CH279627A - Verfahren zur Herstellung von Allyl-diphenyl-essigsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Allyl-diphenyl-essigsäure.

Info

Publication number
CH279627A
CH279627A CH279627DA CH279627A CH 279627 A CH279627 A CH 279627A CH 279627D A CH279627D A CH 279627DA CH 279627 A CH279627 A CH 279627A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
allyl
acid
preparation
basic substance
diphenylacetic acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
T Arnold Richard
Original Assignee
T Arnold Richard
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by T Arnold Richard filed Critical T Arnold Richard
Publication of CH279627A publication Critical patent/CH279627A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Allyl-diphenyl-essigsäure.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  neues Verfahren zur Herstellung von     Allyl-          diphenyl-essigsäure,    einer bekannten, für Syn-         thesen,    insbesondere für die Erzeugung von       Analgetica    verwendbaren     Verbindung    der  Formel  
EMI0001.0007     
    Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass     Diphenylessig-          iäure-allylester    der Formel  
EMI0001.0010     
    mit einer basischen Substanz behandelt wird,  derart,

   dass sich ein Salz der     Allyl-diphenyl-          essigsäure    bildet und dass man aus dem so  erhaltenen Salz die Säure     freisetzt.     



  Bisher wurde die     Diphenyl-allyl-essigsäure     durch Umsetzung von     Diphenylessigsäure-          benzylester    mit einem     Allylhalogenid    in Ge  genwart einer kleinen Menge einer     starken     Base, wobei die     Allylgruppe    am     a-Kohlenstoff-          atom    eingeführt ist, und darauffolgende Hy  drolyse des Esters zur freien Säure erhalten.

    Dieses Verfahren lässt jedoch zu wünschen  übrig,     cla    die Hydrolyse mit mancherlei  Schwierigkeiten verbunden ist; beispielsweise  entsteht als Nebenprodukt das entsprechende       Lacton.    Beim erfindungsgemässen Verfahren  wird diese     Ilydrolyse    vermieden, so dass die  dabei auftretenden Verluste wegfallen.    Das erfindungsgemässe Verfahren beruht  auf einer Umlagerung, die zur Folge hat, dass  die     Allylgruppe    in die     a-Stell@.ng    zur     Car-          boxylgruppe    eintritt.  



  Offenbar wird durch die alkalische Sub  stanz der Ester zuerst ionisiert, worauf das  gebildete Anion sich spontan umlagert.  



  Es gibt eine sehr grosse Anzahl basischer  Substanzen, die das gewünschte Resultat er  geben. Allgemein kommen Hydride,     Amide,     substituierte     Amide    und     Metallalkoholate,    z. B.  von Natrium, Kalium usw., sowie     Organo-          magnesiumhalogenide    in Betracht.

   Besonders  geeignet sind zum Beispiel     NaH,        KH,        NaNH2,          NaN(C_,H5)2,        KNH2,        Na0CT13,        Na0C2H5,     KO     C(CH3)3    und     Rl-IgX,    worin R     Alkyl    oder       Aryl    und X Chlor, Brom oder Jod bedeuten.

        Die Bildung der     Diphenyl-allyl-essigsäuire     durch Einwirkung von     Natriumhydrid    auf  den     Diphenylessigsäureallylester    und nachfol  gende Freisetzung der Säure aus dem Na  triumsalz kann durch die folgende Gleichung  veranschaulicht werden:  
EMI0002.0004     
    <I>Beispiel:</I>  960     g    (3,8     Mol)        Diphenylessigsäure-allylester,     8 Liter     Toluol    (Qualität A: R.),  120     g    (5     Mol)        Natriumhydrid.     



  Das     Toluol    wurde in einen     121itrigen    Drei  halskolben, der mit einem     Einlassrohr    für       trockenen    Stickstoff,     einem    Beschickungstrich  ter, einem     Rührer    und einem absteigenden  Kühler ausgerüstet war, eingeführt.

   Der Kol  ben wurde erhitzt,     und    zur vollkommenen  Trocknung der Apparatur wurden 800     cm3          Toluol        abdestilliert.    Das Auffanggefäss wurde  gewechselt, worauf weitere 300     cm3        Toluol    ab  destilliert     wurden,    die für die     Einführung    des  Esters in den Reaktionskolben bestimmt  waren. Dann wurde der Kühler, der mittels  eines     Calciumchloridrohres    gegen Luftzutritt  geschützt war, in Betrieb gesetzt.

