Verpackungsmaschine.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verpackungsmaschine zum Verpacken bloekförmiger Artikel, wie Zigarettenbünde] oder Zigarettenpackungen in Zellulosefolie.
Bei einer solchen bekannten Machine werden in Abständen die Artikel aufeinanderfol- gend zugeführt, und zwar in zeitlieher iTber- einstimmung mit der Zuführung von Ver packungsmaterial, letzteres quer zur Zufüh- rungsrichtung der Artikel, so dass das vordere Ende eines jeden Artikels jeweils mit einem Verpackungselement zusammentrifft und während des Weiterbewegens zusammen mit Faltorganen das Falten des Verpackungselementes über dieses vordere Ende die Ober-, Unter-und Seitenflächen des Artikels bewirkt, so dass der Artikel in einem einerends offenen Sack steckt.
Die teilweise eingepackten Artikel werden anschliessend vom Transportorgan weggenommen, und zwar mittels eines Paares von Abnehmerorganen, die beidseits des Förderweges der Artikel angeordnet sind und synchron mit der Artikelbewe- gung in Eingriff mit der hintern Stirnseite jedes Artikels gebracht werden können. Wtenn dieser Eingriff stattfindet, bewirken sie, dass die über die sechste Seite des Artikels hinausragenden Endlappen nach innen gefaltet werden, wodurch Seitenfalten gebildet werden und wonach nur noch Längsendlappen von der Ober-und Unterseite des Artikels wegragen.
Anschliessend werden diese Endlappen gegen die Endfläche des Artikels gefaltet und bilden so einen Endabschluss, wobei während des letztgenannten Vorganges der erstzufaltende Endlappen gewohnlich gefaltet wird, während die Seitenfalten noch von den Spitzen der Abnehmerorgane gehalten werden, die im Begriff sind, ihre Rückzugsbewe- gung von der Endfläehe des Artikels zu beenden. Dies gewährleistet, dass die Seitenfalten vom erstgefalteten Endlappen sieher gehalten werden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden durch die Verpackungsmaschine nach der Faltoperation der Zellulosefolie um fünf Seiten des Artikels zwei der noch vorstehenden Endlappen an der sechsten Seite durch zwei Abnehmerorgane gefaltet, wobei das Falten eines seitlichen Endlappens aufgehalten wird, damit dieser Seitenlappen in seine ungefaltete Lage zuriiekspringen kann, so dass, nach dem Falten der beiden Längsendlappen, eine von einer Kante des Artikels wegragende Seitenklappe entsteht.
Um das Herausspringen des Seitenlappens zu erleichtern, ist vorteilhaft das Abnehmerorgan auf dieser Seite des Artikels nicht so breit, dass im Ver packungsmaterial bleibende Falten entstehen, und zwar ist dieses Abnehmerorgan zweck- nässig eine Stange von rundem Querschnitt, und zwar von beträchtlieh kleinerem Durch- messer als die Dicke des Artikels.
Um die Bildung der Seitenfalte auf der einen Seite des Paketes in normaler Weise zu gestatten, kann vorteilhaft das Faltglied des erstzufaltenden, beispielsweise des untern, Endlappens durch ein Messerpaar gebildet sein, das in einer Ebene bewegbar ist, in der das Ende des Artikels liegt, wobei das s auf derjenigen Seite angeordnete Messer, auf welcher der Seitenfalt zu bilden ist, seine Faltbewegung beginnt, während die Seitenfalte noch von der Spitze des Abnehmerorganes auf der entsprechenden Artikelseite gehalten wird, während die Faltbewegung des andern Messers noch ausbleibt, bis das Ab nehmerorgan dieser Artikelseite ganz zurüekgezogen ist und der Seitenfalt in seine ungefaltete Lage herausgesprungen ist.
Dann bewegt sich bei diesem Ausführungsbeispiel das letztgenannte Messer ebenfalls zwecks Vollendung des Faltens des untern Endlappens.
