CH283386A - Verfahren zum Winden von Kötzern und Ringspinn- und Ringzwirnmaschine zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Winden von Kötzern und Ringspinn- und Ringzwirnmaschine zur Durchführung des Verfahrens.

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CH283386A
CH283386A CH283386DA CH283386A CH 283386 A CH283386 A CH 283386A CH 283386D A CH283386D A CH 283386DA CH 283386 A CH283386 A CH 283386A
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Actiengesellschaft Joh Jac Cie
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Rieter Joh Jacob & Cie Ag
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/36Package-shaping arrangements, e.g. building motions, e.g. control for the traversing stroke of ring rails; Stopping ring rails in a predetermined position

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Description


  Verfahren zum Winden von Kötzern und Ringspinn und Ringzwirnmaschine  zur Durchführung des Verfahrens.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Winden von Kötzern mit kegelförmiger Spitze  auf Ringspinn- und Ringzwirninaschinen.  



  Beim Aufbau von Kötzern mit kegelför  miger Spitze muss immer Vorsorge getroffen  werden, dass die gewickelten Schichten des  Garnes oder des Zwirnes gut aneinander haf  ten und der Kötzer eine gewisse Festigkeit  erhält. Es lösen sich sonst leicht, namentlich  beim Abziehen des Fadens über den Kopf des  Kötzers, das heisst in der Richtung der  Hülsenachse, mehrere Windungen miteinan  der ab, bilden Knäuel, verursachen Betriebs  störungen und gehen für die weitere Ver  arbeitung verloren. Unm dies zu vermeiden,  sollen sieh in erster Linie die aufeinander  folgenden Windungen in den Schichten ge  ordnet aneinanderreihen und dürfen sich auf  keinen Fall überlagern. Dies allein genügt  aber nicht für die Festigung des Kötzers.

   In  folgedessen wird meistens durch einen be  schleunigten Auf- respektive Abwärtsgang der  Ringbank oder     derjenigen    Organe, welche die  Führung des Fadens beim Aufwinden vor  nehmen, wechselweise eine Schicht von steile  ren W indungen erzeugt, welche die Barunter  liegende Schicht mit flachen Windungen  kreuzweise überdeckt und bindet. Diese Mass  nahme allein versagt aber, wenn besonders  glatte Fäden mit sehr grolsser Geschwindigkeit  über demn Kopf abgezogen werden. Die Gefahr  des gleichzeitigen Abstreifens von mehreren  Windungen nimmt dann zu. Beim auftreten-    den schnellen Wechsel während des Abziehens  des Fadens vom grössten zum kleinsten  Kötzerdurchmesser schwankt ausserdem der  sieh bildende Ballon in Länge und Durch  messer sehr stark.

   Da die Abzugsgeschwindig  keit gleich bleibt,     müssen    an der     Kötzerspitze     mehr     - 7indungen    kleiner Länge pro Zeit  einheit abgezogen werden als an der Basis     des          Kötzerkegels.    Diese legen sich dann, bevor sie  in den Ballon gelangen, in Form einer  Schraubenlinie um den Kegelmantel und die  Hülse, reiben sieh dort und versuchen na  mentlich an der Kegelspitze die unten liegen  den Schichten mitzureissen. Auf dem grossen       Durchmesser    des     Kötzers    hebt sich dagegen  der Faden mehr     tangential    ab.

   Dies dient zur  Schonung der unten liegenden Schichten, und  es entstehen auch weniger Zuckungen und in  Verbindung damit keine zusätzlichen Span  nungen im Ballon, die Fadenbrüche ver  ursachen.  



