CH283606A - Elektrische Entladungsröhre mit einem Leuchtstoff und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre mit einem Leuchtstoff und Verfahren zu deren Herstellung.Info
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Description
Elektrische Entladungsröhre mit einem Leuchtstoff und Verfahren zu deren Herstellung. Die vorliegende Erfindung bezieht. sich auf eine elektrische Entladungsröhre mit einem Leuchtstoff und auf ein Verfahren zu deren Herstellung. Elektrische Entlad-angs- röhren dieser Art. sind in vielerlei Ausfüh- rungsformen bekannt. Einer der wichtigsten Vertreter ist die Kathodenstrahlröhre, die u. a. für Fernsehzweeke vielfach Anwendung findet. Insbesondere für die letztere Anwen dung ist es von Bedeutung, dass das Lumineszenzlieht eine für das Auge an genehme Farbe hat, z. B. weiss ist.
Man war daher bestrebt, Leuchtstoffe zusammenzu setzen, die bei einer Anregung mit Elek tronen weisses Licht aussenden. Die bisher am meisten verwendete Lösung war die An wendung eines Gemis2'hes von zwei Leueht- stoffen mit hohem Wirkungsgrad, die je einen solchen Teil des Spektrums ausstrahlen, da.ss die Kombination der beiden einen weissen Eindruck ergibt. Die Stoffe, welche bei der Umsetzung der Energie von Elektronen in Licht den höchsten Wirkungsgrad ergeben, sind die Zinksulfide, Zink-Cadmiumsulfide und die entsprechenden Sulfoselenide, die mit einem oder mehreren schweren Metallen aktiviert sind.
Da es durch eine geeignete Wahl der Aktivatoren möglich ist, diese Stoffe derart herzustellen, dass sie beim Auf treffen von Elektronen Licht verschiedener Farbe aussenden, wurde vorgeschlagen, in Röhren für Fernsehzwecke einen Leucht- schirm anzubringen, der Zink- und Zink-Cad- miumsulfide oder Sulfoselenide enthält, die mit solchen Metallen aktiviert sind, dass zwei oder mehrLichtfarben ausgestrahlt werden, die zusammen den Eindruck von weissem Licht er geben. Zu diesem Zweck können z. B. mit Silber oder Gold aktiviertes Zink- oder Zink-Cad- miumsulfid verwendet werden.
Wird ein Ge misch von mit Silber aktiviertem Zinksulfid und mit Gold aktiviertem Zink-Cadmium- sulfid verwendet, so kann ein Schirm erhalten werden, der bei Elektronenbombardement nahezu weisses Licht ausstrahlt.
Die oben erwähnten Stoffe werden gewöhn lich in der ZVeise hergestellt, da.ss die Sulfide samt einer kleinen Menge eines Salzes der Aktivatoren unter Zusatz einer Halogenver bindung erhitzt werden.
Untersuchungen, die zu der Erfindung ge führt haben, ergaben, dass weder mit Gold und Silber aktiviertes Zinksulfid noch mit Gold und Silber aktiviertes Zink-Cadmium- sulfid ohne weitere Hilfsmittel weisses Licht ergeben kann.
Die elektrische Entladungsröhre nach der Erfindung enthält einen bei Elektronenauf prall, weissleuchtenden Stoff, der die Elemente Zink, Cadmium, Schwefel, Gold, Silber und Aluminium in solchen Mengen enthält, dass folgende Bedingungen erfüllt sind: n) Das Atomverhältnis zwischen Zink und Cadmium liegt zwischen 97 : 3 und 84 :16; b) Pro 100 Atome Zink plus Cadmium sind 10-5 bis 2 X 10-2 Atome Gold plus Silber vorhanden; c) Das Atomverhältnis zwischen Gold und Silber liegt zwischen 3 :1 und 1 :4;
rd) Die Zahl der Aluminiumatome ist wenig stens gleich der Summe der Gold- und Silberatomzahlen und höchstens gleich 0,1 der Zahl der Zink- plus Cadmiumatome; e) Die Schwefelmenge entspricht einer sol chen Menge, die genügen würde, um von sämtlichen genannten Metallen Sulfide zu bilden.
Neben den oben erwähnten Elementen kann der Leuchtstoff zur Verwendung in einer Entladungsröhre nach der Erfindung noch Halogen enthalten.
Mit den oben beschriebenen Stoffen sind Leuchtfarben erhältlich, die in dem Weiss gebiet des I. C. I.-Farbendreiecks liegen, wie es von dem Joint. Electron Tube Engineering Coiincil (J. E. T. E. C.) am 12. Dezember 1946 definiert und in Prodeedings of the Institute of Radio Engineers vom August 1948, Seiten <B>1.028</B> und 1029, beschrieben wurde.
Zur Verdeutlichung der Erfindung wird nachstehendes Beispiel der Herstellung eines Gold, Silber und Aluminium enthaltenden Zink-Cadmiumsulfides gegeben.
