CH284540A - Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung für Werkzeugmaschinen. - Google Patents

Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung für Werkzeugmaschinen.

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CH284540A
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CH
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volts
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Aktiengesellschaft Maschi Heid
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Heid Ag Maschf
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  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description


  Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung für Werkzeugmaschinen:    Die Erfindung betrifft eine elektrische  Fühlersteuerungseinrichtung für Werkzeug  maschinen, wie z. B. Hobel- und Fräsmaschi  nen, Drehbänke und dergleichen, bei der  durch einen eine Schablone abtastenden,  schwenkbaren Fühler Schaltkontakte betätigt  werden, die motorisch angetriebene Magnet  kupplungen steuern, welche die Vorschub  organe zur Herbeiführung der von der Scha  blone abhängigen Zustellbewegungen des  Werkzeuges betätigen.  



  Bei den bekannten Fühlersteuerungsein  richtungen dienen zur Steuerung der mit der  Betriebsspannung der Maschine arbeitenden  Magnetkupplungen elektromagnetische Relais  (Schaltschützen), deren Wicklungen mit den  vom Fühler betätigten Schaltkontakten in  einem besonderen Steuerstromkreis geringer  Spannung liegen, damit Anbrennungen durch  Funkenbildung an diesen Kontakten vermie  den werden, durch welche die Genauigkeit der  Steuerung in hohem Masse nachteilig beein  flusst wird.  



  Die durch die vom Fühler abgetastete  Schablone bewirkte Steuerung des Werkzeug  vorschubes erfolgt stufenförmig in zwei zuein  ander rechtwinkligen Richtungen, indem der  Fühler, solange er an der Schablone anliegt,  die Vertikal- oder die Horizontalbewegung  des Werkzeugsupportes, dagegen umgekehrt  dessen Horizontal- bzw. Vertikalbewegung  einschaltet, solange er die Schablone nicht be  rührt. Je kleiner oder feinstufiger die Werk  zeugbewegungen sind, desto höher ist natur-    gemäss die Oberflächengüte des zu bearbeiten  den Werkstückes. Die Stufenhöhe der Zustell  bewegungen wird hierbei weitgehend von den  Schaltzeiten der Relais oder Schützen, Kupp  lungen und Motoren beeinflusst. Je kleiner  diese Schaltzeiten sind, desto grösser kann die  Schalthäufigkeit des Fühlers sein und desto  genauer kann das Werkstück bearbeitet wer  den.

   Der Schalthäufigkeit des Fühlers und  damit auch der Stufenhöhe der Zustellbewe  gungen ist also eine Grenze gesetzt, die mit  den bisherigen Steuerungen nicht unterschrit  ten werden kann. Als weiterer Nachteil kommt  eine Ungleichförmigkeit der Steuerbewegun  gen, insbesondere durch die nicht immer  gleichmässig ansprechenden Relais hinzu.  



  Um diese Nachteile zu vermindern, hat  man vorgeschlagen, zusätzliche Regeleinrich  tungen anzuordnen, z. B. eine zwei zusätz  liche Relais enthaltende Zustellbegrenzungs  vorrichtung zur Änderung der Grösse der     Zu-          stellbewegtung    und zur Begrenzung der Dauer  dieser Bewegung oder einen Drehzahlregler  für die Antriebsmotoren der senkrechten und  waagrechten Zustellbewegungen, der die Stu  fenform an die Steigung der zu kopierenden  Kurve anpassen soll, indem das Verhältnis  der Drehzahlen der Motoren für die Senk  recht- und Waagrechtbewegung des     Werk-          zeugsupportes    -am so grösser wird, je grösser  die Neigung der abzutastenden Schablone ist.  



  Es ist selbstverständlich, dass durch die  Verwendung zusätzlicher Vorrichtungen für  die elektrische Steuerung dieser Art die Nach-      teile in Kauf genommen werden müssen, die  durch diese meist verwickelten Bauarten  zwangläufig auftreten, wie verminderte Wirt  schaftlichkeit, grössere Störanfälligkeit usw.  Man hat auch vorgeschlagen, von der Steue  rung durch Magnetkupplungen abzugehen  und an deren Stelle die ungleich     verwickel-          teren    Differentialgetriebe anzuwenden, deren  Drehzahlunterschiede die jeweilige Vorschub  bewegung ergeben, die jedoch noch umfang  reiche Regelmittel, wie motorgesteuerte Feld  regler, erfordern.  



