GerÏt zum selbsttätigen Einfüllen abgemessener Materialmengen in BehÏlter.
Die Erfindung betrifft ein GerÏt zum selbsttätigen Einfüllen abgemessener Mate rialmengen in BehÏlter, welches Gerät einen beweglichen Träger besitzt, der die BehÏlter in einer Anzahl Reihen nebeneinander aufnimmt, welche Reihen je auf dem Bewegungsweg eines Punktes des Trägers liegen, welches GerÏt ferner eine Materialzuführungsvorrichtung fur clie Behälter aufweist, sowie eine Einrichtung, um den Träger schrittweise derart zu bewegen, dass die BehÏlter nacheinan- der an eine Füllstelle gelangen, an der sie von der Materialzuführungsvorrichtung eine Materialmenge empfangen, wobei das GerÏt ferner eine Zeiteinstellvorrichtung besitzt, welche die Dauer des Stillstehens des Trägers zwischen zwei Bewegungssehritten bestimmt.
Das erfindungsgemässe GerÏt ist nun dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Ma terialzuführungsvorrichtung und einem an der Füllstelle befindlichen BehÏlter ein be weglicher Materialleiter angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- gegenstandes wird nachfolgend an Hand der beigelegten Zeichnungen erläutert.
In der Zeichnung zeigt :
Fig. 1 ein Sehaubild des GerÏtes,
Fig. 1A ein Schaubild einer Detailvariante,
Fig. 2 eine Draufsicht des Fusses sowie teilweise einen Sehnitt direkt über dem Fuss des GerÏtes, unter Fortlassung bestimmter Teile zur Vereinfachung der Darstellung und mit weggebroehenen Teilen,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 3-3 von Fig. 2, um 90 im Uhrzeigersinn gedreht,
Fig. 3A einen Sehnitt nach der Linie 3A-3A von Fig. 3, in grösserem Massstab,
Fig. 4 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2 unter Fortlassung bestimmter Teile,
Fig. 5 zum Teil eine Draufsicht und zum Teil einen Schnitt eines einen Teil der Vorrichtung bildenden Mechanismus in einer Arbeitsstellung,
Fig. 6 eine Teilansieht des Mechanismus gemäss Fig.
5 in einer andern Arbeitsstellung,
Fig. 7 eine Teilansicht des Mechanismus gemäss Fig. 5 in einer weiteren Arbeitsstellung,
Fig. 8 den Mechanismus nach Fig. 5 in der Ruhestellung,
Fig. 9 einen Schnitt naeh der Linie 9-9 von Fig. 4,
Fig. 10 einen Ausschnitt aus Fig. 4 mit anderer Lage einiger Teile,
Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie 11-11 von Fig. 5, um 180 gedreht,
Fig. 12 einen Schnitt nach der Linie 12-12 von Fig. 5, auch um 180 gedreht, in grösserem Massstab,
Fig. 13 eine Draufsicht auf einen andern Teil des Gerätemechanismus,
Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie 14-14 in Fig. 13,
Fig. 15 einen Ausschnitt aus Fig. 13 in einer andern Arbeitsstellung,
Fig.
16 einen Schnitt nach der Linie 16-16 von Fig. 13, in grösserem Ma¯stab,
Fig. 17 einen Schnitt nach der Linie 17-17 von Fig. 13,
Fig. 18 einen Schnitt nach der Linie 18-18 von Fig. 13, um 90 im Uhrzeigersinn gedreht, und
Fig. 19 ein Schaltschema der elektrischen Einrichtimgen des Gerätes.
Die dargestellte Ausführungsform wurde speziell zur Verwendung als Fraktionssamm- ler für chromatographisehe Analysen entwikkelt (vgl. z. B. das Werk Grundlagen und Praxis der Chromatographie von Zeehmeister und Cholnoky, bersetzt von Bachrach und Robinson, ersehienen bei John Wiley & Sons Inc., New York). Bei dieser besonderen Anwendung des Gerätes wird eine Flüssigkeit durch ein mit einer absorbierenden Substanz versehenes Rohr geleitet, wie bei der Chromatographie üblich. Die Flüssigkeit tritt am Rohraustritt tropfenweise aus und durchläuft ebenfalls tropfenweise einen Trichter.
Die Zeitdauer bzw. das Intervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bewegungen des Behäl- tergestelles bestimmt die jedem BehÏlter zuge- führte Flüssigkeitsmenge. Dieses Intervall des Stillstandes des Gestelles wird durch einen Zähler gesteuert, welcher den Antriebsmotor des Gestelles beeinflusst. Es sei jedoch erwÏhnt, dass das GerÏt auch für zahlreiche andere Zweeke verwendet werden kann.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind Reagensgläser als BehÏlter in einem drehbaren Gestell 10 (Fig. 2 und 3) angeordnet.
Die BehÏlter, von denen einige in den Fig. 3 und 3A mit T bezeichnet sind, sind in mehreren Reihen nebeneinander, im vorliegenden Fall je Reihe auf einem Kreisbogen angeordnet. Das Gestell oder der Behälterträger 10 ist, von oben gesehen, ebenfalls kreisförmig.
Die BehÏlter stehen aufrecht und herausnehm- bar in dem Gestell und werden in jeder Reihe durch horizontale Platten 12 und 14 gehalten, welche im Abstand übereinander angeordnet und durch Distanzbolzen 16 miteinander verbunden sind. Zu diesem Zweck hat die Platte 12 an ihrem Umfang eine Anzahl kreisförmi- ger Íffnungen 18 für die äusserste Behälter- reihe. Entsprechende Öffnungen sind für jede der zum Beispiel vier Reihen in der Platte 12 angeordnet (Fig. 2). Die untere Platte 14 hat ebenfalls vier kreisförmige Reihen von Íffnungen 20 (Fig. 2 und 3).
Die Íffnungen jeder Reihe in der Platte 20 decken sich mit den Öffnungen in den entsprechenden Reihen der Platte 12, um die Reagensgläser T aufzunehmen und zu halten. Um das Einsetzen der BehÏlter in die Íffnungen 20 der untern Platte 14 zu erleichtern, ist zwischen den Platten 12 und 14 eine Zwisehenplatte 13 angeordnet. Die Zwisehenplatte 13 wird durch obere Biiehsen 15 und untere Biichsen 17 auf den Bolzen 16 im Abstand von den Platten 12 und 14 gehalten und hat kreisförmige Öffnun- gen 19, welche sich mit den Öffnungen 18 und 20 decken.
