CH284521A - Verfahren zur induktiven Hochfrequenz-Erwärmung im Vorschubverfahren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur induktiven Hochfrequenz-Erwärmung im Vorschubverfahren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur induktiven Hochfrequenz-Erwärmung im Vorschubverfahren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Bei der thermisehen Behandlung von me tallischen Gegenständen, zum Beispiel zum Härten mittels hochfrequentem Wechselstrom, m,urden bisher die zu behandelnden Gegen stände durch eine Arbeitsspule hindurch geführt, welche aus einem meist wassergekühl- fen Kupferrohr bestand.
Diese 1-,-Lipierrohr- spulen waren naturgemäss nicht, formstarr und konnten daher in ihrer Innenform dem Profil der Gegenstände nicht genau ange- passt werden. Da die Innenform dieser Spulen sich der Form,der thermiseh zu behandelnden Cleglenstände nur sehr ungenau anpassen liess, war es nicht möglich, eine genaue vorbe stimmte Erhitzung und Ilärtung zu erzielen.
Es war auch kaum möglich, einen Gegenstand, zum Beispiel einen spiralartigen Bohrer oder einen profilierten Stab, an bestimmten Stellen stärker und an anderen Stellen schwächer zu erhitzen, da die Arbeitsspule sieh diesen Pro filen nicht genau anpassen liess -und die .stärkste Erhitzung an denjenigen Stellen ein trat, deren Abstand von der Arbeitsspule am kleinsten war.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es nun, eine vorgeschriebene Temperaturvertei lung auf der Oberfläche eines Körpers und damit eine Härtung in vorbestimmter Art zu erzielen.
Das Verfahren gemäss vorliegender Erfin dung zeichnet sich dadurch aus, dass der zu behandelnde Körper durch die öffnung einer formstarren Tnduktorschleife geführt wird, wobei das Profil der öffnung dem Profil des zu behandelnden Körpers derart angepasst v,ird, dass sich im Betrieb eine vorgeschriebene Temperaturverteilung auf der Oberfläche des zu behandelnden Körpers einstellt.
Die ebenfalls Gegenstand vorliegender Er findung bildende Vorrichtung zur Durchfüh rung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass mit einem die Sekundärwickl-ung bildenden Konzentrator eine Platte mit Aus- nehmung verbunden ist, in welcher die aus einem Metallring bestehende Induktorschleife auswechselbar Aufnahme findet.
In beiliegender Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel der erfindungsgemässen Vor richtung dargestellt, -und es zeigt: Fig. <B>1</B> einen Schnitt und Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. <B>3</B> und 4 spezielle Ausführungsformen. von Induktorschleifen, Fig. <B>5</B> eine Einzelheit im Schnitt.
Die Primärwicklung<B>1,</B> welche aus einem schraubenlinienförmig aufgewundenen Rohr besteht und durch einen Wasserstrom. gekühlt werden kann, ist in nicht dargestellter Weise mit einem Hochlrequenzgenerator verbunden. Nach innen ist sie durch einen zylindrischen isolierenden Haltekörper 2 abgeschlossen, nach aussen durch eine isolierende zylin drische Schicht<B>3.</B>
Diese Primärwicklung ist von einem doppelwandigen zylindrischen Körper, dem Konzentrator mit den Wänden 4a und 4h, um- geben, welcher die Sekundärwicklung bildet. Der Hohlraum<B>5</B> dieses Konzentrators 4 wird über die Leitung<B>5'</B> mit einer KühlflÜssigkeit; gespeist.
DerKonzentrator4trägt an seinemiltern Ende einen Flansch<B>7,</B> der einen Teil einer Platte<B>6</B> bildet.. Die Platte<B>6</B> weist eine kreis runde Öffnung<B>8</B> und einen vom Konzentra- tor 4 bis zur Öffnung<B>8</B> reichenden Schlitz<B>9</B> auf.
Die beiden zylindrischen Wände 4a und 4b des'Konzentrators 4 sind über der Platte<B>6</B> beidseitig des Schlitzes<B>9</B> abgebogen und mit tels der Schrauben<B>10</B> mit den Stromsehienen Ila und llb verbunden.
Diese Stromschienen<B>11</B> greifen in den .Schlitz<B>9</B> der Platte<B>6</B> ein -Lind sind mit dieser durch Sehweissung oder Lötung verbunden.
Die beiden Stromschienen lla and llb sind durch eine dünne. Isolationsschicht<B>17,</B> die beispielsweise aus Glimmer oder anderem isolierendem Material bestehen kann, vonein ander getrennt; durch die Schraube<B>18</B> wer den die beiden Stromschienen gegeneinander- gepresst, wobei durch Zwischenschaltung von Isolationsstücken<B>19</B> (Fig. <B>5)</B> dafür gesorgt ist, dass zwischen den beiden Stroinschienen kein Kontakt bestehen kann.
