CH281471A - Feuerwaffe mit Munition. - Google Patents

Feuerwaffe mit Munition.

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CH281471A
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Inventor
Sir Charles Dennisto Cranleigh
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Sir Charles Dennistoun Burney
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A1/00Missile propulsion characterised by the use of explosive or combustible propellant charges
    • F41A1/08Recoilless guns, i.e. guns having propulsion means producing no recoil

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Feuerwaffe   <B>mit Munition.</B>    Die vorliegende Erfindung bezieht sieh  auf eine Feuerwaffe mit     Munition,    wobei  eine Verminderung des     Rückstosses    der Waffe  beim Feuern     bezweckt    wird, so dass die Waffe  unter Benutzung schwerer     Gesehosse    ohne  Unbehaglichkeit und Beeinträchtigungen bzw.  Verletzung des Schützen von der Schulter       betätigbar    ist. Es sollen auch Artillerie- und       Sehiffsgesehütze    von sehr leicht gebauten  Lafetten mit einem Minimum von Beanspru  chung des     Deckes    oder Schiffsrumpfes abge  feuert werden können.  



  Die Feuerwaffe mit Munition gemäss vor  liegender Erfindung zeichnet sieh dadurch  aus, dass die Feuerwaffe eine die Treibladung  aufnehmende Kammer aufweist, die mit min  destens einer nach     rückwärts    gerichteten  Austrittsöffnung in Verbindung steht, und  deren Volumen grösser als das Volumen der  Treibladung ist, so dass bei geladener Waffe  ein als Gasbehälter dienender freier Raum  übrigbleibt, von welchem ein Teil der beim       Abschuss        entstehenden    Gase zur Erzielung  einer den Rückstoss vermindernden Reaktion  durch die Austrittsöffnung nach hinten ent  weichen kann, ferner dadurch gekennzeich  net, dass die Ladung in einer Hülse angeord  net ist, die mit :

  dem genannten freien Raum       spätestens    bei der     Abfeuerung    korrespondie  rende Verbindungsöffnungen aufweist.  



       Ausführungsbeispiele    des Erfindungsgegen  standes sind in der beiliegenden Zeichnung       dargestellt.       Die     Fig.    1 bis 7 zeigen eine     1,9zöllige        Anti-          Tankwaffe    gemäss der     Erfindung,    wobei       Fig.    1 einen Längsschnitt durch den Vor  derteil der Waffe darstellt, während       Fig.2    einen Längsschnitt durch den     hin-          tern    Teil der     gleichen    Waffe zeigt.  



       Fig.    3 ist eine Endansicht bei geschlos  senem Verschluss     udd-        abgenommener        Gasent-          ladungsdüse.     



       Fig.    4 ist eine     Endansicht    bei     offenem          Verschluss,    wovon ein Teil     weggebroehen    ist.       Fig.5    ist eine Endansicht. bei weggelas  senem Verschluss und teilweise im     Quersehnitt.          Fig.    6 zeigt die Zündvorrichtung in Detail  darstellung und vergrössertem Massstab.  



       Fig.7    ist eine Detailansicht. der Auszieh  vorrichtung.  



       Fig.    8 zeigt schematisch einen Längsschnitt  durch eine     Ausführungsform    der Waffe mit.  einer andern Anordnung des Patronenlagers.  



       Fig.    9 zeigt in     Einzeldarstellung    den     Ver-          schluss    und die     Peuerungsvorrichtung    einer       31%zö1ligen        rückstossfreien    Waffe mit niedri  ger     Schussgesehwindigkeit    gemäss der Erfin  dung.  



       Fig.    10, 11 und 12 zeigen Einzelheiten der  Ausziehvorrichtung, wobei die     Fig.11    und 12  die     St^elhingen    :der Teile bei geschlossenem  bzw. geöffnetem Verschluss zeigen.  



  Bei der in     Fig.1    bis 7 .der Zeichnungen  dargestellten,     beispielsweise        1,9zölligen    Waffe       besteht    der Lauf 1 aus einem Stahlrohr, wel  ches eine     glatte    oder     vorzugsweise        gedrallte         Bohrung aufweist. Am hintern Ende des Lau  fes 1 ist das     Treibladungslager    2 angeordnet,  mit welchem ein hohles     Verschlussstück    3 ver  bunden ist, das eine rückwärtige und koaxial  zum Waffenlauf angeordnete Verlängerung  des     Treibladungslagers2    bildet.

   Das     Verschluss-          stück    3 ist drehbar in einem Träger 4 gelagert,  der um eine quer zur     Laufaxe        stehende    Achse  5 vom hintern Ende .des     TreibTadungslagers    2  weggeschwenkt werden kann.

   Das hintere  Ende des     Verschlussstüekes    3 weist eine in  der     Axe    der     .Feuerwaffe    angeordnete Gas  austritts5ffnung auf, welche im     Innern    des       Verschlussstüdkes    3 gedeckt ist durch ein     per-          foriertes    Organ 6, das in seinem Innern ein       verstellbares    Ventilglied 8 aufweist. Dieses  kann zum Regulieren der effektiven Grösse  der     Gasaustrittsöffnung    auf- und zugeschraubt  werden.

   An die     erwähnte        öffnung    ist aussen  eine trichterförmige     Gasexpansions'düse    7 an  geschlossen, mit welcher     übermässige    Streuun  gen der Gasentladung vermieden werden.  



  Das     Versch,lussstück    3     ist    so eingerichtet.,  dass es in seinem Träger 4 durch einen Hand  griff 9 gedreht werden kann; das     Verschluss-          stück    3     weist    zur Verriegelung     mit,dem    Maul  des     Treibladungslagers    2 ein unterbrochenes  Schraubengewinde auf, das in ein entspre  chendes Innengewinde .des     Treibladungslagers          einschraubbar    ist.

