CH281580A - Hochfrequenz-Heizeinrichtung zum Schweissen thermoplastischer Materialien. - Google Patents

Hochfrequenz-Heizeinrichtung zum Schweissen thermoplastischer Materialien.

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CH281580A
CH281580A CH281580DA CH281580A CH 281580 A CH281580 A CH 281580A CH 281580D A CH281580D A CH 281580DA CH 281580 A CH281580 A CH 281580A
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    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/46Dielectric heating
    • H05B6/48Circuits
    • H05B6/50Circuits for monitoring or control

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Description


      Hochfrequenz-Heizeinrichtung    zum Schweissen thermoplastischer Materialien.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Hochfrequenzeinrichtung    zum Sehweissen       thermoplastiseher    Materialien.  



  Beim Schweissen von zwei oder mehreren       Lagen        dielektrischen,    insbesondere dünnen  Materials, hat es sich herausgestellt,     da.ss    die  angelegte Spannung dieses durchschlagen und  verbrennen kann, oder in     einigen    Fällen ein  Lichtbogen     zwischen    den Elektroden auftreten  und das Material versengen kann, wodurch die  Qualität desselben leidet. Anderseits hängt  jedoch das Erwärmen des Materials sowohl  von der angelegten Spannung, wie auch von  der Frequenz ab, und höhere Spannung wie  auch höhere Frequenzen sind vom Standpunkt  der Produktion     aus    wünschenswert, da sie das  Schweissen beschleunigen.  



  Auf Grund dieser Tatsachen ist gemäss  der Erfindung eine     Hochfrequenz-Heizein-          richtung    geschaffen worden, die sich kenn  zeichnet durch eine an den Hochfrequenz  generator angeschlossene veränderliche Re  aktanz, welche derart automatisch veränder  lich ist, dass nach dem Erregen des Generators  die an der Belastung liegende     Rochfrequenz-          amplitude    innert     eines    einstellbaren Zeit  intervalls von einem Minimal- auf einen       '.Maximalwert    ansteigt.  



  Beim elektronischen Schweissen thermo  plastischer     dielektriseher    Materialien, wie es  normalerweise ausgeführt wird, werden die  Elektroden mit einem Block oder Blätterstapel  aus einem solchen Material in Berührung ge-    bracht, uni die ganze zur Verwendung gelan  gende     Hochfrequenzspannung    wird plötzlich  angelegt. Dabei wird der Lastkreis so abge  stimmt, dass die Umhüllende der     HF-Span-          nung    sehr rasch, praktisch rechtwinklig an  steigt und abfällt, wobei die Gefahr einer       Lichtbogenbildung    und des     Versengens    oder       Durchschlagens    des Materials besteht.  



  Es hat sich jedoch herausgestellt, dass  wenn erfindungsgemäss die     Elektrodenspan-          nung    nach Anlegen einer anfänglichen nie  deren Spannung beträchtlich gesteigert wird,  beträchtlich höhere Spannungen und eine  bessere Schweissarbeit als auf herkömmlichem  Weg erzielbar sind. Es hat den     Anschein,    dass  das Material bei der niederen Spannung bis zu  einem gewissen Grad aufgeweicht wird und  daher die Elektroden in engere Berührung  mit dem Werkstoff gebracht werden können,  so dass die Luft in grösserem Ausmass aus dem  Raum zwischen den Elektroden und dem  Werkstoff ausgetrieben wird, wenn die Span  nung auf den Höchstwert steigt.  



  Die Schaltschemata zweier Ausführungs  beispiele der Erfindung sind in der Zeichnung  dargestellt:  Zwischen den beiden Elektroden 5 und 6  des     Behandlungskondensators    befinden sich  die zu verschweissenden     dielektrischen    Mate  rialien. Die Elektrode 6 ist bei 8 geerdet, und  die Hochspannungselektrode 5 ist über eine  Leitung 9, in die eine veränderliche Serie  reaktanz 10 eingeschaltet ist, mit einem Hoch-           spannungs-Hochfrequenzgenerator    11     verbiln-          den.    Letzterer weist eine     Oszillatorröhre    12  auf, die von einem Gleichrichter 13 gespeist  wird.  



  Der Generator arbeitet in der     Colpitts-          Schaltung.     