Zur besseren Kühlung ist die Platte<B>6</B> mit Löchern versehen, und ferner steht der Hohl raum<B>5</B> des Konzentrators 4 durch Bohrungen 1.2 mit Bohrungen<B>13</B> und 14 in den Strom schienen und Bohrungen<B>15</B> in dem die<B>Öff-</B> nung<B>8</B> umgebenden Teil der Platte<B>6</B> in Ver bindung. Die Ableitung des Kühlwasser-, er folgt durch das Rohr<B>16.</B> In die Öffnung<B>8</B> wird eine auswechselbare Indaktorsehleife <B>27</B> eingesetzt, welche zwecks Befestigung an der Platte<B>6</B> an einer Platte 28 angeordnet ist, in- dein sie auf diese aufgeschweisst ist oder mit ihr aus einem Stück besteht.
Die Befestigung der Platte<B>28</B> an der Platte<B>6</B> erfolgt mittels Schrauben 20.
Die Induktorschleife <B>27</B> besteht aus einem massiven Metallring und passt genaLi in die kreisrunde Öffnung<B>8</B> der Platte<B>6.</B> Durch die genaue Passform ist ein gut wärmeleitender Kontakt zwischen der Induktorsehleife <B>27</B> Lind der Platte<B>6</B> gewährleistet, so dass die letztere auch eine gute Kühlung der Induktorschleife bewirkt.
Ferner hat die genaue Passform zur Folge, dass die aus Kupfer bestehende Induk- torschleife durch die aus härterem Material bestehende Platte<B>6</B> vor Verformung gesehützt wird.
Die Platte<B>28</B> ist an ihrem innern Rand derart abgesehrägt, dass der Rand vom zu behandelnden WerkstüA 21 weiter entfernt ist als der innere Rand 22 der Schleife<B>27,</B> welcher die wirksame Arbeitsfläehe darstellt und die elektromagnetisehe Kopplung zwi schen Schleife<B>27</B> und Werkstilek 21 herstellt.
Die Schleife<B>27,</B> welche zusammen mit der Platte<B>28</B> ausgewechselt werden kann, besitzt eine Öffnung 203, welche<B>je</B> nach dem zu be- bandelnden Gegenstand verschieden ist und diesem angepasst ist, wie dies im folgenden ausgeführt ist. -Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. <B>1</B> und 2, bei welchem das Werka- stück 21 ans einer Welle mit kreisrundem Querschnitt besteht, besitzt die Öffnung 22 Aenf alls einen kreisrunden Querschnitt.
Das Werkstück wird so durch die Öffnung<B>23</B> ge führt, dass der Zwischenraum zwisehen Werk stück 21 Lind Öffnung<B>23</B> überall genau gleieb gross ist, so dass die Kopplung über die -ganze Arbeitsfläche 22 genau gleich gross ist. Iii diesem Fall wird bei gleichmässigem Vorschub des Werkstückes 21 eine absolut gleichmässige Erwärmung des -#Verkstüel#es erzielt.
In Fig. <B>3</B> ist eine Induktorsehleife dar gestellt, welche eine quadratische Öffnung<B>'23</B> besitzt und welche zur Bearbeitung eines Werkstilekes mit entsprechend quadratisehein Querschnitt dienen kann. Wenn ein Werk stück mit zum Beispiel rechteckigem Quer schnitt durch diese Öffnung der Arbeitsspule geführt wird, so wird eine ungleichmässige Härtung entstehen, da die Kopplung in die- sein. Falle ungleichmässig ist. Durch Wahl der Öffnung kann das Mass der Härtung und Härteverteilung zum voraus bestimmt werden.
In Fig. 4 ist eine Arbeitsspule dargestellt, deren Öffnung zur Bearbeitung eines Spiral bohrers geeignet ist, wobei das Werkstüek nieht nur-senkrecht zur Ebene der Schleife<B>27</B> bewegt, sondern gleichzeitig noch gedreht werden muss. Das Mass der Drehung kann mittels einer Steaervorrichtang bestimmt werden, die beispielsweise aus einer Schablone besteht, welche das Werkstück führt.