   Der Handgriff 9 ist mit  einem Sperrgriff 10 versehen, und wenn die  ser betätigt wird, kann das     Versehlussstück    3  im Träger 4 in eine Stellung gedreht werden,  in welcher .die     unteArochenen    Schrauben  gewindeteile entkuppelt werden, damit das       VersehTussstück    3 durch eine Winkelbewegung  von dem     Treibladungslager    2 in die in     Fig.4     gezeigte Stellung geschwenkt werden kann.  



  Am     vordern    Teil     des    Laufes ist ein Pisto  lengriff 11 angeordnet, mit     dem    ein Abzug 12  in     Verbindung    steht, der einen Sicherungs  hebel 12ä aufweist. Bei Druck auf den Abzug  zieht dieser an einer Stange 13, die mit einer  Zündvorrichtung in Verbindung steht.

   Nahe  hinter dem Griff 11 ist eine     gekrümmte     Schulterstütze 14     (Fig.2)        angeordnet,    und  zwar an einer derartigen Stelle, dass der  Schwerpunkt der Waffe vertikal über den    Anschlagpunkt an der Schulter des Schützen  zu liegen kommt.     Dies    ist ein wichtiges Merk  mal für den Anschlag im Hinblick auf die  leichte Handhabung und Betätigung der  Waffe, was im Falle von schweren Waffen,  wenn der Gewichtsschwerpunkt vor der  Schulter liegt, eine     .Schwierigkeit    'darstellt.  Die Anordnung und Lage der Schulterstütze  14 hat infolgedessen einen 'bedeutenden Ein  fluss auf die Handhabung der Waffe.  



  Die Stange 13 erstreckt sich unter dem  Lauf und innerhalb einer     -lIetalldeekp'latte     15 und ist am     Verschlussende    mit einem  Schwenkhebel 16 verbunden.    Der     .Schwenkhebel    16     (Fig.    6) weist eine  Nase 17 auf, die, wenn der Hebel 16 durch  die Stange 13 geschwenkt     ist,    gegen einen  Stift 18 eines     schwenkbar    gelagerten Fang  hebels 19 anschlägt, dessen Schwanzende  durch eine Feder 20 niedergedrückt wird. Die  Nase 21 ,des Hebels 19 arbeitet hierbei mit  dem Kopf 22 der     Abzugsstange    23 zusam  men, wenn die     Zündvorrichtunggespannt    ist  (wie gezeigt).  



  Die Abzugsstange 23 trägt eine Mutter 24  und ist in einem Gehäuse     13a:    von einer Fe  der 2-5 umgeben, welche zwischen einer     festen     Schulter und der Mutter 24 angeordnet -ist..  Wenn die Abzugsstange 23 durch Nieder  drücken des Fanghebels 19 durch den Hebel  16 freigegeben wird, bewegt sie sich unter  dem Druck der Feder     2'5    nach hinten, wobei  ihr Kopf 22 gegen das Ende des Schwenk  hebels 26 anschlägt, dessen anderes Ende mit  dem Ende des     Schlagbolzens    27 zusammen  arbeitet,     dessen        Zündspitze    28 gegenüber dem  Zündhütchen der in die Patronenkammer 2  der Waffe geladenen Patrone angeordnet ist.  



  Der     Schwenkhebel    16 hat noch einen wei  teren Arm mit einer Nase 29, die in eine     Aus-          nehmung    30 des     Versehlussstückes    3 hinein  ragt, wenn der Hebel 16 zwecks Freigabe des  Schlagbolzens 27 geschwenkt wird, so dass  beim Feuern das     Verschlussstück    3 zwang  läufig gegen Drehung im Träger 4 zusätzlich  zu der .Sperrung durch den Sperrgriff 10  verriegelt ist.      Die     Abzugsstange    23 wird durch das öff  nen des Verschlusses in die Stellung nach       Fig.4    automatisch nach vorn in ihre Sperr  lage gemäss     Fig.2    verschoben.

   Dies erfolgt  durch einen U-förmig ausgebildeten Bügel       23b,    dessen Schenkel bei 23a schwenkbar ge  lagert sind, während der Steg des erwähn  ten Bügels 23b     (Fig.    6) das hintere Ende der       Abzugsstange    23 umfasst. Beim Feuern geht  die Abzugsstange 23 bis zum Zusammentreffen  mit dem Steg des Bügels 23b     zurück;    sobald  der Verschluss geöffnet ist, wird die Stange  23 relativ zum     Verschliissstüek    3 nach vorn       verschoben,    bis die Nase 21 des Hebels 19  den Kopf 22 der Stange 23     hintergreift.     



  Die Abzugsstange 23 kann gegen     Rück-          wärtsbewegung    durch einen schwenkbaren       Sichernrirshebel        23e        (Fig.2)    gesichert wer  den.  



  Die     Ausziehvorriehtung    ist zum     besseren     Verständnis in den     Fig.    2 bis 6 nicht gezeigt,  hingegen in     Fig.    4 und im Detail in     Fig.    7.  In -einer     Ausnehmung    der Kante des Treib  ladungslagers 2 unter dem Rand 'der Treib  ladungshülse ist eine teilweise kreisbogen  förmige Ausziehgabel 31 mit zwei kurzen  Armen 36 angeordnet, die um eine Achse 32  schwenkbar sind. Die     Nabenteile    der beiden  Arme 36 weisen vorspringende Nasen 33 auf,  die mit den Enden von     Noekenhebeln    34 zu  sammengreifen..

   Die     Hebel    34 sind um die  Achse 5 schwenkbar, die durch Arme 35       (Fig.3    bis 5) am     Treibladungslager    2 gela  gert ist. Der Träger 4 ist ebenfalls um die  Achse 5 schwenkbar, auf welcher er durch  Arme 37 gelagert ist.

