CH287379A - Apparatur zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen von den Oberflächen elektrisch schlecht leitender Materialien. - Google Patents

Apparatur zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen von den Oberflächen elektrisch schlecht leitender Materialien.

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CH287379A
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Societe Financiere D E Sfindex
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Sfindex
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    • H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05F—STATIC ELECTRICITY; NATURALLY-OCCURRING ELECTRICITY
    • H05F3/00—Carrying-off electrostatic charges
    • H05F3/04—Carrying-off electrostatic charges by means of spark gaps or other discharge devices

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  • Elimination Of Static Electricity (AREA)

Description


  <B>Apparatur zur Ableitung elektrostatischer</B>     Aufladungen   <B>von den</B>     Oberflächen   <B>elektrisch</B>  <B>schlecht leitender Materialien.</B>    Die vorliegende     Erfinduns-    betrifft eine  Apparatur zur Ableitung elektrostatischer       Aufladungen    von den.     Oberfläehen    elektrisch  schlecht leitender Materialien mittels     hoch-          frequenter    Hochspannung. Zur     Erzeugung-          der    hochfrequenten Hochspannung ist ein  Schwingungskreis vorhanden, der aus minde  stens einer Induktionsspule und mindestens  einem Kondensator besteht.

   Der Kondensator  wird durch einen Umschalter in periodischer  Folge zuerst an einer Spannungsquelle aufge  laden und dann über die Induktionsspule ent  laden, wobei diese     Kondensatorentladungeit     im Schwingungskreis gedämpfte Schwingun  gen hervorrufen. Die Schwingungen erzeugen  an den Enden einer mit der Induktionsspule  eng gekoppelten Sekundärspule grosser     Win-          dungszahl    eine hohe Spannung gleichen zeit  lichen     Verlaufes.    Diese     hochfrequente    Hoch  spannung liegt auch an     mindestens    einer mit  einem Ende der Sekundärspule verbundenen  metallischen Elektrode,

   an der sich die zu ent  ladenden     llaterialfläeheii        vorbeibewegen.    Die  Elektrode weist zumindest an jenen Teilen,  die den zu entladenden Materialflächen un  mittelbar gegenüberstehen, eine Formgebung  auf, die dort eine     Feldstärkekonzentration    be  wirkt von einer Grösse, dass bei der an ihr  liegenden hochfrequenten Hochspannung eine  selbständige Glimmentladung in der umgeben-    den Luft und zumindest einem Teil des Luft  raumes zwischen der Elektrode und den zu  entladenden Materialoberflächen herrscht.

   Zwi  schen den Glimmbereichen der Elektrode und  den elektrostatisch aufgeladenen Materialober  flächen bildet sieh ein     Ionenstroin    aus, der die  Oberflächenladungen zu der metallischen Elek  trode und von dort aus über die Sekundär  spule und deren anderes geerdetes Ende ab  leitet.  



  Es existieren bereits eine Anzahl von Ver  fahren und Einrichtungen     'zur    Ableitung von  elektrostatischen     Oberfläeheniadungen    mit  tels einer mehr oder weniger     intensiven    Ioni  sation des Luftraumes in der Umgebung der  zu entladenden Materialoberflächen. Bei der  artigen mit elektrischen Mitteln arbeitenden  Apparaturen wird zur Ionisation der Luft in  der Umgebung der zu     entladenden    Material  oberflächen eine mit einzelnen Spitzen ver  sehene kammartige Metallelektrode verwen  det, an der eine hohe Gleichspannung liegt.  Die Spitzenentladungen in Form des  elektri  schen Windes  bewirken eine mehr oder weni  ger intensive Ionisation im Luftraum zwischen  den Spitzen der kammartigen Elektrode und  der zu entladenden Materialoberfläche.

   Dieses  Verfahren weist aber den Nachteil auf, eine  Gefährdung des Betriebspersonals bei zufäl  ligen Berührungen zu verursachen, wodurch      man gezwungen ist, den Innenwiderstand des       Gleiehspannungsgenerators    zwecks Verringe  rung dieser Gefährdung extrem hoch zu  machen, was die Ableitungswirkung der Ein  richtung stark beeinträchtigt. Zur Verrin  gerung des     apparativen    Aufwandes hat man  derartige     Kaminelektroden    auch an hohen  Wechselspannungen von 50 Hz angeschlossen,  aber auch hierbei keine wesentliche Verbesse  rung erzielt im Hinblick auf die Gefährdung  des Betriebspersonals.

   Es ist. auch bereits vor  geschlagen worden, hochfrequente Hochspan  nung zur Speisung der     Elektroden    zu verwen  den; jedoch ist bisher der technische Auf.  wand im     Hochfrequenzgenerator    zu gross für  eine Anwendung dieser Methode in der Praxis.  



  Ein anderes     bekanntes    Verfahren nicht  elektrischer Art.     bewirkt    die Ionisation des  Luftraumes zwischen einer metallischen Elek  trode und den zu entladenden Materialober  flächen durch radioaktive Bestrahlung der  Luft. Dieses Verfahren weist aber den Nach  teil auf, dass nur relativ schwache elektrische  Oberflächenladungen abgeleitet werden kön  nen, da für stärkere     Ionisierung    des Luft  raumes Konzentrationen in den radioaktiven       Strahlungsquellen    erforderlich wären, die     zu     bedenklichen gesundheitlichen     Schädigungen     des Bedienungspersonals führen könnten.  



  Die Apparatur gemäss vorliegender Erfin  dung ermöglicht. nunmehr die Verwendung  sehr intensiver Ionisation durch metallische  Elektroden, die an einer     Hochfrequenzspan-          nung    der     Grössenordnung    von 50 000 Volt und  mehr liegen können, wobei aber zur Erzeu  gung dieser - Hochspannung ein Generator sehr  geringen Aufwandes verwendet wird. Ferner  kann der     Gleichstrom-Innenwiderstand    des       Iloclifrequenzgenerators    an den Hochspan  nungsklemmen sehr niedrig gehalten werden,  was für die vollständige Ableitung der Ober  flächenladungen bedeutungsvoll ist.

