CH284075A - Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Azofarbstoffes.

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CH284075A
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    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     ehromhaltigen        Azofarhatofes.       Es wurde gefunden, dass     inan    zu wert.  vollen, neuen     ehromhaltigen        Azofarbstoffen     gelangt, wenn man auf     lloiioazofarbstoffe,    die  von -     Sulfotisäuregi-itppen    und     Carboxylgrup--          pen    frei sind und der allgemeinen Formel  
EMI0001.0010     
         entspreehen,    worin     12    einen     aromatisehen    Rest  der     Benzolreilie    bedeutet,

   der in     o-Stellung     zur     Azogruppe    eine     Hydroxylgruppe    enthält,       ehroinabgebende        :Mittel    derart     einwirken    lässt,       dass        ehrotnhaltige    Farbstoffe entstehen, die  zwei     #loiioazofarbstoffiiioleküle    an ein Atom  Chrom komplex gebunden enthalten.  



  Die als     Ausgangsstoffe    dienenden, der       obenstehenden    Formel     entapreelienden        Mono-          azofarbstoffe    können erhalten werden, indem  man von     Sulfonsäuregruppen    und     Carboxyl-          gruppen    freie     o-Oxydiazoverbindungen    der       Benzolreihe    mit     1-Acylainino-7-oxynaplitliali-          nen    kuppelt,

       welehe    ebenfalls von     Sulfonsäure-          gruppen    und     Carboxyigruppen    frei sind.  Hierbei werden als     o-Oxydiazoverbindungen          zweekmässig        Diazoverbindungen    von     solehen          o-Oxyaminen    der     Benzolreihe    verwendet,  deren     Benzolkerne    ausser der     Hy        droxyl-    und       Aminogruppe        noeh    weitere     Substituenten    ent  halten, wie Halogenatome (z. B.

   Chlor),     Alkyl-          gruppen    (z. B.     Methyl    ),     Alkoxy        gruppen    (z. B.         Methoxy    ),     Nitrogruppen,        -CO-Alkylgrup-          pen    (z. B.     -CO-CH3),        Sulfongruppen    (z. B.       -SO#l-CIr3),        Aeylaminogruppen    (z. B.     Ace-          lvlamino).    Als besonders wertvoll erweisen  sieh     o-Oxy-aminobenzol-sulfonsäureamide.     



  Die bei der Herstellung der     llonoazofarb-          stoff.e    als Kupplungskomponente dienenden  1     -Aeylamino-7-oxynaphthaline    enthalten im       Naphthalinkern    keine weiteren     Substituenten.     Die     Aeylreste    dieser Verbindungen können,       ab-esehen    davon, dass sie von     Sulfonsä.ure-          gruppen    und     Carboxylgruppen    frei sein müs  sen, beliebig gebaut sein.

       Zweekmä.ssig    wählt  man     solehe        1-Aeylamino-7-oxynaphthaline,     deren     Aeylrest        einfaeh    gebaut ist, z. B. nur  die Elemente C, H und 0 aufweist.  



  Unter     l.-Aeylamino-7-oxynaphthalinen    sind  hier     a.neh        7-Oxy-naphthyl-(1)-carbaminsä,ure-          ester    zu verstehen. Als Beispiele für     l.-Aeyl-          a.mino-7-oxvnaphthaline    sind zu erwähnen:

         l.-Foritiylaniino-7-oxynaphthalin,    1     Acety1.-          aniino-7-oxynaphthalin,        1-Propionylamino-7-          oxynaphthalin,        1-n-Butyryla.inino-7-oxynaph-          thalin,        7-Oxynaphthyl    - (1)     -earbaininsäure-          inethylester,        7-Oxynaphthyl-(1)-carbamin-          sä.ureäthylester.     



  Die Kupplung der     o-Oxydiazoverbindun-          ge.n    mit den     1-Aeylamino-7-oxynaplithalinen     kann     naeh        übliehen,    an sieh bekannten Metho  den, vorzugsweise in     alkalisehem,    z. B.     alkali-          earbonat-    bis     alkaliliydroxydalkalischem    Me  dium     dureligeführt    werden.  



  Nach beendeter Kupplungsreaktion können  die Farbstoffe     zur        Chromierung    aus dem           Kupphingsgeinisch    leicht durch     Abfiltrieren     abgetrennt werden, da sie mangels     löslicli-          machender    Gruppen nur wenig wasserlöslich       sind.    Sie werden zweckmässig als Filterkuchen  ohne Zwischentrocknung zur     Chromierung     verwendet. In manchen Fällen ist es auch  möglich, die     Chromierung    ohne     Zwischenab-          scheidung    direkt im     Kupplungsgemisch    durch  zuführen.  



