CH287911A - Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln. - Google Patents
Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln.Info
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Description
Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigenschaften an ganzen Blechtafeln.
Für die Untersuchung der ferromagneti- schen Eigenschaften von Blechen, die im elek- trischen Apparate und Maschinenbau Verwendung finden, sind hauptsächlich Methoden vorgeschlagen worden, bei welehen Proben des zu messenden Bleches vor der Einfüh- rung in die Messapparatur auf eine ganz bestimmte Grosse zugeschnitten werden müssen.
Eine bekannte Messmethode besteht darin, dass f3 man aus dem Probebleeh mehrere Ringe ausstanzt, die dann zu einem Ringkern aufgeschichtet werden. Dieser Ringkern wird dann noch mit einer Erregungs-und einer Messwicklung versehen. Die Erregunbswickhmg, die mögliehst gleichmässig über den Ring verteilt werden soll, kann beispielsweise für Ausmessungen der statischen Hysteresissehleife mittels eines Schalters an eine Gleichstromquelle angeschlossen werden.
Der in diesem Stromkreis fliessende Strom bestimmt die Feldstarke. Die Feststellung der im Ringkern herrschenden Induktion gestaltet sich leicht durch Messung des beim Einschalten, Aussehalten oder Umpolen der Erregungswicklung in der Messwicklung entstehenden Induktionsstromstosses. Natürlich ist es auch möglich, mit einer solchen Anordnung auf dem Wechselstromprinzip beruhende Messun- gen vorzunehmen.
Die beschriebene Messmethode ist wohl sehr exakt ; sie konnte sich jedoch wegen der Schwierigkeiten der Herstellung der ringför- migen Proben in der Technik nicht allgemein durchsetzen. Ein guter Ersatz bildet die sogenannte Jochmethode. Sie beruht darauf, dass ein Bündel von zu untersuchenden, aufeinan dergeschichteten Blechstreifen, welche in die Messwicklung und in die Erregungswicklung eingeschoben werden, von einem Joch mit grossem Querschnitt und hoher Permeabilität überbrüekt ist. Infolge des kleinen magnetischen Widerstandes des Joches ist die Streu liniendichte ausser an den Enden der Blech- streifen sehr gering, so dass das Blechstreifenpaket nahezu gleichmässig magnetisiert ist.
Üblich sind auch magnetische Messungen an Probeübertragern und mittels sogenannter Epstein-Apparate.
Allen diesen Messmethoden haften aber zwei grundsätzliche Nachteile an. Der Haupt- nachteil liegt im Umstand begründet, dass die zu prüfenden Bleehtafeln überhaupt zerschnit- ten werden müssen. Abgesehen von den Material-und Zeitverlusten ist es dadurch beispielsweise praktisch unmöglich, jede angelieferte Tafel von der Freigabe für den Fabrikationsprozess zu prüfen. Der zweite Nachteil ist in der Veränderung der magnetischen Eigenschaften bei der Herstellung der Streifen bzw. der Kreisringe zu finden. Beim Abschneiden der Probestüeke entstehen am Rande Zonen grösserer mechanischer und daher auch magnetischer Härte, welche die Messresultate erheblich verfälschen können.
Schon seit einem halben Jahrhundert ist daher immer wieder versucht worden, die Eisenmessungen direkt an den ganzen Blech- tafeln, möglichst ohne Vorbereitungsarbeiten, auszuführen. Zu diesem Zweeke wurde beispielsweise eine Messtrommel vorgeschlagen (ETZ 1902, Seite 491 und ETZ 1903, Seite 341), bei der vier eingeschobene Blechtafeln sich je zu einem überlappten Zylinder formen, längs dessen Umfang die in der Trommel eingebauten Magnetisierungs und Messwick lungen nahezu homogen verteilt sind.
Nachteilig hat sich der grosse Zeitbedarf von etwa 20 minute pro Alessung und die Verspan- nung der Messprobe erwiesen. Zudem ist diese Apparatur nur für eine bestimmte Tafellänge brauchbar.
