CH283116A - Binokularer Mikroskoptubus. - Google Patents
Binokularer Mikroskoptubus.Info
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Description
Binokularer Mikroskoptubus. Es ist bekannt., Mikroskope mit einem Tu bus für beidäugige Betrachtung auszurüsten. Die notwendige Strahlenteilung für die beiden Okulare wird dabei durch ein Prismensystem erreicht, von dem einzelne Elemente zur An passung des Okularabstandes an den Augen abstand gegeneinander v eidrehbar oder ver schiebbar sind.
(legenstand der Erfindung ist eine Lösung zur Änderung des Okularabstandes, die sieh dadurch auszeichnet, dass der die beiden Oku lare tragende Tubusdeckel um seine Mittel achse und zusätzlich das eine Okular exzen trisch um eine zu dieser Mittelachse parallele Achse drehbar sind.
Zweckmässig besteht. da bei das optische Strahlenteilungssystem aus einem am Tubusdeckel fest gelagerten verkit teten Prisma und einem zweiten mit dem einen Okular drehbaren Rhomboederprisma. Dieses Ausführungsbeispiel hat den Vorteil der leichten fabrikatorischen Herstellbarkeit, da man es im wesentlichen aus Drehteilen auf bauen kann.
Zudem erlaubt dieses Ausfüh rungsbeispiel, ohne Schwierigkeiten durch Einfügen eines verhältnismässig kleinen Glas klotzes in den ungeteilten Strahlengang vor dem Teilungsprisma den optischen Lichtweg zwischen dein vom Objektiv erzeugten Zwi schenbild und dem Okular auf die gleiche Länge wie beim monokularen Tubus herabzu setzen, so (lass sich bei Benutzung gleicher Okulare in beiden Fällen auch gleiche Ver- grösserungen ergeben. Das ist besonders vor teilhaft, wenn der binokulare Tubus im Wech sel etwa mit einem monokularen Tubus ver wendet werden soll; ein neuerliches Einstellen des Mikroskops beim Wechseln ist dann nicht erforderlich.
Der erfindungsgemässe Mikroskoptubus kann sowohl als gradsichtiger oder als schrä ger Tubus ausgebildet sein. Im letzteren Fall ist mit Vorteil vor das Strahlenteilungsprisma in den ungeteilten Strahlengang ein weiteres Prisma eingeschaltet, das die gewünschte Ab lenkung des Strahlenganges herbeiführt.
An Hand der beifolgenden Zeichnung ist in der nachfolgenden Beschreibung ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
Abb.1 zeigt. einen binokularen Mikroskop tubus im senkrechten Schnitt. Abb.2 stellt einen Schnitt nach der Linie A-.=1 gemäss Abb.1 senkrecht zur Zeichenebene dar, wäh rend Abb. 3 eine Draufsicht auf den Tubus in Richtung der Okularachsen zeigt.
Der Tubus besteht aus einem Gehäuse 1, das objektivseitig durch einen Deckel 2, 2' und okularseitig durch einen um die Achse E-E drehbaren Deckel 3 abgeschlossen ist. Die bei den Okulartuben sind mit 4 und 5 bezeichnet. An der Unterseite des Deckels 3 ist ein opti sches Strahlenteilungssystem mittels der Pris- menstühle 6 und 7 befestigt. Das System be steht aus einem verkitteten Prisma. 8, 9 mit der halbdurchlässig verspiegelten Kittfläche 8' und einem Rhomboederprisma 10.
Das Rhom- boederprisma ist mit dem Prismenstuhl 7 an der Scheibe 3' befestigt, die exzentrisch den Okulartubus 5 trägt. Die Scheibe ist in einer Aussparung des Gehäusedeckels 3 dreh bar gelagert. Vor dem Strahlenteilungssystem ist im Prismenstuhl 11 ein Ablenkungsprisma 12 angeordnet, das die erforderliche Neigung des vom Objektiv kommenden Strahlenganges bewirkt. In der Strahleneintrittsöffnung 13 ist ausserdem ein Glasklotz 1-1 vorgesehen, der die Wirkung hat, dass der optische Lichtweg zwischen dem vom Objektiv erzeugten Zwi schenbild und dem Okular verringert wird.
Mittels der Führtuig 15 und der Stellschraube 16 ist der Tubus auf dem Mikroskoptubus be festigt.
Die die Okulare und die Strahleneintritts öffnung tragenden Abschlüsse des Tubus- gehäuses sind als Drehteile ausgebildet.
Die Befestigung der optischen Systeme einmal auf der Unterseite des Gehäusedeckels 3 und dessen drehbare Scheibe 3' sowie auf der untern Abschlussscheibe 2' erlaubt eine einfache Montage, da diese ohne weiteres vor dem Einsetzen der Deckel in das Gehäuse 1 vorgenommen werden kann.
