CH284708A - Zum Hartlöten von Leichtmetallen geeignetes Flussmittel. - Google Patents

Zum Hartlöten von Leichtmetallen geeignetes Flussmittel.

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CH284708A
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/36Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
    • B23K35/3601Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with inorganic compounds as principal constituents
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Description


  Zum Hartlöten von Leichtmetallen geeignetes Flussmittel.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein zum Hartlöten von Leichtmetallen geeig  netes Flussmittel. Die in der vorliegenden Be  schreibung verwendete Bezeichnung  Leicht  metall  soll sowohl handelsmässig reines Alu  minium und Magnesium als auch Legierun  gen, die mindestens 50 Gewichtsprozent des  einen oder andern Metalles enthalten, um  fassen.  



  Unter Hartlöten wird allgemein ein Vor  gang verstanden, bei welchem Metallteile  durch Schmelzen eines Metalles von tieferem  Schmelzpunkt, zwischen diesen Teilen, verei  nigt werden, ohne dass dabei das zu lötende,       verwendete    Metall merklich schmilzt. Bei einer  Hartlötoperation werden die zu vereinigenden  Teile, sofern ein Flussmittel verwendet. wird,  gewöhnlich zuerst mit diesem überstrichen  und mit einem Stück Lötmetall, welches zwi  schen die aneinanderliegenden Teile zu liegen  kommt, zusammengestellt. Das Hartlötmetall  kann entweder in Form eines Pulvers, Drah  tes, Streifens oder Blattes zugefügt werden  oder die Form eines Metallbelages auf den  zu vereinigenden Teilen annehmen.

   Wenn  viele Bestandteile     zusammengelötet;        werden     müssen, werden die     zusammengestellten    Be  standteile vorteilhaft in einen Ofen oder eine  andere Heizvorrichtung, welche das Flussmit  tel und das Hartlötmetall zum Schmelzen  bringt, gestellt. Das Hartlöten ist von der ge  wöhnlichen Operation des Weichlötens zu un  terscheiden, welch letztere bei viel tieferen         Temperaturen    durchgeführt wird, wobei das       geschmolzene    Lot zusammen mit     einem    Fluss  mittel. auf die zu vereinigenden Stellen aufge  tragen und die geschmolzenen Substanzen oft  mittels eines geeigneten Werkzeuges auf der  Lötstelle verarbeitet werden.

   Die Festigkeit  der Lötverbindung kann teilweise vom mecha  nischen Rühren sowohl des Flussmittels als  auch des Lotes abhängen, während diese  Festigkeit beim Hartlöten praktisch nur vom  Verhalten des Flussmittels und des geschmol  zenen Lötmetalles und nicht von einer von  aussen her wirkenden     Rührbewegung    abhängt.  



  Ein zufriedenstellendes Hartlötflussmittel  sollte im allgemeinen die folgenden physikali  schen Eigenschaften besitzen: Es muss bei  einer etwas unter dein Schmelzpunkt des Hart  lötmet.alles liegenden Temperatur fliessen. Es  muss an den Oberflächen der zu lötenden Me  talle haften oder dieselben benetzen. Es soll  das Sichausbreiten und die Legierungsbildung  des geschmolzenen Lötmetalles an der Ober  fläche der zu vereinigenden Metallteile erleich  tern. Es sollte ferner jeglichen an den Metall  teilen vorhandenen     OYCdbelag    oder andere an  haftende     Verunreinigungen    abtragen, damit  zwischen, dein     Lötmetall    und den zu vereini  genden Teilen eine Berührung von Metall auf  Metall zustande kommt.

   Es sollte jedoch das  Metall nicht merklich angreifen und sollte  die gereinigte Oberfläche vor erneuter Oxy  dation schützen. Schliesslich sollte jeder     Fluss-          mittelrückstand,    der nach vollendeter Hart-      lötoperation zurückbleibt, mit Leichtigkeit zu  entfernen sein. Wenn er nicht entfernt wird,  bewirkt dieser Rückstand bei fortgesetzter  Einwirkung einer feuchten Atmosphäre oder  eines andern ähnlichen Mediums, mit welchem  der gelötete     Gegenstand    in Berührung kom  men kann, wahrscheinlich eine Korrosion des  Metalles und der Lötstelle.  