Bei einem später bekanntgewordenen Bleehtafel-Vergleichsgerät (Skirl, Elektrische Messungen, 1936, Seite 746) wird das zu prü- fende Blech in eine Kastenspule ohne ma gnetisches Rückschlussjoch hineingeschoben und mit einem bekannten Vergleichsblech in einer zweiten Kastenspule verglichen. Die Messungen mit solchen Kastenspulen werden in der angegebenen Literaturstelle als rohe Vergleichsmessungen beurteilt.
Ein in neuerer Zeit vorgeschlagenes Anlegejoeh (ETZ, Heft 16,1949) gestattet, ferromagnetische Messungen an nicht zerschnittenen Bleehtafeln durchzuführen. Das Joch besitzt etwa die Grouse eines Bügeleisens und kann zwecks Magnetisierung eines Teils der Blechtafel an einer beliebigen Stelle derselben aufgesetzt werden.
Es besteht aus U-för- mig gestanzten Blechen und enthält eine Magnetisierungs-und eine 3IeRwieklung. Da das Anlegejoch auf die ganze Tafel aufgesetzt wird, ist es selbstverständlich nicht möglich, nur den vom Joch bedeekten Teil des Bleches, das heisst den zwischen den beiden Polen des loches liegenden Prüfabschnitt zu magneti sieren. Der in andern Teilen der Blechtafel vorhandene Streufluss bewirkt,
dass die In duktion im tatsächlichen Prüfabschnitt sehr untersehiedliche Werte annimmt. Der beispielsweise bei einer Permeabilitätsmessung angezeigte Wert entspricht infolge der Ab hängigkeit der Permeabilität von der Feldstärke irgendeinem Mittelwert. Eine nachträg liehe Korrektur des Wertes mittels einer Scherungslkurve ist nicht ohne weiteres mög lich, weil der Verlauf der Permeabilitätsfunk- tion sehr stark materialabhängig ist. Eine solehe Messung hat daher eher qualitativen Charakter.
Die bisher in der Literatur bekannt- gewordenen Ganztafelgeräte vermögen somit nicht voll zu befriedigen. Die Messungen mit der zuerst erwähnten Trommel einerseits sind umständlieh lmd zeitraubend, jene mit Kastenspulen ohne Rückschlussjoch oder jene mit Anlegejoch ungenau und bedürfen der Eichung, welche für jede Blechqualität, jedes -format und jede Eigenschaft durchgeführt werden muss. Das Ziel der Erfindung ist daher ein Ganztafelmessgerät, das gleichzeitig rasehe und genaue Messungen gestattet.
Die vorliegende Erfindnng, die eine Anordnung zur Prüfung von ferromagnetischen Eigensehaften an ganzen Bleehtafeln betrifft, welche Anordnung mindestens ein Joch und für die Erzeugung und Messung eines magnetisehen Flusses im Bleeh wenigstens eine Wicklung enthält, zeigt nun einen wirksamen Weg zur Behebung der geschilderten Schwierigkeiten.
Das Kennzeichen der Erfindung liegt darin, dass die Breite der Endstücke der beiden Jochpole, an denen der t5bergang des magnetischen Flusses zwisehen dem Joch und der zu prüfenden Tafel erfolgt, mindestens einer Seitenlänge dieser Tafel entsprieht und dass das Joch derart ausgebildet ist, dass der Streufluss, welcher den sich zwischen den Endstücken der Jochpole erstreckenden Prüf abschnitt umgibt, wenigstens angenähert parallel zum Nutzfluss des Priifabschnittes verläuft, zum Zwecke, eine möglichst homogene ^Nusbildung des erzeugten Induktionsflusses zu erreiehen.
Die Ausbildung der Anordnung ist vorteilhafterweise derart, dass die zu untersuchende Blechtafel in der Längsrichtung und über die ganze Breite magnetisiert wird. Der magnetische Fluss wird dann dem zu prüfenden Bleehabschnitt auf der ganzen Breite zugeführt und von diesem auf der ganzen Breite weggeführt. Die angestrebte, möglichst hohe Konstanz der Feldstärke im Prüfabschnitt ist ein Ergebnis dieser Massnahme und im weiteren der besonderen Ausbildung des Joches, welche einen zur Prüftafel wenigstens angenähert parallelen Verlauf des Streuflusses sichert.
