CH283185A - Verfahren zum Betrieb von Vorkammer-Dieselmaschinen. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von Vorkammer-Dieselmaschinen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B23/00—Other engines characterised by special shape or construction of combustion chambers to improve operation
- F02B23/02—Other engines characterised by special shape or construction of combustion chambers to improve operation with compression ignition
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Description
<B>Verfahren zum Betrieb von</B> Vorkammer-Dieselmaschinen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb von Vorkammer-Dieselmaschinen, bei welchen während des Normalbetriebes Brenn stoff in die Vorkammer eingespritzt und nach teilweiser Verbrennung des Brennstoffes das Geniiseh durch die Druckerhöhung in der Vor kammer in den Hauptbrennraum geblasen wird.
Die Erfindung besteht darin, dass im Zy linderraum verdichtete Luft am Ende des Verdichtungshubes von allen Seiten von den äussern Zylinderraum.teilen einwärts gegen die Vorkammermändung verdrängt wird, um un inittelbar vor der Vorkammermündung auf einanderzutreffen und in eine Vertiefung ini Kolbenboden abgelenkt, zu werden. Zweck mässig wird beim Anlassen Brennstoff in flüs sigem Zustande durch die Vorkammer hin durch in die Kolbenvertiefung gespritzt.
Des weiteren besteht die Erfindung in einer Vorkammer-Dieselmaschine zur Aus übung dieses Verfahrens, die dadurch gekenn zeichnet ist, dass gegenüber der Mündung der Vorkammer in den Zylinderraum eine von einem Kolbenrand umgebene Vertiefung im Kolbenboden angeordnet ist, das CTanze zum Zwecke, dass das aus der Vorkammer austre tende Gemisch an derjenigen Stelle in den Zylinderraum geblasen wird, an welcher die ani Ende des Verdichtungshubes aus den äussern Zylinderraumteilen verdrängte Luft sufeinandertrifft. Vorzugsweise liegt,
am Ende des Verdichtungshubes der Kolbenboden ausserhalb der Kolbenvertiefung so dicht am Zylinderkopf, dass annähernd die gesamte Luft in die Vorkammer und in die Kolben vertiefung verdrängt ist.
Vorzugsweise ist der Mündungskanal der Vorkammer zum Kolbenboden unter einem Winkel von mehr als 60 geneigt. Bei zentra ler Anordnung der Vorkammer am Zylinder kopf ist. die Kolbenvertiefung zentral in bezug auf den Kolbenboden angeordnet, während bei zur Zylinderachse versetzter Ausmündung der Vorkammer und zur Zylinderachse versetzter Kolbenvertiefung letztere auch zur Vorkam mermündung versetzt angeordnet ist., damit die unsymmetrischen Strömungen der verdräng ten Luft vor der Vorkammermündung aufein- andert.reffen und an dieser 'Stelle in die Kol benvertiefung abgelenkt werden.
Die Zeichnung betrifft. Ausführungsbei spiele der erfindungsgemässen Maschine. Fig.1 zeigt einen Zylinder einer Maschine mit zen tral am Zylinderkopf angeordneter Vorkam mer. Die Fis. ? bis 1 zeigen Zylinder von Maschinen in bezug auf die Zylinderachse ver setzt angeordneten Vorkammern. An Hand der Ausführungsbeispiele wird auch das er findungsgemässe Verfahren beispielsweise er läutert.
Gemäss Fig. 1 besitzt die Maschine, die z. B. eine Viertakt-Dieselmaschine sein kann, im Maschinenzylinder a einen Kolben ö, wel- eher im innern Totpunkt dicht am zweck mässig wassergekühlten Zylinderkopf c mit den Ventilen d liegt, so dass nur ein schmaler Ringspalt e zwischen den Randpartien des Kolbens und dem Zylinderkopf verbleibt. Der Hauptbrennraum wird durch eine Kolbenver tiefung f gebildet, welche zusammen mit der Vorkammer im innern Kolbentotpunkt an nähernd die gesamte Verbrennungsluft ent hält.
