CH279005A - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Eisen und Eisenlegierungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Eisen und Eisenlegierungen.

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CH279005A
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/001Injecting additional fuel or reducing agents

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Description


  Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Eisen und Eisenlegierungen.    Die     Erfinduny    bezieht sieh auf die     Erzeu-          -un-        von    Eisen und     Eisenlegierungen    aus       Eisenerzen    in einem     Schachtofen,    der mit  Wind mit einem Gehalt von mehr als     301/o     Sauerstoff betrieben wird.  



       1#.s    ist bereits früher versucht worden, im       Blashochofen    Eisen unter     Anwendung    eines        'indes    zu erzeugen, der mehr Sauerstoff als  normale Luft enthält. Diese     Versuche    wur  den mit einem     Blashochofen    derjenigen Bau  art gemacht, die bei der Anwendung von  normaler Luft als Wind allgemein üblich ist.

    Es wurde festgestellt,     dass    in der Regel eine  mässige Erhöhung des Sauerstoff sehaltes  (etwa bis auf     301/o    02) des     Windes    eine  Herabsetzung der     Temperatur    der     Giclitgase     am Austritt. aus dem Hochofen     gegenüber     derjenigen, die sich bei     Verwendung    von nor  maler Luft einstellt, zur Folge hat und dem  gemäss eine Verminderung des     Verbranches     von festem Brennstoff.

   Bei weiterer Erhö  hung des     Sauerstoffgehaltes    entstanden jedoch  bei den bisherigen Versuchen     regelmässig          Störungen        iin    Ofenbetrieb, die um so schwer  wiegender wurden, je höher der Sauerstoff  gehalt stieg, und die schliesslich den Ofen  ganz ausser Funktion setzten, indem es nicht  mehr gelang, Schlacken und Eisen im Ge  stell des Hochofens so zu verflüssigen, dass  sie aus     dein    Ofen     abgezogen    werden konnten.  Der Hochofen fror also ein.  



  Ein     wichtiges    Ziel der vorliegenden Er  findung erstreckt sieh darauf, eine einfache  und wirksame Verbesserung in bezog auf    das Verfahren und die     Einrichtung    zur     Er-          zeugun        #    von Eisen im     Blashoehofen    mit       einem    Wind von einem     Sauerstoffgehalt    von  mehr als     301/o    zu entwickeln.  



  Ein anderes Ziel der     Erfindung    besteht.  darin, ein verbessertes Verfahren zu     entwik-          keln,    um unter Anwendung eines festen,       stüekigen        Brennstoffes    von relativ     geringer          Drttekfesti,rlzeit    in einem relativ niederen       Sehaehtofen    Eisen erzeugen zu können.  



  Ferner ist. ein weiteres Ziel der Erfindung,  eine     verbesserte        Einrichtung    zu entwickeln,       um    bei der     Erzeugung    von Eisen in einem       Schachtofen        Giehtgas    von hohem Heizwert ge  winneu zu können, das für Beleuchtung und       Beheizung,    für chemische Reaktionen und für  andere Zwecke mit Vorteil verwendbar ist.  



  Die Schwierigkeiten, die bei dem Betrieb  eines     Blashochofens    mit Wind von relativ       hohem        Sauerstoffgehalt        (mehr        als        30%        02)        auf-          treten,    sind den Fachleuten an sich bekannt.

    Die wesentliche     Schwierigkeit    besteht darin,       dal;')    der Ofen zum sogenannten  Hängen   und zur Brückenbildung in der     Sehaehtfül-          lung    neigt.     Um    diese     Hängel    zu beseitigen,  ist unter anderem vorgeschlagen worden, den  Rastwinkel und die Höhe des     Ofensehaehtes     oberhalb der Rast zu vermindern.  



  Man     g-iii-    von der Vorstellung aus, dass  durch Erhöhung des     Sauerstoffgehaltes    die  Vorgänge im Gestell des Hochofens nicht  qualitativ verändert, sondern nur intensiviert  werden,     und    dass demgemäss die Temperatur  im Gestell des Hochofens an sich erhöht sein           -%i-ürde.    Hingegen nahm man an, dass im  Schacht oberhalb der Rast. beträchtliche Än  derungen der     Betriebsbedingungen    und Reak  tionen auftreten, verursacht durch die bedeu  tende Verminderung der Menge der aus dem  Gestell aufsteigenden heissen Gase entspre  ehend dein geringeren Stickstoffgehalt im  sauerstoffreichen Wind.  