   Das     Trok-          kenrohr    wurde dann mit einem Stück Gummi  rohr     verbinden,    dessen     Auslassende    ausserhalb  des Gebäudes verlegt wurde. Die im Kolben  enthaltene Luft wurde hierauf durch trocke  nen Stickstoff verdrängt. Der     Rührer        wurde       vorübergehend entfernt, um das Einführen  <B>voll</B> drei verschlossenen Paraffinrohren, die  40 g     Natriumhydrid    (das     vorgängig    in einem  Mörser unter Stickstoff zerkleinert worden  war) enthielten, zu ermöglichen. Dann wurde  der Kühler wieder aufgesetzt.

   Die Paraffin  rohre lösten sich rasch im warmen     Toluol.    Es  wurde weiter erhitzt und das     Toluol    zum Sie  den gebracht. Hierauf wurde der Ester rasch       zugesetzt.    Anfänglich war die Lösung schwach  trübe, und es war beinahe keine Wasserstoff  entwicklung     zu    beobachten. Die Lösung wurde  allmählich braun     (Enolatbildung),    wobei die  Wasserstoffentwicklung stürmisch wurde. Das       Natriumsalz    des Produktes schied sich lang  sam aus der Lösung ab.

   Das Gemisch wurde  über Nach unter kräftigem Rühren unter       Rückfluss    sieden gelassen, während ein schwa  cher Strom von trockenem Stickstoff durch  die Apparatur     hindurchgeleitet    werde.  



  Nach 16 Stunden war die Wasserstoffent  wicklung zu Ende. Die     Umsetzung    wurde je  doch während weiteren 4 Stunden fortgesetzt.  Dann wurde das Erhitzen eingestellt, und  nachdem das     Toluol    zu sieden aufgehört hatte,  wurden 300     cm3    trockener     Allylalkohol,    an  fänglich sehr langsam und dann in Form eines  dünnen Strahls, zugegeben. Es     wurde    dann  wieder erhitzt und das Gemisch während einer  Stunde unter     Rückfluss    im Sieden gehalten,  um das     Natriumhy        drid    mit Sicherheit voll  ständig zu zersetzen.

   Hierauf wurde die     Heiz-          vorrichtung    durch ein Eisbad ersetzt. Das ge  kühlte Gemisch wurde kräftig gerührt, wäh  rend gleichzeitig unter Stickstoff     Lind    anfäng  lich langsam 2,5 Liter Wasser zugesetzt wur  den. Das Gemisch wurde während 15 Minuten  gerührt und hierauf in einen Scheidetrichter  übergeführt. Die untere wässerige Schicht war  braun und leicht     emulgiert.    Sie wurde abge  trennt und das     Toluol    einmal mit     Wasser    ge  waschen.

   Die vereinigten wässerigen Extrakte  wurden dann einmal mit     Toluol    extrahiert und  in einen grossen Kolben eingeführt, der mit  einem     Rührer    versehen war und in einem Eis  bad gekühlt wurde. Hierauf wurde unter Rüh  ren eine Lösung von 450     em3        konz.    Salzsäure  in 500     ems    Wasser in Form eines feinen     Stro-,              mes    zugesetzt, bis die Lösung trübe wurde.

   Die  Kolbenwand wurde gekratzt und das Gemisch       angeimpft,    um die Kristallisation auszulösen,  worauf der Rest der sauren Lösung langsam  zugegeben     wurde.    Gegen Ende der Zugabe der  Lösung bildete das Produkt eine     pastenför-          inige    Masse. Das Gemisch wurde während  einer Stunde im Eisbad sich selbst überlassen,  wobei es gelegentlich aufgewirbelt wurde, um  eine vollständige Kristallisation zu     erzielen-          Das    hellgelbbraune Produkt     wurde        abfiltriert     und mit kaltem     Wasser    gründlich gewaschen.

    Das Produkt wurde mit einem Gummistopfen  zusammengepresst, worauf der feuchte Filter  kuchen in 2 Liter siedendem, 95     o/oigem        Äthyl-          alkohol    gelöst und die Lösung zwecks Be  freiung von einer kleinen Menge feinzerteilten,  festen Materials filtriert wurde. Das heisse,  rotbraune Filtrat wurde mit 600     cin3    Wasser  behandelt, wodurch die Kristallisation ausge  löst wurde.