  Schliesslich hat man auch versucht, die Be  arbeitungsgenauigkeit des Werkstückes da  durch zu verbessern, dass man vom Fühler zu  betätigende Kontakte überhaupt vermieden  und an deren Stelle als Taktgeber für die  Steuerimpulse ein Düsenbolometer (gemäss  DRP Nr. 622188) verwendet hat. Hierbei wer  den zwei erhitzte Zweige einer Brückenschal  tung durch Luftströme gekühlt, die aus feinen,  durch eine von einem Taktgeber verstellbare  Blende abdeckbaren Düsen austreten. Da  durch werden fast momentane Widerstands  änderungen erzeugt, die zu Steuerströmen  ausgenützt werden, die ihrerseits einen Strom  richter für die Stromkreise der Magnetkupp  lungen steuern können. Auch diese Einrich  tung ermangelt jedoch ebenfalls der für die  praktische Anwendung unbedingt erforder  lichen Einfachheit.  



  Ein anderer Vorschlag sieht schliesslich  an Stelle der Kontakte sogenannte elektro  magnetische Messköpfe vor, die über Gasent  ladungsgefässe die Steuerung der Vorschub  motoren bewirken. Trotz der vielseitigen Ver  suche zur Lösung der gestellten Aufgabe ist  es aber bisher nicht gelungen, eine einfache,  wirtschaftliche und störungsfrei arbeitende  Steuerung von grosser Kopiergenauigkeit her  zustellen. Dieses Ziel kann jedoch durch die  Erfindung erreicht werden.  



  Wie bereits erwähnt, werden bei den mei  sten bekannten Fühlersteuerungseinrichtun  gen für die Schaltung der mit der Betriebs  spannung der Maschine, z. B. 110 Volt, ge  speisten Magnetkupplungen Relais (Schalt  schützen) verwendet, deren Spulen mit den    vom Fühler betätigten Kontakten in einem  besonderen Steuerstromkreis geringer Span  nung von zum Beispiel 14 Volt liegen. Zwecks  möglichster Verkürzung der Ansprechzeit die  ser Magnetkupplungen hat man die Anstieg  dauer ihres Einschaltstromes in bekannter  Weise durch Vorschaltung eines induktions  freien Widerstandes abgekürzt, der den gröss  ten Teil der Spannung verbraucht, so dass an  der Magnetkupplungsspule eine Spannung  von zum Beispiel nur 18 Volt wirksam wird.

    Die Anwendung dieser Massnahme ist deshalb  auch bei der Fühlersteuerungseinrichtung  nach der Erfindung zweckmässig, da zum Bei  spiel im Falle der Bearbeitung der Umfänge  von Kurbelwellenwangen von     Brennkraft-          motoren    durch Hobeln, infolge des kurzen Ab  standes zwischen zwei benachbarten Wangen  nur sehr kurze Zeit für die Durchführung  des die Vorschubbewegimg des Werkzeuges  bewirkenden Schaltvorganges zur Verfügung  steht; letzterer muss beispielsweise während des  6 bis 7 Millimeter langen Werkzeugüberlaufes  vorgenommen werden, der sich in wenigen  Hundertsteln einer Sekunde vollzieht.  



  Die vorliegende Erfindung besteht darin,  dass bei einer elektrischen Fühlersteuerungs  einrichtung für Werkzeugmaschinen, bei der  durch einen eine Schablone abtastenden,  schwenkbaren Fühler Schaltkontakte betätigt  werden, die motorisch angetriebene Magnet  kupplungen steuern, welche die Vorschub  organe zur Herbeiführung der von der Scha  blone abhängigen Zustellbewegungen des  Werkzeuges betätigen, die Magnetkupplungen  zwecks Erzielung einer kurzen Schaltzeit und  feinstufigen Bearbeitung des Werkstückes  ohne Zwischenschaltung verzögernd wirken  der Relais mit den Schaltkontakten je in  einem Stromkreis liegen, der zwecks Vermei  dung schädlicher     Funkenbildung    an diesen  Kontakten mit einer Gleichspannung von  höchstens 40 Volt betrieben wird.

