CH287911A - Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln. - Google Patents

Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln.

Info

Publication number
CH287911A
CH287911A CH287911DA CH287911A CH 287911 A CH287911 A CH 287911A CH 287911D A CH287911D A CH 287911DA CH 287911 A CH287911 A CH 287911A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
yoke
arrangement according
winding
dependent
panel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ag Albiswerk Zuerich
Original Assignee
Siemens Ag Albis
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag Albis filed Critical Siemens Ag Albis
Publication of CH287911A publication Critical patent/CH287911A/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/12Measuring magnetic properties of articles or specimens of solids or fluids

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Magnetic Means (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)

Description


  



  Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln.



   Für die Untersuchung der   ferromagneti-      schen    Eigenschaften von Blechen, die im   elek-    trischen Apparate und Maschinenbau Verwendung finden, sind hauptsächlich Methoden vorgeschlagen worden, bei welehen Proben des zu messenden Bleches vor der   Einfüh-    rung in die Messapparatur auf eine ganz bestimmte Grosse zugeschnitten werden müssen.



  Eine bekannte Messmethode besteht darin, dass   f3    man aus dem   Probebleeh    mehrere Ringe ausstanzt, die dann zu einem Ringkern aufgeschichtet werden. Dieser Ringkern wird dann noch mit einer Erregungs-und einer Messwicklung versehen. Die   Erregunbswickhmg,    die   mögliehst    gleichmässig über den Ring verteilt werden soll, kann beispielsweise für Ausmessungen der statischen   Hysteresissehleife    mittels eines Schalters an eine Gleichstromquelle angeschlossen werden.

   Der in diesem Stromkreis fliessende Strom bestimmt die   Feldstarke.    Die Feststellung der im Ringkern herrschenden Induktion gestaltet sich leicht durch Messung des beim Einschalten,   Aussehalten    oder Umpolen der Erregungswicklung in der Messwicklung entstehenden Induktionsstromstosses. Natürlich ist es auch möglich, mit einer solchen Anordnung auf dem   Wechselstromprinzip    beruhende   Messun-    gen vorzunehmen.



   Die beschriebene Messmethode ist wohl sehr exakt ; sie konnte sich jedoch wegen der Schwierigkeiten der Herstellung der   ringför-    migen Proben in der Technik nicht allgemein durchsetzen. Ein guter Ersatz bildet die sogenannte   Jochmethode.    Sie beruht darauf, dass ein Bündel von zu untersuchenden, aufeinan  dergeschichteten    Blechstreifen, welche in die Messwicklung und in die Erregungswicklung eingeschoben werden, von einem Joch mit grossem Querschnitt und hoher Permeabilität überbrüekt ist. Infolge des kleinen magnetischen Widerstandes des Joches ist die Streu  liniendichte    ausser an den Enden der   Blech-    streifen sehr gering, so dass das Blechstreifenpaket nahezu gleichmässig magnetisiert ist.



  Üblich sind auch magnetische Messungen an Probeübertragern und mittels sogenannter   Epstein-Apparate.   



   Allen diesen Messmethoden haften aber zwei grundsätzliche Nachteile an. Der   Haupt-    nachteil liegt im Umstand begründet, dass die zu prüfenden Bleehtafeln überhaupt   zerschnit-    ten werden müssen. Abgesehen von den Material-und Zeitverlusten ist es dadurch beispielsweise praktisch unmöglich, jede angelieferte Tafel von der Freigabe für den Fabrikationsprozess zu prüfen. Der zweite Nachteil ist in der Veränderung der magnetischen Eigenschaften bei der Herstellung der Streifen bzw. der Kreisringe zu finden. Beim Abschneiden der Probestüeke entstehen am Rande Zonen grösserer mechanischer und daher auch magnetischer Härte, welche die Messresultate erheblich verfälschen können.



   Schon seit einem halben   Jahrhundert    ist daher immer wieder versucht worden, die   Eisenmessungen    direkt an den ganzen   Blech-    tafeln, möglichst ohne Vorbereitungsarbeiten, auszuführen. Zu diesem Zweeke wurde beispielsweise eine   Messtrommel vorgeschlagen      (ETZ      1902,    Seite   491    und ETZ 1903, Seite 341), bei der vier eingeschobene Blechtafeln sich je zu einem   überlappten    Zylinder formen, längs dessen Umfang die in der Trommel eingebauten Magnetisierungs und Messwick  lungen    nahezu homogen verteilt sind.

