CH279862A - Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

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CH279862A
CH279862A CH279862DA CH279862A CH 279862 A CH279862 A CH 279862A CH 279862D A CH279862D A CH 279862DA CH 279862 A CH279862 A CH 279862A
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Kalberer Anton
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Description


  Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen  und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.         (4egenstand    vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zum maschinellen Vortreiben von  Stollen ohne Verwendung von Sprengstoffen,  gemäss welchem mittels eines in der Arbeits  stellung vorn an einem     Raupenfahrzel--ig    ange  ordneten und durch dieses vorwärts beweg  ten Abbauaggregates die ganze     Stollenbrust-          fläehe    unter Zerkleinerung des Materials     kon-          tinuierlieh    abgebaut und das abgebaute Mate  rial durch eine     Fördereinriehtung    einer hinter  dem     Raupenfahrzeu,

  -    angeordneten Verlade  anlage zugeführt wird.  



  Dieses Verfahren ist überall da anwendbar,  wo ein Stollen in leicht     zerbrbekelndes    Gestein,  wie z. B. Sandstein,     Flyseh,    Mergel, aber  auch Quarz oder in     Moränengrund    getrieben.  werden soll.  



  Uni die Einsturzgefahr des vorgetriebenen       Stollens    zu     verrin--ern,    wird mit Vorteil  gleichzeitig mit dem Abbau an der     Stollen-          brustfläehe    eine     spundwandartige        Ausklei-          dun-    der     Wölbun-    und der Seitenwände des  Stollens gebildet.

   Erfahrungsgemäss nimmt  die Einsturzgefahr durch länger andauernden  Luftzutritt     züi    der Wölbung und den Seiten  wänden eines Stollens zu, und es ist deshalb  von Vorteil,     werin    diese     spundwandartige   <B>Aus-</B>  kleidung bis möglichst nahe an die Abbau  stelle     lierangeführt    werden kann. Die vorlie  gende Erfindung bietet     hiefür    gute, Möglich  keiten.    Die Erfindung betrifft ferner eine     Ein-          riehtung    zur Durchführung dieses Verfah  rens.  



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise  Ausführungsform der Einrichtung zum ma  schinellen Vortreiben von Stollen ohne Ver  wendung von Sprengstoffen gemäss der Er  findung rein schematisch und in zum Teil  vereinfachter Darstellung dargestellt und an  Hand dieser Zeichnung wird auch das erfin  dungsgemässe Verfahren beispielsweise     ein-          C          (Yehend    erläutert.

   Es     zeicen:     F!-.<B>1</B> einen senkrechten Schnitt durch  einen Stollen mit der Einrichtung zum     ma-          sehinellen    Vortreiben des Stollens in     Seiten-          ansieht,          Fig.    2 einen horizontalen     Sehnitt    durch  diesen Stollen mit     Draufsieht    auf die,     Ein-          Achtung,          Fio,.   <B>3</B> einen Schnitt     cemäss    Linie     -4-.A     <B>C</B><I>n</I>  in     Fig.   <B>1</B> in grösserem Massstab,

         Fig.    4 eine Seitenansicht der Einrichtung  zum Einsetzen der     spundwandartigen        Aus-          kleidung,    in grösserem Massstab,  <I>n</I>       Fig.   <B>5</B> eine Seitenansicht eines einzelnen  Abbauhammers und seiner     Befestigungsinittel,     teilweise im Schnitt, in grösserem Massstab,       Fig.   <B>6</B> und<B>7</B> die Anordnung der     Förder-          einriehtunu    in     Draufsieht    und Vorderansicht,

    n       Fig.   <B>8</B> einen Schnitt gemäss Linie     B-B     in     Fig.   <B>1</B>     -und              Fig.   <B>9</B> zwei einen Abschnitt der     spund-          wandartigen    Auskleidung bildende Blech  tafeln vor ihrer Verbindung miteinander in  schaubildlicher Darstellung.  



  Ein wesentlicher B     estandteil    der dargestell  ten Einrichtung zum maschinellen     Vortreiben     von Stollen ohne Verwendung von Explosiv  stoffen ist ein Raupenfahrzeug<B>1</B> mit zwei  unabhängig voneinander angetriebenen Rau  pen 2 und<B>3,</B> auf welchem ein als     Antriebs-          inasehine    dienender Dieselmotor 4 angeordnet  ist, welcher einerseits einen Luftkompressor<B>5</B>       und    anderseits über ein stufenlos regulier  bares Getriebe<B>6</B> die Raupen 2 und<B>3</B> des  Raupenfahrzeuges<B>1</B> antreibt.

