Anzeigevorrichtung mit einen Text enthaltenden Leuchtröhre. Es sind bereits mit Gas oder Dampf ge füllte Röhren kleinen Formates bekannt, in welchen ein Text vorgesehen ist. Auch sind Röhren bekannt, in welchen ein Träger an geordnet ist, auf welchem ein Text vorgesehen ist, dessen Buchstaben auf dem Träger ge bildet werden durch fluoreszierendes Material, das die Gestalt von Buchstaben hat. Als Träger kann dabei gegebenenfalls die Innen wand der Röhre dienen.
Wenn derartige Röhren an eine hohe 1Veehselspannung angeschlossen werden, wird das fluoreszierende Material, aus welchem der Text gebildet ist., stark aufleuchten, wäh rend bei geeigneter Wahl der Gas- oder Dampffüllung letztere nur wenig Licht aus- .strahlt.
Ein Nachteil der bekannten Röhren ist je doch, dass sie für den Betrieb eine hohe Span nung erfordern, so dass Hochspannungstrans formatoren nötig sind. Dies erhöht die Kosten der Anlage, weil den für Anlagen mit hoher Spannung erforderlichen Vorschriften genügt werden soll.
Gegentand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Anzeigevorrichtung mit einer Gasoder Dampffüllung aufweisenden Letieht- röhre, welche einen Text aus Buchstaben von fluoreszierendem Material enthält, welche auf einem im Entladungsraum vorgesehenen Trä ger angeordnet. sind, dadurch gekennzeichnet, dass beiden an die Speisespannung arizu- sehliessenden Elektroden (Hauptelektroden) der Röhre je eine Hilfselektrode benachbart ist, wobei jeweils die der einen Hauptelektrode benachbarte Hilfselektrode mit der andern Hauptelektrode verbunden ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht einer Leuchtröhre, Fig.2 und 3 Ausführungsvarianten des Elektrodensystems.
Die Röhre 1 ist an beiden Enden mit einem Röhrensockel versehen,. der in einem Quetschfuss 2 endet, in welchem je zwei Zu fuhrdrähte eingeschmolzen sind. Die Zufuhr drähte 3, .1 sind mit den Elektroden 5, 6 ver bunden und tragen die letzteren. Die Elektro den 5, 6 bestehen aus je einem Metallzylinder, dessen Durchmesser ein wenig kleiner ist als derjenige des Rohres l.. Das Rohr 1 ist mit, einem Gas, einem Dampf oder einem Gas- oder Dampfgemisch niedrigen Druckes ge füllt.
Vorzugsweise wird als Gasfüllung eine Mischung von Argon und Neon angewandt, welche während des Betriebes selber nahezu kein Licht ausstrahlt. Die Zuführungsdrähte 3 und 4 sind über die Leitungen 7, 8 mit dein Klemmen 9 des Netzes verbunden. In einem cler Zufuhrdrähte 3 befindet sich ein MTider- stand 10, der bei normalen Textröhren die Grössenordnung von 2000 Ohm hat, welcher ZVert von der Rohrlänge abhängig ist.
In jeden Röhrensockel ist ein zweiter Draht 11 bzw. 12 eingeführt, welche je zu einer Hilfselektrode 13, 14 führen, welche in der Hauptelektrode 5 bzw. 6 vorfresehen ist.
.rede Hilfselektrode kann aus einem Metallstäbehen bestehen, welches in der zu gehörigen zylindrischen Hauptelektrode, in der Nähe der Wand derselben, vorgesehen ist. Die Leitun- 11 führt über einen Widerstand 1.5 von der Grössenordnung von 10000 Ohm zur Klemme 9, mit welcher die andere Haupt elektrode 6 verbunden ist, während der Draht 12 über einen derartigen Widerstand 16 ziir andern Klemme 9 führt, welche mit der Hauptelektrode 5 verbunden ist..