   Nachteilig hat sich der grosse Zeitbedarf von etwa   20 minute    pro   Alessung    und die   Verspan-    nung der Messprobe erwiesen. Zudem ist diese Apparatur nur für eine bestimmte Tafellänge brauchbar.



   Bei einem später bekanntgewordenen    Bleehtafel-Vergleichsgerät (Skirl, Elektrische    Messungen, 1936, Seite   746)    wird das zu   prü-    fende Blech in eine Kastenspule ohne ma  gnetisches    Rückschlussjoch hineingeschoben und mit einem bekannten   Vergleichsblech    in einer zweiten   Kastenspule    verglichen. Die Messungen mit solchen Kastenspulen werden in der angegebenen Literaturstelle als rohe   Vergleichsmessungen    beurteilt.



   Ein in neuerer Zeit   vorgeschlagenes    Anlegejoeh (ETZ, Heft 16,1949) gestattet, ferromagnetische Messungen an nicht zerschnittenen   Bleehtafeln    durchzuführen. Das Joch besitzt etwa die   Grouse    eines Bügeleisens und kann zwecks Magnetisierung eines Teils der Blechtafel an einer beliebigen Stelle derselben aufgesetzt werden.

   Es besteht aus   U-för-    mig gestanzten Blechen und enthält eine   Magnetisierungs-und    eine   3IeRwieklung.    Da das   Anlegejoch    auf die ganze Tafel aufgesetzt wird, ist es selbstverständlich nicht möglich, nur den vom Joch   bedeekten    Teil des Bleches, das heisst den zwischen den beiden Polen des loches liegenden Prüfabschnitt zu magneti  sieren.    Der in andern Teilen der Blechtafel vorhandene Streufluss bewirkt,

   dass die In  duktion    im tatsächlichen   Prüfabschnitt    sehr   untersehiedliche Werte annimmt.    Der beispielsweise bei einer Permeabilitätsmessung angezeigte Wert entspricht infolge der Ab  hängigkeit    der Permeabilität von der Feldstärke irgendeinem Mittelwert. Eine nachträg liehe Korrektur des Wertes mittels einer   Scherungslkurve    ist nicht ohne weiteres mög  lich,    weil der   Verlauf der Permeabilitätsfunk-    tion sehr stark materialabhängig ist. Eine   solehe    Messung hat daher eher qualitativen Charakter.



   Die bisher in der Literatur   bekannt-    gewordenen   Ganztafelgeräte    vermögen somit nicht voll zu befriedigen. Die Messungen mit der zuerst erwähnten Trommel einerseits sind   umständlieh lmd zeitraubend,    jene mit Kastenspulen ohne Rückschlussjoch oder jene mit Anlegejoch ungenau und bedürfen der Eichung, welche für jede   Blechqualität,    jedes -format und jede Eigenschaft durchgeführt werden muss. Das Ziel der Erfindung ist daher ein   Ganztafelmessgerät, das gleichzeitig      rasehe    und genaue Messungen gestattet.



     Die vorliegende Erfindnng,    die eine Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen   Eigensehaften    an ganzen Bleehtafeln betrifft, welche Anordnung mindestens ein Joch und für die Erzeugung und Messung eines magnetisehen Flusses im Bleeh wenigstens eine Wicklung enthält, zeigt nun einen wirksamen Weg zur Behebung der geschilderten Schwierigkeiten.

   Das Kennzeichen der Erfindung liegt darin, dass die Breite der Endstücke der beiden Jochpole, an denen der   t5bergang    des magnetischen Flusses zwisehen dem Joch und der zu prüfenden Tafel erfolgt, mindestens einer Seitenlänge dieser Tafel   entsprieht und    dass das Joch derart ausgebildet ist, dass der Streufluss, welcher den sich zwischen den Endstücken der Jochpole erstreckenden   Prüf    abschnitt umgibt, wenigstens angenähert parallel zum Nutzfluss des Priifabschnittes verläuft, zum Zwecke, eine möglichst homogene   ^Nusbildung    des erzeugten   Induktionsflusses    zu   erreiehen.   