  Diese Nachteile werden durch das auf der  Zeichnung dargestellte     Durchführungsbei-          spiel    des erfindungsgemässen Verfahrens zum       Windcri    von     Kötzern    mit kegelförmiger  Spitze auf     Ringspinn-    und     Ringz,#virn-          niaschinen    beseitigt.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  zeichnet sich dadurch aus, dass die Aufwick  lung wechselweise in Gruppen von     mehreren          aufeinanderfolgenden    auf und ab steigenden       Windungssehichten    im obern und mehreren  aufeinanderfolgenden ab und auf steigenden      Windungsschichten im untern Teil der  Kötzerspitze erfolgt. Dabei werden vorteilhaft  die aufsteigenden W indungsschiehten steiler  gewunden als die absteigenden Schichten.  Zweckmässig sind die obern Enden aufein  anderfolgender Windungsschiclhten im obern  Teil der Kegelförmigen Spitze der Höhe nach  gegeneinander versetzt.

   Es besteht ferner  vorteilhaft zwischen aufeinanderfolgenden  untern Enden der Schichten im obern und  den obern Enden der Windungsschielhten im  untern Teil der kegelförmigen Spitze ein  Zwischenraum. Die Länge der     Windungs-          sehichten    kann zum Beispiel vom Anspinnen  weg bis zur Vollendung des Ansatzes auf der  Hülse vergrössert und im obern Teil des  Kötzers wieder verkleinert werden.  



  Zur Durchführung des Verfahrens wird  zweckdienlich eine Ringspinn- bzw. Ring  zwirnmaschine mit einem Exzenter verwendet,  der seinerseits eine in mehrere     Abschnitte     unterteilte Laufbahn aufweist, deren Spitzen  und Gruben abgestuft im Abstand von der  Drehaehse angeordnet sind. Es empfiehlt sich,  die Länge der abschnitte der Laufbahn, ge  messen an den Zentriwinkeln zwischen Radien  durch die Spitze, im Verhältnis von an  nähernd 1:2:3 zu wählen. Ferner fallen vor  teilhaft die Abschnitte, gesehen in der Dreh  richtung des Exzenters, von der Spitze zur  Grube steil ab und steigen gregen die in der  Laufrichtung folgende Spitze flach an.

   Zur  Übertragung des Hubes auf die Ringbank  können zumn Beispiel zwei miteinander ver  bundene Rollen vorgesehen werden, von denen  die eine einen verschiebbaren Nocken aufweist  zür Veränderung der Länge des Wicklungs  hubes.  



  Das Verfahren soll beispielsweise an der  zum Teil schematisch gehaltenen Zeichnung  näher erklärt werden, welche ein Ausfüh  rungsbeispiel einer ebenfalls Erfindungs  gegenstand bildenden Ringspinnmaschine     ver-          ansehaulieht,    die zur Durchführung des Ver  fahrens besonders geeignet ist. Es zeigen:  Fig. 1 im Aufriss die kegelförmige Spitze  eines Kötzers und daneben graphisch darge  stellt, den Verlauf der Windungsschiehten,    Fig. 2 den Schnitt durch einen Kötzer mit  Angaben übelr die Länge der Windungsschich  ten,  Fig. 3, 4 und 5 in der Ansicht drei Kötzer  mit, demn während des Abziehens sich eilt  wickelnden Ballon,  Fig. 6 sehematisclh die Ringspinnnmasclhine  für die Durchführung, des Verfahrens,  Fig. 7 den Exzenter zum Wickeln des  Kötzers.  



  Die Ringspinnmasehine gemäss Fig.6 be  sitzt eine Ringbanki 1, auf der die Ringe 2  befestigt sind; Stangen 3, in der Spindelbank  4 verschiebbar geführt. unten versehen mit  einem Teller 6, stützen die Ringbank 1 ab.  Der Teller 6 liegt auf einer Rolle 7, welche  drehbar im Hlubhebel 8 eingelassen ist. Der  Hubhebel 8 dreht sieh mnit seinem Zapfen 9  im Träger 10. Auf dem Zapfen 9 sitzt ferner  der Zughebel 11. Die Kette 10 verbindet sämt  liche Zughebel 11 der Maschine und wird nach  Massgabe des Wachstums der Kötzer auf der  Rolle 12 aufgewiclkelt, auf der sieh ein ver  schiebbarer Nocken 13 befindet. Auf der  Achse der Rolle 12 sitzt, mit dieser fest ver  bunden, die Kettenrolle 14. Die Kette h stellt  von dort die Verbindung zur Schaltrolle 16  her, die mit demn Sperrad 17 zusammen  arbeitet, in welches die Klinken 18 und 18'  eingreifen.

