CH279468A - Spritzampulle. - Google Patents
Spritzampulle.Info
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Description
Spritzampulle.
Eine Spritzampulle wird nach dem Aufsetzen einer sterilen Kanüle unmittelbar als Injektionsspritze verwendet. Dementsprechend ist mit dem starren, zum Aufsetzen der Kanüle dienenden Ampullenkopf entweder ein zusammendrückbarer Ampullenkörper fest verbunden oder der Ampullenkopf ist als Zylinder ausgebildet, in dem ein kleiner Kolhen verschiebbar angeordnet ist.
Die Erfindung wird darin gesehen, dass der geschlossene starre, innen einen Kanal aufweisende Ampultenkopf oberhalb seines für das Aufstecken der Kanüle vorgesehenen Sitzes eine Kerbung zum Abbrechen der geschlossenen Kopfspitze besitzt.
Infolgedessen hat der Arzt nur nötig, die Kopfspitze abzubrechen und die Kanüle auf den vorgesehenen Sitz aufzustecken, um die Spritzampulle sofort zur Injektion verwenden zu können.
Der Ampullenkopf ist vorteilhaft von einer ihn sterilhaltenden Sehutzhülle umgeben.
Diese Sehutzhülle ist zweckmässig in leieht lösbarer Weise mit dem Kopf verbunden; vorzugsweise besteht die Schutzhülle aus einem keimdichten Zellstoff. Dann ist es nicht notwendig, die Schutzhülle vor Gebrauch der Spritzampulle beonders zu entfernen, vielmehr erfolgt das Abnehmen oder Abreissen der Schutzhülle gleichzeitig mit dem Abbrechen der Ampullenkopfspitze.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Ampulle eignet sich nicht nur zur Ausführung von Injektionen, sondern auch umgekehrt zur Entnahme irgendwelcher Flüssigkeiten, beispielsweise Blut, aus dem menschlichen Körper. Für diesen Zweck kann eine besondere Abschlusskappe vorgesehen sein, die, beispielsweise nach erfolgter Blutentnahme, auf den IZanülensitz aufgesteckt oder sonstwie fest mit dem Ampullenkopf verbunden werden kann. So ist die Ampulle als Transportbehälter für die aufgenommene Flüssigkeit verwendbar.
Bei bestimmten Injektionen ist es erforder lich, kurz vor der Injektion zwei verschiedene AIedikamente miteinander zu mischen oder ein pulverförmiges oder kristallinisches Medikament in einer Injektionsflüssigkeit aufzulösen.
Dieser bisher von dem Arzt nur umständlich ausführbare Vorgang kann dadurch erheblieh vereinfacht werden, dass im Ampullenkörper ein kleinerer, durch Druck von Hand zerstörbarer Behälter angeordnet ist, der das eine Medikament enthält, während sich das andere im Ampullenkörper befindet. Der Arzt drückt den noch gesehlossenen Ampullenkörper derart zusammen, dass der Behälter zerstört wird, so dass sich die beiden Medikamente innerhalb des Ampullenkörpers ineinander lösen oder mischen können.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Spritzampulle in Ansicht, wobei die Schutzhülle teilweise im Sehnitt dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt einen Längssehnitt durch eine andere Spritzampulle.
Fig. 3 zeigt eine Ampulle bei der Verwendung als Transportbehälter für dem menschlichen Körper entnommene Flüssigkeit im Schnitt.
Die Ampulle gemäss Fig. 1 besteht aus dem starren Ampullenkopf 1, der eine Spitze 1' bildet, und aus dem zusammendrückbaren Am pnllenkörper 2. Beide sind fest miteinander verbunden. Vorzugsweise besteht mindestens der Ampullenkörper 2 aus einem durchsichtigen Material, z. B. aus hellem Gummi oder elastischem Kunststoff.
Der Fuss der Spitze 1' ist konisch und dient als Sitz zum Aufstecken der Kanüle mit ihrem Innenkonus. Oberhalb des Sitzes 3 ist die Spitze 1' mit einer Kerbe 4 versehen, die in Gestalt einer Ringnute rundum läuft. Es können auch zwei sich gegenüberliegende einfache Kerben vorhanden sein. Der Ampullenkopf 1 weist einen Kanal 5 auf, der sich oben über die Kerbe 4 hinaus erstreckt.
Eine vorzugsweise aus keimdichtem Werkstoff bestehende Schutzhülle 6 umgibt die Spitze 1' des Ampullenkopfes. Die Schutzhülle 6 kann beispielsweise aus keimdichtem Zellstoff, insbesondere Papier, bestehen. Die Schutzhülle ist auf den sich an die Spitze 1' anschliessenden verdickten Teil 1"aufgesetzt ; sie kann mit dem Teil 1" dureh Klebung ver boden sein. Um das Abreissen der Schutzhülle 6 zn erleichtern, ist sie mit einer Perforierungslinie 7 versehen. Der Kopfteil 1" könnte auch mit einem Aussengewinde versehen sein, wie in Fig. 3 dargestellt. Dieses Aussengewinde könnte auch zum Festhalten der entsprechend ausgebildeten Schutzhülle 6 dienen.