   Durch die  Erfindung können also die Relais und damit  die von diesen benötigten Ansprechzeiten in  Wegfall kommen. Es wurde nämlich festge  stellt, dass bei Verwendung einer geringeren  Spannung, als bisher üblich, z. B. einer Span-      nitng von 15 Volt, die Magnetkupplung zwar  eine längere Ansprechzeit benötigt, dass diese  aber dennoch kleiner ist als die bisher be  nötigte Gesamtschaltzeit von Kupplung und  Relais. Es lassen sich beispielsweise Einrich  tungen gemäss der Erfindung herstellen, bei  welchen die Magnetkupplung eine Schaltzeit  von etwa 0,03 Sekunden benötigt gegenüber  der bisherigen Schaltzeit von 0,04 bis 0,06 Se  kunden, von welcher die Relais 0,03 bis 0,05  Sekunden Schaltzeit für sich in Anspruch  nehmen.  



  Die erfindungsgemässe Fühlersteuerungs  einrichtung ermöglicht somit vor allem eine  Erhöhung der Schaltgeschwindigkeit und eine  Verbesserung der Güte der bearbeiteten Ober  fläche des Werkstückes, so dass nur eine ge  ringe oder überhaupt keine Nacharbeit dieser  Oberfläche erforderlich ist. Diese Wirkung  kann noch dadurch erhöht werden, dass man  die Fühlerkontakte enger stellen und damit  die Schaltzeit verkürzen kann, wodurch die  stufenförmigen Zustellbewegungen verkleinert  werden. Infolge des Wegfalles der den Ein  sehaltvorgang der Magnetkupplung verzögern  den Relais ist es auch möglich, die Schalt  häufigkeit des Fühlers zu vergrössern. Bei  Hobelmaschinen mit kurzer Umschaltzeit ist.

    die erfindungsgemässe Steuerung, wie erwähnt,  besonders geeignet, um in der zur Verfügung  stehenden kurzen Schaltzeit die erforderliche  Zustellbewegung des Werkzeuges vornehmen  zu können. Durch den Wegfall der Relais  wird ferner eine Verminderung der Störungs  quellen und eine Herabsetzung der     Herstel-          lungs-    und Betriebskosten von mit der Fühler  steuerungseinrichtung nach der Erfindung  ausgestatteten Werkzeugmaschinen erzielt.  



  Das Schaltungsschema eines Ausführungs  beispiels einer erfindungsgemässen Fühler  steuerungseinrichtung ist in der Zeichnung  dargestellt und im folgenden erläutert:  Die Erregerwicklungen der die Zustell  bewegungen des Werkzeugsupportes bei der  Nobelmaschine in waagrechter und senkrech  ter Richtung in bezug auf das Werkstück ver  mittelnden Magnetkupplungen 9, 10, 11 liegen  je mit einem Schaltkontaktpaar 5, 5a, 7, 7a, 6    in einem mit einer Gleichspannung von maxi  mal 40 Volt, z. B. 15 Volt, gespeisten Strom  kreis. Im angenommenen Fall dient die Kupp  lung 9 zur vertikalen Abwärtsbewegung, die  in entgegengesetzter Richtung angetriebene  Kupplung 11 zur Aufwärtsbewegung und die  Kupplung 10 zur Waagrechtbewegung des  Werkzeugsupportes.

   Die den Erregerspulen  dieser Kupplungen vorgeschalteten Ohmschen  Widerstände 9', 10', 11', welche die Spannung  an diesen Spulen auf zum Beispiel 8 Volt her  absetzen, bewirken, wie bereits erwähnt, durch  Verkürzung der Anstiegdauer des Erreger  stromes beim Einschalten die Schnellerregung  der Kupplungen. Die in bezug auf ihre Um  rissform beliebig gestaltete Schablone 1 wird  von der Rolle 2 abgetastet, und diese über  trägt die ihr hierbei erteilten Bewegungen  mittels ihres mit einer Spitze versehenen, um  ein Kugelgelenk 2a verschwenkbaren Hebels  auf die mit einer konischen Vertiefung ver  sehene Pfanne 3 des um einen Zapfen 4a     ver-          schwenkbaren    Fühlerhebels 4.

   Die Spitze des  Tastrollenhebels und die Pfanne 3 werden  hierbei durch eine gegen den Hebel 4 wir  kende Druckfeder dauernd in Berührung mit  einander gehalten. Daraus ergibt sich folgende  Wirkungsweise der Fühlersteuerungseinrich  tung:  Solange die Tastrolle 2 des Fühlerhebels  2b die Schablone 1 noch nicht berührt, ist  das für eine bestimmte Wegstrecke unter dem  Druck seiner eigenen Feder stehende Kontakt  stück 5 mit dem Kontaktstück 5a am Ende des  Hebels 4 in Berührung, so dass die Magnet  kupplung 9 erregt wird. Dadurch wird das  Werkzeug vertikal abwärts gegen das Werk  stück bewegt und gleichzeitig die Tastrolle 2  zur Berührung mit der Schablone 1 gebracht.