Beim Einsetzen eines Behälters in die Öffnungen 18 und 19 wird der BehÏlter somit zwangläufig den Öffnungen 20 zugef hrt. Die Öffnungen 20 (Fig. 3A) sind vorzugsweise quadratiseh und nieht kreisförmig, so dass überlaufende und an den Behältern herabfliessende Flüssigkeit durch die Öffnungen 20 der Platte 14 in eine Tropfwanne 23 abfliessen kann, welche unter der untern Platte 14 und der Füllstelle angeordnet ist.
Die quadratischen Öffnungen müssen natür- lich genügend klein sein, damit die Reagens gläser nieht durch sie fallen können. Ge wünschtenfalls kann ein Ablassrohr (nicht dargestellt) für die Tropfwanne 23 vorgese- hen sein.
Die untere Platte 14 hat ferner einen ab wärtsgerichteten Stift 21, dessen Aufgabe spä- ter erläutert wird.
Das Gestell 10 ist um eine senkreehte Achse drehbar, wie später noch im einzelnen beschrieben wird, und wird intermittierend, das heisst schrittweise, bewegt, um jeden Be hälter in jeder Reihe nacheinander der Füll- stelle zuzuführen, an welcher die Fiillvorrichtung 22 (Fig. 1) angeordnet ist. Das Gestell ist herausnehmbar in einem Gehäuse 24 angeordnet, welches einen Deckel 26 besitzt. Der Deckel 26 hat eine sehlitzförmige Íffnung 28, damit die Flüssigkeit vom Auslass 30 der Vor richtungg 22 dureh den Trichter 32 in den Be hälter T an der Füllstelle gelangen kann.
Der Trichter 32 ist in bezug auf die Behälterreihen schrittweise seitlich beweglich gelagert und kann so gesteuert werden, dass sein Flüs- sigkeitsauslass 34 über die Behalter jeder Behälterreihe des Gestelles gebracht werden kann. So kann zum Beispiel der Trichter 32 zuerst über die innerste Behälterreihe gebracht werden, um jedem BehÏlter dieser Reihe während einer Umdrehung des Gestelles 10 Flüssigkeit zuzuführen. Hierauf wird der Trichter so gedreht, dass sein Auslass 34 nacheinander über die andern Behälterreihen zu liegen kommt, um jedem BehÏlter dieser Reihen während der nächsten drei Umdrehungen des Gestelles ebenfalls Fliissigkeit zuzuführen.
Der Trichter 32 hat einen senkrechten Einlauf 36, welcher in einen horizontalen Durch- lass 38 mit einem abwärts geriehteten Auslass oder Tropfmundstüek 34 übergeht. Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Trichter 32 abnehmbar in Federklammern 40 eingesetzt, welche den Teil 38 des Trichters erfassen. Die Klammern 40 sitzen auf dem obern Arm 42 einer senkrechten Stütze 44, welche auf einem drehbaren Träger oder Zapfen 46 befestigt ist, welcher in der Deckwand 47 des Gehäuses sitzt. Wie später noch näher beschrieben, dreht sich der Träger 44 mit seinem Zapfen 46 um dessen senkrechte Achse, wenn der Trichter 32 von einer Behälterreihe zur andern Behälterreihe geschwenkt wird.
Demgemäss bewegt sich der Auslass oder das Tropfmundstück 34 auf einem Bogen von einer Behälterreihe zur andern. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die öffnung 28 des Deckels 26 bogenförmig ausgebildet ist und ihr Krümmungsmittelpunkt in der Achse des Zapfens 46 liegt. Ferner ist ersichtlich (Fig. 2), dass die vier eine Gruppe bildenden, nebeneinanderliegenden Öffnungen in den Platten 12 2 und 14 auf einem Kreisbogen lie- gen, dessen Mittelpunkt in der Achse des Zap fens 46 liegt, wenn diese Gruppe von neben einanderliegenden Öffnungen der verschiede- nen Behälterreihen sich an der Füllstelle befindet, wie bei 48 in Fig. 2 angedeutet.
Gemäss Fig. 1 befindet sich die Flüssigkeit, welche den BehÏltern im Gestell 10 zugeführt werden soll, in einem BehÏlter 50 mit einem einstellbaren Ventil 52 an seinem Auslass, von welchem aus die Flüssigkeit durch ein Rohr 50 fliesst, welches die Substanz für die jeweilige Behandlung der Fliissigkeit enthält, für welche das GerÏt verwendet wird. Vom Aus lass 30 des Rohres 54 fliesst die Flüssigkeit intermittierend, das heisst tropfenweise, und mit gleicher Tropfengrösse in den Einlauf 36 des Trichters 32 auf dem Träger 44. Die Flüssigkeitstropfen gelangen durch den Auslass 34 des Trichters in ein Reagensglas an der Füll- stelle.
Nach der Abgabe einer bestimmten Tropfenzahl in das Reagensglas an der Füll- stelle wird das Gestell 10 um einen Schritt weitergedreht, wodurch das nächste Reagens- glas an die Füllstelle kommt. Wie im folgenden im einzelnen beschrieben, wird das Gestell 10 von einem Motor gedreht, welcher für einen vorbestimmten Zeitabschnitt stillgesetzt wird, während welchem jedes Reagensglas s sich an der Füllstelle befindet. Dieser Zeitabschnitt bestimmt die dem Reagensglas zugeführte Flüssigkeitsmenge. Am Schluss dieses Zeitabschnittes wird der Motor wieder angelassen, um das nächste Reagensglas an die Füllstelle zu bringen, worauf der Motor wieder stillgesetzt wird und der Vorgang sich wiederholt.
Nachdem alle oder eine bestimmte Zahl von BehÏltern einer Reihe mit den vorbestimmten Flüssigkeitsmengen beschickt worden sind bzw. ist, wird der Trichter 32 auto matisch zur nächsten Reihe geschwenkt. Hierbei liegt sein Einlauf 36 stets unter dem Auslass 30, unabhängig von der Stellung des Trichtermundstüekes 34. Um den Auslass 30 über den Einlauf des Trichters 32 zu bringen, werden der BehÏlter 50 und das Rohr 54 von Trägern oder Armen 56 und 58 gehalten, welche loubar und einstellbar, z. B. durch Klemmschrauben 62 und 64, auf einer senkrechten Stange 60 angeordnet sind. Die Stange 60 ist mit ihren beiden Enden in je einem Träger 66 befestigt. Die Träger 66 sitzen loubar und einstellbar, z.
B. durch Klemmschrauben 68, auf einem senkrechten Stativ 70, welches durch Arme 72 an der Aussenwand 73 des Gehäuses 24 gehalten wird.