   Auf dem Chas  sis des Raupenfahrzeuges<B>1</B> ist. ferner ein aus  vier Längsträgern<B>7,</B> den Pfosten<B>8</B> und den  Querträgern<B>9</B> gebildeter räumlicher Rahmen  angeordnet, welcher vorn über das vordere  Ende des Raupenfahrzeuges<B>1</B> hinausragt.  An seinem vordern Ende besitzt das Raupen  fahrzeug<B>1</B> einen     portalförmigen    Rahmen<B>10,</B>  welcher durch seitliche Streben<B>11</B> abgestützt  ist. Dieser Rahmen<B>10</B> dient einem Abbau  aggregat als     Widerlager.     



  Dieses     Abbauag        regat    weist<B>52</B>     pneumati-          mg     sehe     Abhauhämmer    12 auf. Es könnten auch  bis<B>100</B> solcher     Abhauhämmer    vorhanden sein.  Diese Abbauhämmer sind an einem Chassis  gelagert, das aus zwei miteinander     verbünde-          nen        und    zueinander parallelen Rahmen<B>13</B>  und 14 besteht und welches, wenn die Rahmen  <B>13</B> und 14 in horizontaler Lage sich befinden,  auf vier Rädern<B>15</B>     auf    der     Stollensohle    fahr  bar ist.

   Beim Ausfahren der Einrichtung aus  dem Stollen wird das Abbauaggregat an das  Raupenfahrzeug angehängt. In     Arbeitsstel-          1-Lul-    ist dieses Chassis mittels eines über  eine     auf    dem Rahmen<B>10</B> gelagerte Seilrolle<B>1.6</B>  geführten Drahtseils und einer in der     Zeieh-          nung    nicht dargestellten Seilwinde hoch,( ge  zogen, derart.,     dass    seine Rahmen<B>13</B> und 14  vertikal stehen und seine Räder<B>15</B> sich gegen  den Rahmen<B>10</B> abstützen,

   so     dass    es in der  Höhe des Stollens angemessener Höhenlage  wie ein Schild am vordern Ende des Raupen  fahrzeuges<B>1</B> sitzt     (Fig.   <B>1</B> und<B>2).</B> In dem  in Arbeitsstellung vorn liegenden Rahmen<B>13</B>    sind zehn Querstangen<B>1.8</B> gelagert, während  im andern Rahmen 14 eine etwa gleiche An  zahl von in Längsrichtung dieses Rahmens  verlaufenden Stangen<B>19</B> sitzen. Jeder Abbau  hammer 12     i,st,    axial     versehiebbar    in einem.  nach hinten geschlossenen Zylinder 20 ge  führt, welch letzterer axial     versehiebbar    in  einer Zwinge<B>211</B> gehalten ist.

   Diese     Zwinnge     <B>21</B> ist durch eine     Klemmsehra,-tibe   <B>922</B>     ver-          schwenkbar    mit einer     Klemmbüehse   <B>23</B> ver  bunden, welch letztere     versehiebbar        auf    einer  der Querstangen<B>18</B> des Rahmens<B>13</B> geführt,  ist. Durch Anziehen der     Klemmsehraube    22  wird gleichzeitig die Klemmbüchse<B>23</B>     auf     ihrer Querstange<B>18,</B> die Zwinge 21 in ihrer  Stellung gegenüber der     Klemmbüellse   <B>23</B>     und     der Abbauhammer 12 in der Zwinge 21  fixiert.

   An seinem hintern Ende besitzt, der  Zylinder 20 einen kugelförmigen Ansatz 24,  welcher in einer Kugelpfanne eines     Wider-          lagers   <B>25</B> liegt.. Dieses     Widerlager   <B>25</B> ist mit  tels einer     Klemmsehraube   <B>26</B>     versehwenkbar     mit einer     Klenunbüchse   <B>9-7</B> verbunden, welch  letztere verschiebbar auf einer der Stangen<B>19</B>  des Rahmens 14 geführt ist. Durch Anziehen  der Klemmschraube<B>26</B> wird gleichzeitig die  Lage der     Klemmbüehse    auf der Stange<B>19</B>  und die Lage des     Widerlagers   <B>25</B> gegenüber  der     Klemmbiiehse   <B>27</B> festgelegt.

