Seilbahnkran. Im Hauptpatent ist ein Seilbahnkran be schrieben mit auf einem Tragseil mittels eines endlosen Förderseils bewegbarem Laufwagen und separatem, mittels des Förderseils zum Heben und Senken des Lastträgers beweg barem Kranseil, wobei der Laufwagen min destens eine Seiltrommel mit einem Kranseil aufweist und die Trommel bei festgehaltenem Laufwagen zwecks Ab- und Aufhaspelung des Kranseils durch das in der einen bzw. an dern Richtung getriebene Förderseil in Um drehung versetzt wird.
Gegenstand der vorliegenden zusätzlichen Erfindung ist eine weitere Ausbildung und Verbesserung des im Patentanspruch des Hauptpatentes umschriebenen Erfindungs gegenstandes und ist dadurch gekennzeichnet., dass für das Festhalten des Laufwagens auf dem Tragseil zum Heben und 'Senken des Lastträgers mindestens ein über die ganze länge des Tragseils mit Hilfe des Laufwagens verschiebbarer, mit letzterem dabei nicht ver bundener Stehapparat vorgesehen ist, der zur eigenen Befestigung am Tragseil eine sowohl von Hand als auch automatisch durch den bewegten Laufwagen betätigbare Fixierein richtung aufweist.
Teile einer beispielsweisen Ausführungs form des Erfindungsgegenstandes sind in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht des Stehappara tes mit dem daran gekuppelten Laufwagen und Fig. 2 einen Schnitt durch den Stellappa- rat gemäss der Linie I-I in Fig. 1.
Fig. 3 und 4 zeigen Details.
Der gezeichnete Stellapparat besitzt zwei auf dem Tragseil 3 aufliegende Laufrollen 60, 61, die im Oberteil seines Gehäuses 62 gelagert sind. Zur lösbaren Befestigung des Stellappa- rates am Tragseil 3 dienen zwei senkrecht oberhalb des genannten Tragseils im Gehäuse 62 drehbar gelagerte, mit Klemmbacken ver sehene Platten 63, 61. Eine in beiden Seiten wänden des Gehäuses 62 gelagerte Welle 65 durchsetzt die genannten Platten rechtwinklig zum Tragseil 3 und trägt auf einem Ende ein mit vier radial abstehenden Zapfen 66 ver- sehenes Betätigungsrad 67.
Zwischen den be sagten Gehäusewandungen auf dem dem Be tätigungsrad 67 gegenüberliegenden Endteil der Welle<B>65</B> ist ein Zahnrad 80 befestigt, das mit einer, in beiden Bewegungsrichtungen des Stellapparates auf dem Tragseil im Gehäuse verschiebbaren Zahnstange 81 im Eingriff steht. Ferner trägt die Welle 65 zwischen der beim Betätigungsrad 67 liegenden Gehäuse wandung und dem Rad 80, gegen die letzteren abgestützt, zwei bezüglich des Tragseils sym znetrisch zueinander liegende, als Exzenter wirkende Betätigungsfinger 68, 69, die mit ihrem freien Ende entgegen der Kraft einer zwischen den beiden Platten 63, 64 angeord neten Druckfeder 70 auf die besagten Platten drücken.
Entsprechend dem Abstand der Be rührungspunkte der Finger 68, 69 auf den Platten 63, 64 in ihrer nach unten gerich- toten, in Fig.2 mit vollen Linien gezeich neten Stellung und in ihrer nach oben ge richteten, strichpunktiert gezeichneten Stel lung vom gemeinsamen Drehpunkt. der Plat ten nehmen die Klemmbacken an den Platten 63, 64 eine geöffnete (strichpunktierte) oder geschlossene (mit vollen Linien gezeichnete) Stellung ein. In letzterer bewirken die Klemm backen der Platten 63, 64 ein sattes Umspan nen des Tragseils 3, wodurch der Stellapparat am besagten Tragseil unverschiebbar befestigt ist.
In geöffneter Stellung der Klemmbacken ist der Stellapparat mittels seiner Laufrollen 60, 61 auf dein Tragseil 3, zum Beispiel mittels des Laufwagens, verschiebbar. Zur Betäti gung der Finger 68, 69 ist die Verdrehung der Welle 65 erforderlich, was entweder auto matisch durch Verschieben der Zahnstange 81, oder bei Handbetätigung, durch Auf stecken eines, einen relativ grossen Hebelarm ergebenden, nicht gezeichneten Rohres auf einen der Zapfen 66 und Verdrehen des Be- tätigungsgrades 67 geschehen kann.