   An den äussern Seiten  der     Nabenteile    der Hebel 34     sind    gemäss       Fig.    7 Zähne 38     angeordnet,        während    an den  innern Seiten der Arme 37 Anschläge vor  handen sind, die, wenn der     Verschluss    voll  ständig offen ist, gegen die Zähne 38 an  .schlagen, wodurch die Hebel 34 plötzlich ge  dreht werden, so dass ihre Nasen     infe1ge    Zu  sammengriffes mit den Nasen 33 am Auszieh  hebel 36 eine     plötzliche    Schwenkung des     Aus-          ziehers    31 aus der     Ausnehmung    veranlassen,

    wobei die     Treibladungshülse    gewaltsam aus  ihrem Lager 2 ausgezogen wird.    Bei der beschriebenen Feuerwaffe gelangt  eine     Treibladungshülse    zur Verwendung, die  im wesentlichen     -die        Form    eines Kegelstumpfes  hat und eine verhältnismässig starke Seiten  wandung aufweist, während ihre Stirnenden  durch dünne Wände     abgeschlossen    sind, zum  Beispiel aus Metallfolie, die. beim Zünden der  Ladung leicht zerstörbar sind oder verdamp  fen.

       Solehe        Endwandungen    können in ihrer  Lage gehalten und verstärkt werden durch  Endglieder, welche aus     Umfassungsringen     mit einer Anzahl von radialen Spreizarmen  bestehen,     welehe    im Mittelpunkt des Ringes       vereini        b    sind.  



  Die     Treibladungshülse    findet beim Laden  der Waffe im konischen Lager 2 Platz. Das  Volumen der Treibladung ist,     bedeutend    klei  ner als die durch die Innenräume des Pa  tronenlagers 2 und des     Versehlugstüekes    3  gebildete Kammer der Waffe. Hinter der       Treibladung-,    beim beschriebenen Beispiel im  Innern des     Verschlussstüekes    3, bleibt daher  bei der geladenen Waffe ein als Gasbehälter  dienender freier Raum übrig, der über die  nach     rüekwärts    gerichtete und durch .das  Ventil 8 beherrschte     Gasaustrittsöffnung    mit  der     Atmosphäre    in Verbindung steht.  



  Bei geladener Waffe befinden sich deren  Elemente der Zündvorrichtung vor dem Ab  feuern in der in     Fig.    6 bezeigten Lage. Wird  der Abzug 12 betätigt, so bewegt sich die  Stange 13 nach vorn (in     Fig.    1, 2 und -6 nach  links), wodurch eine Schwenkung des Hebels  16 um die Achse 5 hervorgerufen wird: Mit  tels des -Stiftes 18     schwenkt    die Nase 17 des  Hebels 16 den Fanghebel 19 entgegen der       Wirkung    der Feder 20 so,     dassdessen    Nase  21 den Kopf 22 der Abzugsstange 23 frei  gibt.

   Unter der Wirkung der Druckfeder 25       sehnellt    die letztere dann in     Fig.2    und 6  nach rechts, wobei ihr Kopf 22 gegen das  eine Ende des Schwenkhebels 26 anschlägt,  wodurch dessen anderes Ende den Schlag=  bolzen 27 in     Fig.    6 nach links gegen     das    Zünd  hütchen der 'Treibladung schlägt.  



  Bei der Verbrennung der Treibladung     ent-          wiekeln    sich Gase, die einerseits das im     hin-          tern    Ende du     Laufes    1 steckende Geschoss      durch den Lauf nach     vorn    treiben und ander  seits .in das     Verschlussstück    3 eintreten und  zum Teil durch die Perforationen des Or  ganes 6 zu der     Gasaustrittso-ffnung    gelangen       und    durch die trichterförmige Expansions  düse 7 nach hinten ins Freie entweichen,  wodurch eine den Rückstoss vermindernde  Reaktion erzielt wird.  



  Nach dem Abschuss wird das     Verschluss-          stück    im Träger 4 mittels des Handgriffes 9  in seiner Ebene so weit gedreht, dass     das        Ver-          sehlussstüek    3 mitsamt. dem Träger 4 gemäss       Fig.4    um die Achse 5 vom     Treibladungs-          lager    2 weg nach unten geschwenkt werden  kann.

   Hierbei gelangen an den Armen 37 des  Trägers 4 vorhandene Anschläge mit den  Zähnen 38 'der Hebel 34     (Fig.7)    zum An  schlag, wodurch die Hebel 34 um die Achse 5  eine kleine Schwenkung in     Fig.7    im Uhr  zeigersinn     ausführen    und dabei die Auszieh  hebel 36 betätigen, so dass die leere     Treib-          la.dungshülse    nach hinten aus ihrem Lager 2  ausgezogen wird.  



  Bei der Schwenkung des     Verschlussstückes     3 nach unten erfährt die     Abzugsstange    23  mit. Hilfe des Bügels 23b eine axiale     Verschie-          bung    entgegen der Wirkung der Feder 2,5, so  dass beim erneuten Schliessen des     Verschlusses     die Nase 21 des     F'a.nghebels    19 den Kopf 22  der Abzugsstange 23 wieder     hintergreifen     'kann. Die     Abzugsvorrichtung        ist    dann für  eine erneute Zündung bereit, so dass ohne  Verzug ein weiterer Abschuss mit Hilfe der  Waffe erfolgen kann, sofern eine neue Treib  ladung in das offenstehende Lager 2 einge  setzt worden ist.  



  Das perforierte Organ 6 verhindert, dass  irgendein Teil der Treibladung im     unver-          brannten    Zustand aus dem     Verschlussstück     ausgestossen wird und dient ferner dazu, einen  Zwischenraum vor der     Gasaustrittsöffnung     aufrechtzuerhalten, um auf diese Weise einen  freien Zugang der Gase zur     Gasaustrittsöff-          nung    zu     gewährleisten.     



