CH287883A - Verfahren und Vorrichtung zum Verheften von Verpackungsmaterial mittels Metallklammern. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verheften von Verpackungsmaterial mittels Metallklammern.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Verheften von Verpackungsmaterial mittels Metallklammern. Die Erfindung bezieht sich auf das Ver- heften von Verpackungsmaterial, wie Papier, Lederpappe, Wellpappe und Holz, welches bisher mittels Heftklammern so vorgenommen wird, dass diese in einem Heftapparat. streifen weise untergebracht sind und von dort ein zeln durch das Heftgut gedrückt oder ge schlagen werden.
Die durchgestossenen Klani- mersehenkel werden durch eine Stahlunter lage umgebogen und von unten an das Heft gut angepresst. Bisher konnte eine einwand freie Verheftung nur dann durchgeführt wer den, wenn die Stahlunterlage Einkerbungen aufwies, welche so angebracht sein massten, dass die durellgestossenen Klammerschenkel genau in die halbrunden Ränder der Einker bungen eindringen konnten.
Bei grossen Heft maschinen ist. bekanntlich an Stelle der Ein kerbungen oft, eine Anpress- und L mbiege- i einrichtung vorgesehen, welche in die Stahl unterlage eingebaut ist. Diese bekannte Heft weise setzt immer voraus, dass die Stahlunter lage mit dem Heftapparat. verbunden ist. Trotzdem gab es viele Fehlheftungen, wenn dickes oder hartes Heftmaterial verwendet.
wurde oder wenn sich die Anpress- und Um- biegevorriehtung an der Stahlunterlage ge- ringfügig verschoben hatte. Auf frühere Ver suche mit Hefteinrichtungen zur Erzielung i einer unsichtbaren Heftung braucht hier nicht näher eingegangen zu werden, da hierbei das Heftgut. weder ganz durchstossen, noch das zu verheftende Material beim. Heften zusain- mengepresst wird.
Ausserdem. haben sich der artige unvollkommene und provisorische Heft arten in der Praxis als unbrauchbar erwiesen, bzw. bei Lederpappe vollkommen versagt. Wo also Heftnuten oder Einkerbungen Teh- len, wie auch beim Heften von Faltkartons mittels Schlagheftern oder Schlaghämmern. wobei die Stahlunterlage getrennt vom Heft apparat gehalten werden mass, war die Heft möglichkeit nach wie vor unvollkommen oder unmöglich.
Die Erfindung ermöglicht es nun, feste, zuverlässige und vor allem flache Heftungen durchzuführen.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Verheften von Verpackungsmaterial, z. B. Papier, Lederpappe, Wellpappe und Holz, mittels in einem Heftapparat untergebrachten und streifenweise verbundenen Metallklam mern ist dadurch gekennzeichnet, da.ss Heft klammern mit abgebogenen und zugeschärften Schenkelenden Verwendung finden,
wobei eine Stahlunterlage mit mindestens einer Rille die Mammernsehenkel nach dem Durchstossen des Heftgutes in Richtiuig der Rillen tunbiegt und flach an das Heftgut anpresst.
In der Zeichnung zeigen die Abb. 1 und. Ia. vergleichsweise die bisher übliche Klam mer und die bisher üblichen halbrunden I'm- biegekerben des mit dem Heftapparat ver bundenen Heftunterteils E. Dabei sind die geraden Schenkel der Einzelklammer mit den Buchstaben S1 und S2 bezeichnet. Diese ge raden und mit Meisselspitze versehenen Klam- mernschenkel werden beim Heftvorgang mit.
Hilfe der halbrunden Uiubiegekerben im Heft unterteil E (Abb. la) in bereits bekannter Weise umgebogen. In den Abb. 2 bis 7 ist. dagegen ein Ausführungsbeispiel der erfin dungsgemässen Vorrichtung dargestellt.
Die Abb. 2 zeigt. eine vom Klammernstreifen (Abb. 3) gelöste Klammer mit ihren Abbie gungen G, find G2 der zugespitzten Klam- merschenkelenden, die ebenfalls mit einer Heftunterlage zusammenarbeitet, die hier als gerillte Stahlplatte E (Abb. 7) ausgebildet und zweclznässig vom Heftapparat getrennt angeordnet ist. Die Abbiegung der Schenkel teile G1 und G2 beschränkt. sich auf die untere Schenkelpartie. damit beim Eindringen in das Material keine nennenswerte Hebelwir kung entsteht.
Der Grad der Abbiegung wie derum ist abhängig von der Drahtstärke, ausserdem von der Länge des Klammernsehen- kels. In jedem der Anwendungsfälle niuss an den Kammerenden eine entsprechend scharfe Spitze verbleiben, uni das Eindringen der Klammern in die Pappe beziehungsweise in das Papier oder Holz zu erleichtern.
Die Abb. 4 zeigt, dass die abgebogenen Klammerenden beim Durchstossen durch die Pappesehiehten P1 und P2 in Richtung der Abbiegung etwas ausweichen, um dann in ausgesprochener Schräglage auf die gerillte Stahlunterlage E aufzustossen. In Abb. 4 ist nur eine Rille sichtbar, die mit R bezeichnet. ist.
