CH283472A - Prüfverfahren zur Bestimmung der Härte eines Werkstoffes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Prüfverfahren zur Bestimmung der Härte eines Werkstoffes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Prüfverfahren zur Bestimmung der Härte eines Werkstoffes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Zur Bestimmung der Härte von Werkstoffen werden fast allgemein statisehe oder dynamische Prüfverfahren angewendet. Bei ersteren wird der Härtewert so festgestellt, dass ein Eindringkörper allmählieh und stossfrei mit der Oberfläche des Prüfstüekes in Kontakt gebracht und einer vorgesehenen Bela stung unterworfen wird, wobei er in die Oberfläche eindringt. Die dynamischen Verfahren beruhen darauf, dass der Eindringkorper durch Stoss-oder Schlagwirkung mit dem zu prüfenden Werkstüek in Berührung gebracht wird, wobei entweder der Eindruck am Prüf- stüek oder die Rückprallhohe des Eindring- körpers ein Mass fiir die Härte des zu prVifen- den Alaterials bildet. Andere bekannte Härteprüfmethoden ar beiten in der Weise, dass ein Druckkorper auf der Oberfläehe des Prüfstüekes rollt und schwingt, wieder anders derart, dass der Werkstoff geritzt wird. Bei allen diesen bekannten Verfahren kom- men Fehler zustande, einerseits durch Reibung in den Gelenken, Hebel-und Federauflagestellen der Härteprüfgeräte, anderseits durch Massenkraftwirkungen, hervorgerufen durch Ersehütterungen in der Umgebung der Prüfgeräte. Diese Einflüsse verfälschen den gemessenen Härtewert in vollkommen unkon- trollierbarer Weise. Bei zahlreichen Versuchen wurde festge- stellt, dass besonders der erste Ersehütterungs- stoss einen grossen Einfluss auf den gemessenen Härtewert ausübt. Nach einer bestimmten Anzahl von Ersehiitterungen ergibt sieh ein Endwert, der durch aus der Umgebung zufällig hinzukommende weitere Erschütterungen nicht mehr verändert wird. Diese Erkenntnis benützt das erfindungs- gemässe Härteprüfverfahren in der Weise, dass während des Priifvorganges Ersehiitterungen erzeugt werden, zum Zweeke, einen von weiteren Ersehütterungen unabhängigen, reproduzierbaren Härte-Kennwert zu erhalten. Die Erfindung betrifft des weiteren aueh eine Einrichtung zur Durchführung des er findungsgemässen Verfahrens. Diese Einrich- tung zeichnet sich dadurch aus, dass ausser dem Härteprüfgerät eine Vorrichtung zur Erzeugung von Ersehütterungen während des Priifvorganges vorhanden ist. Die Vorrichtung kann mechanische, elek triche, hydraulische, pneumatische oder anders wirkende Mittel für die Erzeugung der Ersehütterungen aufweisen. Damit die erzeugten Ersehütterungen wäh- rend des Prüfvorganges an der Prüfstelle zur Auswirkung gelangen können, kann die Er schütterungsvorricbtung mit dem Härteprüfgerät oder mit dem Härteprüfgerätträger verbunden sein. In gewissen Fällen ist es vor teilhaft, die Ersehütterungsvorriehtung zur mittelbaren oder unmittelbaren Verbindung mit dem Prüfstück einzurichten. Die Prüffläche soll senkrecht zur Druckrichtung des Eindringkorpers liegen. Dies ist in der Praxis nieht immer der Fall. Dadurch treten bei bekannten Härteprüfgeräten mit seitlich starrer Druckstempellagerung an den Führungen des Druekstempels seitliehe Kräfte und damit erhöhte Reibungskräfte auf, die Messfehler zur Folge haben. Bei Prüfgeräten mit Diamantspitzen werden letztere hierbei überdies einer abträglichen Beanspruchung unterworfen. Diese letzten Mängel können dadurch behoben sein, dass der Eindringkörper des Prüf- gerätes in bezug auf die Prüflastfeder des Gerätes pendelnd gelagert ist. Fehler, die wegen der Schrägstellung des Eindringkorpers bei der Messung der Eindringtiefe auftreten, sind von einer solch niedrigen Grossen- ordnung, dass sie vernachlässigt werden können. