Anlage mit zwei simultan betriebenen Ölbrennern und mit Sicherheitseinrichtung. Viele feuerungstechnische Probleme wer den mit Vorteil so gelöst, class ein Feuerraum von zwei getrennten Ölbrennern beheizt wird.
Handelt es sich hierbei um vollautoma tische Brenner mit Ein-Aus-Regelung, so be steht Explosionsgefahr, wenn die Brenner voneinander unabhängige Sicherheitsvorrich tungen besitzen. Wenn nämlich nach einer Pause ein Brenner anspringt ohne zti zünden und von seiner Sicherheitsvorrichtung lein entsprechend abgestellt wird, so befindet sieh im Feuerraum ein explosives Gemisch, und es dauert in der Regel einige Minuten, bis das selbe durch den Kaminzug entfernt worden ist. Springt nun während dieser Zeit der zweite Brenner auch an und zündet. ordnungs gemäss, so entsteht eine Explosion, die unter Umständen sehr gefährlich werden kann.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Anlage mit zwei simultan betrie benen Ölbrennern und mit einer Sicherheits einrichtung, welche die Explosionsgefahr voll kommen ausschliesst. Der Grundgedanke dieser Einrichtung ist, einen Brenner so in Ab liängigkeit. vom andern zu bringen, dass er nur ansprinIgen und brennen kann, wenn der andere Brenner ordnungsgemäss in Funktion ist, das heilst, wenn die Flamme des andern Brenners brennt. Dementsprechend bewirkt der Flammenwächter dieses andern Brenners das Ein- -Lund Ausschalten dieses einen Bren ners, während sein eigener Flammenwächter der gleichzeitigen Sicherung beider Brenner dient.
Ein Ausführungsbeispiel der Anlage ist durch die Zeichnung veranschaulicht: In der gezeichneten Anlage wird ein Heiz kessel, Kocher, Lufterhitzer oder dergleichen 1I durch die beiden Brenner B1 und B2 be heizt. Diese beiden Brenner werden, wie an-. gedeutet, durch Drelustrommotoren ange trieben, die durch die beiden Schütze Schl- und Sch <I>2</I> geschaltet werden und über die dreipoligen Handschalter S1 und S2 an das Drehstromnetz R, S, <I>T</I> angeschlossen sind.
Ferner sind die beiden Brenner Z@1 und I3'mit Zündtransformatoren Z1 und Z2 ausge rüstet, deren Primärspannung gleich der Steuerspannung U ist., während die der Er zeugung des Zündfunkens dienende Sekundär spannung meist etwa 10000 Volt beträgt. Neben den Brennern sind deren Flammen wächter F1 und F2 (zum Beispiel Photozellen mit den zugehörigen Apparaten (angedeutet, deren Funktion darin besteht., unter der Ein wirkung der Flammenstrahlung den elektri schen Kontakt zu schliessen und ihn wieder zu öffnen, sobald die Strahlung aussetzt, das heisst die Flamme erlischt.
Weitere Bestandteile der Anlage sind Der Temperaturregler Th, welcher bei Er.. reichung der eingestellten Temperatur seiner. Kontakt öffnet und bei Unterschreitung der selben um einen bestimmten Betrag den Kon takt wieder schliesst und hierdurch Wärme anfordert (Ein-Aus-Regelung).
Der Sicherheitsautomat SA, welcher über den Handschalter S3 an der Steuerspannung U _ liegt. Er enthält einen Transformator Tl, welcher die Spannung U auf einen für die Kontakte des Temperaturreglers Tjz und des Flammenwächters F2 sowie für die Sicherheit der Anlage günstigen Wert reduziert. Ferner enthält der Sicherheitsautomat SA die beiden Relais R und R' mit den Kontakten 1i1, K2, K3, K4, respektive 1i'1, K'2 und K'3,
sowie das Thermorelais TR mit der Heizwicklung W. Dieses Thermorelais TR klinkt aus und öffnet. seinen Kontakt, wenn die Heizwicklung IV während 60 Sekunden vom Erregungsstrom des Relais R, oder während 30 Sekunden von. der Summe der Erregungsströme der Relais R und R' durchflossen wird.
Hat das Thermo- relais TR ausgeklinkt, so wird der Kontakt nach dem Abkalten nicht von selbst wieder geschlossen, sondern erst sobald das Thermo- relais TR von Hand wieder eingeklinkt wird.
Das Sperrschütz SSch enthält das Relais R" mit den Kontakten K"1 und 1L"2 sowie einen Transformator T2, welcher mit Rück sicht auf den Kontakt des Flammenwächters F1 die Spannung LT auf denselben Wert wie der Transformator T1 reduziert.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Die Handschalter S1, S2, S3 seien geschlossen; der Temperaturregler Tlz fordere durch Schliessen des Kontaktes Wärme an; hierdurch wird des Stromkreis: Sekundär wicklung von T1, Kontakt von TR, Kontakt von Th, Kontakt 1i'2, Heizwicklung W, Relais spule R geschlossen. Das Relais R zieht auf.
lind schliesst die Kontakte El, K2, K3 und K4. Über die Kontakte K3 und K4 wird die<B>Er-</B> regerspule, des Schützes Sch <I>1</I> an die Span nung U gelegt; dessen drei Kontakte schliessen sich und der Motor des Brenners B1 setzt sich in Bewegung. Gleichzeitig wird über den Kon takt 1i'3 der Zündtransformator Z1 an die Spannung U gelegt, das heisst die Zündung des Brenners B1 in Betrieb gesetzt.
