CH287262A - Luftschutzraum. - Google Patents
Luftschutzraum.Info
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Luftschutzraum. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Luftsehutzraum. Die bisherigen Erfahrungen mit Luft schutzräumen haben gezeigt, dass die üblicher weise in Kellergeschossen von Wohn- oder Geschäftshäusern installierten Schutzräume schwerwiegende Nachteile aufweisen. Der Ab wurf von Brand- und Sprengbomben kann schwere Brände und Hauseinstürze verur sachen, wobei die Kellergeschosse und deren Ausgänge vielfach verschüttet werden. Von diesen bekannten Luftschutzräumen unterscheidet sieh der erfindungsgemässe Luft schutzraum dadurch, dass er neben einem Wohn- oder Geschäftshaus unterirdisch ange ordnet ist und durch einen nach dem Schutz raum hin mittels einer Panzertüre abschliess baren unterirdischen Korridor mit dem Kel- lergeschoss des Wohn- oder Geschäftshauses verbunden ist sowie einen ins Freie führen den, nach dem Schutzraum hin mittels einer Panzertüre abschliessbaren Notausgang be sitzt. In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch den Luftschutzraum des ersten Ausführungs beispiels, Fig. 2 desgleichen einen vertikalen Quer schnitt, Fig.3 den in Fig.1 und 2 dargestellten Schutzraum im Horizontalschnitt, Fig. 4 einen Schnitt durch einen Wandteil des Schutzraumes in grösserem Massstab, Fig. 5 einen Schnitt dur eh einen doppel wandigen Wandteil, ebenfalls in grösserem Massstab, Fig. 6 einen vertikalen Längsschnitt durch den Luftsehutzraum des zweiten Ausführungs beispiels, Fig.7 desgleichen einen vertikalen Quer schnitt und Fig.8 den in Fig.6 und 7 dargestellten Schutzraum im Horizontalsehnitt. In dem Beispiel nach Fig. 1 bis 5 bezeich net 1 einen Teil eines Wohn- oder Geschäfts hauses mit dem Kellergeschoss 2. Neben dem Haus 1 ist ein Luftschutzraum 8 von recht eckigem Grundriss derart unterirdisch ange ordnet, dass die Decke 8a des Schutzraumes mindestens etwa einen Meter unter der Erd oberfläche 15 liegt. Der Schutzraum 8 weist ein beispielsweise aus U-, <B>I-</B> und T-Trägern 81) (Fig.4) zusammengefügtes Stahlskelett auf, das auf einem betonierten Boden 8c ruht und mit. Betonplatten 8d verkleidet ist. Die Wände des Schutzraumes 8 sind auf der Aussenseite von einer Kiesschicht 8e umgeben; auch über der Decke kann eine solche Kiesschicht vor gesehen sein. Der Schutzraum 8 ist durch einen unter irdischen Korridor 5 mit dem Kellergeschoss 2 verbunden und gegen den Schutzraum hin durch eine Panzertüre 6 luftdicht abgeschlos sen. Eine weitere ebenfalls luftdicht. ab schliessende Panzertüre 10 befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite am Eingang zu einem Notausgang, welcher durch ein horizon tales und ein vertikales Zement- oder Metall- rohrstüek 11 und 12 gebildet ist. In den verti kalen Teil des Notausganges, der an der Erd oberfläche 15 durch einen mit Belüftungs öffnungen versehenen Panzerdeckel 14 abge schlossen ist, ist eine Steigleiter 13 eingebaut. Die Panzertüren 6, 10 sind mit Luftklappen 6a bzw. 10a ausgerüstet, welche je mit einem Gasfilter versehen sein können. Eine weitere luftdicht abschliessende Türe 3 ist zwischen dem Korridor 5 und dem Keller geschoss 2 angeordnet; auch diese Türe ist mit einer hermetisch verschliessbaren Luftklappe 4 ausgerüstet, welche gleich den Luftklappen der Panzertüren mit einem Gasfilter versehen sein kann. Eine weitere Türe 16 führt vom Korridor 5 in einen Raum 17, in welchem eine Toilette 17a sowie eine Trinkwasserstelle 17b untergebracht ist. Der Schutzraum 8 ist mit einer elektri schen Lichtquelle 21 sowie mit dem notwen digsten Mobiliar versehen, letzteres bestehend aus einem Tisch 19, Sitzbänken 18, einer Bett stelle 22, einem Kleiderschrank 23 und Ta blaren 20. Der Schutzraum 8 kann innen mit einer Täferung und mit Anschlüssen für Tele phon und elektrische Heizung versehen sein. Es