CH280536A - Gerät zur Wahrnehmbarmachung und Entfernungsmessung von fernen Gegenständen bei Nacht oder unsichtigem Wetter mit Infrarotstrahlen. - Google Patents
Gerät zur Wahrnehmbarmachung und Entfernungsmessung von fernen Gegenständen bei Nacht oder unsichtigem Wetter mit Infrarotstrahlen.Info
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Description
Gerät zur Wahrnehmbarmachung und Entfernungsmessung von fernen Gegenständen bei Nacht oder unsichtigem Wetter mit Infrarotstrahlen.
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur AVahrnehmbarmachung und zur Entfernungsmessung von fernen Gegenständen bei Nacht oder bei unsichtigein Wetter zum Beispiel zur Verhütung von Kollisionen, wobei vom Mess- ort impulsweise ausgesandte Infrarotstrahlen nach Reflexion an dem zu beobachtenden fernen Gegenstand im Messort wieder empfangen und mittels einer Bildwandiereinrichtung siehtbar gemacht werden.
Es sind bereits Nachtsehgeräte zur visuellen Beobachtung von fernen Gegenständen bei Nacht oder bei unsichtigem Wetter bekannt, bei denen von einem kontinuierlich strahlenden Scheinwerfer mit Infrarotfilter für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlen ausgesandt und nach Reflexion an einem fernen Gegenstand einem in unmittelbarer Nähe des Infrarotstrahlers angeordneten Bildwandler zugeführt werden. Dieser Bildwandler formt das auf seiner Photokathode mittels einer Abbildungsoptik entworfene Infrarotbild in ein sichtbares Fluoreszenzbild um.
Die Arbeitsweise derartiger Bildwandler ist bekanntlich folgende : Mittels einer normalen Optik wird das ferne, angestrahlte Objekt auf einer infrarotempfindlichen Photokathode abgebildet, welche je nach der Beleuch- tungsstärke der versehiedenen Stellen des Bildes mehr oder weniger Photoelektronen emittiert, so dass ein dem optischen Bild ent sprechendes, für das menschliche Auge noch unsichtbares Elektronenbild hinter der Kathode entsteht.
Dieses Elektronenbild wird mittels einer Elektronenoptik auf einem F'luoreszenzschirm abgebildet, wobei die Elektronen infolge der ihnen durch die Linsenspannungen erteilten kinetischen Energie den Fluoreszenzschirm an den von den Elektronen getroffenen Stellen zum Leuchten anregen. Das Fluoreszenzbild kann dann direkt oder durch eine Optik beobachtet werden, es ist also nunmehr das Bild des angestrahlten, fernen Gegenstandes für das menschliche Auge sichtbar. Diese bereits be kannten Anordnungen gestatten lediglich eine visuelle Beobachtung der bei Dunkelheit oder Nebel für das Auge unsichtbaren, fernen Gegenstände, jedoch ist mit Hilfe dieser Anordnungen eine Entfernungsmessung nicht möglich.
Es ist auch bereits zur Durchführung einer Entfernungsmessung ferner Gegen- stände bei Nacht oder bei unsichtigem Wetter vorgesehlagen worden, von einem Beobach- tungs-oder Messort in einem durch eine gegebene Steuerwechselspannung festgelegten Rhythmus intermittierende Infrarotstrahlungen auszusenden, die nach Reflexion an dem fernen Gegenstand zu einem am Messort an geordneten infrarotempfindlichen Bildwandler gelangen.