       Auf    Grund dieser Erwägung wurde vor  geschlagen, in das Gestell des Hochofens  durch in den Zwischenräumen zwischen be  nachbarten Eintrittsdüsen für Sauerstoff an  geordnete besondere Düsen     Kohlenoxyd    oder       Gichtuas    einzuleiten. Auch wurde vorgeschla  gen, in den Schacht oberhalb der Rast Gicht  gas einzuführen.  



  Man glaubte, auf diese Weise in der Fül  lung des Schachtes oberhalb der Rast. des  Hochofens die sogenannte indirekte Reduktion       (FeO        +    CO = Fe + C02) so weit. verstär  ken zu können, dass dadurch die Reduktions  arbeit im Gestell vermindert und im Gestell  des Hochofens jene Temperatur wieder er  reicht würde, die zum Abziehen des entstan  denen Eisens aus der Schlacke im flüssigen  Zustand erforderlich ist.

   Mit andern Worten,  man nahm an,     class    die bei dauernder Erhö  hung des Sauerstoffgehaltes des Windes be  obachtete     Abkühlung    des Eisens und der  Schlacke im Gestell derart, dass diese Stoffe  nicht, mehr in flüssigem Zustand abgezogen  werden können, eine Folge der schlechteren       Vorbereitun-    und der geringeren indirekten  Reduktion im     Sehaelitteil    oberhalb der Rast  und der     dadurch    bedingten     Überlastung    der       Gestellzone    mit der sogenannten direkten Re  duktion wäre. Alle diese früheren Erwägun  gen und Vorschläge haben sieh aber als er  folglos     erwiesen.     



  Die Patentbewerberin hat hingegen er  kannt, dass die Erhöhung des     Sauerstoff-          ,rehaltes    des Windes unmittelbaren Einfluss  auf die Vorgänge im Gestell des     Blashochofens     hat, und zwar ganz unabhängig von den Re  aktionen und der     Arbeitsweise    des Hochofens  im     Sehaehtteil    oberhalb der Rast, und dass es  daher notwendig ist, den Wind in die Gestell  zone eines Hochofens, der reit Wind von er-         höhtem    Sauerstoffgehalt (mehr als 30011o 02 )  betrieben werden soll, so einzuleiten, dass ein  störungsfreier Betrieb des Hochofens möglich  ist.

       Zri    diesem Zweck muss man den Hoch  ofen in der     Cxestellzone    anders ausbilden als  bei Betrieb mit normaler Luft.  



  Wie bereits erwähnt., neigt ein üblicher,  für normale Luft als Wind entworfener     Blas-          hoehofen    dazu, einzufrieren, wenn der Sauer  stoffgehalt des Windes wesentlich erhöht wird.  Diese Erscheinung ist um so eigenartiger, als  man bei starker Erhöhung des Sauerstoff  gehaltes unmittelbar hinter den Windformen  wesentlich höhere Temperaturen im Gestell  findet als im normalen Hochofen, der mit Luft  betrieben wird. Es ist jedoch übersehen wor  den, dass sich diese höhere Temperatur nur  innerhalb einer relativ beschränkten Zone hin  ter den     Windformen    einstellt, und dass schon  in vergleichsweise geringer Entfernung von  der Windform die Temperatur bis weit unter  den     Sehlaekensehmelzpunkt    abfällt.

   Es kommt  daher nicht mehr zur Bildung einer     zusam-          menhängenden        Sehnrelzzone    im Gestell, son  dern zwischen den Windformen des Hochofens  bisher üblicher Bauart bilden sieh bei starker  Erhöhung des     Sauerstoff;ehaltes    des Windes  Zonen, in denen die     Schlacke    erstarrt, und  diese Zonen erstrecken sieh bis in die Rast des  Ofens hinein. Die Füllung in der Rast wird  durch diese säulenartigen Wände gehindert,  nach unten     zrr    rutschen. Dies ist der Grund  für die Erscheinung, die bei den früheren  Versuchen als     Brückenbildung    oder Hängen  bleiben des Ofens angesprochen wurde.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  nun ein wesentlicher Fortschritt dadurch er  reicht, dass man bei     einem        Sehaehtofen,    der  unter Benutzung eines Windes mit einem       Sauerstoffgehalt        von        mehr        als        30%        02        be-          trieben    wird, den Wind derart in das Gestell  des Ofens einleitet, dass die hinter jeder ein  zelnen     Windform    entstehenden Schmelzzonen  eine zusammenhängende     qelinielzzone    im Ge  stell des Ofens bilden.