   Ausfüh  rungsbeispiele der erfindungsgemässen Appa  ratur sind in den     Fig.    1 bis 24 dargestellt und  im folgenden erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 das Prinzip der Apparatur,       Fig.    2 und 3 je eine beispielsweise Aus  führung des     Hochfrequenzgenerators    mit Hilfe    eines elektromagnetisch     betätigten        Unischal-          ters,          Fig.    4 und 5     der    zeitliche Verlauf von  Teilspannungen in einem     Hochfrequenzgene-          rator    nach     Fig.    3,

         Fig.    6 eine weitere Ausführungsform einer  Schaltung,       Fig.    r und 3 den zeitlichen Verlauf der  Ladespannung in den beiden Schaltungshälf  ten,       Fig.    9 ein     NTockensehalter,          Fig.    10 ein rotierender Schleifring,       Fig.        11.    eine weitere beispielsweise Schal  tung mit elektronischem Schalter,       Fig.    12 den Spannungsverlauf der Schal  tung nach     Fig.    11,       Fig.    13 die     beispielsweise    Ausführung eine       Hochfrequenzgenerators    mit räumlich aufge  teiltem Schwingkreis,

         Fig.    14 bis 19 die beispielsweise Ausfüh  rung von     Elektroden    für die Entladung band  förmiger Materialien,       Fig.    20 und 21 je eine     Anwendung    der  Apparatur zur Entladung von besonders ge  arteten Materialien,       Fig.    22 bis 24 weitere     beispielsweise    Aus  führungen von Elektroden.  



  Das Prinzip der Apparatur ist schematisch  in     Fig.        1.    dargestellt. Der     Schwingungskreis     besteht in dieser beispielsweisen Ausführung  aus der     Induktionsspule    1 und dem Konden  sator 2, der von     Umschalter    3 in periodischer  Folge zuerst über den Kontakt     K1    an der  Stromquelle 4, die hier als Batterie angedeutet  ist, aufgeladen und dann über den Kontakt       K?    über die Induktionsspule 1 entladen wird.

    Der Umschalter 3      wird    zu diesem Zweck  durch die Steuerung 5 derart betätigt, dass  er in rascher Aufeinanderfolge die     Aufladunt.z          bzw.    Entladung des     Kondensators    2 ermög  licht, wobei insbesondere die jeweilige Ent  ladungsperiode zeitlich so lang gemacht wird,  dass die am Kondensator 2     vorhandene    Rest  spannung beim Unterbrechen der Entladung  sehr gering ist.

   Durch die jeweilige     Konden-          satorentladung    wird in dem aus Induktions  spule 1 und Kondensator 2 gebildeten Schwin  gungskreis eine gedämpfte hochfrequente      Schwingung erregt und in der mit der  Induktionsspule 1 eng gekoppelten Sekundär  spule 6 grosser     Windungszahl    eine Spannung  gleicher Frequenz erzeugt. Das     Windungs-          zahlverhältnis    zwischen den Spulen 1. und 6  wird so gross gemacht, dass an der Klemme 7  gegen die geerdete Klemme 8 eine Hoch  frequenzspannung der Grössenordnung von  <B>50000</B> Volt oder mehr auftritt.

   An der  Klemme 7 sind metallische Elektroden ange  schlossen, hier beispielsweise als zwei sehr dünne  Metalldrähte 9 und 1.0 dargestellt,     zwischen     welchen sich das     zii        entladende,    hier beispiels  weise als Band 11 dargestellte Material hin  durchbewegt. Durch die an den     dünnen    Me  talldrähten 9 und 10 gegen Erde herrschende  Spannung und die     Feldstärkekonzentra-          tion    an der Oberfläche der     lIetalldrähte    bil  det sich in der Luft in unmittelbarer Um  gebung der beiden Drähte eine selbständige  elektrische     Glimmentladung    aus.

   Elektro  statische Ladungen, die an den     Oberflächen     des     31aterialbandes    11. haften, bewirken einen       Ionenstroin    zwischen den Metalldrähten und  der Ober- bzw. Unterseite des     Materialbandes     11, gespeist aus der Wolke von ionisierten  Luftmolekülen im     Glimmbereich    der     Elektro-          dendrähte    9     bz -.    10.     Dureli    diesen     Ionenstront     werden die     Oherflächenladungen    zu den par  allelgeschalteten Elektroden 9 bzw.

   10 abge  leitet, wo sie sich zum Teil untereinander aus  gleichen oder über     Anschlusskleinme    7, Se  kundärspule 6 und     Anschlusskleinme    8 zur  Erde abfliessen.  



  In der     Prinzipdarstellung    von     Fig.    1 ist.  der     Unischalter    3 mit seinen Kontakten     K1     und K2 sowie der Steuereinrichtung 5 als  mechanischer Sehalter dargestellt. Es ist aber  auch jede andere Bauweise des rasch bewegten  Umschalters anwendbar, also mechanisch oder  elektrisch angetriebene schwingende oder  rotierende     Kontaktmechanismen,    sowie rein  elektrisch arbeitende elektronische Schalter.  



  Eine     beispielsweise        Ausführung    eines       Hoehfrequenzgenerators    mit     elektroinechani-          schein    Umschalter zeigt     Fig.    2 unter Verwen  dung eines handelsüblichen     Zerhackers    12. Die  Induktionsspule 1 liegt     ain    Kontakt     K..,    des         Zerhaekerumsehalters,    dessen schwingender  Anker 3 den Kondensator 2 zur     Aufladung     über den Kontakt     K1    an die Batterie 4 legt  und zur     Entladung    über die Induktionsspule  1 an den Kontakt K2.