  Es war bis jetzt nicht möglich, Gegen  stände aus Aluminium oder Magnesium oder  Legierungen, welche diese Metalle in überwie  gender Menge enthalten, hartzulöten, und zwar  in der Hauptsache wegen der Schwierigkeit,  den festhaftenden und beständigen Oxydfilm,  der sich an der Oberfläche dieser Metalle be  findet, zu entfernen. Im übrigen gibt es eine  Anzahl Legierungen, die, vom Standpunkt  der Korrosionsbeständigkeit aus betrachtet,  als Lötmaterialien geeignet wären, die jedoch  zu hohe Schmelzpunkte aufweisen, um mit be  kannten Flussmitteln zusammen verwendet  werden zu können. Anderseits sind die  Schmelzpunkte der Legierungen, die zum  Hartlöten geeignet wären zu tief, als dass  diese zusammen mit bekannten Flussmitteln,  die zum Schweissen angewendet werden, ver  wendet werden könnten.

   Das Entfernen des  Oxydfilms bildet beim Hartlöten ein schwie  rigeres Problem als beim Weichlöten, da  beim Weichlöten von Leichtmetallen ge  wöhnlich sowohl das Flussmittel als auch  das Lötmetall mittels eines     Lötwerkzeu-          ges    oder durch Verdampfen reichlicher  Mengen von flüchtigen Reaktionsprodukten in  Bewegung gehalten werden. Diese     Bewegung     erleichtert das Durchbrechen und das Abtra  gen des Oxydfilms und versetzt das Lot in  die Lage, mit dem vom Oxyd befreiten Leicht  metall in innige Berührung zu kommen.

   Eine  solche Arbeitsweise ist beim Hartlöten nicht  möglich, da das Schmelzen des Lötmetalles ge  wöhnlich in einem Ofen oder in einer andern  Vorrichtung durchgeführt wird, was die Mög  lichkeit der Verwendung eines Werkzeuges  zum Verrühren des Lötgemisches ausschliesst.  In diesem Fall muss das Hartlötflussmittel  von sich aus derart wirken, dass der Oxyd  belag vollständig entfernt wird. Wenn die Ab-    tragung des Oxyds stattgefunden hat, bewirkt  das Flussmittel, dass sich das geschmolzene  Hartlötmetall gleichmässig zwischen und über  den Oberflächen der zu vereinigenden Teile  verteilt.  



  Es hat sich gezeigt, dass Flussmittel zum  Weichlöten für die Zwecke des Hartlötens  ungeeignet sind. Viele dieser Flussmittel sind  bei den für die Hartlötoperation verwendeten  erhöhten Temperaturen unbeständig, das heisst,;  dass sie entweder verdampfen, sich zersetzen  oder wegfliessen, bevor die Hartlöttemperatur  erreicht ist. Andere Weichlötflussmittel sind  die sogenannten Reaktionsflussmittel, die ver  hältnismässig grosse Mengen Schwermetall  salze, beispielsweise Zinkchlorid, enthalten.  Diese Salze zersetzen sich unter Bildung einer  Metallablagerung, die entweder als Weichlot  oder als Zwischenschicht zwischen dem Weich  lot und den Oberflächen der zu lötenden Teile  dient, oder mit dem Weichlot eine Legierung  bildet und so die Eigenschaften des Weichlotes  verändert.

   Beim Hartlöten von Leichtmetallen  ist eine derartige Ablagerung von Schwer  metall unerwünscht, da diese eine Schwächung  der Lötstelle bewirkt und die letztere gegen  Korrosion empfindlicher macht.  



  Das Flussmittel der vorliegenden Erfin  dung vermag nun den Oxydbelag in wirk  samer Weise zu entfernen, ohne dass dabei  eine von aussen her wirkende Bewegung ange  wendet wird. Ferner vermag es die Ausbrei  tung des geschmolzenen Hartlötmetalles über  die zu vereinigenden Metallteile zu     fördern,     wobei es ausserdem bewirkt, dass das Hart  lötmetall mit der Oberfläche des zu lötenden  Metalles in innige Berührung kommt. Mit. dem  neuen Flussmittel kann man korrosionsbestän  dige Legierungen, wie zum Beispiel Alumi  nium- oder Magnesiumlegierungen, als Löt  metall verwenden, und zwar bei Tempera  turen, die unter den bei Schweissoperationen  vorherrschenden Temperaturen liegen.