Wird nun die von dem fernen Gegenstand reflektierte, intermittierende Infrarotstrahlung in irgendeiner Weise, zum Beispiel mittels einer bekannten Lichtsteuer- einrichtung etwa nach Art der bekannten Kerrzelle, durch eine Steuerwechselspannnny von derselben Frequenz beim Wiedereintreffen im Bildwandler beeinflusst, so kann durch Einschaltung eines Phasenschiebers zwischen die der Infrarotlichtquelle zugeführte Steuerwechselspannung und die der Lichtsteuereinrichtung (Kerrzelle) zugeführte Steuerwechselspannung eine Entfer nungsmessung unter Beobachtung der maximalen oder minimalen Helligkeit des Bildes durchgeführt werden, wobei der Phasenwinkel zwischen den beiden Steuerspannungen zur Bestimmung der Entfernung dient.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Steuerwechselspannung dem Bildwandler direkt als Anodenspannung für die Beschleunigung der Photoelektronen und als Linsenspannung für die. Elektronenoptik zuzu- führen. In diesem Fall kann nur dann ein Bild auf dem Fluoreszenzschirm entstehen, wenn die Phasenversehiebung zwischen der Steuerwechselspannung für die Infrarotlicht- quelle un der Steuerwechselspannung für den Bildwandler genau der Laufzeit des am fernen Gegenstand reflektierten Infrarotlichtes entspricht.
Der Phasenschieber, der zur Veränderung des Phasenwinkels zwischen diesen beiden Steuerspannungen dient, kann hierbei direkt in Entfermmgseinheiten geeieht sein.
Ausserdem ist bereits vorgesehlagen worden, im Bildwandler an einer Stelle geringer Elektronengesehwindigkeit eine Steuerelek- trode anzuordnen, welche zur Sperrung und zur Steuerung des Bildstromes benntzt wer- den kann. Die Bildröhre wird in diesem Fall wie üblich mit Gleichspannung als Anodenund Linsenspannung betrieben und die phasenversehobene Steuerwechselspannung der Steuerelektrode zugeführt.
Diese bereits vorgeschlagenen Anordnun- gen zur Entfernungsmessung mittels intermittierender Infrarotstrahlung weisen jedoch einen grossen Nachteil auf, da erst bei richtiger phasengerechter Einstellung des Phasensehiebers ein sichtbares Bild erscheint und somit die allgemeine Übersicht fehlt. Es kann also der Fall eintreten, dass zum Beispiel in der Fahrtrichtung ein Hindernis, etwa ein entgegenfahrendes Sehiff vorhanden ist, dessen Existenz jedoch nicht wahrgenommen wird, weil zufällig der Phasenschieber eine Stellung hat, die nicht der Entfernung zwischen dem eigenen Fahrzeug und dem angestrahlten Objekt entspricht. In diesem Falle wird somit kein Bild des in der Fahrtrichtung liegenden Hindernisses erzeugt und die Gefahr einer Kollision heraufbeschworen.
Der den bereits vorgeschlagenen Anordnungen zur Entfernungsmessung mittels Infrarotstrahlung anhaftende Nachteil ist beim Gerät gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass die Bildwandlereinriehtung mindestens eine Bildwandlerrohre aufweist und zwecks Erzeugung von zwei siehtbaren Bildern des angestrahlten fernen Gegenstandes unter dem Einflu# zweier Steuerspan- nungen steht, und zwar einer Steuergleichspannung, unter deren Einfluss die Bildwandlereinrichtung ein zur Übersicht geeignetes, stets sichtbares Bild liefert, und einer von einem für Sender und Empfänger gemeinsamen Generator erzeugten und über einen einstellbaren Phasenschieber geleiteten Steuerwechselspannung, unter deren Einfluss die Bildwandlereinrichtung ein Bild liefert,
dessen Helligkeit bzw. Sichtbarkeit durch die Einstellung des Phasenschiebers bestimmt ist, derart, dass die Einstellung des Phasensehiebers auf einen Extremwert der Helligkeit bzw. Sichtbarkeit des Bildes ein Mass für die Entfernung des angestrahlten fernen Gegenstandes vom Messort darstellt.
Die Bildwandlereinriehtung kann beispielsweise zwei Bildwandlerrohren aufweisen, wovon die eine zur Beobachtung und die andere zur Entfernungsmessung dient.
Die Speisung der einen Bildwandlerröhre erfolgt dabei durch eine Steuergleichspannung und jene der anderen Bildwandlerröhre durch eine von einem für Sender und Empfänger gemeinsamen Generator erzeugte und über einen Phasenschieber geleitete Steuerwechsel- spannung.
