CH284479A - Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszählern. - Google Patents

Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszählern.

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CH284479A
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Linear Motors (AREA)

Description


  



  Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen   induktionsfreier    und induktiver Belastung von InduktionszÏhlern.



   Man kann bei Induktionszählern die durch die sogenannte   Stromdämpfung    hervorgerufenen   Minusfehler    im Bereich grösserer ZÏhlerlasten durch einen   sogenannten Stromvor-    trieb ausgleichen. Dieser Ausgleich wirkt aber nur bei einer bestimmten Phasenversehiebung zwischen Strom und Spamung richtig. Ist also beispielsweise der Zähler auf   Fehlerfrei-    heit bei   induktionsfreier    Belastung   ausgegli-    chen, dann ergeben sich bei indutktiver Belastung   Plusfehler,    weil hier der   Stromvor-    trieb proportional zu dem der Leistung entsprechenden Zählerdrehmoment grosser ist als bei   induktionsfreier    Belastung.

   Für induktive Belastung ist also der   Minusfehler    des ZÏhlers durch den Stromvortrieb iiberkompensiert und dadurch ergeben sich die Fehlerclifferenzen   zwischen induktionsfreier lmd    induktiver Belastung.



   Die Erfindung hat die Aufgabe, diese   Fehlerdifferenz    zu beseitigen.   Erfindungsge-      mal3    sind Mittel   vorgeselien,      die bei zunehmen-    dem   Zählerlaststrom    eine zunehmende Verminderung des   90 -Winkels    zwischen dem   Spannungs-und      Stromtriebfluss    der innern   Abgleiehung    des Zählers bewirken.

   Bei richtiger innerer Abgleichung ist bei   induktions-    freier Belastung bekanntlich der   Spannungs-      triebfluss    des   Spannungseisens um    90 elektrisehe Grade gegen den   Stromtriebfluss    des Stromeisens in der Phase verschoben. Eine   sogenannte   Unterverschiebungo    tritt ein, wenn dieser Winkel kleiner als   90  wird. Mit-    tel zur   Erzielvng    einer     Unterverschiebung      sind an sich bekannt, doch ergeben diese praktisch unabhängig vom Laststrom stets die gleiche     Unterverschiebung  .

   Eine    mit zuneh  mendem    Laststrom zunehmende     Unterver-      schiebung   wird erfindnngsgemalss durch    nicht proportional mit dem Laststrom wirkende Mittel erzeugt, indem man zum Beispiel die Sättigung eines Eisenpfades ausnützt, oder in den   Abgleichsstromkreis    einen nicht linearen Widerstand einschaltet.



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der   Eisenpfad    des Stromeisens in einen schmäleren und einen breiteren, mit einer Kurzschlusswicklung belasteten Parallelpfad gegabelt, bei solcher   Quer-      schnittsbemessung,    dass das Eisen des schmaleren Parallelpfades bei zunehmendem Laststrom sich zu sättigen beginnt.



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der   Zeiehmmg    näher   erläu-    tert. In Fig.   1    ist 1 ein Stromeisen eines Induktionszählers mit Hauptstromwicklungen 2,   3. Durch    4 ist der Spannungsmagnet mit dem Spannungspol   5    und dem zwischen die Stromeisenschenkel 6,   7    greifenden Rüekschlussteil 8 angedeutet. Der nicht dargestellte, in dem Spalt 9 laufende Anker bewege sich in der Pfeilrichtung. 



   Die Spule 3 hat weniger Windungen als die Spule 2, so dass ein Stromvortrieb in der Pfeilrichtmg entsteht. Natürlich können auch andere Mittel zur Erzielung eines Stromvortriebes, zum Beispiel unsymmetrische Anord  nung    des Stromeisens oder dergleichen, angewendet werden. Bei 10 ist der Eisenpfad des Stromeisens   1    in einen schmäleren 11 und einen breiteren Parallelpfad 12 unterteilt. Der Parallelpfad 12 ist durch eine Kurzschlusswindung 13 belastet. Der Stromvortrieb ist so abgeglichen, dass sich bei   induktionsfreier    Belastung möglichst kleine Fehler ergeben.



   Die Anordnung wirkt folgendermassen : Je grosser der die Spulen 2 und 3 durchfliessende Laststrom ist, um so stärker werden auch die Parallelpfade 11, 12 magnetisiert. Der schmälere Pfad 11 beginnt sich beispielsweise im   Nennstrombereich    zu sättigen, so dass also bei zunehmendem Laststrom proportional mehr Kraftlinien durch den belasteten Pfad 12 übertreten, mit der Folge, dass der Stromtriebfluss dem Laststrom mehr und mehr in der Phase nacheilt. Dadurch ergibt sich bekanntlich eine sogenannte     Unterverschie-      bung      der innern   Abgleichung.    Dies ist, was ebenfalls bekannt ist, bei   induktionsfreier      Be-    lastung ohne nennenswerten Einfluss auf die Messgenauigkeit.