Das Gerät kann bei der dargestellten Aus- führungsform in jeder Reihe 50 Reagensgläser, das heisst insgesamt 200 Reagensgläser, aufnehmen. Wie später ersichtlich, kann das Gerät so eingestellt werden, dass allen 200 Reagensgläsern oder auch einer kleineren Anzahl von Reagensgläsern je nach den besonderen Erfordernissen, eine vorbestimmte Flüs- sigkeitsmenge zugeführt wird. Nach Beendigung des Füllvorganges wird der Ausgang des Trichters 32 automatisch über ein Abflussrohr 74 bewegt, welches mittels Federklammern 76 abnehmbar an der Seitenwand 77 des Gehäuses 24 befestigt ist. Das Rohr 74 gestattet, die überflüssige Flüssigkeit durch eine Leitung 78 in einen BehÏlter (nicht dargestellt) abzuführen.
Die Gehäusewand 77 hat ein Fenster 80 und eine Lichtquelle 82 (Fig. 3) mit fluoreszierendem Licht, so dass die BehÏlter ad ihr Inhalt besichtigt werden können, ohne das Gestell aus dem Gehäuse entfernen zu müssen. Das Gestell 10 ist drehbar auf einer ortsfesten, senkrechten Welle 84 (Fig. 3) gelagert. Das Gestell hat in seiner Mitte einen die Platten 12 und 14 tragenden Zylinder 86, in dessen Enden geflanschte Lagerbüchsen 88 und 90 eingepresst sind. Die untere Büchse 90 ruht auf dem horizontalen Lagerbund 92 der Welle 84. Die Lager 88 und 90 sind auf der Welle 84 drehbar.
Durch die Mitte des Deli- kels 26 tritt das abgesetzte Ende 94 der Welle 84. Der Deckel 26 liegt auf der Gehäusedeekwand 47 und deekt deren Kreisoffnung 96 ab (Fig. 3). Nach dem Ausschwenken der Füll- vorrichtung 22 und des Armes 44 kann der Deckel 26 abgenommen und das Gestell 10 durch die Öffnung 96 herausgenommen werden. Zweekmässig ist das Gestell tragbar. Der Deckel hat einen Ausschnitt 98 für den Zapfen 46. Wenn der Ausschnitt 98 den Zapfen 46 umfasst, so liegt die Offnung 28 des Dek- kels 26 in ihrer richtigen Stellung in bezug auf den Träger 44 und den Trichter 32.
Die Welle 84 sitzt aufrecht in einem zylindrischen Teil 100, dessen Flansch 101 mit Schrauben 102 an der Oberseite des Bodens 104 des Ge häuses 24 in dessen Mitte befestigt ist.
Der Mechanismus, um den Trichter 32 auf eine bestimmte Behälterreihe einzustellen und später automatisch auf die nächste BehÏlter reihe umzuschwenken, besitzt ein Hebelwerk 107 (Fig. 4), welches durch einen Steuergriff 108 (Fig. 1) betätigbar ist und die Sperrklin keneinrichtung 111 (Fig. 5 bis 8 und 12) und die Zahnplatte 113 aufweist.
Der Steuergriff 108 sitzt auf dem abgesetzten Teil 112 einer drehbaren Welle 110 (Fig. 9), welcher Teil 112 durch eine Lagerbiiehse 114 in der Gehäusedeckwand 47 hindurehtritt. Auf dem Wellenteil 112 ist ein Steuerknopf 116 mit einem Zeiger 117 befestigt, um die Welle 110 von Hand zu drehen. Das untere Ende der Welle 110 sitzt in einer durch eine Schraube 122 befestigten, drehbaren Büchse 120. Die Büchse 120 trägt einen horizontalen Nocken 124 und ist auf einem ortsfesten Lagerzapfen 126 drehbar.
Dieser hat einen Flansch 128, welcher mittels Schrauben 130 auf dem Boden 104 des Gehäuses 24 neben der Wand 77 befestigt ist.
In einer bestimmten Stellung (Fig. 10) der Welle 110, welche durch den Steuerknopf 116 eingestellt wird, wirkt der Nocken 124 auf den Lenker 132 und hält ihn in einer bestimmten Stellung. Der Lenker 132 hat einen Längs- schlitz 134, in welehen der Halos 136 (Fig. 9) einer senkrecht gelagerten Fiihrnngsbiiehse 138 hineinragt. Die Büchse 138 ist mittels einer Schraube 140 und einer Scheibe 142 auf dem Boden 104 befestigt.
Die Büchse 138 fiihrt den Lenker 132, wenn er durch den Teil 124 aus seiner zurückgezogenen Lage gemäss Fig. 4 in seine ausgesehobene Lage gemäss Fig. 10 bewegt wird. Das innere Ende des Lenkers 132 ist mittels einer Lagersehraube 144 am einen Ende 146 eines Hebels 148 befestigt, der in der Mitte drehbar auf dem zylindri- schen Teil 100 (Fig. 3) gelagert ist, in welehem die Welle 84 sitzt.
Das andere Ende 150 des Hebels 148 ist mit dem einen Ende des Lenkers 152 durch eine Schraube 154 verbun- den. Am andern Ende ist der Lenker 152 gelocht und auf dem abgesetzten Teil 156 (Fig. 12) einer senkrechten Büchse 158 befestigt. Die Biichse 158 hat eine Mittelbohrung 160 für eine Lagerschraube 162, welche unter Verwendung einer Seheibe 164 in das freie Ende] 66 der drehbaren Platte 168 der Klinkeneinrichtung 111 eingeschraubt ist. Die Platte 168 ist an ihrem andern Ende drehbar am Boden 104 des Gehäuses 24 befestigt, und zwar in der Ecke, welche von den Wänden 73 und 77 gebildet wird.
Die Platte 168 ist mit einer Büchse 170 versehen zur Aufnahme einer Schraube 172, welche in den Boden 104 des Gehäuses eingeschraubt und durch eine Mutter 174 gesichert ist. Zwischen dem Schraubenkopf und der Biichse 170 liegt eine Seheibe 176. Die Platte 1. 68 hat ferner einen Querschlitz 178 (Fig. 5, 12), durch welchen eine in den Boden 104 eingeschraubte und durch eine Mutter] 82 (Fig. 12) gesieherte Schraube 180 ragt.
Die Schraube ragt über die Platte 168 hervor und tragt eine Scheibe 1. 83, welche den Schlitz 178 zum Teil abdeckt und durch eine Feder 184 auf der Schraube 1. 80 gegen die Platte 168 gedrückt wird, um sie gegen Vertikalbewegung zu siehern.