  Das Mass, bis     zu    welchem der     Laufrüek-          stoss    eliminiert wird, hängt von den relativen  Flächen der     Gasaustrittsöffnung    einerseits  und der     Laufquerschnittsfläche    anderseits ab.    Dieses     Verhältnis    kann beherrscht werden  durch Verstellung des Ventils 8,     welches    durch  ein     Werkzeug,    wie zum Beispiel einen     Sehrau-          bernzieher,    durch die trichterförmige Expan  sionsdüse 7 hindurch verstellt     -werden    kann.

    Wird das Ventil 8 so verstellt, dass der Flä  chenquerschnitt der     Gasaustrittsöffnung    an  genähert 66<B>%</B> der     Laufquersehnittsfläche    be  trägt, so wird der Laufrückstoss praktisch  vollständig     eliminiert.    Im vorliegenden Falle,  -wenn die Waffe zum     Sehiess-en    von der  Schulter eingerichtet ist., wird das Ventil 8 so  eingestellt, dass eine völlige Aufhebung des       Rückstosses    erfolgt.. Wird hingegen die Waffe  so eingerichtet, dass sie als     Maschinengewehr     wirken soll, so wird sie auf einer Lafette mon  tiert und hierbei das Ventil 8 so verstellt,  dass noch ein Rückstoss erfolgt, der genügt,  um die automatische Lade- und Zündvorrich  tung zu betätigen.

   Im allgemeinen ist die  Durchgangsfläche der     Gasentladungsdüse    im       Verhältnis    zur     Quersehnittsfläche    des Laufes  so gross, dass mindestens 50 Volumenprozent  der Gase nach rückwärts entweichen.  



  Durch Drosseln der     Gasaustrittsöffnung     erfolgt eine Verstärkung des Laufrückstosses,  aber gleichzeitig auch eine Erhöhung des wirk  samen Druckes auf das Geschoss, woraus sieh  eine höhere     Mündungsgeschwindigkeit    und  grössere     Schussweite    bzw.     Durchsch'lagungs-          kraft    des Geschosses ergibt, wobei     gewünseh-          tenfalls    ein bestimmter Grad von Anpassung  der taktischen Leistungsfähigkeit der Waffe  erreichbar ist.  



  In vielen Fällen kann das Mündungsende  der Waffe in an sich bekannter Weise über  einen kurzen Teil seiner Länge perforiert  sein, so dass die dem Geschoss folgenden Gase  seitlich in einem     gewünschten    Grade entwei  chen     können,        bevor    das Geschoss die Mün  dung verlässt. Durch     dieses    Mittel kann der  Gasdruck auf den Boden des Geschosses beim  Durchgang des Gases durch den perforierten  Teil stufenweise reduziert und, bevor es die       .Mündung    verlässt, vollständig vernichtet  werden.

   Dieser perforierte Teil des Laufes ist       zweckmässigerweise    von einem konischen Man  tel 98     (Fig.1)    umgeben, welcher an seinem      vordern, die Mündung umfassenden Ende  offen ist. So kann     beispielsweise    die     Gesamt-          fläehe    der Mündungsperforationen viermal  so gross sein wie die     Laufquersehnittsfläche     und die Maximalfläche des ringförmigen  Raumes     zwischen    der Laufmündung und dem  konischen Gehäuse kann zweimal so gross  sein als die     Laufbohrungsfläche.     



  Durch die Perforation des     Mündungsstük-          kes    ergibt sich ohne die Verwendung des Man  tels 98 beim Abschuss eine nach vorn gerich  tete Reaktion auf den Lauf, die dem Rück  stoss entgegenwirkt, so dass, wenn die     Quer-          sehnittsfläche    der     Gasaustrittsöffnung    66     1/o     der     Laufbohrungsquerschnittsfläche    beträgt,  das Gewehr beim Feuern die Tendenz hat,       sich    in der gleichen Richtung nach vorn zu be  wegen wie das Geschoss.

   Wird also das Mittel  der Mündungsperforierung     angewendet,    so  muss die     Querschnittsfläche    der     Gasaustritts-          öffnung    unter 66 % der     Laufbohrungsquer-          schnit.tsfläche    reduziert. werden, um einen  vollständigen     Ausgleich    des Rückstosses zu  erhalten.

   Wenn anderseits ein Mantel 98 über  den Perforierungen verwendet wird, ergibt  sieh eine beträchtliche Erhöhung des Rück  stosses, so dass es nötig wird, die Querschnitts  fläche der     (xasaustrittsöffnung    zu erhöhen,  und zwar über 66 % des     Laufbohrungsquer-          sehnittes,    um den Laufrückstoss auszugleichen.  



       Fig.    8 zeigt schematisch einen     Längsschnitt     durch eine abgeänderte Ausbildungsform der  Waffe, worin das     Treibladungslager    2 nicht.  koaxial zur Gewehrachse im hintern Teil     des     Laufes, sondern seitlich des Laufes liegt. Die  Figur zeigt die     Treibladungshülse    39 und das       Gesehoss    40, nachdem dieses eine kurze Distanz       gegenüber    seiner     Ausgangsstellung    vor dem  perforierten Organ 6     zurückgelegt    hat.

   Das  Organ 6 hat. die Form eines Hohlkegels, dessen  weiteres -Ende die     Gasaustrittsöffnung    an  einem     Versehlussdeekel    41 übergreift. An die       (*asaustrittsöffnung    schliesst eine nach rück  wärts gerichtete Expansionsdüse 7 an. Gemäss  dieser Konstruktion überdeckt der     Verschluss-          deekel    41 die Enden sowohl des     Treibladungs-          lagers    als auch des     Gesehosslagers.    Ist der       Versehluss    Geöffnet,     so    werden. die Treib-         ladung    und das Geschoss Seite an Seite in die  Waffe geladen.

   Bei geladener Waffe befindet  sich     hinter    dem Geschoss     40    ein zu diesem  koaxialer Raum, der mit dem Aussenraum  durch die nach rückwärts     geriehtete    Gasaus  trittsöffnung verbunden ist, an welche nach  innen das perforierte Organ 6 und nach aussen  die Expansionsdüse 7 anschliesst.  