Zur Erleichterung der Beobachtung und Messung kann in diesem Fall eine Optik vor- gesellen sein, durch welche die beiden getrennt erzeugten Bilder des fernen Gegenstandes-also sowohl das der allgemeinen Übersicht dienende als auch das der Entfer- nungsmessung dienende Bild-zusammen auf einen gemeinsamen Bildschirm nebeneinander projiziert werden. Diese Anordnung stellt zweifellos eine bedeutende Erleichte- rung für den Navigationsoffizier dar.
Mit besonderem Vorteil kann auch an Stelle von zwei Bildwandlerröhren nur eine einzige Bildwandlerröhre vorgesehen werden, deren Speisung durch eine Gleichspannung erfolgt, welcher die vom gemeinsamen Steuer generator erzeugte, über einen Phasenschieber geleitete Steuerwechselspannung überlagert ist. Bei dieser Anordnung treten zu gleicher Zeit somit zwei Wirkungen auf. Zunächst wird durch die Speisung mit einer Gleiehspannung die Bildwandlerrohre befähigt, ein stetes Bild des von dem impulsweise betriebenen Sender angestrahlten Objektes zwecks allgemeiner Übersicht zu erzeugen. Diesem Bild überlagert sieh dann das aus der impulsweisen Steuerung des Strahlers und der Bildwandlerröhre resultierende Bild.
Wird nun der zwischen der Steuerwechselspannung des Strahlers und der des Bildwandlers angeord nete Phasenschieber betätigt, so wird bei einer Einstellung des Phasensehiebers, welche der tatsächlichen Entfernung des angestrahlten Objektes vom Alessort entspricht, eine maximale Aufhellung des Bildes eintreten. Die Ablesung des in Entfernungseinheiten geeich- ten Phasenschiebers ergibt bei der maximalen Aufhellung des Bildes die gesuchte Entfernung des angestrahlten Objektes.
Eine zur Beobachtung und gleichzeitiger Entfernungsmessung dienende Bildwandler robre kann auch aus zwei ineinander ge schachtelten Systemen bestehen, derart, dass beispielsweise die Randzone des Bildes zur t, bersieht dient, also von der Gleichspannung erzeugt wird, während die Mittelzone von der Impulsspannung erzeugt wird und zur t. nt- fernungsmessung dient.
An Stelle von zwei konzentrisch ineinander geschachtelten Bildern sind durch eine andere Anordnung der Röhre auch zwei nebeneinander stehende Bildhälften denkbar.
Zweckmässigerweise sind zur Absuchung des optischen Horizontes sowohl die Infrarotlichtquelle als auch die Empfangsoptik synchron schwenkbar auf einer gemeinsamen Achse übereinander, bzw. unter Zwischenschaltung von Zahnradübertragungen nebeneinander angeordnet, wobei zweeks Erzielung einer optimalen Wirkung die optischen Achsen des Sende-und des Empfangssystems stets parallel gerichtet sind.
Zweekmässig wird als impulsweise strahlende Infrarotlichtquelle eine Gasentladungslampe, zum Beispiel eine Queeksilberhoch- drueklampe verwendet, welche durch äusserst kurzzeitige Steuerimpulse von hoher Spannung kurzzeitig hochgetastet, das heisst für die Dauer eines jeden Steuerimpulses kurzzeitig stark überlastet wird. Bei diesen Gasentladungsröhren lässt sich ohne Gefahr für die Lebensdauer dieser Röhren eine kurzzeitige sehr hohe Überlastung durchführen, ohne dass die als Integral über diese einzelnen Belastungsstosse zu denkende Gesamtbelastung unzulässig hoeh wird.
Die Impulsfrequenz, das heisst die Anzahl der in einer Sekunde aufeinanderfolgenden Impulse beträgt mit Vorteil etwa einige hundert Hertz, während die Dauer eines jeden Impulses nur etwa 10-6 bis 10-7 Sekunden betragen kann.
Die Kurvenform dieser kurzzeitigen Steuerimpulse ist zweckmässig rechteekig, um eine genau definierte Impulsdauer zu erzielen.
