CH281509A - Verfahren und Einrichtung zum elektrischen Widerstandsschweissen von Gegenständen aus Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum elektrischen Widerstandsschweissen von Gegenständen aus Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum elektrischen WiderstandsschweiFen von Gegenständen aus Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit. Die bisherige Methode, Gegenstände aus Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit., das heisst einer Leitfähigkeit von mindestens ?0 m Ohm-, mm-2, z. B. Aluminiumbleche, durch elektrische Widerstandsschweissung zu verbinden, setzt sehr hohe elektrische Strom stärken voraus, damit. die erforderliche Schmelzwärme während einer ganz kurzen Be rührungszeit erzeugt werden kann. Es ergeben sich dabei Anschlusswerte für Punktschweiss maschinen, die durchweg über 100 kVA lie gen und z. B. in Deutschland an allgemeine Stromversorgungsnetze wegen der zu hohen momentanen Belastung gar nicht. angeschlos sen werden dürfen.
Die vorliegende Erfindung weist nun einen Weg, für das genannte elektrische Wider standsschweissen die momentane Energieauf nahme auf etwa 1/5 bis 1/1o zu verringern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrischen Widerstandsschweissen von Ge genständen aus Metall hoher elektrischer Leit fähigkeit, insbesondere Aluminiumblechen, welches Verfahren darin besteht, dass zwischen die Elektroden und die zu verschweissenden Gegenstände Beilagen aus einem Material ge ringerer elektrischer Leitfähigkeit, insbeson dere Bleche aus Eisen oder Stahl, gelegt wer den.
Als Beilagebleche können beim Wider standsschweissen von Aluminiumblechen Stahl bleelie in Frage kommen. Diese erwärmen sich bei etwa 1/7 der für das Schweissen von Aluminium bisher erforderlichen Stromstärke auf diejenige Temperatur, bei welcher Alu minium schmilzt, und übertragen diese Schmelz temperatur auf die dazwischenliegenden Alu miniumbleche. Durch die gute Wärmeleit fähigkeit des Aluminiums nimmt dieses die Temperatur über die ganze Blechstärke sofort an und geht in den Schmelzzustand über, wo bei dann die homogene Verbindung der Alu miniumbleche entsteht.
Als besonders geeignete Widerstands schweisseinrichtung zur Durchführung des er findungsgemässen Verfahrens hat sich eine solche erwiesen, bei der die Beilagen als dauernd satt auf den Elektrodenkuppen sit zende Kappen, z. B. aus Stahlblech, ausgebil det sind. Man kann aber auch daran denken, beim Punkt- oder Nahtschweissen die Beilage bleche beweglich an den Elektrodenhaltern an zuordnen und sie mit einer geeigneten Vor richtung mit fortschreitender Schweissung unter der Arbeitsstelle der Elektrode fortzu bewegen.
In der Zeichnung ist ein Teil eines Aus führungsbeispiels einer Einrichtung zur Durch führung des Verfahrens nach der Erfin dung schematisch dargestellt.
Die Figur zeigt im Schnitt. die bei einer Punktschweissmaschine verwendete einsteck- bare, hohle Elektrode 1 aus Elektrolytkupfer. Die Kuppe dieser Elektrode ist ganz flach kegelig ausgebildet. Das diese kegelige Stirn fläche 11 aufweisende Ende der Elektrode 1. ist dabei überfangen von einer Kappe 2 aus Stahlblech (z. B. St. 60.11). Dabei ist der Kappenboden 21 wesentlich dünner ausgebil det als der Kappenmantel 22. Durch die kegelige Ausbildung der Fläche 11 ist dafür gesorgt, dass an der eigentlichen Arbeitsstelle der Elektrode, nämlich in der Mitte des trup- penförmigen Bodens 21, die geringste Ma terialstärke (z. B. nur 1,5 mm) vorliegt.
Wenn man Aluminiumbleche zwischen zwei solche Elektroden spannt, bewirkt der Schweissstrom beim Übergang vom Elektrolyt kupfer auf die Stahlkappen zunächst eine augenblickliche Erhitzung der letzteren, wobei sich die Erwärmung auf die Mitte des Kap penbodens konzentriert. Diese stark erhitzte Kappenstelle überträgt ihre Wärme sofort auf das gutleitende Aluminiumblech, so dass dessen Erwärmung weit mehr durch die von der Schweisskappe übernommene Wärmemenge als durch den durch die Bleche hindurch fliessenden Strom bewirkt wird.
Wegen der guten thermischen Leitfähigkeit. des Alumi niums teilt sich diese unterhalb des Schmelz punktes des Eisens liegende Temperatur sehr schnell dem gesamten Aluminiumblech-Quer schnitt zwischen diesen Stahlkappen mit, wo bei diese Bleche sich rein örtlich sehr schnell über ihren Schmelzpunkt erwärmen und sich in der Folge bei starkem Elektrodendruck ein wandfrei verschweissen lassen.
Während man bei dem bisher üblichen Punktschweissen von Aluminiumblechen mit sehr kurzen Schweisszeiten arbeiten musste, wird bei dem oben beschriebenen Verfahren mit wesentlich längerer Schweisszeit (6/1o bis \/1o Sek.) und niedriger Stromstärke gearbei tet, um dem zu verschweissenden Aluminium blech Zeit zu lassen, so viel Wärme aufzuneh men, dass mit Sicherheit die Schmelztempera tur erreicht wird. Der Elektrodendruck wird hoch gehalten, um ein Verbrennen des Alu miniums zu vermeiden. Die Elektroden sollen zweckmässig senkrecht zur Blechebene gegen ; einander geführt werden, damit ein Beiseite- schieben des schmelzenden Materials vermie den wird.
Eine Reinigung der zu schweissen den Bleche von einer etwa vorhandenen Oxyd haut ist, wie sich praktisch ergeben hat, bei dem beschriebenen Verfahren nicht. erforder lich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum elektrischen Widerstands- 3chweissen von Gegenständen aus Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit, insbesondere Alu-, miniumblechen, dadurch gekennzeichnet, dass mischen die Elektroden und die zu verschwei ssenden Gegenstände Beilagen aus einem Ma terial geringerer elektrischer Leitfähigkeit ge legt werden. UNTERANSPRUCH: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die Beilagen ein Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,6 bis 11/o verwendet wird.PATENTANSPRUCH II: Widerstands-Schweisseinrichtung zur Durch führung des Verfahrens nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Beilagen als dauernd satt auf den Elektro denkuppen sitzende Kappen ausgebildet sind. UNTERANSPRÜCHE 2. Einrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe in ihrem über der Kuppe der Elektrode liegen den, gewölbten Boden geringere Material stärke aufweist als im Mantel. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, da.ss die Kappe im Zentrum ihres Bo dens die geringste Materialstärke aufweist. 4.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Beilagen an den Elek- trodenhaltern beweglich angebrachte Blech stücke sind, wobei ein Mechanismus vorhan den ist, um die Beilagen unter der Elektro- denkuppe fortzubewegen.
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