   Sperrad 17 und Schaltrolle 16  lagern auf demn Selhwinglebel 19, der mit dem  einen Ende im Träger 20 schwenkbar gehalten  ist, und dessen anderes Ende mit der Exzen  terrolle 21 am Exzenter ?2 Gegenhalt findet  und damit die Ringbank 1 in der Schwebe  hält.  



  Während des Betriebes dreht sieh der  Exzenter 22  in der Pfeilrichtung und beweg  den Schwinghebel 19 auf und ab. Jeder Aus  schlag des     Schwinfgliebels        versetzt    durch     Zugig     an der Fette 15 die Rolle 14 in     Drehtul-,    in  dem sich die Kette<B>15</B>     auf    ihr abwickelt. Die  mit.     der    Rolle 14     durch    die      < gemeinsame        Aelise     verbundene Rolle 12 macht die     Drellun-    mit  und rollt ihrerseits die Kette 10 auf.

   Die Ver  kürzung der Kette 1.0 bewirkt eine     Versehwen-          kung    des     Zughebels        11.,    die auch der Hubhebel  8     mitmacht.        Dieser        hellt    die Stange 3 und dü-      mit die Ringbank 1 an. Durch den Läufer auf  dem Ringe 2, der in der Zeichnung nicht dar  gestellt ist, und in den der Faden einhakt,  wird der Faden während des Aufwindens auf  der Hülse verschoben und die     Windungs-          schicht    erzeugt. Die Ringbank 1 führt wäh  rend des ganzen Aiufbaues des Kötzers einen  Wicklungshub Il (Fig.1) aus. Dieser Wick  lungshub bestimmt die Länge der einzelnen  Windungsschichten.

   Auf bekannte Art wird  die Länge der Windungsschichten vom An  spinnen weg bis zur Vollendung des     Ansatzes     vergrössert. Bei jedem Ausschlag des     Schwing-          lhesels    19 nach oben verschiebt die Klinke 18  das Sperrad 17 um einen Zahn vorwärts, und  die Klinke 18' blockiert es in der neuen Stel  lung. Dadurch wird die Kette 15 auf der Rolle  16 auf- und von der Rolle 14 abgewickelt. Die  Kette 10 läuft. immer mehr auf der Rolle 12  auf, was ein langsames Ansteigen der Ring  bank bewirkt. Sobald der Nocken 13 infolge  Drehung der Rolle 12 in den Bereich der  Kette 10 gelangt, hebt er diese von der Rolle  12 ab. Dadurch wird das Übersetzungsverhält  nis zwischen den Rollen 14 und 12 geändert.  Der Wicklungshub der Ringbank nimmt zu.

    Mit dem Anwachsen des     Kötzers    rückt der  Nocken immer weiter vor, und die Kette 10  kommt schliesslich auf den abgeplatteten Teil  des Nockens zu liegen. Nun nimmt die Länge  des Hubes H der Ringbank gegen das obere  Ende des Kötzers 24 hin wieder ab. Zur Ver  längerung und Verkürzung des Hubes können  auch andere Getriebe, deren Übersetzung nach  Massgabe des Wachstums des Kötzers ver  ändert wird, dienen, zum Beispiel eine mit  der Ringbank verbundene Kulisse, welche das  Übersetzungsverhältnis des Schwinghebels  verändert.  