Diese kurzzeitigen, mögliehst rechteekigen Steuerimpulse von hoher Spannung werden zweckmässig aus einer sinusförmigen Spannung abgeleitet, die von einem für Sender und Empfänger gemeinsamen Wechselstromerzeuger an sich beliebiger, jedoch konstanter Frequenz erzeugt wird. Zu diesem Zweeke kann die Steuerweehselspannung einem Impulsgenerator zugeführt werden, wo sie durch Übersteuerung einer Elektronenröhre mit nachfolgender Differentiation und Verstärkung in rechteekige, kurzzeitige Steuerimpulse von hoher Spannung umgeformt werden kann, deren Folgefrequenz gleieh der Frequenz der sinusförmigen Steuerwechsel- spannung ist.
An Stelle einer übersteuerten Elektronenröhre kann auch die Entladung eines Kondensators über eine Funkenstrecke im Falle der Steuerweehselspannung zur Impulserzeugung benützt werden.
Ferner können je ein derartiger Impulserzeuger für rechteckige, kurzzeitige Steuer impulse sowohl dem Infrarotlichtstrahler als auch dem zur Entfernungsmessung dienenden Bildwandler zugeordnet werden. Beide Impulserzeuger werden dann von dem eine sinusförmige Wechselspannung erzeugenden Generator gesteuert.
Wird nun in der Verbinclmgsleitung zwischen dem Steuergenerator und dem Impulserzeuger für den Bildwandler ein Phasenschieber angeordnet, so werden je nach Einstellung des Phasenschiebers die Steuerimpulse für den Bildwandler den Steuerimpulsen für die Infrarotlichtquelle um eine genau definierte Zeit nacheilen. Entspricht nun die zeitliche Verschiebung der Steuerimpulse für den Bildwandler der Lauf- zeit der reflektierten Infrarotlichtimpulse, so tritt eine maximale Aufhellung des Bildes des fernen Gegenstandes ein, die um so schärfer ist, je besser die Rechteckform der Steuerimpulse ist.
Es kann somit einerseits durch die Tastung des Strahlers mittels der erwähnten Rechteckimpulse eine intermittierende Ultrarotstrahlung von sehr grosser Intensität erzielt werden, wodurch die Reichweite des Gerätes beträchtlich erhöht wird. Anderseits lässt sich durch die Steuerung des Bildwandlers mit Hilfe der gleichen Impulsart eine äusserst genaue Entfernungsmessung des angestrahlten, reflektierenden Objektes erzielen, da schon bei geringer Versehiebung des Phasenschiebers aus der zeitliehen Resonanzlage das Bild zum Verschwinden gebracht werden kann.
Zur Nullpunkteinstellung der Messanordnung kann in der Verbindungsleitung zwischen dem die sinusförmige Steuerspannung und dem die Rechteekimpulse er zeugenden Impulsgenerator ein zusätzlicher Phasenschieber angeordnet sein.
Durch die Kombination zweier Bild wandlersysteme, von denen das eine als tuber- sichtsrohr arbeitet und das andere zur Entfernungsmessung dient, ist insbesondere in Verbindung mit der oben genannten Impulssteuerung sowohl des Strahlers als auch des zur Entfernungsmessung dienenden Bildwandlers ein Navigationsgerät geschaffen, mit dessen Hilfe jede Kollisionsgefahr zum Beispiel in der Seeschiffahrt bei Nacht oder bei unsichtigem Wetter beseitigt ist.
Im folgenden sind an Hand der Zeiclinung einige der möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es bedeuten :
Fig. 1 ein Schaltsehema eines Gerätes mit zwei Bildwandlerrohren ;
Fig. 2 ein Schaltschema unter Verwendung nur einer Bildwandlerrohre ;
Fig. 3 ein Schaltsehema unter Verwendung von Impulserzeugern.
Wie aus Fig. l hervorgeht, werden von dem Infrarotlichtstrahler 7 intermittierende Strahlungen unsichtbaren Infrarotlichtes ausgesandt, die naeh Reflexion an einem fernen Gegenstand-zum Beispiel an dem in der Dunkelkeit, bzw. bei Nebel nicht sicht- baren Schiff 5-wieder zum blessort zurück- gelangen und dort durch eine normale Optik 12 dem Bildwandler 1 zugeführt werden.