Die Spritzampulle wird beispielsweise in steriler Form von der pharmazeutischen Her- stellungsstätte geliefert, und die in Betracht kommenden Kopfteile bleiben durch die Schutzhülle steril.
Beim Gebrauch bricht der Arzt einfach die obere Spitze 1' ab, ohne dass die Schutzhülle 6 vorher entfernt wird. Beispielsweise wird eine aus Papier bestehende Schutzhülle 6 gleichzeitig mit der Spitze 1' entfernt, wobei die Perforierungslinte 7 das Abreissen der Schutzhülle 6 erleichtert. Nachdem eine sterile Kanüle auf den Sitz 3 aufgesteckt wurde, ist die Ampulle arbeitsbereit.
Aus Fig. 1 ist noch ersichtlich, dass der Boden 2' des Ampullenkörpers 2 eine grössere Wandstärke besitzt. Eine derartige Ausführung ist geeignet, in axialer Richtung zusammengedrückt zu werden, wobei die Schultern 8 des Ampullenlopfes den Fingern des Arztes eine gute Auflage geben, während sein Daumen unten auf den Boden 2' drückt.
Eine leere sterile Ampulle der beschriebenen Ansführungsform eignet sich auch zur Blutentnahme. Die Kanüle wird in gleicher Weise aufgesetzt und bei zusammengedrücktem Ampullenkörper in eine Vene eingeführt.
Infolge der Elastizität des Ampullenkörpers wird Blut eingesaugt. Nach Fig. 3 ist eine Abschlusskappe 9 auf das Aussengewinde des Ampullenkopfes aufgeschraubt, so dass die übernommene Flüssigkeit zur Untersuchung versandt werden kann. Es ist natürlich auch möglich, eine kleinere Abschlusskappe mit einem entsprechenden Innenkonus auf den Kanülensitz 3 aufzustecken.
Nach Fig. 2 ist im Ampullenkörper 2 ein kleiner Behälter 10 vorgesehen, der durch Druck zerstörbar ist. Von zwei erst kurz vor der Injektion miteinander zu mischenden Medikamenten oder von einem in einem andern aufzulösenden Medikament befindet sich das eine im Ampullenkörper 2, das andere in dem Behälter 10. Selbstverständlich ist der Werkstoff des Behälters 10 gegenüber den Medikamenten vollkommen indifferent.
Die Mischung der Medikamente oder die Auflösung eines Medikamentes in einem andern erfolgt nach Zusammendrücken des Ampullenkörpers 2 bei geschlossenem Ampullenkopf. Durch diesen Druck wird der Behälter 10 zerstört, so dass die Mischlmg oder Lösung durch einfaches Schütteln der Spritzampulle herbeigeführt werden kann. Selbstverständlich darf die Spritzampulle in diesem Fall nicht vollständig mit Flüssigkeit gefüllt sein. Damit der Innenbehälter den Ausflusskanal nicht sperren kann, kann der Ampnllenkopf auf seiner Innenseite mit Rippen oder radial verlaufenden Rillen versehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Spritzampulle, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossene starre, innen einen Kanal (5) aufweisende Ampullenkopf (1, 1') oberhalb eines für das Aufstecken der Kanüle vorgesehenen Sitzes (3) eine Kerbung (4) zum Abbrechen der Kopfspitze (1') besitzt.UNTERANBPRtiCRE: 1. Spritzampulle nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine den Ampullenkopf steril haltende Schutzhülle (6).2. Spritzampulle nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülle (6) lösbar mit dem Kopf (1.) verbunden ist.3. Spritzampulle nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülle (6) aus keimdiehtem Zellstoff besteht.4. Spritzampulle naeh Patentansprueh und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit dem Ampullenkopf unterhalb seiner Ker- bung (4) dicht verbindbare Abschlusskappe (9), damit die Ampulle als Transportbehälter für eine mittels ihr aufgenommene Flüssigkeit dienen kann.5. Spritzampulle nach Patentanspruch, mit ein Medikament enthaltendem, zusammendrüekbarem Hohlkörper, gekennzeichnet durch einen in diesem befindlichen, ein Medikament enthaltenden, durch Druck zerstörbaren Behälter (10), damit durch Zusammendrückung des Ampullenkörpers der Innenbehälter zerstörbar und eine Mischung der beiden Medikamente in der Ampulle kurz vor der Injektion ermöglicht ist.
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