Die Abb. 5 und 6 zeigen, wie sich die schräg durch das Verpackungsmaterial gesto ssenen Schenkelspitzen unter Druckeinwir kung auf den Klammerrücken längs der Stahl auflageplatte E umbiegen und einschieben, wobei die Form der Heftunterlage natürlich den jeweiligen Bedingungen anzupassen ist. Bei der Bodenheftung von Faltkartons wird sie eine auf einem Klotz befestigte, ortsfest bleibende Platte sein, auf welche der Karton gestülpt und dessen sich überdeckende Boden- klappen durch Hanmiersehläge verheftet wer den.
Bei der Deckelheftung des Faltkartons muss man dagegen eine zweiteilige Unterlags- platte unter die Querklappen einschieben, und die Unterlagsplattenteile sind hier als Heft schienen ausgebildet, welche mit Handgriffen versehen sind, die von beiden Seiten des Falt- kartons eingebracht werden, worauf die bei den Längsklappen zugeschlagen und wiederum durch den Hammer finit der jeweiligen Quer klappe des Faltkartons, unter der sieh eine der Stahlsehienen befindet, verbunden wer den.
In der Abb. 7 ist dann in perspektiviseher Darstellun- eine Heftunterlage, wie sie mit der zugesehärften und abgebogenen Klammer angewendet wird, gezeigt.
Der dazugehörige, in der Zeichnung nicht. dargestellte Sehlag- hefter, der mit einem Rundgriff versehen ist und im wesentlichen aus einem obern, festen Teil und einer bewegliehen untern Schiene besteht, nininit den Klammerstreifen, wie er in der Abb. 3 in einem kurzen Stüek veran- schaulieht ist, auf.
Beim Aufschlagen des Sehlaghefters auf das zu v erheftete Material P1 und P2 mit der darunter geschobenen Stahlplatte E werden die Klamniersehenkel in vorher besehriebener Weise nun Abbiegen gezwungen. Die abgebildete Stahlunterla-e E weist eine Vielzahl gleiehmässiger und par allel verlaufender Rillen R auf, welche ein vollkommenes Verheften gewährleisten.
Dabei ist. es keineswegs erforderlich, die Aufsehlag- fläehe mit der Klammeröffnung geradlinig zur Rillenanordnung, wie es normalerweise gehandhabt wird, in Ansatz zii bringen. Beim Verheften von Wellpappe ist es sogar zweck mässig, von der normalen Klammerbiegung auf eine mehr oder reuiger ausgeprägte Z Form abzustellen, um ausserdem eine Querver bindung der Papperillen zu erhalten, was eine grössere Haltbarkeit bietet. Die Heftunterlage E bildet einen fest montierten oder getrennten Bestandteil des zii verwendenden Hefters.
Bei Heftapparaten mit fest verbundener Stahl unterlage genügen auch eine, zwei oder drei Rillen R, um eine vorbestimmte Biegeriehtung der Klammerschenkel zu gewährleisten. Als Heftunterlage ist auch eine Schiene mit einem Rillenpaar, dessen Rillen mitein ander fluchten, verwendbar, wobei sich die Klammern mit ihren gebogenen Schenkeln G1 und G2 in allen Lagen eerheften lassen und die Klammerschenkel und Klammerrücken eine einzige Linie bilden (Abb. 4 bis 6).
Auf die geschilderte Weise entsteht eine stabile Heftung unter gleichzeitiger Zusam menpressung des zu heftenden Materials, wie Leder, Wellpappe, Papier oder Holz.
Die Schenkelenden der Klammer können nach aussen oder nach innen abgebogen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Verheften von Ver packungsmaterial mittels in einem Heftappa rat untergebrachten und streifenweise ver bundenen Metallklammern, dadurch gekenn zeichnet, dass Heftklammern mit abgebogenen und zugesehärften Schenkelenden Verwen dung finden, wobei eine Stahlunterlage mit mindestens einer Rille die Klammernschenkel nach dem Durchstossen des Heftgutes in Rich tung der Rillen umbiegt und flach an Glas Heftgut anpresst. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I,gekenn zeichnet durch zu Streifen verbundene Heft klammern mit abgebogenen und zugeschärf- ten Schenkelenden, welche beim Heftvorgang nach Durchstechung des Heftgutes auf einer gerillten Stahlunterlage einzeln umgebogen und flach angepresst werden. UNTERÄNSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Stahlunter lage (E) mit einer Vielzahl von Rillen (R) verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine vom Heft apparat getrennte Stahlunterlage (E) ver wendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Stahlunter lage (E) verwendet wird, welche mit dem Heftapparat verbunden ist. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch Heftklammern, deren Schenkelenden einseitig zugeschärft sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch Heftklammern, deren zugeschärfte Schenkelenden nach innen abge bogen sind. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch Heftklammern, deren zugeschärfte Schenkelenden nach aussen ab gebogen sind. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch eine vom Heftapparat getrennte Stahlunterlage (E). B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine mit dem Heft apparat verbundene Stahlunterlage (E).
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