CH283588A - Verfahren zur Konservierung von Organzellen-Präparaten. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Organzellen-Präparaten.

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CH283588A
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cell preparations
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Schwander Leo
Paul Dr Med Niehans
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Schwander Leo
Paul Dr Med Niehans
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Description


  



  Verfahren zur Konservierung von Organzellen-Präparaten.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konservierung von   Organzellen-    Präparaten durch Entwässerung, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man die   Prä-      parate gefriert und    dann mindestens den grössten Teil des Zellwassers durch Sublimation entfernt.



   Durch das Gefrieren von aseptisch   zerleg-    ten Organen, vorzugsweise mittels verflüssigter Gase, wird eine Stabilisierung von Gewebsfermenten, organspezifischen Antigenen, Hormonen, Vitaminen   undloder    andern lebenswichtigen Stoffen erreicht, womit autolytische Vorgänge verhindert werden. Die Entfernung des gefrorenen Zellwassers gestattet eine ge  steuerte Dehydratisierung unter Schonung    des für jede Organart spezifischen Zell-Protoplasmas. Bei der einfacheren, altbekannten Austrocknung der Zellen durch Wärmezufuhr unter mittlerem Vakuum liess sich eine Konservierung der Gewebsfermente nicht erzielen.



  Die ursprüngliche Zusammensetzung der lebensfähigen Trockenmasse der Organzellkomplexe (abgesehen vom Wassergehalt) wird dagegen durch die Sublimation des verfestigten Zellwassers aus den gefrorenen Zel. len   go    weitgehend aufreehterhalten, dass die Trok  kenzellen    nach Zusatz von sterilem Wasser oder   Ringerlösung    bestimmte spezifische Le  bensfunktionen    wieder ausüben können und therapeutiseh aktiv zu werden vermögen.



   Die erfindungsgemäss konservierten   Präpa-    rate sind sehr lange haltbar. Sie brauehen vor ihrer Verwendung nur z. B. mittels phy  siologischer      Losung    oder   Ringerlösung      aufge-      schlämmt    zu werden. Die Aufschlämmungen können beispielsweise intramuskulär eingespritzt werden. Die Sterilität der   Trocken-    zellen kann bakteriologisch auf Agarnährboden geprüft werden.



   Beispiel :
Der Foetus eines gesunden Muttertieres wird durch   Kaiserschnitt    aseptisch entnommen und eröffnet. In rasch ausgeführter Operation werden dem Foetus die zur Zellkonservierung gewünschten Organe, wie Pankreas, Nieren, Milz, Leber, Herz,   Schilddrüsen    usw. entnommen. Für gewisse Organe, wie   Keimdrüsen,    Ovarien, Nebennieren, kommen jugendliche oder ausgewachsene Tiere zur Verwendung.



   Die gewonnenen Organe werden von unerwiinschten Bestandteilen, wie Kapseln, Fettschicht, gereinigt, in kleine Teile zerlegt und in passenden Mengen in Glasgefässe eingefüllt, alles unter sterilen   Kautelen    (sterile Instrumente und Gefässe, Mundschutz, desinfizierter Raum usw.). Mittels einer   Kältemischung,      z.    B. einer solchen aus Kohlensäureeis und Methyleellosolve, gefriert man unverzüglich und schlagartig diese Präparate.

   Durch dieses Verfahren wird der   Zellinhalt    stabilisiert, das heisst gegen   autolytische    Umsetzungen gesehützt, so dass organspezifisehe Eiweisse und Aminosäuren, lebenswichtige Substanzen, wie  Gewebsfermente im Pankreas, Vitamine der Leber, Hormone der   Drüsen,    organeigene Antigene und andere Stoffe weitgehend erhalten bleiben. In Vakuumkammern   entwäs-    sert man diese gefrorenen Organzellen-Präparate mittels Sublimation des gefrorenen Zellwassers unter entspreehendem Hochvakuum. Zufolge dieser äusserst sehonenden Dehydratisierung behalten die vielen organeigenen Eiweissverbindungen die meisten ihrer   lebenswichtigen    Eigenschaften und thera  peutischen    Qualitäten.

   Durch Messinstrumente    e    und Prüfkolben wird die Vakuumhohe und die Sublimation in den Kammern kontrolliert.



   Die Sublimation wird so weit getrieben, dass die   Zellmassen    nur noch weniger als   zozo    Wasser enthalten. Wie Frischzellen sind sie therapeutisch wirksam und zudem   jahrelang    haltbar. Sie dürfen allerdings nicht   feuehter    Luft ausgesetzt und nicht durch Chemikalien oder Licht geschädigt werden, sondern sollten in sterilen   Ampullen unter Vakuum verschlos-    sen werden.



   Bei der Zellulartherapie mit   Frischzellen-    einspritzungen entstanden bis anhin sehr grosse Kosten, weil nicht immer gleichzeitig mehrere Organe eines Tieres Verwendung fanden, und die   Zellpräparate,    die nicht sofort benötigt wurden, für späteren Gebrauch nieht konserviert werden konnten. So waren mehr Tiere zu   sehlaehten    als nach dem neuen Verfahren, was die Behandlungskosten bedeutend erhöhte.



   Die erfindungsgemäss haltbar gemachten Organzellen-Präparate stellen allerdings für   sieh    allein noch keine gebrauchsfertigen Arzneimittel dar, sondern sie müssen vor Gebrauch z. B. mit einer sterilen   Ringerlösung    oder physiologiseher   Losung    aufgesehlämmt werden, wenn sie intramuskulär eingespritzt werden sollen ; sie können aueh zu Salben oder Pillen verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I : Verfahren zur Konservierung von Organ zellen-Präparaten dureh Entwässerung, dadurch gekennzeichnet, dass man die Präparate gefriert und dann mindestens den grössten Teil des Zellwassers durch Sublimation entfernt.
    UNTERANSPRUCH : Verfa. hren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Präparate mittels eines verflüssigten Cases gefriert.
    PATENTANSPRUCH II : Nach dem Verfahren gemäss Patentan sprueh I konserviertes Organzellen-Präparat.
CH283588D 1951-11-22 1951-11-22 Verfahren zur Konservierung von Organzellen-Präparaten. CH283588A (de)

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CH283588D CH283588A (de) 1951-11-22 1951-11-22 Verfahren zur Konservierung von Organzellen-Präparaten.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3524794A1 (de) * 1984-07-13 1986-01-16 Chemisches Institut Schäfer AG, Oberwil Pharmazeutisches praeparat enthaltend lebende vermehrungsfaehige embryonalzellen, verfahren zu dessen herstellung und testverfahren zur bestimmung der pharmazeutischen wirksamkeit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3524794A1 (de) * 1984-07-13 1986-01-16 Chemisches Institut Schäfer AG, Oberwil Pharmazeutisches praeparat enthaltend lebende vermehrungsfaehige embryonalzellen, verfahren zu dessen herstellung und testverfahren zur bestimmung der pharmazeutischen wirksamkeit

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