  Die     Seitenwandung    der     Treibladungshülse     ist leicht. zerstörbar oder     verdampfbar    ausge  bildet, aus welchem Grunde die Hülse ver  hältnismässig dicke Stirnwandungen und eine  zylindrische Seitenwandung aus dünnem Me  tall oder aus Folie aufweist, die von im Ab  stand voneinander angeordneten,     längsverlau-          fenden        Trägerstücken    42 gehalten und ver  stärkt ist, wie dies in     Fig.    8 gezeigt ist.  



  Auch bei diesem Ausführungsbeispiel der  Feuerwaffe besitzt die Treibladung ein klei  neres Volumen als die Kammer, welche aus  den Innenräumen des     Treibladungslagers    2,  des     Verschlussdeckels    41, des Organes 6 und  teilweise des     Geschosslagers    gebildet     ist.    Bei  der Entzündung der Treibladung mit Hilfe  einer nicht dargestellten Abzugsvorrichtung  wird die dünne Seitenwandung der 'Treib  ladungshülse zerstört oder     verdampft,    so dass  die sich entwickelnden Gase sich in der ganzen  Kammer ausbreiten können.

   Sie wirken wie  derum einerseits auf das Geschoss 40 und     .ent=     weichen anderseits zum Teil durch die Perfo  rationen des Organes 6 und die nach rück  wärts gerichtete     Gasaustrittsöffnung    mit. der       Gasentladungsdüse    7. Das Geschoss     40    liegt  anfänglich unmittelbar vor dem perforierten  Organ 6 neben dem     Treibladungslager    2.  Sobald sieh das Geschoss beim Abfeuern der  Waffe nach vorn bewegt, wird das Volumen  der Kammer vergrössert.  



  Gemäss nicht dargestellten Ausführungs  varianten zu den beschriebenen Beispielen  nach     Fig.    1 bis 7 und     Fig.    8 können auch min  destens     zwei        Gasaustrittsöffnungen    vorhanden  sein, die nach hinten gerichtet und symme  trisch in bezug auf die     Axe    der Waffe an  geordnet sind.  



  Die     Fig.    9 bis 12 veranschaulichen eine  für     3i!zzöllige        Kiederdruckwaffen    geeignete      Bauart zum Abfeuern oder Schleudern von  Explosivbomben oder ähnlichen Geschossen,  wobei die Waffe zur Verwendung als Schulter  waffe oder als     Mörser    bzw. Minenwerfer ein  gerichtet sein kann.  



  Im Falle einer von der Schulter abzu  feuernden Waffe kann der Vorderteil dersel  ben im wesentlichen gleich ausgebildet sein  wie bei der     1,9zölligen    Büchse gemäss den       Fig.    1 bis 7, wobei der     Verschlussteil    in ver  grössertem Massstab in     Fig.    9 gezeigt ist. Hier  bei ist das     Verschlussstück    50 in einer Quer  ebene zu der     Waffenlaufbohrung    um eine  Hülse 54     schwenkbar,    die parallel zu der  Laufachse, jedoch seitlich davon liegt.

   Das       Verschlussstüek    wird in der Schliesslage durch  einen     Sperrstift    43 gehalten, der in den Hohl  raum     44    eines Ansatzes 45 in der Wand     des     Patronenlagers 2 eingreift, aus welchem Hohl  raum er durch einen     Schwenkhebel    46 weg  gerückt werden kann, und zwar .

   gegen den  Druck einer Feder 47, wobei der Hebel 46  in einem Handgriff 48 schwenkbar     ist,    durch  den     das        Versehlussstück    50 in die     Öffnungs-          imd        Schliesslage        schwenkbar        ist.    Wird der  Hebel 46 betätigt, so bewegt er     ebenfalls    einen  Schieber 49 in eine Stellung, in welcher der  Schlagbolzen 51 gegen Bewegung gesperrt ist.  



  Der Schlagbolzen 51 ist mit einem Schwenk  hebel 52 verbunden, der durch eine Feder     E53     in eine Stellung gedrückt wird, in der der  Schlagbalzen zurückgehalten. wird. Das     Ver-          schlussstüek    50 ist an der Hülse 54 montiert,  die in Lagern am hintern Ende des Patronen  lagers 2 drehbar angeordnet ist, und durch  einen in eine Umfangsrille eingreifenden Stift       5.1a    gegen axiale Verschiebung gesichert ist.  Die Hülse 54     ist    von einer verschiebbaren  Abzugsstange 55 durchsetzt, deren Ende einen  Kopf 56 trägt, der mit einer Nase 57 eines  Hebels 58     zusammengreifen    kann.

   Eine starke  Feder 59 in einer Hülse 60, die hinter einem  Bund der     Abzugsstange    55 angeordnet ist,  drückt den Kopf 56 der Stange 55 gegen die  Nase 57 des Hebels 58.  



  Der Hebel 58 ist. um einen Bolzen 61       schwenkbar    und normalerweise in einer sol  chen Lage, dass seine Nase 57, mit dem Kopf    56 unter der Wirkung einer Feder 62 zu  sammengreift. Das freie Ende des Hebels 58  ist an der .Stange 13     angelenkt,    die zum Ab  zugsmechanismus führt, der gleich wie der  in     Fig.    1 gezeigte Mechanismus oder auch. eine  geeignete Abänderung davon sein kann. Un  gefähr in der     Mitte    ihrer Länge ist die Ab  zugsstange 55 bei 63 erweitert und trägt ein  Paar     Radialbolzen    64, auf denen Rollen 65  gelagert sind. Am vordern Ende der Hülse 54  ist eine mit einer Schraubenkurve 66 versehene  Hülse angesetzt, welche Schraubenkurve mit  den Rollen 6-5 zusammenarbeitet.

