CH280218A - Tastlehre zum Prüfen geometrischer Toleranzen von Werkstücken. - Google Patents

Tastlehre zum Prüfen geometrischer Toleranzen von Werkstücken.

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Description


  
 



  Tastlehre zum Prüfen geometrischer Toleranzen von Werkstücken.



   Die Erfindung betrifft eine Tastlehre zum Prüfen   geometriseher    Toleranzen von Werkstücken, mit einem Taststift und mit zwei mit diesem zusammenwirkenden elektrischen Kontakten, deren Betätigung zur Anzeige des   Untel-oder    Überschreitens eines Toleranzbereiches dient.

   Die Tastlehre zeichnet sich dadurch aus, dass ein schwenkbarer, federbeeinflusster   Kontakthebe]    mit daran befestigtem und zwischen zwei einstellbaren Kontaktflächen beweglichen Kontaktorganen bei Berührung eines Anschlages des unter Federwirkung stehenden Taststiftes mit diesem in   Bewegtmgsverbindung    steht derart, dass bei axialer   Versehiebung    des Taststiftes entgegen der auf ihn wirkenden Federung der Kontakthebel freigegeben wird, wobei er sich infolge seiner Federbeeinflussung verschwenkt, so dass sich das erste seiner Kontaktorgane von der einen Kontaktfläche abhebt und sich das zweite gegen die andere Kontaktfläche bewegt.



   In der beigefügten Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel    des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Tastlehre mit teilweise weggebrochenem Sockel,
Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1 im senkrechten   Längssehnitt,   
Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 2 in grösserem Massstab, teilweise im Schnitt gemäss der Linie   III-III    in Fig. 4,
Fig. 4 einen Schnitt gemäss der Linie IV-IV in Fig. 3 und
Fig. 5 eine Einzelheit aus Fig. 2, im Längsschnitt.



   Die dargestellte Tastlehre weist gemäss Fig. 1 einen bügelförmigen Halter 1 auf, der an einem Sockel 2 befestigt ist und dessen unterer Schenkel eine in der Höhe verstellbare Auflagefläche 3 an einer Schraubenspindel 4 trägt. Eine Gegenmutter 5 dient zur Sicherung der Spindel gegen unbeabsichtigtes Verdrehen. Am obern Schenkel besitzt der Halter 1 eine Wange   la,    in welcher das Gehäuse 6 mittels zwei seitlich vorspringenden Flanschen 6b befestigt ist. Das Gehäuse 6 beherbergt gemäss Fig. 2 einen in axialer Richtung verschiebbaren Taststift 7.

   Das untere Ende dieses Taststiftes ist mit einem aus  wecbsdbaren    Tastorgan 8 versehen und enthält in einer Längsbohrung eine Schraubendruckfeder 9, welche mit ihrem einen Ende am Taststift selbst und mit dem andern Ende an einem festen Anschlag 10 anliegt und bestrebt ist, den Taststift nach unten zu verschieben. In seinem obern Rohrteil ist der Taststift 7 mit zwei sich gegenüberliegenden Längsschlitzen versehen, die sich in der in Fig. 2 gezeigten Darstellung in der Bildebene befinden und durch welche der feste Anschlag 10 hindurchragt. Ein zweiarmiger Kontakthebel 11 ist ebenfalls durch diese Längsschlitze hindurchgesteckt und lagert nahe bei einem seiner Enden schwenkbar auf zwei Kugeln 12 und 13, das heisst er ist um eine durch die Kugeln gehende Axe schwenkbar,  wie das aus den Fig. 3   irnd    4 deutlich hervorgeht.

   Jede Kugel ruht in   Ausnehinnngen    von zwei Lagerkörpern, deren einer am Kontakthebel 11   irnd    deren anderer an einem unbeweglich mit dem Lehrengehäuse 6   verbim-    denen Teil   19    angeordnet ist. Dieser Teil 14 ruht in einer passenden Ausnehmung des Ge  häuses    6 und wurde seitlich in dieses eingeschoben, bevor das Gehäuse in die Wange   la    des Halters 1 eingelegt wurde. Der eine am Kontakthebel befestigte Lagerkörper 15 besitzt eine kegelförmige Lagerfläche, während der andere Lagerkörper 16 des Kontakthebels eine   konkavzylindrische    Lagerfläche aufweist, deren Mantellinien in der Richtung der   Schwenkaxer    des Kontakthebels stehen.

