CH279862A - Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. (4egenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen, gemäss welchem mittels eines in der Arbeits stellung vorn an einem Raupenfahrzel--ig ange ordneten und durch dieses vorwärts beweg ten Abbauaggregates die ganze Stollenbrust- fläehe unter Zerkleinerung des Materials kon- tinuierlieh abgebaut und das abgebaute Mate rial durch eine Fördereinriehtung einer hinter dem Raupenfahrzeu,
- angeordneten Verlade anlage zugeführt wird.
Dieses Verfahren ist überall da anwendbar, wo ein Stollen in leicht zerbrbekelndes Gestein, wie z. B. Sandstein, Flyseh, Mergel, aber auch Quarz oder in Moränengrund getrieben. werden soll.
Uni die Einsturzgefahr des vorgetriebenen Stollens zu verrin--ern, wird mit Vorteil gleichzeitig mit dem Abbau an der Stollen- brustfläehe eine spundwandartige Ausklei- dun- der Wölbun- und der Seitenwände des Stollens gebildet.
Erfahrungsgemäss nimmt die Einsturzgefahr durch länger andauernden Luftzutritt züi der Wölbung und den Seiten wänden eines Stollens zu, und es ist deshalb von Vorteil, werin diese spundwandartige <B>Aus-</B> kleidung bis möglichst nahe an die Abbau stelle lierangeführt werden kann. Die vorlie gende Erfindung bietet hiefür gute, Möglich keiten. Die Erfindung betrifft ferner eine Ein- riehtung zur Durchführung dieses Verfah rens.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung zum ma schinellen Vortreiben von Stollen ohne Ver wendung von Sprengstoffen gemäss der Er findung rein schematisch und in zum Teil vereinfachter Darstellung dargestellt und an Hand dieser Zeichnung wird auch das erfin dungsgemässe Verfahren beispielsweise ein- C (Yehend erläutert.
Es zeicen: F!-.<B>1</B> einen senkrechten Schnitt durch einen Stollen mit der Einrichtung zum ma- sehinellen Vortreiben des Stollens in Seiten- ansieht, Fig. 2 einen horizontalen Sehnitt durch diesen Stollen mit Draufsieht auf die, Ein- Achtung, Fio,. <B>3</B> einen Schnitt cemäss Linie -4-.A <B>C</B><I>n</I> in Fig. <B>1</B> in grösserem Massstab,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Einrichtung zum Einsetzen der spundwandartigen Aus- kleidung, in grösserem Massstab, <I>n</I> Fig. <B>5</B> eine Seitenansicht eines einzelnen Abbauhammers und seiner Befestigungsinittel, teilweise im Schnitt, in grösserem Massstab, Fig. <B>6</B> und<B>7</B> die Anordnung der Förder- einriehtunu in Draufsieht und Vorderansicht,
n Fig. <B>8</B> einen Schnitt gemäss Linie B-B in Fig. <B>1</B> -und Fig. <B>9</B> zwei einen Abschnitt der spund- wandartigen Auskleidung bildende Blech tafeln vor ihrer Verbindung miteinander in schaubildlicher Darstellung.
Ein wesentlicher B estandteil der dargestell ten Einrichtung zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Explosiv stoffen ist ein Raupenfahrzeug<B>1</B> mit zwei unabhängig voneinander angetriebenen Rau pen 2 und<B>3,</B> auf welchem ein als Antriebs- inasehine dienender Dieselmotor 4 angeordnet ist, welcher einerseits einen Luftkompressor<B>5</B> und anderseits über ein stufenlos regulier bares Getriebe<B>6</B> die Raupen 2 und<B>3</B> des Raupenfahrzeuges<B>1</B> antreibt.
Auf dem Chas sis des Raupenfahrzeuges<B>1</B> ist. ferner ein aus vier Längsträgern<B>7,</B> den Pfosten<B>8</B> und den Querträgern<B>9</B> gebildeter räumlicher Rahmen angeordnet, welcher vorn über das vordere Ende des Raupenfahrzeuges<B>1</B> hinausragt. An seinem vordern Ende besitzt das Raupen fahrzeug<B>1</B> einen portalförmigen Rahmen<B>10,</B> welcher durch seitliche Streben<B>11</B> abgestützt ist. Dieser Rahmen<B>10</B> dient einem Abbau aggregat als Widerlager.