Im folgenden sind an Hand der Zeichnung drei Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Auf der Zeichnung, die stark vereinfacht ist und nur die zum Verständnis der Erfindung unumgänglich notwendigen Einzelheiten enthält, stellen dar :
Fig. l eine mehr schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 eine Aufsieht auf die Anordnung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel etwas geänderten Jochs,
Fig. 4 eine Aufsieht auf ein weiteres, in konstruktiver Hinsicht etwas ausführlicher dargestelltes Ausführungsbeispiel mit zwei Jochen,
Fig. 5 eine Vorderansicht auf die mittleren Partien der Anordnung in Richtung A (Fig. 4) und
Fig. 6 ein Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 4.
Die mit der erfindungsgemässen Anord- nung zu losende Aufgabe liegt darin, an einer Blechtafel 10 (Fig. 1 und 2) von der Länge 1 und der Breite b ferromagnetische Messungen ohne Zerschneiden der Tafel durchführen zu können. Zu diesem Zweeke ist das Joch 11 derart ausgebildet, dass der magnetische Fluss auf der ganzen Breite der Tafel zu-und daraus abgeführt wird. Das Joch 11 ist zwecks Herabsetzung der Wirbelstromverluste in der Längsrichtung der Ebene der Prüftafel und senkreeht zu dieser lamelliert. Die Polsehuhe lla des Jochs 11 sind derart ausgebildet, dass die zu prüfende Tafel noch mit Sicherheit eingeschoben werden kann.
Zwecks Erreichung eines mögliehst parallelen Verlaufes des den Prüfabschnitt, welcher die Fläche a, b der Tafel darstellt, umgebenden Streuflusses zum Nutzfluss des Prüfabschnittes, wird die Tafel auf der Oberseite durch die Jochteile 11b überragt. Aus den gleichen Erwägungen heraus ist die Breite des Joches um den Abstand a der beiden Jochpole grösser gewählt als die Breite der zu prüfenden Tafeln.
Der Abstand a ist zwecks Erhöhung der Genauigkeit mit Vorteil wenigstens 80 cm. Das Joch 11 überragt demnach die Tafel 10 beidseitig um mindestens 40 cm. Auf dem Joch ist die Magnetisierungswicklung 12 aufgebracht, während die Windungen der Messwicklung 13 die Prüftafel 10 umschlingen. Die Eingangsklemmen des Verstärkers 14a sind mit der Messwicklung 13 und die Ausgangsklemmen mit einem Messinstrument lOb an dem beispielsweise die bei Wechselstromspeisung der Ma gnetisierungswicklung 12 in der Messwicklung induzierte Spannung abgelesen werden kann, zusammengeschaltet. Diese Spannung ist ein Mass für die Permeabilität der Prüftafel.
Bei der Auswertung der Messergebnisse müssen die Verluste an magnetischer Spannung, welche in den beiden Luftspalten und im Joch 11 selbst auftreten und zum Teil vom Streufluss herrühren, berücksichtigt werden. Um die Jochverluste klein zu halten, wird man das Joch 11 vorzugsweise aus hochpermeablen Bleehen aufbauen. Dabei soll der Jochquerschnitt im Verhältnis zum Quer- schnitt der Prüftafel gross sein. Eventuell störende Einflüsse des Erdfeldes lassen sich durch geeignete Aufstellung der Anordnung (Kraftlinien des Erdfeldes senkrecht zur Prüftafel) oder mittels Abschirmungen leicht eliminieren.
Es ist leicht einzusehen, dass bei der Be stimmung einer ferromagnetisehen Materialeigenschaft auch die Breite und die Dicke der zu messenden Tafel mitberücksichtigt werden muss. Die bezüglich dieser Dimensionen auftretenden Toleranzwerte von verschiedenen Tafeln, die aus derselben Anlieferung stammen können, lassen es vorteilhaft erscheinen, die entsprechenden Abmessungen jeder Tafel vor dem Einsehieben in die Messanordnung . festzustellen ind beim Messergebnis, das am Instrument 14b abgelesen wird, in Anrech- nung zu bringen.