  Die gemäss obigen Angaben erhältlichen       Monoazofarbstoffe    sind im allgemeinen auch  als     Alkaliverbindungen    in Wasser nicht be  sonders leicht löslich. Immerhin ist ein Teil  von ihnen in dieser Form noch genügend lös  lich, um aus Färbebädern, die keinen Säure  zusatz benötigen, gefärbt werden     zii    können.  Dies trifft vor allem für diejenigen Produkte  zu, welche im Rest der     Diazokomponente    eine       Sulfonsäureamidgruppe    aufweisen. Die Mono  azofarbstoffe dieser Zusammensetzung     eignen     sich deshalb sehr gut zum Färben nach dem       Einbadehromierverfahren.     



  Die Behandlung mit den chromabgebenden  Mitteln erfolgt, wie bereits erwähnt, in der  Weise, dass ein chromhaltiger Farbstoff ent  steht, der zwei     Monoazofarbstoffmoleküle    an  ein Atom Chrom komplex gebunden enthält.  Demgemäss führt man die     Chromierung    zweck  mässig mit solchen chromabgebenden Mitteln  und nach solchen Methoden durch, welche er  fahrungsgemäss komplexe Chromverbindungen  dieser Zusammensetzung liefern. Es empfiehlt  sich im allgemeinen, auf ein Molekül eines  Farbstoffes weniger als ein Atom Chrom zu  verwenden und/oder die     Chromierung    in  schwach saurem bis     alkalischem    Medium aus  zuführen.

   Demzufolge sind auch diejenigen  Chromverbindungen, die in alkalischem Me  dium beständig sind, für die Durchführung  des Verfahrens besonders gut geeignet wie  z. B. solche Chromverbindungen     aliphatischer          Oxycarbonsäuren    oder vorzugsweise aromati  scher     o-Oxycarbonsäuren,    welche das Chrom  in komplexer Bindung enthalten.

   Als Beispiele       s        aliphatischer        Oxycarbonsäuren        können    unter  anderem     llilehsäure,        Glykolsäure,    Zitronen  säure und insbesondere     Weinsäure    genannt  werden, während von den aromatischen o-Oxy-         carbonsäuren    z. B. solche der     Benzolreihe    wie       4-,    5- oder     6-Methyl-l.-oxybenzol-?-carbonsäilre     und vor allem die nicht weitersubstituierte       I-Oxybenzol-?-carbonsäure    zu erwähnen sind.  



  Die Umwandlung der Farbstoffe in die       komplexen    Chromverbindungen geschieht mit  Vorteil in der Wärme, offen oder unter Druck,  z. B. bei Siedetemperatur des Reaktionsgemi  sches, gegebenenfalls in Anwesenheit geeigne  ter Zusätze, z. B. in Anwesenheit von Salzen  organischer Säuren, von Basen, organischen  Lösungsmitteln oder weiteren die Komplex  bildung fördernden Mittel.  



  Nach einer besonderen Ausführungsform  des Verfahrens kann man von Gemischen  verschiedener     metallisierbarer        Monoazofarb-          stoffe    ausgehen, von denen mindestens einer  der eingangs erwähnten allgemeinen Defini  tion     entspricht.,    wobei man natürlich auch in  diesem Falle die Behandlung mit den chrom  abgebenden Mitteln in der Weise durchführt,       da.ss    chromhaltige Farbstoffe entstehen, die  zwei     Monoazofarbstoffmoleküle    an ein Atom  Chrom komplex gebunden enthalten. Beson  ders wertvolle Produkte dieser Art. sind z. B.

    diejenigen, in welchen ein Atom Chrom kom  plex an je ein Molekül     zweier    verschiedener  Farbstoffe gebunden ist, die beide von     Su1-          fonsäuregruppen    und     Carboxylgruppen    frei  sind und von denen mindestens einer, vor  zugsweise aber beide der eingangs angeführ  ten Formel entsprechen.  



  Die so erhältlichen neuen chromhaltigen  Farbstoffe sind in Wasser löslich, und zwar  besser löslich als die zu ihrer Herstellung ver  wendeten metallfreien     Ausscangsfarbstoffe.    Sie  eignen sieh zum Färben und Bedrucken ver  schiedenster Stoffe, vor allem aber zum. Fär  ben tierischer Materialien wie Seide, Leder  und insbesondere Wolle, aber auch zum Fär  ben und Bedrucken     sy        nthetiseher    Fasern aus  Superpolyamiden und     Superpoly        ui-etharien.     Im Gegensatz zu den Chromverbindungen von       sulfonsäuresruppenhaltigen    Farbstoffen, mit  welchen man zweckmässig aus stark saurem,  z.

