. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines gleitsicheren Fahrzeugluftreifens und nach diesem Verfahren hergestellter Reifen.

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CH278823A
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Description


  



  Verfahren zum Herstellen eines gleitsicheren Fahrzeugluftreifens und nach diesem Verfahren hergestellter Reifen.



     Hs sind schon    viele   Vorsehläge zum ller-       stellen gleitsieherer Fahrzeugluftreifen mit-    tels in den   Laufflächen verankerter Metallem-    lagen gemacht worden, wobei letztere aber die   \eigung hatten, sieh    von der Lauffläche abzulösen. Dieser Nachteil lässt sieh auf zwei Ursachen und m¯glicherweise auf ein Zusammenwirken beider zurückführen. Erstens haben die Metalleinlagen die   Neigung, sich zu ver-    biegen, wodurch sie geschwächt werden und schliesslich brechen, indem das Metall aus der Lauffläche ausgestossen wird und verloren geht.

   Zweitens haben die Metalleinlagen die Neigung, sich zu l¯sen, indem der   Reifen-    radius an der Stelle, wo der Reifen die    Strasse berührt, kleiner wird, wodurch einer-    seits der Umfang des Reifens vermindert und   ler Kautsehuk    des Reifens zusammengepresst und somit eine Deformierung der die   Gleit-    sicherheit bewirkenden LaufflÏchenbl¯cke oder Rippen hervorgerufen wird,   wodureh    das   Lockern und Ausstossen    der Metalleinlagen veranlasst wird.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zum Herstellen eines gleitsicheren Fahrzeugluftreifens mit in kontinuierliche   Laufdeckenrip-    pen eingebetteten Metalleinlagen bezweckt die Vermeidung   dieses S5aehteils nnd ist dadureh      gekelmzeiehllet,    dass wenigstens ein Drahtwen  delring,    dessen einzelne Windungen an in gleichen Abständen voneinander gelegenen Punkten permanent gewellt sind, und der durch Ineinandersehrauben einiger Windun  , en    an den beiden Enden jeder Wendel gebildet wird, mit Hilfe eines mit einer diesen Ring aufnehmenden Vertiefung versehenen   Vulkanisierringes    von kleinerem Durchmesser als der Reifen in den auf einem vorvulkani  sierten    Mantel aufgeklebten Laufdeckengummi einvulkanisiert wird.



   Der ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildende und nach obigem Verfahren hergestellte Reifen mit wenigstens einer   ringförmi-    gen Einlage aus gewendeltem Draht ist da  dureh    gekennzeichnet, dass jede Windung der Drahtwendel an mehreren Stellen in Richtung der Wendelaehse dauernd gewellt ist, so dass die Windung, in der   Windungsachse    gesehen, die Form eines Vieleeks aufweist.



   Das Verfahren nach vorliegender Erfindung eignet sich speziell f r das Wieder  gummieren    von   abgenützten    Reifen, kann jedoch auch für neue Reifen Verwendung finden. Im letzteren Fall muss in zwei Stufen vulkanisiert werden, das hei¯t zuerst wird die Kordkarkasse einschliesslich der Felgenw lste, SeitenwÏnde, Auflagen und der   Laufflächen-      nnterlage    vulkanisiert, und dann die Lauf  fläche aufgebracht und zusammen    mit dem   Drahtwendelring    in einem getrennten Vorgang aufvulkanisiert.



   Ausführungsbeispiele des   erfindungsgemä-      ssen Verfahrens und    Reifens sind an Hand der Zeichnung nachfolgend beschrieben. 



   Fig. 1 ist ein perspektivischer Schnitt eines Teils des Reifens ;
Fig. 2 ist eine   Draufsicht auf den Reifen    im ursprünglichen Zustand ;
Fig. 3 ist eine Draufsieht auf den Reifen, wenn er zum Teil abgen tzt ist ;
Fig.   4    ist ein Querschnitt durch den   Vul-       kanisierring mit eingesetzten Metalleinlagen :   
Fig.   5    ist eine Ansicht der Drahtwendel.