   Die Ausbildung der Anordnung ist vorteilhafterweise derart, dass die zu untersuchende Blechtafel in der Längsrichtung und über die ganze Breite magnetisiert wird. Der magnetische Fluss wird dann dem zu prüfenden Bleehabschnitt auf der ganzen Breite zugeführt und von diesem auf der ganzen Breite weggeführt. Die angestrebte, möglichst hohe Konstanz der Feldstärke im   Prüfabschnitt    ist ein Ergebnis dieser Massnahme und im weiteren der besonderen Ausbildung des Joches, welche einen zur   Prüftafel    wenigstens angenähert parallelen Verlauf des   Streuflusses    sichert.



   Im folgenden sind an Hand der Zeichnung drei Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.



   Auf der Zeichnung, die stark vereinfacht ist und nur die zum Verständnis der Erfindung unumgänglich notwendigen Einzelheiten enthält, stellen dar   :   
Fig. l eine mehr schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 eine   Aufsieht    auf die Anordnung nach Fig.   1,   
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel etwas geänderten Jochs,
Fig. 4 eine Aufsieht auf ein weiteres, in konstruktiver Hinsicht etwas ausführlicher dargestelltes Ausführungsbeispiel mit zwei Jochen,
Fig. 5 eine Vorderansicht auf die mittleren Partien der Anordnung in Richtung   A    (Fig. 4) und
Fig. 6 ein Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 4.



   Die mit der erfindungsgemässen   Anord-    nung zu losende Aufgabe liegt darin, an einer Blechtafel 10 (Fig.   1    und   2)    von der Länge 1 und der Breite   b    ferromagnetische Messungen ohne Zerschneiden der Tafel durchführen zu können. Zu diesem Zweeke ist das Joch 11 derart ausgebildet, dass der magnetische Fluss auf der ganzen Breite der Tafel zu-und daraus abgeführt wird. Das Joch 11 ist zwecks Herabsetzung der Wirbelstromverluste in der Längsrichtung der Ebene der   Prüftafel und      senkreeht    zu dieser lamelliert. Die   Polsehuhe    lla des Jochs 11 sind derart ausgebildet, dass die zu prüfende Tafel noch mit Sicherheit eingeschoben werden kann.

   Zwecks Erreichung eines   mögliehst    parallelen Verlaufes des den   Prüfabschnitt,    welcher die Fläche   a,    b der Tafel   darstellt, umgebenden Streuflusses zum      Nutzfluss    des   Prüfabschnittes,    wird die Tafel auf der Oberseite durch die   Jochteile    11b überragt. Aus den gleichen Erwägungen heraus ist die Breite des Joches um den Abstand a der beiden Jochpole grösser gewählt als die Breite der zu prüfenden Tafeln.

   Der Abstand a ist zwecks Erhöhung der Genauigkeit mit Vorteil wenigstens 80   cm.    Das Joch 11 überragt demnach die Tafel 10 beidseitig um mindestens 40   cm.    Auf dem Joch ist die   Magnetisierungswicklung    12 aufgebracht, während die Windungen der Messwicklung 13 die Prüftafel 10 umschlingen. Die Eingangsklemmen des Verstärkers 14a sind mit der Messwicklung 13 und die Ausgangsklemmen mit einem Messinstrument   lOb    an dem beispielsweise die bei Wechselstromspeisung der Ma  gnetisierungswicklung    12 in der   Messwicklung    induzierte Spannung abgelesen werden kann, zusammengeschaltet. Diese Spannung ist ein Mass für die Permeabilität der   Prüftafel.   



   Bei der Auswertung der Messergebnisse müssen die Verluste an magnetischer Spannung, welche in den beiden Luftspalten und im Joch 11 selbst auftreten und zum Teil vom Streufluss herrühren, berücksichtigt werden. Um die Jochverluste klein zu halten, wird man das Joch 11 vorzugsweise aus hochpermeablen Bleehen aufbauen. Dabei soll der Jochquerschnitt im Verhältnis zum   Quer-    schnitt der   Prüftafel    gross sein. Eventuell störende Einflüsse des Erdfeldes lassen sich durch geeignete Aufstellung der Anordnung (Kraftlinien des Erdfeldes senkrecht zur   Prüftafel)    oder mittels Abschirmungen leicht eliminieren.