   Diese An  ordnung ermöglicht es, die Zylinder 20     mit     den in ihnen geführten     Abbauhämmern    12 in  beliebiger Richtung einzustellen. Die Einstel  lung der Abbauhämmer 12 wird so getroffen,       dass    sie mindestens zum Teil windschief  zueinander liegen und     dass    die vordern  Enden ihrer     Werkzeu-e    mindestens ange  nähert regelmässig auf der ganzen     Stollen-          brustfläehe    verteilt     lieven.    Die am Umfang  <B>n</B><I>n</I>  des Rahmens<B>13</B> gelagerten Zylinder 20 mit  <B>C</B>  ihren Abbauhämmern 12 sind     zu    diesen).  Zwecke etwas nach aussen gerichtet.

   Die     Zy     linder 20 weisen an ihrem hintern Ende  einen     Ansehlussstutzen   <B>28</B> für eine     DriiekILift-          leitung   <B>29</B> auf. Die Druckluft wird zuerst in  den Zylinder 20 eingeleitet     -uuid,        dieekt    den  in diesem     versehiebbar    geführten     Abbanham-          mer    12 entgegen der Wirkung einer Feder  <B>30</B> nach vorn. Aus dem Zylinder 20 wird      dann     derAbbauhaininer    12 mit Druckluft, ge  speist.

   Wird die     Druekluftzufuhr    zum Zylin  der 20     unterbroehen.,    so wird der in diesem  geführte     Abhauhammer    12 durch die Feder  <B>30</B> im     Zvlinder    20 nach hinten gezogen. Der  Luftkompressor<B>5</B> fördert Druckluft in einen  über ihm angeordneten     Druekluftbehälter     <B>31,</B> an welchen ein Mehrweghahn<B>32</B> ange  schlossen ist, von welchem drei     Druekluft-          leitungen   <B>33,</B> 34 und<B>35</B> abzweigen.

   Die     Ab-          bauhäminer    12 sind in drei Gruppen unter  teilt, und die Abbauhämmer 12 einer Gruppe  werden gemeinsam durch<B>je</B> eine der drei       Druckluftleitungen   <B>33,</B> 34 und<B>35</B> gespeist..  Die Abbauhämmer 12 der drei Gruppen sind  untereinander gemischt angeordnet. Die drei  Gruppen von     Abbauhämmern    12 arbeiten ab  wechselnd.

   Der Angriff     auf    das Gestein oder  den Grund an der     Stollenbrust    erfolgt, weil  die Abbauhämmer mindestens zum Teil wind  schief zueinander gerichtet sind, abwechselnd  aus verschiedenen Richtungen, wodurch der  Abbau des Materials in verhältnismässig  kleinen     Stileken    gefördert wird.     WKhrendder     Arbeit des Abbauaggregates     rüekt    das Rau  penfahrzeug<B>1</B> ganz langsam, das heisst mit  einer Stundengeschwindigkeit von<B>0,5</B> bis       höehstens    2 Metern,<B>je</B> nach der Beschaffen  heit des Grundes, vor.

   Dabei     muss    sieh das  Raupenfahrzeug<B>1</B> nicht unbedingt immer in  der gleichen Richtung bewegen, sondern es  kann auch Kurven beschreiben, allerdings  nur solche mit sehr grossen Radien, das heisst  es können nicht nur gerade, sondern auch  schwach gekrümmte Stollen erzeugt werden..

    Eine Beschädigung der Abbauhämmer 12  durch die     Vorbewegung    des     Raupenfahrze-a-          ges   <B>1</B> ist, nicht     za    befürchten, weil die in     Ar-          beit,gstellung        befindliehen    Abbauhämmer 12,  wenn die     Vorbewegung    des Raupenfahrzeuges  <B>1</B> grösser sein sollte als der Vortrieb ihrer  Werkzeuge, in ihre Zylinder 20     zurückge-          drüekt    werden.  



  Auf     dern.        Raupenfahrzeu,-   <B>1</B> ist ferner ein  Wassertank<B>36</B> sowie eine Wasserpumpe<B>37</B>       anc,eordnet,    welche am Chassis des Abbau  aggregates angeordnete Brausen<B>38</B> mit Was  ser aus diesem Wassertank<B>36</B> speist. Durch         Besprühung    der     Stollenbrust    mit Wasser wird  die Staubentwicklung unterbunden.  