Der Strahlenverlauf ist der folgende: Der durch den Glasklotz 14 eintretende Strahl wird durch das Prisma 12 nach dem opti schen Strahlenteilungssystem 8, 9 abgelenkt; an der Kittfläche 8' wird er geteilt. Die eine Hälfte durchsetzt die Kittfläche und wird nach zweimaliger Reflexion im Prisma 8 in das Okular im Tubus 4 gelenkt. Der zweite Strahl, der an der Kittfläche 8' reflektiert wird, tritt nach nochmaliger Reflexion an dem verkitteten Prisma 9 in das Rhomboeder- prisma 10 über und erreicht dort ebenfalls nach zweimaliger Reflexion das Okular im Tabus 5. Dabei sind die Glaswege so bemessen, dass der optische Lichtweg für beide Strahlen gänge gleich ist.
Da, wie aus der Zeichnung ersichtlich, der Strahl innerhalb des ganzen Mikroskoptubus einen relativ grossen Weg in Glas zurücklegt, genügt schon ein kleiner Glasklotz 14, um den optischen Abstand des vom Objektiv erzeugten Zwischenbildes vom Okular wieder an den beim monokularen Tu bus vorhandenen. Abstand anzupassen. Man kann also während des Arbeitens laufend ohne weiteres von nionokularer auf binoku- lare Betrachtung durch Auswechseln des monokularen mit dem binokularen Tubus übergehen, ohne dass eine Nachstellung des Mikroskops erforderlich ist.
Die Anpassung des Okularabstandes an den Augenabstand erfolgt durch Drehen der das Okular 5 tragenden Scheibe 3' um die Achse B, die mit der Achse des aus dem Prisma 9 in das Prisma 10 übertretenden Strahlenganges zusammenfällt. Dadurch ist. vermieden, dass sich bei der Drehung eine Änderung des Lichtweges oder aber ein Bild sturz ergibt.
Um bei verschwenktem Okular 5 doch wieder beide Okulare in die für die Be obachtung günstigste (im Gebrauch horizon tale) Stellung C-C (Abb.3) zu bringen, wird der ganze Deckel 3 in seiner Lagerung um die Achse B in Richtung des eingezeieli- neten Pfeils znrüekgedreht, bis die in Abb. 3 gezeichnete Verbindungslinie D-D zu der Linie C-C parallel liegt.
Die auf der Scheibe 3' angebrachte Skala. 17 dient zur Erleich terung der Einstellung des Okularabstandes. Sie gibt unmittelbar den Abstand in -.Nlill i metern an.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Binokularer Mikroskoptubus mit veränder lichem Okularabstand und einem aus Prismen bestehenden Strahlenteilungssystem, dadurch gekennzeichnet, dass der die beiden Okulare tragende Tubusdeekel um seine Mittelachse und zusätzlich das eine Okular exzentrisch um eine zu dieser i4littelaelise parallele Achse drehbar sind.U LATERAN SPRÜCHE 1. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlenteilungssy stem aus einem am Tli- busdeckel festgelagerten, verkitteten Prisma und einem zweiten zusammen mit dem einen Okular drehbaren Rolimboederprisma besteht.z. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa- t(-i)tinispi-ueli und Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch eine solche Ausbildung des verkitteten Prismas, dass der die Strahlentei- lungsfläche durchsetzende Strahl das gegen über dem Tubusdeckel feststehende Okular nach zweimaliger Reflexion erreicht, während der an der Strahlenteilungsfläche reflektierte Strahl nach einer weiteren Reflexion in die sem Prisma in das mit dem schwenkbaren Okular fest verbundene Rolimboederprisma übertritt.3. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse für das schwenkbare Okular mit der Achse des aus dem verkitteten Prisma in das Rolimboederprisma übertretenden Strahlenganges zusammenfällt. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa- tentaiisprucIi, gekennzeichnet durch einen im ungeteilten Strahlengang angeordneten, zu sätzlichen Glasklotz.ö. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass er als Schrägtubus ausgebildet ist und vor dem Strahlenteilungssystem ein Ablenkungsprisma. vorgesehen ist. 6. Binokularer lllikroskoptubus nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die die Okulare und die Strahlen eintrittsöffnung tragenden Abschlüsse des Tubusgehäuses als Drehteile ausgebildet sind.7. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa tentanspruch und dem Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das vierdrehbare Okular exzentrisch auf einer in einer Ausspa rung des Gehäusedeckels drehbaren Scheibe gelagert ist. B. Binokularer Mikroskoptubus nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Scheibe mit. einer in Millimeter Augenabstand geeichten Skala versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE283116X | 1949-07-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH283116A true CH283116A (de) | 1952-05-31 |
Family
ID=6044465
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|---|---|---|---|
| CH283116D CH283116A (de) | 1949-07-09 | 1950-07-05 | Binokularer Mikroskoptubus. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH283116A (de) |
-
1950
- 1950-07-05 CH CH283116D patent/CH283116A/de unknown
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