Rohrförmiger Hohlkörper. Die vorliegende h:rfind(mg bezieht sich auf einen rohrförmigen Kohlkörper, der aus einer zylindrisch gekrümmten Metallplatte besteht, und der z. B. als Elektrode für eine el.ek- trische Entladungsröhre ausgebildet sein kann.
In manchen Fällen werden rohrförmige Hdhlkörper, z. B. indirekt. geheizte Kathoden, durch zylindriselies Umbiegen einer gestanzten Metallplatte angefertigt, wobei die Ränder mittels einer Verbindung mit ineinandergreifen- den Teilen oder Zungen gegenseitig verbun den sind. In der Regel wird diese Verbindung schwalbenschwanzförmig gemacht, das heisst dass die Naht. aus einer Aufeinanderfolge par alleler gerader Teile besteht, die abwechselnd durch unter einem Winkel zu ihnen angeord nete gerade Teile verbunden sind.
Gegebenen falls können die so entstandenen Zungen etwas tordiert werden, so (lass eine sehr widerstands fähige Verbindung erzielt wird, wenn die Zungen zum Eingreifen gebracht und wieder flachgedrückt sind.
All diese Verbindungen mittels durch ge rade Linien begrenzter, ineinandergreifender Teile haben den Nachteil, dass der zum Stan zen der plattenförmigen Teile verwendete Stempel und die Matrize sehr schwer mit. gro sser (renauigkeit herstellbar sind.
Dies gilt besonders für kleinere Hohlkörper, insbeson dere für rohrförmige indirekt geheizte Ka thoden, (la die Toleranzen hier viel geringer sein müssen. \ 1:
s wurde festgestellt, dass eine wesentliche Ver einfaehung erzielt werden kann, wenn bei einem rohrförmigen Hohlkörper, insbesondere einer Elektrode für eine elektrische Ent ladungsröhre, der aus einer zylindriseh ge krümmten Metallplatte besteht, deren R'ä'nder mittels einer Verbindung von ineinandergrei-. fenden Teilen zusammengefügt sind, nach der Erfindung die einander anliegenden Ränder gerade Teile aufweisen, die durch Kreisbögen mit, einem Öffnungswinkel von mehr als l80 verbunden sind.
Der Übergangswinkel 7wi- sehen den geraden Teilen und dem Kreis bogen beträgt vorzugsweise etwa 60 .
Die Erfindung ist besonders gut. anwend bar bei rohrförmigen Körpern sehr geringen Querschnitts, wie indirekt geheizten Kathoden. Ausserdem darf ein bestimmtes Verhältnis 7wi- sehen dem Durchmesser und der Material stärke nicht überschritten werden, da die Ver bindung sonst infolge gegenseitiger V ersehie- bung der ineinandergreifenden Zungen in einer Richtung senkrecht. zur Oberfläche gelöst werden könnte. Dies gilt aber in gleichem Masse für die bekannten Schwalbensehwanz- verbindungen.
Es war bekannt, die ineinandergreifenden Teile solcher Verbindungen durch gekrümmte Linien zu begrenzen, wobei diese Teile bei der Herstellung der Verbindung zwischenein- ander forciert und dabei deformiert. werden. Die durch die Erfindung erzielbaren Vorteile treten aber nur auf, wenn die gekrümmten Linien reine Kreisbögen sind, wie es im fol genden an Hand einer Zeichnung näher er läutert werden wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist in der Fig. I. ein Stempel zum Stanzen und ein rohr- förmiger Körper mit einer Schwalbenschwanz- v erbindung darstellt.
Fig. 2 zeigt eine gestanzte Platte und einen rohrförmigen Hohlkörper gemäss einem Aus führungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 3 stellt den zu diesem Zweck erfor- derlichen Stempel und die Matrize dar, und Fig. 4 zeigt eine Entladungsröhre mit einer rohrförmigen Kathode.
In der Fig. 1 ist ein bekannter rohrförmi- ger Körper, in diesem Falle z. B. ein zv lindri- sches Kathodenröhrchen 1, dargestellt, welches durch Umbiegung einer Metallplatte entstan den ist. Die Ränder sind mittels ineinander greifender Zungen nach den üblichen Schwal- benschwa.nzverbindungen miteinander verbun den. Die Naht besteht hierbei aus mehreren parallelen Teilen 3 und 4, die durch schräg verlaufende gerade Teile 5 abwechselnd ver bunden sind. Die Platten werden mittels eines Stempels 2 gestanzt. Die Schwierigkeit bei der.
Herstellung eines solchen Stempels besteht darin, dass die geraden Seiten 3 und 4 paar weise genau einander entsprechen müssen, das heisst dass A und<I>A', B</I> und<I>B',</I> C und (." sich völlig decken müssen. Im allgemeinen wird ein solcher Stempel aus Einzelteilen auf gebaut, wie in Fig. 1 dargestellt. Folglich ist die Lage der Teile, z. B. C und C', völlig ab hängig von sämtlichen vorhergehenden Mass teilen A, B usw., so dass eine Suminierung von Toleranzen entsteht. Dies ist besonders für sehr kleine Stempel, z. B. zur Anfertigung rohrförmiger Kathoden, sehr nachteilig, da die Toleranzen äusserst klein sein müssen.