  Das abgebaute Material wird     dureh    ein  Förderband<B>39,</B> welches über eine Rolle 40,  die an einem unten am vordern Ende des  Chassis des Raupenfahrzeuges<B>1</B> angeordneten       Aii-,leger    41 gelagert ist, und eine in einem  schräg nach oben gerichteten Ausleger 42 am  hintern Ende des Chassis des Raupenfahr  zeuges<B>1</B> gelagerte Rolle 43 geführt ist und  welches durch das Chassis des Raupenfahr  zeuges<B>1</B>     hindurehläuft,    kontinuierlich weg  befördert.

   Beidseitig der Rolle 40 und zu  dieser koaxial, sind zwei weitere Rollen 44 und  45 gelagert, über welche zwei weitere, kurze  Förderbänder 46 -Lind 47 laufen, die ander  seits über Rollen 48 und 49 geführt sind,  welche derart in geneigter Stellung gelagert  sind,     dass    das von den Förderbändern 46     und     47     erfasste    Material nach innen und     auf    das  Förderband<B>39</B> befördert wird. Die Förder  bänder<B>39,</B> 46 und 47 werden über in der  Zeichnung nicht dargestellte Mittel vom       Dieselmotor    4 angetrieben.

   Vor den Rollen 40,  44 und 45 ist am Ausleger 41 ein über die  ganze Breite des erzeugten Stollens sich er  streckender Keil<B>50</B> angeordnet, über welchen  das abgebaute Material infolge Vorwärtsbewe  gung des     Raupenfahrzeiiges        auf    die Förder  bänder     39.,    46     und    47 geschoben wird.

   Hinter  den Förderbändern 46 und 47     Iiegt    der för  dernde Strang des Förderbandes<B>39</B> in einer  Rinne<B>51,</B> welche verhindert,     dass    Material       #4eitlieh    vom Förderband<B>39</B>     herunterfalle.     Das Förderband<B>39,</B> welches mit. den     erforder-          liehen,    in der Zeichnung nicht dargestellten  Stütz- und Leitrollen versehen ist.,     i6rdert     das abgebaute Material in zwei     Hoehbehälter     <B>52</B> und<B>53,</B> welche auf einer hinter dem Rau  penfahrzeug<B>1</B>     befindliehen,    fahrbaren Ver  ladeanlage angeordnet- sind.

   Die Brücke 54  dieser Verladeanlage ist mit einem Geleise<B>55</B>  versehen. Hinter der Verladeanlage ist aus  Längsbalken<B>56</B> und Querbalken<B>57</B> eine     Bet-          tung    für ein an das Geleise<B>55</B> angeschlossenes  Geleise mit Weiche<B>58</B> gebildet.

   Diese     Bettung     erstreckt sich bis an die bereits betonierte  Sohle<B>59</B> des Stollens, in welche ein doppel--           spuriges    Geleise<B>60</B> einbetoniert ist, an dessen  zwei Spuren     dM    Abzweigungen der Weiche  <B>58</B> angeschlossen sind, derart,     dass        auf    der  einen Spur des Geleises<B>60</B> Materialwagen<B>61</B>  auf das Geleise<B>55</B> der Brücke, 54 der Ver  ladeanlage und unter die Hochbehälter<B>52</B>  und<B>53</B> gefahren werden können, welche dann  über die andere Spur des Geleises<B>60</B> wegge  fahren werden.

   Die Verladeanlage wird zu  erst möglichst nahe     andas    Raupenfahrzeug<B>1</B>  herangefahren, so     dass    das Förderband<B>39</B>  zuerst den hinten liegenden Hochbehälter<B>53</B>  füllt. Während der Arbeit rückt das Raupen  fahrzeug<B>1</B> allmählich vor     -Lmddas    Ende des  Förderbandes<B>39</B> kommt in eine solche Lage,       dass    es den vordern     Ilochbehälter   <B>52</B> füllt.

    Während dieser Zeit, es handelt sich hierbei  um Stunden, wird die aus den Längsbalken<B>56</B>       -Lmd    den Querbalken<B>57</B> bestehende     Bettung     für das Geleise mit der     -Weiehe   <B>58</B> zwischen  der Brücke 54 der Verladeanlage     und    der be  reits betonierten Sohle<B>59</B> des     Stollens    erstellt  und das Geleise<B>55</B> an das Geleise<B>60</B> ange  schlossen, worauf sofort mit der Entleerung  der Hochbehälter<B>52</B> und<B>53</B> in die herange  führten Materialwagen<B>61</B> begonnen wird.