Dieser Bildwandler wird durch die Strom- quelle 15 mit Gleichspannung versorgt. Nach Umwandlung des zunächst nicht sichtbaren Elektronenbildes in ein sichtbares Floreszenzbild erselieint der ferne Gegenstand 5 als stehendes Bild auf dem Betrachtungsschirm 1. 4. Gleichzeitig gelangen aber auch die von dem fernen Gegenstand 5 reflektierten inter mittierenden Strahlen zu dem Bildwandler 2, dem sie ebenfalls durch eine normale Optik 11 zugeführt werden.
Da nun sowohl der Strahler 7 als auch der Bildwandler 2 durch eine gemeinsame Wechselstromquelle 3 gespeist und somit im gleichen Rhythmus gesteuert werden, so kann auf dem Bildschirm 13 des Bildwandlers 2 nur dann ein Bildoptimum erscheinen, wenn der Phasenwinkel zwischen der dem Strahler zugeführten Wechselspan- nung und der dem Bildwandler 2 zugeführten Weehselspannung gleich der Laufzeit des vom Strahler 7 ausgesandten und nach Reflexion am fernen Gegenstand 5 im Bildwandler 2 wieder empfangenen Strahlungsimpulse ist Selbstverständlich kann hierbei statt der be schriebene Maximalmethode auch die Minimalmethode angewandt werden, das heisst dass als Kriterium für die richtige Einstellung des Phasenschiebers 4,
der in Entfernungsein- heiten unmittelbar geeicht sein kann, entweder das Optimum oder das Minimum des auf dem Bildschirm 13 erscheinenden Bildes dient. Da, wie bereits erwähnt, die gesamte Alessanordnung bzw. der Strahler 7 und die Optik 11 bzw. 12 gemeinsam auf einer Achse schwenkbar angeordnet sind, kann auch sofort auf einer Skala der Winkel abgelesen werden, in dem das fremde Fahrzeug sieh befindet. Damit ist das fremde Fahrzeug nach Richtung und Entfernung eindeutig bestimmt, so dass jede Kollisionsgefahr vermieden werden kann. Zur Nullpunkteinstellung der Messanordnung dient der in der Leitung zwischen dem Steuergenerator 3 und dem Strahler 7 angeordnete Phasenschieber 10.
Der Strahler 7 ist im Brennpunkt eines Hohlspiegels angeordnet, um eine mögliehst scharfe Bündelung der ausgesandten Infrarot] iehtstrahlen zu erhalten.
In Fig. 2 ist grundsätzlich die gleiche Anordnung wie in Fig. 1 gezeigt, nur mit dem ITnterschied, dass hier an Stelle von zwei Bildwandlern 1 und 2 nur ein einziger Bildwandler 6 verwendet wird, der die Funktionen der in Fig. 1 gezeigten Bildwandler 1 und 2 allein übernimmt. Der Bildwandler 6 wird von der C leiehstromquelle 15 über eine Drossel 17 mit (8-leiehstrom gespeist ; während die Zuführung bzw. Überlagerung des von dem Generator 3 erzeugten Weehselstroms über einen Kondensator 16 erfolgt. Die übrige Anordnung und ihre Wirkungsweise entspricht der in Fig. 1 gezeigten Anordnung. Das mit Hilfe der Gleichstromspeisung des Bildwandlers 6 erzeugte Bild erscheint als stehendes Bild auf clem Betrachtungssehirm 18.
Diesem Bild wird das mit Hilfe der Wechselstromspeisung des Bildwandlers 6 erzeugte Bild überlagert.
Die in Abhängigkeit von der Entfernung des angestrahlten Gegenstandes 5 bzw. in Abhän- gigkeit von der Einstellung des Phasenschiebers 4 erfolgende maximale Aufhellung des auf dem Schirm 18 erscheinenden Bildes ist das Kriterium für die gesuchte Entfernung.