   Das     Ver-          schlussstück    50 ist mit der Hülse 54 starr       verriegelt,    so dass, wenn das     Verschlussstüek     50 in die Schliessstellung     geschwenkt    wird, die  Hülse 54 gedreht wird und die Schrauben  kurve 66     mittels    der Rollen 65 die Abzugs  stange 55 entgegen der Wirkung der Feder  59 in     Fig.    9 nach     links    zurückdrückt,     bis    die  Nase 57 des     Hebels    58 hinter den Kopf 56  greift und auf diese Weise die     Abzugsstange     55 in gespannter Stellung hält,

   bereit zur  Freigabe durch den     Abzugsmechanismus.     Wenn die     Abzugsstange    55 freigegeben wird,  so schlägt ihr, hinteres Ende auf den Schwenk  hebel 52 und treibt den Schlagbolzen gegen  das Zündhütchen der Patrone nach vorn.  



  Auch bei diesem Beispiel bildet das Innere  des     Verschlussstückes    50 einen Raum zwischen  dem     Treibladungslager    2 und mehreren nach       rückwärts    gerichteten     Gasentladungsöffnun-          gen,.    an welche je eine Expansionsdüse 67  bzw. 68 anschliesst. Die eine     Gasentladungs-          öffnung    mit der Düse 68 ist konzentrisch zum  Waffenlauf,     während    die übrigen Öffnungen  mit den Expansionsdüsen 67 auf einem kon  zentrisch zur     Waffenaxe    liegenden Kreis an  geordnet sind.

   Die Düse 68 ist so verstellbar,  dass ein Teil der Gase durch Drehung der  Düse in der Büchse 69 gedrosselt werden kann.  Die Düse 68 bildet mit der Büchse 69 einen       Schraubenverschluss,    so dass durch Drehung  der Düse 68 ihr inneres Ende vom Sitz 90  weggerückt wird, und zwar in einem Masse,  welches durch die Drehung der Düse 68 ge  geben ist. Dieses Mass kann durch die An  zeige eines Zeigers 91, der auf einer von der      Düse     68    getragenen Singskala 92 spielt,     ge-          messen    bzw. abgelesen werden. Im Innenraum  des     Verschlussstückes    50 befindet- sich auch       hei    diesem Beispiel ein perforiertes Organ 6.

    Dasselbe hat die Form eines     Hohlkegelstump-          fes,    dessen weiteres Ende sämtliche Gasaus  trittsöffnungen übergreift.  



  Die Ausziehvorrichtung ist in     Fig.10,    11  und 12     dargestellt.    Der     Auszieher    weist ein  Paar gekrümmte Arme 93 auf, die in     Aus-          nehmungen    der     Treibladungslagerwand    ange  ordnet sind und deren Enden mit den Enden  von     Auszieherstiften    94     zusammenwirken,    die  ihrerseits mit dem Rand der     Treibladungs-          hülse    zusammenarbeiten. Die untern Enden  der Arme 93 sind mittels Bolzen drehbar am       Treibladungslager    2 gelagert., und deren Na  benteile tragen je eine Nase 95.

   Diese Nasen  sind an den beiden     Nabenteilen    einander dia  metral     entgegengesetzt    angeordnet und besit  zen in entgegengesetzten Richtungen gewen  dete Stirnflächen. Diese Nasen 95 arbeiten  mit vorspringenden Schultern 96 eines Kur  venseheibenpaares 97     zusammen,    die mit. der  Hülse 54 einen zusammenhängenden Teil bil  den und die voneinander im Abstand ange  ordnet sind zwecks Unterbringung der untern  Enden der     Aitszieherarme    93 zwischen ihnen  und deren Drehebenen im rechten Winkel zu  den Schwenkebenen der Arme 93 liegen.

   Aus  dieser Bauart ergibt sich, dass, wenn die Hülse  54 mit dem     Verschlussstüek    50 sich in die  Öffnungslage dreht, die Schultern 96 der       Nockenseheiben    97 gegen die Nasen 95 der       Auszieherarme    93 anschlagen und     diese    zu  rückschwenken, um die Stifte 94 nach rück  wärts zu verschieben und die     Treibladungs-          hülse    aus dem     Treibladungshülsenlager    2 aus  zustossen.

      Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der  beschriebenen Feuerwaffe ist. kurz wie folgt:  Die Teile der Abzugs- und Zündvorrich  tung befinden sich bei     schussbereiter    Waffe  in der in     Fig.    9 dargestellten Lage. Im Treib  ladungslager 2     befindet.    sich die leicht ko  nische Hülse der Treibladung, während ein  nicht dargestelltes Geschoss im hintern Ende    des Laufes 1 steckt.

   Das Volumen der Treib  ladung ist wiederum     kleiner        als    die durch die  Innenräume des     Treib'ladungslagers    2 und des       Verschlussstüekes    50 gebildete Kammer, so dass  zwischen der Treibladung und den nach     rück-          w        ärts    gerichteten     Gasaustrittsöffnungen    ein       als    Gasbehälter dienender Raum frei bleibt.

    Die     Treibladungshülse    besitzt einen beim Ab  feuern leicht zerstörbaren Boden, so dass die  entstehenden Gase auch nach hinten in den  koaxial zum     Waffenlaiü    angeordneten Innen  raum des     Verschlussstückes    50 austreten kön  nen. Beim Betätigen des nicht gezeichneten  Abzuges -wird die Stange 13 in     Fig.    9 nach  links bewegt, so dass der Hebel 58 entgegen  der Wirkung der Feder 62 eine Schwenkung  ausführt, durch welche die Nase 57 des Hebels  den Kopf '56 der Abzugsstange     5@5    freigibt.

    Unter der     Wirkung    der Feder 59 schnellt die  Abzugsstange nun in     Fig.    9 nach rechts und  schlägt. mit     ihrem    hintern Ende gegen den  Hebel 52, der dadurch entgegen der Wir  kung der Feder 53 eine Schwenkung ausführt  und den Schlagbolzen 51 gegen das Zünd  hütchen der Treibladung schlägt. Bei der Ver  brennung der Treibladung wird das     Gesehoss     durch die entstehenden Gase durch den Lauf 1  nach vorn getrieben, während gleichzeitig ein  Teil der Gase durch die Perforationen des  Organes 6 und durch die     Gasaustrittsöffnun-          gen    nach rückwärts     ins    Freie entweichen und  dabei eine den Rückstoss vermindernde Re  aktion erzeugen.  