   Zu diesem Zweck kön  nen die Windformen im Gestell so angeordnet  werden, dass der Abstand benachbarter Wind  formen so     -eringr    ist,     dass        sielt    hinter den      Windformen eine zusammenhängende Schmelz  zone im Gestell des Ofens bildet. Der Abstand  der benachbarten Windformen voneinander       muL>    bei Anwendung von sauerstoffreichem  Wind wesentlich kleiner sein als es bei den  Hochöfen, die mit normaler Luft als Wind  betrieben werden, bisher der Fall ist.. Der  Abstand der Formen bei den bisher üblichen  Hochöfen beträgt in der Regel 1,2 bis 1,5 m  oder mehr. Demgegenüber wird man jetzt die  benachbarten Formen vorzugsweise 0,3 bis  0,6 in voneinander anordnen.

   Das bedeutet  praktisch, dass die Anzahl der Windformen,  durch welche der sauerstoffangereicherte  Wind in das Gestell eines Hochofens einge  leitet wird, auf ein Vielfaches derjenigen  Zahl erhöht. werden muss, die man bisher bei  einem     Blashochofen,    der mit normaler Luft.  als Wind betrieben wird, vorsah.

   Man kann  die Regel aufstellen, dass man die Zahl der       Windformen,    die im Gestell bei Verwendung  von Wind mit stark erhöhtem Sauerstoffgehalt  vorzusehen ist., derart. wählen muss, dass sich  die hinter den Formen im Gestell bildenden  relativ kleinen     Sellmelzzonen    gegenseitig be  rühren, so dass im Gestell um den  toten  Mann  eine kontinuierliche ringförmige       Sehinelz-    und     Oxydationszone    gebildet wird.

         Unter         Sehnielz-    und     Oxydationszone     wird  hier der     ringförini##e    Raum im Gestell in Höhe  der     Windformen\    verstanden, in welchem  durch     oxydierende        \ledien        eine    im     wesent-          liellen        ;

  leiehmässige    Aufzehrung des festen  Kohlenstoffes unter Bildung von gasförmigen       Kohlenstoff-Sauerstoffverbindungen    vor sieh  geht, so     dass    die     Besehiekung    des     Seliaehtes          gleichmässig    in den.     genannten        ringförmigen     Raum absinkt.  



  Vorteilhaft wird die im     vorstehenden    er  läuterte An     -#venclun-@    einer     wesentlich    grösseren       Anzahl        von    Windformen für den Eintritt des  stark mit Sauerstoff angereicherten Windes  mit.

   einer neuen     Massnahme    verbunden, um  die Temperatur hinter den Formen des  Schachtofens     herabzusetzen.    Bei starker Er  höhung des Sauerstoffgehaltes     ini    Wind (also       bei        30%        O.-,        -Lind        mehr)        treten        nahe        der        Form     so hohe Temperaturen auf, dass Bestandteile    der Schlacke und Eisen in erhöhtem Ausmass  verdampft werden.

   Vor allem wird Kiesel  säure     verflüehtigt,    und dadurch wird der       Schlaekenschmelzpunkt    örtlich erhöht, wo  durch die obenerwähnte Gefahr, dass der Ofen  einfriert, erheblich vergrössert wird.  



  Zur Beseitigung dieser Mängel des Be  triebes eines     Sehachtofens    mit Wind von stark  erhöhtem Sauerstoffgehalt kann das erfin  dungsgemässe Verfahren so durchgeführt wer  den, dass in die Formen ausser Wind auch  Kohlenoxyd eingeleitet wird, und zwar der  art, dass Sauerstoff und Kohlenoxyd sich am  Ausgang der Form vermischen. Es ist ferner  möglich, die Einleitung des Kohlenoxyds so  vorzunehmen, dass das Kohlenoxyd am Aus  gang der Windformen mit. dem Sauerstoff des  Windes reagiert.  



  Die Einleitung des Kohlenoxyds geschieht  vorzugsweise in der Weise, dass innerhalb der  Windformen ein bis nahe an deren Mündung  reichendes Rohr zum Einleiten des einen gas  förmigen Mediums angeordnet wird.  



  Es ist     sehwieri-,        genaue    Feststellungen  darüber zu machen, welche Reaktionen tat  säeliliell     ini    Gestell des     Hoehofens    vor sieh  gehen, wenn der stark mit Sauerstoff ange  reicherte Wind zusammen mit Kohlenoxydgas  in das Gestell eintritt. Das Gas, welches bei  einem üblichen,     finit.    Luft betriebenen Hoch  ofen aus     dein    Gestell in die Rast. aufsteigt,  enthält praktisch (abgesehen von Stickstoff)  keine Kohlensäure. sondern nur Kohlenoxyd.