  Der     Oszillatorkreis    wird vom Gleichrichter  13 über ein     Glättungsnetzwerk    16 erregt, des  sen Niederspannungsseite mit der Kathode  verbunden und geerdet ist. Der Gleichrichter  13 wird von einem Wechselstromnetz 18 aus  über einen Steuerschalter 19 gespeist.  



  Der Gitterkreis 20 des     Oszillators    ist durch  eine HF-Drosselspule 21 an eine hoch  frequenzmässig durch den Kondensator 22 ge  erdete Steuerleitung 23 angeschlossen, die  einen Gitterwiderstand 24 enthält. Die Lei  tung 23 ist für Gleichstrom über den Wider  stand 24 mit der geerdeten Kathode ver  bunden, und zwar über einen Schalter 26 und  einen kleinen Gleichstrommotor 27, dem ein       Potentiometer    28 parallelgeschaltet ist.  



  Der Motor 27 ist, wie durch die gestrichel  ten Linien 30 und 31 gezeigt, mit dem ver  änderlichen Steuerorgan 32 der     Reaktanz    10  mechanisch gekuppelt, die im vorliegenden  Fall ein veränderlicher Kondensator ist. Der       Kondensator    ist normalerweise auf minimale  Kapazität eingestellt und wird     zum    Beispiel       mittels    einer Feder 33 in dieser Lage gehalten.  Der Motor hat das Bestreben, den Kondensa  tor entgegen der Federspannung in die       Höchstkapazitätsstellung    zu verschieben.  



  Beim Schliessen des Schalters 19 können       zunächst    noch keine Schwingungen im     Oszilla-          tor    erregt werden, da über die     Leitung    23 und  den Widerstand 24 eine negative     Vorspan-          nung    an das Steuergitter 20 der     Oszillator-          röhre    12 angelegt wird. Diese Sperrspannung  wird im vorliegenden Fall von einem Gitter  gleichrichter 35 geliefert, der     ebenfalls    über  den Schalter 19 aus dem Netz 18 gespeist wird.  



  Die negative Klemme 36 des Gleichrichters  35 ist mit dem Gitterwiderstand 24 verbunden,  während die positive Klemme 37 geerdet ist.  



  Das an das Steuergitter der     Oszillator-          röhre    12 vom Gittergleichrichter 35 angelegte  Sperrpotential ist von solcher Grösse, dass    Schwingungen normalerweise unterdrückt  werden, wenn der Schalter 26 offen ist. Wenn  letzterer aber geschlossen wird, wird der     hoch-          ohmige    Widerstand 39 durch die relativ nie  drige Impedanz des Motors 27 und des     Par-          allelwiderstandes    28 überbrückt und damit  die Gitterspannung so weit reduziert,     dal     Schwingungen einsetzen können, wobei ein  Gitterstrom zu fliessen beginnt.

   Die variable       Reaktanz    10 besitzt zunächst ihren maximalen  Wert, so     da.ss    eine minimale Leistung auf die  Belastung übertragen wird. Beim Öffnen des  Schalters 26 wird die Gitterspannung sofort  wiederhergestellt.  



  Gleichzeitig mit dem Anfachen von Schwin  gungen versetzt der im     Oszillator-Gitterkreis     .fliessende Gitterstrom den Motor in Drehung,  wodurch die     Reaktanz    10 allmählich ver  mindert wird. Dies bewirkt ein praktisch  lineares Anwachsen der     Hochfrequenzspan-          nung    E am Kondensator 5, 6, bis die     Reaktanz     auf ein Minimum reduziert ist und die volle  Spannung vom Generator 11 an der Belastung  7 liegt.

   Die Geschwindigkeit des     Anwachsens     kann so eingestellt werden, dass die Hoch  frequenz in einem Zeitintervall von einem  Bruchteil einer Sekunde bis mehrere Sekun  den von ihrem Minimal- auf ihren     11aximal-          wert    ansteigt, je nach der Natur,     Masse    und  Dicke des zu erhitzenden Materials und der  Temperatur, bis zu der es erhitzt werden soll..  