  Auf dem Umfang des Exzenters 22 sind  drei Laufbahnabschnitte 26 vorgesehen mit  den Spitzen A, C und E und den Gruben B,  D und F. Die Spitze A steht von der Achse  des Exzenters am weitesten ab. Die Spitze     C     ist gegenüber der Spitze A in radialer Rich  tung um einen kleinen Betrag des totalen  Hubes     des    Exzenters zurückversetzt, da im  obern Teil der     kegelförmigen    Spitze der Spule    die obern Enden A, C     (Fig.1)    aufeinander  folgender     Windungsschichten    der Höhe nach       versetzt    sind.

   Die Spitze E steht. um mehr als  die Hälfte     des    vom Exzenter ausgeführten  maximalen Hubes radial im Vergleich zur  Spitze A     zurück.    Die tiefsten Stellen, das  heisst. der Grund der Gruben D und F, liegen  radial um die Distanz des maximalen Hubes  das<B>E</B>     xzenters    und diejenige der Grube     B    um  weniger als die Hälfte     des    maximalen     Exzen-          terhubes    unter der Spitze A. Die Längen der  Laufbahnen, gemessen an den     Zentriwinkeln     zwischen den Radien durch die Spitzen A, C  und E verhalten sich für CA,     _1    E und E C an  nähernd wie 1:2:3.

   Alle Bahnen fallen, im  Sinne der Drehrichtung des Exzenters be  urteilt, die nach     Fig.6    im Gegenuhrzeiger  sinn erfolgt, von der Spitze bis zur tiefsten  Stelle, beispielsweise von A nach F, steil ab  und steigen bis zur Spitze des nächstfolgen  den Abschnittes flach an, also von F nach E.  In der Praxis hat sieh ein Verhältnis der Ab  stände von Spitze zur zugehörigen Grube und  von der Grube zur Spitze des nächsten Ab  schnittes grösser wie 1:3 bewährt, damit sieh  die Windungen der einzelnen Schichten gut  überkreuzen.  



  Die Art, wie sich die einzelnen     Windungs-          schichten    auf der kegelförmigen Spitze S des       Kötzers    ablagern, lässt sich am besten an  Hand der     Fig.    1 veranschaulichen und erklä  ren. Zu einem gewissen Zeitpunkt erreicht die  Ringbank 1 die Höhe F und führt in raschem  Anstieg den senkrechten Wicklungshub H  aus. Sie legt dann auf der     Kötzerspitze    eine  Schicht     FA    ab. Darauf sinkt. sie langsam ab,  von A nach B, erreicht aber nicht vollständig  die Höhe
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   Anschliessend erfolgt wieder ein  rascher Anstieg. Die Spitze C liegt aber unter  halb der Spitze A.

   Damit ist Vorsorge ge  troffen, dass auf der Hülse an der Spitze des       Kötzers    eine schlanke, eher konkave Spitze  entsteht., die weniger zum Abblättern von  ganzen Windungen Anlass gibt. Von der  Spitze C bis zu Punkt D sinkt die Ringbank  wieder langsam ab. Der Punkt D liegt auf der  Verbindungsgeraden FF'. Dieses ist etwas      geneigt, weil inzwischen bei jedem Ansteigen  der Ringbank die Schaltklinke 18 das Sperrad  17 vorwärtsschaltet und die Ringbank 1 also  eine bleibende Versclhiebung nach oben er  fährt. Nachher schliesst sieh ein Auf- und Ab  stieg im untern Teil der     Kötzerspitze    an, D     E     und EF', wobei der Punkt E unterhalb der  Verbindungsgeraden G G' G" liegt, welche die  Hubhöhe H in zwei Hälften teilt.

   Dadurch  wird verhindert, dass sieh die Sehichten, die  in Punkten D und E endigen, auf dem Kötzer  überdecken. Die Schieht F'A' überdeckt alle       vorangegangenen        Sehiehten    kreuzweise und  reicht an der Hülse 23 um den Betrag AA',  um den die Ringbank 1 anstieg, weiter hinauf.  Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, dass der Aufbau  des Kötzers wechselweise in Gruppen, ent  haltend je     zwei        aufeinanderfolgende,    auf und  ab steigende Schichten GA/AD und BC/CG'  im obern und zwei ab und auf steigende  Schichten G'D DE und EF'/F'G" im untern  Teil des Kötzers vor sich geht.