    Es kann sein - und die Patentbewerberin  zieht diese Erklärung vor - dass     inl    Gestell  Sauerstoff und     1iohlenoxy    cl primär unter  Bildung von Kohlensäure reagieren und dass  sich dann sekundär die so entstandene Kohlen  säure     finit    dem festen Kohlenstoff des     Möllers          iin    Gestell     einsetzt.    Anderseits kann man es  nicht als     "anz    ausgeschlossen erachten, dass  sieh wegen der sehr hohen Temperaturen, die  im Gestell herrschen, ein Teil des Sauerstoffes  der Z     insetzung        finit        Kohlenoxyd    entzieht..

   Das  mit dein     Sauerstoff    eingewanderte Kohlen  oxyd wird durch die zum mindesten partielle  Umsetzung mit     Sauerstoff    auf so hohe Tem-           peraturen    erhitzt, dass die Dissoziation der       Kohlensäure    in Betracht gezogen werden muss.  Man kann also annehmen, dass Sauerstoff sieh  teilweise unmittelbar mit     festem    Kohlenstoff  im Gestell umsetzt.  



  Wie dem aber auch sei, praktisch ergibt  sieh durch die Einleitung von Kohlenoxyd in  die Formen des     Blashoehofens    eine Senkung  der Temperatur hinter den     Windformen,     ausserdem aber als wichtige Wirkung eine     be-          träehtliehe    Ausdehnung der     Selimelzzone    hin  ter den Windformen gegenüber der Ausdeh  nung der Schmelzzone, die sieh bildet, wenn  man stark mit Sauerstoff angereicherten Wind  ohne Kohlenoxydgas durch die Windformen  in das Gestell des     Blashoehofens    einleitet.       Naell    dem Gesagten ist klar, dass diese Aus  dehnung der Schmelzzone hinter den Wind  formen von bedeutendem Vorteil für den Gang  des Hochofens ist, wenn dieser mit.

   Wind von  stark erhöhtem Sauerstoff betrieben wird. Die  Ausdehnung der Schmelzzonen wirkt sieh  einerseits dahin aus, dass die     \Windformen    ein  ander nicht     allzusehr    genähert zu     werden     brauchen, um eine     zusammenhängende    ring  förmige Schmelzzone im Gestell zu erzeugen.  Anderseits wirkt. die Ausdehnung der Hoch  temperaturzone hinter den Windformen aber  auch in Richtung auf den  toten Mann . Der  Zusatz des Kohlenoxydgases zum Wind in der  Form bzw. an deren innerer     Mündung    hat  also auch eine Verbreiterung der ringförmigen  Schmelzzone im Gestell zur Folge, und damit.

    ergeben sieh in Verbindung mit, der Tempera  tursenkung im wesentlichen die gleichen gün  stigen Betriebsbedingungen, wie im Gestell  eines Hochofens, der mit normaler Luft als  Wind betrieben wird.  



  Es ist ohne grundsätzliche Bedeutung, wie  der     Sehaehtofen    oberhalb des Gestelles, das  heisst in der Rast. und darüber, ausgebildet  ist. Jede     zweckmässige    Form dieser Teile des       Schaelltofens,    die ein ordnungsmässiges Ab  sinken der Beschickung sichert, wag angewen  det werden.

   Es     hängt    von den beabsichtigten  Arbeitsbedingungen des Schachtofens ab, ob  man oberhalb der Rast einen relativ hohen       Sehaehtteil    vorsieht, das heisst eine vergleichs-    weise     niedrige    Temperatur des     (Irielitgases    am  obern Ende des Ofens erreichen will, oder  ob man den     Seliaclit    etwas verkürzt und eine  höhere     (liehtgastemperatur    am     obern    Austritt  zulässt.  



  Die Wahl     zwischen    diesen     Möglichkeiten    ist.  wesentlich von der Art des zur Verfügung  stehenden testen Brennstoffes abhängig. Steht  ein fester Brennstoff von hoher Druckfestig  keit, z. B.     Koks    zur Verfügung, und legt man  auf einen möglichst geringen Verbrauch des  wertvollen     Brennstoffes    je Tonne Eisen, das  in dem     Sehaehtofen    erzeugt wird, Wert, so  wird vorteilhaft. ein     Blashoehofen    mit hohem       Seliaeht    angewendet.