  Nach dem Abschuss wird das     Verschluss-          stück    50 durch Betätigung des     Schwenkhebels     46 entriegelt und dann mit Hilfe des Hand  griffes 48 um die     Axe    der     Hülse    54 ge  schwenkt, so dass das     Treibladungslager    2 von  hinten zugänglich wird.

   Bei dieser Schwen  kung dreht sich die Hülse 54 mit und be  tätigt mittels des     Kurvenscheibenpaares    97       (Fig.10    bis 12) die     Auszieherarme    93, welche  bei ihrer Schwenkung die leere     Treibladungs-          hülse    in     Fig.    11 und 12 nach rechts mit  Hilfe der     Auszieherstifte    94 aus dem Treib  ladungslager 2     ausstossen.     



  Bei der Drehung der Hülse 54 wird die  Abzugsstange 55 mit Hilfe der Rollen 65      und der     Schraubenkurve    66 entgegen der Wir  kung der Feder 59 wieder in     Fig.    9 nach     links     geschoben, bis die Nase 57 des Hebels 58  den Kopf 56 der Abzugsstange     hintergreift     und dieselbe dadurch in der gespannten Lage  festhält. Es kann nun ein     neues    Geschoss mit  Treibladung in die Waffe nachgeladen wer  den. Nach dem Schliessen des Verschlusses ist  die Waffe dann wieder schussbereit.  



  Anstatt den Rückstoss der Waffe vollstän  dig durch eine Gasreaktion der Kammergase  zu absorbieren, kann ein Teil des Rückstosses  durch Gasreaktion und ein Teil durch eine  Lafette der Waffe absorbiert werden. In die  sem Zusammenhang kann die Waffe mit zwei  Chargen geladen werden, von denen die eine  eine     Sehnellbrennladung    zum Vortrieb des Ge  schosses und die andere eine     Langbrennladung     ist, welche den Rückstoss     des    Laufes verzögert,  wenn das     Gesehoss    die Laufmündung verlas  sen hat.

   Der Grad der Zündung hängt unter  gleichen Druck- und     Temperaturbedingungen     natürlich in an sich bekannter Weise von der  Zusammensetzung der Ladung und ihrer     me-          ehanisehen    Aufbereitung ab.  



  Es ist bei schwereren Waffentypen wünsch  bar, einen Teil des Rückstosses vom Waffen  träger aufnehmen zu lassen; um den     Rüelz-          schlag    der Entladungsgase auf ein vernünf  tiges Mass zu reduzieren.  



  Es ist. verständlich, dass die beschriebenen  Waffen die Verwendung stark erhöhter Treib  ladungen erfordern, die ein Mehrfaches des  Maximums betragen; welches mit. Sicherheit  in Waffen von gegebenem Kaliber- verwendet  werden kann, wenn in herkömmlicher Weise  mit einer verriegelten     Kammer    gearbeitet  wird, da die Hauptmasse der bei der Ver  brennung der Treibladung erzeugten Gase  durch die     Austrittsöffnungen-nach    rückwärts  entweicht.

   Deshalb muss das     Treibladungs-          lager    bedeutend grösser sein als bei einer     übli-          ehen    Waffe gleicher Leistung, um eine gleiche  Mündungsgeschwindigkeit zu erzeugen, wobei       mindestens    50 Volumenprozent oder mehr der  erzeugten Gase zur     Entweichung    durch die  rückwärtigen     _    Austrittsöffnungen bestimmt       sind.        _       Das genaue Mass der auf diese Weise rück  wärts entweichenden Gase hängt davon ab,  wie weit der Rückstoss absorbiert.

   werden soll,  und jenes genaue Mass hängt wiederum von  der     Querschnittsfläche    der     Gasaustrittsöff-          nung    oder der Summe der     Querschnittsflächen     der     Gasaustrittsöffnungen    im Verhältnis zur       Querschnittsfläche    der Laufbohrung ab.

      Für die vollständige Eliminierung des  Rückstosses ist beispielsweise gefunden wor  den, dass bei einer bestimmten Ausbildung  der Waffe die     Querschnittsfläche    der     Gasaus-          trittsöffnung        angenähert        66%        des        Flächen-          inhaltes    des Laufquerschnittes betragen soll,  in     welchem    Fall annähernd ein sechsmal grö  sseres     .Gasvolumen    durch die rückwärtigen  Austrittsöffnungen entweicht als durch den  Lauf.     _       In den meisten.

   Fällen wird die Waffe so  eingerichtet, dass entweder eine vollständige  Eliminierung des     R.üekstosses    oder ein Aus  gleich auf einen festen Prozentsatz des     R.üek-          stosses    erfolgt, um den Rest des     R.üekstosses     zum automatischen Laden und Entladen. oder  dergleichen, wie zum Beispiel in Maschinen  gewehren, zu verwenden.

   Es gibt     indessen     Fälle, wo es erwünscht sein mag, das Mass  der absorbierten     Rüeklaufenergie    zu variieren,  und unter diesen Umständen können Mittel  vorgesehen: sein, um einen Teil der in     si-m-          metrisehen    Paaren angeordneten     Gasentla-          dungsdüsen    zu sperren, oder im Fall einer  zentralen     Gasaustrittsöffnung    deren wirksame       Querschnittsfläehe    zu verändern, und zwar  durch das Mittel eines zugespitzten Ventils,       welches    verstellbar in der Düse eingebaut. ist.  



