Abfüllautomat für Flüssigkeiten. Nach der vorliegenden Erfindung ist. ein Abfüllautomat für Flüssigkeiten mit einer die automatische Schliessung des Flüssigkeitsven tils herbeiführenden Vakuumkammer, in wel cher das erforderliche Vakuum durch die aus fliessende Flüssigkeit erzeugt.
wird, sobald der Flüssigkeitsspiegel in dem ztt füllenden Behäl ter das Ende des Einfüllrohres erreicht hat, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Ende des Einfüllrohres zur Vakuumkammer füh rende und mit der Flüssigkeitsleitung in Ver bindung stehende Luftleitung so ausgebildet ist, dass die beim Schliessvorgang des Flüssig keitsventils aus dem Behälter in sie einge= saugte Flüssigkeit vor der Vakuumkammer in die Flüssigkeitsleitung abgesogen wird,
so class die bis zur Einstellung des Flüssigkeitsdurch- flusses anhaltende Luftsaugewirkung das Ab saugen der Luft aus der Vakuumkammer un behindert einleiten und durchführen und so den für die -Wirkung der -Membrane zwecks Schliessung des Flüssigkeitsventils erforder lichen Unterdruck erzeugen kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes im Schnitt dargestellt.
Der Abfüllautomat ist in einem Ventil gehäuse 1 untergebracht, an dem ein zum Ein tauchen in das zu füllende Gefäss bestimmtes Einfüllrohr 2 befestigt ist. In dem Ventil gehäuse 1 ist eine Flüssigkeitsleitung 3 vor gesehen, die mittels eines nicht dargestellten Schlauches an einen ebenfalls nicht dargestell ten Einfülltank angeschlossen werden kann, Diese Flüssiäkeitsleitung führt von dem er wähnten Einfüllschlaueh zum Einfüllrohr '' und ist beim Nichtgebrauch des Automaten durch ein Ventil 4 abgeschlossen. Das Ventil 4 ist im Ventilgehäuse 1 verschiebbar und steht unter der Wirkung einer Feder 5; es ist mit.
einem koaxialen und an seinem Ende mit einer Ringschulter 6 versehenen Zapfen 7 ausgerü stet., der in einer später zu beschreibenden Weise zum Zusammenarbeiten mit den das Ventil 4 bewegenden Organen bestimmt ist.
In dem Ventilgehäuse 1 ist ein von Hand zu bedienender Hebel 43 schwenlzbar gelagert, der zum Öffnen des Ventils 4 bestimmt ist. Der Hebel 43 ist züi diesem Zweck durch Ver mittlung von Laschen 8 mit einem Ventilhebe- organ 40 gelenkig verbunden, das im Ventil gehäuse 1 an einer Stange 10 verschiebbar ge führt ist und unter der Wirkung einer Feder 9 steht.
An dem Ventilhebeorgan 40 ist ein Winkelhebel 11 angelenkt, der unter der Wir kung einer Blattfeder 1.2 steht und zwei Nasen 13 und 11 aufweist, von denen die eine, 13, zum Zusammenarbeiten mit der Ringschulter 6 und die andere, 14, mit einer Schlagbüchse 41 zusammenarbeitet, die im Ventilgehäuse 1 verschiebbar gelagert ist und unter der Wir kung einer Feder 15a steht. Das V ent.ilhebe- organ 40 hat ausserdem noch eine :Vase 39, ,regen die sieh ein im Ventilgehäuse 1. mittels eines Zapfens 3 7 schwenkbar gelagerter Win kelhebel 36 legen kann.
Im Ventilgehäuse 1 ist noch eine unter der Wirkung einer Feder 16 stehende Membrane 32 angeordnet, die eine koaxial zu ihr verlaufende Stange 17 aufweist, an die ein im Ventilgehäuse 1 schwenkbar ge lagerter Riegel 18 angeschlossen ist. Der Rie gel 18 greift bei der aus der aus der Zeich nung ersichtlichen Stellung der Membrane 32 hinter die Schulter 42 der Schlagbüchse 41 und hält diese entgegen der Wirkung der Fe der 15 in ihrer gespannten Stellung fest.
