CH280315A - Vorrichtung zur Herstellung einer als Schuheinlage zu verwendenden Fussstütze. - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung einer als Schuheinlage zu verwendenden Fussstütze.Info
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Description
Vorrichtung zur Herstellung einer als Schuheinlage zu verwendenden Fustütze. Es ist eine Vorrichtung zur Herstellung einer als Schuheinlage zu verwendenden Fussstütze bekannt, die gekennzeichnet ist durch eine zum Aufsetzen des Fusses bestimmte Un terlage aus biegsamem Material mit am Rande befindlichen Strippen und durch ein über dem Knöchel des Fusses am Bein festsetzbares Klemmorgan mit Mitteln zur Befestigung der Strippen der Fussunterlage und mit einer in der Hoche verstellbaren, auf der Oberseite des Vorderful3es abzustellenden Stütze. Gegenstand der Erfindung ist eine Vor riehtung zur Herstellung einer als Schuhein- lage zu verwendenden Stütze aus einem im ITmriss der Fusssohle angepassten nitrozellu- losegetränkten Eörper, der durch Eintauchen in ein Lösungsmittel verformbar gemacht ist und am Fuss modelliert wird. Diese Vorrichtung zeichnet sieh gegenüber der bekannten Vorrichtung dadurch aus, dass sie einen Unterteil mit zwei Seitenwangen und eine zwischen diesen los-und verstellbar angeordnete, schwenkbare Fussplatte sowie einen in der Hohenlage veränderlieh einstellbaren, um das Bein zu legenden Oberteil hesitzt, der mit nacligiebigen, sieh an das Bein anzulegen bestimmten Mitteln versehen ist, wobei Mittel vorgesehen sind, den Oberteil mit Bezug auf den Unterteilfestzustellen, das Ganze zum week, dans ein in der Vorrichtung eingesetz- ter, auf der Fussplatte abgestellter Fuss, an dem eine Fussplastikform mit dem eingelegten verformbaren Körper lösbar angebracht ist, unter dem Korpereigengewicht den verform.baren Körper selbst in die gewünschte Form pressen kann. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei- spiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 einen Sehnitt nach der Linie III-III in Fig. 2. Die Vorrichtung weist eine Bodenplatte 1 mit zwei Seitenwangen 2 und 3 und einer am einen Ende befindlichen Stirnplatte 4 auf. An den Seitenwangen 2 und 3 ist eine Quer- leiste 5 loubar befestigt, mit der eine FuI3- platte 6 mittels eines Scharniergel. enkes 7 schwenkbar verbunden ist. Der Hinterteil der Fussplatte 6 liegt auf dem einen Blatt 8 eines Scharniergelenkes auf, dessen zweites Blatt 9 mit der Bodenplatte 1 verschraubt ist. Eine in die Stirnplatte 4 eingesetzte Regulierschraube 10, deren in einer Spitze auslaufendes Ende zwischen den beiden Blättern des Scharniergelenkes liegt, dient zum Heben oder Senken der schwenkbaren Fussplatte. An den Seitenwangen 2 und 3 sind je zwei aufreeht stehende Sclraubenbolzen 11 mit je einer Flügelmutter 12 und einer Anzahl aufgeschobener Gummiringe 13 angeordnet. Die Schraubenbolzen dienen als Haltemittel für den Oberteil der Vorrichtung, der aus zwei Platten 14 und 15 gebildet ist und einen sym metrisch zur Längsmittelebene liegenden Aus- sehnitt 16 aufweist. Beim Gebrauch der Vor richtung werden die beiden Platten 14 und 15 um das Bein unterhalb des Knöchels herum- gelegt ; sie weisen zur Verhinderung von Schmerzen erzeugenden Druckstellen je zwei aus einem nachgiebigen Material wie Gummi gebildete Belagstücke 17 auf, die sieh vorn und hinten an das Bein anlegen. An ihren Seitenrändern sind die Platten 14 und 15 zum Einlegen der Schraubenbolzen 11 mit Einschnitten 18 versehen. Sie haben ferner Quer- bohrungen 19 zum Durchsteeken von Stäben 20. An den beiden Enden der Platte 15 sind ferner zwei Haken 21, an der Platte 14 zwei Ösen 22 zum Einhängen der Haken 21 angebracht. Die Haken 21 und Stäbe 20 dienen zum Zusammenschluss der beiden Platten 14 und 15 und zu deren Ausrichtung in einer gemeinsamen Ebene, so dass der Oberteil der Vorrichtung wie ein einziger starrer Körper wirkt. Die beiden Seitenwangen 2 und 3 sind mit Bohrungen 23 versehen. Die Querleiste 5 hat an ihren beiden Enden je eine zylinderförmige Vertiefung zur Einführung eines durch eine Bohrung 23 gesteekten Haltestiftes 24. Die Querleiste 5 lässt sieh somit an einer der Zahl der Bohrungen 23 in einer Seitenwange entsprechenden Anzahl Stellen mittels der Haltestifte 24 festsetzen. Zur Herstellung einer Schuheinlage wird eine an den Fuss passende Fussplastikform ausgesucht und die Querleiste 5 mit der angelenkten Fussplatte an einer Stelle der Seitenwangen 2 und 3 festgesetzt, die von der Länge des abzustellenden Fusses abhängig ist. Die Plastikform wird mit einem dünnen Gummistoff, geöltem Abfallstoff oder Seidenpapier ausgelegt und ein bekanntes, gemäss dem Umriss der Fusssohle zugeschnittenes, unter der