CH283569A - Verfahren zur Anbringung eines lichtstreuenden Belags auf der Innenwand der lichtdurchlässigen Hülle elektrischer Lichtquellen. - Google Patents

Verfahren zur Anbringung eines lichtstreuenden Belags auf der Innenwand der lichtdurchlässigen Hülle elektrischer Lichtquellen.

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CH283569A
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light
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Gloor Max
Fritz Dr Koref
Marcel Dr Villat
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Gloor Max
Fritz Dr Koref
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/20Manufacture of screens on or from which an image or pattern is formed, picked up, converted or stored; Applying coatings to the vessel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur     Anbringung    eines lichtstreuenden Belags auf der Innenwand  der lichtdurchlässigen Hülle elektrischer Lichtquellen.    Bei der Herstellung von elektrischen Glüh  lampen und Leuchtröhren ist man seit langem  bestrebt, für eine genügende Zerstreuung des  erzeugten Lichtes zu sorgen. Besonders seit  dem mit der Vervollkommnung der Licht  technik die Leuchtdichte oder Flächenhellig  keit der Lichtquellen mehr und mehr gestei  gert wurde, ist es von zunehmender Wichtig  keit, das Auge des Beschauers gegen Blen  dung zu schützen.

   Eine gewisse, wenn auch  nur     beschränkte    Wirkung hat man dadurch  erzielt, dass man die durchsichtige Hülle der  Lichtquellen, bei Glühlampen also den Glas  kolben, durch chemischen Angriff aussen oder  innen mattierte, wobei sich     herausstellte,    dass  die mit der Lichtstreuung verbundene Licht  absorption wesentlich schwächer ausfällt,  wenn die Mattierung des Kolbens an der  Innenseite erfolgt. Von dem Ziel, den     Leucht-          körper    fast unsichtbar zu machen und die  gesamte Kolbenfläche annähernd gleich  mässig auszuleuchten, war man damit aber       noeh    weit entfernt.

   Man ist deshalb vielfach  dazu übergegangen, für die lichtdurchlässige  Hülle ein Glas zu verwenden, das in der Masse  getrübt ist,     sogenanntes        Opalglas.    Dabei wird  aber die unvermeidliche     Lichtabsorption    un  verhältnismässig gross.

   Wenn die Trübung des  Glases so weit gesteigert wird, dass das vor  genannte Ziel der annähernd gleichmässigen  Ausleuchtung der Kolbenfläche erreicht     wer-          den        soll,        beträgt        sie        mehr        als        20%.        Man        hat     nun neuerdings die     gewünschte    Lichtstreuung    von Glühlampen dadurch zu erzielen gesucht,  dass man die Innenwand der Glaskolben, meist  nach vorgenommener Mattierung, vor dem  Einschmelzen mit einer Deckschicht aus fein  verteilten Stoffen versah,

   und zwar vorwie  gend aus feinkörniger Kieselsäure oder kiesel  säurehaltigen Substanzen wie zum     Beispiel     feingemahlenem Glaspulver. Dieses Verfahren  ist aber mit erheblichen Nachteilen verknüpft.  Es macht Schwierigkeiten, die Kieselsäure  bzw. die kieselsäurehaltigen Substanzen in  gleichmässiger Schicht zum Haften zu brin  gen; man benötigt daher Zusätze von Schutz  kolloiden oder Klebemitteln, zum Beispiel       Kollodium,    die vor dem     Zuschmelzen    der  Kolben wieder sorgfältig entfernt werden  müssen. Auch ist die Lichtabsorption ziemlich  gross, wenn genügende Lichtstreuung bewirkt  werden soll.  



  Diese Nachteile können bei vorliegender  Erfindung vermieden werden. Gegenstand der  Erfindung ist ein Verfahren zur     Anbringung     eines lichtstreuenden Belags auf der Innen  wand der lichtdurchlässigen Hülle elektri  scher Lichtquellen, insbesondere von Glüh  lampen oder Leuchtröhren, bei welchem die  Innenwand benetzt wird mit der     Suspension     eines feinverteilten festen Stoffes in einer  Flüssigkeit und darauf die auf der Innen  wand     haftenbleibenden    Teile der Suspension  zum Antrocknen und durch     Wärmeeinwir-          hung    zum Festfritten auf der Innenwand ge  bracht werden,

   wobei erfindungsgemäss die      Suspension     eines        hydratisierbaren        Metall-          oxyds    in einer die     Hydratisierung    eines Teils  desselben bewirkenden Flüssigkeit verwendet  wird. Solche     hydratisierbaren    Oxyde sind  beispielsweise die Oxyde des Zinks,     Magne-          siums,        Aluminiums    und des Zinns. Als Flüs  sigkeit, welche die partielle     Iiy        dratisierung     des Oxyds bewirkt, kann eine Mischung von.

    Wasser mit organischen Lösungsmitteln wie       Äthyl-Alkohol,    Aceton,     Amylacetat    usw.  dienen. Ein     Ausführungsbeispiel    möge das  Verfahren erläutern. Man bringt<B>75g</B> fein  verteiltes     Magnesiumoxyd    in eine Lösung, be  stehend aus 450 cm?, Äthylalkohol (von 96       Volumprozent),    450     cm3    Aceton und 100     cm-,     Wasser, bringt das Ganze in eine Kugelmühle  und mahlt so lange - gegebenenfalls einige  Tage - bis das Oxyd genügend fein ist. Die  so erhaltene Suspension     wird    in Glühlampen  kolben aus Klarglas eingespritzt.