   Ist  das Raupenfahrzeug<B>1</B> so weit vorgerückt,     dass     das Ende des Förderbandes<B>39</B> über dem     vor-          dern    Rand des Hochbehälters<B>52</B> liegt, so wird  die Verladeanlage wieder möglichst nahe an  das Raupenfahrzeug<B>1</B> herangefahren und der  Vorgang wiederholt sich. Auch am Betonieren  der Sohle<B>59</B> wird ständig weitergearbeitet,  derart,     dass    immer, wenn die Verladeanlage  dem Raupenfahrzeug nachgeschoben wird, ein  entsprechendes Stück Sohle<B>59</B> betoniert wird.

    Dabei werden die Rohre<B>62</B> für Luftzufuhr  und die Rohre<B>63</B> für Wasserabfuhr     mitein-          betoniert.    Um das Geleise<B>60</B> unabhängig von  der     Abbindezeit    des Betons der Sohle<B>59</B> be  fahrbar zu machen, werden dessen Schwellen  64 auf den Rohren<B>63</B> gelagert.  



  Die Einrichtung besitzt ferner eine Vor  richtung, welche es ermöglicht, den erzeugten  Stollen entsprechend dem Ausmass     seinesVor-          triebes    fortlaufend mit einer     spundwand-          artigen        Auskleidl--ing    zu versehen. Diese Aus  kleidung wird abschnittsweise aus<B>je</B> zwei    starken     Bleehtaf        eln   <B>65</B> und<B>66</B> gebildet, deren  obere Teile entsprechend der Wölbung des  Stollens gegeneinander zu gebogen sind, und  deren obere Enden durch     ineinandergrei-          fende        Fälze   <B>67</B> und<B>68</B> lösbar miteinander ver  bunden sind.

   Die Blechtafeln<B>65</B> und<B>66</B> weisen  an ihren nach hinten zu liegenden Rändern  einen nach aussen und an ihren nach vorn zu  liegenden Rändern einen nach innen umgebo  genen Falz<B>69</B>     bzw.   <B>70</B> auf. An den beiden  Längsträgern<B>7</B> auf jeder Seite des Raupen  fahrzeuges<B>1</B> ist ein auf Rollen<B>71</B> laufender  und durch     Leitrollen   <B>72,</B> welche an einem  Flansch<B>73</B> an den     Querträ.-ern   <B>- 7</B> geführt,  sind, geführter Wagen 74     versehiebbar.    Auf  diese Wagen 74 werden die beiden     Bleehtafeln     <B>65</B> und<B>66</B> eines     Auskleidungsabsehnittes,

       nachdem ihre     Fälze   <B>67</B> und<B>68</B> miteinander in  Eingriff gebracht wurden, aufgebracht,     und     zwar so,     dass    sie ausserhalb der     Längsträger   <B>7</B>  in den engen Zwischenräumen     zwisehen    dieser  und den     Seitenwänden    des     Stollens    liegen. Die  Befestigung der Blechtafeln<B>65</B> und<B>66</B> an  den Wagen 74 kann dabei mit Vorteil     dureh     in der Zeichnung     nieht    dargestellte Elektro  magnete erfolgen.

   An jedem der Wagen 74 ist  ein Drahtseil<B>75</B> befestigt, welches über eine  Seilrolle<B>86,</B> die an den die vordern Enden der  beiden Längsträger<B>7</B> auf jeder Seite     verbin-          clenden    Pfosten<B>8</B> gelagert sind, geführt ist.  Mit Hilfe dieser Drahtseile<B>75</B> werden nun  die Wagen 74 mit den auf ihnen     befindliehen          Bleehtafeln   <B>65</B> und<B>66</B> nach vorn gezogen, bis  sie beidseitig des Chassis des Abbauaggregates  sich befinden.

   Das Chassis des     Abbauag,        e-          gates    ist mit einem in Arbeitsstellung oben       befindliehen    Bügel<B>76</B> versehen, in welchem  noch Querstangen<B>18</B> des Rahmens<B>13</B> und die  in Arbeitsstellung oben     befindliehen    Enden  der Stangen<B>19</B> des Rahmens 14 gelagert sind.