Bezeichnung Kappenstoff bekanntes Material- stüek eingelegt. Dieses Materialstüek besteht aus einem nitrozellulosegetränkten Gewebe und hat die Eigenschaft, durch Eintauchen in Aceton als Losungsmittel, das einen partiellen Auflosungsprozess der Nitrozellulose bewirkt, leicht verformbar zu werden, so dass es sich gleichmässig verteilen lässt, worauf es mit einem Gummistoff oder einem andern geeigneten Material abgedeckt wird. Nach dieser Vorbereitung wird der Fuss auf die Plastik- form gestellt und letztere vorzugsweise mittels eines elastischen, über die Mittelfusspartie gelegten Bandes festgehalten. Bei weggenommenem Oberteil wird der Fuss mit der Plastikform, die mit 25 bezeich- net ist, auf die Querleiste 5 und die Fussplatte 6 aufgesetzt und die Platten 14 und 15 angebracht, wobei die Schraubenbolzen 11 in die Randeinschnitte 18 eingelegt werden. Die Haken 21 werden in die Ösen 22 eingehängt und die Stäbe 20 durch die Bohrungen 19 gestossen. Wenn dieser Oberteil 14,15 mindestens angenähert eine parallele Lage zur Bodenplatte 1 aufweist, werden die Flügelmuttern 12 zur Ausübung eines Pressdruckes auf den verform baren Korper gleichmässig angezogen. Der Fuss wird alsdann in stehender Stellung belastet, wobei der nicht eingespannte Fuss unterlegt sein muss, damit eine normale Körper- stellung vorhanden ist. Die Flügelmuttern 12 werden nun noch so weit angezogen, bis von unten her der durch den verformbaren Korper erzeugte Gegendruck im Längs-und Quer- gewölbe des Fusses verspürt wird. Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels kann der Oberteil entfernt, das Elastikband und die Plastikform weggenommen und der ausgepresste Körper herausgehoben werden, der nach dem Nachtrocknen das Rohmodell darstellt. Die Anordnung von Gummiringen 13 auf den Schraubenbolzen 11 ermöglicht es, den Abstand des Oberteils vom Unterteil auf das jeweils erforderliehe Mass einzustellen. Mittels der Schraube 10 kann ferner die Nei gungslage der Fussplatte mit Bezug auf die Horizontale der Schuhform angepasst werden, für welche die herzustellende Fussstütze bestimmt ist. Für die beschriebene Vorrichtung können verschieden grosse und auch unterschiedlich gewölbte Fussplatten mit je einer Querleiste e vorgesehen sein, die sich nach Bedarf zwischen die Seitenwangen einlegen und festsetzen lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zur Herstellung einer als Schuheinlage zu verwendenden Fussstütze aus einem im Umriss der Fusssohle angepassten nitrozellulosegetränkten Korper, der durch Eintauchen in ein Losungsmittel verformbar gemacht ist und am Fuss modelliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Unterteil mit zwei Seitenwangen und eine zwischen diesen los-und verstellbar angeordnete, schwenk- bare Fussplatte sowie einen in der Höhenlage veränderlich einstellbaren, um das Bein wu legenden Oberteil besitzt, der mit nachgiebigem, sich an das Bein anzulegen bestimmten Mitteln versehen ist, wobei Mittel vorgesehen sind, den Oberteil mit Bezug auf den Unterteil festzustellen, das Ganze zum Zweck, dass ein in der Vorrichtung eingesetzter, auf der Fussplatte abgestellter Fuss,an dem eine Fuss- plastikform mit dem eingelegten verformbaren Körper loubar angebracht ist, unter dem Kör- pereigengewicht den verformbaren Körper selbst in die gewünschte Form pressen kann.UNTERANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwangen des Unterteils an einer Bodenplatte befestigt sind und Bohrungen aufweisen zur Aufnahme einer Querleiste, an der die schwenkbare Fussplatte befestigt ist, auf welcher Bodenplatte ein die schwenkbare Fussplatte abstützendes, aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Teilen gebildetes Organ angeordnet ist, ferner, dass verstellbare Mittel zur Veränderung der Neigungslage der schwenkbaren Fussplatte ge genüber der Grundplatte vorgesehen sind.2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenwangen aufrecht stehende Schraubenbolzen mit aufgesetzten Gummiringen zur Feststellung des Oberteils angebraeht sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberteil aus zwei miteinander in Verbindung bringbaren Platten mit je einem Ausschnitt gebildet ist, von denen jede mit den Schraubenbolzen einer Seitenwange des Unterteils in Wirkungsverbindung gebracht werden kann.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel für den Zusammenschluss der beiden Platten des Oberteils vorgesehen sind, die in der Wirkungsstellung aus den beiden Platten ein einziges starres Organ bilden.5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Oberteilplatte an ihrem Ausschnitt mit polsterartig wirkenden, nachgiebigen Mitteln versehen ist.
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