Die Kolbenvertiefung f ist hierbei koaxial zur Zylinderachse und zum im Zylinderkopf befindlichen Mündungskanal i der kugelför migen Vorkammer jz angeordnet. Der Brenn stoff wird in die Vorkammer durch eine Düse g eingespritzt, und zwar quer durch die Vor kammer h und in Richtung des düsenförmig gestalteten Mündungskanals i, welcher die Vorkammer mit dem Hauptbrennraum ver bindet. Die Austrittsöffnung des Mündungs kanals ist hierbei bündig mit der Innenseite der Wandung des Zylinderkopfes.
Die Länge des Kanals ist grösser als seine lichte Weite und entspricht mindestens an nähernd der Tiefe der Kolbenvertiefung f.
Beim Verdichtungshub des Kolbens wird, sobald sich derselbe dem innern Kolbentot punkt nähert, die Luft aus den äussern Raum teilen des Zylinders, welche sich zu dem schmalen Ringspalt e verengen, von allen Sei ten gegen die Zylinderachse in den Haupt- brennraum verdrängt, damit sie unmittelbar vor der Ausmündung des Verbindungskanals i der Vorkammer aufeinandertrifft und als dann in die Vertiefung f des Kolbenbodens abgelenkt wird. Der in die Vorkammer einge spritzte Brennstoff wird nach Zündung des selben teilweise verbrannt,
so dass das Gemisch unter der Wirkung .der in der Vorkammer verursachten Drucksteigei-Ling durch den Ver bindungskanal i in die Kolbenvertiefung aus geblasen wird. Das in den Hauptbrennraum austretende Gemisch wird von den zu einem Ringwirbel abgelenkten Luftströmungen in der Kolbenvertiefung erfasst und verteilt.
Durch die koaxiale Anordnung von Einspritz düse und Verbindungskanal ist zugleich die Möglichkeit gegeben, dass während des An lassens, das heisst also bei niedrigen Drehzah- len, Brennstoff unmittelbar aus der Düse durch die Vorkammer und den Verbindungs kanal hindurch in den Hauptbrennraum ge spritzt und dadurch das Anlassen erleichtert wird.
Bei der Maschine nach Fig. 2 ist die Vor kammer seitlich neben den Ventilen und ex zentrisch und schräg zur Zylinderachse im zweckmässig wassergekühlten Zylinderkopf an geordnet. Die Kolbenvertiefung f ist ebenfalls zur Zylinderachse versetzt. Da beim Verdich tungshub zur Achse des Kolbens unsymmetri sche Luftströmungen entstehen, mündet die Vorkammer entsprechend den ausserhalb der Mitte der Kolbenvertiefung zusammentreffen den Luftströmen exzentrisch in die Kolben vertiefung aus. Die Abmessung der Kolben vertiefung ist - ebenso wie beim Beispiel nach Fig. 1 - senkrecht zur Zylinderachse grösser als in Richtung der Zylinderachse.
Bei der Maschine nach Fis. 3 ist die Kol benvertiefung f der Schräglage des Mün dungskanals i der Vorkammer 3z entsprechend schräg angeordnet, wobei die Achsen des Mün dungskanals und der Kolbenvertiefung unter Berücksichtigung der unsymmetrischen Strö mungsverhältnisse zueinander etwas versetzt sind. Im Vergleich zu den Ausführungsbei spielen nach Fig. 1 und ? ist die Abmessung der Vertiefung f in Richtung der Achse der Vertiefung grösser.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. .l er weitert sich die Kolbenvertiefung konisch gegen den Zylinderraum. Die Vorkammer mündet entsprechend der zur Zylinderachse exzentrischen Anordnung der Vertiefung f ihrerseits mit leichter Exzentrizität zur Achse der Kolbenvertiefung in diese aus.