Dieses Abbauag regat weist<B>52</B> pneumati- mg sehe Abhauhämmer 12 auf. Es könnten auch bis<B>100</B> solcher Abhauhämmer vorhanden sein. Diese Abbauhämmer sind an einem Chassis gelagert, das aus zwei miteinander verbünde- nen und zueinander parallelen Rahmen<B>13</B> und 14 besteht und welches, wenn die Rahmen <B>13</B> und 14 in horizontaler Lage sich befinden, auf vier Rädern<B>15</B> auf der Stollensohle fahr bar ist.
Beim Ausfahren der Einrichtung aus dem Stollen wird das Abbauaggregat an das Raupenfahrzeug angehängt. In Arbeitsstel- 1-Lul- ist dieses Chassis mittels eines über eine auf dem Rahmen<B>10</B> gelagerte Seilrolle<B>1.6</B> geführten Drahtseils und einer in der Zeieh- nung nicht dargestellten Seilwinde hoch,( ge zogen, derart., dass seine Rahmen<B>13</B> und 14 vertikal stehen und seine Räder<B>15</B> sich gegen den Rahmen<B>10</B> abstützen,
so dass es in der Höhe des Stollens angemessener Höhenlage wie ein Schild am vordern Ende des Raupen fahrzeuges<B>1</B> sitzt (Fig. <B>1</B> und<B>2).</B> In dem in Arbeitsstellung vorn liegenden Rahmen<B>13</B> sind zehn Querstangen<B>1.8</B> gelagert, während im andern Rahmen 14 eine etwa gleiche An zahl von in Längsrichtung dieses Rahmens verlaufenden Stangen<B>19</B> sitzen. Jeder Abbau hammer 12 i,st, axial versehiebbar in einem. nach hinten geschlossenen Zylinder 20 ge führt, welch letzterer axial versehiebbar in einer Zwinge<B>211</B> gehalten ist.
Diese Zwinnge <B>21</B> ist durch eine Klemmsehra,-tibe <B>922</B> ver- schwenkbar mit einer Klemmbüehse <B>23</B> ver bunden, welch letztere versehiebbar auf einer der Querstangen<B>18</B> des Rahmens<B>13</B> geführt, ist. Durch Anziehen der Klemmsehraube 22 wird gleichzeitig die Klemmbüchse<B>23</B> auf ihrer Querstange<B>18,</B> die Zwinge 21 in ihrer Stellung gegenüber der Klemmbüellse <B>23</B> und der Abbauhammer 12 in der Zwinge 21 fixiert.
An seinem hintern Ende besitzt, der Zylinder 20 einen kugelförmigen Ansatz 24, welcher in einer Kugelpfanne eines Wider- lagers <B>25</B> liegt.. Dieses Widerlager <B>25</B> ist mit tels einer Klemmsehraube <B>26</B> versehwenkbar mit einer Klenunbüchse <B>9-7</B> verbunden, welch letztere verschiebbar auf einer der Stangen<B>19</B> des Rahmens 14 geführt ist. Durch Anziehen der Klemmschraube<B>26</B> wird gleichzeitig die Lage der Klemmbüehse auf der Stange<B>19</B> und die Lage des Widerlagers <B>25</B> gegenüber der Klemmbiiehse <B>27</B> festgelegt.
Diese An ordnung ermöglicht es, die Zylinder 20 mit den in ihnen geführten Abbauhämmern 12 in beliebiger Richtung einzustellen. Die Einstel lung der Abbauhämmer 12 wird so getroffen, dass sie mindestens zum Teil windschief zueinander liegen und dass die vordern Enden ihrer Werkzeu-e mindestens ange nähert regelmässig auf der ganzen Stollen- brustfläehe verteilt lieven. Die am Umfang <B>n</B><I>n</I> des Rahmens<B>13</B> gelagerten Zylinder 20 mit <B>C</B> ihren Abbauhämmern 12 sind zu diesen). Zwecke etwas nach aussen gerichtet.