   Der in Fig.1 bis   3    gezeigte Reifen weist    eine Laufdeeke mit kontinuierlichen Umfangs-    rippen auf, in welehen je eine in Fig. 5 gezeigte Drahtwendel in Ringform so eingebettet ist, dass ein am Aussenumfang der Drahtwendel und annähernd quer zur Wendel- und   Rippenaehse    liegender   Sehenkel einer Biege-    stelle an der   Laufdeckenoberfläche    siehtbar ist.



   Die zur   Verwendung kommenden Draht-    längen werden zuerst in einer Ebene an in gleichen Abständen voneinander gelegenen Punkten permanent gewellt, dann auf einem Zylinder gewendelt, wobei die Wellen auf dem Zylindermantel liegen, und durch Ineinanderschrauben einiger Windungen an den beiden   Enden jeder Wendel a    in Ringform gebracht, wobei der   Ringaussendurchmesser dem Innen-    durchmesser des Vulkanisierringes b (Fig. 4) entspricht. Jede   Windung eines solehen Draht-      wendelringes    weist, in Riehtung von deren Achse gesehen (Fig. 4) annähernd die Form eines Vielecks auf, das   vorzu-gsweise nieht       weniger als fünf und nicht mehr als acht Sei-    ten aufweist.

   Fig. 5 zeigt eine Draufsicht der    fertigen Drahtwendel. Das Verhältnis zwi-    sehen dem Drahtdurchmesser   und dem Durch-    messer der Wendel soll vorzugsweise nieht grosser als 1 : 8 und nieht kleiner als 1 : 16 sein, um sicherzustellen, dass die Festigkeit der Wendel genügend gross ist, um die Bean  spruchung    des Drahtes auf der Strasse   auszu-    halten.



   Der Radius der   Drahtwellen    soll möglichst g sein, mindestens gleich dem Radius der Wendel. Ferner sollte der Durchmesser der Windungen wenigstens annähernd gleich der Höhe der das Muster der Lauffläche bildenden Rippen c (Fig. 4) sein.



      Nach den) Bilden der Wendeiringe wird    der Reifen wie folgt mit der gleitsicheren Laufdecke versehen. Der glatte LaufflÏchenteil des Mantels d wird geschmirgelt, um eine    gleichmässige, reine, leicht aufgerauhte Ober-      flache    zu erzeugen. die ein oder mehrmals mit   Vulkanisierkitt überzogen    wird, wonach man den neuen,   unvulkanisierten    LaufflÏchengummi aufbringt. Die Drahtwendelringe a sind in   Vertiefungen des Vulkanisier-    ringes b angeordnet, wie in Fig. 4 gezeigt ist, und werden infolge ihrer Eigenspannung dort festgehalten. Hierauf bringt man den   Vul-    kanisierring b auf den LaufflÏchengummi, und vulkanisiert das Ganze in  blicher Weise.



  Zweckmϯig besteht der Vulkanisierring b aus einem   leiehtens    biegsamen, kreisförmigen Band aus   Stahlblech, in das die mustergeben-    den Organe c, die die Form von praktisch   kon-      tinuierlichen Umfangsrippen aufweisen,    eingerollt oder eingepre¯t sind. Der Ring   b    kann mittels einer   Dampfschlange e, oder    eines andern an seiner Aussenfläche bzw. an einem diese   umgebenden Verstärkungsband f ange-      hraehten    Mittels geheizt werden.

   Der Radius des Vulkanisierringes b ist kleiner als derjenige des Reifens,   jedoelmicht    kleiner und    vorzugsweise angenähert gleich dem  <  : Roll-    radius¯ des aufgepumpten, unter normaler Belastung auf der Strasse rollenden Reifens.   hunter    ¸Rollradius¯ versteht man den senk  reehten    Abstand von der   Radmitte    zur    Strassenoberfläclie,wennderReifenaufden    f r eine bestimmte Belastung empfohlenen   Druek    aufgepumpt ist.