   Der Antrieb des An  kers 3 erfolgt hier aus der gleichen Batterie     -1     mittels der     Magnetspule    13 des     Zerhaekers,    die  so geschaltet. ist., dass sie erregt. ist, solange  der Anker 3 den Kontakt<I>K2</I> berührt. Der  federnde Anker 3 erhält also jeweils dann,  wenn er     K..    berührt, einen Kraftimpuls, der  ihn zurückschnellen lässt,     wodurch    die peri  odische Ankervibration aufrechterhalten wird.  In Ruhelage kann aber der Anker nicht von  selbst. ausschwingen, weshalb ein Startkontakt  14 vorgesehen ist.

   In dieser beispielsweisen  Ausführung kann der     Hochfrequenzgenerator     aus einer in der Apparatur eingebauten lang  lebigen Trockenbatterie gespeist werden und  ist dann unabhängig von äussern Strom  quellen.  



  Eine weitere     beispielsweise    Ausführung  eines derartigen     Hochfrequenzgenerators    zeigt.  das Schaltschema von     Fig.    3, wobei ebenfalls  ein handelsüblicher     Zerhacker    12, aber als  Stromquelle ein     Wechselstromnetz    am     Klem-          inenpaar    15 verwendet wird.

   Die Magnetspule  13 des     Zerhackers    12 wird hier mit der Wech  selspannung     TTl    vom Netztransformator 16  erregt und bewirkt eine periodische Schwin  gung des federnden Ankers 3 mit der doppel  ten Netzfrequenz, sobald der Netzschalter 1.7  eingeschaltet ist und die Primärwicklung des  Netztransformators 16 über die Sicherung 1.8  Netzspannung erhält. Der Kondensator 2  wird über Kontakt K2 an die     Spannung          T-L    =     Z-1   <I>+</I>     il.    gelegt und nach     Aufladung     über den Kontakt. K 1 und die Induktionsspule 1  entladen.

   Da. die Ladespannung     Z'L    =     1r1    +     I'."     eine     Weeliselspannung    von der Form<B>(T</B>L (t)  =     Z"o        sin        wt    ist, muss die Auf- und Entladung  des Kondensators 2 phasenrichtig erfolgen.  In     Fig.    4 ist. der Zeitverlauf von     UL   <I>(t)</I> dar  gestellt und durch die gestrichelten, mit     K1     bzw. K2 bezeichneten Bereiche angegeben,  während welcher Zeitabschnitte der Anker 3  die Kontakte     K1    bzw. K2 berührt.

   Bei der  hier vorliegenden     Weehselstromerregung    der           Zerhacker-Magnetspule    13 schwingt der Anker  3 mit einer Phasenverschiebung von 90  gegen  über der erregenden Spannung     tll,    die phasen  gleich mit     TTL   <I>(t)</I> verläuft.

   Die Schaltung ist  deshalb so ausgeführt, dass zu Beginn des in       Fig.        a    mit     K2    bezeichneten Zeitabschnittes je  weils der Kondensator des     Hoehfrequenzgene-          rators    (in     Fig.    3 mit 2 bezeichnet) an die  Spannung     UL    gelegt wird, was praktisch     fun-          kenfrei    erfolgt, da die Spannung     UL    in diesem  Zeitpunkt noch sehr gering ist.

   Der Konden  sator wird während der Kontaktzeit     IL,    dann  fast bis auf die     Spitzenspannung        Z'o    aufge  laden, und der Kontakt     K2    öffnet wieder zu  einer Zeit, wo der Ladestrom zum Konden  sator gering ist, also kein Öffnungsfunke ent  stehen kann.

   Während der Schliessungszeit  von     K1    wird der Kondensator über die In  duktionsspule (in     Fig.    3 mit 1 bezeichnet)  entladen und verursacht einen oszillierenden  Strom im Schwingungskreis, dessen Dämp  fung so gewählt wird,     da.ss    die     Sehwingampli-          tude    innerhalb der     Kontaktschliessungszeit        K1     bis auf einen kleinen Wert     abgeklungen    ist,  damit beim Öffnen des Kontaktes K 1 kein  Öffnungsfunke entsteht.

   Der periodisch sich  wiederholende Lade- und     Entladevorgang    des       Kondensators    ist schematisch in     Fig.    5 ab  hängig von der Zeit t dargestellt.  



  Bei der beispielsweisen     Schaltung    nach       Fig.    3 ist, der Schwingungskreis nur während  der     Kontaktschliessungszeit    KI erregt, also in       weniger        als        50%        jeder        vollen        Wechselspan-          nungsperiode.    Durch Anwendung einer Ge  gentaktschaltung mit einem weiteren völlig  gleichartigen     Zerhacker    12 lässt sieh in der  beispielsweisen     Sehaltung    von     Fig.    6 errei  chen, dass der Schwingungskreis während der  doppelten Zeit erregt wird.

   Hierfür ist. gegen  über     Fig.    3 ein zweiter Kondensator 2 gleicher  Kapazität erforderlich und ein zweiter Trans  formator 16 gleicher Ausführung. Die Primär  wicklungen der Transformatoren<B>1.6</B> liegen  aber nicht parallel an den     Weehselstromspan-          nungsklemmen    15, sondern an den gegenüber  liegenden Eckpunkten einer sogenannten     90 -          Phasenbrüeke    bekannter Ausführung oder  einem andern     90 -Phasendrehglied,    derart, dass    die     Primärspannungen    beider Transforma  toren 16 zwar gleiche Grösse, aber eine Pha  senverschiebung von     90     gegeneinander auf  weisen.

   Der zeitliche Verlauf der Ladespan  nung     UI,   <I>(t)</I> und die Kontaktzeiten der einen  Schaltungshälfte sind in     Fig.    7, die     entspre-          ehenden    Grössen der andern     Sehaltungshälfte     in     Fig.    8 angegeben.