Die Zy linder 20 weisen an ihrem hintern Ende einen Ansehlussstutzen <B>28</B> für eine DriiekILift- leitung <B>29</B> auf. Die Druckluft wird zuerst in den Zylinder 20 eingeleitet -uuid, dieekt den in diesem versehiebbar geführten Abbanham- mer 12 entgegen der Wirkung einer Feder <B>30</B> nach vorn. Aus dem Zylinder 20 wird dann derAbbauhaininer 12 mit Druckluft, ge speist.
Wird die Druekluftzufuhr zum Zylin der 20 unterbroehen., so wird der in diesem geführte Abhauhammer 12 durch die Feder <B>30</B> im Zvlinder 20 nach hinten gezogen. Der Luftkompressor<B>5</B> fördert Druckluft in einen über ihm angeordneten Druekluftbehälter <B>31,</B> an welchen ein Mehrweghahn<B>32</B> ange schlossen ist, von welchem drei Druekluft- leitungen <B>33,</B> 34 und<B>35</B> abzweigen.
Die Ab- bauhäminer 12 sind in drei Gruppen unter teilt, und die Abbauhämmer 12 einer Gruppe werden gemeinsam durch<B>je</B> eine der drei Druckluftleitungen <B>33,</B> 34 und<B>35</B> gespeist.. Die Abbauhämmer 12 der drei Gruppen sind untereinander gemischt angeordnet. Die drei Gruppen von Abbauhämmern 12 arbeiten ab wechselnd.
Der Angriff auf das Gestein oder den Grund an der Stollenbrust erfolgt, weil die Abbauhämmer mindestens zum Teil wind schief zueinander gerichtet sind, abwechselnd aus verschiedenen Richtungen, wodurch der Abbau des Materials in verhältnismässig kleinen Stileken gefördert wird. WKhrendder Arbeit des Abbauaggregates rüekt das Rau penfahrzeug<B>1</B> ganz langsam, das heisst mit einer Stundengeschwindigkeit von<B>0,5</B> bis höehstens 2 Metern,<B>je</B> nach der Beschaffen heit des Grundes, vor.
Dabei muss sieh das Raupenfahrzeug<B>1</B> nicht unbedingt immer in der gleichen Richtung bewegen, sondern es kann auch Kurven beschreiben, allerdings nur solche mit sehr grossen Radien, das heisst es können nicht nur gerade, sondern auch schwach gekrümmte Stollen erzeugt werden..
Eine Beschädigung der Abbauhämmer 12 durch die Vorbewegung des Raupenfahrze-a- ges <B>1</B> ist, nicht za befürchten, weil die in Ar- beit,gstellung befindliehen Abbauhämmer 12, wenn die Vorbewegung des Raupenfahrzeuges <B>1</B> grösser sein sollte als der Vortrieb ihrer Werkzeuge, in ihre Zylinder 20 zurückge- drüekt werden.
Auf dern. Raupenfahrzeu,- <B>1</B> ist ferner ein Wassertank<B>36</B> sowie eine Wasserpumpe<B>37</B> anc,eordnet, welche am Chassis des Abbau aggregates angeordnete Brausen<B>38</B> mit Was ser aus diesem Wassertank<B>36</B> speist. Durch Besprühung der Stollenbrust mit Wasser wird die Staubentwicklung unterbunden.
Das abgebaute Material wird dureh ein Förderband<B>39,</B> welches über eine Rolle 40, die an einem unten am vordern Ende des Chassis des Raupenfahrzeuges<B>1</B> angeordneten Aii-,leger 41 gelagert ist, und eine in einem schräg nach oben gerichteten Ausleger 42 am hintern Ende des Chassis des Raupenfahr zeuges<B>1</B> gelagerte Rolle 43 geführt ist und welches durch das Chassis des Raupenfahr zeuges<B>1</B> hindurehläuft, kontinuierlich weg befördert.