   Es ist leicht einzusehen, dass bei der Be  stimmung    einer   ferromagnetisehen    Materialeigenschaft auch die Breite und die Dicke der zu messenden Tafel   mitberücksichtigt    werden muss. Die bezüglich dieser Dimensionen auftretenden Toleranzwerte von verschiedenen Tafeln, die aus derselben Anlieferung stammen können, lassen es vorteilhaft erscheinen, die entsprechenden Abmessungen jeder Tafel vor dem   Einsehieben    in die Messanordnung   . festzustellen ind    beim Messergebnis, das am Instrument   14b    abgelesen wird, in   Anrech-    nung zu bringen.

   Weniger zeitraubend wird die Auswertung der festgestellten geometri  schen    Abmessungen der Tafel, wenn der Verstärker   Widerstands-oder    Impedanzelemente enthält, die derart von Hand verstellt werden können, dass das Messergebnis entsprechend den Abweichungen der Tafeln vom Sollmass korrigiert und dadurch die Genauigkeit der Messanordnung erhöht wird. Es ist   natür-    lich auch denkbar, die bei Abweichungen der Tafelbreite bzw.   Tafeldieke    vorzunehmenden Korrekturen der   Verstärkungseigenschaften    des Verstärkers 14a durch eine automatische    Breiten-bzw. Dickenmesseinrichtung ausfüh-    ren zu lassen.

   Da diese Einrichtung jedoch nicht Gegenstand der Erfindung bildet, wird auf eine diesbezügliche   Besehreibung    ver  zichtet.    Durch Wahl des Verlaufes der Verstärkungskurve des Verstärkers 14a hat man es in der Hand, die Scherung, das heisst die   feldstärkeabhängige    Korrektur für jeden Wert der Feldstärke exakt zu berücksichtigen.



  Das gilt natürlich nur für ein bestimmtes Material.



   Die Eichung der Anordnung lässt sich auf einfache Weise durch Messung an einer Tafel, die nachher zerschnitten und nach einer anclern bekannten Messmethode   nachgeprüft    wird, durchführen.



   Die Fig. 3 zeigt eine Modifikation des . Joehes der geschilderten Anordnung nach Fig. 1 und 2. Das loch 21 besteht aus einem Paket aufeinandergeschichteter und zu einem   U    gebogener Eisenbleche. Die zu prüfende Tafel liegt während der Prüfung in den beiden eingefrästen Schlitzen 21c. Der Vorteil dieses Joches liegt im einfachen und daher verhältnismässig billigen Aufbau.



   Der praktische Aufbau einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die sich unter anderem für die Messung von Permea  bilitäten    eignet, ist in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigt. Die Prüftafel 30 ist in den Fig.   5    und 6 weggelassen. Die beiden Joche 31a und 31b sind gegenüber der Tafel 30 spiegelbildlich angeordnet. Das untere Joch 31a ist mit Hilfe der vier Messingwinkel 31c und der   acht Schrauben 31d und 31e    an zwei   Füh-      rungstischen    37a und   37b    angeschraubt. Die geschliffenen Flächen der Jochpole des Joches 31 liegen in der gleichen Horizontalebene wie die Eisenbelege 37c und 37d der Führungstische. Infolge dieser Eisenbelege stellen sich in der Nähe der Messstrecke definierte magnetische Verhältnisse ein.

   Die am Joch   31b    angebrachten nasenförmigen Ansätze   31f er-      leichtern    das Einschieben der Prüfbleche in den   Spulenkorper    35. Der Querschnitt des letzteren ist rechteckformig und so dimensioniert, dass der Spulenhohlraum bezüglich Hohe und Breite nur wenig grosser ist als die   Prüftafeln.    Der aus Isoliermaterial bestehende Spulenkörper ist mittels vier   Schrau-    ben   35a am    untern Joch   31a    gehalten.