Weniger zeitraubend wird die Auswertung der festgestellten geometri schen Abmessungen der Tafel, wenn der Verstärker Widerstands-oder Impedanzelemente enthält, die derart von Hand verstellt werden können, dass das Messergebnis entsprechend den Abweichungen der Tafeln vom Sollmass korrigiert und dadurch die Genauigkeit der Messanordnung erhöht wird. Es ist natür- lich auch denkbar, die bei Abweichungen der Tafelbreite bzw. Tafeldieke vorzunehmenden Korrekturen der Verstärkungseigenschaften des Verstärkers 14a durch eine automatische Breiten-bzw. Dickenmesseinrichtung ausfüh- ren zu lassen.
Da diese Einrichtung jedoch nicht Gegenstand der Erfindung bildet, wird auf eine diesbezügliche Besehreibung ver zichtet. Durch Wahl des Verlaufes der Verstärkungskurve des Verstärkers 14a hat man es in der Hand, die Scherung, das heisst die feldstärkeabhängige Korrektur für jeden Wert der Feldstärke exakt zu berücksichtigen.
Das gilt natürlich nur für ein bestimmtes Material.
Die Eichung der Anordnung lässt sich auf einfache Weise durch Messung an einer Tafel, die nachher zerschnitten und nach einer anclern bekannten Messmethode nachgeprüft wird, durchführen.
Die Fig. 3 zeigt eine Modifikation des . Joehes der geschilderten Anordnung nach Fig. 1 und 2. Das loch 21 besteht aus einem Paket aufeinandergeschichteter und zu einem U gebogener Eisenbleche. Die zu prüfende Tafel liegt während der Prüfung in den beiden eingefrästen Schlitzen 21c. Der Vorteil dieses Joches liegt im einfachen und daher verhältnismässig billigen Aufbau.
Der praktische Aufbau einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die sich unter anderem für die Messung von Permea bilitäten eignet, ist in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigt. Die Prüftafel 30 ist in den Fig. 5 und 6 weggelassen. Die beiden Joche 31a und 31b sind gegenüber der Tafel 30 spiegelbildlich angeordnet. Das untere Joch 31a ist mit Hilfe der vier Messingwinkel 31c und der acht Schrauben 31d und 31e an zwei Füh- rungstischen 37a und 37b angeschraubt. Die geschliffenen Flächen der Jochpole des Joches 31 liegen in der gleichen Horizontalebene wie die Eisenbelege 37c und 37d der Führungstische. Infolge dieser Eisenbelege stellen sich in der Nähe der Messstrecke definierte magnetische Verhältnisse ein.
Die am Joch 31b angebrachten nasenförmigen Ansätze 31f er- leichtern das Einschieben der Prüfbleche in den Spulenkorper 35. Der Querschnitt des letzteren ist rechteckformig und so dimensioniert, dass der Spulenhohlraum bezüglich Hohe und Breite nur wenig grosser ist als die Prüftafeln. Der aus Isoliermaterial bestehende Spulenkörper ist mittels vier Schrau- ben 35a am untern Joch 31a gehalten.
Auf dem Spulenkorper 35a sind die mit einem Messverstärker zusammengesehaltete Messwicklung 33 und die Magnetisierungswicklung 32 mit den Zusatzwindungen 32a aufgewickelt und in irgendeiner an sich bekannten Weise fixiert. Die Zusatzwindungen 32a haben die Erzeugung einer magnetischen Spannung zum Zwecke, welche den durch den Induktions- fluss der Magnetisierungswicklung im Joch und an den Flussübergangsstellen hervorgerufenen magnetischen Spannungsabfall ausgleicht. Diese Zusatzwindungen können auch auf den Jochen angebracht werden.
Damit die Tafel 30 möglichst gleichmässig magnetisiert wird und damit der Einfluss des Streufeldes auf den Prüfabschnitt der Tafel 30 konstant ist, sind die Windungen der Magneti- sierungswicklung 32, abgesehen von den Zusatzwindungen 32a, auf die ganze Länge des Prüfabschnittes homogen verteilt. Aus der Fig. 6 ist ersichtlich, dass die Windungen der Messwicklung 33 innerhalb der Zwischenräume der mit gegenseitigem Abstand aufgewickelten Windungen der Magnetisierungswicklung 32 liegen.
In bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn die Windungszahl einer in dieser Weise angeordneten Messwicklung nicht ausreicht, kann es auch von Vorteil sein, die Messwick hing-innerhalb der Magnetisierungswicklung anzuordnen.
Die Messgenauigkeit wird durch die nachfolgend beschriebene Vorrichtung, welche gestattet, die beiden Joche 31a und 31b während des Prüfvorganges gegeneinanderzupressen, beträchtlich erhöht : Auf beiden Seiten beider Joche sind Metallträger 36a und 36b eingefügt und mit den von den Blechen der Joche 31a und 31b elektrisch isolierten Schrauben 31e und 31g angeschraubt. Die Federn 36c wirken im Sinne einer Zusammenpressung der beiden Jonche. Der Träger 36b enthält eine Bohrung, welche zur Aufnahme eines Bolzens 36d bestimmt ist.
Das obere Ende des Bolzens ist gegen das in die Bohrung 36e eingelegte, gehärtete Stahlplättehen 36f abgestützt, während sich das untere Ende auf dem abgerun- deten Bolzen 36g abstützt. Dieser bildet den Angriffspunkt des zweiarmigen Hebels 36h.
Die Bewegungen dieses Hebels werden aber auch noch über die Welle 367si auf den ein armigen Hebel 36i übertragen. Bei der Vor nahme einer ferromagnetischen Prüfung kann der Hebel 36 am Handgriff 36l so weit nie dergedrückt und damit das obere Joch 31b abgehoben werden, bis er durch die Verriegelungsvorrichtung 36m in dieser Lage festge- halten wird. Der die Prüfung ansführenden Person ist es nun ein Leichtes, die Blechtafel bis zur gewünschten Stelle einzuschieben und den Riegel zu losen, um nach dem Einsehal. ten der Magnetisierungswieklung 32 die Messun- gen vorzunehmen.
An Stelle einer Handbetäti gung für das abhebbare. Joch kann auch eine Betätigung mittels Pedals vorgesehen werden.
Bei der zuletzt gezeigten Anordnung, wo die. Joehe während des Prüfvorganges gegen einandergepresst sind, genügt eine Länge des Prüfabschnittes von a = maximal 20 cm.
Alle andern nicht vermeidbaren Fehler übersteigen dann den durch Inkonstanz der Luftspalte hervorgerufenen Fehler. Mit einer solchen Messanordnung ist es möglieh, den maximalen Messfehler kleiner als 6 /o % u halten.
Die Anordnung gemäss den Fig. 4,5 und 6 eignet sich bei entsprechender Dimensionie- rang der Spulen 32 und 33 nicht nur für Permeabilitätsmessungen, sondern auch zur Bestimmung von Verlustziffern, Hysteresis- schleifen, Kommutierungskurven usw.
Auf den ersten Blick erseheint eine Kom pensation des im Joch und an den Flussüber gangsstellen auftretenden magnetischen Spannungsabfalles vom Standpunkt der Einfachheit der Messungen unerwünscht, vor allem, wenn zur Festlegung des Kompensationsstromes umfangreiehe Messungen notwendig sind.
