CH288735A - Verfahren zur Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff.Info
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C05C7/00—Fertilisers containing calcium or other cyanamides
- C05C7/02—Granulation; Pelletisation; Degassing; Hydrating; Hardening; Stabilisation; Oiling
Landscapes
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Description
Verfahren zur Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff. Das Verfahren bezweckt die Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff, wobei eine Ver arbeitung -unter möglichst niedrigen Stick stoffverlusten gewährleistet ist und eine feste Kornform erhalten wird, ohne dass die Lö sungsgeschwindigkeit in Nasser dadurch we sentlich beeinflusst wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist da durch gekennzeichnet, dass man dem Kalk stickstoff das zur Hydratisierung des in ihm enthaltenen Calciumoxydes erforderliche Was ser in mindestens zwei Portionen zugibt, wobei zwischen den einzelnen Wasserzugaben eine Abkühlung erfolgt, und dass man den Kalk stickstoff frühestens während der letzten Hy- dratisierungsstufe in körnige Form überführt. Die Körnung kann ohne Zusätze oder mit Zu sätzen von Wasser- oder wässerigen Lösungen erfolgen; in den beiden letztgenannten Fäl len erfolgt eine Trocknung der Körner.
Fer ner kann das zu körnende Material zuerst ver- presst werden, wobei darauf zu achten ist, dass das hydratisierte Material in möglichst fri schem Zustand, zweckmässig heiss, zur Verpres- sung gelangt. Vor der anschliessenden Zerklei nerung zu Körnern ist es zweckmässig, das ge formte Material kurzzeitig abbinden (härten) zu lassen.
Das Material kann anderseits gleich nach erfolgter Hydratisierung granuliert werden. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass die Gran-dierung in, einem nichtrostenden Sy- stem durchgeführt wird. Wird bei der Kör nung Wasser verwendet, so erfolgt die Trock nung der Körner vorzugsweise bei lempera- turen von maximal 60 . Das bei der Körnung anfallende Feinkorn wird zweckmässig wieder dem hydratisierten Kalkstickstoff zugeführt.
Das zu körnende Material kann zuerst zu dünnen Platten gepresst werden. Bei Anwen- duug glatter Walzenpressen mit hohem Kom pressionsverhältnis werden Platten von grosser Festigkeit erhalten. Die Brechung der dünnen Platten zu kornförmigem Material erfolgt vor wiegend senkrecht zur Plattenfläche, so dass ein Minimum an Staubanfall gewährleistet ist.
Die Hydratisierung und die Körnung kön nen mit Zellpechlösung oder mit Sillfitlauge erfolgen, wobei man die Körnung zweckmässig in Behältern aus Chrom und Nickel enthalten dem Stahlblech ausführt. <I>Beispiel 1:</I> <B>100</B> Gewichtsteile Kalkstickstoff werden mit 4 Gewichtsteilen Wasser versetzt, die Tem peratur steigt auf 100 C, die Masse wird auf 47 C gekühlt und erhitzt sich erneut auf 97 C. Die Temperatur fällt dann allmählich auf 25 C.
Die Masse enthält. 0,91/o Wasser: Diesem Material werden weitere 6 Gewichts teile Wasser zugesetzt, die Temperatur steigt auf 100 C, es wird auf 46 C gekühlt, das Material erhitzt sich erneut auf 100 bis 109 C. Die Temperatur fällt dann allmählich auf 25 C.
Anschliessend wird das Material ange feuchtet, gekörnt und getrocknet. Die Erhit- zimgsprobe des trockenen Produktes vor der Körnung ergab einen Temperaturanstieg von 6 C. Der Stickstoffverlust belief sich auf 0,3 % des eingebrachten Stickstoffes. Vergleichsbeispiel <I>zu Beispiel 1:</I> <B>100</B> Gewichtsteile Kalkstickstoff werden mit 10 Gewichtsteilen Wasser versetzt.
Die Temperatur steigt auf 100 C, das Material wird durch Kühlung auf 50 C gebracht, es erhitzt sich erneut bis auf 150 C, die Tem peratur fällt dann langsam ab. Anschliessend wird das Material angefeuchtet, gekörnt und getrocknet.
Die anschliessende Erhitzungsprobe ergab einen Temperaturanstieg von 5 C. Der Stick stoffverlust belief sich auf<B>1,514,</B> das Fünf fache der in Beispiel 1 genannten Menge.
<I>Beispiel 2:</I> 100 Gewichtsteile Kalkstickstoff werden mit 7,5 Gewichtsteilen einer 3 0higen Zellpech- lösung, welche in zwei Portionen zugegeben wird, entsprechend dem Beispiel 1 hydrati siert, gekörnt und getrocknet.
