CH282046A - Verfahren zur Herstellung von Zellwolle. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zellwolle.Info
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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Description
Verfahren zur Herstellung von Zellwolle. Es sind Verfahren bekannt, um feuchte Gegenstände bzw. Materialien durch Einbrin gen in ein hochfrequentes Wechselfeld zu trocknen. Auch die Erzeugung von Wärme in wasserhaltigen Stoffen, die in ein solches Feld gebracht werden, ist Gegenstand v er- schiedener bekannter Verfahren. Solche Ver fahren dienen z. B. zu medizinischen Zwecken oder zur Einleitung von chemischen Reak tionen wie der Aushärtung von Kunstharz- Leim.
Es wurde nun gefunden, dass man in Ma terialien, die eine stark ungleiehmässige Feuchtigkeitsverteilung aufweisen, dadurch auf sehr einfache Weise eine gleichmässige Feuchtigkeitsverteilung erzielen kann, dass man diese Materialien in einem geschlossenen Kondensator einem elektrischen Hochfre- quenzfeld aussetzt. Voraussetzung ist, dass das Material selbst eine wesentlich niedrigere DK aufweist als das Wasser. Im Gegensatz zu den erwähnten bekannten Verfahren wird bei dieser Arbeitsweise eine Austrocknung weder erreicht noch beabsichtigt.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Zell wolle, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Zelluloselösungen zu Fasern verspinnt, die Fasern durch Waschen mit Wasser von anhaftenden Chemikalien befreit, vortrocknet und hierauf die Fasermasse unmittelbar an schliessend zwecks Erzielung einer gleichmä ssigen Feuchtigkeitsverteilung in einem ge- schlossenen Kondensator einem elektrischen IIochfrequenzfeld aussetzt.
Dadurch wird es möglich, in der vorge trockneten Zellwolle, welche noch sogenannte nasse Nester aufweist, in wenigen Minuten ein Verschwinden dieser nassen Nester Di erreichen. Das kann hinsichtlich Qualität und Wirtschaftlichkeit bedeutende Vorteile brin gen.
Bisher war nämlich ein Verschwinden dieser nassen Nester nur so zu erreichen, dass die Faser zunächst scharf getrocknet wurde, worauf dann eine erneute Befeuchtung not- wendig war,
da bekanntlich die Zellwolle zur einwandfreien Verarbeitung eine gewisse Feuchtigkeit von 10 bis 14 % besitzen muss. Die Trocknung und anschliessende Befeuch tung bedeutete nicht nur einen erhöhten Energieverbrauch und zusätzliche Arbeits gänge und Maschinen, sondern brachte auch die Gefahr einer Vergilbung und Faserschä digung durch das scharfe Heruntertrocknen mit sich.
Durch die erfindungsgemässe Arbeitsweise wird es nun möglich, die Trocknung - die mit bekannten Mitteln, d. h. durch Warmlift, erfolgen kann - nur so weit zu treiben, dass die gewünschte durchschnittliche Endfeuch- tigkeit von 10 bis 14 % erreicht ist, und nun die bei einer solchen Arbeitsweise bisher un vermeidliche ungleichmässige Feuchtigkeits verteilung durch eine Hochfrequenzbehand- lung zu beseitigen, wodurch die erwähnten Nachteile des bisherigen Verfahrens vermie den werden.
<I>Beispiel:</I> Eine Kupferoxydammoniakzelluloselösung von etwa 8 % Zellulosegehalt wird in Wasser als erste Fällflüssigkeit versponnen. Die Fä den mehrerer Spinnstellen werden zu einem Kabel der Gesamtstärke etwa 500 000 den. vereinigt, entkupfert, entsäuert, mit Avivage versehen, in Stapel von 10 cm geschnittei: und auf einem laufenden Siebband mit Warnluft getrocknet.
Die Trocknung ivir d nun - sei es durch kleinere Bemessung des Troekenapparates, sei es durch. Einstellung- niedrigerer Trockentemperaturen oder gerin gere Luftumwälzung - nur so weit getrieben, dass die Endfeuchtigkeit der den Trocken apparat verlassenden Fasermasse etwa 11 bis 12 % beträgt.
Die so getrocknete Faser pflegt eine ungleichmässige Feuchtigkeitsverteilung auf zuweisen, derart, dass ein grösserer Teil der Faser bereits Feuchtigkeitswerte von etwa 7 % und darunter hat, während einzelne nasse Nester von Nuss- bis Apfelgrösse darin enthalten sind, deren Feuchtigkeit 20 bis 50 %,
ja bis zu 100 0/0 (auf Zellulose bezo- gen) betragen kann.
Diese Fasermasse lässt man nun - zweck mässig in fortlaufendem Arbeitsgang - zwi schen den Platten eines elektrischen Konden- sators hindurch passieren, an die eine 'Wech- selspannung angelegt ist. Die Frequenz soll am besten einer 8-m-Weile entsprechen, die Feldstärke 1,5 kV/em. Der Elektrodenab- stand kann zweckmässig 4 ein betragen. Die Durchlaufgeschwindigkeit wird so einregu liert, dass die Verweilzeit des Materials etwa 6 Minuten beträgt.
Beim Verlassen des Kondensators sind nunmehr die nassen Nester verschwunden. Gleichzeitig haben die trockenen Stellen mehr Feuchtigkeit aufgenommen. Es ist also eine Vergleiehmässigung der Feuchtigkeits verteilung eingetreten, in der Form, dass die Feuchtigkeit praktisch des gesamten Mate- rials, wie gewünscht, zwischen 10 und 11% liegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zellwolle, dadurch gekennzeiehnet, dass man Zellulose- lösungen zu Fasern verspinnt, die Fasern durch Naschen mit. Nasser von anhaftenden Chemikalien befreit, vortroeknet und hierauf die Fasermasse unmittelbar anschliessend zwecks Erziehung einer gleichmässigen Feuch tigkeitsverteilung in einem geschlossenen Kondensator einem elektrischen Hochfre- quenzfeld aussetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH282046T | 1949-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH282046A true CH282046A (de) | 1952-04-15 |
Family
ID=4483464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH282046D CH282046A (de) | 1949-04-05 | 1949-04-05 | Verfahren zur Herstellung von Zellwolle. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH282046A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3041586A1 (de) * | 1980-11-04 | 1982-05-13 | Bayer Ag, 5090 Leverkusen | Trockenspinnverfahren |
-
1949
- 1949-04-05 CH CH282046D patent/CH282046A/de unknown
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