   Schliess  lich eignet sieh das neue     Flussmittel    für     Hart-          lötoperationen    im Ofen.  



  Das erfindungsgemässe     Flussmittel    ist da  durch gekennzeichnet, dass es 1 bis 30 Ge  wichtsprozent mindestens eines Alkalimetall-      fluorids, zweckmässig jedoch höchstens 15 %  normales Alkalimetallfluorid, ferner minde  stens ein Kadmiumhalogenid, dessen Moleku  largewicht unter 275 liegt, wobei der Kad  miumgehalt 9,8 Gewichtsprozent des Flussmit  tels nicht übersteigt, und mindestens zwei  Alkalimetallchloride, von denen jedes in einer  innerhalb des Bereiches von 5 bis 80 Gewichts  prozent liegenden Menge vorhanden ist, ent  hält.  



  Mit dem neuen Flussmittel lassen sich  Leichtmetallgegenstände mittels eines geeig  neten Lotes rasch und zweckmässig hartlöten.  Das Vorhandensein von Kadmiumhalogenid  scheint sowohl die Ausbreitung des geschmol  zenen Hartlötmetalles und dessen Anhaften  an der Leichtmetalloberfläche zu fördern als  auch die Entfernung jedes Oxydbelages zu  erleichtern. Es hat sich gezeigt, dass dieses  Flussmittel jeden Oxydfilm und festhaftenden  Fremdstoff, beispielsweise Fett, zu entfernen  vermag, ohne dass dabei eine von aussen her  wirkende Bewegung angewendet wird. Es hat  sich gezeigt, dass mittels dieses Flussmittels  Leichtmetallteile in wenigen Minuten vereinigt  werden können und dass die resultierenden  Lötverbindungen stark und fehlerfrei sind. Im  Fall von T-förmigen Lötstellen bildet das  Hartlötmetall einen gut abgerundeten Saum.  



  Gewünschtenfalls kann das Flussmittel  ausser Kadmiumhalogenid noch 0,01 bis 0,5 Ge  wichtsprozent, bevorzugterweise 0,05 bis 0,3 %,  mindestens eines Halogenids eines Metalles  enthalten, das in der elektrischen Spannungs  reihe unter dem Aluminium liegt, das heisst  edler als Aluminium ist, beispielsweise     Zinn-          oder    Bleihalogenid. Die Wirkung des Zusatzes  dieser geringen Menge eines Halogenids kann,  in groben Zügen, als Steigerung der Aktivität  des Flossmittels umschrieben werden. Diese  Wirkung zeigt sich in einer Steigerung des  Benetzungsvermögens des Flossmittels, welche  ihrerseits die Ursache dafür ist, dass das ge  schmolzene Hartlötmetall leichter fliesst.  



  Edlere Metalle als Aluminium sind zum  Beispiel Mangan, Zink, Chrom, Eisen, Kobalt,  Nickel, Zinn, Blei, Kupfer, Wismuth, Anti  mon, Quecksilber, Silber, Palladium, Platin    und Gold. Obwohl alle Halogenide dieser Me  talle die gewünschte Wirkung erzeugen, ist  es nicht zweckmässig, sie alle zu verwenden.  Die Halogenide von Palladium, Platin und  Gold sind zu teuer, als dass sich deren  technische Verwendung rechtfertigen liesse.  Die Verwendung von Quecksilberhalogeniden  bringt eine Korrosionsgefahr mit sich, wenn  Leichtmetallteile zusammengelötet werden. Die  Menge des zuzusetzenden Halogenids schwankt.  innerhalb der angegebenen Grenzen, und  zwar je nach dem jeweiligen Metall des Halo  genids. In ähnlicher Weise hängt die Wahl  des zuzusetzenden Halogenids von der Art  des Flussmittels, des Hartlötmetalles und der  zu vereinigenden Teile ab.