Beidseitig der Rolle 40 und zu dieser koaxial, sind zwei weitere Rollen 44 und 45 gelagert, über welche zwei weitere, kurze Förderbänder 46 -Lind 47 laufen, die ander seits über Rollen 48 und 49 geführt sind, welche derart in geneigter Stellung gelagert sind, dass das von den Förderbändern 46 und 47 erfasste Material nach innen und auf das Förderband<B>39</B> befördert wird. Die Förder bänder<B>39,</B> 46 und 47 werden über in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel vom Dieselmotor 4 angetrieben.
Vor den Rollen 40, 44 und 45 ist am Ausleger 41 ein über die ganze Breite des erzeugten Stollens sich er streckender Keil<B>50</B> angeordnet, über welchen das abgebaute Material infolge Vorwärtsbewe gung des Raupenfahrzeiiges auf die Förder bänder 39., 46 und 47 geschoben wird.
Hinter den Förderbändern 46 und 47 Iiegt der för dernde Strang des Förderbandes<B>39</B> in einer Rinne<B>51,</B> welche verhindert, dass Material #4eitlieh vom Förderband<B>39</B> herunterfalle. Das Förderband<B>39,</B> welches mit. den erforder- liehen, in der Zeichnung nicht dargestellten Stütz- und Leitrollen versehen ist., i6rdert das abgebaute Material in zwei Hoehbehälter <B>52</B> und<B>53,</B> welche auf einer hinter dem Rau penfahrzeug<B>1</B> befindliehen, fahrbaren Ver ladeanlage angeordnet- sind.
Die Brücke 54 dieser Verladeanlage ist mit einem Geleise<B>55</B> versehen. Hinter der Verladeanlage ist aus Längsbalken<B>56</B> und Querbalken<B>57</B> eine Bet- tung für ein an das Geleise<B>55</B> angeschlossenes Geleise mit Weiche<B>58</B> gebildet.
Diese Bettung erstreckt sich bis an die bereits betonierte Sohle<B>59</B> des Stollens, in welche ein doppel-- spuriges Geleise<B>60</B> einbetoniert ist, an dessen zwei Spuren dM Abzweigungen der Weiche <B>58</B> angeschlossen sind, derart, dass auf der einen Spur des Geleises<B>60</B> Materialwagen<B>61</B> auf das Geleise<B>55</B> der Brücke, 54 der Ver ladeanlage und unter die Hochbehälter<B>52</B> und<B>53</B> gefahren werden können, welche dann über die andere Spur des Geleises<B>60</B> wegge fahren werden.
Die Verladeanlage wird zu erst möglichst nahe andas Raupenfahrzeug<B>1</B> herangefahren, so dass das Förderband<B>39</B> zuerst den hinten liegenden Hochbehälter<B>53</B> füllt. Während der Arbeit rückt das Raupen fahrzeug<B>1</B> allmählich vor -Lmddas Ende des Förderbandes<B>39</B> kommt in eine solche Lage, dass es den vordern Ilochbehälter <B>52</B> füllt.
Während dieser Zeit, es handelt sich hierbei um Stunden, wird die aus den Längsbalken<B>56</B> -Lmd den Querbalken<B>57</B> bestehende Bettung für das Geleise mit der -Weiehe <B>58</B> zwischen der Brücke 54 der Verladeanlage und der be reits betonierten Sohle<B>59</B> des Stollens erstellt und das Geleise<B>55</B> an das Geleise<B>60</B> ange schlossen, worauf sofort mit der Entleerung der Hochbehälter<B>52</B> und<B>53</B> in die herange führten Materialwagen<B>61</B> begonnen wird.
Ist das Raupenfahrzeug<B>1</B> so weit vorgerückt, dass das Ende des Förderbandes<B>39</B> über dem vor- dern Rand des Hochbehälters<B>52</B> liegt, so wird die Verladeanlage wieder möglichst nahe an das Raupenfahrzeug<B>1</B> herangefahren und der Vorgang wiederholt sich. Auch am Betonieren der Sohle<B>59</B> wird ständig weitergearbeitet, derart, dass immer, wenn die Verladeanlage dem Raupenfahrzeug nachgeschoben wird, ein entsprechendes Stück Sohle<B>59</B> betoniert wird.