    Infolge der hierbei eintretenden     Verschwen-          kung    des Tastrollenhebels 2b um sein Gelenk       2a    gleitet die Spitze dieses Hebels aus ihrer  Tieflage entlang der Kegelfläche der Pfanne 3  und wird der Hebel 4 gegen den Druck seiner  Feder 4b um seinen Drehzapfen     4a        ver-          schwenkt,    so dass durch sein Kontaktstück     5a     die Verbindung des Kontaktstückes 5b des  gegen den Druck seiner Feder 8b verschwenk-      baren Hebels 8 mit dem unter eigenem Feder  druck nachfolgenden Kontaktstück 5 herge  stellt wird.

   Dadurch wird somit bei noch er  regter Magnetkupplung 9 über das geschlos  sene Kontaktpaar 7, 7a auch die Magnetkupp  lung 10 erregt, so dass sich das Werkzeug in  folge der kombinierten Abwärts- und Waag  rechtbewegung schräg abwärts bewegt.    Wird der Hebel 4 infolge der Umrissform  der Schablone 1 noch weiter verschwenkt, so  wird die Verbindung seines Kontaktstückes 5a  mit dem nun infolge eines Anschlages in sei  ner Bewegung begrenzten und daher nicht  mehr nachfolgenden Kontaktstück 5 unterbro  chen und die Kupplung 9 ausgeschaltet. Da  mit ist auch die Abwärtsbewegung des     Werk-          zeuges    beendet, so dass es nur noch eine Waag  rechtbewegung ausführt.  



  Bei einer weiteren Auslenkung des Hebels  4 durch Schablone und Tastrolle in der glei  chen Richtung wird durch den um seinen  Drehzapfen 8a verschwenkbaren Hebel 8 das  Kontaktpaar 6 geschlossen und dadurch die  Magnetkupplung 11 erregt. Da hierbei wegen  des unter dem Druck seiner eigenen Feder  während einer begrenzten Wegstrecke nach  folgenden Kontaktes 7 das Kontaktpaar 7, 7a  noch geschlossen und daher die Kupplung 10  noch erregt ist, wird dem Werkzeug eine aus  Waagrecht- und Aufwärtsbewegung resultie  rende Bewegung schräg aufwärts erteilt.  



  Erst wenn infolge noch weiterer Auslen  kung des Tastrollenhebels 2b auch das Kon  taktpaar 7, 7a unterbrochen wird, bleibt allein  die Magnetkupplung 11 und damit der verti  kale Aufwärtsgang des Werkzeuges einge  schaltet.    Während der Bearbeitung des     Werkstük-          kes    nach der Schablone bleibt der Fühler im  mer so lange in seiner Stellung, bis er durch,  die Schablone in eine andere Stellung bewegt  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung für Werkzeugmaschinen, bei der durch einen eine Schablone abtastenden, schwenkbaren Fühler Schaltkontakte betätigt werden, die motorisch angetriebene Magnetkupplungen steuern, welche die Vorschuborgane zur Her beiführung der von der Schablone abhängigen Zustellbewegungen des Werkzeuges betätigen, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnet kupplungen zwecks Erziehung einer kurzen Schaltzeit und einer feinstufigen Bearbeitung des Werkstückes ohne Zwischenschaltung ver zögernd wirkender Relais mit den Schaltkon takten je in einem Stromkreis liegen, der zwecks Vermeidung schädlicher Funkenbil dung an diesen Kontakten mit Gleichspan nung von höchstens 40 Volt betrieben wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass den Magnetkupplungen zwecks Ver kürzung der Ansprechzeit je ein Ohmscher Widerstand vorgeschaltet ist. 2. Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Stromkreise der Magnetkupplun gen mit einer Spannung von 15 Volt gespeist sind und die Spannung an den Erregerspulen der Magnetkupplungen infolge des Span nungsabfalles in den Vorschaltwiderständen 8 Volt beträgt.
CH284540D 1949-06-21 1949-06-21 Elektrische Fühlersteuerungseinrichtung für Werkzeugmaschinen. CH284540A (de)

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