   Auf dem   Spulenkorper    35a sind die mit einem Messverstärker zusammengesehaltete Messwicklung 33 und die   Magnetisierungswicklung    32 mit den Zusatzwindungen   32a    aufgewickelt und in irgendeiner an sich bekannten Weise fixiert. Die   Zusatzwindungen      32a    haben die Erzeugung einer magnetischen Spannung zum Zwecke, welche den durch den   Induktions-    fluss der Magnetisierungswicklung im Joch und an den   Flussübergangsstellen    hervorgerufenen magnetischen Spannungsabfall ausgleicht. Diese Zusatzwindungen können auch auf den Jochen angebracht werden.

   Damit die Tafel 30 möglichst gleichmässig magnetisiert wird und damit der Einfluss des Streufeldes auf den   Prüfabschnitt    der Tafel 30 konstant ist, sind die Windungen der   Magneti-      sierungswicklung    32, abgesehen von den Zusatzwindungen 32a, auf die ganze Länge des   Prüfabschnittes    homogen verteilt. Aus der Fig. 6 ist ersichtlich, dass die Windungen der   Messwicklung    33 innerhalb der Zwischenräume der mit gegenseitigem Abstand aufgewickelten Windungen der   Magnetisierungswicklung    32 liegen.

   In bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn die Windungszahl einer in dieser Weise angeordneten   Messwicklung    nicht ausreicht, kann es auch von Vorteil sein, die Messwick   hing-innerhalb der Magnetisierungswicklung    anzuordnen.



   Die Messgenauigkeit wird durch die nachfolgend beschriebene Vorrichtung, welche gestattet, die beiden Joche 31a und 31b während des Prüfvorganges   gegeneinanderzupressen,    beträchtlich erhöht : Auf beiden Seiten beider Joche sind Metallträger 36a und   36b    eingefügt und mit den von den Blechen der Joche 31a und   31b    elektrisch isolierten Schrauben   31e    und   31g angeschraubt.    Die Federn 36c wirken im Sinne einer   Zusammenpressung der    beiden   Jonche.    Der Träger   36b    enthält eine Bohrung, welche zur Aufnahme eines Bolzens 36d bestimmt ist.

   Das obere Ende des Bolzens ist gegen das in die Bohrung   36e    eingelegte, gehärtete   Stahlplättehen    36f abgestützt, während sich das untere Ende auf dem   abgerun-    deten Bolzen   36g abstützt. Dieser    bildet den Angriffspunkt des zweiarmigen Hebels   36h.   



  Die Bewegungen dieses Hebels werden aber auch noch über die Welle   367si    auf den ein  armigen    Hebel 36i übertragen. Bei der Vor  nahme    einer ferromagnetischen Prüfung kann der Hebel 36 am Handgriff   36l    so weit nie  dergedrückt    und damit das obere Joch 31b abgehoben werden, bis er durch die Verriegelungsvorrichtung 36m in dieser Lage   festge-    halten wird. Der die Prüfung   ansführenden    Person ist es nun ein Leichtes, die Blechtafel bis zur gewünschten Stelle einzuschieben und den Riegel zu losen, um nach dem   Einsehal. ten    der   Magnetisierungswieklung    32 die   Messun-    gen vorzunehmen.

   An Stelle einer Handbetäti gung für das abhebbare. Joch kann auch eine Betätigung mittels Pedals vorgesehen werden.



   Bei der zuletzt gezeigten Anordnung, wo die. Joehe während des Prüfvorganges gegen  einandergepresst    sind, genügt eine Länge des   Prüfabschnittes    von a = maximal 20 cm.



  Alle andern nicht vermeidbaren Fehler übersteigen dann den durch Inkonstanz der Luftspalte hervorgerufenen Fehler. Mit einer solchen Messanordnung ist es möglieh, den maximalen Messfehler kleiner als   6  /o % u    halten.



   Die Anordnung gemäss den Fig. 4,5 und 6 eignet sich bei entsprechender   Dimensionie-    rang der Spulen 32 und 33 nicht nur für    Permeabilitätsmessungen, sondern auch zur    Bestimmung von   Verlustziffern, Hysteresis-    schleifen, Kommutierungskurven usw.



   Auf den   ersten Blick erseheint    eine Kom  pensation    des im Joch und an den Flussüber  gangsstellen auftretenden magnetischen    Spannungsabfalles vom Standpunkt der Einfachheit der Messungen unerwünscht, vor allem, wenn zur Festlegung des Kompensationsstromes umfangreiehe Messungen notwendig sind.