    Auf diesem Bügel<B>76</B> sind zwei     pneumatisehe          Presszjyinder   <B>77</B> mit     Presskolben   <B>78</B> angeord  net, und auf jeder Seite des Chassis des Abbau  aggregates sind ebenfalls zwei solche     Press-          zylinder   <B>79</B> mit     Presskolben   <B>80</B> vorgesehen.  Die Wagen 74 besitzen<B>je</B> zwei Fenster<B>81,</B>  durch welche die     Presskolben   <B>80</B>     hindurch-          treten    und auf die Blechtafeln<B>65</B> und<B>66</B> ein-      wirken können.

   Der hintere Rand der Blech  tafeln<B>65</B> und<B>66</B> liegt hinter dem vordern  Rand des     vorgängig    eingesetzten     Blechtafel-          paares.    Zum Einsetzen der     Bleehtafeln   <B>65</B>  und<B>66</B> wird die Druckluftzufuhr zu den       Presszylindern   <B>78</B> und<B>79,</B> welche an den       Druekluftbehälter   <B>31</B>     an(yesehlossen    sind, ge  öffnet, was bewirkt,

       dass    die an ihren obern  Enden miteinander verbundenen     Bleehtafeln     <B>65</B> und<B>66</B> durch die     Presskolben   <B>78</B> der     Press-          zylinder   <B>77</B> nach oben an das Gewölbe des  Stollens und gleichzeitig durch die     Presskol-          ben   <B>80</B> seitwärts an die Seitenwände des Stol  lens     bzw.    an das     vorgängig    eingesetzte     Blech-          tafelpaar        angedrüekt    werden.

   Durch die Vor  wärtsbewegung des Raupenfahrzeuges<B>1</B> und  gegebenenfalls auch durch weiteres Vorziehen  der     Wal-en    74 werden die     Bleehtafeln   <B>65</B>     -und     <B>66</B> gleichzeitig nach vorn geschoben, wobei der  nach aussen umgebogene Falz<B>69</B> an ihrem  hintern Rande in den nach innen umgeboge  nen Falz<B>70</B> am vordern Rande des     vorgängig     eingesetzten     Bleehtafelpaares    hineingezogen  wird. In dieser Weise wird eine Auskleidung  des Gewölbes und der Seitenwände des Stol  lens, die einer     Spundwand    ähnlich ist, ge  bildet.  



  Mit Vorteil sind an den untern Enden der       Bleehtafeln   <B>65</B> und<B>66</B> Fussstücke<B>82</B>     ange-          lenkt,    welche zum Vorschieben der Blech  tafeln<B>65</B> und<B>66</B> nach innen geklappt sind  und welche beim Einsetzen derselben durch  besondere, am Chassis des     Abbauiaggregates     angeordnete     pneumatisehe        Presszylinder   <B>83</B>  mit     Presskolben    84 in ihre endgültige Lage  gedrückt werden.  



  Es wäre     denk-bar,    an Stelle der beiden       Bleehtafeln   <B>65</B> und<B>66</B> ein einziges Stück zu  verwenden. Es würde sieh dabei aber um  äusserst sperrige Stücke handeln, deren     Mani-          pulierung    im Stollen und insbesondere bei der  Verladeanlage Lind dem Raupenfahrzeug     prak-          kn          liseh    kaum möglich wäre.  



  Soll die ganze Einrichtung aus dem Stollen       ausaefahren    werden, so wird die Verbindung  zwischen dem Raupenfahrzeug und dem<B>Ab-</B>  bauaggregat gelöst und das letztere nach Ent  fernen der am Gewölbe des Stollens wirken-    den Abbauhämmer 12 auf seine Räder<B>15</B> ge  bracht. In dieser Stellung     lässt    es sich ohne  weiteres aus dem Stollen ausfahren, da auch  die     dureh    die betonierte Sohle<B>59</B> reduzierte  Höhe des Stollens     hiefür    absolut genügt. Vor  der Sohle<B>59</B> ist zum Ausfahren der     Verlade-          aulage,    des Raupenfahrzeuges     und    des Abbau  aggregates eine Rampe zu erstellen.  