Die Maschine kann als Zweitakt- oder Viertaktmaschine betrieben und für beliebige Zwecke, insbesondere auch als schnellaufende Fahrzeugdieselmaschine, verwendet werden. Die Vorkammer kann im Zylinderkopf einge gossen oder in diesen eingesetzt sein. Auch kann der Mündungskanal der Vorkammer in einem besonderen Einsatzstück oder Futter vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRf'CHE I. Verfahren zum Betriebe von Vorkam mer-Dieselmaschinen, bei welchen während des Normalbetriebes Brennstoff in die Vor kammer eingespritzt und nach teilweiser Ver brennung des Brennstoffes das Gemisch durch die Druckerhöhung in der Vorkammer in den Hauptbrennraum geblasen wird, dadurch ge kennzeichnet., dass im Zylinderraum verdich tete Luft am Ende des Verdiehtungshubes von allen Seiten von den äussern Zylinder raumteilen einwärts gegen die Vorkammer- en verdrängt wird,um unmittelbar vor der Vorkammermündung aufeinanderzu- treffen und in eine Vertiefung im Kolben boden abgelenkt zu werden. II. Vorkammer-Dieselmaschine zur Aus übung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber der Mündung der Vorkammer in den Zylinder raum eine von einem Kolbenrand umgebene Vertiefung im;Kolbenboden angeordnet ist, das Ganze zum Zwecke, dass das aus der Vor kammer austretende Gemisch an derjenigen Stelle in den Zylinderraum geblasen wird, an welcher die am Ende des Verdichtungshubes aus den äussern Zylinderraumteilen ver drängte Luft aufeinandertrifft. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Brennstoff beim Anlassen in flüssigem Zustande durch die Vorkammer hindurch in die Kolbenvertiefung gespritzt wird.\?. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Verdiehtungshubes der Kol- benboden ausserhalb der Kolbenvertiefung so dicht am Zylinderkopf liegt, da.ss annähernd die gesamte Luft. in die Vorkammer und in die Kolbenvertiefung verdrängt ist. 3. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der yIündungskanal der Vorkammer zum Kolbenboden unter einem Winkel von mehr als 60 geneigt ist.-I. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II mit zentraler Anordnung der Vorkammer am Zylinderkopf, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenvertiefung zentral in bezug auf den Kolbenboden ange ordnet ist.Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II mit zur Zylinderachse ver setzter Ausmündung der Vorkammer und zur Zylinderachse versetzter Kolbenvertiefung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenver tiefung auch zur Vorkammermündung ver setzt. angeordnet. ist, damit. die unsiunmetri- schen Strömungen der verdrängten Luft. vor der Vorkammermündung aufeinandertreffen und an dieser Stelle in die Kolbenvertiefung abgelenkt werden.6. Vorkammer-Dieselmasehine nach Pa tentanspruch II mit zur Zylinderachse schrä ger Lage des Mündungskanals der Vorkam mer, dadurch gekennzeichnet, da.ss auch die Achse der Kolbenvertiefung entsprechend schräg liegt. 7. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung des Mündungskanals der Vorkammer mit. der Innenseite der Wan dung des Zylinderkopfes bündig ist.$. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Kolbenvertiefung unverengt in den über dem Kolben befindlichen Teil des Zylinder raumes übergeht. 9. Vorkammer-Dieselmasehine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenvertiefung gegen den Zylinder raum koniseh erweitert ist.10. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die grösste Abmessung der Kolbenvertiefung senkrecht zur Zylinderachse grösser ist als die Abmessung in Richtung der Zylinder achse. 11. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkammer durch einen koaxial zur Ein spritzdüse angeordneten Mündungskanal mit dem Zylinderraum verbunden ist, damit Brennstoff durch den Kanal hindurch un mittelbar in die Kolbenvertiefung eingespritzt werden kann.12. Vorkammer-Dieselmaschine nach Pa tentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Mündungskanals grösser als seine lichte Weite ist. und mindestens an nähernd der Tiefe der Kolbenvertiefung ent spricht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE283185X | 1949-03-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH283185A true CH283185A (de) | 1952-05-31 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH283185D CH283185A (de) | 1949-03-15 | 1949-10-24 | Verfahren zum Betrieb von Vorkammer-Dieselmaschinen. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH283185A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952220C (de) * | 1953-06-19 | 1956-11-15 | Daimler Benz Ag | Vorkammerdieselmaschine |
-
1949
- 1949-10-24 CH CH283185D patent/CH283185A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE952220C (de) * | 1953-06-19 | 1956-11-15 | Daimler Benz Ag | Vorkammerdieselmaschine |
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