Beim nachfolgenden Falten des obern Endlappens über den vorangehend gefalteten un- tern Endlappen, zum Beispiel in bekannter WeisedurchNaehobenstossen des Artikels in ein Stapelmagazin, verbleibt eine dreieckige Seitenklappe, die von der Kante des Artikels wegragt. Diese Seitenklappe wird bei diesem Ausführungsbeispiele der. Machine während des weiteren Hineinbewegens des Artikels in das Stapelmagazin mittels eines Faltgliedes über die anliegende Seite des eingepackten Artikels gefaltet.
Die Erfindung zeigte sich besonders nützlich beim Verpacken von Zigarettenpäckchen in durchsichtige Zellulosefolie, wobei längs einer Kante des Verpackungsmaterials zum Beispiel ein Abreissstreifen in die Verpackung eingeführt wird, und zwar in einer Richtung senkrecht zur Ebene des Endverschlusses, so dass der Streifen rund um den Artikel mit dem Verpackungsmaterial gewickelt wird.
Beim Bilden einer Seitenklappe, wie dies vor angehend für ein Ausführungsbeispiel beschrieben wurde, wird der genannte Streifen vollständig um den Artikel gefaltet und ragt durch den Endverschluss, ohne durch einen der Seitenfalten zu führen ; durch seine Be tätigung kann das Entfernen des Verpak kungsmaterials vom Artikel wesentlich erleichtert werden.
An Han der beiliegenden Zeiehnungx soll der Erfindungsgegenstand beispielsweise näher erläutert werden, wobei auf der Zeich- nung Teile der Machine zum Verpaeken von Zigarettenpaketen mit durchsichtigem Zellu losematerial dargestellt sind, an welchem längs einer Kante ein Abreissstreifen angebracht ist.
Es zeigen :
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Teil der Machine,
Fig. 2 eine Oberansieht gemäss Fig. 1 mit einigen aus Gründen der L'bersichtliclikeit weggelassenen Teilen,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 1 und
Fig. 4, 5 und 6, 7 Diagramme, welche den Vorgang des Endfaltens darstellen.
Gem. den Fig. 1 bis 3 werden der Ma- schine mittels Stossorganen 12, die von Stossstangen 13 getragen sind, Artikel 11 zuge- führt. Die Stangen 13 erstrecken sieh in be stimmten Abständen zwisehen zwei kontinuier- lich angetriebenen Ketten 14. Die Stossorgane 12 ragen durch einen Sehlitz 16 in einer Tragplatte 17, die ein Paar von Seitenführungen 18 besitzt, welche zum Festhalten der Seitenfalten des Paketes dienen, nachdem das Seitenfalten und Befestigen beendet ist, so dass eine Zellulosefolie um fünf Seiten des Artikels gefaltet ist, während über die sechste Seite noch vier Endlappen vorstehen.
Die teilweise eingewiekelten Artikel 11 werden von den Stossorganen 12 längs der Platte 17 verschoben und in den Bodenteil eines Magazins 19 eingeführt, und zwar mittels zweier Abnehmerorgane 20 und 21. Diese Organe sind, eines auf jeder Seite des Trans portbandes, derart angeordnet, dass sie jeweils gleichzeitig mit der Rückfläehe jedes Artikels in Eingriff kommen können, um die Artikel 11 von den Stossorganen 12 weg und längs der Platte 17 zu einem bewegliehen Träger 22 des Magazins 19 zu bewegen.
Die Abnehmerorgane 20 und 21 werden in be kannter Weise durch ein Paar von parallel beweglichen Lenkern 27 und 28 betätigt, wobei die Lenker 27 und 28 je unter der Wirkung eines Exzenters 29 und eines Daumens 31 stehen. Die Abnehmerorgane werden vorerst beschleunigt, um die Artikel von den Stoss organen 12 wegzubewegen, und anschlie#end verzögert, um die Artikel sanft auf dem Trä- ger 22 des Magazins 19 abzuladen. Ein solcher Abnehm ermechanismus ist bereits bekannt.
Während der genannten Z bertragnngs- hewegung der Abnehmerorgane 20 und 21 werden zwei naeh rückwärts ragende Seitenlappen 32 der Zellulosefolie nach unten auf die Endfläche des Artikels 11 gefaltet, wobei ljängsendlappen 33 übrigbleiben, die von der Ober-und Unterseite des Artikels 11 wegragen. Im Fall des Abnehmerorganes 20 ist der Seitenfalt fertig gebildet, wobei die Tiefe des Abnehmerorganes 20 annähernd gleich der Tiefe des Artikels ist. Das Abnehmerorgan 21 ist eine dünne zylindrische Stange, die nur dazu dient, den Artikel dem Träger 22 (Fig. 4 und 5) zuzuführen.