   Da beide     Zerhacker    7.2  nunmehr mit einer     Phasenversehiebung    von  90  arbeiten, fällt die Ladeperiode des einen  Kondensators     \'    zeitlich mit der Entlade  periode des andern Kondensators 2 zusammen,  und die     Induktivität    1 bildet abwechselnd mit  dem einen bzw. dem andern Kondensator  _  einen     Sehwingkreis,    der durch die     je-Nveili-          gen        Kondensatorentladungen    zu gedämpften  Schwingungen erregt wird.  



  An Stelle der in den beispielsweisen Aus  führungen des     Hoehfrequenzgenerators    nach       Fig.        \?,    3 und 6     angegebenen        handelsübliellen          Zerhacker    mit     elektromaunetisch    angetrie  benem     Sehwinganker        kann\    auch ein     Noeken-          schalter    mit rotierender     Noekenseheibe    benützt  werden, wie in der beispielsweisen Ausführung  von     Fig.    9 dargestellt.

   Die     Noekenscheibe    mit  den vier Kontaktsätzen bewirkt die wechsel  weise Auf- und Entladung der beiden Konden  satoren 2, in welcher Weise wie bei     Fig.    6.  wenn die     \ockenseheibe    durch einen     Syn-          chronmotor    von der Spannungsquelle     L        @L   <I>(t)</I>  angetrieben wird und die Kontaktzeiten für       K1    und     K2    so eingestellt werden, wie in     Fig.    7  bzw. 8 dargestellt.  



       Aueh    mittels eines rotierenden Schleifrin  ges nach Art der     sehematisehen        Darstellung     von     Fig.   <B>1,0</B> kann der gleiche Schaltvorgang  erzielt. werden, wie an Hand der     Fig.    3 bis 5  beschrieben,     wenn    der     Sehleifring    eine     Kon-          taktfläehe    über etwa l80  seines Umfanges  besitzt, durch einen     Synchronmotor    von der       Wechselspannungsquelle        Z'L    (t) angetrieben  wird und relativ zu den Kontaktsätzen     K1     bzw.

       K#,    so justiert ist, dass die     Sehaltzeiten     gemäss     Fig.    4 eingehalten werden.  



  Die beispielsweisen     Ausführungen    des       IIoehfrequenzgenerators    mit     synehron    rotie  renden     Sehalteinrichtungen    sind besonders ge  eignet für den Betrieb aus Weehselspannungs-      quellen höherer Frequenz.. Bei den hierbei  auftretenden kurzen Schaltzeiten und hohen  Schaltfrequenzen sind mechanische     Umschalter     mit Schwinganker nicht mehr     verwendbar.     



  Schliesslich können     auch    für Schaltfre  quenzen jeder Grösse elektronische Schalter  angewendet werden, wie in der beispielsweisen  Ausführung der     Fig.    11     angegeben.    Hier sind  zwei gasgefüllte     Dreielektrodenröhren        K1    und       K2    in Serie geschaltet, von denen die mit       K2    bezeichnete den Kondensator auflädt, so  lange ihre Anodenspannung     TTL   <I>(t)</I> positiv ist  (siehe     Fig.    12), während welchem Zeitab  schnitt die Schaltröhre     K1    keinen Strom führt,

    da ihr Gitter eine negative     Vorspannung        U,   <I>(t,1</I>  aufweist. Erst während der negativen Halb  periode von     h"L   <I>(t),</I> während der     K2    sperrt,  wird das Gitter von     K1    positiv und über     K1     entlädt. sich der Kondensator 2 durch die       Induktivität    1, dabei den Schwingungskreis  erregend.

   Um eine Unterdrückung der einen  Amplitude der so angestossenen Schwingun  gen zu vermeiden, wird der     Schaltröhre        Kt     eine gleiche Röhre für die     CTegenriehtung    par  allel geschaltet, wie in     Fig.11    gestrichelt an  gedeutet. Den Verlauf der Spannungen     TTL   <I>(t)</I>  und     U"    (t) zeigt.     Fig.12.     



  Bei der praktischen Anwendung der Ap  paratur zur Ableitung elektrostatischer Ruf  ladungen gemäss vorliegender Erfindung ist       es    häufig     erwünscht.,        clen        Hochfrequenzgene-          rator    in einiger     Entfernung    von den Elek  troden anzuordnen. In solchen Fällen wird  der     Hochfrequenzgenerator    in zwei räumlich       getrennte    Baugruppen aufgeteilt, wie in       Fig.    13 in einer beispielsweisen Ausführung  dargestellt.

   Die Induktionsspule 1, die hier  aus zwei Hälften besteht, bildet mit der iso  lierten Doppelleitung 19 und dem Konden  sator 2 den     Schwingungskreis,    sobald der  Umschalter 3 auf dem Kontakt     K1    liegt. Die  Leitung 19 kann mehrere Meter lang sein,  da dieselbe als     bifilare    Leitung wirkt und zur       Induktivität    1 keinen Beitrag liefert, son  dern ausschliesslich die Kapazität des Schwin  gungskreises erhöht. Im     Hochfrequenzgene-          rator    selbst liegt. noch eine Glimmlampe 20  in     Serie    mit. einem Widerstand 21 parallel zur    Leitung 19, zwecks Anzeige der Hochfrequenz  spannung im Betrieb bzw. eventuellen Kurz  schlüssen in der Leitung 19.

   Je eine der zwei  Induktionsspulen 1 ist bei der vorliegenden.  beispielsweisen Ausführung mit. der entspre  chenden Sekundärspule 6 zu einem Hoch  frequenztransformator vereinigt und mit. der  jeweiligen Elektrode 9 bzw. 10 direkt zusam  mengebaut, wodurch eine     Zuführungsleitung     für die hochfrequente Hochspannung zu den  Elektroden vermieden wird.  