ist möglich, die Decke des Schutzrau mes oder aber den ganzen eigentlichen Schutz raum 8 aus Eisenbeton herzustellen oder aber mindestens das Stahlskelett der Decke mit Eisenbetonplatten zu verkleiden. Bei der Variante nach Fig. 5 ist der Schutzraum durch hohle Doppelwände und eine ebensolche Decke abgeschlossen. Die Wandteile 8f können auch hier durch Beton platten gebildet sein, während der Hohlraum zwischen den Wandteilen 8 f mit einem Füll stoff, beispielsweise mit Sand-, Kies-, Holz faserbeton usw. ausgefüllt sein kann. Auch ist es möglich, zum Beispiel nur die äussern Wandteile aus Beton oder Betonplatten herzu stellen und für die innern Wandteile einen andern Baustoff, zum Beispiel Holz, Mauer werk usw., zu verwenden, oder aber den gan- zen Schutzraum einschliesslich des Korridors 5 und des Notausganges aus andern zweckent sprechenden Baustoffen herzustellen. Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig.6 bis 8 bezeichnen wieder: 1 einen Teil des Wohn- oder Geschäftshauses, 2 dessen Kellergeschoss, 3 die luftdichte Türe mit. ver schliessbarer Luftklappe 4 zum unterirdischen Korridor 5, 6 die mischen denn Korridor 5 und dem eigentlichen Schutzraum 8 angeord nete luftdichte Panzertüre mit verschliessbarer Luftklappe 6a, 9 eine im Schutzraum 8 ange ordnete, zu der Panzertüre 10 des Notaus ganges führende Leiter, 11 das horizontale und 12 das vertikale Zementrohstüek des Notausganges mit der eingebauten Steigleiter l3 und dem auf Erdbodenhöhe angeordneten Panzerdeckel 14, 15 die über dem Schutzraum liegende Erdoberfläche, welche ohne jedwelche Beeinträchtigung als Garten oder Hausplatz usw. benutzt werden kann, 16 die vom Korri- clor 5 zum Raume 17 mit der Toilette 17a und der Trinkwasserstelle 17b führende Türe, 18 die im Schutzraum 8 angeordneten Sitzbänke, 19 einen Tisch, 20 Tablare, 21 eine elektrische Deckenlampe, 24 ein Telephonapparat, 25 einen Radioapparat und 26 eine Hausapo theke. Im Gegensatz zu dem ersten Ausführungs beispiel nach Fig. 1 bis 5 besteht der eigent liche Schutzraum 8 aus einem Metallzylinder- mit. vertikaler Achse und einer gewölbten lIetalldecke 8a,, die nötigenfalls noch zum Bei spiel durch Rippen verstärkt sein kann. Für den Transport werden Zylinder und nötigen falls auch Decke in einzelne Teile zerlegt und an Ort und Stelle zusammengeschweisst.. Es ist aber auch möglich, Zylinder und Decke aus andern Baustoffen, beispielsweise aus Mauerwerk, Beton usw. zu erstellen. Falls hierfür Metall, zum Beispiel Eisen, verwendet wird, empfiehlt, es sieh, die Wände und die Decke innen und aussen finit einem korrosions festen Überzug zu versehen und die Decke als liolilkugelabselinittförmigen 3Ietallkörper aus zubilden. Der Luftschutzraum kann zweck mässig mit einer Ventilationsanlage versehen sein. Der vorstehend beschriebene Luftschutz raum hat den grossen Vorteil, dass er nur durch Volltreffer beschädigt werden kann, beim Brand oder Einsturz des zugehörigen Wohn- oder Geschäftshauses jedoch unver sehrt bleibt und namentlich nicht verschüttet wird. Der Schutzraum kann in jeder beliebigen Grösse und Festigkeit hergestellt werden und kann ein Optimum an Sicherheit bieten gegen Geschosse und Gesehosssplitter von Spreng bomben, Feuer und Hitze durch Brandbom ben, Wasser infolge geborstener Kanalisations und Wasserleitungen, Gas durch Grasbomben und geborstene Gasleitungen, Luftdruck und Staub bei Hauseinstürzen sowie gegen ra dioaktive Strahlungen durch Atombomben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Luftschutzraum für Wohn- und Geschäfts häuser, dadurch gekennzeichnet, dass er neben einem Wohn- oder Geschäftshaus unterirdisch angeordnet ist und durch einen nach dem Schutzraum hin mittels einer Panzertüre ab sehliessbarenunterirdischen Korridor mit dem Kellergeschoss des Wohn- oder Geschäftshau ses verbunden ist sowie einen ins Freie füh renden, nach dem Schutzraum hin mittels einer Panzertüre abschliessbaren Notausgang besitzt. UNTERANSPRÜCHE : 1. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzraum ein auf einem Betonfundament ruhendes, mit Betonplatten verkleidetes Stahlskelett auf weist. 2. Luftschutzraum nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung einen Hohlraum begrenzt, welcher mit einem Füllstoff ausgefüllt ist. 3.Luftschutzraum nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur die äussern Verkleidungssteile aus Betonplatten bestehen. 4. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Wände und die Decke des Schutzraumes be toniert sind. 5. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Decke des Schutzraumes aus armiertem Beton besteht. 6. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Wände und Decke des Schutzraumes aus Mauerwerk be stehen. 7. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände und die Decke des Schutzraumes von einer Kies schicht umgeben sind. g.Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke des Schutzraumes mindestens einen Meter unter der Erdoberfläche liegt. 9. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Korridor ein Raum mit einer Toilette und einer Trinkwasserstelle vorgesehen ist. 10. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Notausgang aus einem horizontalen und einem vertikalen Rohrstück besteht, welch letzteres an der Erdoberfläche durch einen mit Belüftungsöff nungen versehenen Panzerdeckel abgeschlos sen ist, wobei im Innern des vertikalen Rohr stückes eine Steigleiter angeordnet ist. 11. Luftschutzratin nach Unteranspruch 1.0, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohr stücke des Notausganges aus Zement bestehen. 12.Luftschutzraum nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohr stücke des Notausganges durch Metallrohr stücke gebildet sind. 13. Luftschutzraum nach PatentansprLich, dadurch gekennzeichnet, dass die Panzertüren mit liernietisch abschliessbaren Luftklappen versehen sind. 14. Luftschutzraum nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft klappen je mit einem Gasfilter versehen sind. 15. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzraum einen reehteekigen Grundriss aufweist. 16.Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände des Schutzraumes durch einen stehenden Hohl- zylinder gebildet sind, welcher oben durch eine gewölbte Decke abgeschlossen ist. 17. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände des Schutzraumes durch einen stehenden Metall zylinder gebildet sind, der innen und aussen mit einem korrosionsfesten Schutzüberzug ver sehen ist, und dass auch die Decke aus einem hohlkugelabschnittförmigen Metallkörper be steht. 18. Luftschutzraum nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die gewölbte Decke durch Rippen verstärkt ist.19. Luftschutzraum nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Ventila tionsanlage aufweist.
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Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104161B (de) * | 1955-12-07 | 1961-04-06 | Vobag A G Fuer Vorgespannten B | Aus Rohrschuessen zusammengesetzter, mit einem kalottenaehnlichen Endstueck versehener unterirdischer Luftschutzraum |
| US3062158A (en) * | 1954-08-25 | 1962-11-06 | Du Pont | Explosives processing building |
| US3159117A (en) * | 1961-09-05 | 1964-12-01 | Morton M Rosenfeld | Cylindrical bombshelter |
| US3212220A (en) * | 1963-05-06 | 1965-10-19 | Krystyna W Boniecki | Building structure |
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| FR2524529A2 (fr) * | 1982-04-06 | 1983-10-07 | Weber Marie Francoise | Abri anti-atomique |
| FR2561700A1 (fr) * | 1984-03-23 | 1985-09-27 | Ciliani Armand | Construction abri nucleaire |
-
1951
- 1951-02-06 CH CH287262D patent/CH287262A/de unknown
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