  Gemäss einer nicht dargestellten Ausfüh  rungsform der Waffe kann zur Erzielung  einer grösseren Kammer als das Volumen der  Treibladung der Durchmesser des Treib  ladungslagers grösser als die Bohrung des  Laufes, die das Geschoss aufnimmt, sein. Da  die Treibladung im allgemeinen einen dem       Gesehoss    entsprechenden     Durchmesser    hat, so       ist.    dadurch in der Kammer um die Treib  ladung ein als- Gasbehälter dienender freier  Raum gebildet, der mit mindestens einer nach           rüekwärts    gerichteten     (Tasaustrittsöffnung    in  Verbindung steht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Feuerwaffe mit Munition, dadurch gekenn zeichnet, dass die Feuerwaffe eine die Treib ladung aufnehmende Kammer aufweist, die mit mindestens einer nach rückwärts gerich teten Austrittsöffnung in Verbindung steht., und deren Volumen grösser als das Volumen der Treibladung ist, so dass bei geladener Waffe ein als Gasbehälter dienender freier Raum übrigbleibt, von welchem ein Teil der beim Abschuss entstehenden Gase zur Er zielung einer den Rückstoss vermindernder Reaktion durch die Austrittsöffnung nach hinten entweichen kann, ferner dadurch ge kennzeichnet, dass die Ladung in einer Hülse angeordnet ist,
    die mit dem genannten freien Raum spätestens bei der Abfeuerung korre spondierende Verbindungsöffnungen aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Treibladungslagers grösser ist als die Bohrung des Waffenlaufes, die das Gesehoss aufnimmt, so dass - da die Treibladung einen dem Geschoss entsprechen den Durchmesser hat - in der Kammer um die Treibladung ein als Gasbehälter dienen der freier Raum gebildet ist. 2.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer eine rückwärtige Verlängerung (3) des Treibladungslagers (2) aufweist, welche bei geladener Waffe zwischen der Treib ladung und der nach rüekwärts gerichteten Clasaustrittsöffnung am rückwärtigen Ende der Kammer einen Raum bildet. 3. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die rückwärtige Verlänge rung (3) des Treibladungslagers (2) koaxial zum Waffenlauf (1) angeordnet ist. 4.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei geladener Waffe hinter dem Geschoss (40) ein zu diesem koaxialer Raum vorhanden ist., der mit dem Aussenraum durch die nach rück wärts gerichtete Gasaustrittsöffnung verbun den ist, und dass ein Treibladungslager (2) seitlich der Waffenachse angeordnet ist, wel- ehes mit dem erwähnten Raum in Verbindung steht. 5.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibladungslager zum Verschliessen durch ein bewegliches, den Gasraum aufweisendes Ver- schlussstiick (3, 50 bzw. 75) eingerichtet. ist, welches die nach rückwärts gerichtete Gas austrittsöffnung aufweist, die vom erwähnten Gasraum nach dem Aussenraum führt. 6. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgangsquerschnitt der nach rückwärts gerichteten Gasaustrittsöffnung kleiner ist als die Quersehnittsfläche des Laufes. 7.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch und Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Durchgangsfläche der Gasaustrittsöffnung in einem derartigen Ver hältnis zu der Querschnittsfläehe des Laufes steht, dass mindestens 50 Volumenprozent. der Gase durch die Austrittsöffnung entweichen. B. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwi- sehen der Treibladung und der nach rück- wärts gerichteten Gasaustrittsöffnung und im Abstand von dem innern Ende der letzteren ein perforiertes Organ (6) vorhanden ist. 9.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das perforierte Organ (6) die Form eines Hohlkegels aufweist, dessen weiteres Ende die Gasaustrittsöffnung über greift. 10. Feuerwaffe mit. Munition nach Patent anspruch und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das perforierte Organ (6) die Form eines Hohlkegelstumpfes aufweist, dessen weiteres Ende die Gasaustrittsöffnung übergreift. 11. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Gasaustrittsöffnung eine Gasexpan- sionsdüse (7, 67 bzw. 68) anschliesst. 12.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gasaustrittsöffnung in der Axe der Feuer waffe angeordnet ist. 13. Feuerwaffe mit Munition nach Patent, anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass min destens zwei Gasaustrittsöffnungen symme trisch in bezug auf die Axe der Waffe ange ordnet sind. 14. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass meh rere Gasaustrittsöffnungen auf einem kon zentrisch zur Waffenaxe liegenden Kreis an geordnet sind. 15.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein verstellbares Ventil (8) zum Regulieren der Wirkfläche der Gasaustrittsöffnung vorban den ist, wobei das Mass des eliminierten Rück stosses regulierbar ist. 16. Feuerwaffe nach Patentanspruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Skala (92) und ein Zeiger (91) vor handen sind, um das Mass der Verstellung des Ventils (8) und hierbei das Mass des eliminier ten Rückstosses als Ergebnis dieser Verstel lung anzugeben. 17. Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse der Ladung mindestens eine Wandnug aufweist, welche beim Feuern leicht zerstör bar ist. 18.
    Feuerwaffe mit Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Waffe als Schulterwaffe so eingerichtet ist, dass der Lauf eine Schulterstütze (14) auf weist, die so angeordnet ist, dass der Schwer punkt der Waffe vertikal über die Schulter des Schützen zu liegen kommt. 19. Feuerwaffe mit. Munition nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der :Mündungsteil der Waffe perforiert ist, um ein Entweichen von Gasen hinter dem Ge- schoss, unmittelbar bevor dieses die Mündung verlässt, zuzulassen.
CH281471D 1941-12-05 1946-12-14 Feuerwaffe mit Munition. CH281471A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1107129B (de) * 1955-11-29 1961-05-18 Latham Valentine Stewart Black Schiessgeraet mit einem vorderen und hinteren Lauf und einer dazwischen-liegenden Kammer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1107129B (de) * 1955-11-29 1961-05-18 Latham Valentine Stewart Black Schiessgeraet mit einem vorderen und hinteren Lauf und einer dazwischen-liegenden Kammer

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