CH288422A - Verfahren zur Reinigung des bei der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgam-Verfahren verwendeten Quecksilbers. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung des bei der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgam-Verfahren verwendeten Quecksilbers.Info
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Description
Verfahren zur Reinigung des bei der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgam-Verfahren verwendeten Quecksilbers. Bei der technischen Durchführung der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgamver- fahren ist. eine allmähliche Anreieherung des zirkulierenden Quecksilbers mit metallischen Verunreinigungen unvermeidbar. Diese wer den der Zelle mit dem zu elektrolysierenden Alkalisalz, zum Beispiel gereinigtem Chlor natrium, das stets einen Restgehalt an Nicht alkali-Metallsalzen aufweist, zugeführt oder entstehen beim chemischen Angriff der Appa- raturteile durch den chlorhaltigen Elektro- 1Yten oder durch das gebildete Amalgam. Durch solche Massnahmen, wie Oberflächen sehutz von korrosionsanfälligen Konstruktions teilen, Verwendung von korrosionsfesten Bau stoffen, Nachsättigung der verarmten Sole mit sorgfältig gereinigtem Alkalichlorid, kann #vohl die Verschmutzung des Quecksilbers stark eingeschränkt, doch niemals gänzlich verhindert werden, weil der Elektrolyt stets einen Restgehalt an Verunreinigungen auf weist und der chemische Angriff der Appara tur nicht gänzlich verhindert werden kann. Bei der Zersetzung des Amalgams mit. Wasser gehen die vorhandenen Fremdmetalle bestenfalls nur teilweise mit dem Alkalimetall in Lösung, so dass sie sich allmählich im zir kulierenden H- anreichern. Nach Erreichung des Sättigungswertes werden sie als Schwebe stoffe im Quecksilber abgeschieden und bilden sehliesslieh die als Amalgambutter bekannte pastenförmige Masse, welche ernstliche Stö rungen im Ablauf der Elektrolyse verur sachen kann, und zwar durch Veränderung der Überspannungseigenschaften des Queck silbers, Behinderung des freien Durehflusses des Amalgams, oder vorzeitige Inaktivierung der Zersetzerroste. Demzufolge besteht die Notwendigkeit, die gebildeten Massen von Amalgambutter rechtzeitig zu entfernen. Die Nichtalkalimetall-Amalgame wurden bisher auf solche Weise entfernt, dass deren Abscheidung an leicht zugänglichen Stellen des Quecksilber-Kreislaufes durch Verminde rung der Fliessgeschwindigkeit herbeigeführt und die pastenartige Masse abgeschöpft wurde. Ein solches Verfahren ist offensichtlich mit dem Nachteil behaftet, dass die Zellen mit an Verunreinigungen übersättigtem Quecksil ber betrieben werden müssen. Ferner ist der Aufwand an Arbeit erheblich und trotz sorg fältiger Durchführung sind Quecksilberver luste nicht zu vermeiden. Eingehende Versuche haben inzwischen ge zeigt, dass die Möglichkeit besteht, die schäd lichen Premdmetall-Amalgame durch Abfil- trieren zu beseitigen und auf diesem Wege praktisch genügend reine Filtrate zu erhalten. Im Gegensatz zu dem bisher üblichen Ver fahren braucht hierbei die spontane Abschei- dung der Amalgambutter nicht, abgewartet zu werden. Die Abfiltrierung der im Queck- silber als Schwebestoffe vorhandenen Fremd amalgame gestattet. die Reinheit des Queck silbers in unmittelbarer Nähe der Lösliehkeits- grenze der -enannten Verunreinigungen zu halten, wodurch die Empfindlichkeit der I:Iel@trolvse gegen ungenügende Reinheit der verarbeiteten Sole weitgehend ermässig; wird. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Rei nigung- des bei der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgamverfahren verwendeten Quecksilbers ist dadurch gekennzeichnet, dass das die Kathode bildende zirkulierende Queck silber ohne Funktionsstörung der Zellen an einer Stelle des Quecksilberkreislaufes durch Abfiltrieren der darin suspendierten Sehwelre- stoffe von vorhandenen Fremdamalgamen be freit wird. Das erfindungsgemässe Verfahren ist so wohl für die periodische, als auch die- konti- nuierlielie Reinigung des in der Zelle zirku- lierenden Quecksilbers geeignet. Vorzugsweise werden korrosionsbeständige. Filtermassen finit Porenweiten geringer als 0,04 mm im Durchmesser verwendet., zum