   Die Zahl der  Sehfichten in den beiden Hälften der     Kötzer-          spitzen    kann vergrössert werden und brauclht  rieht miteinander übereinzustimmen. Zweck  mässig enthalten alle     absteigenden    Schichten  mindestens die dreifache Fadenlänge der auf  steigenden Fadensehiehten, wodurch die in  den     aufsteigenden    Schichten steiler aus  fallenden Windungen die darunterliegenden  Sehiehten mit flacherer Windung der ab  steigenden Sehichten überdecken und binden.  Die Windungen der Schichten im obern Teil  der Kötzerspitze steigen vorteilhaft steiler  auf und ab als diejenigen in der korrespon  dierenden Gruppe im untern Teil. In der  Fig. 1 zeigen die Linien F A bei G und die  Linien CD bei G' einen Knick.

   Infolgedessen  bleibt die Ringbank längere Zeit im untern.  Teil der Kötzerspitze und lagert dort grössere  Fadenlängen ab, als wie in der     Gruppe    im  obern Teil. Durch entsprechende Neigung der  Linien C, G', D und F, G, A, unter U     mstän-          den    auch Ersatz der Geraden durch eine  Kurve, kann ausserdem ein gleichmässhiger Ab  stand zwischen allen sieh aneinanderreihenden  Windungen in den absteigenden Schichten  über die ganze Kötzerspitze erzielt werden,    Beim Abziehen des Fadens über den Kopf  eines bekannten Kötzers geht der Abbau der  Schiehten in umgekehrter Riehtung wie beine  Aufbau vor sich.

   Die Schichten mit grossen  Garnlängen, in denen die Windungen eng bei  einander liegen, werden von unten her     abge-          wiekelt,    zum Beispiel in der Richtung D C und  BA. Während des Abwindens bildet der  Faden, wie in Fig.4 und 5 angegeben, zwi  schen demn Kötzer und dem Fadenführer 25  eine Schraubenlinie, die um die Kötzerachse  rotiert. Dem Auge wird die rotierende  Schraubenlinie als Ballon sichtbar mit einer  Spitze im Fadenführer 25. Das Mittelstücki  des Fadens im Ballon<U>hängt,</U>     entgegengesetzt     der Drehrichtung gesehen, zurück. Dies ist  durch den Luftwiderstand, den der Faden  beim Kreisen um die Achse überwinden nmuss,  bedingt.

   Solange der Faden vom     grossen     Kötzerdurchnmesser abläuft, ist die Basis des  Ballons gross, desgleichen die freie Länge des  Fadens zwischen der Basis des Ballons und  dem Fadenführer, wie Fig. 4 angibt. Er bläht  sieh unter dem Zug der Zentrifuglkraft auf  und zeigt wenig Neigung, sich an die kegel  förmige Spitze des Kötzers oder an den nack  ten Teil der Hülse anzuscbmniegen. Sobald der  Teil einer Windurg frei wird, lebt er sieh       infolge    der starken     Wölbung    des Ballons     über     die benachbarte     Windung    weg.

   Wenn sieh  aber der Abzug rasch in die Glegend der klei  nen Kötzerdurchmesser verlegert, so müssen  pro Zeiteinheit plötzlich mehr     Windungen    ab  gewickeltwerden, an der Kötzerspitze bis zur  doppelten Anzahl, wie auf dem grossen     Durclh-          mnesser,    weil die Abzugsgeschwindigkeit kon  stant bleibt. Die Umfangsgeschwindigkeit der  im Ballon rotierenden Fadenteile nimmt wohl  zu, aber nicht rasch genug.

