CH283431A - Verfahren zur Behandlung von gegerbtem Leder zwecks Verbesserung seiner Eigenschaften, insbesondere der Reissfestigkeit, der Nassfestigkeit und der Wärmebeständigkeit. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von gegerbtem Leder zwecks Verbesserung seiner Eigenschaften, insbesondere der Reissfestigkeit, der Nassfestigkeit und der Wärmebeständigkeit.

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CH283431A
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Cie Tanner
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Tanner & Cie
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  Verfahren zur Behandlung von gegerbtem Leder zwecks Verbesserung seiner  Eigenschaften, insbesondere der Reissfestigkeit, der     Na & festigkeit     und der Wärmebeständigkeit    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Behandlung von gegerbtem  Leder zwecks Verbesserung seiner Eigenschaf  ten, insbesondere der Reissfestigkeit, der     Nass-          festigkeit    und der Wärmebeständigkeit, ge  mäss welchem Polyestern, welche noch ungesät  tigte Gruppen enthalten, zusammen mit unge  sättigten organischen Verbindungen, welche  mit den Polyestern dreidimensional polymeri  sieren, in das gegerbte Leder eingebracht und  in diesem bei Temperaturen unter 100  C zur       Polymerisation    gebracht werden.  



  Das Verfahren kann für     vegetabil    ge  gerbte, chromgegerbte, synthetisch     gegerbte     und kombiniert gegerbte Leder aller Art, wie  Bodenleder, Oberleder, Polsterleder, Riemen  leder, Mappenleder und technische Spezial  leder angewendet werden und ausser einer  erheblichen Erhöhung der Reissfestigkeit, der       Nassfestigkeit    und der Wärmebeständigkeit  lassen sich auch wesentliche Verbesserungen  hinsichtlich der Dehnbarkeit, der Biegsamkeit,  des Isoliervermögens, der Haltbarkeit und der  Widerstandsfähigkeit in bezug auf mechani  sche Abnützung erzielen.  



  Die für die erfindungsgemässe Behandlung       Non    gegerbtem Leder verwendeten Polyester  und andern ungesättigten Verbindungen wer  den zweckmässig so gewählt, dass sie die Leder  substanz nicht angreifen und umgekehrt auch  nicht von dieser angegriffen oder bei der       Polymerisation    behindert werden. Da     vegetabil       gegerbtes Leder eine Temperatur von maximal  35 bis 40  C, chromgegerbtes Leder eine Tem  peratur bis etwa 95  C ohne Schaden zu leiden  zu ertragen vermag, kommen für die Behand  lung nur solche Substanzen in Frage, welche       befähigt    sind, bei niedrigen Temperaturen zu  polymerisieren.

   Mit Vorteil soll die     Polymeri-          sationstemperatur    möglichst tief, etwa bei  20  C, auf alle Fälle aber unter 100  C liegen.  Diese Bedingungen werden erfüllt durch Sub  stanzen, welche zu den sogenannten Kontakt  harzen, Polyesterharzen oder     Allylharzen    füh  ren.  



  Zum Aufbau dieser Kunstharze, welche die  erforderlichen Eigenschaften besitzen, sind  im wesentlichen drei Substanzen erforder  lich, von welchen je eine einer der nachstehend  erwähnten drei Substanzgruppen angehört.  Diese Substanzgruppen sind:  I. Säuren oder deren Derivate, wie z. B.       Fumarsäure,        Maleinsäure,        Itaconsäure,        Phtal-          säure    usw.  



  Il. Alkohole oder deren Derivate, Glykole  oder deren Derivate, wie z. B.     Allylalkohol,          Äthylenglykol,        Diäthylenglykol    usw.  



       III.    Ungesättigte     Kohlenwasserstoffe    oder  deren Derivate, wie z. B.     Cyclopentadien,          Styrol    usw.  



  Durch Reaktion von Substanzen der  Gruppe I mit Substanzen der Gruppe     1I    ge  winnt man Polyester, die noch ungesättigte  Gruppen enthalten. Diese Polyester sind      fähig, zusammen mit ungesättigten organi  schen Verbindungen der Gruppe     III    drei  dimensional zu polymerisieren.  



  Die     Polymerisation    kann entweder durch  Zugabe von Katalysatoren und Beschleuni  gern, z. B. Peroxyden und organischen Metall  verbindungen, durch Zufuhr von Wärme,  oder durch Zugabe von Katalysatoren in  Verbindung mit Zufuhr von Wärme bewirkt  werden.  



  Da die     Polymerisation    gewisser Polyester  harze schon bei .gewöhnlicher Raumtemperatur  eintritt, müssen in solchen Fällen für die  Lagerung besondere Vorkehrungen getroffen  werden. Um Haltbarkeit in     unpolymerisiertem     Zustande zu erreichen, werden die     kunstharz-          bildenden    Komponenten, Polyester und     poly-          merisationsbereite        Monomere,    und die Kata  lysatoren erst kurz vor der Anwendung zu  sammengemischt.  