   Bei Verwendung eines   solehen    Vulkanisierringes b muss der Aussendurchmesser des   Man-    tels herabgesetzt werden, indem man die Fel   genwülste auf einer Spreizmaschine ausein-      anderspreizt, wonach man    den Vulkanisier  ring b autbringt. Entfernt man    nun den Mantel von der   Spreizmasehine,    so will dieser seinen ursprünglichen Zustand wieder einnehmen und presst sich somit selbst an den Vul  kanisierring.   



   Bei einer Variante kann der Vulkanisierring   b    in einer geeigneten Form gegossen werden, wobei die   musterbildenden    Organe c mit dem Ring ein St ck bilden, oder aber an liesem befestigt sein können.



   AVenn   der Vulkanisierring b mm, wie be-      schrieben. auf dem mit    einer Laufdeeke zu versehenden Reifen befestigt worden ist, wird ein biegsamer Vnlkanisierschlaueh in das Innere des Mantels gegeben und eine rasehschliessende Felge in üblicher oder geeigneter    Weise angebracht. Der Vulkanisiersehlaueli    wird nun auf etwa 3 kg/cm2   Überdruck    aufgepumpt, um den   Mante    und den Ring   b    ge   genseitig festzuhalten. Das Ganze wird nun    wie üblich auf einen   Vulkanisiertiseh    gebracht und der Schlauch weiter auf den f r die   Vulkanisation erforderlichen Druck auf-    gepumpt, wonach man Hitze während der für die Vulkanisierung erforderlichen Zeit einwirken lϯt.



     I) ie Felge und    der Schlauch werden hierauf entfernt, und der   Vulkanisierring      b    abgenommen, indem man die   Felgenwülste    wiederum   auseinanderzieht.    Die neue Laufdecke ist nun auf den Mantel aufvulkanisiert und enthält in jeder Rippe einen   Dralitwendel-    ring, die mit der LaufdeckenoberflÏche b ndig ist, wobei die Windungen, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, annähernd quer zu den Rippe liegen.



   Wird der Reifen auf ein Rad aufgezogen und aufgepumpt, so dehnt sieh der Mantel in seinen normalen Grenzen aus, und die Laufdecke wird gestreckt. Da die   Metallwen-    del biegsam sind, so dehnen sie sich mit der   Laufdecke aus. Dreht sich    der Reifen unter Belastung, so wird die   Berührungsfläelle    der Laufdecke mit dem Boden abgeflacht, wodurch der   Radradius    ungefähr auf denjenigen des Vulkanisierringes b reduziert wird, in dem die Lauffläche vulkanisiert worden ist.

   Da der Laufdeckenkautschuk eines nach vorliegendem Verfahren vulkanisierten Reifens   unter Span-    nung steht, auch wenn er unl) elastet ist, so bewirkt diese Laufdeckenabflachung an der Berührungsfläehe mit dem Boden lediglich eine Aufhebung dieser Spannung und entwickelt keine Druekkräfte, die eine   Verschie-    bung der   Musterorgane der Laufdecke    bewirken. Die elastischen Drahtwendel ziehen sich dabei mit der Laufdecke zusammen und haben deshalb gegenüber dem Kautschuk die gleiche Lage wie vorher.



   Bei Inbetriebnahme der neuen Laufdecke    haben die Metalleinlagen Wendelform und    bilden eine Reihe von metallischen, quer zu den   Laufdeckenrippen    verlaufenden Elementen a'   (Fig.      2).    Diese Elemente dringen in Eis, Schnee und Schlamm ein und bewirken einen festen Griff auf der harten   Strassenober-    flÏche. Mit der Zeit nutzen sich die   illetall-    drÏhte infolge der Reibung auf der Strasse ab, wodurch die Wendel in eine Reihe von abgewinkelten U-förmigen Drahtgebilden übergehen, die fest in den Laufdeekengummi eingebettet sind und eine Lauffläehe bilden, die am Umfang jeder Rippe versetzte metallische I'unkte   a2    (Fig. 3) aufweist, die mit der   Kautschukfläche    bündig sind.