Beispiel keramische oder metallkeramische Filterplatten. Der notwendige Filterdruck wird vorteil haft mit Hilfe der bereits vorhandenen Queek- silber-Zirkulat.ionspumpe erzeugt.. Die Filtra tion kann gegebenenfalls stufenweise mit. zwei und mehr Filtern abnehmender Porengrösse durchgeführt werden. Für eine periodische Reinigung wird zweckmässig ein transportables Filter-Puinpeu- Aggregat verwendet. Hierbei kann das Queclk- silber dein Kreislauf an irgendeinem Punkt nach Verlassen des Zersetzertroges entnommen und das gereinigte Quecksilber einem. tiefer liegenden Punkt der Zelle zugeführt werden. Die Reinigung ist normalerweise beendet., wenn die Clesamtmenge des Quecksilbers das Filter drei- bis viermal durchflossen hat. Für die kontinuierliche Reinigung wird zweckmässis das Filter fest. eingebaut. in eine ZTmgangsleitung von der Druckseite zur Saug seite der Quecksilberpumpe, so dass der Lei- stungsüberschuss der Pumpe durch das Fil ter nach der Saugseite zurückfliesst. Eine solche Anordnung bietet den Vorteil, dass die Wirksamkeit des Filters durch Sichtbar- maehungr seines Ablaufs leicht kontrollierbar ist und verstopfte Filterelemente rechtzeitig ausgetauscht und gereinigt werden können. Die Wirksamkeit. des Filters ist hauptsädi- lich bedingt, durch dessen Porengrösse. Ein Frittefilter mit einem Porendurchmesser von 0,015 bis 0,040 nun reduziert. beispielsweise den Eisengehalt des Quecksilbers auf 0,0005%, wobei der Filterrückstand einen Eisengehalt von 5 % und meln- aufweist. Das im Filter- rückstand enthaltene Quecksilber kann. wieder gewonnen werden durch Destillation oder Be handlung mit Säuren in Gegenwart. eines Oxy dationsmittels, zum Beispiel infolge intensiver Belüftung. Das erfindungsgemässe Verfahren hat den Vorteil, die notwendige Reinigung des ge brauchten Quecksilbers zii mechanisieren und die Nachteile der bisher üblichen Reinigungs methoden weitgehend zu beseitigen.
Claims (1)
- PATEN TAN SPRLTCIl Verfahren zur Reinigung des bei der Chlor- a.lkali-Elektrolyse nach deni Amalgamver- fahren verwendeten. Quecksilbers, dadurch gekennzeichnet, dass das die Kathode bildende zirkulierende Quecksilber ohne Funktionsstö rung der Zellen an einer Stelle des Queck- silber-Kreislaufes durch Abfiltrieren der darin suspendierten.Schwebestoffe von vor handenen Fremdamalgamen befreit wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reinigung periodisch. erfolgt. 2. Verfahren nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass die Reinigung in kontinuierlicher Arbeitsweise erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspriteh, da durch gekenn.zeiehnet, dass korrosionsfeste Fil- t.ermassen mit. Porenweiten geringer als 0,04 min im Durchmesser verwendet werden. 4.Verfahren: nach Patentanspi-iich und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass keramische Filter verwendet werden. ä. Verfahren nach Patentanspruch und t_'nteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dxss metallkeramische Filter verwendet wer den. 6.Verfahren naeb PatentarLSprueh, da- durcb gekennzeichnet, dass die Reinigung stufenweise mit Filtern abnehmender Poren- orösse durchgeführt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da- dnrcli gekennzeichnet, da.ss das verunreinigte Quecksilber dem Filter unter einem über druck zugeführt wird. B.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterdruck mit Hilfe der Queck- silber-Zirkulationspumpe der Elektrolyse- anlage erzeugt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH288422T | 1950-08-28 |
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| CH288422D CH288422A (de) | 1950-08-28 | 1950-08-28 | Verfahren zur Reinigung des bei der Chloralkali-Elektrolyse nach dem Amalgam-Verfahren verwendeten Quecksilbers. |
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| CH (1) | CH288422A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1240836B (de) * | 1960-03-02 | 1967-05-24 | Electrochemical Processes Inc | Anordnung zur Elektrolyse von Alkali-salzloesungen nach dem Amalgamverfahren und zurZersetzung des Amalgams |
-
1950
- 1950-08-28 CH CH288422D patent/CH288422A/de unknown
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