   Die beiden am unbeweglichen Teil 14 angeordneten Lagerkörper 17 besitzen je eine kegelförmige Lagerfläche   irnd    sind in der Richtung des Lagerdruckes federnd abgestützt. Zu diesem Zwecke haben diese Lagerkörper 17 zum Teil die äussere Gestalt von Kegelstumpfen und sind in Bohrungen 18 des   unbeweglichen    Teiles 14 eingesetzt, welche Bohrungen an ihrem dem Kontakthebel   zugewendeten Ende    konisch verjüngt sind, so dass die von der andern Seite eingeschobenen Lagerkörper 17 nicht gegen den Kontakthebel aus den Bohrungen 18 austreten können. Je eine mittels eines Schraubenbolzens 19 spannbare   Schran-      bendruekfeder    20 drückt die   Lagerkörper 17    gegen die durch die Verjüngung der Bohrungen 18 gebildeten Anschläge.

   Die Stärke dieser Federn 20 ist derart bemessen, dass die Federung der Lagerkörper nur bei einer   Über-    beanspruchung des Lagers   wirksÅam    wird.



  Eine einerends am kurzen Arm des Kontakthebels 11 angreifende Zugfeder 21 ist bestrebt, den Hebel (Fig. 2) im Uhrzeigersinn zu schwenken. Am längeren Arm des Kontakthebels 11 befindet sich jedoch unweit von der   Schwenkaxe    des   Hebels    eine   kugelkaloften    förmige Anschlagfläche 22, vorzugsweise von einem Hartmetallteil gebildet, welche gegen einen am obern Ende des Taststiftes 7 vorhandenen Anschlag 23 anzuliegen bestimmt ist, der ebenfalls mit Vorteil aus Hartmetall besteht.



   Das freie Ende des längeren Armes des Kontakthebels 11 ist unten und oben je mit einem Kontaktorgan   24,    vorzugsweise aus Hartmetall, versehen. Diesen Kontaktorganen stehen feste, aber in ihrer Höhe einstellbare Kontaktflächen 25, ebenfalls von Hartmetallteilen gebildet, gegenüber, die je an einer in senkrechter Richtung verschiebbaren, aber unverdrehbaren Spindel 26 elektrisch isoliert befestigt sind. Zur Verhinderung ihrer   Drehung    besitzen die Spindeln 26 eine Längsnute 27, in welche ein radial zur Spindel stehender Bolzen 28 hineinragt. Das der Kontaktfläche 25 abgewendete Ende jeder Spindel 26 ist mit einem Gewinde   29    versehen,   iiber    welches eine   Alutterhülse    30 geschraubt ist.

   Diese Hülse ist drehbar in einem fest   in    das Gehäuse 6 eingegossenen, aus Stahl bestehenden Teil 31 gelagert, jedoch in axialer Richtung feststehend und trägt an ihrem äussern Ende drei je um 1200 versetzte Längsschlitze 32, in denen Kugeln 33 lagern, die sich radial nach innen auf einen zylindrischen Teil eines Stiftes 34 abstützen der zentrisch in eine Hülse 35 eingepresst ist.



  Diese Hülse 35 ist frei drehbar am Teil 31 gelagert und durch einen in Ringnuten beider Teile eingesetzten Spreizring 36 gegen Herausfallen gesichert. Gegen aussen stützen sich die Kugeln 33 auf zwei mit gegeneinander gerichteten kegeligen Flächen versehene Ringe 37 und 38 ab, das heisst die kegeligen Flächen tangieren die Kugeln. Der Ring 37 ist mittels einer auf dem Teil 31 durch Einbördeln ihres Randes befestigte Büchse 39 gehalten und der andere Ring 38 ist mittels einer Schraubendruekfeder 40 in Richtung gegen den Ring 37 gedrückt. Die Ringe 37 und 38 greifen mittels Klauen 37a ineinander und der Ring 37 ist ferner mit   Nuten    37b versehen, welche in Vorsprünge des Teils 31 greifen, wodurch die Ringe 37 und 38 gegen Verdrehen gesichert sind.