  An Stelle der     pne-Limatisehen    Abbauhäm  mer könnten natürlich auch elektrische vor  gesehen werden. Ebenso könnte an Stelle des  Dieselmotors 4 ein Elektromotor, der mittels  eines     verlängerbaren    Starkstromkabels an ein  Kraftnetz anzuschliessen wäre, vorgesehen  sein. Die     Presszylinder    mit ihren     Presskolben     könnten dabei durch     elektromagnetisehe        Ein-          riehtungen    ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH I: Verfahren zum maschinellen Vortreiben von Stollen ohne Verwendung von Explosiv stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines in der Arbeitsstellung vorn an einem Raupenfahrzeug angeordneten und durch dieses vorwärtsbewegten Abbauaggregates die ,(Yanze Stollenbrustfläche unter Zerkleinerung des Materials kontinuierlich abgebaut und das abgebaute Material durch eine Fördereinrieh- tung einer hinter dem Raupenfahrzeug ange ordneten Verladeanlage zugeführt wird.
    UNTERANSPRUCH: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit# dem Abbau an der Stollenbrustfläehe aus ent sprechend der Wölbung des Stollens geboge nen und an ihren obern Enden mittels Fälzen miteinander verbindbaren Bleehtafeln eine spundwandartige Auskleidung der Wölbung und der Seitenwände des Stollens gebildet wird.
    <B>PATENTANSPRUCH</B> II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich-, net durch ein Raupenfahrzeug mit zwei unab hängig voneinander angetriebenen Raupen, auf welchem die Antriebsmaschine angeordnet ist, ein in der Arbeitsstellung am vordern Ende dieses Raapenfahrzeuges angeordnetes, eine Anzahl von über die ganze Stollenbrust- fläche verteilt angeordnete, in ihrer Lage ein stellbare Abbauhämmer aufweisendes Abbau aggregat, eine Berieselungsanlage zum Berie seln der Vortriebsstelle mit Wasser, eine För- dereinriehtung,
    welche das abgebaute Material hinter das Raupenfahrzeug befördert und eine fahrbare Verladeanlage mit mindestens zwei Hochbehältern, in welche die Fördereinrieh- tung das abgebaute Material wirft, wobei Mit tel vorgesehen sind, um während dem Vor treiben des Stollens eine spundwandartige uskleidung der Wölbung und der Seiten wände des Stollens anzubringen.
    UNTERANSPRÜCHE: 2. Einrieht-Luig nach Patentanspruch II dadurch gekennzeichnet, dass die Abbauhäm_ mer des Abbauaggregates pneumatische<B>Ab-</B> bauhämmer sind, welche durch einen auf dem Raupenfahrzeug angeordneten Luftkompres sor gespeist werden, welcher Luftkompressor durch einen Antriebsmotor angetrieben wird, der ausserdem über ein stufenlos regulierbares Getriebe die beiden Raupen des Raupenfahr zeuges antreibt.
    <B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruell 2, dadurch gekennzeieb- net" dass das Abbauaggregat ein -auf vier Rädern fahrbares Chassis aufweist, welches aus zwei zueinander parallelen, miteinander verbundenen Rahmen besteht, welches Chassis in Arbeitsstellung in vertikale Lage aufge zogen ist, wobei sich seine vier Räder gegen einen am vordern Ende des Raupenfahrzeuges angeordneten, portalförmigen -und durch seit- liebe Streben verstrebten Rahmen abstützen. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüehen 2 und<B>3,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Abbauhammer in einem einstellbar am Chassis des Abbauaggre gates gelagerten, nach hinten geschlossenen, an eine Druckluftleitung angeschlossenen<B>Zy-</B> linder axial verschiebbar geführt ist, wobei der Abbauhammer durch die Druckluft ent gegen der Wirkung einer im Zylinder angeord- C neten, auf ihn einwirkenden Feder nach vorn gedrückt wird.
    <B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspriieh II und Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abbauhämmer in drei Gruppen unterteilt sind, wobei die Abbau- häminer jeder der drei Gruppen über die ganze Stollenbrustfläehe verteilt angeordnet sind, lind dass alle Abbauhämmer jeder Giruppe an eine gemeinsame Druekluftleitung angeschlossen sind, welche Druekluftleitungen von einem Mehrweghahn,