In dem sich zwischen dem Ventil 4 und dem Einfüllrohr 2 befindenden Teil der Flüs sigkeitsleitung 3 ist. noch ein unter Federwir kung stehendes Ventil 19 vorgesehen, das sich beim Durchfliessen der Flüssigkeit ent gegen der Wirkung seiner Feder öffnen kann und bei geschlossenem Ventil 4 wieder schliesst. Das Ventil 19 ist an einem zum Einfüllrohr 2 koaxialen Innenrohr 21 geführt, das als Ven- turi-Rohr geformt ist und über eine Luftsatige- kammer 15 einer Luftsaugevorrichtung 13 und ein an diese angeschlossenes Innenrohr 22 in das Einfüllrohr 2 einmündet.
Die von der Mündung 18 in die Membran kammer 31 führende Luftleitung 20 ist durch eine Unterbrechung 20a in zwei Luftleitungs- arme 20b und 20e getrennt, derart, da.ss letz tere mit ihren Unterbrechungsschenkeln 20a. radial in die Luftsaugkammer 15 der Luft- saugv orriehtung 13 einmünden. Von der Mem- brankammer 31 führt zur äussern Atmosphäre eine Luftleitung 20d. Zum Öffnen und Schlie ssen der Öffnung 20e dient ein Luftventil 33.
Letzteres ist in den Bohrungen 43' verschieb bar gelagert und weist eine Ringschulter 34 auf, die einerseits von einer Druckfeder 35 und anderseits von einem Gabelhebel 36 be herrscht wird. Letzterer ist auf einer im Auto matgehäuse fest verankerten Achse 37 schwenk bar gelagert und weist an seinem einen, mit den Ventilschliessorganen zusammen wirken den Ende eine Nase 38 auf.
Die IN'irkungsweise des beschriebenen Ab- füllautomaten ist folgende: Wenn der Abfüllvorgang beginnen soll, wird der Abfüllautomat mit seinem Einfüll- rohr 2 in den füllenden Behälter eingesteckt und dann der Hebel 43 von Hand in Richtung des Pfeils x geschwenkt. Hierdurch wird durch Vermittlung der Laschen 8 das Ventil- hebeorgan 40 entgegen der Wirkung seiner Feder 9 in Richtung des Pfeils 9 parallel zu sieh selber verschoben.
Diese Verschiebung hat folgende Wirkungen: Zuerst gibt das Ventil hebeorgan 40, das mit seiner Nase 39 an der Nase 38 des Winkelhebels 36 entlang gleitet, diesen frei, so dass unter Wirkung der gegen die Ringschulter 34 des Ventils 33 drückenden Feder 3.5 um seine Achse 3 7 im entgegenge setzten Uhrzeigersinn geschwenkt wird und dabei das Ventil 33 in seine Schliessstellung überführt. Unmittelbar nach der Freigabe des Winkelhebels 36 gelangt der Winkelhebel 11 mit seiner Nase 14 aus dem Bereich der Schul ter 42 und wird durch seine Blattfeder 12 im entgegengesetzten LThrzeicerdrehsinn so weit geschwenkt, dass er mit seiner Nase 13 unter die Ringschulter 11 des am Ventil 4 sitzenden Zapfens 7 greift.
Sobald dies der Fall ist, wird das Ventil 4 entgegen der Wirkung seiner Fe der 5 von seinem Sitz abgehoben, so dass die Flüssigkeit in den zu füllenden Behälter ein fliessen kann, wobei sieh unter dem Druck der fliessenden Flüssigkeit auch das Ventil 19 öffnet.
Sobald der Flüssigkeitsspiegel in dem zu füllenden Behälter das Ende des Einfüllroh- res 2 erreicht und die Öffnung 18 der Luft leitung ?Ob verschlossen hat, wird unter der Wirkung des Venturi-Rohres 21 Flüssigkeit in den Teil 20b der Luftleitung eingesogen und gleichzeitig Luft aus dem Teil 20e, der Mem- brankammer 31 und dem Teil 20d abgesaugt.
Da die Luftleitun- 20c-'_'Ocl seit der Öffnung des Ventils 4 durch das Ventil 33 ab;@eschlos- sen ist, entsteht in der llembrankammer 31 ein Unterdruck (Vakuum), unter dessen Wirkung die Membrane 32 in. einer noch im einzelnen zu beschreibenden Weise sofort das Ventil 4 schliesst und die weitere Flüssigkeitszufuhr absperrt.