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Härteprüfeinrichtung gemäss der Erfindung, und zwar ein Kleinhärteprüfgerät mit Vorlast und mit unmittel- barer Anzeige der Eindrucktiefe für die Er mittlung der Rockwell-Härte samt Ersehütte rungsvorrichtung dargestellt. Die gleiche Einrichtung kann auch zur Durchführung von Brinell-oder Vickers-Härteprüfungen benützt werden, nur muss dann zur Ausmessung des Eindruckes ein geeignetes Messmikroskop verwendet werden. An Hand dieser Einriehtung ist auch das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise erläutert. Fig. 1 zeigt die Prüfeinrichtung im Längs- schnitt ; Fig. 2 ist eine Ansicht der Einrichtung ohne die Anzeigevorrichtung ; Fig. 3 stellt eine Messuhr mit dem Anschlussteil zum Prüfgerät dar, und Fig. 4 ist ein Horizontalsehnitt durch die Erschiitterungsvorrichtung. Der Eindringkörper a sitzt in einer zylin drischen Bohrung des Druckstempels b, auf welehen ständig eine vorgespannte Schraubenfeder c einwirkt, welche die für die Er mittlung der Rockwell-Ha. rte notwendige Vorlast von 10 kg erzeugt. Von einem Pendellager f übernimmt der sphärisch ausgebildete Bund b'des Druckstempels b die während des Prüfvorganges aufzubringende Hauptlast. Die Hauptlastfeder F, die zweekmässig aus einem Satz von Einzelfedern besteht, ist in einer im Gehäuse k des Gerätes losbar eingesetzten zylindrischen Büchse d untergebraeht, deren untern Absehluss ein schalenformiger, in der Büchse bis zu einem Endansehlag längsversehiebbarer Federteller T und deren obern Abschluss eine in die Büehse eingeschraubte Platte P bildet. Die Spannung der Hauptlastfeder F und damit die Prüfkraft kann durch Verstellen der Platte P reguliert werden. Um das Härteprüfgerät für versehiedene Prüflasten verwenden zu können, muss nieht mehr, wie bisher, jede neu eingesetzte Feder im Gerät justiert werden, sondern es braucht lediglich die Büchse mit der Feder ausgetauscht zu werden. Um das Aufbringen der Hauptlast stossfrei erfolgen lassen zu können, ist gemäss Fig. I ein Hebel H vorgesehen, bei dessen Ver sehwenken ein Ring h gegen den Teller T verdreht wird, wodurch der vorerst angehobene Teller T unter der Last der Feder F gegen den Druekstempel und damit gegen den Eindringkorper abgesenkt wird. Der Ring h und der Teller T besitzen korrespondierende Auflaufbahnen mit schwacher Neigung, so dass die Hauptlast allmählieh zur Wirkung kommt. Der Druekstempel gibt mit seinem obern kugeligen Ende über die darin gelagerte lEC gel e, deren Mittelpunkt gleiehzeitig der Drehpunkt des Pendellagers f ist, den Eindring- weg des Eindringkorpers a an den Taststift 31 der Anzeigevorrichtung n weiter. Wird als solche die Messuhr o nach Fig. 3 verwendet, die mindestens 1 mm direkten Messbereich besitzen muss, so ist eine Hebelübersetzung p zwischen dem Stempel b und der Messuhr er forderlich. Der Schraubteil 1 hält einerseits die Ha. uptlastfederbüehse d im Gehäuse h : des Härteprüfers fest und nimmt anderseits den Teil eel auf, mit dem die Einstellung der An zeigevorrichtung möglich ist. Die unten am Gehäuse 7 vorgesehene Kappe g wird im entlasteten Zustande mittels einer in einem Druckring i untergebrachten Feder j nach aussen gedrüekt und schützt so die Diamantspitze a'des Eindringkorpers a vor BesehÅadigungen. Der Druckring i ist im Gehäuse einstellbar und überträgt auf dasselbe die bei Ausführung einer Prüfung auf die Kappe ausgeübte Verspannkraft. Die Ersehütterungsvorriehtung kann am Härteprüfgerät selbst oder am Prüfstüek oder am Prüfgerätträger angebracht sein. Sie kann etwa mit Klopfern, umlaufenden Un wuchten, schwingenden Massen, pneumati schen Druckschwankungen oder magnetischen Feldern wirken. Gemäss Fig. l ist die Ersehütterungsvor- richtung aussen am Härteprüfgerät angebracht und besteht aus einem drehbaren Ring