I Die ganze Anordnung lässt sieh in horizon.- taler Richtung um den Bolzen<B>25</B> sehwenken. ausserdem kann sie um zwei Lagerzapfen<B>26</B> gekippt werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist fol(rende: Das durch die Öffnung<B>23</B> der Schleife<B>27</B> bewegte Werkstück 21 wird während des Vor- beigehens an der wirksamen Arbeitsfläche 22 erwärmt, wobei das Mass der Erwärmung im wesentlichen von derVorschubgesehwindigkeit des Werkstückes und von der Stärke der Kopplung abhängt.
Die Vorschubgeschwindigkeit des Werk-- stüekes und die Stromstärke in der Schleife<B>27</B> können in Abhängigkeit von der Temperatur der Oberfläche des Werkstückes gesteuert werden, indem man durch ein Messinstrument, zum Beispiel ein Pyrometer, die Oberflächen temperatur ständig misst und durch die Mess- --rösse eines oder beider Elemente Vorsehub und Stromstärke steuert.
Da die Abstände WerkstÜck-Induktor- schleife sehr klein gewählt werden, um eine möglichst enge Kopplung zu erreichen, wirken sieh kleine Differenzen in den Abständen stark auf die Erwärmung aus. Die Führung tind der Vorsehub müssen daher in sehr prä ziser Art erfolgen; sie können in bekannter Weise durch irgendwelche Führungsorgane, wie sie in Fig. <B>1</B> schematisch als Dorne 24 an gedeutet sind, erfolgen.
Die Wahl. der Öffnungen<B>23</B> der Induktor- schleife <B>27</B> ermöglicht eine genau vor bestimmte Erwärrnung des Werkstliekes. Wenn eine genau gleichmässige Härtung er zielt werden soll, muss die Kopplung über die ganze Arbeitsfläche 22 gleich gross sein. Wenn die Erwärmung ungleich stark sein soll, zum Beispiel bei Bohrern und dergleichen, muss die Kopplung an den stärker zu erwärmenden Stellen stärker sein, die Abstände Werkstück- Arbeitsflä,ehe daher kleiner und umgekehrt für Stellen mit schwächerer Erwärmung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHI: Verfahren zur induktiven Hochlrequenz- Erwärmung im Vorschubverfaliren, dadurch gekennzeichnet, dass der zu behandelnde Kör per durch die Öffnung einer formstarren Induktorschleife geführt wird, wobei das Pro fil der Öffnung dem Profil des zu behandeln-- den Körpers derart angepasst wird, dass sich im Betrieb eine vorgeschriebene Temperatur verteilung auf der Oberfläche des zu be handelnden Körpers einstellt.UNTERANSPRüCHE. <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass man zwecks gleich mässiger Erwärmung das Profil der Öffnung demjenigen des Gegenstandes so genau an- passt, dass die Kopplung über die ganze Arbeitsfläche gleich gross ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Stärke des Induktionsfeldes von der Oberflächenteinpe- ratur des zu erwärmenden Gegenstandes ge steuert wird.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschub- geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Oberflächentemperatur des zu erwärmenden Cegenstandes gesteuert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Vorsellub- gesehwindigkeit des zu erwärmenden Gegen standes mittels einer Schablone gesteuert wird.PATENTANSPRUCHII-. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bei welcher der zu erwärmende Gegenstand durch eine Induktorsehleife hindurehgeführt wird, da durch gekennzeichnet, dass mit einem die Sekundärwieklung bildenden Konzentrator eine Platte mit Ausnehmung verbunden ist, in welcher die aus einem Metallring bestehende Ind-Liktorsehleife auswechselbar Aufnahme findet.UNTERANSPRüCHE: <B>5.</B> Vorrichtung nach Patentanspr-Lich II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ind-uktor- .,elilei#e an einer Platte<B>(28)</B> angeordnet ist, welche an der mit dem Konzentrator in Ver- bind-Lmg stehenden Platte lösbar befestigt ist. <B>6.</B> Vorrichtung nach Patentansprucli II, dadurch gekennzeichnet, duss sie eine Vor- schubeinrielitang für das Werkstück aufweist.<B>7.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gelzennzeieli- net, dass die Vorschubeinriehtang mit einer Schablone zasammenwirkt, derart, dass der Vorschub des Werkstückes durch die Scha blone gesteuert wird. <B>8.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte<B>(6)</B> mit dem Konzentrator kippbar angeordnet ist.<B>9.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Platte<B>(6)</B> in einer horizontalen Ebene schwenkbar an geordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH (1) | CH284521A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2751481A (en) * | 1951-04-20 | 1956-06-19 | Hartford Nat Bank & Trust Co | Clamping device intended for the electrical connection of a work-coil for the inductive heating of work-pieces to the secondary winding of the output coil of a high-frequency |
-
1950
- 1950-08-17 CH CH284521D patent/CH284521A/de unknown
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