  Die Apparatur zur Ableitung elektrosta  tischer     Aufladungen    von den Oberflächen  elektrisch schlecht leitender Materialien ge  mäss vorliegender Erfindung besitzt Elektro  den, die zumindest an jenen Teilen, die den  zu entladenden Materialflächen unmittelbar  gegenüberstehen, eine     Formgebung    aufweisen,  die an diesen Stellen eine bedeutende Feld  stärkekonzentration bewirkt.

   Bei der an den  Elektroden liegenden hohen.     Hoehfrequenz-          spannung    tritt an diesen Stellen in der um  gebenden Luft und zumindest. einem Teil des       Luftraumes    zwischen jeder Elektrode     und     den zu entladenden Materialoberflächen eine  selbständige     Glimmentladung    auf. In den       Fig.    14 bis 24 sind verschiedene beispielsweise  Ausführungen derartiger Elektroden     sehema-          tiseh    dargestellt.  



  Für die Entladung von bandförmigem Ma  terial     zeigt        Fig.    14 eine Elektrode im Quer  schnitt, bestehend ans einem runden Stab 22  aus Isoliermaterial, dessen Oberfläche glatt  geschliffen und poliert ist. Der runde Isolier  stab besitzt über seine ganze Länge eine       Dreieeknut    23, in der ein\ sehr dünner Me  talldraht 24 liegt, der an der nicht geerdeten  Hochspannungsklemme der     Sekundärspule     eines     rloehfrequenzgenerators    angeschlossen  ist.. Das auf seiner Unterseite zu entladende       Materialband    11 gleitet über den Isolierstab  22 und die Längsnut 23, ohne den Metalldraht.       2-1-    zu berühren.

   Durch die im     Luftzwischen-          raum        zwischen    dem Materialband     l    l und dem  Draht 24 in unmittelbarer Umgebung von des  sen Oberfläche herrschende     Glimmentladuno-          entsteht    eine intensive     Ionenwolke    im Glimm  bereich und ermöglicht die Ausbildung eines      Zonenstromes     zwischen    den an der Bandunter  seite anhaftenden Ladungen und dem Metall  draht 24.  



  Zur Ableitung sehr starker     Oberfläehen-          ladungen    wird ein Isolierstab 22 nach     Fig.        1.5     mit zwei oder mehr Längsnuten 23 und je  einem dünnen Metalldraht 24 pro     mit    ver  wendet. Bei derartigen Elektroden kann sieh  die zu entladende     Materialfläche    auch in grö  sseren Abstand oberhalb der Isolierstäbe vor  beibewegen und braucht nicht unbedingt über  die Isolierstäbe zu schleifen.  



  Die     Fig.l6    zeigt im Querschnitt eine       Elektrodenform,    bei der sich eine sehr dünne  Metallfolie 25 zwischen zwei     Halbrundstäben     26 aus Isoliermaterial befindet. Nach dem Zu  sammenfügen der beiden     Halbrundstäbe    mit  der Metallfolie wird der so gebildete Rund  stab auf seiner Oberfläche abgeschliffen und  poliert, so dass die Folie an der Oberfläche  wie eine sehr dünne Metalleinlage erscheint.  Die Metallfolie wird mit der     hochfrequenten     Hochspannung verbunden, wodurch in der  Umgebung der in die Oberfläche eingebet  teten Metallkanten je eine selbständige     Glimm-          entladung    der Luft auftritt.

   Durch Zusam  menfügen von drei     stabförmigen        Isolierschie-          nen    27     naeh        Fig.17    mit je einer dünnen Me  tallfolie 25 in den Grenzflächen entsteht in  gleicher Weise ein Rundstab aus Isolier  material mit mehreren, hier drei, Metallein  lagen längs der Oberfläche.     Cber    diese Elek  troden bewegen sich die zu entladenden Ma  terialoberfläehen, entweder indem sie auf  liegen oder in einem geringen Abstand sieh  befinden.  



  Die gleichzeitige Entladung von Ober- und  Unterseite bandförmiger Materialien mit  Elektroden der in den     Fig.14    bis 17 bei  spielsweise angegebenen Bauarten, zeigt sche  matisch die     Fig.    18 in Aufsieht, und die       Fig.    19 in einem Querschnitt. Das Material  band 11 bewegt. sich in     Pfeilriehtung    durch  eine Apparatur, die mehrere, hier beispiels  weise vier, als runde Stäbe 28 ausgebildete  Elektroden aufweist, wovon je zwei auf der  Oberseite bzw. Unterseite des     Materialbandes     schleifen.

   Die runden Stäbe 28 bestehen     aus       Isoliermaterial und besitzen je eine oder meh  rere Metalleinlagen längs ihrer Oberfläche  gemäss den beispielsweisen Bauarten der       Fig.    14 bis 17. Sämtliche     Metalleinlaaen    sind  durch eine Metallschiene 29 miteinander lei  tend verbunden und liegen an der die     hoch-          frequente        Hochspannung    führenden     An-          sehlussklemme    7 der Sekundärspule 6.

   Die  einzelnen Elektroden 28 sind dabei so ein  ,erichtet, dass an dem vom Materialband 11  berührten     Oberfläehenteil    der Isolierstäbe 28  zumindest. eine     Metalleinla-e    sieh befindet, in  deren Umgebung die Luft eine selbständige       lilimmentladung    aufweist.  



  Die Anwendung der Apparatur zur Ab  leitung     elektrostatiseher    Ladungen von den  Oberflächen einzelner oder mehrerer zu einem  Strang zusammengefasster Fäden aus elek  trisch schlecht leitenden Materialien zeigt im  Prinzip in einer beispielsweisen Ausführung  die     Fig.    20. Der zu entladende Strang 30 be  wegt sieh in     Pfeilriehtung    an einer Elektrode  vorbei, die hier beispielsweise durch einen  dünnen metallischen Drahtring 31 dargestellt  ist. Der Drahtring 31 ist mit der Anschluss  klemme 7 der Sekundärspule 6 des     Hoch-          frequenzgenerators    verbunden, die mit ihrer  andern Klemme 8 an Erde liegt.