Wenn der Knopf 116 so weit gedreht wird, dass der Noeken 124 auf den Lenker 132 einwirkt, so wird das Ende 146 des Hebels 148 in der Bewegungsrichtung des Lenkers 132 geschwenkt und dadurch der Hebel auf dem Teil 100 gedreht. Das Ende 150 des Hebels bewegt sich in entgegengesetzter Richtung, wodurch der Lenker 152 entgegengesetzt zum Lenker 132 bewegt wird. Dureh die Bewegung des Lenkers 152 wird die Klinkenplatte 168 um die Schraube 172 in die Stellung gemäss Fig. 8 (Ruhestellung : Fig. 5, 6) ausgeschwenkt. Der Lenker 152 wird durch eine Feder 186 zurückgezogen, welche bei 188 (Fig. 5) am einen Ende des Lenkers 152 und mit ihrem andern Ende an einem Stift 190 (Fig. 1. 0) am Boden 104 befestigt ist.
Der Hebel 148 hat eine Nut 193 (Fig. 4 und 10), in welche eine Anschlagsehraube 194 auf dem Flansch 101 eingreift, um die Bewegung des Hebels gegen die Spannung der Feder 186 zu begrenzen, wenn der Nocken 124 den Lenker 132 freigibt. Gemäss Fig. 5 und 11 bildet der Zapfen 192 im Boden 104 einen Anschlag, um die Bewegung der Platte 168 in der Ruhestellung zu begrenzen. Die Schraube 180 und die Scheibe 183 führen die Platte bei ihrer Drehbewegtmg um die Schraube 172.
Die Platte 168 hat ferner einen zylindrisehen Teil 191 mit einer innern Aussparung oder einem Sitz 196 (Fig. 12). Der Teil 191 ist um einen Bolzen 198 drehbar, welcher in der Platte 168 befestigt ist und einen scheibenförmigen Kopf 200 hat, welcher in der Aussparung 196 liegt. Der Teil 191 hat ferner einen Hohlzylinderabschnitt 202 über der Ausnehmung, an welehen sich horizontale Arme 204 und 206 anschliessen, welche Teile 191, 202, 204, 206 zusammen eine doppeltwirkende Klinke 208 bilden. Gemäss Fig. 5 wird die Klinke 208 im Uhrzeigersinn durch eine Feder 210 gedreht, welche einerseits am Arm 204 und anderseits an-einem Stift 212 auf der Platte 168 befestigt ist.
Ein Anschlag 211 begrenzt die Drehung der Klinke 208 im Uhrzeigersinn, welche mit der Zahnplatte 113 zusammenwirkt. Die Platte 113 ist mit dem Träger 44 verbunden, um diesen und den von ihm getragenen Trichter 32 zu drehen. Der Tragzapfen 46 (Fig. 11) des Trägers 44 hat einen Fortsatz 214, welcher durch die obere Wand 47 hindurchtritt und im Oberteil des senkrechten Zylinders 216 sitzt. Dieser hat einen Quersehlitz 218 für eine Schraube 220 zur Befestigung des Zapfens 214 im Zylinder 216. Der Schlitz 218 gestattet die Einstellung des Zapfens 214 im Zylinder 216. Der Zylinder 216 ist auf einer senkrechten, ortsfesten Welle 222 gelagert, welche in einem geflansch- ten Lagerglied 224 befestigt ist, welches mittels Sehrauben 226 am Boden 104 befestigt ist.
In den Zylinder sind Büchsen 228 und 230 eingepresst, welche Lagerflächen für den Zylinder 216 bilden.
Auf das untere Ende der Büchse 230 ist eine Tragplatte 232 aufgepresst, welehe auf dem obern, mittleren Teil des Gliedes 224 aufliegt. Die Zahnplatte 113 ist auf dem Zylinder 216 befestigt und überdeekt die Tragplatte 232, an welcher sie durch Schrauben 234 befestigt ist. Infolgedessen dreht sich die Zahnplatte 113 mit dem Zylinder 216 um die Welle 222. Der Kreisbogenteil 236 der Zahnplatte 113 liegt neben einer Büchse 238 (Fig. 5), welche auf dem Flansch 224 mittels einer Schraube 240 und einer Scheibe 242 befestigt ist, welche über die Kante 236 greift und eine senkrechte Bewegung der Platte 113 verhindert.
Die Drehung der Zahnplatte 113 im Uhrzeigersinn (Fig. 5) wird durch eine Büchse 244 begrenzt, welche mittels einer Schraube 246 auf dem Flansch 224 befestigt ist. Die Drehung der Platte 113 gegen den Uhrzeigersinn wird durch einen einstellbaren Anschlag 248 auf dem Boden 104 begrenzt.
Die Platte 113 wird durch eine Feder 250 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, welche Feder 250 bei 252 auf der Platte 113 und an dem Stift 190 (Fig. 10) befestigt ist. Die Platte 113 hat ferner einen abwärts gerichteten Stift 254, welcher einen Schalter 256 betätigt, wenn die Platte sich nach Verdrehen entgegen dem Uhrzeigersinn in einer Grenzstellung (Fig. 8) befindet. Die Zahnplatte 113 hat fünf Zähne Tl, T2, T3, T4, T5, welche mit den senkrechten Teilen 258 und 260 (Fig. 8) des bogenförmigen Teils 202 des Zylindergliedes 208 zusammenwirken, wie später beschrieben. Der Teil 224 besitzt einen geraden Umfangsteil 225, so dass die Platte 168 genügend Platz hat.
Wenn der Knopf 116 so gedreht wird, dass der Zeiger 118 in die entgegengesetzte Richtung zeigt, wie in den Fig. 1 und 9 dargestellt, so wird der Hebel 168 gegen den Uhrzeigersinn in seine ausgeschwenkte Stellung (Fig. 8) gedreht, wodurch die Klinke 208 von der Zahnplatte 113 gelost wird. In dieser Stellung kann der Arm 44 von Hand gedreht werden, um den Trichter 32 aus seiner Stellung gemäss Fig. 1, in welcher die Zahnplatte 113 gegen den Anschlag 246 anliegt, gegen den Uhrzeigersinn, in Fig. 1 gesehen, in eine Lage zu bringen, in welcher der Auslass 34 über dem Abflussrohr 74 liegt. In dieser Stellung ist die Zahnplatte 113 gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag 248 gedreht worden.
Wenn nun die Behälter jeder Reihe gefüllt werden sollen, so wird der Hebel 44 in die Stellung gemäIS Fig. 1 gedreht. Dann wird der Knopf 116 so weit gedreht, bis der Zeiger 118 auf die Wand 77 geriehtet ist und dadurch kenntlich macht, dass der Noeken 124 sich in der Lage gemäss Fig. 4 befindet, das heisst, dass die Klinkeneinrichtung 11 zurückgezogen ist und der Sperrzahn T1 zvischen den Klinkenteilen 258 und 260 liegt, während der Zahn T2 sich gegen den Teil 260 legt (Fig. 5).