   Die Menge dieses  Zusatzes liegt vorteilhafterweise im Bereich  von 0,01 bis 0,5 0/0, wobei jedoch als untere  Grenze der Wert von 0,05 0/0 bevorzugt wird,  so dass der bevorzugte Bereich zwischen 0,05  und 0,3 % liegt. Wird ein Zinnhalogenid ver  wendet, so empfiehlt es sich, die Menge nicht  grösser als 0,05     0/a    zu wählen, da grössere Men  gen die Entstehung eines schwarzen Fleckens  an der Lötstelle und den angrenzende, durch  das Flussmittel bedeckten Metallteilen bewir  ken. Wenn zwei oder mehrere der     obgenann-          ten        Halogenide    verwendet werden, so sollte  die Gesamtmenge den Wert von 0,5 0/o nicht  überschreiten.  



  Die Wahl des zuzusetzenden     Halogenids     ist weitgehend von der Zusammensetzung der  zu vereinigenden Metalle abhängig, da durch  Zugabe von gewissen dieser     Halogenide    ein  Flossmittel erhalten wird, welches sich für das  eine Metall oder die eine Legierung besser  eignet als für ein anderes Metall oder eine  andere Legierung. Wenn beispielsweise eine  Leichtmetallegierung, die Mangan enthält,  hartgelötet wird, so ist es zweckmässig, dem  Flossmittel eine kleine Menge Zinnchlorid  zuzusetzen. Werden Leichtmetallegierungen  hartgelötet, die Magnesium oder     Magnesium     und Silicium enthalten, so kann Bleichlorid  mit gutem Erfolg zugesetzt werden.  



  Es können sehr verschiedene     Hartlötmetalle     für die Erzeugung von Lötstellen verwendet  werden, vorausgesetzt, dass die Schmelzpunkte      dieser Lötmetalle unter demjenigen des zu lö  tenden Metalles liegen, und dass diese Löt  metalle ausserdem andere erforderliche Eigen  seliaften besitzen, wie     zum    Beispiel gutes Haft  vermögen gegenüber dem zu lötenden Metall,  gute     Festigkeit,    und Korrosionsbeständigkeit.  Im allgemeinen weist das Lötmetall das     gleiche     Grundmetall wie das zu lötende Metall auf  und besitzt daher einen höheren Schmelzpunkt  als Weichlote.

   So liegt die Temperatur, bei  welcher die Lötverbindung zustande kommt,  normalerweise zwischen 500  C, oder auf jeden  Fall zwischen dein Schmelzpunkt des Löt  metalles und der Temperatur, bei welcher das  zu lötende Metall zu schmelzen beginnt. Es  ist jedoch zweckmässig, die Lötung bei einer  Temperatur vorzunehmen, bei welcher das  Lötmetall die geeignete Beweglichkeit auf  weist, wobei diese Temperatur nicht zu nahe  beim Schmelzpunkt des zu lötenden Metalles  liegen soll, da bei einer solchen Temperatur  das letztere Metall weich und leicht deformier  bar ist.

   Es hat sich gezeigt, dass in den mei  sten Fällen befriedigende Resultate erzielt  werden, wenn Aluminiumlegierungen als Löt  metall zum Hartlöten von Teilen aus Alumi  nium oder Aluminiumlegierungen, und Ma  gnesiumlegierungen zum Hartlöten von Teilen  aus Magnesium oder Magnesiumlegierungen  verwendet werden. Binäre Aluminiumlegierun  gen, mit welchen befriedigende Resultate er  zielt wurden, sind zum Beispiel diejenigen,  die 5 bis 13 0/o Silicium und 87 bis 95 0/o Alu  minium mit dem gewöhnlichen Gehalt an Ver  unreinigungen enthalten.  



  Ein befriedigender Bereich für die     Menge     des Alkalimetallfluorids liegt zwischen 1 und       150/o,    bezogen auf das Gesamtgewicht des  Flussmittels. Vorzugsweise werden jedoch 2  bis     81/o    dieser Komponente verwendet. Man  hat festgestellt, dass mindestens 10/o dieses  Fluorids vorhanden-sein muss, um eine rich  tige Reinigung der Metalloberfläche erzielen       zu    können. Eine Menge von mehr als     1511/o     des normalen Alkalimetallfluorids, wie zum  Beispiel Natriumfluorid, Kaliumfluorid oder  Lithiumfluorid, kann jedoch eine Erhöhung  des     Schmelzpunktes    über den zum Hartlöten    geeigneten Bereich hinaus bewirken.