Wenn der Artikel 11 unter der Wirkung der Abnehmerorgane 20 und 21 das Ende seiner Bewegung erreicht hat, wird ein erstes Faltmesser 3-4 teilweise nach oben bewegt, um den untern Endlappen 33 nach oben zu falten. Diese Bewegung erfolgt während der Zeit, während welcher die Abnehmerorgane 20 und 21 zurückgezogen werden und wäh rend der Seitenfalt immer noch von der Spitze des Abnehmerorganes 20 gehalten wird.
Diese Vorgänge sind am besten in den Fig. 4 bis 7 ersichtlich. Wenn sich die Abnehmerorgane 20 und 21 vom Artikel wegbewegen, bewege sich das Faltmesser 34 weiter nach oben, um das näehstliegende Ende des untern Endlappens 33 auf die Endfläche des Artikels zu falten, zwecks Festhaltens des Seitenfaltes, der durch das Abnehmerorgan 20 gebildet wurde, während ein zweites Falt messer 36 sich aufwärtsbewegt, um das Falten des untern Längsendlappens zu vollenden.
es ist ersichtlicli, daiz die Bewegung des Faltmessers 36 bezüglich der Bewegung des Mes- sers 34 etwas zurückgehalten ist, um dem abstehenden, durch das Abnehmerorgan 20 während dessen Übertragungsbewegung nach innen gefalteten Seitenfalt das Wiederöffnen zu gestatten, wenn sich das Abnehmerorgan 20 zurückzieht. Dies hat zur Folge, dass ein doppelter, dreieckiger Teil des abstehenden Verpackungsmaterials weiterhin von der Endfläche des Artikels wegragt, wenn sich das zweite Faltmesser 36 quer über die Endfläehe des Artikels bewegt (Fig. 6).
Die Faltmesser 34 und 36 werden von getrennten Kurbeln 35 getragen, die an der Stelle 40 drehbar gelagert sind und je eine Daumenseheibe 45 tragen, die dazu bestimmt sind, gegen die Fläche des drehbaren Daumens 49 anzuliegen, der auf der Welle 47 befestigt ist.
Sobald das zweite Faltmesser 36 seine Arbeit vollendet hat, wird der eingepackte Artikel durch den beweglichen Träger 22 nach oben in das Magazin 19 gestossen. Dies bewirkt, dass der obere Endlappen 33 nach unten auf den vorangehend gefalteten, un- tern Endlappen gefaltet wird, was eine weitere Verdoppelung des dreieekformigen Teils, zwecks Bildung einer dreieckigen Klappe 37, zur Folge hat.
WNährend der Aufwärtsbewe- gung des Artikels durch den beweglichen Träger 22 wird die dreieckige Klappe 37 in einen Schlitz 38 eingeführt, der zwischen einem Klappenbildungsglied 39 und der anliegenden Magazinwand gebildet ist, wobei diese anliegende Seitenwand des Magazins, wie bei 41 dargestellt, ausgeschnitten ist, um für das Faltglied 39 Platz zu sehaffen. Während der weiteren Aufwärtsbewegung des Artikels im Magazin, wenn der näehste Artikel durch den Träger 22 nach oben gestossen wird, trifft die Klappe 37 zuerst auf einen geneigten Wandteil 42 des Faltgliedes 39, weleher die Klappe um 90O faltet, so dass sie sieh in Längsrichtung des Artikels erstreckt,
worauf die Klappe auf einen weiteren geneigten Teil 43 des Faltgliedes 39 trifft, weleher die Klappe um weitere 90 faltet, so dass sie an der Endfläehe des Paketes anliegt.
Der bewegliche Träger 22 wird durch einen parallel beweglichen Lenker 44 getragen und durch einen Nocken 46 betätigt, der auf der drehbaren Noekenwelle 47 angeordnet ist. Der Noeken 46 ist mit einer Daumenseheibe 48 im Eingriff, die vom Lenker 44 getragen wird.