   Zwischen dem Ring 38 und der Feder 40 sind zur Verminderung der Reibung Kugeln 41 und ein Druekring 42 eingelegt.



  Das andere Ende der Feder 40 stützt sich gegen einen   Bund    der Mutterhülse 30   ah,    welcher anderseits unter Zwischenschaltung  von Kugeln 43 gegen einen Absatz des Teiles   51    anliegt. Die Mutterhülse 30 besitzt ferner zwei Längsschlitze 44, welche in Fig. 5 in der Bildebene liegen und durch welche einwärts ragende Lappen eines hülsenförmigen Organs 45 hindurchgesteckt sind, das mittels einer Büchse 46 am Ende des Gewindeteiles 29 axial gesichert ist.



   Die auf ihrer Aussenseite geriffelten Hülsen 35 können durch schwenkbare Deckel 47 überdeckt werden, welche Deckel am Gehäuseteil   6c6    dadurch lösbar angelenkt sind, dass die Gelenkbolzen 48 an zwei gegenüberliegenden Seiten abgeflacht sind, während der den Bolzen umgebende Scharnierteil 49 parallel zur Gelenkbohrung geschlitzt ist, und zwar so, dass der Deckel in geöffnetem Zustand vom Gelenkbolzen abgezogen werden kann (Fig. 2). Der Scharnierteil 49 des Deckels ist ausserdem mit einem Nocken 50 versehen, welcher in geschlossener Stellung des Deckels auf ein Blattfederpaket 51 drückt.



  Die äusserste Feder 52 des Paketes 51 bildet eine Raste, welche den Deckel 47 in geschlossener Stellung mittels des eingerasteten Nockens 50 festhält. Anderseits presst das Federpaket 51 bei geschlossenem Deckel auf den früher erwähnten Bolzen 28, welcher dadurch in die Nute 27 der Spindel 26 hineingepresst wird und demzufolge die Spindel 26 gegen jegliche Verschiebung sichert.



   An der Frontseite des Gehäuses 6 befindet sieh der mittels in der Zeichnung nicht sichtbarer Schrauben befestigte Deckteil 6a mit einem Fenster 53, welches eine Beobachtung der Kontaktorgane 24 und der Kontaktflächen 25 ermöglicht. Durch eine Durchführungstülle 54 ist ein in Fig. 2 nicht gezeichnetes Kabel in das Gehäuse 6 eingeführt, welches mindestens drei Adern besitzt, deren eine an die Masse des Gerätes und somit an den Kontakthebel 11 angeschlossen ist, während die beiden andern Adern je mit einer der von der Masse isolierten Kontaktflächen 25 in Verbindung steht. Mit Vorteil kann im Gehäuse 6 ein mehrpoliger Steckkontakt vorhanden sein, über welchen das Kabel angeschlossen ist.

   Auf der Oberseite des Gehäuses 6 kann im Be darfsfalle nach Wegsehrauben einer   Deckel    platte 55 eine   Messuhr    angebracht werden, deren Taststift am rückwärtigen Ende des Anschlages 23 des Taststiftes 7 anliegt, so   dass    die durch einen Prüfling verursachten Verschiebungen des Taststiftes 7 an der Messuhr genau abgelesen werden können.



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Tastlehre ist wie folgt:
Wird ein zu prüfendes Werkstück zwischen die Auflagefläche 3 und das Tastorgan 8 eingeschoben, so bewegt sich der Taststift 7 entsprechend der Abmessung des Prüflings nach oben, entgegen der Wirkung der Feder 9, wodurch der Anschlag 23 den   Kontaktliebel    freigibt. Die Zugfeder 21 bewirkt nun ein Schwenken des Hebels 11 bis gegebenenfalls sein oberes Kontaktorgan 24 an der obern Kontaktfläche 25 zum Anschlag kommt. Wird der Taststift 7 durch den Prüfling weiter nach oben gedrückt, so hebt sich der Anschlag 23 von der Anschlagfläche 22 des Kontakthebels 11 ab, so dass der letztere keine weitere Beanspruchung erfährt.