   Im andern Falle, das  heisst wenn der     Brennstoff    weniger druckfest  ist,  endet man zweckmässig einen Ofen mit  etwas niedrigerem Schacht an, wobei dann die       Giehtgastemperatur        ani    obern     @    Austritt aus  dem Sehacht höher wird.  



  Die Frage, ob     man    einen     Seliaehtofen        finit     hohem oder weniger hohem Sehacht anwendet,  ist übrigens     auch        noeli    abhängig von den An  forderungen, die man an die Zusammenset  zung des     Gielit.gases    stellt. Wird ein Hoch  ofen mit sehr hohem     qeliaelit    angewandt, so  hat die     indirekte        Reduktion    ein bedeutendes  Ausmass, und das     erzeugte        1-Tiehtgas    enthält  viel Kohlensäure. Dafür ist. der Verbrauch       -in    festem Brennstoff entsprechend geringer.

         Wird    ein     Sehaelitofen        finit    einem weniger  hohen     Scllaeht    angewandt, so sinkt der     Koli-          lensäuregehalt    des     Giehtgases;    es steigt, aber  der Verbrauch an festem Brennstoff. Diese  Zusammenhänge sind von Bedeutung, wenn  das     Gielitgas    für     eheiniselie    Reaktionen, z. B.  für die Synthese von     Kohlenwasserstoffen     aus     Kohlenoxv    d und     Wasserstoff    benutzt wer  den soll.

   In diesem Falle ist ein Gehalt des       Giehtgases    an Kohlensäure lästig. Enthält  das     Giehtgas    viel Kohlensäure, so muss die       Kohlensäure    vor der Synthese der Kohlen  wasserstoffe mehr oder weniger entfernt wer  den, z. B. durch eine Wäsche des     riehtgases     mit Wasser unter     erhölitein    Druck. Es ist  offensichtlich,     dass    diese     Erseliwerung    vermin  dert wird,     wenn        inan    einen Ofen mit niedri-           gerem    Schacht anwendet und ein     Grtichtgas    mit  geringem Kohlensäuregehalt erzeugt.  



  Als Kohlenoxydgas, das in die Formen mit  Wind von erhöhtem Sauerstoffgehalt     (mehr          als        30%        0y,)        eingeleitet        werden        kann,        kann     sowohl reines Kohlenoxydgas als auch ein sol  ches, das mit andern Gasen, z. B. Kohlen  säure vermischt ist, verwendet werden. Man  kann also auch einen Teil der oben aus dem       Sehaehtofen    austretenden     (Tiehtgase    verwen  den, aber     aueh    z.

   B.     Generatorgas,    das in  einem besonderen Gaserzeuger hergestellt wird,  gegebenenfalls unter Verwendung von fein  verteilten     Brennstoffen.     



  Es ist bekannt, dass ausser Kohlenoxyd auch       Wasserstoff    eine hohe Reduktionskraft be  sitzt, und bei gewissen Temperaturen werden  einige Erze unter Umständen leichter von  Wasserstoff reduziert als von Kohlenoxyd.  Dadurch kann man den Verbrauch von festem  Brennstoff je Tonne     Eisen    entsprechend sen  ken.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren- kann  deshalb auch so durchgeführt werden, dass  ausser Kohlenoxydgas auch Wasserstoff in die  Windformen des     Sehaehtofens,    der mit Wind  von erhöhtem Sauerstoffgehalt. (mehr als       30%        02)        betrieben        wird,        derart        eingeleitet     wird, dass sowohl Kohlenoxyd als     aueh    Was  serstoff sich mit Sauerstoff an der     llünduno,     der Form vermischen und reagieren können.  



  Welche Reaktionen der Wasserstoff im In  nern des Ofens ausführt, ist nicht mit Sicher  heit vorauszusehen, und es gilt hier analog  das, was im vorstehenden über die Reaktion  von Kohlenoxyd mit Sauerstoff gesagt ist. Es  mag sein, dass Wasserstoff mit Sauerstoff pri  mär unter Bildung von Wasserdampf reagiert,  der eine sehr hohe Temperatur annimmt und  daher sekundär mit festem Kohlenstoff unter  Bildung von Kohlenoxyd und Rückbildung  von Wasserstoff reagiert. Es kann aber auch  sein, dass der Wasserstoff primär mit dem  Eisenoxyd reagiert. und es reduziert oder dass  die beiden genannten Reaktionsmöglichkeiten  gleichzeitig nebeneinander ablaufen: In jedem  Fall aber erleichtert, wie ohne weiteres er  sichtlich, der zugesetzte Wasserstoff die Re-         duktionsarbeit    im Gestell und auch in der  Rast. des Ofens.