   Sowohl  die normalen als auch die sauren Fluoride der  Alkalimetalle können im Flussmittel verwen  det werden. Die Bezeichnung      Alkalimetall-          fluorid     soll somit beide Arten umfassen.  Wenn ein oder mehrere normale Fluoride ver  wendet werden, so sollte ihre Gesamtmenge  zweckmässigerweise nicht mehr als 15 % be  tragen. Falls saure Fluoride verwendet wer  den, so kann. die     Gesamtmenge    bis zu 30 0/0  betraten. Eine grössere     Menge    würde auch  hier eine Erhöhung des Schmelzpunktes des  Flussmittels auf eine für das Hartlöten zu  hohe Temperatur bewirken. Werden normale  und saure Fluoride zusammen verwendet, so  darf die Gesamtmenge den Betrag von 30 0/o  niemals übersteigen.

   Von dieser Gesamtmenge  wird die Menge des normalen Fluorids aus  dem genannten Grunde zweckmässigerweise  nicht mehr als 15 0/o ausmachen.  



  Die drei Kadmiumsalze: Kadmiumchlorid,  Kadmiumbromid und Kadmiumfluorid kön  nen entweder einzeln in einer Menge von 0,01  bis 15,9 0/o des Chlorids, 0,01 bis 23,7 0/o des  Bromids oder 0,01 bis 13 % des Fluorids oder  kombiniert verwendet werden. Die Gesamt  menge sollte jedoch     keinesfalls    einen Betrag  überschreiten, der einem     Kadiniumgehalt    von  9,8 0/o des     Flussmittel.s        entspricht.    Bei alleini  ger Verwendung des Chlorids ist es zweck  mässig, 6 bis 1.2 0/o dieses Salzes zu verwenden.  Für das     Bromid    beträgt die entsprechende       Menge    8 bis 14     0l0    und für das     Fluorid    2 bis  7 0/0.

   Untersuchungen haben gezeigt, dass die  maximale Menge an Kadmium, im folgenden  als verfügbares Kadmium bezeichnet, in Ge  wichtsprozent ausgedrückt, kleiner als 9,8 %  des Gesamtgewichtes des Flussmittels sein  sollte und dass zwecks Erzielung einer befrie  digenden Lötstelle nicht die gesamte Menge  des verfügbaren Kadmiums niedergeschlagen  werden muss. Der angeführte Wert von 9,8<B>1/01</B>  stellt den ungefähren Kadmiumgehalt von  16 % Kadmiumchlorid, 23,7 % Kadmiumbro  mid und 13 % Kadmiumfluorid dar. Falls  grössere     Mengen    dieser Salze verwendet wer  den, so kann der Fall eintreten, dass die dem  < .  Hartlöten unterworfenen Metallteile über-      mässig angegriffen werden und die Lötstelle  eine geringe Festigkeit und ein schlechtes Aus  sehen erlangt..  



  Kadmiumchlorid, Kadmiumbromid und  Kadmiumfluorid scheinen die Durchdringung  und die Abtragung des Oxydfilms von der  Oberfläche des Metalles zu fördern und in  Verbindung mit dem Alkalimetallfluorid eine  ausgeglichene, vorbehandelnde Wirkung auf  die Metalloberfläche auszuüben und die Aus  breitung des geschmolzenen Hartlötmetalles  zu beschleunigen. Dies ist von besonderer  Wichtigkeit, wenn eine grosse Zahl von Teilen  oder kompliziert gestalteter Gebilde in     einem     Ofen zu einem einzigen Gegenstand zusam  mengelötet     und    gleichmässige Resultate ver  langt werden. Bisher wurden beim Weich  löten grosse Mengen an Kadmiumchlorid ver  wendet.