In Fig. 3, in welcher das mit Gleichstrom gespeiste tSbersiehtKsrohr der Einfachheit halber nicht dargestellt ist, ist eine Anordnung gezeigt, aus der die besonders wirksame Tastung des Strahlers 7 und des Bildwandlers mit Hilfe von Impulsen möglichst hoher Spannung und möglichster Rechteckform zu ersehen ist. Die von einem gemeinsamen Wechselstromgenerator 3, der zweekmässig eine sinusförmige Spannung konstanter Fre quenz erzeugt, gelieferte Steuerspannung wird über die Phasenschieber 4 bzw. 10 einerseits dem Impulserzeuger 9 für den Bildwandler 2 und anderseits dem Impulserzeuger 8 für den Strahler 7 zugeführt.
In diesen Impulserzeugern wird die zugeführte sinusförmige Steuerspannmg in der oben dargelegten Art in Reehteek- impulse sehr hoher Spannung umgeformt. Da die vom Wechselstromgenerator 3 zugeführte Weehselspannung mittels des Phasenschiebers 4 hinsichtlich ihres Phasenwinkels beliebig versehoben werden kann,
so werden die Steuerimpulse des Impulserzeugers 9 entsprechend der Einstellung des Phasenschiebers 4 den vom Impulserzeuger 8 erzeugten Impulsen um eine genau definierte Zeitspanne nacheilen. Entspricht diese Pha senversehiebung der beiden Impulse genau der Laufzeit'der vom Strahler 7 abgestrahlten und nach Reflexion am fernen Gegenstand 5 wieder im Bildwandler 2 empfangenen Infrarotimpulse, so erseheint das Bild des fernen Gegenstandes mit maximaler-oder beim Arbeiten naeh der Minimummethode-mit minimaler Helligkeit. In diesem Augenbliek erfolgt die Ablesung des Einstellungswertes am Phasenschieber 4, der in Entfernungseinheiten unmittelbar geeicht sein kann.
Die Anwendung dieser Art der Tastung des Strahlers 7 und des Bildwandlers 2 mit Hilfe der Rechteekimpulse ergibt, wie bereits weiter oben dargelegt, eine grosse Reiehweite des Gerätes und eine grosse Messgenauigkeit.
Anstatt die Infrarotimpulse dauernd auszusenden, kann es, beispielsweise um die WIögliehkeit des Empfangs an fremden Empfängern herabzusetzen, von Vorteil sein, das Gerät so zu steuern, dass für eine Beob- achtung bzw. Messung jeweilen nur eine geringe Anzahl von Impulsen, im Extremfall ein einzelner Impuls, zur Aussendung gelangt. Eine solehe Steuerung kann beispielsweise durch entsprechend rotierende Nocken- se. halter oder Relaisanordnungen erfolgen.
Damit insbesondere das von dem als Über- siehtsrohr dienenden Bildwandler 1 gelieferte Bild des fernen Gegenstandes in Ruhe betraehtet werden kann, weist der Fluoreszenz- schirm des Bildwandlers 1 zweckmässig eine der Dauer der kurzzeitig wirksamen Strahlung entsprechend angemessene Nachleuchtdauer auf. Auch sind besondere Bildspeicher- einrichtungen möglieh, die ein Festhalten des knrzzeitigen Bildeindruckes ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Gerät zur Wahrnehmba. rmachung und zur Entfernungsmessung von fernen Gegen- ständen, bei Nacht oder unsichtigem Wetter bei dem vom Messort impulsweise ausgesandte Infrarotstrahlen nach Reflexion an dem zu beobachtenden fernen Gegenstand im Mess- ort wieder empfangen und mittels einer Bildwandlereinrichtung sichtbar gemacht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildwandlereinrichtung mindestens eine Bildwandler robre aufweist und zweeks Erzeugung von zwei sichtbaren Bildern des angestrahlten fernen Gegenstandes unter dem Einflu# zweier Steuerspannungen steht, und zwar einer Steuergleichspannung,unter deren Einfluss die Bildwandlereinrichtung ein zur Ubersicht geeignetes, stets sichtbares Bild liefert, und einer von einem für Sender und Empfänger gemeinsamen Generator erzeugten und über einen einstellbaren Phasenschieber geleiteten Steuerwechselspannung, unter deren Einfluss die Bildwandlereinriehtung ein Bild liefert, dessen Helligkeit bzw. Sichtbarkeit durch die Einstellung des Phasenschiebers bestimmt ist. derart, dass die Einstellung des Phasenschiebers auf einen Extremwert der Helligkeit