   Obwohl die Abwinklung der DrÏhte die   U-formigen    Drahtstüeke daran hindert, herauszufallen, soll der Gummi leicht in LÏngsrichtung der Polygonseiten flie¯en k¯nnen Es ist deshalb wichtig, dass der Kautschuk nicht am Metall haftet.



   Beim Drehen des Pneus bewirkt der Anpre¯druck des Pneus auf die   Strassenober-      flache,    besonders wenn beim Bremsen oder Beschleunigen zusätzliche KrÏfte auftreten, dass die   Metallspitzen    aus dem Kautschuk   leraustreten    und an Eis,   Sehnee    oder Stra  ssenoberflächen    angreifen, wodurch die Gleitsicherheit der Reifen stark erhöht wird.



   Ein weiterer Vorteil dieser metallischen Einlagen besteht darin, da¯ sie die Gefahr des Durchschneidens der Laufdecke durch   Glasscherben,    scharfkantige Steine usw. auf der Stra¯e herabsetzen. Sie vermindern auch in gewissem Ma¯e das Eindringen von Nägeln, scharfkantigen Steinen usw. durch die Laufdecke in den Luftschlauch.



   Die Vorteile der vorliegenden Erfindung gegenüber Erfindungen ähnlicher Art, bei denen   metallisehe    Einlagen verwendet werden, bestehen darin, dass die Abwinkelungen im Draht in hohem Ma¯e das Ausstossen der Drahtwendel aus dem Kautschuk verhindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Herstellen eines gleit- sicheren Fahrzeugluftreifens mit in konti- nuierliche Laufdeckenrippen eingebetteten Metalleinlagen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Drahtwendelring, dessen einzelne Windungen an in gleichen Abständen voneinander gelegenen Punkten permanent gewellt sind, und der durch Ineinanderschrauben einiger Windungenan den beiden Enden jeder Wendel gebildet wird, mit Hilfe eines mit einer diesen Ring aufnehmenden Vertiefung versehenen Vulkanisierringes von kleinerem Durchmesser als der Reifen in den auf einem vorvulkanisierten Mantel aufgeklebten Laufdeekengummi einvulkanisiert wird.
    II. Gleitsicherer Reifen, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, mit wenigstens einer ringförmigen Einlage aus gewendeltem Draht, dadurch gekennzeichnet. dass jede Windung der Drahtwendel an mehreren Stellen in Richtung der Wendelaehse dauernd gewellt ist, so dass dieWindung, in Richtung der Windungsachse gesehen, die Form eines Vielecks autweist.
    UNTERANSPR¯CHE: 1. Gleitsicherer Reifen nach Patentan spruch II. dadurch gekennzeichnet, dass das Vieleek nicht weniger als fünf und nicht mehr als acht Seiten aufweist.
    2. Gleitsieherer Reifen nach Patentan sprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen Drahtdicke und Durch- messer der Windungen nieht mehr als 1 : 8 und nicht weniger als 1 : 16 ist.
    3. Gleitsieherer Reifen nach Patentans @pruch II, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Radius der Abbiegungen der Windungen min destens gleich gross ist wie der Radius der Windungen.
    4. Gleitsicherer Reifen nach Patentansprueh II, dadureh gekennzeichnet, dass die Aussenseiten der Drahtwendel mit der Lauf- fläehe des Reifens praktiseli b ndig sind.
CH278823D 1948-06-02 1949-06-01 Verfahren zum Herstellen eines gleitsicheren Fahrzeugluftreifens und nach diesem Verfahren hergestellter Reifen. CH278823A (de)

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