   Die zwischen  den Klemmen 7 und 8 herrschende Hoch  frequenzspannung hat eine     CTrösse,    dass in  folge der     Feldstärkekonzentration    in unmit  telbarer Umgebung der     Drahtoberfläehe    rings  um den Drahtring 31 eine selbständige  Glimmentladung der Luft. auftritt.

   Die auf  den Oberflächen des     Strangmaterials    haften  den     elektrostatisehen    Ladungen bewirken  einen     Ionenstrom    zwischen dem bewegten  Strang 30 und der Elektrode 31, der den ge  samten Innenraum der     Drahtringebene    aus  füllt. und die     elektrostatisehen    Oberflächen  ladungen des Materials 30 zum Drahtring 31  und von dort über den niedrigen     C#r'Ieiehstrom-          Innenwiderstand    der Sekundärspule 6 zur  Erde ableitet.

   Zur Erhöhung der     Ableitungs-          wirkung    können mehrere gleichartige Ring  elektroden hintereinander längs des bewegten  Materialstranges angeordnet werden, die  sämtlich untereinander und mit der Klemme      7 der Sekundärspule des     FIoelifrequen7gene-          rators    verbunden sind.  



  Für die Ableitung von elektrostatischen  Oberflächenladungen fein- oder grobkörniger  Materialien zeigt     Fig.    21 die prinzipielle An  wendung der Apparatur in einer beispiels  weisen Ausführung. Das aus dem Vorrats  gefäss 32 in einem dünnen Strahl ausfliessende  pulverisierte Material 33 fällt in     Pfeilrieh-          tung        dureh    den     Innenraum    einer Elektrode  34, die hier beispielsweise als Schraube aus  sehr dünnem Metalldraht dargestellt ist.. Diese       Metallsehraube    34 liegt an der Klemme 7  der Sekundärspule 6 des     Hoehfrequenzgene-          rators,    deren Klemme 8 geerdet ist.

   Die zwi  schen den Klemmen 7 und 8 vom     Hoehfre-          quenzgenerator    erzeugte hochfrequente     Wecb-          selspannung    führt. infolge der Feldstärke  konzentration an der Oberfläche des sehr  dünnen Metalldrahtes der Schraube 34 in  deren unmittelbaren     Umgebung        zii    einer  selbständigen     Crrlimmentladtin        ,y    der Luft.

    Etwa vorhandene     elekt.rostatiselie    Oberflä  chenladungen der durch den     Innenraum    der  Schraube 34 sieh     bewegenden    Materialpartikel  erzeugen einen aus der     Ionenwolke    in der  Glimmentladung gespeisten     Ionenstrom,    der  eine Ableitung dieser     Oberfläehenladungen     zur     Metallschraube    34 und von dort durch  den niedrigen     Gleiehstrom-Innenwiderstand     der Sekundärspule 6 zur Erde bewirkt.  



  Eine für die Anwendungen gemäss     Fig.    20  und 21 geeignete     Elektrodenbauform    zeigt. in  einer beispielsweisen Ausführung die     Fig.22     im     Längssehnitt    und die     Fig.23    in Vorder  ansicht. Die gesamte rohrförmige, aus Isolier  inaterial bestehende Elektrode ist zusammen  gesetzt. aus einer Anzahl, hier vier, scheiben  artigen     Isolierringen    35, die aneinander an  grenzen und zwischen sieh und den beiden  isolierenden Deckringen 36 je ein Blatt     schi-          dünner        11etallfolie    37 aufweisen.

   Die     Isolier-          ringe    35 werden von einem Metallrohr 38 zu  sammengehalten, das gleichzeitig die leitende  Verbindung aller Metallfolien 37 bewirkt und  eine     Ansehlussklemme    39 besitzt. Ein     Isolier-          mantel    40 deckt das Metallrohr 38 nach aussen  ab. Nach     erfolgten)        Zusammenbau    der Elek-         trode    wird die Innenwandung der Bohrung  41     ausgesehliffen    und poliert, so dass die Me  tallfolien 37 auf der Innenwandung nur noch  als sehr dünne Metalleinlagen erscheinen.

    Wird die Klemme 39 an die hochfrequente  Hochspannung der     Anschlussklemme    7 des       Hochfrequenzgenerators    angeschlossen, so be  wirkt die     Feldstärkekonzentration    an den  Metallkanten auf der Innenwandung der Boh  rung 41 das Auftreten von selbständigen       CTlimmentladungen    in der Luft in unmittel  barer Umgebung der Metallkanten.  



  Eine andere Ausführung einer ähnlichen  Elektrode verwendet ein Isolierrohr, auf des  sen glatte Innenwandung ein sehr dünner Me  talldraht in Form einer weiten, mehrgängigen  Schraube axial angebracht und     aufgekittet     wird, der mit der     Hoehspannungsklemme    7  des     Hochfrequenzgenerators    verbunden ist.  



  Sämtliche in den     Fig.    1.4 bis 23 beschrie  benen     Elektrodenformen    weisen eine selbstän  dige Glimmentladung in der unmittelbaren       Umgebung    jener Metallteile auf, an denen  infolge ihrer Formgebung eine     Feldstärkekon-          zentration    vorliegt. Diese     Glimmerseheinung     ist als Quelle für die notwendige starke Luft  ionisation für den vorliegenden Zweck nicht  zu entbehren, kann aber für gewisse Anwen  dungen der Apparatur zur Ableitung     elektro-          statiseher    Oberflächenladungen schwerwie  gende Nachteile mit sich bringen. Dies ist.

    besonders der Fall für Anwendungen in Räu  men oder in Verbindung mit Materialien, die  brennbare Gase, Dämpfe usw. aufweisen, oder  wo die Bildung derselben gelegentlich möglich  ist.. Um in solchen Fällen die Explosions  gefahr zu verringern bzw.     gänzlieh    zu be  seitigen, können entsprechende Massnahmen  an allen vorgenannten     Elektrodenbauarten     vorgenommen werden. In     Fig.    24 ist die  betreffende Massnahme an einer Elektrode der  Bauart gemäss     Fig.    14 im vergrösserten Mass  stab     seheinatiseh    dargestellt.