    der mit dem Druck- Itiftbehälter des Luftkompressors verbunden ist, abzweigen, das Ganze derart, dass jeder zeit immer nur eine Gruppe von Abbauhäni- mern arbeitet.
    <B>6.</B> Einrichtung nach Patentansprueh <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Förderein- riehtung, welche das abgebaute Material hin ter das Raupenfahrzeug in die fahrbare Ver- Iadeanlage befördert, aus einem vom Antriebs motor angetriebenen Förderband, welches über ein an einem Ausleger des Chassis des Rau penfahrzeuges nahe über der Sohle des Stol lens gelagerte Rolle,
    durch das Chassis des Raupenfahrzeuges hindurch und über eine an einem hinten am Chassis des Raupenfahr zeuges angeordneten und über die Hoehbehäl- ter der Verladeanlage reichenden Ausleger ge lagerte Rolle geführt ist, und zwei vor dem Raupenfahrzeug seitlich dieses Förderbandes a a ngeordneten, vorn über zwei zur Rolle des erstgenannten Förderbandes koaxiale,
    im vorn am Raupenfahrzeug angeordneten Ausleger gelagerte Rollen und zwei in geneigter Stel- limg gelagerte Rollen geführte, ebenfalls vom ,A,ntriebsmotor angetriebenen Förderbändern besteht, wobei die seitliehen Förderbänder derart geführt sind, dass sie das von ihnen erfasste Material auf das zwischen ihnen lie gende mittlere Förderband fördern.
    <B>7.</B> Einrichtung nach Patentanspriieh <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Chassis des Raupenfahrzeuges ein aus vier Längs trägern, Querträgern und Pfosten gebildeter räumlieher Rahmen angeordnet ist, welcher nach vorn über das Chassis des Abbauaggre gates hinausragt, wobei an den beiden Längs- el trägern auf jeder Seite ein Wagen verschieb bar ist, welche Wagen zur Aufnahme von zwei an ihren obern Teilen entsprechend dem Ge wölbe des Stollens gebogenen und an ihren obern Enden durch ineinandergreifende Fälze verbundenen,
    aussenseitig des räumlichen Rah- inens auf die Wagen aufgebrachten Blech tafeln bestimmt sind, welche Blechtafeln an ihren vordern Rändern einen nach innen und an ihren hintern Rändern einen nach aussen umgebogenen Falz aufweisen, welche Blech tafeln auf den genannten Wagen bis zum Chassis des Abbauaggregates gefahren werden können, wobei Mittel vorgesehen sind, um während der Arbeit des Abbauaggregates diese Bleehtafeln nach oben und aussen an die Wöl bung und die Seitenwände des Stollens zu drücken und gleichzeitig noch weiter nach vorn zu schieben, derart,
    dass der nach aussen umgebogene Falz am hintern Rand dieser Bleehtafeln in den nach innen umgebogenen Falz am vordern Rand der vorgängig einge setzten, gleichartigen Blechtafeln hineinge zogen wird, so dass absehnittsweise eine spund- wandartige Auskleidung der Wölbung und <B>M</B> LI <B>M</B> der Seitenwände des Stollens entsteht.
    <B>8.</B> Einrichtung nach Patentanspruch<B>11</B> und Unteranspr-Lieh <B>7,</B> dadurch gekennzeich net, dass am Chassis des Abbauaggregates pneumatisehe Presszylinder mit Presskolben angeordnet sind, welche auf die Blechtafeln zur Einwirkung gebracht werden können, der art, dass diese Blechtafeln nach oben an die Wölbung und seitwärts an die Seitenwände des Stollens gedrückt werden.
    <B>9.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen<B>7</B> und<B>8,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass an den untern Enden der Bleehtafeln Fussstüeke angelenkt sind, welehe während des Vorschiebens der Blechtafeln nach innen geklappt sind, und dass am Chassis des Abbauaggregates pne-Limatisehe Presszylin- der mit Presskolben vorgesehen sind,
    mittels welehen diese Fussstücke nach dem Andrüeken der Blechtafeln an die Wölbung und die Sei tenwände des Stollens nach aLissen in eine Stelluno- aedrilekt werden, in weleher sie die Bleehtafeln bis auf die Sohle des Stollens ver längern und diesen als Füsse dienen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114165229A (zh) * 2021-12-10 2022-03-11 浙江海洋大学 一种煤矿开采用掘进输送及喷淋一体化设备

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN114165229A (zh) * 2021-12-10 2022-03-11 浙江海洋大学 一种煤矿开采用掘进输送及喷淋一体化设备

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