   Diese Arbeitsweise wäre jedoch beim  Hartlöten erfolglos, da die grosse Menge des  durch Zersetzung des Chlorids gebildeten  Kadmiums die Entstehung einer guten Ver  bindung erheblich stören würde. Es hat sich  gezeigt, dass, obwohl eine gewisse Abscheidung  von Kadmium im Flossmittel erfolgt, wie klein  die Zugabe an Salz auch sein möge, durch  Beschränkung der Menge der Kadmiumsalze  auf den oben     angegebenen    Bereich eine rasche  Entfernung des Oxydfilms und eine befriedi  gende Ausbreitung des geschmolzenen Löt  metalles erzielt werden können. Nenn immer  eine Kadmiumabscheidung stattfindet, so ist  sie beinahe unmessbar klein und beeinflusst  die Eigenschaften der Lötstelle, wie die Fe  stigkeit und die Korrosionsbeständigkeit, nicht  wesentlich.

   Das Fehlen einer Bewegung des  Flossmittels während der Hartlötoperation  wirkt sich dahin aus, dass die Abscheidung  von Kadmium noch mehr eingeschränkt wird.  



  Die physikalischen Eigenschaften des Floss  mittels werden weitgehend von der Zusam  mensetzung des Trägermittels bestimmt, da.  diese Komponente im allgemeinen mindestens       50        Gewichtsprozent    des gesamten     Flossmittels     bildet. Die relativen Mengen der Bestandteile  des Trägermittels werden zweckmässig derart.  gewählt, dass mit dem besonderen, für die  Hartlötoperation verwendeten :Metall der rieh-    tige Schmelzpunkt erhalten wird. Das Fluss  mittel sollte vor dem Lötmetall schmelzen. Es  hat sieh beim. Hartlöten von Leichtmetallen  gezeigt, dass der Schmelzpunkt des Flossmit  tels im allgemeinen nicht höher als 638  C  liegen sollte.

   Flossmittel mit Schmelzpunkten  von     :500    bis 592  C geben beim Hartlöten der  meisten Leichtmetallteile befriedigende Resul  tate. Das     Trägermittel    dient dazu, .die aktiven  Bestandteile mit dein zu lötenden Metall in  Berührung zu bringen und ausserdem die  0xydteilchen und andere Substanzen, die das  Flossmittel von der Oberfläche des Metalles  losgelöst hat, wegzutragen. Für die Zwecke  des Hartlötens stellen die Alkalimetallchloride  wegen ihrer Beständigkeit, ihrer     Nichtoxydier-          barkeit    und des weiten Schmelzpunktbereiches  ihrer Gemische die befriedigendsten Träger  mittel dar. Unter den in der vorliegenden.

   Be  schreibung genannten Alkalimetallchloriden  sind insbesondere die Chloride des Natriums,  Kaliums und Lithiums zu verstehen, von denen  man vorzugsweise je zwei oder alle ungefähr  in Mengen der folgenden Prozentbereiche, be  zogen auf das Gesamtgewicht des Flossmittels,  verwenden wird  
EMI0005.0010     
  
    NaCl <SEP> 5-60%
<tb>  KCl <SEP> 5-60%
<tb>  LiCl <SEP> 5-80%       Die aus den Alkalimetallchloriden und den  andern Bestandteilen des Flossmittels beste  hende Gesamtmenge kann natürlich 100 0l0  nicht überschreiten. Das heisst, dass bei Ver  wendung einer maximalen Menge des einen  Bestandteils die Mengen der andern Bestand  teile entsprechend herabgesetzt werden müssen.  



  Durch Verwendung eines Hartlötflussmit  tels der oben angegebenen Zusammensetzung;       zusammen    mit einem geeigneten     Lötmetall,     wird es möglich, entweder zwischen     Leieht-          inetallteilen    oder zwischen Leichtmetallen  und andern Metallen, wie zum Beispiel  Eisen oder Kupfer, eine starke     Lötver-          bindung    herzustellen. Dieses Flossmittel ist  für die Verwendung mit     Hartlötmetallen        ver-          sehiedener    Zusammensetzungen, insbesondere  mit jenen Legierungen, die Aluminium oder           Magnesium    als Hauptbestandteil enthalten,  geeignet.