   Es ist wieder  der Rundstab aus Isoliermaterial mit 22, die       dreieckförmige    Längsnut mit 23 und der in  dieselbe eingelegte sehr dünne     Metalldraht     mit 24 bezeichnet. Um eine Zündung der in  der Umgebung der Elektrode eventuell auf-      tretenden     explosiblen    Gase durch die in der  unmittelbaren Umgebung der Drahtober  fläche herrschende elektrische Glimmentla  dung der Luft     züt    verhüten, ist. die     dreieck-          förmige    Nut. 23 längs ihrer ganzen Ausdeh  nung durch ein feinmaschiges Gewebe 42     ans     elektrisch nicht. leitendem und nicht. brenn  barem Material abgedeckt.

   Diese Abdeckung       wird    beispielsweise durch ein Rohr 43 aus  isolierendem Material befestigt, das über den  runden Isolierstab 22 geschoben und samt dem  Gewebe 42 auf demselben befestigt ist. Das  feinmaschige Gewebe 42 behindert das Zu  standekommen eines     Ionenstromes    zu den  oberhalb der Längsnut     vorbeibewegten    zu     ent-          ladenden    Materialoberflächen praktisch nicht.  Dagegen verhindert es mit Sicherheit, dass  durch die im Innern der so abgedeckten  Dreiecksnut herrschende Glimmerscheinungen  eine Zündung eventuell im Aussenraum vor  handener explosibler Gase oder Dämpfe er  folgt.