  Die     kunstharzbildenden    Gemische können  unverdünnt, in Lösungsmitteln gelöst, oder  in wässeriger Emulsion angewendet werden.  Um gewisse Effekte zu verstärken, kennen den       kunstharzbildenden    Stoffen noch andere  Stoffe beigemischt werden, wie z. B. Weich  macher bzw.     Plastifizierungsmittel,    wasserab  stossende Mittel, Füll- und Streckmittel, Farb  körper.  



  Die     polymerisierfähigen    Substanzen kön  nen auf das Leder aufgetragen werden, oder  das Leder kann in diese Substanzen einge  taucht werden. Gegebenenfalls können diese  Substanzen auch in das Leder eingewalkt  werden.  



  Der Anteil des Kunstharzes kann nur  wenige Gewichtsprozente des fertigen Er  zeugnisses ausmachen, in welchem Falle man  von einer     Imprägnierung    des gegerbten  Leders sprechen kann. Der Anteil des Kunst  harzes am fertigen Erzeugnis kann aber auch       10        bis        50        %        betragen,        wobei        es        sich        dann        um     eine eigentliche Füllung des Leders handelt.       Ausführungsbeispiele:     1.

   Lufttrockenes,     vegetabil    gegerbtes Bo  denleder mit einem Fettgehalt von 1,2 0/0    taucht man während 20 Minuten in eine Lö  sung folgender Zusammensetzung  40 Teile     Diäthylenglykol-bis-allylphtalat     30 Teile     Cyclopentadien     7.0 Teile     Dibutylperoxyd     1 Teil     Dibenzoylperoxyd     Nach dem Abtropfen über dem     Eintauchbad     verhängt man das Leder im Trockenraum bei  30  C während vier Stunden. Dann lässt man  das Leder ein bis zwei Tage bei Raumtempe  ratur lagern.  



  Vergleichende Untersuchungen von behan  deltem und unbehandeltem Leder ergaben fol  gende Werte:  Wasseraufnahme nach 2     4-    24 Std.  unbehandeltes Leder     42110        471/o        541)/o          behandeltes        Leder        16        %        21%        23        %     2.

   Lufttrockenes,     ungefettetes,    chromge  gerbtes Bodenleder taucht man während 40  Minuten in folgende Lösung  40 Teile     Diäthylenglyhol-bis-ally        lmaleinat     30 Teile     Styrol     25 Teile     Dimethylphtalat     2 Teile     Aeetylperoxyd     30 Teile Aceton  Hierauf wird das Leder während zweier Tage  bei gewöhnlicher Temperatur verhängt.  



  Die Untersuchung ergab folgende Werte:  Wasseraufnahme nach 2 6     \?4    Std.  unbehandeltes Leder 35 0/0     4,.        0/m    47 0/0       behandeltes        Leder        16        0/0        19        %        22        %     Reissfestigkeit  unbehandeltes Leder 2,4     kg/mm2     behandeltes Leder 3,4     kg/mm2  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von gegerbtem Leder zwecks Verbesserung seiner Eigenschaf ten, insbesondere der Reissfestigkeit, der N ass- festigkeit und der Wärmebeständigkeit, da ,durch gekennzeichnet, dass Polyester, welche noch ungesättigte Gruppen enthalten, zusam men mit ungesättigten organischen Verbin dungen, welche mit den Polyestern dreidimen- sional poli-merisieren, in das gegerbte Leder eingebracht und in diesem bei Temperaturen unter 100 C zur Polymerisation gebracht werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass Polyester verwen det werden, welche durch Reaktion von mehr basischen Säuren oder deren Derivaten mit Alkoholen oder deren Derivaten gewonnen werden, verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Polyester verwen det werden, welche durch Reaktion von Säuren oder deren Derivaten mit Glykolen oder deren Derivaten gewonnen werden, verwendet wer den. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymerisation unter Verwendung von Katalysatoren erfolgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymerisation durch Wärmezufuhr bewirkt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das kunstharzbil- dende Gemisch in Lösung in das gegerbte Leder eingebracht. wird. 6. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das kunstharzbil- dende Gemisch in wässeriger Emulsion in das gegerbte Leder eingebracht wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem kunstharzbil- denden Gemisch Plastifiziermittel zugesetzt werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem kunstharzbil- denden Gemisch wasserabstossende Mittel zu gesetzt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass dem kunstharzbil- denden Gemisch Füll- und Streckmittel zuge setzt werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem kunstharzbil- denden Gemisch Farbkörper zugesetzt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das kunstharzbil- dende Gemisch in das gegerbte Leder einge walkt wird.
CH283431D 1950-03-20 1950-03-20 Verfahren zur Behandlung von gegerbtem Leder zwecks Verbesserung seiner Eigenschaften, insbesondere der Reissfestigkeit, der Nassfestigkeit und der Wärmebeständigkeit. CH283431A (de)

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