bzw. Sichtbarkeit des Bildes ein Zlass für die Entfernung des angestrahlten fernen Gegenstandes vom Messort darstellt.UNTERANSPRÜCHE : 1. Gerät nach Patentansprueh, dadureh gekennzeichnet, dass die Bildwandlereinrieh- tung zwei Bildwandlerröhren aufweist, wobei die Speisung der einen Bildwandlerröhre durch die Steuergleichspannung und jene der ändern Bildwandlerrohre durch die von dem für Sender und Empfänger gemeinsamen Generator erzeugte und über einen Phasenschieber geleitete Steuerweelhselspannung erfolgt.2. Gerät nach Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Optik vorgesehen ist, welche die Beobachtung der beiden Einzelbilder des angestrahlten, fernen Gegenstandes in einem einzigen Gesichtsfeld nebeneinander gestattet.3. Gerät nach Patentanspruch, gekenn- zeichnet durch eine einzige Bildwandlerrohre (6), deren Speisung durch eine Gleichspan- nung erfolgt, der die vom Steuergenerator (3) erzeugte, über einen Phasenschieber (4) geleitete Steuerwechselspannung überlagert ist.4. Gerät nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Kriterium für die Entfernung des angestrahlten, fernen Gegenstandes (5) vom Messort die maximale Auf- hellung des durch die Bildwandlerrohre erzeugten Bildes in Abhängigkeit von der Einstellung des in Entfernungseinheiten geeich- ten Phasenschiebers (4) dient.5. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die impulsweise strahlende Infrarotlichtquelle (7) und die Empfangsoptik (1, 2) synehron schwenkbar mit parallel gerichteten optischen Achsen angeordnet sind.6. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Infrarotlichtquelle (7) eine Gasentladungslampe mit Infrarotfilter verwendet ist, die durch Steuerimpulse kurzzeitig hochgetastet, das heisst für die Dauer eines jeden Steuerimpulses kurzzeitig stark überlastet wird.7. Gerät nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Infrarotlichtquelle eine Quecksilberhochdrueklampe vorgesehen ist.8. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Steuergenerator (3) gelieferte Wechselspannung in einem Impulserzeuger (8) in rechteckige kurzzeitige Steuerimpulse umgeformt wird, deren Folgefrequenz gleich der Frequenz der Wechselspannung des Steuergenerators (3) ist.9. Gerät nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umformung in Steuerimpulse durch Ubersteuerung einer Elektronenröhre mit nachfolgender Differentiation und Verstärkung erfolgt.10. Gerät nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umformung in Steuerimpulse durch eine Kondensatorentladung über eine Funkenstrecke erfolgt.11. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Infrarotlicht- quelle (7) als auch dem zur Entfernungsmessung dienenden Teil der Bildwandlereinrichtung je ein von dem die Wechselspannnng liefernden Generator (3) gesteuerter Impulserzeuger (8 bzw. 9) zugeordnet ist.12. Gerät nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindungsleitung zwischen dem die Weehselspannung erzeugenden Steuergenerator (3) und dem Impulserzeuger (9) für den Bildwandler (2 bzw. 6) ein Phasenschieber (4) angeordnet ist.13. Gerät nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindungsleitung zwischen dem die Wechselspannung erzeugenden Steuergenerator (3) und dem Impulserzeuger (8). für den Infrarotlichtstrahler (7) ein Phasenschieber (10) zur Bin- stellung des Nullpunktes der Messanordnung vorgesehen ist.14. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dal3 Mittel vorgesehen sind, um das Gerät so zu steuern, dass für eine Beobachtung bzw. Messung jeweilen nur eine geringe Anzahl von Impulsen, im Extremfall ein einzelner Impuls zur Aussendung gelangt, wobei mindestens der das Übersichtsbild zeigende Fluoreszenzschirm des Bildwandlers eine der Dauer der kurzzeitig wirksamen Strahlung entspreehend angemessene Nach leuchtdauer aufweist.
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