   Die oben erwähnten Flussmittel  gemische weisen einen Schmelzpunktsbereich  auf, der die Verwendung von korrosions  beständigen Legierungen als Hartlötmetall     zu-          Iässt.    Bis jetzt waren die einzigen Flussmittel,  die mit diesen korrosionsbeständigen Legie  rungen     zusammen    ausnahmsweise verwendet  werden konnten, jene, welche derart hohe  Schmelzpunkte aufweisen, dass deren Ver-    (1) 5% NaCl, 49% KCl, 37% LiCl, 7% LiF, 3% CdF2.  (2) 26% NaCl, 54% KCl, 8% LiF, 12% CdCl2.    Als Beispiel eines Flussmittels, welches zu  sätzlich zum Kadmiumhalogenid noch eine  kleine Menge eines Halogenids eines andern    (3) 24% NaCl, 52% KCl, 8% LiF, 15,95% CdCl2, 0,05% SnCl2.

      Dieses Flussmittel eignet sieh insbesondere  zum Hartlöten von Metallteilen. aus Mangan  enthaltenden Aluminiumlegierungen (beispiels  weise Aluminiumlegierungen mit 1,2 0/0 Man  gan und den üblichen Verunreinigungen).  



  Ein Flussmittel, das sich zum Hartlöten    (4) 29% NaCl, 50% KCl, 8% LiF, 12,9% CdCl2, 0,1% PbCl2.    Die minimalen Hartlöttemperaturen, die in  Verbindung mit den Flussmitteln der oben  genannten Zusammensetzungen angewendet  werden können, sind 538  bzw. 592  C. Durch  Veränderung der Mengenverhältnisse der  Komponenten des Trägermittels können an  dere, ähnliche Flussmittel mit andern     Minimal-          Hartlöttemperaturen    hergestellt werden.  



  Es seien zwei Beispiele für die Ar  beitsweise, nach welcher Metallteile aus  Aluminium und Magnesium in Form von  T-förmigen Stücken zusammengelötet wur  den, ausgeführt. In einem Fall wurden       zwei    Streifen aus technisch reinem Alu  minium auf den zu vereinigenden Flächen  teilen mit dem Flussmittel (1) in Form einer  wässerigen Paste bestrichen. Die Streifen wur  den hierauf in einer Klemmvorrichtung derart  montiert, dass sie in der Anordnung eines um  gekehrten<B>T</B> festgehalten wurden, worauf ein  Draht aus der Hartlötlegierung (10 % Si,    wendbarkeit praktisch auf Schweissoperationen  beschränkt blieb.

   Durch Verwendung der hier  beschriebenen Flussmittel wird es möglich, so  wohl mittels des gewöhnlichen     Hartlötverfah-          rens    unter Anwendung eines Lötofens als auch  mittels anderer Hartlötverfahren starke, kor  rosionsbeständige Lötstellen herzustellen.  



  Im folgenden sind einige Ausführungsbei  spiele des erfindungsgemässen Flussmittels be  schrieben.    Metalles, das edler als Aluminium ist, enthält,  sei dasjenige der folgenden Zusammensetzung  angeführt    von Metallteilen aus Magnesium und Chrom  enthaltenden Aluminiumlegiertangen (beispiels  weise     Legierungen    mit 2,5 0/0 Mg, 0,25 1/o,  Chrom und Aluminium als Restgehalt mit  den üblichen Verunreinigungen) eignet, ist       dasjenige    der folgenden Zusammensetzung:         901/o    Al) an der Verbindungsstelle der bei  den Streifen aufgebracht wurde. Das ganze  Gebilde wurde dann in einen Ofen gestellt  und während     1.0    Minuten bei 607  C erhitzt.  Das dem.

   Ofen entnommene Gebilde wies nach  Abkühlung auf Zimmertemperatur eine feh  lerlose Lötstelle auf. Auf beiden Seiten der  Lötstelle hatte sich ein symmetrischer Rand  gebildet. Es war keine sichtbare Abscheidung  von metallischem Kadmium feststellbar. Alle  Rückstände des Flussmittels konnten mit  Leichtigkeit durch Waschen von der frisch  gebildeten Lötstelle entfernt. werden.  



  In ähnlicher Weise wurden zwei     Magne-          siumstreifen    unter Verwendung des     Flussmit-          tels    (2) und einer     Magnesiumlegierung    als  Lot und durch Erhitzen der vereinigten Strei  fen in einem Ofen während 10     Minuten    bei  607  C hartgelötet. Auf diese Weise wurde  eine     fehlerfreie    Lötstelle mit     gutem    Lötrand  erhalten.