Es sei ferner angenommen, dass der äusserste Behälter an der Füllstelle unmittelbar hinter dem Stift 21 auf der Platte 14 liegt unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Gestell 10 sich in der Ansieht gemäss Fig. 1 und 2 im Uhrzeigersinn dreht. Ge- wiinschtenfalls kann das Gestell ein geignetes Merkzeichen tragen, um die Lage des Stiftes 21 zu kennzeichnen.
Nachdem das Gestell 10, wie später besehrieben, eine vollständige Umdrehung gemacht hat, um alle Behälter der innersten Reihe zu füllen, befindet sich der Stift 21 in der Lage gemäss Fig. 5. Da das Gestell 10 sich im Uhrzeigersinn weiterdreht, bewegt sich der Stift 21 gegen den Klinkenarm 206, wodurch die Klinke 208 gegen den Uhrzeigersinn um die Büchse 198 gedreht wird und in die Stellung gemäss Fig. 6 gelangt, in welcher dann der Klinkenteil 260 sich vom Zahn T2 gelöst hat, die Feder 250 die Zahnplatte 113 auf der Welle 222 gegen den Uhrzeigersinn so lange gedreht hat, bis der Zahn T'l sich gegen den Klinkenteil 258 legt.
Sobald der Stift 21 den Arm 206 freigibt, wird der Arm 204 durch die Feder 210 gegen den Anschlag 211 zurückgezogen und dadurch die Klinke im Uhrzeigersinn gedreht und ferner die Zahnplatte 113 freigegeben, so dass sie durch die Feder 250 gegen den Uhr- zeigersinn gedreht wird, bis der Teil 260 sich gegen den Zahn T3 legt (Fig. 7). Der Zahn Tl liegt jetzt ausserhalb des zylindrischen Teils 191 und der Zahn T2 zwischen den Klin kenteilen 258 und 260.
Durch die Bewegung der Zahnplatte 11. 3 aus der Stellung gemäss Fig. 5 in die Stellung gemäss Fig. 7 ist der Trichter 32 seitlich bewegt worden, und zwar aus der Stellung seines Auslasses 34 über der innersten Behälterreihe in eine Stellung, in welcher der Auslass 34 sich über der nächsten Behälterreihe befindet. Wenn der Zahn T1 zwischen den Klinkenteilen 258 und 260 liegt, so befindet sich der Trichter 32 in der Stellung, um die innerste Behälterreihe zu füllen.
Wenn der Zahn T2 zwischen diesen Klinkenteilen liegt, so füllt der Trichter 32 die näehste nach aussen folgende Reihe. Die vorstehend beschriebene Wirkungsweise der Klinke und der Zahnplatte wiederholt sich jedesmal, wenn der Stift 21 die Klinke erfasst, wodureh der Auslass 34 schrittweise seitlich nach aussen über jede Behälterreihe geschaltet wird, bis der Zahn T5 die Klinke freigibt (Fig. 8).
Hierauf wird die Zahnplatte durch die Feder 250 gegen den Uhrzeigersinn gedreht, bis sie sich gegen den Anschlag 248 legt, welcher so eingestellt ist, dass der Auslass 34 sich über dem Ablassrohr 74 befindet. In dieser Stellung wird der normalerweise geschlossene Schalter 256 durch den Stift 254 automatisch geöffnet, unterbricht einen elektrischen Stromkreis und setzt dadurch das Gerät still, wie später beschrieben.
Wenn nicht alle 200 Behälter gefüllt werden sollen, sondern zum Beispiel nur 100, so wird die Steuereinrichtung 108 wie beschrie- ben betätigt, um die Klinke 168 und die Zahnplatte 113 auszurücken und der Auslass 34 über den ersten Behälter hinter dem Stift 2. in der dritten Behälterreihe von innen gebraeht. Dureh die Steuereinrichtung 108 wird der Lenker 132 bewegt, um die Zahnplatte 113 von der Klinke 208 zu losen, worauf der Arm 44 dann von Hand frei bewegt werden kann, um den Trichterauslass 34 über die dritte Behälterreihe einzustellen.
Wird der Knopf 108 dann in seine Ausgangsstellung zurüekgedreht, so wird der Zahn T3 automatisch zwisehen die Teile 158 und 160 gebraeht.
Wenn nur ein Teil einer Reihe am Füllvor- gang teilnehmen soll, z. B. beim Füllen von 75 Behältern, so wird der Trichter 32 wie zum Füllen von 100 Behältern eingestellt, und das Gestell 10 von Hand so weit gedreht, bis der 26. Behälter hinter dem Stift 21 in der dritten Behälterreihe sich an der Füllstelle befindet. Dann wird der Apparat in der üblichen Weise betätigt. Es ist somit offensichtlich, dass der Apparat zur Füllung jeder beliebigen Anzahl von Behältern eingestellt werden kann.
Der Mechanismus, um das Gestell 10 intermittierend zu drehen, soll jetzt unter Bezug auf die Fig. 13 bis 18 beschrieben werden.
EinMotor 259 ist auf einem Rahmen 262 gelagert, welcher durch Schrauben 264 an den Boden 104 angeschraubt ist, und zwar in der Ecke, welche von den Seitenwänden 106 und 266 gebildet wird. Der Motor hat eine Schneeke 268 auf der Welle 270. Am Motor ist durch Schrauben 274 ein Arm 272 befestigt, dessen horizontale Teile 276 und 278 mit Lagerbüchsen 280 und 282 versehen sind.
In diesen ist eine senkrechte Welle 284 drehbar gelagert. Die Welle trägt ein Zahnrad 286, welches von den Lagern 280 und 282 durch Abstandsbüchsen 288 und 290 getrennt ist. Das Zahnrad 286 wird durch die Schneeke 268 angetrieben, um die Welle 284 zu drehen, wodurch sich auch ein auf dem untern Wellenende befindliches Zahnrad 292 dreht. Am freien Ende der Welle 284 ist ein Nocken 294 befestigt, welcher eine Rolle 296 des Auslasers 297 eines normalerweise geschlossenen Schalters 298 betätigt. Dieser Schalter sitzt auf einem Arm 300 des Teils 276. Auf einem scheibenförmigen Träger 304 (Fig. 4), welcher am Boden 104 befestigt ist, ist ein Zahnrad 302 gelagert. Der Träger 304 hat eine senkrechte Welle 305, welche in einen Bund 307 an der Oberseite des Zahnrades 302 hineinragt.