Die Breite der ausgestanzten Metallplatte ist dabei nämlich etwa 2,5 mm.
Die erwähnten Nachteile werden bei einer Bauart nach Fig.2 völlig vermieden, bei der die geraden Schwalbenschwänze durch Kreis bögen ersetzt. sind. Die Naht im rohrförmigen Körper 6 besteht dann abwechselnd aus ge- raden Teilen i und Kreisbögen 8 mit einem Mittelpunktswinkel von mehr als 180 . Der Kreisbogen wird vorzugsweise derart ange bracht, dass der Winkel u beim LTbergang von Kreisbogen auf geraden Teil etwa 60 beträgt, wie es bei Sehwalbenschwanzverbindungeri auch üblich ist. Dies mit Rücksicht auf die Härtung und die Abnutzung der scharfen Winkel der Stempel.
Bei der Platte 6 (Fig. 2) müssen A und A', B und B', C und<B>C</B> sieh decken, aber da. A und A', C und<B>C</B> usw. durch Kreisbogen begrenzt sind, ist dies auf sehr einfache Weise erreichbar durch Boh rung entsprechender Öffnungen in den Plat ten, aus denen der Stempel aufgebaut wird. Die gegenseitigen Abstände B und D sind praktisch beliebig, wenn nur<I>B</I> und<I>B', D</I> und D' usw. paarweise völlig gleich sind. Dies ist aber automatisch der Fall, wenn die Kreis bögen i1. und A', C und<B>C</B> usw. durch Boh rung von Öffnungen in den erwähnten Plat ten mittels einer Koordinatenbohrmaschine er halten werden.
Ein Stempel zum Stanzen der Platten für Hohlkörper nach der Erfindung ist beispiels weise in der Fig. 3 dargestellt. Ein solcher Stempel besteht aus einer Stempelplatte 9, in der die Oberstempel 10, 10', 11 angebracht sind. Das zu stanzende Material 6 liegt zwi schen der Führungsplatte 12 und der auf der Zwischenplatte 14 und der Unterplatte 15 auf gesetzten Matrize 13. Die Stempel und Ma trizen werden durch genau paarweise Boh rung in gleichen Abständen der Löcher 17,17', 18, 18' usw. mittels. einer Koordinatenbohr- maschine angefertigt. Die Löcher haben in diesem Falle einen Durchmesser von 0,5 mm und der Abstand zwischen den Löchern jedes Lochpaares beträgt 2,5 mm.
Die Teile 19, 19' werden sodann aus der Matrizenplatte 13 ent fernt und die Öffnungen 17, 18 usw. mit Stahlstiften oder Nippeln 16, welche in ver schiedenen Massen im Handel erhältlich sind und in diesen kreisförmigen Aussparungen<B>17,</B> 18 usw. von der Zwischenplatte 14 festgehal ten werden, aufgefüllt. In den Platten 9, 12 und 7.4 sind die Löcher auf entsprechende Weise gebohrt, ebenso wie in den Stempeln 10 und -1.0', wobei aber die Höhlungen im Stempel<B>10'</B> durch Nippel<B>11.</B> aufgefüllt. wer den.
Die Stempel haben dann die Form nach Fig.3, Schritt A-B. Es ergibt sich daher, dass dureb Anwendung von dureh Kreisbögen begrenzte n, ineinandergreifenden Teilen eine wesentliche Vereinfachung des Stempels er halten werden kann, so dass mit einer solchen Naht. versehene rohrförmige Hohlkörper viel billiger angefertigt werden können.
Fig. 4 zeigt eine elektrische Entladungs röhre 20 mit- einem Elektrodensystem,welches eine rohrförmige indirekt geheizte Kathode 21 enthält. Die kreisförmigen Zungen werden bei der Umbiegung der Platte mitgebogen, so dass der Durchmesser der Kreisbögen. prak tisch beliebig gewählt werden kann.
Hinsicht lieh der Bernessuno- der Wandstärke des Ma terials und des Querschnitts der rohrförmigen Hohlkörper im Zusammenhang mit der Starr heit des Materials gelten die gleichen Bedin gungen wie bei solchen mit den bekannten Selrwall)ensehwanzverbindungen.
Obwohl nur eine bestimmte Ausführungs- form eines Stempels beschrieben wurde, ist es einleuchtend, dass auch andere Stempeltypen Anwendung finden können. So können in der Zwischen- und Unterplatte Federteile ange bracht sein, durch welche Materialaussehuss und. Erzeugnis nach der Stanzbearbeitung auf wärts gedrückt werden und nicht unter dem Stempel entfernt zu werden brauchen.