81g ZnS werden mit 21 g CdS und mit 5 g ZnS, auf welches aus einer Lösung l0-3 Atome Au je Molekül als Sulfid nieder geschlagen ist, gemischt. Das Gemisch wird mit 50 em3 einer wässrigen AgNOs-Lösung (10-3 normal) und 30 cm3 einer wässrigen Al (NO3)3-Lösung (10-2 normal) feucht ge macht, tüchtig vermischt und bei 105 C ge trocknet.
Nach dieser Trocknung wird noch mals tüchtig gemischt; das trockene Gemisch wird darauf während 1/2 bis 1 Stunde in einem Quarzbecher in einer Atmosphäre von HsS auf 1100 C erhitzt.
Die Stoffe im oben erwähnten Beispiel sind völlig frei von Halogen. Wie bereits er wähnt, darf aber auch Halogen vorhanden sein. Das Gold kann daher auch als Chlorid lösung zugesetzt werden. Zur Begünstigung der Kristallisierung kann nötigenfalls ein die Kristallisation för derndes Mittel verwendet werden. Zu diesem Zweck eignen sich die Fluoride von Alu minium, Beryllium, Magnesium, Caleium, Strontium oder Barium.
Gegebenenfalls kann der Leuchtstoff noch ein Element oder eine Verbindung enthalten, welche das Nachleuchten ohne Änderung der Fluoreszenz herabsetzt. Als solches eignet sich z. B. Nickel in einer Konzentration von etwa l0-4 Atome je 100 Atome Zink plus Cadmium.
Obzwar im vorhergehenden die Tatsache betont wurde, dass der Leuchtstoff bei Er regung durch Elektronen Licht ausstrahlt, wird darauf hingewiesen, da.ss er gleichfalls bei Erregung mit. Ultraviolettstrahlen oder Röntgenstrahlen aufleuchtet.
Claims (1)
- PATENTANSPRCCHE: I. Elektrische Entladungsröhre mit. einem bei Elektronenaufprall weissleuchtenden Stoff, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Leucht- stoff die Elemente Zink, Cadmium, Schwe fel, Gold, Silber und Aluminium in solchen Mengen enthält, dass folgende Bdingungen erfüllt sind a) Das Atomverhältnis zwischen Zink und Cadmium liegt zwischen 97 : 3 und 84 :16; b) Pro 100 Atome Zink plus Cadmium sind 10-5 bis 2 X 10-2 Atome Gold plus Silber vorhanden; c) Das Atomverhältnis zwischen Gold und Silber liegt zwischen 3 :1 und 1 :4;d) Die Zahl der Aluminiumatome ist wenig stens gleich der Summe der Gold- und Silberatomzahlen und höchstens gleich 0,1 der Zahl der Zink- plus Cadmiumatome; e) Die Schwefelmenge entspricht einer sol chen Menge, die genügen würde, um von sämtlichen genannten Metallen Sulfide zu bilden. Il.Verfahren zur Herstellung einer elek trischen Entladungsröhre nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtstoff der Entladungsröhre durch Mischen von Zinksulfid, Cadmitimsulfid und Verbindungen zubereitet wird, die die Ele- mente Gold, Silber und Aluminium enthalten, welche 3lischung in einer Atmosphäre von Schwefelwasserstoff erhitzt wird und wobei ein solches Mengenverhältnis angewendet wird, dass der erhaltene Leuchtstoff den im Patentanspruch I genannten Bedingungen entspricht. UNTERANSPRÜCHE 1.Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtstoff nebst den bereits erwähnten Elementen noch Halogen enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Zinksulfid mit Cadmiumsulfid und mit einer Zinksulfid menge, auf welche Gold als Sulfid nieder geschlagen ist, gemischt wird, worauf das Gemisch mit einer wässerigen Silbernitrat lösung und einer wässerigen Aluminium nitratlösung feucht gemacht, die erhaltene Masse gerührt und nach Trocknung in der Schwefelwasserstoffatmosphäre erhitzt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus Zink sulfid und Cadmiumsulfid bestehendes Ge misch mit wässerigen Lösungen von Silber nitrat, Ahiminiumnitrat und Goldchlorid feucht gemacht, die erhaltene Masse gerührt und nach Trocknung in der Scliwefelwasser- stoffatmosphäre erhitzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Kristalli sation förderndes Mittel mitverwendet wird. 5.Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Kristalli- sationsmittel Aluminiumfluorid verwendet. wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Kristallisa- tionsmit.tel Berylliumfluorid verwendet wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Kristalli sationsmittel Magnesiumfluorid verwendet wird. B.Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Kristalli- sationsmittel Caleiumfluorid verwendet wird. 9. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Kristallisa- tionsmittel Strontiumfluorid verwendet wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Kristalli- sationsmittel Bariumfluorid verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL283606X | 1949-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH283606A true CH283606A (de) | 1952-06-15 |
Family
ID=19782403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH283606D CH283606A (de) | 1949-01-14 | 1950-01-13 | Elektrische Entladungsröhre mit einem Leuchtstoff und Verfahren zu deren Herstellung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH283606A (de) |
-
1950
- 1950-01-13 CH CH283606D patent/CH283606A/de unknown
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