Zündet nun der Brenner B1 aus irgendeinem Grunde nicht, das heisst entsteht an ihm. keine Flamme, so bleibt sein Flammenwächter F1 geöffnet. Da der Erregungsstrom des Relais R durch die Heizwickliuig W fliesst, wird der Kontakt des Thermorelais TR nach 60 Sekunden ge- öffnet und bleibt offen; die Erregung des Relais R wird hierdurch unterbrochen und die Kontakte 1i1, K2, K3 und 1i4 fallen ab, wo durch sowohl der Motor wie auch die Zün dung des Brenners B1 ausgeschaltet werden.
Wenn anderseits der Brenner B1 ordnungs gemäss gezündet hat, so schliesst sich der Kon takt des Flammenwächters P1 und erregt im Sperrschütz SSch durch die Sekundärwick lung des Transformators T2 das Relais R", wodurch die Kontakte 1i"1 und 1i"2 geschlos sen werden. Durch den Kontakt K"1 wird die Erregerspule des Schützes Sch2 eingeschaltet und das Schütz Sch2 setzt den Motor des Brenners B2 in Bewegung, während durch den Kontakt 1i"2 die Zündung dieses Bren ners in Betrieb gesetzt wird.
Durch diese Inbetriebsetzung des Brenners B2 entsteht im Sicherheitsautomat SA keinerlei Veränderung, das heisst der Erregerstrom des Relais R fliesst immer noch durch die Heizwicklung W. Wenn also der Brenner B2 aus irgendeinem Grunde nicht zündet und sich der Kontakt seines Flammenwächters F2 nicht schliesst, so wird das Thermorelais TR 60 Sekunden nach dem Einschalten des Temperaturreglers Th aus klinken, dadurch die Kontakte des Relais R lösen und beide Brenner ausser Betrieb setzen.
Entsteht dagegen ordnungsgemäss am Brenner B2 die Flamme, so schliesst. sieh der Kontakt des b'lammenwächters F2. Die Wicklung des Relais R' wird dadurch von der Sekundär wicklung des Transformators T1 erregt, und zwar über die Kontakte des Thermorelais TR und des Temperaturreglers Tla, die Klem men 6 und 7 und den Kontakt des Flammen wächters F2. Das Relais R' zieht an, schliesst den Kontakt 1i'1 und öffnet die Kontakte 1i'2 und 1i'3. Durch das Öffnen des Kontaktes IM') werden die Zündungen beider Brenner ab gestellt.
Gleichzeitig wird durch das Schlie ssen des Kontaktes K'1 die Heizwicklung IV überbrückt, wodurch das Thermorelais TR wieder zum Abkalten gebracht und am Aus klinken verhindert wird.
Die Erregungs ströme der Relais R und R' nämlich, respektive deren weitaus grösster Teil, fliessen jetzt von Klemme 6 aus nicht über den Kontakt K2 und durch die Heinvicklung W, sondern infolge viel geringeren Widerstandes nach Klemme 7, über den Flammenwächter F2 nach Klemme 8 und von hier aus einerseits direkt durch die Wicklung des Relais R' zum Transformator T1, anderseits über die Kontakte K1 und I1'1 durch die Wicklung des Relais R.
Falls also nicht innert 60 Sekunden nach dem Einschalten des Temperaturreglers Th beide Brenner ordnungsgemäss arbeiten, er folgt deren Stillegung nach Ablauf dieser 60 Sekunden. Wenn nun während des Betriebes aus irgendeinem Grunde, beispielsweise durch Ausbleiben der Ölzufuhr, die Flamme des Brenners B2 erlischt, so öffnet sich der Kon takt des Flammenwächters F2. Den beiden Erregungsströmen der Relais R und R' wird hierdurch der Weg nach Klemme 8 versperrt und sie fliessen von Klemme 6 über den Kon takt K2 durch die Heizwicklung W.
Das Thermorelais TR klinkt somit in diesem Falle nach 30 Sekunden aus und setzt wegen des Abfallens der Kontakte K3 und K4 beide Brenner ausser Betrieb. Dasselbe geschieht, wenn der Handschalter S2 ausgeschaltet wird oder die (nicht gezeichneten) Motorsicherun gen durchbrennen, da hierdurch der Motor des Brenners B2 und damit auch dessen Öl- pumpe stillgelegt werden.
Wenn nun während des Betriebes statt der Flamme des Brenners B2 diejenige des Brenners B1 erlischt, wird der Kontakt des Flammenwächters F1 geöffnet. Dadurch wird die Erregung des Relais R" unterbrochen und die Kontakte K"1 und K"2 fallen ab. Mit dem Abfallen des Kontaktes K"1 wird die Wick lung des Schützes Sch2 stromlos und dessen Kontakte öffnen sich ebenfalls. Der Motor des Brenners B2 stellt ab und damit erlischt auch infolge Ausbleibens der Ölzufuhr dessen Flamme, und es öffnet. sich der Kontakt des Flammenwächters F2.
Wie oben beschrieben, wird nun nach 30 Sekunden durch Ausklinken des Thermorelais TR auch der Brenner B1 ausgeschaltet.
Augenblicklich stillgelegt werden kann die ganze Anlage durch Ausschalten des Hand schalters S3, da hierdurch die Wicklungen der Relais R und R' sofort stromlos werden.