Im obern Teil weist der Stellapparat einen gegen den Laufwagen gerichteten, aus dem Gehäuse 62 des Apparates vorragenden Hebel 82 auf, der um den Punkt 83 im Gehäuse 62 in der verti kalen Tragseilebene schwenkbar ist. Dieser Hebel 82 besitzt einen im rechten Winkel ab wärts gerichteten Arm 84, dessen Unterende derart konisch gegabelt ist, dass sich, bei ab gesenktem Hebel 82, die Gabel auf dem. Trag seil 3 durch das Gewicht des Hebels fest klemmt.
Eine im untern Teil des Gehäuses 62 frei drehbar gelagerte Seilrolle 71 dient zur Auf lage des die Seiltrommeln 5, 6 im Laufwagen betätigenden Trums des Förderseils 4. Eben falls im untern Teil des genannten Gehäuses sind zwischen den beiden Wandungen auf der dem Laufwagen zugekehrten Seite ein Leitstück 72 mit einer winkelförmigen Leit- fläche 45 und, mit Abstand darunter, ein zweites Leitstück 73 mit einer Auflauffläche 46 und einer Widerhaltefläche 46a, angeord net.
Diese Leitstücke 72 und 73 beim gezeich neten und bei einem auf der andern 'Seite des Laufwagens angeordneten 'Stellapparat bilden zusammen je das Einhängeorgan für den Stellhaken 29, 34 bzw. 28, 34 am Lauf wagen.
Der gezeichnete Laufwagen. ist mittels zweier Laufrollenpaare 1, 2 am Tragseil 3 auf gehängt und wird mittels des endlosen För derseils 4, von welchem nur das eine Trum gezeichnet ist, auf dem Tragseil bewegt. Im Rahmen des Laufwagens sind zwei Seiltrom meln 5, 6 drehbar gelagert, auf welchen je ein Kranseil 15 bzw. 16 aufgehaspelt ist. Diese Kranseile 1.5, 16 sind finit ihrem einen Ende in nicht gezeichneter Weise auf der Seiltrommel 5 bzw. 6 befestigt.
Ihre freien Enden sind über Führun-s- und Umlenk- rollen und über je eine in der als Doppel schiene 21 ausgeführten Lastanhängeeinricli- tung drehbar angeordnete, sogenannte lose Rolle 22 bzw. 23 und wieder zurück zum Laufwagenrahmen geführt, wo sie befestigt sind.
Das Förderseil 4 ist, unter Umsehlingung zweier je zu einer der beiden Seiltrommeln 5 und 6 gehörenden und mit derselben verbun denen Seilscheibe um 180 Grad, derart durch den Laufwagen geführt, dass bei angetrie benem Förderseil und im Laufwagenrahmen arretierten Seiltrommeln der Laufwagen auf dem Tragseil 3 bewegt, bei angetriebenem Förderseil, auf dem Tragseil mittels eines Stellapparates festgehaltenem Laufwagen und nicht arretierten Trommeln, aber je nach der Zugrichtung des Förderseils 4, die -Kranseile 15, 16, zum Heben und Senken des Lastträ gers 21, auf- bzw. abgehaspelt werden.
Zur Sicherung des Laufwagens gegen Ab heben und Herabfallen vom Tragseil 3 wäh rend des Gebrauchs der Winden, also bei voll zogener Kupplung mit dem Stellapparat, be sitzt der erstgenannte bei jedem der Laufrollenpaare 1 bzw.
2 eine nicht gezeich nete, das Tragseil im Schliesszustand zangen artig umgreifende Einrieh.tung-, die hinsicht lich Aufbau und Arbeitsweise der durch die Teile 63 bis 65, 68 bis 70 und 80 gebildeten Fi xiereinrichtung des Stehapparates entspricht, jedoch an Stelle der das Tragseil 3 umspan nenden Klemmbaeken Greifer aufweist, welche in geschlossenem Zustande das Seil 3, ohne es einzuklemmen, umschliessen. Die Betätigung dieser Sicherungseinrichtungen erfolgt, analog dem Zahnrad 80, über Zahnsegmente 85, 86, die ihrerseits durch im Laufwagenrahmen mittels eines Zahnrades 87 gegenläufig längs verschiebbar angeordnete Zahnstangen 88 bzw. 89 verdreht werden können.
Die gegen die beiderseits des Laufwagens angeordneten Stellapparate gerichteten Enden der Zahnstangen 88 und 89 besitzen runden Querschnitt. und-je eine axiale Bohrung 90 zur Aufnahme eines Einsatzstückes 91. Das Letztgenannte besitzt zwei in einer Ebene flache, einander gegenüber angeordnete Na sen 92 und ist in der Bohrung 90 drehbar. Mittels eines Stiftes 93 kann das Einsatzstück 91 in zwei um 90 Grad verdrehten Positionen in der Bohrung 90 fixiert werden. Das lauf- wagenseitige Ende der Zahnstange 81 im Stehapparat ist mit zwei federnden Schenkeln 94 versehen, welche je einen zum Eingriff hinter die Nasen 92 des Einsatzstückes 91 be stimmten Ansatz 95 aufweisen.