Der Stickstoff- verlust ist um 33% geringer als jener, wel- cher bei der Hydratisierung mit Wasser auf tritt, <I>Beispiel 3:</I> 100 Gewichtsteile entsprechend dem Bei spiel 1 hydratisierten Kalkstickstoffes werden mit der zur Granulierimg erforderlichen Menge Wasser versetzt, bei Temperaturen von 30 C gekörnt und anschliessend bei 60 C ge trocknet.
Der Stickstoffverlust beträgt 0,51/o des eingebrachten Stickstoffes. Der Abrieb be- trägt 1 bis 2% Staubanteil. Die Körner sind also fest. Bei einer Beregnung von 20 mm Was ser sind 801/o des Stickstoffes und 301/o des Kalkes in Lösung gegangen.
Ansatz wie unter Beispiel 3. Trocknet man bei Temperaturen von 100 C, liegen die N- Verluste um 45% höher, trocknet man bei 160 C, liegen diese Verluste um 1551/o höher.
<I>Beispiel 4:</I> 100 Gewichtsteile mit Zellpeehlösimg ent sprechend dem Beispiel 1 hydratisierten Kalk stickstoffes werden mit einer weiteren, zur Granulierung erforderlichen Menge Zellpech- lösung, 3 % ig, versetzt, granuliert und ge- trocknet. Der Stickstoffverlust beträgt nach der Trocknung 01/o des eingebrachten Stick stoffes.
<I>Beispiel</I> 4a: 100 Gewichtsteile mit Zellpechlösung ent sprechend dem Beispiel 1 hydratisierten Kalk- stickstoffes werden mit der zur Granulierung erforderlichen Menge Wassers versetzt, granu liert und getrocknet. Der Stickstoffverlust be- trägt nach der Trocknung bis 0,5% der ein- gebrachten Stickstoffmenge.
Beispiel <I>5:</I> 100 Gewichtsteile entsprechend dem Bei spiel 1. hydratisierten Kalkstickstoffes werden mit der zur Verpressung erforderlichen Menge Wasser, welche etwa 31/o beträgt, ver- presst, nach dem Abbinden wird mit den übli chen Vorrichtungen zu Körnern zerkleinert und anschliessend bei 60 getrocknet. Der da bei anfallende Staub wird in die Verformung zurückgeführt.
Die Stickstoffverluste betragen beim Trock nen 0,1 bis 0,151/o des eingebrachten Stick stoffes. Das Korn ist fest. Nach einer Bereg- nung von 20 mm sind 65% des Stickstoffes und mehr als 20 % des Kalkes in Lösung <RTI
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<I>Beispiel 6:</I> 100 Gewichtsteile entsprechend dem Bei spiel 1 hydratisierten Kalkstickstoffes werden in einer eisernen Trommel granuliert und ge trocknet, das Material klebt nach der Granu- lierimg an der Wandung fest. Wird dagegen eine aus Chrom und Nickel enthaltendem Stahlblech bestehende Trommel verwendet, treten diese Erscheinungen in nur geringem Umfang auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von gekörntem Kalkstickstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Kalkstickstoff das zur Hydratisie- rung des in ihm enthaltenen Calciumoaydes erforderliche Wasser in mindestens zwei Por tionen zugibt, wobei zwischen den einzelnen Wasserzugaben eine Abkühlung erfolgt, und dass man den Kalkstickstoff frühestens wäh rend der letzten Hydratisierungsstufe in kör nige Form überführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man mit wässeriger Zellpechlöstmg hydratisiert. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man mit Sulfit- lauge hydratisiert. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Körnung des hydratisierten Kalkstickstoffes mit Zell- pechlösung vollzieht. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Körnung des hydratisierten Kalkstickstoffes mit Sulfit- lauge vollzieht. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Körnung während der letzten Hydratisierungsstufe vor nimmt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Körnung in Behältern aus Chrom und INTickel enthaltendem Stahl blech ausführt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Körnung unter Zusatz von wässerigen Flüssigkeiten vornimmt und bei Temperaturen unterhalb 60 trocknet. B.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den hydrati sierten Kalkstickstoff heiss verpresst und nach kurzem Härten zu Körnern zerkleinert. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den hydrati sierten Kalkstickstoff zu dünnen Platten ver formt und die Platten zu Körnern zerkleinert. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das bei der Kör nung anfallende Feinstkorn zum hydratisier ten Kalkstickstoff zurückgeführt wird.
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