   Es darf selbstverständlich  auf keinen Fall die Menge des in das Ge  stell mit Kohlenoxyd eingeführten Wasserstof  fes so hoch gewählt werden, dass die Reaktio  nen im     Crestell    Störungen verursachen.  



  Eine weitere Ausführungsform des erfin  dungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass  man neben dem Wind unter Umständen auch       Kohlenwasserstoffe    in     gas-    oder     dampfförmi-          -em    oder in fein verteiltem (zerstäubtem) Zu  stand in das Gestell des     Schaebtofens    einleitet.  Es ist auch möglich, die     Kohlenwasserstoffe     zusammen mit Kohlenoxyd oder Wasserstoff  dem Wind zuzusetzen. .

   Die Kohlenwasser  stoffe setzen sieh mit Sauerstoff im Gestell  unter Bildung von     Kohlensäure    und Wasser  dampf um, die sieh dann sekundär mit festem  Kohlenstoff unter Bildung von Kohlenoxyd  und Wasserstoff umsetzen, wenn man diese  Erklärung für die Vorgänge im Gestell   wie oben bereits besprochen - annehmen will.  



  Auf jeden Fall wird durch den Zusatz von       Kohlenwasserstoffen,    ähnlich wie durch den  Zusatz von Kohlenoxyd und Wasserstoff, eine  Verdünnung des Sauerstoffes im Gestell     er-          reieht,    die eine Senkung der extrem hohen  Temperaturen nahe der Formen und eine  gleichmässigere Verteilung der -Wärme im Ge  stell unter entsprechender Ausdehnung der       Sehmelzzone    bewirkt.  



  Die Menge der zugesetzten Kohlenwasser  stoffe ist. natürlich von Einfluss auf die     Zu-          sammensetzunu    des am obern Ende des       Schaehtofens    erhaltenen     Gichtgases.    Durch  geeignete Wahl der     Eigensehaften    und der  Menge der zugesetzten     Kohlenwasserstoffe     kann man auf diese Weise     Gichtgas    einer be  stimmten vorteilhaften Zusammensetzung er  zeugen, das beispielsweise Kohlenoxyd und  Wasserstoff in jenem Verhältnis enthält, wel  ches für die Synthese von     Kohlenwasserstof-          fen    vorteilhaft ist.  



  Durch Veränderung der     Menge    des Koh  lenoxydgases, das in die Formen des Schacht  ofens mit dem sauerstoffreichen Wind (mehr       als        30%        0?)        eingeleitet        werden        kann,        kann     man die Temperatur des     Möllers    in den ver-           schiedenen    Zonen des Schachtofens und die  Zusammensetzung der     Gichtgase,    die am obern       Ende    des Ofens entweichen, beeinflussen.  



  Wenn man in die Formen neben Sauerstoff       Kohlenoxy        dgas    in einer solchen     1Ieiiye    ein  leitet, wie einem Gemisch von     21.1/9        0..    und  79     oio    CO     entsprieht,    hat man ungefähr die       ;deichen    Betriebsbedingungen in bezug     auf     den     Wärmetransport    und die     Wärmevertei-          lun        a    in dem obern Teil eines     Blashoehofens,     wie bei     Verwendung    von Luft. als Wind.  



  Wird der     Kohlenoxcdnisatz    demgegen  über vermindert, so verkleinert. sieh die er  wähnte     Sehmelzzone    hinter den Windformen,  und bei weiterer     Verminderung    des     Kohlen-          oxcdzusatzes    bilden sieh schliesslich wieder im       fTestell    zwischen den     Windformen    feste       Schlaekenwände,wenn    die Windformen     nieht     in     einem    günstigen Abstand voneinander an  geordnet sind.

   Es ist daher vorteilhaft, den       Schaehtofen    von vornherein mit so viel Wind  formen zum Einleiten von Sauerstoff und       Kohlenox--.-dg-as    auszustatten,     dass,    selbst. bei  dem     geringsten    in Betracht kommenden     Koh-          lenoxvdraszusatz    zum     Sauerstoff    im Gestell  eine     zusaminenhäne,-ende    Schmelzzone aufrecht  erhalten bleibt.  



  Man kann die Erfindung auch mit Vorteil       anwenden    bei einem     Blashoehofen,    der unter  erhöhtem Druck betrieben wird.  



  In der Zeichnung ist die praktische An  wendung der     Erfindung    an einem     bevorzugten          Ausführungsbeispiel    dargestellt.  