   Beim Wegnehmen des Prüflings aus der Tastlehre kehrt der Taststift 7 unter der Wirkung der Feder 9 in seine Ruhelage zurück und schwenkt dabei mittels des Anschlages 23 den Kontakthebel 11 ebenfalls wieder zurück.



   Zum Gebrauch der Tastlehre müssen die Kontaktflächen 25 in ihrer Höhe so eingestellt werden, dass ein Prüfling, dessen Abmessung innerhalb der zulässigen Toleranzgrenzen liegt, das untere Kontaktorgan 24 des Kontakthebels 11 von der untern Kontaktfläche 25 abhebt, das obere Kontaktorgan 24 aber   nicht.    bis an die obere Kontaktfläche 25 bewegt. Ein Prüfling, dessen Abmessung gerade an der obern Toleranzgrenze liegt, muss den durch das obere Kontaktorgan 24 und die obere Kontaktfläche 25 gebildeten obern Kontakt gerade zum Schliessen bringen,   irnd    ein Prüfling an der intern Toleranzgrenze darf den untern Kontakt 24, 25 gerade nicht mehr öffnen.



   Das richtige Einstellen der Kontaktflächen   25    geschieht durch Drehen der entsprechenden Hülse 35, welche mittels des Stiftes 34 die   Kugeln 33 an den Ringen 37 und 38 abwälzt und dadurch mit bedeutender Untersetzung die Mutterhülse 30 dreht. Dabei verschiebt sich die Spindel 26 je nach der   Drehrichtlmg    der Hülse 35 nach oben oder nach unten. Die beschriebene Anordnung für die Bewegungsiibertragung zwischen der Hülse 35 und der Mutterhülse 30 wirkt somit wie ein Planetengetriebe, welches vollständig spielfrei und gleichmässig dreht, da durch die Feder 40 die beiden Ringe 37 und 38 stets gegeneinandergepresst werden, so dass die Kugeln 33 nach innen auszuweichen bestrebt sind und sich dadurch an den Stift 34 anlegen.

   Durch die Neigung der Kegelflächen der Ringe 37 und 38 sowie durch die Grösse der Kugeln 33 und den Durchmesser des Stiftes 34 ist das   Über-    setzungsverhältnis zwischen den Hülsen 35 und 30 gegeben. Das hülsenförmige Organ 45 bewegt sich bei der Spindelbewegung ebenfalls nach oben oder nach unten. Es kann bei geöffnetem Deckel 47 durch einen Ausschnitt im Teil 31 beobachtet werden, so dass die die Lehre einstellende Person an diesem sich parallel mit der entsprechenden Kontaktfläche 25 verschiebenden Organ die Wirkung und vor allem die   Richtung    der durch das Drehen der I-lülse 35 hervorgerufenen Verschiebung der Spindel 26 verfolgen kann.



   Wenn ein Prüfling sehr rasch aus der Tastlehre herausgenommen wird, so schnellt der Taststift 7 nach unten und könnte dabei nach dem Schliessen des untern Kontaktes  (24, 25) das Lager des Kontakthebels, insbesondere die Lagerkörper 15-17 beschädigen.



  Durch die federnde Anordnung der im Teil 14 angeordneten Lagerkörper 17 ist eine solche Beschädigung jedoch verhindert, da bei jeder   Uberbeanspruehung    die Federn 20 nachgeben.



   Die Lagerfläche des einen Lagerkörpers 16 ist deshalb nicht kegelförmig, sondern konkavzylindrisch ausgebildet, weil dadurch die Anforderungen an die   Herstellungs-    genauigkeit der Lager bedeutend reduziert sind. Wenn der Lagerkörper 16 ebenfalls mit einer kegelförmigen Lagerfläche versehen wäre, so würde sieh bei der kleinsten Ungleichheit des Abstandes der beiden Lagerkörper des Hebels 11 und des Teiles 14 die eine der Kugeln verklemmen, was die Schwenkbarkeit des Kontakthebels 11 behindern und eine genaue Einstellung der Kontakte (24, 25)   illusorisch    machen würde.