Der Bund 307 hat eine Aussparung 309. Eine in die Welle 305 eingeschraubte Schraube 311 hält eine Scheibe 313 in der Ausnehmung 309, wodurch das Zahnrad 302 auf der Welle umläuft und gegen senkrechte Versehiebung gesichert ist. Das Zahnrad 302 kämmt mit dem Zahnrad 292 und wird durch dieses angetrieben. Gemäss Fig. 13 treibt die Schnecke 268 das Zahnrad 286 im Uhrzeigersinn an, wodurch sich die Welle 284 und der Nocken 294 sowie das Zahnrad 292 ebenfalls im Uhrzeigersinn drehen, während sich das Zahnrad 302 gegen den Uhrzeigersinn dreht, wie durch die Pfeile in Fig. 13 angedeutet ist.
Das Zahnrad 302 trägt einen senkrechten Stift 299 nahe an seinem Umfang, auf welchem ein Hohlzylinder 306 mittels einer Schraube 308 befestigt ist, welcher ein Schalt- glied für das Gestell 10 bildet. Gemäss Fig. 14 : liegt das Zahnrad 302 unter der Platte 14 des Gestelles 10, wobei der Zylinder 306 in Schlitze 31 am Umfang der Platte 14 (Fig. 15) eintreten kann. Die Aussenenden der Schlitze sind bei 312 erweitert. Wenn das Zahnrad 302 gedreht wird, so tritt der Zylinder 306 in die Erweiterung 312 eines Schlitzes 310 (Fig. 13) und bewegt sich weiter in den Schlitz 310 hinein, um dann bei weiterer Drehung des Zahnrades 302 aus dem Schlitz wieder herausgezogen zu werden.
Durch die ununterbrochene Umdrehung des Zahnrades 302 dreht der Stift 306 die Platte 14 im Uhrzeigersinn (in Fig. 13 gesehen) und damit auch das Gestell 10. Das Gestell 10 wird auf diese Weise durch das Zahnrad 302 und den Zylinder 306 intermittierend gedreht, so dass das Gestell für einen bestimmten Zeitraum, wie später im einzelnen beschrieben, stehenbleibt.
Während dieses Zeitraumes wird ein BehÏlter durch den Trichter 32 gefiillt. Bei weiterer Schaltung des Gestelles um einen Sehritt naeh Füllung dieses Behälters befindet sich der nächste BehÏlter an der F llstelle. Es ist ersiehtlich, dass die Flüssigkeitsmenge oder sonstige Materialmenge, welche jedem BehÏlter zugeführt wird, durch den Zeitraum bestimmt wird, während welchem jeder BehÏlter sich an der Füllstelle befindet.
LTm das Gestell 10 festzuhalten, wenn der Zylinder 306 das Gestell freigibt, und um einen Schalter zu betätigen, welcher zusammen mit dem Schalter 298 und einem durch eine Zeiteinstellvorrichtung betätigten Schalter das Arbeiten des Motors 259 steuert, ist ein-iueehanismus 314 vorgesehen. Dieser besteht aus einem zylindrisehen Teil 316 mit V-formig angeordneten Armen 318 und 338 an seiner Oberseite. Der Teil 318 ist drehbar auf einer senkrechten, festen Welle 320 gelagert, deren abgesetzter Teil 321 in einem geflansehten Träger 322 befestigt ist, welcher mit dem Boden 104 durch Sehrauben 324 ver bunden ist.
In das obere Ende der Welle 320 ist eine Schraube 326 eingesehraubt, welche eine Scheibe 328 trägt und hierdurch den Zylinder 316 gegen senkrechte Verschiebung sichert. Ein Arm 330 (Fig. 13, 15) des Teils 318 trägt eine Rolle 322, welche den äussern Auslöser 334 eines Schalters 336 betätigt. Der andere Arm 338 hat einen abwärts geriehteten Stift 340 (Fig. 14), an welchem das eine Ende einer Feder 342 befestigt ist, deren anderes Ende an einem Stift 344 am Boden 104 befestigt ist. Die Feder 342 sucht den Zylinder 316 im Uhrzeigersinn zu drehen (Fig. 15).
An seinem äussern Ende ist der Arm 338 mit einem Ansehlag in Form eines drehbaren Zylinders oder einer Rolle 341 ausgebildet. Diese ist am Arm 338 mittels einer Sehraube 345 und einer Seheibe 343 befestigt. Der Teil 341 kann in den erweiterten Teil 312 der Schlitze 31. der Platte 14 eingerückt werden, da die Platte 14 über der Einrichtung 31. liegt, mit Ausnahme eines Teils der Rolle 341. Auf der Schraube 345 ist ferner mittels einer NIutter 348 und einer Seheibe 350 eine Büchse 346 befestigt, welche in einem axialen Schlitz 352 (Fig. 13, 15) am freien Ende des Lenkers 354 beweglieh ist.
Das andere Ende des Lenkers 354 ist mittels einer Lagerschraube 154 am Lenker 132 und dem Ende 146 des Hebels 148 befestigt. Wenn der Steuerknopf 116 gedreht wird, um den Lenker 132 zu verschieben, wird der Lenker 354 nach aussen versehoben, wo- durch der Anschlag 341 ausserhalb des Umfanges der Platte 14 liegt und das Gestell sich in jeder Richtung frei drehen kann, vorausgesetzt, dass auch der Zylinder 306 ausserhalb des Umfanges der Platte 14 liegt. Das Gestell kann somit zur Füllung einer beliebigen bestimmten Anzahl von BehÏltern eingestellt werden, wie bereits besehrieben.
Wenn der Lenker 354 sich in seiner Normallage und der Hebel 148 in der Lage gemäss Fig. 4 befindet, so zieht die Feder 342 den Anschlag 341 in die Sehlitzteile 312, wie in Fig. 13 dargestellt. Andernfalls gleitet die Büchse 341 an den bogenförmigen UmfangsrÏndern der Platte 14 zwischen den Sehlitzen, wie in Fig. 15 dargestellt. Aus Fig. 13 ergibt sich somit, dass, wenn der Anschlag 341 sich in einem Schlitzteil 312 befindet, der Teil 316 im Uhrzeigersinn gedreht worden ist, wodurch die Rolle 332 den äussern Auslöser 334 des Schalters 336 betätigt.
Ein Schaltschema der Einrichtung ist in Fig. 19 dargestellt. Von der Klemme 351 des Netzes verläuft eine Leitung Ll zum Haupt handschalter 358 am Gehäuse 24 und von dort über eine Schmelzsicherung 360 zur einen Klemme des normalerweise geschlossenen, automatischen Unterbreehungssehalters 256.
Vom Schalter 256 verläuft eine Leitung L2 zur Lichtquelle 82 und von dieser eine Leitung L3 zur Leitung L4, welche zur Klemme 362 des Netzes führt. Vom Schalter 256 verläuft ferner eine Leitung L5 zum ortsfesten Kontakt Cl des Schalters 336. Der Kontakt Cl berührt normalerweise den Schalthebel C2.