       Fig.    1     =gibt    einen senkrechten Schnitt       durch    einen, Teil eines Hochofens wieder, mit  dein das     erfindungsremässe    Verfahren durch  geführt werden kann, während       Fig.    ? einen     'Schnitt    nach Linie     II-II    der       Fig.1    darstellt.  



       Fig%3    gibt in     grösserem    Massstab einen       Schnitt    durch eine der Windformen des     Blas-          hoehofens    nach     Fi-A    und 2 wieder.  



  In     Fig.1.    ist lediglich der untere Teil  eines     Blashochofens        daruestellt,    der für die  Durchführung des     erfindun-ssreinässen    Ver  fahrens     ausgebildet    ist. Der obere Teil des       Blashochofens    kann in jeder     gewünschten     Weise ausgeführt werden, die dem Fach-         mann    bekannt ist, entsprechend den jeweilig       gewünschten    Betriebsmitteln.  



  Der dargestellte Teil des Hochofens um  fasst das     (lestell    und die Rast und einen Teil  des Schachtes. Das     Gestell.    wird von     feuer-          festein        3Iauerwerk    1 gebildet, welches von  einem üblichen     Stahlblechinantel    2 oder der  gleichen     unigellen    wird. Nahe dem Boden 3  befindet sich die     Abstiehöffnung        -1    zum Ab  ziehen des     erschmolzenen    flüssigen Eisens  und etwas höher eine     Öffnung        ä    zum Ab  ziehen der anfallenden geschmolzenen  Schlacke.

   Oberhalb der     Sehlackenöffnung    5  sind die     Windformen    6 in einer Ebene an  geordnet.  



  Wie aus F     ig.    3 ersichtlich, ist jede Wind  form 6 mit einem Kühlmantel 7 versehen,  dein Kühlwasser oder dergleichen durch die  Rohrleitung 8 zugeführt wird, und aus dem  das Kühlwasser     dureh    die Rohrleitung 9 ab  laufen kann.  



  Im Innern der Windform und gleichachsig  zu ihrer     Offnun,    ist ein Rohr 10 angeord  net, das an seinem innern Ende eine Reihe  von     Rippen    71 hat,     finit    denen es sieh an der  Innenseite der     Windform    6 abstützt. Vor der       Mündung        des    Rohres 10 ist die Windform  etwas     verjüngt.,    wie bei 12 angedeutet.

   Das  Rohr 10 ist \vorteilhaft verstellbar in der  Windform 6     angeordnet,    so dass die Ent  fernung der     Mündun-    des Rohres 10 von der       3lün(lung@    der     Windform    6 verändert  erden  kann.

       Hierdurch    kann die Art der     Gemisch-          bildung        zwischen    den Medien, die durch das  Rohr 10     zugeleitet    werden, und den     1#Iedien,     die     durch        Iden    ringförmigen Zwischenraum       zwisehen    dein Rohr 10 und der innern Wand  der     Windform    6 strömen,     beeinflusst    werden.  



  Der Körper der     Windform    6 ist in einem       konisehen    Gehäuse 1:3 angeordnet, das gegen  die Bekleidung     \?    des feuerfesten     Mauerwerkes     7 abgedichtet. ist.  



       Kohlenoxydgas    oder ein     Gemisch    von Koh  lenoxydgas und Wasserstoff, wie im vorste  henden     beschrieben,    wird durch die Rohr  leitung 14     zugWührt,    die in den ringförmigen       Raum    zwischen dein Rohr 10 und der Wind  form 6 mündet.      Der mit Sauerstoff angereicherte Wind  wird durch die     Rohrleitung    15 zugeleitet, die  mit dem Innern des     Rohres    10 in     Verbindung     steht. Die Rohrleitungen 14 und 15 werden  von     Regulierventilen    beherrscht, die auf der  Zeichnung in     Fig.    1 mit 16, 17 bezeichnet  sind.

   Sie stehen mit der ringförmigen     Sammel-          leitung   <B>18</B> für die Zuführung des Windes und  der Rin     --leitung    19 für die Zuführung von  Kohlenoxydgas     bnv.    einem Gemisch von Koh  lenoxydgas und Wasserstoff in Verbindung.  



       Durch    die Reaktion entsteht im Innern des       Hochofens    hinter jeder Windform eine     Hoch-          temperatnrzone,    durch die gestrichelte Linie  20 angedeutet, in welcher eine über dem  Schmelzpunkt. der Schlacke und des Eisens lie  gende Temperatur erreicht wird.  