Die Zahn stangen 81, 88 und 89 besitzen an einer ihrer Gleitflächen zur Führung der 'Stangen je eine Kerbe 96 bzw. 97 bzw. 98, die je zum Einrasten eines durch Federbelastung an die Gleitfläche gedrückten Riegels 99 bzw. 100 bzw. 101 bestimmt sind. Die Anordnung der Kerben in Bezug auf die Lage der Riegel ist derart getroffen, dass diese dann eingerastet sind, wenn die Sicherungseinrichtungen gegen Abheben des Laufwagens vom Tragseil 3 bzw. die Fixiereinrichtung im Stellapparat sich in ihren Offenstellungen befinden.
Auf der Oberseite der Zahnstange 81 des Stehapparates ist. an deren laufwagenseitigen Ende eine mit ihrem freien, hakenartig nach unten gebogenen Ende gegen den Laufwagen gerichtete Blattfeder 102 befestigt, die zum Eingriff hinter die obenliegende Nase 92 bei mit vertikal übereinander stehenden Nasen fixiertem Einsatzstück der Zahnstange 88 bzw. 89 dient.
Nachfolgend ist die Arbeits- und Wir kungsweise des beschriebenen .Seilbahnkrans geschildert. Als Ausgangsstellung wird ange- nommen, die Riegel 99, 100 und 101 seien in ihren zugehörigen Kerben 96, 97 und 98 ein gerastet, der erste, gemäss Fig.1, links des Laufwagens angeordnete und nicht gezeich nete Stellapparat auf die beschriebene Art und Weise von Hand über der Entladestelle auf dem Tragseil 3 fixiert worden. Der zweite, in Fig. 1 rechts des Laufwagens angeordnete Stehapparat soll nun mit dem Laufwagen über die Ladestelle gefahren und fixiert werden.
Zu diesem Zwecke ist der genannte Stehapparat derart vor den Laufwagen ge bracht worden, dass das in entsprechender Drehlage fixierte Einsatzstück 91 der Zahn stange 89, wie in Fig.4 gezeigt, mit seiner Stirnseite an der Zahnstange 81 des 'Stell apparates anliegt und die Ansätze 95 der Schenkel 94 unwirksam sind. Die hinter die obere Nase 92 greifende Blattfeder 10'2 hin dert dabei bei abwärtsgeneigtem Tragseil ein Davonlaufen des Stellapparates. Der Hebel 82 liegt auf einer nicht. gezeichneten Auflauf- tläche am Laufwagenrahmen auf, wodurch der Klemmarm 84 unwirksam bleibt.
Auf die im Hauptpatent geschilderte Art und Weise wird der Laufwagen in der ge wünschten Richtung (gemäss Fig. 1 nach rechts) in Bewegung gesetzt und kurz vor Erreichen der Fixierposition für den Steh apparat über der Ladestelle kurz abgebremst, so dass die Feder 102 ruckartig von der Nase 92 abgezogen wird, worauf sich der Stell apparat, zufolge seines Beharrungsvermögens, vom Laufwagen trennt und dem letzteren vor eilt.
Sobald der Hebel 82 von der nichtge zeichneten Auflauffläche am Laufwagen ab gleitet und dabei sich um den Punkt 83 ent gegen dem Uhrzeiger dreht, wird sein Klemm arm 84 derart wirksam, dass die Schenkel des letzteren das Tragseil 3 einklemmen und da durch den Stellapparat provisorisch auf dem Tragseil festhalten. Nach der erfolgten Ab- Bremsung des Laufwagens beschleunigt der Maschinist diesen sofort wieder, wodurch der Laufwagen mit Wucht auf den stillstehenden Stellapparat prallt.
Hierbei stösst das Einsatz stück 91 der Zahnstange 89 mit seiner Stirn fläche gegen die Zahnstange 81 im Stellappa- rat. Die Kraft der auf die Riegel 99, 100 und 101 wirksamen Federn ist derart bemessen, dass sie während den Transportbewegungen des Laufwagens mit dem Stellapparat aus reicht, die Zahnstangen 81, 88 und 89 an einer Längsverschiebung zu hindern, bei grö- 1 < -',eren Kräften aber, insbesondere Stössen für die Verriegelung der Zahnstangen, nicht mehr genügt.