q, in welchem zwei klinkenartige, zu einem doppelarmigen Hebel vereinigte Sehwingarme B ge- lagert sind, die an den Enden je einen Klopfer r tragen. Bei Verdrehung des Ringes q rattern die Klinkennasen N über einen mit dem Gehäuse verbundenen Rastenkranz s und bringen so abwechselnd die Klopfer r zum Anschlagen. Durch die Verdrehung des Ringes wird gleichzeitig eine in demselben untergebrachte Sehraubenfeder t gespannt, die nach Beendigung der Ringverdrehung den Ring wieder in seine Anfangsstellung zurückführt und dabei eine Anzahl weiterer Schläge ver ursacht. Je nach dem Grade der Verdrehung des Ringes kann die Anzahl der Ersehiitte- rungen variiert werden. Zur Vornahme einer Härteprüfung naeh Rockwell wird das Gerät-bei abgehobener Hauptlastfeder-mit dem zu prüfenden Werkstüek bei senkrecht zu dessen Oberfläche stehendem Eindringkörper a in Berührung gebracht und dem NVerkstüek hierauf so weit genähert, bis die Schutzkappe g am Gehäuse bzw. am Druckring i aufsetzt. Nun wird das Gerät gegenüber dem Werkstüek mit einer die Prüflast übersteigenden Kraft verspannt und die Hauptlast durch Verschwenken des Hebels H allmählich aufgebracht. Die Er schfitterungsvorrichtung wird während des Aufbringens oder während der Wirkung-der Hauptlast betätigt. Die Ablesung des Härte- wertes erfolgt vorsehriftsgemäss nach Aufhebung der Hauptlast unter der Vorlast von 10 kg.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Prüfverfahren zur Bestimmung der Härte eines Werkstoffes mittels eines Härte prüfgerätes, dadurch gekennzeichnet, dass während des Prüfvorganges Ersehütterungen erzeugt werden, zum Zwecke, einen von weiteren Ersehiitterungen unabhängigen, reproduzierbaren Härte-Kennwert zu erhalten.II. Einriehtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem Härteprüfgerät eine Vorrichtung zur Erzeugung von Ersehütterungen während des Prüfvorganges vorhanden ist.UNTERANSPRÜCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersehütte- rungsvorrichtung mit dem Härteprüfgerät verbunden ist.2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersehiitte- rungsvorrichtung zur Verbindung mit dem Prüfstück eingerichtet ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersehütte- rungsvorrichtung mit dem Härteprüfgerätträger verbunden ist.4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersehiitte- rungsvorriehtung aus auf Schwingarmen (B) angeordneten Klopfern (r) besteht, die bei Verdrehung eines Ringes (q) dadurch zur Wirkung kommen, dass die Arme über Rasten (s) hinweggeführt werden.5. Einrichtung nach Patentanspruch II, wobei das Härteprüfgerät eine die Prüflast liefernde Feder und einen Eindringkörper aufweist, dessen Messweg über einen Druckstempel auf den Taststift einer Anzeigevorrichtung übertragen wird, dadurch gekenn zeichnet, dass der Eindringkörper (a) in bezug auf die Prüflastfeder (F) pendelnd gelagert ist.6. Einrichtung nach Unteransprueh 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunkt des Pendellagers (f) mit dem Mittelpunkt einer im Ende des Druckstempels (b) gelagerten Kugel (e) zusammenfällt, an welcher der Taststift (M) der Anzeigevorrichtung zur Anlage kommt.7. Einrichtung nach Unteransprueh , dadurch gekennzeiehnet, dass die Feder (F) in eine Büchse (d) eingebaut ist, die zur Ermogliehung eines Austausches losbar angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CN112881644A (zh) * | 2021-01-13 | 2021-06-01 | 于时茂 | 一种煤矿用瓦斯检测装置 |
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1950
- 1950-03-06 CH CH283472D patent/CH283472A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN112881644A (zh) * | 2021-01-13 | 2021-06-01 | 于时茂 | 一种煤矿用瓦斯检测装置 |
| CN112881644B (zh) * | 2021-01-13 | 2022-11-25 | 王成 | 一种煤矿用瓦斯检测装置 |
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