   Das Verhältnis der Hebelarme des Kontakthebels 11 ist bei der beschriebenen Tastlehre zur Vermeidung von ungenauen Bewegungen der Kontaktorgane 24 so gehalten, dass die   Bewegungsübersetzung    Tatsorgan 8/ Kontaktorgane 24 relativ klein ist, so dass bei den kleinen zu prüfenden Toleranzen auch die Bewegung der Kontaktorgane 24 klein ist.



  Durch die Verwendung von Hartmetallkontaktorganen, deren Oberfläche fein geläppt ist, und von kleinen elektrischen Spannungen kann eine grosse   Schaltgenauigkeit    bei kleinem Verschleiss   der Lehrenkontakte    erzielt werden.



  Der Vorteil einer derartigen Tastlehre gegen über bekannten liegt   hauptsädilich    im   grossen    Einstellbereich der Toleranzgrenzen, die bei    einem ausgeführten Beispiel zwischen 1 und    mehreren Millimetern kontinuierlich auf eine    Genauigkeit von weniger als 1 u einstellbar    sein können.



   Die beschriebene Tastlehre kann zum Beispiel dazu verwendet werden, um, vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer Relaiseinrichtung,   Signallamp en    oder andere Signalgeber in Abhängigkeit vom   Prütergebnis    in bzw. ausser Wirkung zu setzen. Die An  ordnrmg    kann zum Beispiel so getroffen sein, dass eine rote Lampe brennt, solange kein oder ein zu kleiner Prüfling unter dem Taststift ist, dass eine grüne Lampe brennt, wenn die Kontaktorgane 24 von den feststehenden 25 abgehoben sind, und dass eine gelbe Lampe brennt, wenn ein   zn    grosser Prüfling unter dem Taststift ist und daher der obere Kontakt 24, 25 geschlossen ist.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tastlehre zum Prüfen geometrischer Toleranzen von Werkstücken, mit einem Taststift und mit zwei mit diesem zusammenwirkenden elektrischen Kontakten, deren Betätigung zur Anzeige des Unter- oder Überschreitens eines Toleranzbereiches dient, dadurch gekenn zeichnet, dass ein schwenkbarer, Íederbeein- flusster Kontakthebel mit daran befestigten und zwischen zwei einstellbaren Kontaktflächen beweglichen Kontaktorganen bei Be r iihrung eines Anschlages des unter Feder wirkung stehenden Taststiftes mit diesem in Bewegungsverbindung steht, derart, dass bei axialer Verschiebung des Taststiftes entgegen der auf ihm wirkenden Federung der Kontakthebel freigegeben wird, wobei er sieh infolge seiner Federbeeinflussung verschwenkt,
    so dass sich das erste seiner Kontaktorgane von der einen Kontaktfläche abhebt und sich das zweite gegen die andere Kontaktfläche bewegt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthebel, der Anschlag des Taststiftes und die Kontakte derart ausgebildet und angeordnet sind, dass sich der Anschlag bei einer weiteren Verschiebung des Taststiftes nach dem Aufsitzen des zweiten am Hebel befestigten Kontaktorgans auf die ihm zugeordnete einstellbare Kontaktfläehe vom Kontakthebel abhebt.
    2. Tastlehre nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthebel um eine durch zwei Kugeln gehende Achse schwenkbar gelagert ist.
    3. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kugel in Ausnehmungen von zwei Lagerkörpern ruht, deren einer am Kontakthebel und deren anderer an einem unbeweg lich mit dem Lehrengehäuse verbundenen Teil angeordnet ist.
    4. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass drei der Lagerkörper kegelförmige Lagerflächen besitzen, während der vierte mit einer konkavzylindrischen Lagerfläche versehen ist, deren Mantellinien parallel zur Schwenkachse liegen.
    5. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Lagerkörper in der Richtung des Lagerdruckes federnd abgestützt ist.
    6. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem mit dem IJehren- gehäuse verbundenen Teil angeordneten Lagerkörper federnd abgestützt ; sind.
    7. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federung der Lagerkörper so stark bemessen ist, dass dieselbe nur bei einer Überbeanspruchung des Lagers wirksam wird.
    8. Tastlehre nach Patentanspruch und linteransprüehen 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die federnd abgestützten Lagerkörper mindestens zum Teil die äussere Gestalt von Kegelstumpfen besitzen und in Bohrungen eingesetzt sind, welche an ihrem dem Kontakthebel zugewendeten Ende eine konische Verjüngung aufweisen, die das Austreten der Lagerkörper gegen den Kontakthebel verhindert.