Der Schalthebel C2 ist durch die Leitung L6 mit dem Sehalthebel C2 des Schalters 298 des Gestellantriebes verbunden. Der Sebalthebel C2 dieses Schalters steht für gewöhnlich in Verbindung mit dem KontaktC3, von welchem eine Leitung L7 zum elektrisehen Uhrmotor eines Zeitschalters 364 verläuft, dessen Steuer- einriehtung 366 auf der Aussenwand 47 des Gehäuses angeordnet ist. Der Zeitschalter kann von beliebiger Gattung sein und ist im Handel erhältlich. Daher ist er nieht im einzelnen beschrieben und dargestellt. Einzelne Teile von ihm sind jedoch bei der späteren Erläuterung der Arbeitsweise des Apparates erwähnt.
Der Zeitsehalter arbeitet derart, dass der Motor 364 nach Einstellung der Vorriehtung 366 eine bestimmte Zeit lÏuft, wobei die Rüekkehr der Einstellvorrichtung 366 in die Nullstellung anzeigt, dass die eingestellte Zeit des Arbeitszyklus verstrichen ist. Vom Zeitsehalter 364 läuft eine Leitung L8 zur Leitung IA.
Der Antriebsmotor 259 für das Gestell ist einerseits an die Leitung L4 durch eine Leitung L9 und anderseits an den ortsfesten Kontakt C3 des Schalters 336 durch die Leitungen L10, Lll und L16 angeschlossen. Ferner ist der Motor 259 durch die Leitung L10 mit der einen Kontaktfeder des Zeitschalterkontaktes 368 verbunden, dessen andere Kontaktfeder durch die Leitung L12 an der Leitung L6 liegt. Die Betätigung des Kontaktes 368 durch den Zeitmotor 364 ist schematisch durch die gestrichelte Linie 369 angedeutet.
Der Kontakt 368 dieses Schalters 364/368 wird am m Ende der vorbestimmten Einstellzeit geschlos- sen und dann wieder geöffnet, wenn der Zeitsehaltermotor durch eine Unterbrechung seines Stromkreises stillgesetzt wird. Der Kontakt C1 des Schalters 298 ist durch die Leitung L13 an die Leitung L15 angeschlos- sen. Ein Kurzsehlusshandschalter 370 am Ge häuse 224 ist durch die Leitung L14 an die Leitung L11 und an die Leitung L15 angeschlossen, um den Motor 259 unabhängig vom Zeitschalter 364/368 sofort anlassen zu k¯nnen, wenn dies, wie später beschrieben, er forderlich ist.
Im folgenden soll nun die Arbeitsweise der Vorrichtung unter Bezugnahme auf das Schaltschema beschrieben werden. Es sei angenommen, dass der Steuerknopf 116 wie beschrieben betätigt worden ist, um die Einstellung des Gestelles und des Armes 44 von Gland zu ermöglichen, und dass das Gestell in die Lage gemäss Fig. 1 gebracht worden ist.
Dann befindet sich der Auslass 34 über einem BehÏlter der innersten Behälterreihe, wobei ferner angenommen sei, dass dieser BehÏlter der erste BehÏlter hinter dem Gestellstift 21 sei, wie früher beschrieben. Dann wird der Steuerknopf 116 in seine Ausgangsstellung zurüekgedreht, in welcher die Platte 14 durch die Rolle 341 festgehalten wird. Der Zeitschalter 364/368 ist ebenfalls eingestellt worden.
Der Schalter 358 wird gesehlossen. Hierdurch wird der Motor 364 des Zeitsehalters wie folgt an das Netz angeschlossen : Klemme 351, Leitung L1, Schalter 358, Sicherung 360, Schalter 256 (normaRerweise gesehlossen), Leitung L5, Kontakt C1 und C2 des Sehalters 336, welehe einander berühren, wenn die Rolle 341 in einen Gestellsehlitz 312 eingreift, Leitung L6, Kontakte C2 und C3 des normalerweise geschlossenen Sehalters 298, Leitung L7, Motor 364, Leitung L8, Leitung L4 und Klemme 362.
Da der Kontakt 368 des Zeitschalters wÏh rend der Einstellung der Steuervorrichtung 366 offen bleibt, arbeitet der Gestellantriebsmotor 260 nicht, und das Gestell 10 steht so lange still, bis dieser Schalter geschlossen wird, was folgenden Stromkreis des Motors 259 ergibt :
Klemme 351, Schalter 358, Sicherung 360, Schalter 256, Leitung L5, Kontakte C1 und C2 des Schalters 336, Leitungen L6 und L12, Kontakt 368 (jetzt geschlossen) und Leitung L10 zur einen Motorklemme lmd von der andern VTotorklemme durch die Leitungen L9 und L4 zur Klemme 362.
Bei Schliessung dieses Stromkreises läuft der Motor an und dreht durch die Sehneeke 268 das Antriebsrad 286 der Welle 284. Diese dreht das Zahnrad 292 und damit das Zahnrad 302, wodurch der Teil 306 in einen Schlitz 310 eintritt und das Gestell in Richtung des Pfeils gemäss Fig. 13 weiterdreht. Unmittelbar nacldem das Gestell sich zu drehen begonnen hat, erfasst der Nok- ken 294 die Rolle 296 des Auslösers 297 des Gestellantriebssehalters 298, trennt die Kontakte C2 und C3 und verbindet die Kontakte C2 und Cl. Hierdurch wird der Stromkreis des Ilotors des Zeitschalters 364/368 unterbroche.
Sobald dies geschehen ist, öffnet sich der Kontakt 368. In der Zwischenzeit bewegt sich jedoch durch die Drehung des Gestelles 10 der Ansehlag 341 aus dem Schlitz 312 auf den Umfang des Gestelles zwischen zwei Schlitzen und betätigt dadureh den Auslöser 334 des Schalters 336, wodurch die Kontakte Cl und C2 geöffnet und die Kontakte C2 und C3 dieses Sehalters geschlossen werden. Hierdurch bleibt der Stromkreis des Antriebsmotors 259 des Gestelles geschlossen.
Dieser Stromkreis verläuft dann über die Leitungen Lll und L16 zu den Kontakten C3 und C2 des Schalters 336, die Leitung L6, die Kontakte C2 und Cl des Sehalters 298 und die Leitung L13, welche an die Leitung L5 angeschlossen ist. Der Nocken 294 gibt den Aus- loyer 297 des Schalters 298 frei, ehe der Bewegungssehritt des Gestelles beendet ist.