        Als Beispiel der Arbeitsweise, nach wel  cher eine Magnesium enthaltende Aluminium  legierung (2,5 % Mg, 0,25 % Cr, Rest Alumi  nium mit den üblichen Verunreinigungen)  hartgelötet werden kann, sei eine unter Ver  wendung des Flussmittels (4) durchgeführte  Hartlötoperation zur Herstellung einer     T-för-          migen    Lötstelle beschrieben. Zwei Streifen  eines Bleches wurden längs der zu vereinigen  den Stelle mit dem Flussmittel in Form einer  wässerigen Paste bestrichen. Sie wurden in  einer Klemmvorrichtung derart montiert,  dass sie in der Anordnung eines     umgekehrten     <B>T</B> festgehalten wurden, worauf ein Draht aus  einer Hartlötlegierung (10 % Si, 90 % Al)  an der Verbindungsstelle der beiden Streifen  angebracht wurde.

   Das ganze Gebilde wurde  hierauf in einen Ofen gestellt und bei 610  C  während 15 Minuten erhitzt. Das dem Ofen  entnommene Gebilde wies nach Abkühlung  auf Raumtemperatur eine fehlerfreie Lötstelle  und einen auf beiden Seiten der Lötstelle ge  bildeten symmetrischen Rand von Hartlöt  metall auf. Der gesamte Rückstand des Fluss  mittels konnte mit Leichtigkeit durch Waschen  von der frisch erzeugten Lötstelle entfernt  werden.  



  In ähnlicher Weise wurden unter Verwen  dung des Flussmittels (1) und einer Magne  siumlegierung als Lötmetall zwei Magnesium  streifen verbunden. Die vereinigten Streifen  wurden in einem Ofen bei 604  C während  10 Minuten erhitzt. Auf diese Weise wurde  eine Lötstelle mit guter Randbildung erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zum Hartlöten von Leichtmetallen geeig netes Flussmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es 1 bis 30 Gewichtsprozent mindestens eines Alkalimetallfluorids, ferner mindestens ein Kadmiumhalogenid, dessen Molekulargewicht unter 275 liegt, wobei der Kadmiumgehalt 9,8 Gewichtsprozent des Flussmittels nicht übersteigt., und mindestens zwei Alkalimetall chloride, von denen jedes in einer innerhalb des Bereiches von 5 bis 80 Gewichtsprozent liegenden Menge vorhanden ist., enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmiumchlorid enthält. 2. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmiumbromid enthält. 3. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmiumfluorid enthält. 4.
    Flüssmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmiumchlorid und Kadmiumbromid enthält. 5. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmiumchlorid und Kadmiumfluorid enthält. 6. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmiumbromid und Kadmiumfluorid enthält. 7. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es Kadmium- fluorid, Kadmiumbromid und Kadmiumchlorid enthält. B. Flussmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>7</B>, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,01 bis 15,9 % Kadmiumchlorid, 0,01 bis 23,7 % Kadmiumbromid und 0,01 bis 13 % Kadmiumfluorid enthält. 9.
    Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es als Alkalimetall- fluorid Natriumfluorid enthält. 10. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es als Alkalimetall- fluorid Kaliumfluorid enthält. 11. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es als Alkalimetall- fluorid Lithiumfluorid enthält. 12. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es 5 bis 60 0/o Na triumchlorid enthält. 13. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es 5 bis 80 % Li thiumchlorid enthält. 14.
    Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es 5 bis 60 % Ka liumchlorid enthält. 1.5. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch ekennzeiehnet, dass es ausser Kadmium- Z, halogenid 0,01 bis 0,5 Gewichtsprozent minde stens eines Halogenids eines Metalles, welches edler als Aluminium ist, enthält. 16. Flussmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,05 bis 0,3 % des erwähnten Metall halogenids enthält. 17. Flussmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Zinnhalogenid enthält. 18.
    Flussmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Bleihalogenid enthält. 19. Flussmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es normales Alkali- metallfluorid in einer Menge ton höchstens 15 Gewichtsprozent enthält.
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