Dabei werden die Rohre<B>62</B> für Luftzufuhr und die Rohre<B>63</B> für Wasserabfuhr mitein- betoniert. Um das Geleise<B>60</B> unabhängig von der Abbindezeit des Betons der Sohle<B>59</B> be fahrbar zu machen, werden dessen Schwellen 64 auf den Rohren<B>63</B> gelagert.
Die Einrichtung besitzt ferner eine Vor richtung, welche es ermöglicht, den erzeugten Stollen entsprechend dem Ausmass seinesVor- triebes fortlaufend mit einer spundwand- artigen Auskleidl--ing zu versehen. Diese Aus kleidung wird abschnittsweise aus<B>je</B> zwei starken Bleehtaf eln <B>65</B> und<B>66</B> gebildet, deren obere Teile entsprechend der Wölbung des Stollens gegeneinander zu gebogen sind, und deren obere Enden durch ineinandergrei- fende Fälze <B>67</B> und<B>68</B> lösbar miteinander ver bunden sind.
Die Blechtafeln<B>65</B> und<B>66</B> weisen an ihren nach hinten zu liegenden Rändern einen nach aussen und an ihren nach vorn zu liegenden Rändern einen nach innen umgebo genen Falz<B>69</B> bzw. <B>70</B> auf. An den beiden Längsträgern<B>7</B> auf jeder Seite des Raupen fahrzeuges<B>1</B> ist ein auf Rollen<B>71</B> laufender und durch Leitrollen <B>72,</B> welche an einem Flansch<B>73</B> an den Querträ.-ern <B>- 7</B> geführt, sind, geführter Wagen 74 versehiebbar. Auf diese Wagen 74 werden die beiden Bleehtafeln <B>65</B> und<B>66</B> eines Auskleidungsabsehnittes,
nachdem ihre Fälze <B>67</B> und<B>68</B> miteinander in Eingriff gebracht wurden, aufgebracht, und zwar so, dass sie ausserhalb der Längsträger <B>7</B> in den engen Zwischenräumen zwisehen dieser und den Seitenwänden des Stollens liegen. Die Befestigung der Blechtafeln<B>65</B> und<B>66</B> an den Wagen 74 kann dabei mit Vorteil dureh in der Zeichnung nieht dargestellte Elektro magnete erfolgen.
An jedem der Wagen 74 ist ein Drahtseil<B>75</B> befestigt, welches über eine Seilrolle<B>86,</B> die an den die vordern Enden der beiden Längsträger<B>7</B> auf jeder Seite verbin- clenden Pfosten<B>8</B> gelagert sind, geführt ist. Mit Hilfe dieser Drahtseile<B>75</B> werden nun die Wagen 74 mit den auf ihnen befindliehen Bleehtafeln <B>65</B> und<B>66</B> nach vorn gezogen, bis sie beidseitig des Chassis des Abbauaggregates sich befinden.
Das Chassis des Abbauag, e- gates ist mit einem in Arbeitsstellung oben befindliehen Bügel<B>76</B> versehen, in welchem noch Querstangen<B>18</B> des Rahmens<B>13</B> und die in Arbeitsstellung oben befindliehen Enden der Stangen<B>19</B> des Rahmens 14 gelagert sind.
Auf diesem Bügel<B>76</B> sind zwei pneumatisehe Presszjyinder <B>77</B> mit Presskolben <B>78</B> angeord net, und auf jeder Seite des Chassis des Abbau aggregates sind ebenfalls zwei solche Press- zylinder <B>79</B> mit Presskolben <B>80</B> vorgesehen. Die Wagen 74 besitzen<B>je</B> zwei Fenster<B>81,</B> durch welche die Presskolben <B>80</B> hindurch- treten und auf die Blechtafeln<B>65</B> und<B>66</B> ein- wirken können.