    9. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 3, 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Bohrungen Druckfedern eingelegt sind, welche einerends gegen die Rückfläche der Lagerkörper und anderseits gegen einen in die Bohrung geschraubten Schraubenbolzen anliegen.
    10. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Kontakthebel eine kugelkalottenförmige Anschlagfläehe vorbanden ist, an welche der Anschlag des Taststiftes anzuliegen bestimmt ist.
    11. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeiehnet, dass die kugelkalottenförmige Anschlagfläche des Kontakthebels aus einem Hartmetallteil gebildet ist.
    12. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag des Taststiftes aus Hartmetall besteht.
    13. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktorgane am Kontakthebel aus Hartmetall bestehen.
    14. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die einstellbaren Kontaktflächen bildenden Teile aus Hartmetall bestehen.
    15. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthebel derart ausgebildet und angeordnet ist, dass eine Verschiebung des Taststiftes übersetzt den Kontaktorganen des Kontakthebels zuteil wird.
    16. Tastlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einstellbaren Kontaktteile je am einen Ende einer axial verschiebbaren Spindel elektrisch isoliert befestigt sind.
    17. Tastlehre nach Patentanspruch, dar durch gekennzeichnet, dass die einstellbaren Kontaktteile je an einer axial verschiebbaren, aber unverdrehbaren Spindel befestigt sind, welche mindestens teilweise mit einem Gewinde versehen und mittels einer darübergeschraubten, drehbaren, jedoch in axialer Richtung feststehenden Mutterhülse verschiebbar ist.
    18. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Mutterhülse ein Untersetzungsgetriebe vorhanden ist.
    19. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Untersetzungsgetriebe ein Planetengetriebe ist.
    20. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Planetengetriebe ein Reibungsgetriebe ist.
    21. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass in Ausnehmungen der ZIutter- hülse als umlaufende Getriebeteile Kugeln eingelegt sind, welche sich gegen aussen auf einer feststehenden Bahn abwälzen und sich gegen innen auf einen mindestens zum Teil zylindrischen Stift abstützen, der mittels einer als Handgriff ausgebildeten Hülse drehbar ist.
    22. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere feststehende Wälzbahn der Kugeln durch zwei Ringe gebildet ist, welche gegeneinandergerichtete, kegelige, die Kugeln tangierende Flächen besitzen.
    23. Tastlehre nach Patentanspruch uiid Unteransprüchen 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Ringe in axialer Richtung verschiebbar ausgebildet ist und unter Federwirkung steht, derart, dass er bestrebt ist, sich dem andern Ring zu nähern und dadurch die Kugeln radial nach innen zu drücken, welche sieh demzufolge spielfrei auf den mindestens zum Teil zylindrischen und zentralen Stift abstützen.
    24. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindeln je eine Längsnute aufweisen, in welche je ein radial zur betreffenden Spindel stehender Bolzen hineinragt.
    25. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17 und 24, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um je den Bolzen nach dem Einstellen der zugeordneten Kontaktfläche in die Nute zu pressen, um jegliches Verschieben der Spindel und damit der Kontaktfläche zu verhindern.
    26. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17, 18, 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, dass in Wirkungsverbindung mit den Antrieb der Spindeln im Ruhezustand abschliessenden Deckeln stehende Federn (51) vorhanden sind, derart, dass dieselben bei geschlossenen Deckeln auf die Bolzen einwirken und damit die Spindeln blockieren.
    27. Tastlehre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 17, 18 und 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckel je mit einem Nocken versehen sind, welcher je in Zusammenarbeit mit einer Feder (52) den Deckel in geschlossener Stellung festhalten.
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