Das Gestell bewegt sich jedoch durch seine TrÏgheit noch weiter, ebenso der zugehörige Me- chanismus, bis der Anschlag 341 in die nächste Nut 312 einrüekt, wodurch das Gestell stillgesetzt wird und der Stromkreis des Motors des Zeitschalters 364/368 wieder geschlossen wird, worauf dieser den nächsten Füllzeit- raum steuert. Eine nicht dargestellte Reibungsbremse kann nötigenfalls vorgesehen sein, um die Bewegungsenergie des Gestelles abzubremsen und es anzuhalten, wenn der Anschlag 341 in einen Schlitz 31. 2 eintritt.
Ferner sei erwähnt, dass die Energie der be weglichen, motorbetätigten Teile, welche den Nocken 294 betätigen, sich zu der eigenen Reibung oder einer zusätzlichen Reibung, z. B. einer nicht dargestellten Reibungsbremse, so verhält, dass der Nocken und die Steuerteile in ihre richtige Ausgangsstellung zurüek- gehen, so dass die Arbeitszyklen sich jederzeit unter der Steuerung des Zeitschalters wiederholen.
Wenn aus irgendeinem (Trund die Energie nicht genügt, um die Motorwelle so lange zu drehen, bis der Nocken 294 in seiner richtigen Lage zum Schalter 298 zurüekgekehrt ist, so kann der Kurzschlussschalter 370 von Hand betätigt werden und schliesst dann einen Mo- torstromkreis für den Motor 259 wie folgt : Leitungen L10, L11, L14, L15 und L5. Der Motor lÏuft dann, bis der Nocken sieh in der richtigen Lage befindet, um den Sehalter zu betÏtigen. Der Sehalter 370 wird normaler- weise nur während der Einstellung des Apparates und nieht während seines Betriebes benutzt.
Dadurch, dass der Stift 21 die Sperrklin- kenvorriehtung betätigt, wird der Trichter 32, wie früher beschrieben, seitlich bewegt. Nachdem der Zahn T5 die Klinke verlassen hat und die Zahnplatte 113 sieh in ihrer vollständig zurückgezogenen Lage gemäss Fig. 8 befindet, legt sich der Stift 254 gegen den Ausloser 255 des normalerweise geschlossenen Schalters 256, durch dessen Offnung der Apparat stillgesetzt wird, was geschieht, nachdem der letzte BehÏlter beschickt worden ist.
Es ist somit ersichtlich, dass das beschrie- bene Gerät dazu benutzt werden kann, jedem BehÏlter einer bestimmten Behälterzahl eine genau abgemessene Flüssigkeitsmenge zuzu- führen, ohne dass hierzu die Aufmerksamkeit oder Anwesenheit einer Überwachungsperson erforderlich ist. Wenn daher beispielsweise das GerÏt einmal in Betrieb gesetzt worden ist, so kann es, wenn notwendig, sogar über Nacht sich selbst überlassen werden, bis alle BehÏlter der gewünschten Behälterzahl mit Flüssigkeit beschickt worden sind.
Das beschriebene Gerät kann in verschiedener Hinsicht geändert oder ergänzt werden.
So können zum Beispiel mehrere F'lüssigkeits- zufiihrungen und entsprechende Trichter vorgesehen werden, so dass zwei oder mehr Reihen von Behältern gleichzeitig mit derselben oder verschiedenen Flüssigkeitsmengen beschickt werden können, wodurch die zur Beschickung aller BehÏlter erforderliche Zeit verringert wird, und zwar auf die volle Ka pazität des Gestelles, wenn es sich um die gleiehe Fliissigkeit handelt. Anderseits ist es möglich, versehiedenen Behältersätzen ver schiedene Flüssigkeiten gleichzeitig entsprechend den besonderen Verfahrensbedingungen zuzuführen.
In diesem Zusammenhang sei erwÏhnt, dass gemäss Fig. 11 zwei oder mehrere Trichter 32 auf einem einzigen Arm 44 unter zwei Auslässen 30 entsprechender Rohre 54 oder sonstiger Zufuhrvorrichtungen angeordnet werden können und dass ohne andere Änderungen des Gerätes das letztere dann Behäl- ter in verschiedenen Reihen füllen kann. Gemäss Fig. lA ist eine Platte 371 am Träger 44 mittels Schrauben 373 befestigt und trägt Halteklemmen 40A und 40B für zwei weitere Trichter. Die Platte 371 hat Ausschnitte 375, durch welche die Klemmen 40 hindurchtreten, welche direkt am Arm 44 befestigt sind.
Der Einlass des Rohres 74 kann so gross gehalten werden, dass er die Flüssigkeit von allen Trichtern aufnimmt, wenn der Arm 44 ausgeschwenkt wird. Gemäss Fig. 1A können zwei Trichter 32 in den Klemmen 40A und 40B befestigt werden, deren Auslässe 34 über den BehÏltern zweier Reihen liegen, und zwar r so, dass der eine Trichter die BehÏlter der ersten und zweiten Reihen und der zweite Trichter die BehÏlter der dritten und vierten Reihen von innen gerechnet beschickt.
Wenn daher die Behälter der ersten Reihe von dem einen Trichter beschickt werden und wenn die BehÏlter der dritten Reihe von dem andern Trichter beschickt werden und wenn der Halter einen Schritt seitlich geschaltet wird, so liegen die Trichter über der zweiten und vierten Reihe, so dass die BehÏlter dieser beiden Reihen gleiehzeitig von den beiden Trichtern gefüllt werden.
In ähnlicher Weise können so viele Trichter angeordnet werden, wie Behäl- terreihen vorhanden sind, so dass zum Beispiel die BehÏlter aller vier Reihen gleichzeitig gefüllt werden können, das heisst während nicht mehr als einer Umdrehung des Gestel les 10. Wenn, wie beschrieben, zwei Trichter benutzt werden, so erfolgt die Bewegung der Welle 222, welche den Arm 44 dreht, durch die Zähne T3 und T ; L der Zahnplatte 113 in Verbindung mit der Schaltklinke 208, so dass der Betrieb der Vorrichtung beendet wird, wenn der Gestellstift 21 den Klinkenarm 206 zum zweitenmal erfasst.
An Stelle von Tropfern zur Zuführung der Flüssigkeit oder eines andern Materials können andere Vorrichtungen benutzt werden, z. B. können ventilgesteuerte Auslässe angeordnet sein, um das Material dem oder den Trichtern zuzuführen. Die AuslÏsse der Trichter können Freiflussauslässe statt Tropfenauslässe sein. Ferner können andere geeignete Verteilungsvorrichtungen, z. B. eine Verteilerpumpe in Verbindung mit Freiflusstrichtern, angeordnet sein, um die Substanzen den BehÏltern in einer oder mehreren Reihen zuzuführen.