Der hintere Rand der Blech tafeln<B>65</B> und<B>66</B> liegt hinter dem vordern Rand des vorgängig eingesetzten Blechtafel- paares. Zum Einsetzen der Bleehtafeln <B>65</B> und<B>66</B> wird die Druckluftzufuhr zu den Presszylindern <B>78</B> und<B>79,</B> welche an den Druekluftbehälter <B>31</B> an(yesehlossen sind, ge öffnet, was bewirkt,
dass die an ihren obern Enden miteinander verbundenen Bleehtafeln <B>65</B> und<B>66</B> durch die Presskolben <B>78</B> der Press- zylinder <B>77</B> nach oben an das Gewölbe des Stollens und gleichzeitig durch die Presskol- ben <B>80</B> seitwärts an die Seitenwände des Stol lens bzw. an das vorgängig eingesetzte Blech- tafelpaar angedrüekt werden.
Durch die Vor wärtsbewegung des Raupenfahrzeuges<B>1</B> und gegebenenfalls auch durch weiteres Vorziehen der Wal-en 74 werden die Bleehtafeln <B>65</B> -und <B>66</B> gleichzeitig nach vorn geschoben, wobei der nach aussen umgebogene Falz<B>69</B> an ihrem hintern Rande in den nach innen umgeboge nen Falz<B>70</B> am vordern Rande des vorgängig eingesetzten Bleehtafelpaares hineingezogen wird. In dieser Weise wird eine Auskleidung des Gewölbes und der Seitenwände des Stol lens, die einer Spundwand ähnlich ist, ge bildet.
Mit Vorteil sind an den untern Enden der Bleehtafeln <B>65</B> und<B>66</B> Fussstücke<B>82</B> ange- lenkt, welche zum Vorschieben der Blech tafeln<B>65</B> und<B>66</B> nach innen geklappt sind und welche beim Einsetzen derselben durch besondere, am Chassis des Abbauiaggregates angeordnete pneumatisehe Presszylinder <B>83</B> mit Presskolben 84 in ihre endgültige Lage gedrückt werden.
Es wäre denk-bar, an Stelle der beiden Bleehtafeln <B>65</B> und<B>66</B> ein einziges Stück zu verwenden. Es würde sieh dabei aber um äusserst sperrige Stücke handeln, deren Mani- pulierung im Stollen und insbesondere bei der Verladeanlage Lind dem Raupenfahrzeug prak- kn liseh kaum möglich wäre.
Soll die ganze Einrichtung aus dem Stollen ausaefahren werden, so wird die Verbindung zwischen dem Raupenfahrzeug und dem<B>Ab-</B> bauaggregat gelöst und das letztere nach Ent fernen der am Gewölbe des Stollens wirken- den Abbauhämmer 12 auf seine Räder<B>15</B> ge bracht. In dieser Stellung lässt es sich ohne weiteres aus dem Stollen ausfahren, da auch die dureh die betonierte Sohle<B>59</B> reduzierte Höhe des Stollens hiefür absolut genügt. Vor der Sohle<B>59</B> ist zum Ausfahren der Verlade- aulage, des Raupenfahrzeuges und des Abbau aggregates eine Rampe zu erstellen.