  Dies ist nun aber gerade bei der zuletzt be  schriebenen    Anordnung nicht der Fall. Vielmehr lässt sich der magnetische Spannungsabfall im Joch derselben leicht messen und berechnen. Zur   Aless-Lilig    schaltet man einfach die   Kompensationswicklungen auf    dem obern   und untern Joch    in Reihe und schickt einen   lIagnetisierungsstrom hindureh.    Der sich ausbildende magnetische Fluss durchsetzt die eingelegte Blechtafel senkrecht. Die magnetischen   Eigensehaften    der Joche und der Luftspalte zwischen den Polen und der Blechtafel lassen sich auf diese Weise ohne weiteres bestimmen und können bei Messungen an der Prüfstrecke exakt berücksichtigt werden.



   Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die geschilderten   Ausfiihrungsbeispiele    beschränkt. Es sind zum Beispiel auch   Ausfüh-    rungsformen mit nur einer Wicklung, die zugleich als Magnetisierungswicklung und als   Messwicklung    dient (Prinzip der   Induktivi-      tätsmessung)    oder mit mehr als zwei Wicklungen (z.   B.    mit einer zusätzlichen   Gleich-      stromvormagnetisierungswicklung)    denkbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Anordnung zur Prüfung von ferromagne- tisehen Eigensehaften an ganzen Blechtafeln, welche Anordnung mindestens ein Joch und für die Erzeugung und Messung eines magnetischen Flusses im Blech wenigstens eine Wicklung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Endstücke der beiden Jochpole, an denen der ivbergang des magnetischen Flusses zwischen dem Joch und der zu prüfenden Tafel erfolgt, mindestens einer Seiten länge dieser Tafel entspricht, und dass das Joch derart ausgebildet ist, dass der Streu flué, welcher den sich zwischen den Endstücken der Jochpole erstreckenden Prüfabschnitt umgibt, wenigstens angenähert parallel zum Nutzfluss des Prüfabschnittes verläuft, zum Zwecke,
    eine möglichst homogene Ausbildung des im Prüfabschnitt erzeugten Induktionsflusses zu erreichen.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Magnetisierung des Priifabschnittes der Tafel und für die Messung je eine getrennte Wicklung vorgesehen ist.
    -2. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetisie rungswicklung auf dem Joch aufgebracht ist.
    3. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu prüfende Tafel in die Magnetisierungswicklung, deren Innenraum schlitzartig ausgebildet ist, einge schoben werden kann.
    4. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetisie rungswicklung längs dem Prüfabschnitt homogen verteilt ist.
    5. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu prüfende Tafel in die Messwicklung, deren Innenraum schlitzartig ausgebildet ist, eingeschoben werden kann.
    6. Anordnung nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwicklung derart auf dem gleichen Körper wie die Magnetisierungswieklung aufgebracht ist, dass die Windungen der Messwicklung innerhalb der Zwischenräume der mit gegenseiti- gem Abstand aufgewickelten Windungen der Magnetisierungswicklung liegen.
    7. Anordnung nach Unteransprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwicklung innerhalb der Magnetisierungswick- lung angeordnet ist.
    8. Anordnung nach Unteransprüchen 3 und 5, gekennzeichnet durch mindestens eine auf dem Joch angebrachte, vom Strom der Magnetisierungswicklung durchflossene Zu satzwicklung, deren magnetische Spannung den durch den Induktionsfluss der Magneti- sierungswicklung im Joch und an den Fluss Übergangsstellen hervorgerufenen magneti schen Spannungsabfall ausgleieht.
    9. Anordnung nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlieh zur Magnetisierungswicklung an beiden En- den derselben je mindestens eine vom gleichen Strome durchflossene Zusatzwindung angebracht ist, deren magnetische Spannung den im Joch und an den Flussübergangsstellen hervorgerufenen magnetischen Spannungsab- fall ausgleicht.
    10. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Joch aus voneinander elektrisch isolierten, hochpermeablen Blechen aufgebaut ist, die wenigstens auf einen Teil ihrer Länge parallel zum Prüf- abschnitt der in die Anordnung eingeführten, zu prüfenden Tafel verlaufen.
    11. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Joch die zu prüfende Tafel in einer zum Nutzflussverlauf des Prüfabsehnittes senkrechten Richtung beidseitig um mindestens den halben Abstand der beiden Jochpole überragt.
    12. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstüeke der Jochpole als Polschuhe ausgebildet sind.
    13. Anordnung naeh Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung, dass das Joch während des Prüfvorganges gegen die zu prüfende Tafel angepresst wird.
    14. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung zwei Joche enthält, die in bezug auf die zu prüfende Tafel spiegelbildlich angeordnet sind.
    15. Anordnung nach Unteransprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Joch in Riehtung gegen das andere Joch beweglich ausgebildet ist.
    16. Anordnung nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Joch während des Prüfvorganges mittels Federkraft in der Anpresslage gehalten wird.
    17. Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden Jochpole mindestens 80 cm beträgt.
    18. Anordnung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden Jochpole höchstens 20 cm beträgt.
    19. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich der Rich- tung des Nutzflussverlaufes des Prüfabschnittes dem Joch vor-und. nachgeordnete Füh- rungstische vorgesehen sind, auf welchen die ausserhalb des Prüfabschnittes liegenden Teile der zu prüfenden Tafel während des Prüfvorganges aufliegen.
    20. Anordnung nach Unteranspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- tische mit einem Eisenbelag versehen sind.
CH287911D 1950-05-04 1950-05-04 Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln. CH287911A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH287911T 1950-05-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH287911A true CH287911A (de) 1952-12-31

