CH281030A - Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Polymerisationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Polymerisationsproduktes.

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CH281030A
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Michael Dr Erlenbach
Adolf Dr Sieglitz
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Michael Dr Erlenbach
Adolf Dr Sieglitz
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    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G73/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing nitrogen with or without oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule, not provided for in groups C08G12/00 - C08G71/00
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     stickstoffhaltigen        Polymerisationsproduktes.       Es wurde gefunden, dass man ein stick  stoffhaltiges     Polymerisationsprodukt    erhält,  wenn man     Beta-ätliyleniminopropionitril    mit  neutralen Schwefelsäure- oder     Sulfonsäure-          estern    als Kontakten polymerisiert.  



       Beta-äthyleniminopropionitril    kann durch       Anlagerung    von     Ät.hylenimin    an     Aerylsäure-          nitril    hergestellt werden.  



  Gemäss der Erfindung wird die     Polymeri-          sation    mit neutralen Schwefelsäure- oder     Sul-          fonsäureestern    durchgeführt. Schon     Kontakt-          mengen        von        0,1        bis        0,01%        können        polymeri-          sierend    wirken.

   Im allgemeinen werden 0,7. bis       1%        zugesetzt.        Es        können        jedoch        auch        grössere     Mengen benutzt werden.

   Geeignet sind zum  Beispiel alle     Dialkylsulfate,    wie     Dimethyl-,        Di-          äthyl-,        Dipropyl-,        Dibutylsulfat    usw., ferner  Alkoholester von     aliphatischen,    aromatischen  und     lieteroeyclisehen        Sulfonsäuren,    wie     Me-          thansiilfonsäuremethylester,        Methansulfon-          säureäthylestei@,        Methansulfonsäurebutylester,          Benzolsulfonsäureoetylester,

          Toluolsulfon-          säurepropylester    u.     a..    Die     Methy        lester    sind im  allgemeinen die wirksamsten Kontakte; je grö  sser der     Alkylrest    wird, um so langsamer ist  die polymerisierende Wirkung. Durch Aus  wahl des Kontaktes und Variation in. der  Menge des Kontaktes kann man jede ge  wünschte     Polyinerisationszeit    erreichen.  



       i    Die     neutralen    Schwefelsäure- und     Sulfon-          säureester    mischen sich sehr leicht mit der       Äthyleniminverbindung.    Zur besseren Dosie-         rung    können sie auch in einem neutralen Lö  sungsmittel gelöst werden.  



  Die     Poly        merisation    findet bei     Raumteen-          peratur    statt. Es ist aber auch möglich, bei  Temperaturen unter 0  C zu polymerisieren.  Umgekehrt kann man zur Beschleunigung  der     Poly        merisation    bei erhöhter Temperatur  polymerisieren. Bei schneller     Polymerisation,    ,  insbesondere bei der     Bloekpolymerisation,    ist  dafür Sorge zu tragen, dass die     Polymerisa-          tionswärme    durch Kühlung abgeführt wird.

    Die     Polymerisation    kann auch in einem     Lö-          sungs-    oder Verteilungsmittel durchgeführt  werden.  



  Ferner ist es möglich, das     Polymerisations-          produkt    auf einem geeigneten Substrat zu er  zeugen, z. B. auf Holz, Papier, Leder,     Glas-          oder    Textilfasern. Vor der     Poly        merisation     können auch Füllstoffe organischer oder an  organischer Art mit Ausnahme von stark sau  ren Verbindungen zugesetzt werden.

   In diesen  Fällen kann es zweckmässig sein, das Substrat  oder den Füllstoff mit der erforderlichen       ?Menge    eines geeigneten Schwefelsäure- oder       Sulfonsäureesters        zu    tränken oder zu mischen  und erst dann die zu polymerisierende     @@thy-          leniminverbindung    aufzubringen oder beizu  mengen. Schliesslich ist es möglich, vor der       Polymerisation        Laekfarben    oder Pigmente zu  zusetzen, uni auch in den Fällen, wo ein nach  trägliches Anfärben nicht mehr möglich ist,  zu gefärbten     Poly        merisationsprodukten    zu ge  langen.

        Das polymerisierte     Beta-äthyleniminopro-          pionitril    hat hornähnliche Beschaffenheit und  zeichnet sich durch hohe Zähigkeit aus. Bei       Temperaturen    über l00  C beginnt es zu er  weichen und kann wie andere thermoplastische       Kunststoffe    verformt werden. Das     Polymeri-          sationsprodukt    kann für die verschiedenartig  sten technischen     Zwecke    Verwendung finden,  beispielsweise in der Textil- und Kunststoff  industrie.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>1.00</B> Gewichtsteile     Beta-äthyleniminopropio-          nitril    der Formel  
EMI0002.0010     
    werden mit 0,25 Gewichtsteilen     1VIethansulfo-          säurepropylester    vermischt und dann zwischen  zwei Glasplatten, die in einem Abstand von  1 cm mit einem geeigneten Klebestreifen zu  einer     Küvette    verklebt sind, langsam poly  merisiert. Man erhitzt in einem Wasserbad  Stunden auf 30  C, dann 3 Stunden auf  40  C und schliesslich 64 Stunden auf 45  C.  Das erhaltene     Blockpolymerisat    hat. hornähn-    liehe Beschaffenheit. Es zeichnet sich durch  hohe Zähigkeit aus.

   Bei Temperaturen über       100     C beginnt es zu erweichen und kann wie  andere thermoplastische Kunststoffe verformt  werden. Infolge Sauerstoffempfindlichkeit  muss eine Verarbeitung bei erhöhter Tempera  tur unter Stickstoff durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines stickstoff haltigen Polymerisationsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man Beta-äthylenimino- propionitril mit neutralen Schwefelsäure- oder Sulfonsäureestern als Kontakten polymeri siert. Das polymerisierte Beta-äthyleniminopro- pionitril hat hornähnliche Beschaffenheit und zeichnet sieh durch hohe Zähigkeit aus. Bei Temperaturen über 100 C beginnt es zu er weichen und kann wie andere thermoplastische Kunststoffe verformt werden.
    Das Polymeri- sationspr odukt kann für die verschiedenartig sten technischen Zwecke Verwendung finden, beispielsweise in der Textil- und Kunststoff industrie.
CH281030D 1948-10-01 1949-04-28 Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Polymerisationsproduktes. CH281030A (de)

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US2940889A (en) * 1955-06-29 1960-06-14 American Viscose Corp Vinyl-coated fabrics
US3162618A (en) * 1959-11-03 1964-12-22 Minnesota Mining & Mfg Poly-1, 2-alkylene oxaglycol carbamate and polymers thereof

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CH275447A (de) 1951-05-31

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