Dementsprechend werden die Zahn stangen 81, 88 und 89 in die in Fig.1 ge zeigte Stellung verschoben, wobei die Zahn stangen 88 und 89 eine Drehbewegung der Zahnsegmente 85 und 86 bewirken und da durch die Sicherungseinrichtungen im Lauf wagen schliessen. Die Zahnstange 81 verdreht das Rad 80 und betätigt die Fixiereinrich tung im Stellapparat. Gleichzeitig mit diesen Bewegungen vollzieht sich die Kupplung des Laufwagens mit dem Stellapparat durch die Teile 34 und 46a, wie im Hauptpatent be schrieben.
Die automatische Loskupplung des Wa gens vom Stellapparat und alle weiteren Steuerungsvorgänge für die Kupplung des Laufwagens mit dem andern Stehapparat und seine Benutzung als Hubgerät sind aus der Beschreibung im Hauptpatent bekannt, wes wegen sich eine Beschreibung an dieser 'Stelle erübrigt.
Die Blattfeder 102, die sich mit ihrem abwärtsgerichteten freien Ende beim Aufprall des Kaufwagens auf den Stellapparat wieder hinter die nach oben ragende Nase des Ein satzstückes 91 der Zahnstange 89 gelegt hat, bewirkt nun bei in Richtung zur Entlade stelle bewegtem Laufwagen die Verschiebung der Zahnstangen 88, 89 aus dem Laufwagen heraus, unter gleichzeitigem Öffnen der Siche rungseinrichtungen am Laufwagen und gleitet. dann von der Nase ab ohne die Zahnstange 81 zu verschieben, da die Reibung der genann ten Zahnstangen 88, 89 und der Sicherungs einrichtungen und die Federkraft kleiner sind als der Kraftbedarf zum Öffnen der Fixier einrichtung im Stellapparat.
Soll der Stellapparat an einer andern Stelle fixiert werden, so wird vor der letzten Fahrt an die alte Stelle das Einsatzstück 91. um 90 Grad verdreht und mittels des Stiftes 93 wieder gesichert. Die Stelhin, des genann ten Einsatzstückes ent.sprieht dann derjenigen in Fig. 3. Die Kupplung des Laufwagens mit dem Stehapparat sowie das Anhängen der Last geschieht auf dieselbe Art und Weise, wie bereits, bzw. im Hauptpatent, beschrie ben.
Bei der Kupphing mit dem Stellapparat haben sich die Schenkel 94 mit ihren Ansätzen 95 hinter die Nasen 92 des Einsatzstüekes 91 gelegt und bewirken nach der Loskupplung- der Teile 29, 3.1 vom Stehapparat, das Öffnen der Sicherungseinrichtuingen im Laufs ag,en durch Verschieben der Zahnstangen 88, 89 bei sich vom Stellapparat weg bewegenden Lauf wagen.
Schliesslich wird die Zahnstange 81. im Stellapparat beim Weiterbewegen des Lauf wagens mitversehoben und dadurch die be schriebene Fixiereinriehtung im Stellapparat gelöst; der Stellapparat bewegt. sich mit dem Laufwagen.
Bevor der Laufwagen mit dem Stellappa- rat nach Lösen auus der Fixierposition nach der Seite bewegt werden kann, auf welcher der Stellapparat, sieh befindet (gemäss Fig. 1 nach rechts), ist zur Erzielung der geschilder ten Lösung der Fixation des letzteren eben falls ein entgegengesetztes Bewegen des Lauf wagens (gemäss Fig. 1 nach links) notwendig, bis die Riegel 99, 100 und 101 in die Kerben 96 bzw. 97 bzw. 98 eingerastet sind.
Bevor der Stellapparat für mehrere Fahrten des Lauf wagens an eine neue Stelle, an dieser neuen Stelle fixiert werden kann, muss das nun mit den Teilen 94, 95 im Eingriff sieh befindende Einsatzstück 91 wieder um 90 Grad verdreht und gesichert werden, ivas zweckmässigerweise während dem Entladen an der Entladestelle geschieht.
Je ein Stellapparat der beschrie benen Ausführung vor und hinter dem Lauf wagen (gemäss Fig. 1 rechts und links dessel ben) ist erforderlich, wenn sowohl die Lade- als auch die Entladestelle verle-bar sein müs sen.
Hingegen kann zum Beispiel der gemäss Fig.1 linksseitige Stellapparat dann dureli einen solchen herkömmlicher Bauart, welcher durch Klemmschrauben auf dem Tragseil 3 befestigt und nicht verfahrbar ist, ersetzt wer den, wenn die Entladestelle nicht verlegbar vorgesehen ist. Ein solcher Stellapparat benö tigt dann nur eine Einhängeöse für einen Haken am Hebel 28 des Laufwagens.