   B. schwefelsaurem Bade färbt, sind diese  neuen     ('lironiverl)indun--en        sulfon,#äuregriip-          penfreier        1-lonoazofarlistoffe    vor     allem    geeig-      riet zum Färben aus neutralem oder schwach  saurem, vorzugsweise essigsaurem Bade. Die  so erhältlichen Wollfärbungen zeichnen sieh       durch        Gleichmässigkeit,    gute     Nassechtheits-          eigensehaften    und sehr gute Lichtechtheit aus.  



       Gegenstand    des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     chrom-          haltigen        Azofarbstoffes,    dadurch gekennzeich  net, dass man auf den     hlonoazofarbstoff    der       Formel     
EMI0003.0011     
    chromabgebende Mittel derart einwirken lässt,  dass ein     chromhaltigen        Azofarbstoff    entsteht,  der zwei     Monoazofarbstoffmoleküle    an ein  Chromatom komplex gebunden enthält.  



  Der neue Farbstoff bildet ein schwarzes  Pulver, das sich in Wasser mit blauer, in kon  zentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löst  und Wolle aus     neutralem    oder schwach essig  saurem Bade in     rotstiehig        grauen    Tönen färbt.  



       lm        nachfolgenden    Beispiel bedeuten die  Teile     Gewielitsteile,    und die Temperaturen  sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel:</I>  18,8 Teile     2-Amino-1.-oxybenzol-4,-sulfon-          säureaniid    werden in 200 Teilen Wasser     und     15     Volumteilen        10-n-Salzsäure    aufgeschlämmt  und bei 5 bis 10  mit. 25     Volumteilen    4-n  Natriumnitritlösung dianotiert.

   Die durch     Zil-          gabe    von     Natrium.earbonat    neutralisierte     Di-          azoverbindung    lässt     inan    einlaufen in eine mit  Bis auf 0  abgekühlte Lösung von 22,9 Teilen       1-n-Btttyl;

  vlanjino-7-oxynaphthalin    in 52     Vo-          lumteilen        2-n-Natriumliydroxydlösung    und 50       Volumteilen        2-n-Natriumcarbonatlösung.    Nach  beendeter Kupplung wird der abgeschiedene  Farbstoff filtriert     und    mit verdünnter     Na-          triumchloridl.ösung    gewaschen. Getrocknet  stellt er ein braunschwarzes Pulver dar, das  sieh in heissem Wasser mit rotvioletter und in    konzentrierter Schwefelsäure mit reiner roter  Farbe löst.  



  Der nach obigen Angaben erhaltene Filter  kuchen des Farbstoffes wird in 1500 Teilen  Wasser aufgeschlämmt Und mit 200 Teilen  einer Lösung von     chromsalic.#-lsaurem        Kalium-          Natrium        mit        einem        Chromgehalt        von        1,85        %     versetzt. Die Lösung von     ehromsalicy        lsaurem          Kalium-Natrium    erhält man z.

   B. durch Auf  kochen von 100 Teilen einer Chromsulfat  lösung     (Cr-SO-IOH)    mit einem Chromgehalt  von 3,7 % mit 19,6 Teilen     Salicylsäure,    Lösen  des entstandenen Niederschlages durch Zu  gabe von 15     Volumteilen        10-n-Natriumhy        dro-          xydlösung    und 15     Volumteilen        10-n-Kalium-          hydroxydlösung    und Einstellen mit Wasser  auf 200 Teile.

   Das     Chromiergemisch    wird  während etwa. 5 Stunden bei Siedetemperatur  gehalten und die so erhaltene Chromverbin  dung des Farbstoffes durch     Natriumchlorid-          zugabe    abgeschieden und     abfiltriert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines chrom haltigen Azofarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man auf den Monoazofarbstoff der Formel EMI0003.0069 chromabgebende Mittel derart einwirken lä.sst, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff entsteht, der zwei hlonoazofarbstoffmoleküle an ein Chromatom komplex gebunden enthält. Der neue Farbstoff bildet ein schwarzes Pulver, das sich in Wasser mit blauer, in kon zentrierter Schwefelsäure mit roter Farbe löst und Wolle aus neutralem oder schwach essigsaurem Bade in rotstiehig grauen Tönen färbt.
    f?NTEEANSPRC'CHF 1.. -Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass man. auf ein Mole kül Monoazofarbstoff eine weniger als ein Atom Chrom enthaltende Menge eines chrom abgebenden Mittels anwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Chromie- rung in alkalischem Medium ausführt. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als ehromab- gebende Mittel Chromverbindungen verwen- det, welche eine aromatisehe o-Oxyearbonsäure in komplexer Bindung enthalten. 4. Verfahren gemäss Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man als ehromal)- gebende Mittel Chromverbindungen verwen det, welehe Salicy-lsä.ure in komplexer Bin dung enthalten.
CH284075D 1949-11-18 1949-11-18 Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Azofarbstoffes. CH284075A (de)

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