   Die Lösung wurde langsam auf  Zimmertemperatur     abfühlen    gelassen und  Hierauf während zwei Stunden in einem Lei  tungswasserbad von 15  C     gekühlt.    Die harte  kristalline Masse würde zerkleinert, worauf  die Kristalle     abfiltriert    und mit einer kalten  Lösung von 250     cm3-    95     o/oigem    Alkohol in  250     em3    Wasser gewaschen wurden.     Danri     wurde soviel Lösungsmittel     als    möglich mit  tels eines Gummistopfens ausgepresst. Die Kri  stalle wurden hierauf in Pfannen in einem  Vakuumofen während sieben Stunden bei  70  C getrocknet.

   Die nahezu farblosen  (schwach gelbbraun gefärbten) Kristalle wo  gen 722 g (Aasbeute :<B>75,2</B>     (l/o)    und schmolzen  bei     1-10,5    bis     1..12     C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Allyl-di- phenyl-essigsäure der Formel EMI0003.0028 dadurch gekennzeichnet, dass Diphenylessig- säure-allylester der Formel EMI0003.0032 mit einer basischen Substanz behandelt wird, derart, dass ein Salz der Allyl-diphenyl-essig- säure gebildet wird und dass man aus dem so erhaltenen Salz die Säure freisetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als basische Sub stanz ein Metallhydrid verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Natriumhydrid verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als basische Sub stanz ein Metallalkoholat verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als basische Sub stanz ein Metallamid verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als basische Sub stanz ein Organomagnesimnhalogenid verwen det wird.
CH279627D 1947-12-31 1948-12-28 Verfahren zur Herstellung von Allyl-diphenyl-essigsäure. CH279627A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US279627XA 1947-12-31 1947-12-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH279627A true CH279627A (de) 1951-12-15

Family

ID=21840784

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH279627D CH279627A (de) 1947-12-31 1948-12-28 Verfahren zur Herstellung von Allyl-diphenyl-essigsäure.

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH279627A (de)
NL (1) NL67897C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL67897C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2048861C3 (de)
DE2744726C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Orthokieselsäuretetraalkylestern oder deren Oligomeren
DE849109C (de) Verfahren zur Herstellung aliphatischer Azoverbindungen
CH279627A (de) Verfahren zur Herstellung von Allyl-diphenyl-essigsäure.
DE2154215C3 (de) In 3-Stellung substituierte 2-Alkylcyclopentanone, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Riechstoffe
AT252913B (de) Verfahren zur Herstellung von Trioxan
DE2721265C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Di- n-propylacetonitril
CH544058A (de) Verfahren zur Herstellung von Polyfluoralkylestern von Fumarsäure und verwandten Säuren
DE3029368C2 (de)
DE2123989A1 (de) Verfahren zur Herstellung von C tief 1bis C tief 10-Alkylestern der Chrysanthemsäure
DE855553C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dichloracrylsaeureestern
DE69109791T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Monohalogenalkanoylferrocenen.
EP0090231B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Alkyl-2,5-dihydrofuran-2-onen
DE1793144A1 (de) Phenylsalicylsaeure-Verbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
DE2350241A1 (de) Zwischenprodukte zur herstellung von 2-(6-methoxy-2-naphthyl)-propionsaeure
CH405271A (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-3-brompropen und Propargylbromid
DE974649C (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeureestern
DE2516267C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-(4- Isobutylphenyl)-propiohydroxamsäure
AT227674B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Mono- und Polyoxäthylierungsprodukten von Carbonsäuren
WO2001096277A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,3,4,6-tetramethylmandelsäure und 2,3,4,6-tetramethylmandelsäureacetat
CH623023A5 (en) Process for the preparation of perfluoroalkylacetyl chlorides
DE2245827C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1,2-Trichlorbutadlen-i ,3
DE1470264C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-1 - eckige Klammer auf thienyl-(2) eckige Klammer zu -carbinolen
AT266807B (de) Verfahren zum Herstellung der neuen 7-Chloro-4-thiaönanthsäure
CH286853A (de) Verfahren zur Herstellung von 9-Allyl-fluoren-9-carbonsäure.