   In analoger Weise wie in     Fig.    24 dar  gestellt, lässt sich eine solche     Schutzmassnahme     auch bei allen andern     Elektrodenformen     durchführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Apparatur zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen von den Oberflächen elektrisch schlecht leitender Materialien mit Hilfe hoch- frequenter Hochspannung, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erzeugung der hochfrequen- ten Hochspannung ein aus mindestens einer Induktionsspule und mindestens einem Kon densator bestehender Schwingungskreis vor handen ist, dessen Kondensator durch einen Umschalter in periodischer Folge zuerst an einer Spannungsquelle aufgeladen und dann über die Induktionsspule entladen wird, wo bei diese Kondensatorent.ladung im Schwin gungskreis gedämpfte Schwingungen hervor ruft,
    die ihrerseits an den Enden einer mit der Induktionsspule eng gekoppelten Sekun därspule grosser Windungszahl eine Hoch spannung gleichen zeitlichen Verlaufes be wirken und diese hochfrequente Hochspan nung mindestens einer mit einem Ende der Sekundärspule verbundenen metallischen hlektrode aufgedrückt wird, an welcher sieh die zu entladenden Materialflächen vorbei bewegen und die zumindest an jenen Teilen, die den Materialoberflächen unmittelbar ge genüberstehen, eine Formgebung aufweist, die dort eine Feldstärkekonzentration bewirkt von einer Grösse,
    die bei der an ihr liegenden hochfrequenten Hochspannung eine selbstän dige Glimmentladung in der umgebenden Luft und zumindest einem Teil des Luft raumes zwischen der Elektrode und den zu entladenden Materialoberflächen hervorruft, wobei durch den zwischen den Glimmberei ehen der Elektrode und den elektrostatisch aufgeladenen Materialoberflächen sich ausbil denden Ionenstrom diese Oberflächenladungen zu der metallischen Elektrode, und von dort aus über die Sekundärspule und deren an deres, geerdetes Ende abgeleitet werden. UNTER ANSPRÜCHE 1.
    Apparatur nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet. class als Umschalter ein federnder Eisenanker vorhanden ist, der sieh in der Ruhelage nvisclien zwei Kontakten be findet, ohne dieselben zu berühren, und der mittels einer Magnetspule in Schwingungen versetzt wird, wobei der Eisenanker abwech selnd die beiden Kontakte berührt. 2.
    Apparatur naeli Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Anker des U msehalters ausser zur Aufladung und Entladung des Schwingkreiskondensators auch gleichzeitig den die Magnetspule erregenden Strom in einem Rhythmus ein- und ausschaltet, der die Ankerschwingungen unterstützt. 3.
    Apparatur nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass eine gemeinsame Gleiehspan- nungsquelle für die periodische Aufladung des Sehwingkreiskondensators und für den Strom zur Erregung der Magnetspule vorhan den ist. 4. Apparatur nach Patentanspruch und jTnteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet.
    dass die Magnetspule aus einer niederfrequen ten Weehselspannungsquelle gespeist wird und der federnde Eisenanker mechanische Schwin gunIrn von doppelter Frequenz wie die crrer>cndc 'ech @el@l>annun@, ausfülii#t. 5.
    Apparatur nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und q, dadurch gekenn zeichnet, dass zur periodischen Aufladung, des S(#liwingl@i#eiskondensators eine höhere Wechselspannung jedoch gleicher Frequenz und Phase, wie die an der Magnetspule lie gende Weeliselspannung, vorhanden ist, da l.,
    ferner die mechanische #liikei#sehwiiigiing gre- gen die Ladewechselspannung eine Phasenver- sehiebung besitzt und dadurch der Beginn dei# jeweiligen Aufladezeit des '-,el)wingkreiskon- densators ungefähr zusammenfällt. mit dein Nulldurchgang der Halbperioden der Lade- wechselspannung,
    und die jeweilige Ruf ladung erst dann beendet wird, wenn die be treffende Halbperiode der Ladewechselspan nung ungefähr ihren Kelieitelwert erreicht hat. 6.
    Apparatur naeli 1'at.entanspruch und Unteransprüchen 1, 4 und 5, dadurch ge- kennzeielinet, dass der Schwingkreis eine Dämpfung aufweist, deren Grösse eine Ab nahme der im Schwingkreis oszillierenden Energie bis auf einen praktisch verschwin denden Restbetrag bewirkt. innerhalb der durch die Verweilzeit des seliwingenden An kers auf dem Entladekontakt bestimmten Ent ladungsperiode des Sehwingkreiskondensators. 7.
    Apparatur nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 1 und q, dadurch gekenn zeichnet, da.ss als Uinsehalter zwei getrennte federnde Eisenanker, die mit gleicher Fre quenz, aber einer gegenseitigen Phasenver- sc#hiehung von etwa S)0" schwingen, sowie zwei Wechselspannungsquellen gleicher Amplitude, aber einer gegenseitigen Phasenverschiebung von etwa 90 vorhanden sind, und von jedem der Umschalter ,
    je ein Schwingkreiskonden- sator an ,je einer Weehselspannungsquelle auf geladen und über die gleielie Induktionsspule entladen wird, wobei der Zeitabschnitt der Rufladung des einen Kondensators genau mit dem Zeitabschnitt der Entladung des andern Kondensators zusammenfällt und umgekehrt.
    Apparatur nach Patentanspruch, da durch \gekennzeichnet, dass als Umschalter eine rotierende I:inricbtun, vorhanden ist, die mindestens einen \chwingkreiskondensator in periodischem Wechsel an einer Ladespan nungsquelle auflädt und dann über die Schwingki#eisspule entlädt. 9. Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Umschalter gas- _-efüllte Entladungsröhren vorhanden sind, die periodisch im.
    Gegentakt gesperrt und ent- sperrt werden, wodurch im gleielien Takte mindestens ein Sehwingkreiskondensator an einer Spannungsquelle aufgeladen und über die Schw ingkreisspule entladen wird.
    10. Apparatur nach Patentanspriteh, zur Ableitung von elektrostatischen Ladungen von den Oberflächen bandförmiger Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrode mindestens ein Rundstab aus glattem und oberflächenpoliertem Isoliermaterial vorhan den ist, der mindestens eine längs einer 1Ian- tellinie des Rundstabes verlaufende Längsnut mit polierten Rändern aufweist, in der ein Metalldraht ruht,
    der auf diese Weise von den Oberflächen des über den Rundstab und die Längsnut gleitenden handförmigen Materials einen Abstand besitzt und längs der den 1Ia- terialflächen zugekehrten Drahtoberfläche eine stille Uliminentladung bei Vorhandensein der lioelifrequenten Hoelispannung aufweist. 11.
    Apparatur nach Patentanspruch, zur Ableitung von elektrostatischen Ladungen von den Oberflächen bandförmiger Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrode mindestens ein Rundstab aus glattem und oberfläehenpoliertein Isoliermaterial vorhan den ist, der aus mindestens zwei sich zu einem Rundstab ergänzenden Stäben zusammenge setzt ist., an deren Innenflächen mindestens eine diese Fläche in ihrer ganzen Quer- und Längsausdehnung bedeckende Metallfolie auf gebracht ist,
    so dass an der polierten Rund- stabaussenfläelie nach erfolgter Zusammen setzung der einzelnen Teile mindestens eine völlig -in ihr eingebettete Metallkante erscheint, längs der eine stille Glimmentladung in der sie umgebenden Luft auftritt. und über welche das zu entladende Materialband hinweggleitet. 12.
    Apparatur nach Patentanspruch, zur gleichzeitigen Ableitung von elektrostatischen Ladungen von den Ober- und Unterseiten bandförmiger Materialien, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl die Ober- wie die Unter seite der Materialbänder über mindestens je einen Rundstab aus Isoliermaterial als Träger der Metallelektrode mit mindestens je einer durch eine Metalleinlage gebildeter C11imm- strecke längs einer ilIantellinie gleiten, wobei die Metalleinlagen aller Rundstäbe unterein ander und mit dem Hochfrequenzgenerator leitend verbunden sind. 13.
    Apparatur nach Patentansprueh, zur Ableitung von elektrostatischen Aufladungen von den Oberflächen einzelner fadenförmiger und strangförmig gebündelter Materialien, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um dieselben durch eine rohrartige Elek trode hindurchzubewegen, die aus einem Iso- lierrohr besteht, das auf seiner glatten und polierten Innenwandung mindestens eine in diese eingebettete Metalleinlage besitzt, die sich längs des gesamten Innenumfanges erstreckt. und eine stille Glimmentladung in der sie un mittelbar umgebenden Luft aufweist. 14.
    Apparatur nach Patentanspruch und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als eine solche rohrartige Elektrode vorhanden ist. und diese untereinander gleich artigen Elektroden sämtlich untereinander und mit. dem Hoehfrequenzgenerator leitend verbunden sind. 15.
    Apparatur nach Patentanspruch, zur Ableitung von elektrostatischen Aufladungen von den Oberflächen grob- und feinkörniger Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass Mit tel vorgesehen sind, um einen Strahl des zu entladenden Materials durch eine rohrartige Elektrode hindurehfliessen zu lassen, die aus einem Isolierrohr besteht, das auf seiner glat ten und polierten Innenwandung mindestens eine in diese eingebettete Metalleinlage besitzt, die sieh längs des gesamten Innenumfanges erstreckt, und eine stille Glimmentladung in der sie unmittelbar umgebenden Luft auf weist. 16.
    Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sieh die zu ent- ladenden Materialoberflächen im Abstand an den Glimmbereiehen vorbeibewegen und zwi- sehen den Glimmbereiehen und den zu ent- ladenden Materialfläehen ein feinmaschiges Geflecht aus niehtbrennbarem, elektrisch nicht leitendem Material angeordnet ist, das die Glimmbereiche der metallischen Elektroden vollständig und allseitig von dem sie umge benden Raum abtrennt.
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