Dies ist nun aber gerade bei der zuletzt be schriebenen Anordnung nicht der Fall. Vielmehr lässt sich der magnetische Spannungsabfall im Joch derselben leicht messen und berechnen. Zur Aless-Lilig schaltet man einfach die Kompensationswicklungen auf dem obern und untern Joch in Reihe und schickt einen lIagnetisierungsstrom hindureh. Der sich ausbildende magnetische Fluss durchsetzt die eingelegte Blechtafel senkrecht. Die magnetischen Eigensehaften der Joche und der Luftspalte zwischen den Polen und der Blechtafel lassen sich auf diese Weise ohne weiteres bestimmen und können bei Messungen an der Prüfstrecke exakt berücksichtigt werden.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die geschilderten Ausfiihrungsbeispiele beschränkt. Es sind zum Beispiel auch Ausfüh- rungsformen mit nur einer Wicklung, die zugleich als Magnetisierungswicklung und als Messwicklung dient (Prinzip der Induktivi- tätsmessung) oder mit mehr als zwei Wicklungen (z. B. mit einer zusätzlichen Gleich- stromvormagnetisierungswicklung) denkbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Anordnung zur Prüfung von ferromagne- tisehen Eigensehaften an ganzen Blechtafeln, welche Anordnung mindestens ein Joch und für die Erzeugung und Messung eines magnetischen Flusses im Blech wenigstens eine Wicklung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Endstücke der beiden Jochpole, an denen der ivbergang des magnetischen Flusses zwischen dem Joch und der zu prüfenden Tafel erfolgt, mindestens einer Seiten länge dieser Tafel entspricht, und dass das Joch derart ausgebildet ist, dass der Streu flué, welcher den sich zwischen den Endstücken der Jochpole erstreckenden Prüfabschnitt umgibt, wenigstens angenähert parallel zum Nutzfluss des Prüfabschnittes verläuft, zum Zwecke,eine möglichst homogene Ausbildung des im Prüfabschnitt erzeugten Induktionsflusses zu erreichen.UNTERANSPRÜCHE : 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Magnetisierung des Priifabschnittes der Tafel und für die Messung je eine getrennte Wicklung vorgesehen ist.-2. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetisie rungswicklung auf dem Joch aufgebracht ist.3. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu prüfende Tafel in die Magnetisierungswicklung, deren Innenraum schlitzartig ausgebildet ist, einge schoben werden kann.4. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetisie rungswicklung längs dem Prüfabschnitt homogen verteilt ist.5. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu prüfende Tafel in die Messwicklung, deren Innenraum schlitzartig ausgebildet ist, eingeschoben werden kann.6. Anordnung nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwicklung derart auf dem gleichen Körper wie die Magnetisierungswieklung aufgebracht ist, dass die Windungen der Messwicklung innerhalb der Zwischenräume der mit gegenseiti- gem Abstand aufgewickelten Windungen der Magnetisierungswicklung liegen.7. Anordnung nach Unteransprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwicklung innerhalb der Magnetisierungswick- lung angeordnet ist.8. Anordnung nach Unteransprüchen 3 und 5, gekennzeichnet durch mindestens eine auf dem Joch angebrachte, vom Strom der Magnetisierungswicklung durchflossene Zu satzwicklung, deren magnetische Spannung den durch den Induktionsfluss der Magneti- sierungswicklung im Joch und an den Fluss Übergangsstellen hervorgerufenen magneti schen Spannungsabfall ausgleieht.9. Anordnung nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlieh zur Magnetisierungswicklung an beiden En- den derselben je mindestens eine vom gleichen Strome durchflossene Zusatzwindung angebracht ist, deren magnetische Spannung den im Joch und an den Flussübergangsstellen hervorgerufenen magnetischen Spannungsab- fall ausgleicht.10. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Joch aus voneinander elektrisch isolierten, hochpermeablen Blechen aufgebaut ist, die wenigstens auf einen Teil ihrer Länge parallel zum Prüf- abschnitt der in die Anordnung eingeführten, zu prüfenden Tafel verlaufen.11. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Joch die zu prüfende Tafel in einer zum Nutzflussverlauf des Prüfabsehnittes senkrechten Richtung beidseitig um mindestens den halben Abstand der beiden Jochpole überragt.12. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstüeke der Jochpole als Polschuhe ausgebildet sind.13. Anordnung naeh Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung, dass das Joch während des Prüfvorganges gegen die zu prüfende Tafel angepresst wird.14. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung zwei Joche enthält, die in bezug auf die zu prüfende Tafel spiegelbildlich angeordnet sind.15. Anordnung nach Unteransprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Joch in Riehtung gegen das andere Joch beweglich ausgebildet ist.16. Anordnung nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Joch während des Prüfvorganges mittels Federkraft in der Anpresslage gehalten wird.17. Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden Jochpole mindestens 80 cm beträgt.18. Anordnung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden Jochpole höchstens 20 cm beträgt.19. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich der Rich- tung des Nutzflussverlaufes des Prüfabschnittes dem Joch vor-und. nachgeordnete Füh- rungstische vorgesehen sind, auf welchen die ausserhalb des Prüfabschnittes liegenden Teile der zu prüfenden Tafel während des Prüfvorganges aufliegen.20. Anordnung nach Unteranspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- tische mit einem Eisenbelag versehen sind.
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