Die in die Luftleitung 20b ein ge saugte Flüssigkeit kann, da die beiden Sehen kel 20a der Luftleitung einander diametral gegenüberliegen und ihr Inhalt durch die zwi schen ihnen liegende Venturi-Vorrichtung ab gesaugt wird, nicht in den hinter der Venturi- Vorrichtung liegenden Teil 20a.
und die sich über die Teile 20, 20e anschliessende Ventil- kainnier 31 eindringen und die Wirkungsweise der Membrane 32 stören oder gar vollständig in Frage stellen, Die in die Leitung 20b ein gesaugte Flüssigkeit wird vielmehr bei jeder Stellung des Abfüllautomaten mit Sicherheit und restlos zufolge der beschriebenen Anord nung der Schenkel 20a und der zwischen die sen liegenden Venturi-Vorrichtung 27., 15, 13 in das Rohr ?? und damit in das Einfüllrohr 2 eingeleitet.
Während des erläuterten Eindringens der Flüssigkeit in die Luftleitung 20b erfolgt die automatische Schliessung des Ventils -1 in fol gender Weise: Sobald im Meinbrangehäuse 31 der erforderliche Unterdruck erreicht ist, wird die Membrane 32 in Richtung des Pfeils z entre-en der Wirkung ihrer Feder 16 an-ezo- gen. Dabei --ibt der Riegel 18 die Schlagbüchse 41 frei.
Diese schnellt unter der Wirkung ihrer Feder 15a vor, trifft die Nase 14 des Winkel hebels 11, so dass dieser im Uhrzeigersinn ge schwenkt wird und seine Nase 13 die Ring schulter 6 des am Ventil 4 sitzenden Zapfens 7 freigibt. Sofort. nach dieser Freigabe schnellt das Ventil 4 unter der Wirkung seiner Feder 5 in seine SehliessstellunU und ebenso bei dein sofort nachlassenden Flüssigkeitsdruck aueli das Ventil 19. Die Flüssigkeitsleitung 3 ist damit automatisch abgesperrt, so dass ein wei teres Einfliessen von Flüssigkeit in das Ein füllrolir 2 und damit den einzufüllenden Be hälter nicht mehr erfolgen kann.
Ausserdem wird bei der erwähnten Bewe gung der Schlagbüchse 41 die Nase 38 des Winkelhebels 36 getroffen, wobei sie so auf die Seite geschoben wird, dass sieh der Winkel hebel 36 im 1-hrzei,erdrehsinn dreht und dabei < las Ventil 33 der Luftleitung entgegen der Wirkung seiner Feder 35 in die Öffnungs- stellun -Y zui#üekfülii#t. Damit.
ist der Abfüllvor gang automatisch abgeschlossen, obgleich sich der Handhebel 43 und das an diesen ange schlossene Ventilhebeorgan 40 noch in ihrer Betriebsstellung befinden, in welcher der Ein- füllvorrang begonnen und durchgeführt wor den ist.
Sobald nun der Handhebel 43 von Hand freigegeben wird, kehrt er unter der Wirkung der Feder 9 in seine aus der Zeichnung er- sielitliche Stellung zurück, und das Ventil hebeorgan 40 geht wieder in die aus der Zeich nung ersichtliche Ruhestellung zurück, in der es mit seiner Nase 39 den Winkelhebel 36 fest hält und in der es mit der Nase 14 des Winkel hebels 11 an der Schulter 42 der Schlagbüchse 4-1. anliegt, nachdem diese von der Nase wieder in die aus der Zeichnung ersichtliche Aus gangsstellung zurüekgedrüekt worden ist,
in der sie durch den wieder hinter die Schulter 42 greifenden Riegel 18 festgehalten wird.
Sämtliche Teile nehmen jetzt wieder die aus der Zeichnung ersichtliche Ausgangsstel lung ein und verharren in dieser so lange, bis der Hebel 43 zwecks Einleitung eines neuen Abfüllvorganges wieder im Sinne des Pfeils x geschwenkt wird.
Es sei noch bemerkt., dass die Luftsaugevor- riehtung einschliesslich der zwei in der Luft- saugekammer sich diametral gegenüberliegen den Schenkel 20a der Luftleitung auch ausser halb des Ventilgehäuses angeordnet sein kön nen.