   Der Mittelteil der  Schraubenlinie     fängt    an wegen des ansteigen  den Luftwiderstandes     vermehrt        zurüel@zuliän-          "en.        Infolgedessen        sehlin        @,en        siel.    die     auf@-e-          zogenen        Windungen.        zuneielist    um die     Kötzer-          spitze    und um die     Hülse,    wie     Fig.    5 darstellt,  bevor sie in den Ballon     gelan    -t.

   Dies     erzeu@-t     im Ballon infolge der     auftretenden    Reibung  des Fadens an den     genannten    Teilen einen       schärferen    Zug, und die abgleitenden Win-      dungen reissen die benachbarten Windungen  eher mit.  



  Bei den gemäss Fig.1 aufgebauten Kötzern  gestalten sieh die Abwicklungsverhä ltnisse  günstiger. Der Übergang vom grossen auf den  kleinen Kötzercdurehmesser während des Ab  ziehens geht sehr langsam vor sieh und dem  entsprechend     auch    die Verkürzung des Bal  lons. Der Ballon hat die Möglichkeit, seine  Umfangsgeschwindigkeit allmählich zu er  höhen. Die bei andern Windungsarten in Er  scheinung tretenden     Zuckungen,    die in der  Regel zu Federbriichen führen, fallen weg. Es  schlingen sich auch weniger oder keine Win  dungen plötzlich um den nackten Teil der  Hülse. Der Ballon nimmt eine Form gemäss  Fig. 3 an.

   Durch die Ablagerung der Faden  schichten in Gruppen im obern und untern  Teil der Kötzerspitze wird die Zahl der     Weelh-          sel    vom kleinsten auf (Ion grössten     Kötzer-          durchnmesser    herabgesetzt, was wieder zur  Beruhigung des Ballons beiträgt. Er verweilt  allerdings während längerer Zeit im obern  Teil der Spitze, also in der Gefahrenzone,  was aber, nachdlem der Ballon sieh den Ver  hältnissen angeglichen hat, keine Nachteile  bringt. Die Unterschiede in der Spannung  beine Abwinden der Schichten G' C und CB,  sowie B At und AG, fallen verhältnismässig  klein aus und vermögen das Glleichgewicht des  Ballons nicht stark zu stören. Er verharrt in  einer Form, wie in Fig. 3 dargestellt.

   Da die  absteigenden Schielhten während des     Ab-          wiekelns,    zum Beispiel A F, über die ganze  Strecke H des Hubes wenig Windungen er  halten, bläht sich der Ballon beim Absinken  der Spindelbank 1 auch nicht zu stark auf,  und es treten keine Zuckungen auf. Auch in  der untern Hälfte dient die Unterteilung des  Hubes zur Beruhigung des Ballons. Da ferner  der Kötzer in der untern Hälfte eine im     Ver-          gleieh    zu andern W indungsarten wesentlich  grössere Fadenlänge enthält, vollzieht sich der  Abzug auch während viel längerer Zeit in der  Gegend der günstigen Fadenspannungen.

      Im allgemeinen treten die Fadenbrüche  erfahrungsgemäss während des Abwindens in    den untern zwei Dritteln des Kötzers v     er-          mnehrt    auf. Sobald die Länge des Ballons ein  gewisses Mass übersteigt, kann seine Umfangs  geschwindigkeit nicht mehr rasch genug be  schleunigt oder verzögert werden. Die frei  schwingenden Fadenteile hängen darum bei  jedem Wechsel des Abwindens vom grossen  auf den kleinen Durchmesser stärker zurück,  und die Schraubenlinie im Ballon vergrössert  vorübergehend die Anzahl ihrer Umgänge,  was die Gefahr der Störungen im untern Teil  des Kötzers vergrössert. Lange Windungs  schichten bedingen einen langsameren     Weelh-          sel    im Abwinden vom grossen und kleinen  Kötzerdurchmesser.

   Infolgedessen wird der  Hub der Ringbank zusätzlich zu den andern  Massnahmen bis zur Beendigung des     Kötzer-          ansatzes    auf ein Maximum gebracht. Die an  schliessende Verkürzung des Hubes ist durch  die Forderung bedingt, dass der Kötzer aueh  im obern Ende eine möglichst grosse Faden  menge enthalten soll und darum keine zu  schlanke Spitze besitzen darf.