Family

ID=4485994

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH287911D CH287911A (de) 1950-05-04 1950-05-04 Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH287911A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69129687T2 (de) Vorrichtung zur Erzeugung eines Magnetfeldes für die Bildgebung mittels magnetischer Resonanz
DE2345848C3 (de) Elektromagnetischer Schichtdickenmesser
EP0467202B1 (de) Vorrichtung zur Prüfung von mit magnetischen Eigenschaften ausgestatteten Messobjekten
DE1473696B2 (de) Vorrichtung zur zerstoerungsfreien werkstoffpruefung
EP0018428A1 (de) Vorrichtung zur kontaktlosen Messung des elastischen Spannungszustandes in ferromagnetischen Körpern
DE3909851C2 (de)
DE1959406C3 (de) Meßsonde für Wirbelströme
DE2935887A1 (de) Vorrichtung zur magnetischen pruefung von stahlblechen oder stahlbaendern
DE955272C (de) Vorrichtung zur Messung von mechanischen Kraeften und deren Zeitableitungen
CH287911A (de) Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln.
DE950390C (de) Verfahren und Einrichtungen zur Bestimmung der magnetischen Eigenschaften von magnetischem Material
DE868470C (de) Einheitserregersystem mit kleiner Leistungsaufnahme fuer Zungenfrequenzmesser
DE1000931B (de) Anordnung zur Pruefung von ferromagnetischen Eigenschaften von ganzen Blechtafeln handelsueblicher Groesse
DE2642012B2 (de) Magnetkopf aus zwei einstückigen hochpermeablen Kernhälften
DE914278C (de) Spannungsmessystem fuer Geschwindigkeits-, Drehzahl-, Frequenz-, Wegstreckenmesser od. dgl.
DE912602C (de) Messsystem fuer elektrische Instrumente
DE562910C (de) Messgeraet zur Ermittlung der Feldstaerke und zur Bestimmung der Magnetisierungskonstanten, vorzugsweise fuer streifenfoermige Blechproben
DE1016835B (de) Anordnung zur Erhoehung der Genauigkeit der Messung der Verlustziffer und der Magnetisierbarkeit ferromagnetischer Bleche
DE952539C (de) Verfahren zur Messung der magnetischen Eigenschaften von Blechen, Baendern usw.
AT289248B (de) Anordnung zur Messung der magnetischen Eigenschaften ferromagnetischer Werkstoffe
DE867573C (de) Einrichtung zur magnetischen Pruefung von Ganztafelblechen
DE2540481A1 (de) Messpule fuer eine einrichtung zum messen der magnetischen eigenschaften einer probe aus magnetisierbarem material
DE1490539A1 (de) Induktionsfreie,bifilare Feldplatte
DD249338A1 (de) Einrichtung zur bestimmung magnetischer kenngroessen von werkstoffen
DE2134860B2 (de) Induktiver wegabgriff