In der Fig. 2 ist eine andere Ausbildungsform. der Hilfselektrode 14 angegeben, bei der diese aus einer in der zylindrischen Hauptelektrode vorgesehenen zylindrischen Elektrode besteht. Der Zylinder 14 kann aus i#Tetallbleeli oder aus :Metallgaze bestehen. Es hat sich gezeigt, dass die Zündung des Rohres durch die Zy linderform der Hilfselektrode erleichtert wird.
Gemäss Fig.3 ist die Hauptelektrode 6 innerhalb der Hilfselektrode 14 angeordnet. T.etztere besteht aus 1VIetallgaze. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die verstäubten. Teil ehen der Hauptelektrode von der umhüllenden o#azeförmigen Hilfselektrode 14 aufgenommen werden, so dass sie nicht auf die Glaswand niederschlagen. Um diese Wirkung noch zrl verbessern, kann die Länge der Hilfselektrode 1.4 grösser gemacht werden als die Länge der Hauptelektrode 6.
Der Text wird gebildet von einem in die Gestalt des anzugebenden Wortes gebogenen dünnen Stäbchen oder Röhrchen 17 aus Glas oder sonstigem. geeignetem Material, das an den Stellen, die aufleuchten sollen, an der Vorderseite oder an der Vorder- und Hinter seite mit einer Schicht fluoreszierenden Materials bedeckt ist.
Man kann dieses Material derart. wählen, dass es örtlich in verschiedenen Farben auf leuchtet, so dass ein in verschiedenen Farben aufleuchtender Text erhalten wird.
Die Lagerung des Textröhrchens 17 in der Röhre 1 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Bei der Ausbildungsform der Zeichnung ist das eine Ende des Stäbchens 17 an einem kräftigen Stützdraht 18 festgeschmolzen, welcher ausserhalb der Elektrode 5 umläuft und an das Lager der Hilfselektrode 13 ge schweisst ist. Das andere Ende des Stäbehens 17 endet frei in einem Metallröhrchen 19, wel ches an einen Stützdraht 20 geschweisst ist, welcher zum. Stützdraht der Hilfselektrode 14 führt.
Es ist selbstverständlich, dass die Lage rung des Textstäbchens auch anders sein kami. aber es empfiehlt sich immer, das eine Ende dieses Stäbchens fest und das andere Ende frei zrr lagern, damit Formänderungen des Stäbchens 17, welche bei Erwäranung auf treten können, aufgenommen werden können.
Beim Einschalten der Röhre tritt erst eine Entladung zwischen Hilfs- und Hauptelek troden ein, worauf infolge der Ionisation der Gasfüllung die Röhre gezündet wird und die Buchstaben aktiviert werden und ein starkes Licht aussenden in einer Farbe, welche von der Art des fluoreszierenden Materials ab hängt. Die Gasfüllung der Röhre leuchtet da bei sehr wenig auf.
Der Druck der Gasfüllung und der Durch- niesser des Rohres 1 sollen im Zusammenhang mit dem totalen Inhalt der Röhre geeignet ge wählt werden können, um eine Wirkung der Röhre bei normaler Netzspannung zu ermög lichen. Für eine normale, zu diesem Zweck ge eignete Röhre, bei welcher der Text aus einem einzigen Wort, zum Beispiel Toilette , besteht, beträgt der Energieverbrauch etwa drei Watt, so da.ss Rohr, Aufbau und Energieverbrauch sehr billig sind.
Die Röhre kann mit nicht gezeichileteii Endkappen auf eine hölzerne oder metallische Unterlage montiert werden, an deren Unter seite die Widerstände 10, 15 und 1.6 montiert werden können.
Wo in der Besehreibung@ die Rede ist von < normaler Netzspannung ., werden Spannun gen gemeint, die nicht unter 220 Volt liegen. Für niedrige Netzspannungen soll. ein kleiner Transformator benutzt werden, welcher die Spannung auf etwa. 200-220 Volt erhöht. Bei Röhren anormal grosser Länge könnte das Erhöhen der Spannung ebenfalls eriorderlieh sein.