   Die Faden  schichten im obern Teil des     hötzers    sind des  halb gegenüber der     Kötzeraehse    stärker     ge-          neigt.\Dies    kann in Kauf genommen werden,  weil aus den genannten     (gründen    die     Abzugs-          -#erhältnisse    im obersten Teil, wie oben be  schrieben, an sich günstiger liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Winden von Kötzern mit kegelförmiger Spitze auf Ringspinn- Lind Ringzwirnmasehinen, dadurch gekennzeich net, dass die Aufwicklung wechselweise in Gruppen von mehreren aufeinanderfolgenden auf und ab steigenden Wendungsschichten im obern und mehreren aufeinanderfolgenden ab und auf steigenden Windungssehiehten im untern Teil der Kötzerspitze erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren zum Winden von Kötzern gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass der Faden in den aufsteigenden Windungssehichten steiler und in den ab steigenden Schichten flacher aufgewunden wird. 2. Verfahren zum Winden von Kötzern ge mäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass im obern Teil der kegelförmigen Spitze die obern Enden aufeinanderfolgender Windungsschichten der Höhe nach versetzt werden. 3.
    Verfahren zum Winden von Kötzern gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass Überdeckungen der aufein anderfolgenden untern Enden der Windungs schichten in der Gruppe im obern Teil der Kötzerspitze mit obern Enden der Windungs schichten im untern Teil der Kötzerspitze ver mieden werden. 4. Verfahren zum Winden von Kötzern nach Patentanspruch I,dadurch gekennzeich net, dass die Länge der Windungsschichten vorn Anspinnen weg bis zur Vollendung des Ansatzes vergrössert und im obern Teil des Kötzers verkleinert wird. 5. Verfahren zum Winden von Kötzern Gemäss Patentansprueh I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden in den Windungsschichten des obern Teils der Kötzerspitze steiler und in den Schichten im untern Teil der Kötzerspitze flacher aufge wunden wird. PATENTANSPRUCH II II.
    Ringspinn- und Ringzwirnmaschine zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patent anspruch I, gekennzeichnet durch einen Ex zenter zur Bildung der Windungsselhiclhten, der eine in mehrere Abschnitte unterteilte Laufbahn aufweist mit je einer Spitze und einer Grube, wobei besagte Spitzen und Gru ben abgestuft im Abstand von der Achse des Exzenters angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE 6. Maschine gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an deren Exzenter die Zentriwinkel zwischen den Radien durch die Spitzen der Abschnitte der Laufbahn sich Verbaltenl wie l:':3. 7.
    Mlaschine gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeielmet, dass die Abschnitte der Laufbahn des Exzenters gesellen in dessen Drehrichtung, voll den Spitzen steil abfallen und gegen die nachfolgende Spitze flach all-. steigen. 8. Maschine gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwischen demn Ex zenter und der Ringbank ein Getriebe zur Änderung der Liinge des Wiclklungslubes an geordnet ist, dessen Übersetzung ,nach Malss- gabe des Wachstums des Kötzers verändert wird. 9.
    Maschine gemnäss Patentanspruch II und Unteransprtch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe zwei miteinander fest ver bundene Rollen aufweist, von denen die eitle Rolle einen verschiebbaren Nocken zur Velo änderlni- der Länge des Wiclklungshubes auf weist.
CH283386D 1950-06-29 1950-06-29 Verfahren zum Winden von Kötzern und Ringspinn- und Ringzwirnmaschine zur Durchführung des Verfahrens. CH283386A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2804273A (en) * 1956-02-09 1957-08-27 Osborne Ayscue E Method of winding filling, cam, and cop produced thereby

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US2804273A (en) * 1956-02-09 1957-08-27 Osborne Ayscue E Method of winding filling, cam, and cop produced thereby

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