  Wie aus     Fig.    2 ersichtlich, sind die Wind  formen 6 in     einem    solchen Abstand vonein  ander angeordnet., dass sich die     Sehinelzzonen     hinter den Windformen überschneiden. Hier  durch     wird    erreicht, dass in dem Gestell des  Hochofens rings um den mit 21     bezeielineten     sogenannten  toten Mann  eine zusammen  hängende ringförmige Zone gebildet wird, in  welcher Schlacke und Eisen geschmolzen wer  den.  



  Je nachdem, wie hoch der Zusatz von Koh  lenoxydgas zum Sauerstoff ist, erweitert sieh  die     Schmelzzone    um die     Windformen    6, und  sie erreicht schliesslich bei ausreichendem     Koh-          lenoxydgehalt    die durch die gestrichelte Linie  <U>2</U>2 angedeutete Ausdehnung, welche im we  sentlichen dem Zustand entspricht, welcher  im Gestell beim Betrieb des Hochofens mit  normaler Luft als Wind herrscht.  



  Der     Möller    des Hochofens hat. diejenige  Zusammensetzung, die zur Erzielung des in  dem Ofen     zli    schmelzenden Eisens notwendig  ist, entsprechend der Zusammensetzung und  den Eigenschaften des zu verarbeitenden  Erzes. Der     Möller    enthält also auch eine aus  reichende Menge von     stüekigem    Koks, um den  Durchtritt der im Gestell entwickelten Gase  durch die Schachtfüllung zu sichern. Die Nei  gung der mit 23 bezeichneten Rast des Hoch  ofens richtet sieh nach der Gesamthöhe des    jeweils benutzten Ofens, vor allem. nach der  Höhe des Schachtes.  



  Wie aus Fis. 2 ersichtlich, ist die Zahl der  Windformen 6 wesentlich grösser als bei einem  Hochofen, der mit normaler Luft als Wind  betrieben wird. Vorzugsweise beträgt der Ab  stand der Windformen voneinander 0,25 bis  0,8 m, und es ist vorteilhaft, in jedem Fall  den Abstand unterhalb<B>1,1</B>     m        zwischen    benach  barten Windformen     zu    halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Erzeugung von Eisen und Eisenlegierungen aus Eisenerzen in einem Scliaelitofen unter Benutzung eines Windes mit einem Sauerstoffgehalt von mehr als 30 %, der durch mehrere im Gestell des Ofens an geordnete Windformen eingeleitet. wird, da durch gekennzeichnet, dass die Einleitung des Windes derart erfolgt, dass die hinter jeder einzelnen Windform entstehenden Schmelz zonen eine zusammenhängende Schmelzzone im Gestell des Ofens bilden.
    II. Schaelltofen zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet., dass der Abstand benachbarter Windformen im Gestell des Ofens so gering ist, dass sieh hinter den Windformen eine zu sammenhängende Schmelzzone im Gestell des Ofens bildet. L, N TERAN SPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass durch die Wind formen Kohlenoxyd mit dem Wind derart in den Ofen eintritt, da.ss sich Sauerstoff und Kohlenoxyd am Ausgang der Windformen vermischen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Wind eingeleitete Kohlenoxyd am Ausgang der Windformen mit dem Sauerstoff des Windes reagiert. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Kohlenoxid und sauerstoffhaltigem Wind durch die Windformen Wasserstoff in den Ofen eingeleitet wird. -1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dureh die Windformen noch Kohlenwasserstoffe in den Ofen eingeleitet werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und ITnteransprueh 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Iiohlenwasserstoffe zusammen mit Kohlenoxyd eingeleitet werden. 6. Verfahren nach Patentansprueh 1 und ITnteransprueh -1, dadurch gekennzeichnet, dass die Iiohlenwasserstoffe zusammen mit Wasserstoff eingeleitet werden. 7.
    Schaehtofen nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Windformen voneinander einen Abstand von 0.3 bis 0,6 m haben.
    B. Sehaehtofen nach Patentanspruch II zur Ausführun'- des Verfahrens gemäss Pa tentanspruch I und L"nteransprueh 1, dadurch gekennzeiclwet, dass innerhalb der Windfor men ein his nahe an deren Mündung reichen des Rohr zum Einleiten des einen gasförmigen Mediums angeordnet. ist.
CH279005D 1948-12-07 1948-12-07 Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Eisen und Eisenlegierungen. CH279005A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1213446B (de) * 1961-10-25 1966-03-31 Rheinstahl Huettenwerke Ag Verfahren zum Betrieb von Hochoefen fuer die Roheisenerzeugung

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