   Man lässt die  überschüssige Suspension ablaufen, die an der       Kolbeninnenwand    haftenden Teile eintrock  nen, eventuell unter Erwärmung, zum Bei  spiel durch Einblasen von warmer Luft in die  Kolben. Die     angetroeknete    Substanz wird dar  auf an die Kolbenwand     angefrittet,    indem die  Kolben unter drehender Bewegung auf  400-500  C, also nahe bis zum Erweichen  des Glases, von aussen erhitzt werden. Die  Kolben sind damit fertig zum Einschmelzen.

    Bei .den damit hergestellten Lampen, bei  spielsweise     Doppelwendellampen    von 40 Watt,  ist der Kolben der ausgeschalteten- wie der  eingeschalteten Lampe von schön weisser  Farbe, der brennende Leuchtkörper kaum  mehr wahrzunehmen, die Lichtstreuung also  sehr vollkommen, und die Lichtabsorption be  trägt nur 3 bis 5 Prozent, wie sieh durch Ver  gleich mit Lampen gleicher Fertigung ohne  Innenbelag feststellen lässt.

      Es ist bei vorliegendem Verfahren zwar  möglich, aber     keineswegs    erforderlich, die  Kolben vorher auf der Innenseite     anzuätzen.     Die Weglassung der Ätzung ist nicht .nur  wegen der geringeren Kosten, sondern auch       insofern    von Vorteil, als durch die Innen  mattierung die mechanische Festigkeit der    Kolben stets mehr oder weniger herabgesetzt  wird.  



  Beim vorliegenden Verfahren ist der Zu  satz eines nachträglich     zu        entfernenden    Klebe  mittels nicht notwendig. Der hydratisierte Teil  des Oxyds wirkt vielmehr als Klebemittel.  



  Wichtig ist es, dass nur ein Teil des Oxydes  hydratisiert und dabei das Verhältnis des  hydratisierten zu dem des     unhydratisiert    blei  benden Oxyds richtig gewählt wird. Wird  nämlich ein zu grosser Teil des Oxyds hydrati  siert, so tritt beim     Eintroeknen    der Substanz  eine zu starke Schrumpfung ein, was zu vor  zeitigem Abblättern des Belages führen kann.  Es ist deshalb vorteilhaft., durch einen Vor  versuch die geeignete Zusammensetzung der  Suspension     auszuprobieren.     



  Die Suspension kann     a.izch        unhy        dratisier-          bare    feinverteilte Stoffe, wie zum     Beispiel          Bariumsulfat    und Glaspulver enthalten. Auch  farbige Substanzen, wie Chromoxyd, Eisen  oxyd,     Wolframoxyd    usw. können     mitverwen-          det    werden und ebenso auch fluoreszierende  Substanzen. Durch die     Zusammensetzung    der       Suspension    muss auch in diesem Fall dafür  gesorgt werden, dass eine genügende Menge  hydratisierten Oxyds vorhanden ist.

   Es folgt  ein Beispiel für eine Suspension mit zugefüg  ter     unhydratisierbarer    Substanz:  
EMI0002.0044     
  
    6 <SEP> g <SEP> Magnesiumoxy <SEP> d
<tb>  60 <SEP> g <SEP> feingemahlenes <SEP> Glaspulver
<tb>  230 <SEP> g <SEP> Äthylalkohol <SEP> (96 <SEP> Volumprozent)
<tb>  150 <SEP> g <SEP> Aceton
<tb>  20 <SEP> g <SEP> Wasser       Für die     Ausführung    des Verfahrens ist es  von Vorteil, als     Slbspensionsflüssigkeit    nur       azeotrope    Gemische zu verwenden. Als     a.zeo-          trop    bezeichnet man solche Flüssigkeits  gemische, die einen konstanten Siedepunkt  haben und somit beim Verdampfen ihre  Zusammensetzung nicht verändern.

   Durch die  Verwendung     azeotroper    Gemische als     Suspen-          sionsflüssigkeit    wird beim Eintrocknen des  Belages die Bildung von Schlieren vermieden.  Als Beispiel für eine geeignete     azeotrope          Suspensionsflüssigkeit    sei eine Mischung an  gegeben, die gewichtsmässig aus 74 Teilen      Benzol, 18,3 Teilen     Äthylalkohol    und 7,7 Tei  len Wasser besteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Anbringung eines licht streuenden Belags auf der Innenwand der lichtdurchlässigen Hülle elektrischer Licht quellen durch Benetzen der Innenwand der Hülle mit der Suspension eines feinverteilten festen Stoffes in einer Flüssigkeit und an gchliessendes Antrocknen sowie Festfritten der -haftenbleibenden Teile der Suspension durch Wärmeeinwirkung, gekennzeichnet durch die Verwendung der Suspension eines hydratisier- baren Metalloxyds in einer die Hydratisierung eines Teils desselben bewirkenden Flüssigkeit. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension auch unhydratisierbare feinverteilte feste Stoffe enthält. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung eines azeotropen Gemisches als Suspensions- flüssigkeit.
CH283569D 1950-05-15 1950-05-15 Verfahren zur Anbringung eines lichtstreuenden Belags auf der Innenwand der lichtdurchlässigen Hülle elektrischer Lichtquellen. CH283569A (de)

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