  Es hat sich gezeigt, dass sich durch den an- ,  nähernd zeitlinearen Anstieg der     Hochfre-          quenzspannung    eine beträchtliche Verbesse  rung im Erhitzen oder Schweissen von thermo  plastischem Material ergibt. Ein weiterer Vor  teil der Einrichtung ergibt. sich daraus, dass ,  die Herabsetzung der Impedanz oder     Reaktanz     im     Arbeitskreis    gleichzeitig mit dem Beginn  der Schwingungen im Generator auftritt, wo  durch die im Heizkreis vorhandene Leistung  voll ausgenützt wird.  



  Der Steuerschalter 26 kann automatisch  oder von Hand betätigt werden. Für die ma  nuelle Betätigung kann zum Beispiel ein  Steuerschalter oder Druckknopf 42 neben der  Arbeitsstelle vorgesehen und über Leitungen  43 mit einem Relais 44 verbunden sein, um      den Schalter 26 aus der Ferne zu betätigen.  Beim vorliegenden Beispiel wird der Schalter  26     mittels    einer Zugfeder 45 geöffnet und in  der     Offenstellung    gehalten, und durch Er  regen des Relais 44 geschlossen. Die Speise  leitungen 43 können, wie gezeigt, durch den  Schalter 19 mit den Speiseleitungen 18 ver  bunden werden, und der     Steuerkreis    wird da  durch gleichzeitig mit den Gleichrichtern 13  und 35 erregt.  



  Der Schleifkontakt 40 am     Potentiometer     28 erlaubt das Einstellen der Drehgeschwin  digkeit des Motors 27 und damit der Ge  schwindigkeit, mit der die Impedanz 10 ge  ändert wird. Wird der     Potentiometerkontakt     40 so     verschwenkt,    dass ein grösserer Teil des  Widerstandes 28 kurzgeschlossen wird, so  wird die am Motor liegende Spannung her  abgesetzt und somit dessen Drehzahl herab  gesetzt.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.2    ist.  der     Hochfrequenzgenerator    11 mit der Be  lastung über ein festes Kopplungselement,  zum Beispiel. einen Kondensator 47, ver  bunden.  



  Der     Hochfrequerizgenerator    wird über den       Glättungskreis    16 vom     Gleichriehter    13 ge  speist, der seinerseits aus dem     letz    18 ge  speist wird. Eine Reihendrossel 48 ist zwi  schen einer der Leitungen 18 und dem Gleich  richter 13 eingeschaltet, auf deren Kern auch  eine     Vorniagnetisierungswicklung    49     ange-          braelit    ist, die am Ausgangskreis des     Gleich-          riehters    13 über die     Potentiometer    50 und 51  angeschlossen ist.  



  Der     Oszillator-Gitterkreis    20 enthält. die       Serieschaltung    einer Drosselspule 21 und eines  Gitterwiderstandes 24.  



  Der Steuer bzw. Druckknopfschalter 42,  der ein hand- bzw. ein     motoriseh        betätigbares     Steuerelement für die Einrichtung darstellt,  ist.     dureh    die Leitung 43 mit dem     Solenoid    44  verbunden, das den Schalter 19 betätigt, wo  durch der     Kraftstrom-Gleichrichter    13 und       dessen    Speisekreise erregt werden, um den       Hoclifrequenzgenerator    unter Spannung zu  setzen, wenn es erwünscht ist, die Spannung  an das Arbeitsmaterial 7 anzulegen.

      Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist  die folgende: Die Höhe der am zu behandeln  den Werkstück liegenden Spannung wird mit  tels einer variablen     Steuerreaktanz    reguliert,  die im vorliegenden Fall eine mit einer Vor  magnetisierungswicklung 49 versehene Drossel  48 ist. Wird der Schalter 19 geschlossen, so  wird ein     Vormagnetisierungsstrom    vom Po  tentiometer 51 im     Gleichrichterausgang    ab  genommen und über den einstellbaren Wider  stand 50 der     Vormagnetisierungswicklung    49  zugeführt, so dass die     Reaktanz    der Drossel  spule 48 allmählich verringert und die Gleich  richter-Ausgangsspannung erhöht wird.