   Dagegen führt sie bei   induk-    tiver Belastung zu negativen Messfehlern, die sich um so stärker bemerkbar machen, je mehr der Laststrom der   Netzspanomg    nacheilt. Die Anordnung würde also an sich, wenn der Stromvortrieb nicht vorhanden wäre, zu Minusfehlern bei induktiver Belastung führen. Da nun aber, wie eingangs er  wähnt,    der bei induktiver Belastung relativ zu grosse Stromvortrieb   Plusfehler    bewirkt, die, nebenbei bemerkt, annähernd quadratisch mit dem Laststrom ansteigen, kann die Anordnmg so abgeglichen werden, dass sich die genannten   Minms-und Plnsfehler    bei induktiver Belastung aufheben. Damit verschwinden die Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung.



   In Fig. 2 ist im wesentlichen die gleiche Anordnung dargestellt. Hier wird jedoch der Stromvortrieb durch teilweise        Abschattung   der Pole des Stromeisens mittels   Kurzschluss-    brillen 14 herbeigeführt.



   In Fig. 3 wird die Wirkung der Kurzschlusswindungen 13, 14 gemäss Fig.   2    dadurch zusammengefasst, dass man die Gabelung 10 des Eisenpfades des Stromeisens an die Strom  eisenpole    verlegt, die dadurch einen   schmä-    leren Zinken   11    und einen breiteren, durch eine   Kurzschlusswindung    13 belasteten Zinken 12   erhalten.'Die Kurzschlusswindung    13 erzeugt dabei nicht nur den Stromvortrieb, sondern wegen der Sättigung des Zinkens 11 auch die oben beschriebene     Unterverschie-    bung¯ mit zunehmendem Laststrom.

   Lässt man auf der   reehten    Seite der Fig. 3 die gestrichelt angedeutete Gabelung und die Kurzschlussbrille weg, so dass also nur noch der auf der Anlaufseite liegende Schenkel 6 des Stromeisens gegabelt ist, dann ergibt sich auch noch mit zunehmendem Laststrom ein mehr als proportionales Anwachsen des Zählerdrehmoments, weil bei zunehmendem Laststrom infolge Sättigung des Zinkens 11 der Stromtriebfluss mehr auf den Zinken 12 sich verlagert und dadureh der   Polschwerpunkt    des Stromeisenpols den   Spannungsmagnetpol    5, 8 näher rückt. Dadurch wird nach bekannten Gesetzen der sogenannte Drehmomentsfaktor vergrössert, und dadurch wächst, wie oben angegeben, das Drehmoment mehr als proportional mit der Leistung an.

   Man kann auf diese Weise bei richtiger Abgleichung die Fehlerkurve im   Grosslastbereich    noch weiter verbessern. Es empfiehlt sich, wie in Fig. 3 dargestellt ist, den Zinken 11 etwas länger zu machen als den Zinken 12, um den   magneti-    schen Widerstand des schmäleren Parallelpfades entsprechend zu   verkleinern, wd um    dem   Stromtriebfluss    die Tendenz zu geben, bei   klei-    neren Lastströmen den Zinken 11 zu bevorzugen.



   Die Erfindung kann analog angewendet werden, wenn der Zähler keine   Fehlerdiffe-      renzen    zwischen   induktionsfreier    und kapazitiver Belastung haben soll. In diesem Fall ist die   Kurzschlusswindung    13 durch eine an einen Kondensator angeschlossene   Wieklung    zu ersetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Anordnung zur Beseitignng von Fehler- differenzen zwischen induktionsfreier und in duktiver Belastung von Induktionszählern, bei denen der durch Stromdämpfung verursachte Minusfehler durch einen sogenannten Stromvortrieb ausgeglichen wird, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die bei zunehmendem Laststrom eine zunehmende Verminderung des 90 -Winkels zwischen dem Spannungs-und Stromtriebfluss der innern Abgleichung bewirken.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch geliennzeichnet, dass der Eisenpfad des Stromeisens (1, Fig. 1 bis 3) in einen schmä- leren (11) und einen breiteren, mit einer Kurzschlusswindung (13) belasteten Parallelpfad (12) gegabelt ist, bei solcher Quer- schnittsbemessung, dass das Eisen des schmäleren Parallelpfades (11) sich vor Erreichung der Nennlast zu sättigen beginnt.
    2. Anordnung mach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelung (10, Fig. 3) des Eisenpfades des Stromeisens an wenigstens einem Pol des Stromeisens liegt und der belastete Parallelpfad (12) auf der Polablaufseite angeordnet ist.
    3. Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekelinzeichnet, dass nur der auf der Anlaufseite liegende Pol des Stromeisens (1) eine solche Gabelung (10) hat, und dass der nicht belastete Polzinken (11) länger als der belastete (12) ist.
CH284479D 1949-10-18 1950-09-26 Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszählern. CH284479A (de)

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