An Stelle der pne-Limatisehen Abbauhäm mer könnten natürlich auch elektrische vor gesehen werden. Ebenso könnte an Stelle des Dieselmotors 4 ein Elektromotor, der mittels eines verlängerbaren Starkstromkabels an ein Kraftnetz anzuschliessen wäre, vorgesehen sein. Die Presszylinder mit ihren Presskolben könnten dabei durch elektromagnetisehe Ein- riehtungen ersetzt werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH I: Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Explosiv stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines in der Arbeitsstellung vorn an einem Raupenfahrzeug angeordneten und durch dieses vorwärtsbewegten Abbauaggregates die ,(Yanze Stollenbrustfläche unter Zerkleinerung des Materials kontinuierlich abgebaut und das abgebaute Material durch eine Fördereinrieh- tung einer hinter dem Raupenfahrzeug ange ordneten Verladeanlage zugeführt wird.UNTERANSPRUCH: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit# dem Abbau an der Stollenbrustfläehe aus ent sprechend der Wölbung des Stollens geboge nen und an ihren obern Enden mittels Fälzen miteinander verbindbaren Bleehtafeln eine spundwandartige Auskleidung der Wölbung und der Seitenwände des Stollens gebildet wird.<B>PATENTANSPRUCH</B> II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich-, net durch ein Raupenfahrzeug mit zwei unab hängig voneinander angetriebenen Raupen, auf welchem die Antriebsmaschine angeordnet ist, ein in der Arbeitsstellung am vordern Ende dieses Raapenfahrzeuges angeordnetes, eine Anzahl von über die ganze Stollenbrust- fläche verteilt angeordnete, in ihrer Lage ein stellbare Abbauhämmer aufweisendes Abbau aggregat, eine Berieselungsanlage zum Berie seln der Vortriebsstelle mit Wasser, eine För- dereinriehtung,welche das abgebaute Material hinter das Raupenfahrzeug befördert und eine fahrbare Verladeanlage mit mindestens zwei Hochbehältern, in welche die Fördereinrieh- tung das abgebaute Material wirft, wobei Mit tel vorgesehen sind, um während dem Vor treiben des Stollens eine spundwandartige uskleidung der Wölbung und der Seiten wände des Stollens anzubringen.UNTERANSPRÜCHE: 2. Einrieht-Luig nach Patentanspruch II dadurch gekennzeichnet, dass die Abbauhäm_ mer des Abbauaggregates pneumatische<B>Ab-</B> bauhämmer sind, welche durch einen auf dem Raupenfahrzeug angeordneten Luftkompres sor gespeist werden, welcher Luftkompressor durch einen Antriebsmotor angetrieben wird, der ausserdem über ein stufenlos regulierbares Getriebe die beiden Raupen des Raupenfahr zeuges antreibt.<B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruell 2, dadurch gekennzeieb- net" dass das Abbauaggregat ein -auf vier Rädern fahrbares Chassis aufweist, welches aus zwei zueinander parallelen, miteinander verbundenen Rahmen besteht, welches Chassis in Arbeitsstellung in vertikale Lage aufge zogen ist, wobei sich seine vier Räder gegen einen am vordern Ende des Raupenfahrzeuges angeordneten, portalförmigen -und durch seit- liebe Streben verstrebten Rahmen abstützen. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüehen 2 und<B>3,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Abbauhammer in einem einstellbar am Chassis des Abbauaggre gates gelagerten, nach hinten geschlossenen, an eine Druckluftleitung angeschlossenen<B>Zy-</B> linder axial verschiebbar geführt ist, wobei der Abbauhammer durch die Druckluft ent gegen der Wirkung einer im Zylinder angeord- C neten, auf ihn einwirkenden Feder nach vorn gedrückt wird.<B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspriieh II und Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abbauhämmer in drei Gruppen unterteilt sind, wobei die Abbau- häminer jeder der drei Gruppen über die ganze Stollenbrustfläehe verteilt angeordnet sind, lind dass alle Abbauhämmer jeder Giruppe an eine gemeinsame Druekluftleitung angeschlossen sind, welche Druekluftleitungen von einem Mehrweghahn,der mit dem Druck- Itiftbehälter des Luftkompressors verbunden ist, abzweigen, das Ganze derart, dass jeder zeit immer nur eine Gruppe von Abbauhäni- mern arbeitet.<B>6.