   Die  Geschwindigkeit dieses Spannungsanstieges  kann durch Einstellen des Wertes des Wider  standes 50 und durch den Wert des     Konden-          sators    56 reguliert werden, und der Anfangs  strom wird durch das     Potentiometer    51 ge  steuert. Durch die Kombination der zeitlichen  Verzögerung, bedingt durch das     RC-Glied     50, 56, und der     ansteigenden    Spannung am       Gleichrichterausgang    entsteht ein praktisch  linearer Anstieg der     Gleichrichterausgangs-          spannung    und ebenso eine kontinuierliche Zu  nahme der     Hochfrequenzamplitude    am Be  handlungskondensator.  



  Es hat sich gezeigt, dass die überschlag  spannung beim plötzlichen Anlegen der Hoch  frequenzspannung an rechteckige     Stabelektro-          den    bei 27     MI4z    an 0,25 mm     Zelluloseazetat     850 V beträgt, während die Überschlagspan  nung, wenn von 400 V ausgegangen und die  Spannung sekundlich um 400 V erhöht wird,  beim gleichen Arbeitsmaterial und derselben  Frequenz 1200 V beträgt. Diese Zahlen de  monstrieren den Wert der Verwendung der  erfindungsgemässen Einrichtung.  



  Mit den beschriebenen Vorrichtungen  lässt sich daher infolge der Möglichkeit des       Verwendens    höherer Spannungen eine grössere  Schweissgeschwindigkeit erzielen und wird  das Schweissen von Materialien ermöglicht, die  auf dem herkömmlichen Weg nicht mitein  ander verschweisst werden können. Der Grund  hierfür liegt darin, dass das Erhitzen des Ma  terials vor einer gesteuerten Erhöhung der Be  triebsspannung auf ihr     Maximum    eintritt, wo-      durch aus den einleitend erwähnten Gründen  eine engere Berührung der Elektroden mit  dem Arbeitsmaterial erzielt wird, und zum  Schweissen ein höheres Maximalpotential an  das     Arbeitsmaterial    gelegt werden kann als  durch irgendeine andere bekannte Ein  richtung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Hochfrequenz-Heizeinrichtung zum Schwei ssen thermoplastischer Materialien, gekenn zeichnet durch eine an den Hochfrequenz generator angeschlossene veränderliche Re aktanz, welche derart automatisch veränder lich ist, dass nach dem Erregen des Generators die an der Belastung liegende Hochfrequenz- amplitude innert eines einstellbaren Zeit intervalls von einem Minimal- auf einen Maximalwert ansteigt. .
    UNTERANSPRÜCHE 1. Hochfrequenz-Heizeinrichtung nach Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch Mittel zur Erzeugung einer die Schwingungen im Hoch frequenzgenerator normalerweise unterdrük- kenden Steuerspannung und durch eine Ein heit bildende Mittel zur Herabsetzung dieser Steuerspannung und Steuerung der veränder lichen Recktanz, die in Serie mit der Arbeits last geschaltet ist. 2. Hochfrequenz-Heizeinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Einheit bilden den Mittel einen Motor aufweisen.
    3. Hochfrequenz-Heizeinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Motor mittels eines Schalters parallel zur Steuerspannungsquelle schaltbar ist, wodurch deren im Gitterkathoden-Stromkreis des Hoch- frequenzgenerators wirksame Spannung so weit reduziert wird, dass Schwingungen ein setzen können.
    4. Hochfrequenz-Heizeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die veränderliche Recktanz mit dem Eingangs stromkreis eines Speisegleiehrichters für den Hochfrequenzgenerator verbunden ist unül vom Ausgangsstromkreis dieses Gleichrichters gesteuert wird.
    5. Hochfrequenz-Heizeinr ichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die veränderliche Re aktanz durch die - Hauptwicklung einer mit einer V ormagnetisierungswieklung versehenen Drossel gebildet ist, wobei die Vormagnetisie- rungswicklung mit dein Gleichrichter-Aus- gangsstromkreis verbunden ist.
CH281580D 1948-06-29 1949-06-27 Hochfrequenz-Heizeinrichtung zum Schweissen thermoplastischer Materialien. CH281580A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961281C (de) * 1952-11-29 1957-04-04 Philips Nv Hochfrequenzgenerator fuer HF-Erhitzung
DE1022302B (de) * 1953-12-18 1958-01-09 Siemens Ag Selbsterregter Hochfrequenz-Roehrengenerator
DE1056304B (de) * 1952-05-29 1959-04-30 Pfaff Ag G M Hochfrequenzgenerator

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