</B> Einrichtung nach Patentansprueh <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Förderein- riehtung, welche das abgebaute Material hin ter das Raupenfahrzeug in die fahrbare Ver- Iadeanlage befördert, aus einem vom Antriebs motor angetriebenen Förderband, welches über ein an einem Ausleger des Chassis des Rau penfahrzeuges nahe über der Sohle des Stol lens gelagerte Rolle,durch das Chassis des Raupenfahrzeuges hindurch und über eine an einem hinten am Chassis des Raupenfahr zeuges angeordneten und über die Hoehbehäl- ter der Verladeanlage reichenden Ausleger ge lagerte Rolle geführt ist, und zwei vor dem Raupenfahrzeug seitlich dieses Förderbandes a a ngeordneten, vorn über zwei zur Rolle des erstgenannten Förderbandes koaxiale,im vorn am Raupenfahrzeug angeordneten Ausleger gelagerte Rollen und zwei in geneigter Stel- limg gelagerte Rollen geführte, ebenfalls vom ,A,ntriebsmotor angetriebenen Förderbändern besteht, wobei die seitliehen Förderbänder derart geführt sind, dass sie das von ihnen erfasste Material auf das zwischen ihnen lie gende mittlere Förderband fördern.<B>7.</B> Einrichtung nach Patentanspriieh <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Chassis des Raupenfahrzeuges ein aus vier Längs trägern, Querträgern und Pfosten gebildeter räumlieher Rahmen angeordnet ist, welcher nach vorn über das Chassis des Abbauaggre gates hinausragt, wobei an den beiden Längs- el trägern auf jeder Seite ein Wagen verschieb bar ist, welche Wagen zur Aufnahme von zwei an ihren obern Teilen entsprechend dem Ge wölbe des Stollens gebogenen und an ihren obern Enden durch ineinandergreifende Fälze verbundenen,aussenseitig des räumlichen Rah- inens auf die Wagen aufgebrachten Blech tafeln bestimmt sind, welche Blechtafeln an ihren vordern Rändern einen nach innen und an ihren hintern Rändern einen nach aussen umgebogenen Falz aufweisen, welche Blech tafeln auf den genannten Wagen bis zum Chassis des Abbauaggregates gefahren werden können, wobei Mittel vorgesehen sind, um während der Arbeit des Abbauaggregates diese Bleehtafeln nach oben und aussen an die Wöl bung und die Seitenwände des Stollens zu drücken und gleichzeitig noch weiter nach vorn zu schieben, derart,dass der nach aussen umgebogene Falz am hintern Rand dieser Bleehtafeln in den nach innen umgebogenen Falz am vordern Rand der vorgängig einge setzten, gleichartigen Blechtafeln hineinge zogen wird, so dass absehnittsweise eine spund- wandartige Auskleidung der Wölbung und <B>M</B> LI <B>M</B> der Seitenwände des Stollens entsteht.<B>8.</B> Einrichtung nach Patentanspruch<B>11</B> und Unteranspr-Lieh <B>7,</B> dadurch gekennzeich net, dass am Chassis des Abbauaggregates pneumatisehe Presszylinder mit Presskolben angeordnet sind, welche auf die Blechtafeln zur Einwirkung gebracht werden können, der art, dass diese Blechtafeln nach oben an die Wölbung und seitwärts an die Seitenwände des Stollens gedrückt werden.<B>9.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen<B>7</B> und<B>8,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass an den untern Enden der Bleehtafeln Fussstüeke angelenkt sind, welehe während des Vorschiebens der Blechtafeln nach innen geklappt sind, und dass am Chassis des Abbauaggregates pne-Limatisehe Presszylin- der mit Presskolben vorgesehen sind,mittels welehen diese Fussstücke nach dem Andrüeken der Blechtafeln an die Wölbung und die Sei tenwände des Stollens nach aLissen in eine Stelluno- aedrilekt werden, in weleher sie die Bleehtafeln bis auf die Sohle des Stollens ver längern und diesen als Füsse dienen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH279862T | 1949-08-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH279862A true CH279862A (de) | 1951-12-31 |
Family
ID=4482399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH279862D CH279862A (de) | 1949-08-26 | 1949-08-26 | Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH279862A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114165229A (zh) * | 2021-12-10 | 2022-03-11 | 浙江海洋大学 | 一种煤矿开采用掘进输送及喷淋一体化设备 |
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1949
- 1949-08-26 CH CH279862D patent/CH279862A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114165229A (zh) * | 2021-12-10 | 2022-03-11 | 浙江海洋大学 | 一种煤矿开采用掘进输送及喷淋一体化设备 |
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